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DE217148C - - Google Patents

Info

Publication number
DE217148C
DE217148C DE1908217148D DE217148DA DE217148C DE 217148 C DE217148 C DE 217148C DE 1908217148 D DE1908217148 D DE 1908217148D DE 217148D A DE217148D A DE 217148DA DE 217148 C DE217148 C DE 217148C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
call
relay
rar
connection
current
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE1908217148D
Other languages
English (en)
Filing date
Publication of DE217148C publication Critical patent/DE217148C/de
Application filed filed Critical
Priority to AT44411D priority Critical patent/AT44411B/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04MTELEPHONIC COMMUNICATION
    • H04M9/00Arrangements for interconnection not involving centralised switching

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Interface Circuits In Exchanges (AREA)

Description

PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 217148 KLASSE 21«. GRUPPE
SIEMENS & HALSKE AKT.-GES. in BERLIN.
Rufschaltung für Fernsprechämter mit periodischer Rufstromgebung.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. Februar 1908 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf Rufschaltungen bei solchen Fernsprechämtern, in denen das Anrufen des gewünschten Teilnehmers entweder unmittelbar beim Einführen des Ver* bindungsstöpsels in die Klinke erfolgt oder bei denen ein besonderer Rufschalter die Anschaltung des periodisch gegebenen Rufstromes bewirkt. Um einerseits zu verhindern, daß nur während eines Teiles der ordnungsgemäß für
ίο den Ruf bestimmten Zeit Rufstrom dem Teilnehmerapparat zufließt, und um andererseits bei solchen. Ämtern, in denen eine Signalgebung an den anrufenden Teilnehmer durch Stöpseln des Verbindungsstöpsels auf besondere Signalklinken erfolgt, Störungen zu vermeiden, erfolgt erfindungsgemäß die Anschaltung des Rufstromes nur in den Pausen zwischen zwei Rufperioden, also während derjenigen Zeit, in welcher z. B. ein aus einem rotierenden Unterbrecher bestehender Kontaktapparat eine Abschaltung der Rufstromquelle von der Leitung des gewünschten Teilnehmers bewirkt.
Um die Vorteile der neuen Schaltung deutlich hervortreten zu lassen, soll im folgenden kurz untersucht werden, welche Erscheinungen eintreten können, wenn z, B. bei einem sogenannte Summersignale gebenden Amte, bei dem dem Anrufer das Besetztsein der verlangten Leitung, Störungen u. dgl. dadurch mitgeteilt wird, daß der Verbindungsstöpsel in Klinken eingeführt wird, die ein summendes Geräusch übermittelnde Ströme von periodischer Folge festgesetzter Bedeutung (»besetzt!« »gestört!« o. dgl.) übermitteln, die Anschaltung des Rufstromes auch während einer Rufperiode möglich wäre. Offenbar würde hier der Rufstrom in die Summerklinkenleitung geschickt werden, und abgesehen von einer möglicherweise eintretenden. Beeinflussung oder Beschädigung des Summers würden auch andere Teilnehmer, deren Klinken etwa gleichzeitig in das gleiche Summerklinkenfeld eingeführt wären, Rufstrom erhalten.
Die Anschaltung des Rufstromes wird offenbar bei Einrichtungen gemäß vorliegender Erfindung so lange unmöglich sein müssen, als nicht der Verbindungsstöpsel in eine Klinke des Vielfachfeldes eingeführt ist. Erst nach vollendeter Einführung in eine solche Klinke — nicht etwa auch in eine Summerklinke o. dgl.. — wird die Anschaltung eingeleitet.
Die wirkliche Rufstromeinschaltung, erfolgt erst dann, wenn eine während der Stöpselung etwa schon begonnene Rufperiode beendet ist. Beispielsweise erfolgt die Anschaltung' des Rufstromes in einem gegebenen Augenblick dadurch, daß die die dauernde Anschaltung des Rufstromes einleitende, in der Regel in einem Relais bestehende Vorrichtung, die auf den Stromkreis eines die periodische Anschaltung der Rufstromquelle an die Teilnehmerleitung hervorrufenden Relais wirkt, über eine Hilfskontakteinrichtung Strom erhält, die ihrerseits mit einer die Periode von Ruf und Ruf pause bestimmenden Schaltvorrichtung synchron läuft.
Im nachfolgenden sei eine Anwendung der Erfindung auf ein Fernsprechamt mit Summersignalgebung· besprochen. Die Schaltung ist nur als Beispiel gegeben.
Die Schaltung des Ortsamtes geschieht wie üblich. In der Zeichnung ist nur das Klinkenfeld des gerufenen Teilnehmers durch die Hauptteile angedeutet. Die Abfrage- und Viel·
fachkiinken AK bzw. VK sind über einen Widerstand Wk an Erde gelegt.
