DE217148C - - Google Patents
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04M—TELEPHONIC COMMUNICATION
- H04M9/00—Arrangements for interconnection not involving centralised switching
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Signal Processing (AREA)
- Interface Circuits In Exchanges (AREA)
Description
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 217148 KLASSE 21«. GRUPPE
SIEMENS & HALSKE AKT.-GES. in BERLIN.
Rufschaltung für Fernsprechämter mit periodischer Rufstromgebung.
Die Erfindung bezieht sich auf Rufschaltungen bei solchen Fernsprechämtern, in denen
das Anrufen des gewünschten Teilnehmers entweder unmittelbar beim Einführen des Ver*
bindungsstöpsels in die Klinke erfolgt oder bei denen ein besonderer Rufschalter die Anschaltung
des periodisch gegebenen Rufstromes bewirkt. Um einerseits zu verhindern, daß nur
während eines Teiles der ordnungsgemäß für
ίο den Ruf bestimmten Zeit Rufstrom dem Teilnehmerapparat
zufließt, und um andererseits bei solchen. Ämtern, in denen eine Signalgebung
an den anrufenden Teilnehmer durch Stöpseln des Verbindungsstöpsels auf besondere Signalklinken
erfolgt, Störungen zu vermeiden, erfolgt erfindungsgemäß die Anschaltung des Rufstromes
nur in den Pausen zwischen zwei Rufperioden, also während derjenigen Zeit, in welcher
z. B. ein aus einem rotierenden Unterbrecher bestehender Kontaktapparat eine Abschaltung
der Rufstromquelle von der Leitung des gewünschten Teilnehmers bewirkt.
Um die Vorteile der neuen Schaltung deutlich hervortreten zu lassen, soll im folgenden kurz
untersucht werden, welche Erscheinungen eintreten können, wenn z, B. bei einem sogenannte
Summersignale gebenden Amte, bei dem dem Anrufer das Besetztsein der verlangten Leitung,
Störungen u. dgl. dadurch mitgeteilt wird, daß der Verbindungsstöpsel in Klinken eingeführt
wird, die ein summendes Geräusch übermittelnde Ströme von periodischer Folge festgesetzter Bedeutung
(»besetzt!« »gestört!« o. dgl.) übermitteln, die Anschaltung des Rufstromes auch
während einer Rufperiode möglich wäre. Offenbar würde hier der Rufstrom in die Summerklinkenleitung
geschickt werden, und abgesehen von einer möglicherweise eintretenden. Beeinflussung
oder Beschädigung des Summers würden auch andere Teilnehmer, deren Klinken etwa gleichzeitig in das gleiche Summerklinkenfeld
eingeführt wären, Rufstrom erhalten.
Die Anschaltung des Rufstromes wird offenbar bei Einrichtungen gemäß vorliegender Erfindung
so lange unmöglich sein müssen, als nicht der Verbindungsstöpsel in eine Klinke des Vielfachfeldes eingeführt ist. Erst nach
vollendeter Einführung in eine solche Klinke — nicht etwa auch in eine Summerklinke
o. dgl.. — wird die Anschaltung eingeleitet.
Die wirkliche Rufstromeinschaltung, erfolgt erst dann, wenn eine während der Stöpselung
etwa schon begonnene Rufperiode beendet ist. Beispielsweise erfolgt die Anschaltung' des
Rufstromes in einem gegebenen Augenblick dadurch, daß die die dauernde Anschaltung des
Rufstromes einleitende, in der Regel in einem Relais bestehende Vorrichtung, die auf den
Stromkreis eines die periodische Anschaltung der Rufstromquelle an die Teilnehmerleitung
hervorrufenden Relais wirkt, über eine Hilfskontakteinrichtung Strom erhält, die ihrerseits
mit einer die Periode von Ruf und Ruf pause bestimmenden Schaltvorrichtung synchron läuft.
Im nachfolgenden sei eine Anwendung der Erfindung auf ein Fernsprechamt mit Summersignalgebung·
besprochen. Die Schaltung ist nur als Beispiel gegeben.
