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DE216537C - - Google Patents

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Publication number
DE216537C
DE216537C DENDAT216537D DE216537DA DE216537C DE 216537 C DE216537 C DE 216537C DE NDAT216537 D DENDAT216537 D DE NDAT216537D DE 216537D A DE216537D A DE 216537DA DE 216537 C DE216537 C DE 216537C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
gold
red
solder
alloy
content
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT216537D
Other languages
English (en)
Publication of DE216537C publication Critical patent/DE216537C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C5/00Alloys based on noble metals
    • C22C5/02Alloys based on gold

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Adornments (AREA)

Description

KAISERLICHES PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vk 216537 KLASSE 49/. GRUPPE
Goldlot von roter Farbe. Patentiert im Deutschen Reiche vom 22. Juni 1907 ab.
Seit dem Erlaß des Reichsgesetzes über den Feingehalt und die Stempelung der Goldwaren wurden zum Löten derselben vorwiegend leichtflüssige Legierungen mit gleichem oder annähernd gleichem Goldgehalt verwendet. Bisher war es nun nicht möglich, diese Legierungen (sog. Goldlote) mit solchem Gehalt in roter Farbe herzustellen und denselben einen so niedrigen Schmelzpunkt zu geben, daß sie
ίο anstandslos zum Löten der Goldwaren verwendbar waren; es ist daher für die Technik der Goldwarenfabrikation von größter Bedeutung, daß es dem Erfinder gelang, diese Schwierigkeit zu beseitigen.
Die Erfindung ermöglicht es, Schmuckgegenstände, die aus roten Goldlegierungen hergestellt sind, auch an Stellen zu löten, die beim Gebrauch dem Beschauer sichtbar sind. Bisher war dies ausgeschlossen, da die zum Löten verwendeten Goldlegierungen durch ihre Zusammensetzung gelbe oder grünliche Farbe hatten; dies wirkte- sehr störend und machte eine Nachvergoldung oder ähnliche Manipulationen nötig. Als geeignetes Beispiel sei die Lötfuge von roten Ringen erwähnt, welche durch vorliegende Erfindung unsichtbar gemacht werden kann.
Der Erfinder erreicht diesen Zweck durch folgendes Verfahren:
Als Beispiel diene das i4karätige Rotgold, eine gebräuchliche Legierung mit einem Gehalt von: 585 ff. Gold, 160 ff. Silber, 255 Kupfer in 1000 Teilen.
Wenn man nun bei dieser Legierung einen Teil des Silbers (etwa 5 Prozent) durch Zinn und einen Teil durch Kupfer ersetzt, um das durch den Zinnzusatz bewirkte Hellerwerden der Farbe zu beseitigen, so erhält man ein allen Anforderungen der Technik entsprechendes Goldlot von gleichem Goldgehalt wie das Rotgold und von roter Farbe,. welches folgende Vorteile bietet: Die Lötfuge ist bei roten Goldwaren unsichtbar, das Produkt ist walzbar und biegsam wie die verarbeitete Goldlegierung und doch dabei leicht schmelzbar. Es besitzt also alle Eigenschaften eines tadellosen roten Goldlotes gleichen Gehaltes. Das der obigen Legierung entsprechende Goldlot enthält nun in 1000 Teilen: 585Tf1GoId, 90 ff. Silber, 275 Kupfer, 50 Zinn.
Als weitere Beispiele mögen andere Legierungen von I4karätigem Rotgold dienen, und zwar
1. eine hochrote Legierung:
585 g Au 585 g Au
73 g Ag 73 g Ag
wobei nur der Cu-Gehalt verringert wird,
2. eine gewöhnliche rote Legierung:
585 g Au 585 g Au
278 g Cu 278 g Cu
55
60
73 g ^g 64 g Sn,
137 g Ag
wobei nur der Silbergehalt sich ändert, und
3· eine rötliche Legierung:
g Au 585 g Au
i6o g Ag 73 S Ag
278 g Cu
255 g 64 g Sn
unter gleichzeitiger Variierung des Cu- und Ag- Gehaltes.
Es sind schon Goldlote mit Zinkzusatz bekannt; ihre Anwendung ist jedoch eine sehr beschränkte, da, wenn man zu einer normalen Rotgoldlegierung so viel Zink zusetzt, daß eine niedere Schmelztemperatur erreicht wird, das zu lötende Gold angegriffen wird. Wenn man aber weniger Kupfer und dafür mehr Silber zusetzt, so kann man zwar den Zinkgehalt so weit verringern, daß das Lot nicht mehr «frißt« und doch leicht schmilzt; die Farbe solcher zinkhaltiger Goldlote ist aber nicht rot oder gelb, sondern grün, so daß ihre Verwendung auf sogenannte »gefärbte« oder mattierte, bzw. nachträglich vergoldete Waren beschränkt ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Goldlot von roter Farbe, dadurch gekennzeichnet, daß das Lot außer den üblichen Bestandteilen des Rotgoldes (Gold, Silber, Kupfer) Zinn enthält.
DENDAT216537D Active DE216537C (de)

Publications (1)

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DE216537C true DE216537C (de)

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DENDAT216537D Active DE216537C (de)

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