Wird der Verbindungsstöpsel V S zur Bewirkung eines Rufes in eine Klinke V K eingeführt, so erhält ein Linienrelais L R Strom, der von Batterie B1, B2 einen Widerstand w über die dritte Stöpselschnur zu den Klinken V K und von da über einen zweiten Widerstand Wk direkt oder über Erde zur Batterie B1 B2
ίο zurückfließt. Das Relais L R zieht seinen Anker Z an, der erstens einen Stromkreis der Batterie B2 über Relais UR schließt, das infolgedessen seinen Anker u anzieht, und zweitens Spannung an die Wicklung W1 des die Rufanschaltung vorbereitenden Relais RAR legt. Ein Strom über den Anker I, die Wicklung W1 und weiter über den Anker A eines Hilfsrelais H R kann nur zustande kommen bei entsprechender Stellung einer Kontaktvorrichtung K V, die nach oben gesagtem mit der die Periode des Rufens regelnden Kontaktvorrichtung R K synchron bewegt werden soll; hier sind beide Vorrichtungen als rotierende Kontaktscheiben dargestellt. Da die Anschaltung während der Ruf pausen erfolgen soll, muß bei KV Kontakt (durch einen schwarzen Sektor dargestellt) dann vorhanden sein, wenn R K unterbricht. Ist die Kontaktvorrichtung KVm Kontaktstellung, so wird RAR durch den Strom B1,1, W1, A, K V, B1 erregt und zieht seine Anker av a2, a3 an.
Der Anker Ci1 schließt einen Stromkreis (B1, HR, Ci1,1, B1) der Batterie B1 über das Hilfsrelais H R, das durch Anziehen seiner Anker h und A1 über die Wicklung W1 des Relais RAR einen Strom B1, ax, W1, h, B1 schließt, der eine dauernde Erregung dieses Relais unabhängig von der Stellung des Kontaktes K V sichert.
Der Anker a3 hat eine Verbindung zwischen dem Rufrelais R R und dem Kontakt R K hergestellt. Sobald dieser in eine Kontaktstellung gelangt, wird das Relais R R von der Batterie B1 aus durch den Strom B1, R K, as, R R, ax bzw. A1,1, B1 erregt und legt mittels des Schalters r die Rufstromquelle R1Q an die zum Teilnehmer führenden Stöpseladern; der Teilnehmer wird jetzt periodisch gerufen, weil über den Kontakt R K das Relais R R periodisch erregt wird.
Wenn der gerufene Teilnehmer seinen Fernhörer abhebt, so wird dem Relais UR durch Überbrückung infolge des angezogenen Ankers des Anrufrelais in bekannter Weise Strom entzogen, so daß der Anker u abfällt. Nunmehr erhält die Wicklung W2 des Relais RAR bei Kontaktstellung von K V über die Anker u und a2 aus der Batterie B1 Strom, hebt die Wirkung von Spule W1 auf und die Anker av «2 und «j fallen ab. Da das Hilfsrelais HR durch den Strom B1, H R, hv I, B1 seinen Anker h weiter. festhält, kann Spule W1 keinen Strom mehr erhalten. Das Relais H R wird erst nach Ausziehen des Stöpsels V S und der hierdurch bedingten Ausschaltung des Relais L R wieder stromlos, worauf . sich der Anfangszustand wieder einstellt. Ein Wiederanschalten des Rufstromes nach einmal vorgenommener Abschaltung wird durch in der Zeichnung nicht dargestellte Vorrichtungen, z. B. durch einen vom Relais HR abhängigen Unterbrechungskontakt in der von den Kontakten des Ankers I zum Anker O1 führenden Leitung o. dgl. verhindert.
Wird der Verbindungsstöpsel V S in eine Summerklinke gesteckt, so kann eine Anschaltung des Rufstromes nicht stattfinden. Bei derartigen Schaltungen nämlich, die Leitungsstörungen durch Summersignale anzeigen, ist es zweckmäßig, daß neben den Summersignalen Flackersignale an den Schlußlampen der Verbindungsstopsel gegeben werden, die andere an der Verbindung mitwirkende Beamtinnen auf das Vorliegen der Störung aufmerksam machen. Derartige Signale werden stets über die Buchsenleitungen der Summerklinken mittels beliebig erzeugter Stromstöße gegeben. Beim Stecken des Stöpsels in eine in dieser bekannten Art eingerichtete Summerklinke würde das Relais L R über einen Widerstand Ws ansprechen und die Rufstromeinschaltung vorbereiten, da aber sofort ein Flackersignal gegeben wird, so muß : Relais U R während eines solchen abfallen (ähnlich als wenn der Teilnehmer sich meldet) und die Rufstromanschaltung durch gänzliche Abschaltung des Relais RAR über Kontakt u verhindern, so daß Störungen nicht eintreten können. Das Wesen dieser Schaltungsanordnung wird natürlich nicht geändert, wenn die Unterbrecherscheibe K V nur zur erfindungsgemäßen Rufstromanschaltung benutzt wird und die Rufstromabschaltung durch eine andere ähnliche Scheibe oder auch durch andere Vorrichtungen bewirkt wird.
Die Vorteile, welche die Anschaltung des Rufstromes nur gerade während der Ruf pause bietet, kommen also hauptsächlich bei der Einführung des Stöpsels in Summerklinken zum Ausdruck, während diese Vorteile beim Stöpseln von Verbindungsklinken nicht gerade erheblich sind, wennschon das Vermeiden eines Teilrufes zweckmäßig ist.