Die Schaltung des Ortsamtes geschieht wie üblich. In der Zeichnung ist nur das Klinkenfeld
des gerufenen Teilnehmers durch die Hauptteile angedeutet. Die Abfrage- und Viel·
fachkiinken AK bzw. VK sind über einen
Widerstand Wk an Erde gelegt.
Wird der Verbindungsstöpsel V S zur Bewirkung eines Rufes in eine Klinke V K eingeführt,
so erhält ein Linienrelais L R Strom, der von Batterie B1, B2 einen Widerstand w
über die dritte Stöpselschnur zu den Klinken V K und von da über einen zweiten Widerstand
Wk direkt oder über Erde zur Batterie B1 B2
ίο zurückfließt. Das Relais L R zieht seinen
Anker Z an, der erstens einen Stromkreis der Batterie B2 über Relais UR schließt, das infolgedessen
seinen Anker u anzieht, und zweitens Spannung an die Wicklung W1 des die Rufanschaltung
vorbereitenden Relais RAR legt. Ein Strom über den Anker I, die Wicklung W1
und weiter über den Anker A eines Hilfsrelais H R kann nur zustande kommen bei entsprechender
Stellung einer Kontaktvorrichtung K V, die nach oben gesagtem mit der die Periode des
Rufens regelnden Kontaktvorrichtung R K synchron bewegt werden soll; hier sind beide
Vorrichtungen als rotierende Kontaktscheiben dargestellt. Da die Anschaltung während der
Ruf pausen erfolgen soll, muß bei KV Kontakt (durch einen schwarzen Sektor dargestellt)
dann vorhanden sein, wenn R K unterbricht. Ist die Kontaktvorrichtung KVm Kontaktstellung,
so wird RAR durch den Strom B1,1, W1, A, K V, B1 erregt und zieht seine
Anker av a2, a3 an.
Der Anker Ci1 schließt einen Stromkreis
(B1, HR, Ci1,1, B1) der Batterie B1 über das
Hilfsrelais H R, das durch Anziehen seiner Anker h und A1 über die Wicklung W1 des Relais
RAR einen Strom B1, ax, W1, h, B1
schließt, der eine dauernde Erregung dieses Relais unabhängig von der Stellung des Kontaktes
K V sichert.
Der Anker a3 hat eine Verbindung zwischen
dem Rufrelais R R und dem Kontakt R K hergestellt. Sobald dieser in eine Kontaktstellung
gelangt, wird das Relais R R von der Batterie B1
aus durch den Strom B1, R K, as, R R, ax bzw.
A1,1, B1 erregt und legt mittels des Schalters r
die Rufstromquelle R1Q an die zum Teilnehmer
führenden Stöpseladern; der Teilnehmer wird jetzt periodisch gerufen, weil über den Kontakt
R K das Relais R R periodisch erregt wird.
Wenn der gerufene Teilnehmer seinen Fernhörer abhebt, so wird dem Relais UR durch
Überbrückung infolge des angezogenen Ankers des Anrufrelais in bekannter Weise Strom entzogen,
so daß der Anker u abfällt. Nunmehr erhält die Wicklung W2 des Relais RAR bei
Kontaktstellung von K V über die Anker u und a2 aus der Batterie B1 Strom, hebt die Wirkung
von Spule W1 auf und die Anker av «2
und «j fallen ab. Da das Hilfsrelais HR durch
den Strom B1, H R, hv I, B1 seinen Anker h
weiter. festhält, kann Spule W1 keinen Strom
mehr erhalten. Das Relais H R wird erst nach Ausziehen des Stöpsels V S und der hierdurch
bedingten Ausschaltung des Relais L R wieder stromlos, worauf . sich der Anfangszustand
wieder einstellt. Ein Wiederanschalten des Rufstromes nach einmal vorgenommener Abschaltung
wird durch in der Zeichnung nicht dargestellte Vorrichtungen, z. B. durch einen vom Relais HR abhängigen Unterbrechungskontakt
in der von den Kontakten des Ankers I zum Anker O1 führenden Leitung o. dgl. verhindert.
