DE217303A - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE217303A DE217303A DE217303A DE 217303 A DE217303 A DE 217303A DE 217303 A DE217303 A DE 217303A
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- sugar
- diffusion
- leaching
- molasses
- battery
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
- 238000009792 diffusion process Methods 0.000 claims description 18
- 238000002386 leaching Methods 0.000 claims description 17
- 239000007788 liquid Substances 0.000 claims description 12
- 235000013379 molasses Nutrition 0.000 claims description 11
- 235000011389 fruit/vegetable juice Nutrition 0.000 claims description 9
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 9
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 9
- 239000006188 syrup Substances 0.000 claims description 8
- 235000020357 syrup Nutrition 0.000 claims description 8
- 235000015097 nutrients Nutrition 0.000 claims 1
- 235000016068 Berberis vulgaris Nutrition 0.000 description 9
- 241000335053 Beta vulgaris Species 0.000 description 9
- 239000000243 solution Substances 0.000 description 8
- 239000000463 material Substances 0.000 description 5
- 241000219310 Beta vulgaris subsp. vulgaris Species 0.000 description 2
- 235000021536 Sugar beet Nutrition 0.000 description 2
- 238000005520 cutting process Methods 0.000 description 2
- 238000010790 dilution Methods 0.000 description 2
- 239000012895 dilution Substances 0.000 description 2
- 235000016709 nutrition Nutrition 0.000 description 2
- 235000011293 Brassica napus Nutrition 0.000 description 1
- 240000008100 Brassica rapa Species 0.000 description 1
- 235000000540 Brassica rapa subsp rapa Nutrition 0.000 description 1
- 241000182341 Cubitermes group Species 0.000 description 1
- 230000003749 cleanliness Effects 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 238000000605 extraction Methods 0.000 description 1
- 239000012530 fluid Substances 0.000 description 1
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 1
- 230000009897 systematic effect Effects 0.000 description 1
Description
3(aiiet(icfjcu $aI'c-jι!'amI
KAISERLICHES
K PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 217303 KLASSE
89 c. GRUPPE
CARL STEFFEN in WIEN.
auszuführenden Auslauge- oder Diffusionsvorganges.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 6. Juni 1907 ab.
Das bisherige Verfahren des systematischen Diffusionsbetriebes zwecks Saftgewinnung aus
Zuckerrüben usw. bedingt die Verwendung von Wasser oder allenfalls von sehr dünnen Preßflüssigkeiten
(von ausgelaugten Rübenschnitten) als derjenigen Auslauge- oder Diffusionsflüssigkeit,
welche man am zuckerärmsten Ende der Auslauge- oder Diffusionsv.orrichtung, d. h. am
letzten Behälter der, Diffusionsbatterie einzuführen hat und welche demzufolge der Reihe
nach in allen Behältern der Batterie durchgehende zur Wirkung kommen muß, damit das
angestrebte Resultat der Zurücklassung von nur mit dem minimalsten Zuckergehalt behafteten
Diffusionsschnitzeln erzielt wird. Es wäre daher im Sinne des auf möglichste Auslaugung
der Schnitzel gerichteten üblichen Diffusionsverfahren zweckwidrig, wenn man, statt Wasser,
Melasse oder reinere Ablaufsirupe in irgendwelcher Verdünnung vom letzten Ende der
Diffusionsbatterie her einführen wollte, wobei die Ausbringung des äußersten Zuckergehaltes
aus den ausgelaugten Schnitzeln eben unmöglich würde; dagegen hat man bereits vorgeschlagen
und gilt es als eine bekannte (eventuell der Melasseaufarbeitung dienliche) Maßnahme,
Ablaufsirupe in die Diffusionsbatterie derart zurückzuführen, daß sie in jenen Körper der
Diffusionsbatterie eintreten gelassen werden, dessen Diffusionssaft in seiner Reinheit annähernd
gleich ist der Reinheit des betreffenden Ablauf sirups. Die Auslaugung in den jenseits
der Einführungsstelle gelegenen Körpern würde in diesem Falle trotzdem mit dem vom Ende
her zugeführten Wasser erfolgen. .