Claims (5)

Patent-An Sprüche:
1. Ruf schaltung für Fernsprechämter mit periodischer Rufstromgebung, dadurch ge-115 kennzeichnet, daß die Anschaltung der Rufstromquelle (R Q), nachdem sie durch . Stöpseln einer Teilnehmerverbindungsklinke (VK) in an sich bekannter Weise vorbereitet ist, nur in einer Rufpause erfolgt.
2. Ruf schaltung nach Anspruch 1, da- ~ durch gekennzeichnet, daß die Einschaltung
des periodischen Rufstromes durch eine Hilfskontakteinrichtung (K V) erfolgt, die mit der die Ruf dauer und Pausen bestimmenden Schaltvorrichtung (R K) synchron läuft.
3. Ruf Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das die Rufanschaltung vorbereitende Relais (R A R) erst dann selbsttätig Erregungsstrom erhält, wenn der Verbindungsstöpsel (V S). in eine Teilnehmerklinke (V K) im Vielfachfelde eingeführt ist, deren Buchsen über einen Widerstand (Wk) an Erde oder eine Batterieseite gelegt sind, wobei ein in der dritten Stöpselleitung befindliches Relais (LR) die Schließung des Erregungsstromkreises einleitet.
4. Ruf schaltung nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Relais (R A R) bei seiner ersten Erregung durch einen Schalter (ax) ein Halterelais (HR) erregt, das die Schließung eines Haltestromkreises über die Wicklung (W1) des Relais (R A R) bewirkt, der erst unterbrochen wird, wenn infolge Aufhebung der anziehenden Wirkung des Relais (R A R) der Anker (Ci1) abfällt.
5. Ruf schaltung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die die Rufeinschaltung einleitende Hilfskontakteinrichtung (K V) beim Melden des angerufenen Teilnehmers die Abschaltung des Rufstromes (R Q) ebenfalls in Ruf pausen bewirkt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
. Gedruckt ϊν der reiChsdruckereI.
DE1908217148D 1908-02-06 1908-02-06 Expired - Lifetime DE217148C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT44411D AT44411B (de) 1908-02-06 1909-03-31 Rufschaltung für Fernsprechämter mit periodischer Rufstromgebung.

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE217148C true DE217148C (de)

Family

ID=478476

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1908217148D Expired - Lifetime DE217148C (de) 1908-02-06 1908-02-06

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DE (1) DE217148C (de)

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