Wird der Verbindungsstöpsel V S in eine Summerklinke gesteckt, so kann eine Anschaltung
des Rufstromes nicht stattfinden. Bei derartigen Schaltungen nämlich, die Leitungsstörungen durch Summersignale anzeigen, ist es
zweckmäßig, daß neben den Summersignalen Flackersignale an den Schlußlampen der Verbindungsstopsel
gegeben werden, die andere an der Verbindung mitwirkende Beamtinnen auf das Vorliegen der Störung aufmerksam machen.
Derartige Signale werden stets über die Buchsenleitungen der Summerklinken mittels beliebig
erzeugter Stromstöße gegeben. Beim Stecken des Stöpsels in eine in dieser bekannten Art eingerichtete Summerklinke würde das Relais L R
über einen Widerstand Ws ansprechen und die Rufstromeinschaltung vorbereiten, da aber
sofort ein Flackersignal gegeben wird, so muß : Relais U R während eines solchen abfallen
(ähnlich als wenn der Teilnehmer sich meldet) und die Rufstromanschaltung durch gänzliche
Abschaltung des Relais RAR über Kontakt u
verhindern, so daß Störungen nicht eintreten können. Das Wesen dieser Schaltungsanordnung
wird natürlich nicht geändert, wenn die Unterbrecherscheibe K V nur zur erfindungsgemäßen
Rufstromanschaltung benutzt wird und die Rufstromabschaltung durch eine andere
ähnliche Scheibe oder auch durch andere Vorrichtungen bewirkt wird.
Die Vorteile, welche die Anschaltung des Rufstromes nur gerade während der Ruf pause
bietet, kommen also hauptsächlich bei der Einführung des Stöpsels in Summerklinken zum
Ausdruck, während diese Vorteile beim Stöpseln von Verbindungsklinken nicht gerade erheblich
sind, wennschon das Vermeiden eines Teilrufes zweckmäßig ist.
Claims (5)
1. Ruf schaltung für Fernsprechämter mit periodischer Rufstromgebung, dadurch ge-115
kennzeichnet, daß die Anschaltung der Rufstromquelle (R Q), nachdem sie durch
. Stöpseln einer Teilnehmerverbindungsklinke (VK) in an sich bekannter Weise vorbereitet
ist, nur in einer Rufpause erfolgt.
2. Ruf schaltung nach Anspruch 1, da- ~
durch gekennzeichnet, daß die Einschaltung
des periodischen Rufstromes durch eine Hilfskontakteinrichtung (K V) erfolgt, die
mit der die Ruf dauer und Pausen bestimmenden Schaltvorrichtung (R K) synchron
läuft.
3. Ruf Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das die Rufanschaltung
vorbereitende Relais (R A R) erst dann selbsttätig Erregungsstrom erhält, wenn
der Verbindungsstöpsel (V S). in eine Teilnehmerklinke (V K) im Vielfachfelde eingeführt
ist, deren Buchsen über einen Widerstand (Wk) an Erde oder eine Batterieseite
gelegt sind, wobei ein in der dritten Stöpselleitung befindliches Relais (LR) die Schließung des Erregungsstromkreises
einleitet.
4. Ruf schaltung nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Relais
(R A R) bei seiner ersten Erregung durch einen Schalter (ax) ein Halterelais (HR)
erregt, das die Schließung eines Haltestromkreises über die Wicklung (W1) des Relais
(R A R) bewirkt, der erst unterbrochen wird, wenn infolge Aufhebung der anziehenden
Wirkung des Relais (R A R) der Anker (Ci1) abfällt.
5. Ruf schaltung nach Anspruch 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die die Rufeinschaltung einleitende Hilfskontakteinrichtung
(K V) beim Melden des angerufenen Teilnehmers die Abschaltung des Rufstromes (R Q) ebenfalls in Ruf pausen
bewirkt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
. Gedruckt ϊν der reiChsdruckereI.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT44411D AT44411B (de) | 1908-02-06 | 1909-03-31 | Rufschaltung für Fernsprechämter mit periodischer Rufstromgebung. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE217148C true DE217148C (de) |
Family
ID=478476
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1908217148D Expired - Lifetime DE217148C (de) | 1908-02-06 | 1908-02-06 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE217148C (de) |
-
1908
- 1908-02-06 DE DE1908217148D patent/DE217148C/de not_active Expired - Lifetime
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