Gemäß vorliegender Erfindung wird absichtlich darauf verzichtet, die Verminderung des
Zuckergehaltes in dem auszulaugenden Rübengut bis zur äußersten Erschöpfungsgrenze herbeizuführen
; dagegen wird bezweckt, hinsiehtlieh der Gesamtausbeute relativ vorteilhaftere
Bedingungen zu schaffen, als wie sie dem gewöhnlichen Diffusionsbetrieb eigen sind, und
dabei die bei der Ausübung des Verfahrens benötigten Mengen an Flüssigkeit durch Benutzung
der Ablaufsirupe niederer Reinheit beträchtlich herabzumindern
Gemäß vorliegender Erfindung wird daher bei einer mehrere Körper umfassenden Diffusionsbatterie am letzten Körper derselben statt
Wasser eine etwa 2 Prozent Zuckergehalt minimal aufweisende Lösung von Melasse oder
Ablaufsirup eingeführt, so daß diese Lösung von Anfang bis zu Ende als Auslaugeflüssigkeit
zu wirken hat.
Da das Verhältnis des Nichtzuckers zum Zucker in dieser Auslaugeflüssigkeit ein sehr
erheblich engeres ist, als jenes zwischen dem löslichen Nichtzucker und dem Zucker der
Rübe selbst, so ergibt sich daraus, daß, wenn die Auslaugeflüssigkeit (Melasselösung) das Auslaugegut
(Zuckerrüben, Rohr) in der Auslaugebzw. Diffusionsvorrichtung vom zuckerärmsten Ende gegen das zuckerreichste durchströmt,
die Auslaugeflüssigkeit sich mit Zucker anreichert. Da ferner das Auslaugegut (die frische
. Rübe) am zuckerreichsten Ende auch am nichtzuckerärmsten, hingegen am zuckerärmsten
Ende der Diffusionsvorrichtung am nichtzuckerreichsten ist, so verliert die Auslaugeflüssigkeit
auf ihrem Wege über das systematisch geordnete Auslaugegut eine entsprechende Menge Nichtzucker an das Auslaugegut.
Es erfährt somit die Auslaugeflüssigkeit, während sie sich vom zuckerärmsten Ende gegen
ίο das zuckerreichste Ende der Diffusions vorrichtung
beWegt, eine Anreicherung an Zucker und eine Verringerung im Nichtzuckergehalt, während
das Auslaugegut Zucker verloren und Nichtzucker aufgenommen hat.
Dieser Arbeitsvorgang liefert inbezug auf die Reinheit für den Zuckerfabrikbetrieb vollkommen
brauchbare Rohsäfte und gibt höhere Ausbeuten an Gesamtzucker und Nährwerten als das vorhergenannte bekannte Verfahren.
Bei diesem nämlich werden durch die Vermeidung der starken Verdünnungen, welche die Auslaugeflüssigkeit
an dem zuckerarmen Ende der Diffusionsvorrichtung bei Verwendung von
reinem Wasser oder der stark verdünnten Schnitzelpreßwässer als Auslaugeflüssigkeit
immer erfahren muß, nicht nur bedeutende Mengen unlöslicher Nährwerte in Lösung gebracht,
sondern es treten aucrj Zuckerverluste in diesem letzten Stadium der Auslaugung auf,
was eben durch das neue Verfahren mit Anwendung mehr oder weniger konzentrierter Melasselösungen
vermieden wird; notwendigerweise muß bei jenem Verfahren weniger Nichtzucker aus der Rübe in den Saft gehen. Nach dem
Verfahren werden die Rüben (Rohr) bis annähernd auf den Zuckergehalt, welchen man
in der Auslaugeflüssigkeit (verdünnte Melasse, Ablaufsirup) gewählt hat, ausgelaugt, worauf
die ausgelaugten (diffundierten) Rübenschnitte in den Schnitzelpressen abgepreßt werden.
Der vom Pressen gewonnene Saft und der Auslaugesaft, welcher diese Schnitte vor ihrer Abpressung
umgibt, gelangt am zuckerärmsten Ende in die Auslaugevorrichtung zurück, worauf hier gleich hinterher die Melasselösung etwa in
der gleichen Menge nachgeführt wird, welche bei den bekannten Verfahren als reines Wasser
zur. Anwendung kam. Werden etwa 36 Teile (vom Rübengewicht) ausgepreßte Diffusionsrückstände von den Pressen gewonnen und will
man 100 Saftteile Rohsaft von der Rübe gewinnen, so hat man etwa 35 Teile von der Melasselösung
zu verwenden. Die Konzentration der anzuwendenden Melasselösung wird in ihrem Zuckergehalt das Maximum etwa im
Zuckergehalt der zu verarbeitenden Rüben haben; das Minimum hingegen sollte nicht
unter 2 Prozent Zuckergehalt fallen.
Es kann aber auch der Preßsaft von den ausgelaugten Schnitzeln mit dem notwendigen
Wasser vermischt und in dieser Mischung die Melasse (Sirup) aufgelöst werden, welche Flüssigkeit
dann die Auslaugeflüssigkeit darstellen kann.
Es empfiehlt sich, bei hohen Temperaturen die Auslauge- oder Diffusionsarbeit auszuführen.
Im übrigen können alle Temperaturen verwendet werden, wie sie heute bei den bekannten
Verfahren gebräuchlich sind.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Rohsaftgewinnung und Erzielung zuckerhaltiger Nährstoff-Rückstände mittels eines in einer Mehrkörperbatterie auszuführenden Auslauge- oder Diffusions-Vorganges, dadurch gekennzeichnet, daß statt Wasser in den letzten Körper der Auslaugebatterie eine einen Zuckergehalt von etwa 2 Prozent minimal aufweisende Lösung von Melasse oder Ablaufsirup eingeführt wird, um als Auslaugeflüssigkeit vom Ende her bis zum ersten Körper hin zu dienen.
Family
ID=
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE217303A (de) | ||
| DE8346C (de) | Gewinnung von Zuckerkalk aus Melasse nach dem Substitutionsverfahren | |
| AT49728B (de) | Verfahren zur Gewinnung konzentrierter Pflanzensäfte und zuckerhaltiger Nährstoffe unter Benutzung der bekannten systematischen Auslauge- oder Diffusionsverfahren oder der kombinierte Diffusions- und Preßverfahren. | |
| DE122671C (de) | ||
| DE260223C (de) | ||
| DE102005017446B4 (de) | Temperaturführung bei der alkalischen Extraktion | |
| DE1216810B (de) | Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von konzentrierten waessrigen Xyloseloesungen | |
| DE476715C (de) | Verfahren zur Gewinnung des Zuckers aus dem abgesuessten Filterpressschlamm der Zuckerfabriken | |
| DE164396C (de) | ||
| DE204197C (de) | ||
| DE377977C (de) | Verfahren zur Herstellung von reinem Zuckersaft | |
| DE146871C (de) | ||
| DE26923C (de) | Melasse-Entzuckerung mittelst Kalk | |
| DE122881C (de) | ||
| DE621566C (de) | Verfahren zum Gewinnen von Hefe unter Umruehren der gaerenden Fluessigkeit | |
| DE609808C (de) | Verfahren zur Herstellung von Rohsaft und Zuckerschnitzeln | |
| DE2449521C3 (de) | Verfahren zum Extrahieren von Zucker aus Zucker enthaltenden Pflanzengeweben | |
| DE81507C (de) | ||
| DE116447C (de) | ||
| DE268530C (de) | ||
| DE331378C (de) | Verfahren zur Gewinnung von Staerke aus Kartoffeln | |
| DE883730C (de) | Verfahren zur Verzuckerung von cellulosehaltigen Stoffen mit Hilfe von verduennten Mineralsaeuren | |
| DE147576C (de) | ||
| DE290188C (de) | ||
| DE114283C (de) |