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DE2162865A1 - Fruchtbestandteile enthaltendes Getränk - Google Patents

Fruchtbestandteile enthaltendes Getränk

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Publication number
DE2162865A1
DE2162865A1 DE19712162865 DE2162865A DE2162865A1 DE 2162865 A1 DE2162865 A1 DE 2162865A1 DE 19712162865 DE19712162865 DE 19712162865 DE 2162865 A DE2162865 A DE 2162865A DE 2162865 A1 DE2162865 A1 DE 2162865A1
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DE
Germany
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protein
solution
acidified
acid
fruit
Prior art date
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Application number
DE19712162865
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English (en)
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DE2162865C3 (de
DE2162865B2 (de
Inventor
Kaoru Tokio; Mitsui Isamu Yokohama Kanagawa; Nakamura Chomatsu; Nozaka Toni; Tokio; Inagami (Japan). P A2311-14
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Asahi Soft Drinks Co Ltd
Original Assignee
Calpis Food Industry Co Ltd
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Priority claimed from JP45112855A external-priority patent/JPS5010935B1/ja
Priority claimed from JP46082097A external-priority patent/JPS4848664A/ja
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Publication of DE2162865A1 publication Critical patent/DE2162865A1/de
Publication of DE2162865B2 publication Critical patent/DE2162865B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2162865C3 publication Critical patent/DE2162865C3/de
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    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23LFOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; PREPARATION OR TREATMENT THEREOF
    • A23L2/00Non-alcoholic beverages; Dry compositions or concentrates therefor; Preparation or treatment thereof
    • A23L2/52Adding ingredients
    • A23L2/66Proteins
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23CDAIRY PRODUCTS, e.g. MILK, BUTTER OR CHEESE; MILK OR CHEESE SUBSTITUTES; MAKING OR TREATMENT THEREOF
    • A23C9/00Milk preparations; Milk powder or milk powder preparations
    • A23C9/12Fermented milk preparations; Treatment using microorganisms or enzymes
    • A23C9/13Fermented milk preparations; Treatment using microorganisms or enzymes using additives
    • A23C9/1307Milk products or derivatives; Fruit or vegetable juices; Sugars, sugar alcohols, sweeteners; Oligosaccharides; Organic acids or salts thereof or acidifying agents; Flavours, dyes or pigments; Inert or aerosol gases; Carbonation methods
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23CDAIRY PRODUCTS, e.g. MILK, BUTTER OR CHEESE; MILK OR CHEESE SUBSTITUTES; MAKING OR TREATMENT THEREOF
    • A23C9/00Milk preparations; Milk powder or milk powder preparations
    • A23C9/152Milk preparations; Milk powder or milk powder preparations containing additives
    • A23C9/156Flavoured milk preparations ; Addition of fruits, vegetables, sugars, sugar alcohols or sweeteners
    • A23C9/1565Acidified milk products, e.g. milk flavoured with fruit juices

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Microbiology (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Non-Alcoholic Beverages (AREA)
  • Dairy Products (AREA)

Description

) 1 R ? 8 R 1^
PATENTANWÄLTE " ' ί. I U fc U V ν/
DR. O. DlTTMANN K. L. SCHIFF DR. A. ν. FÜNER DIPL. ING. P. STRBHL MÜNCHEN Θ0 MAHIAHILFPLATZ 268 · .
DA - 4614
B-es.ehreibung zu der Patentanmeldung der Firma
CAIPIS SHOKUHIF KOGYO
KABUSHIKI KAISHA
20-3, 2-chome, Ebisu-nishi Shibuya-ku, Tokyo / Japan
betreffend
!Fruchtbestandteile enthaltendes Getränk
Prioritäten: 17- Dez. 1970, Japan, Nr. 112 855 19. Okt. 1971» Japan, Nr. 082 097
Me Erfindung bezieht sich auf ein Getränk, insbesondere auf ein Sauermilchgetränk, das Fruchtbestandteile enthält, wie Fruchtsaft oder' Fruchtextrakt.. In dem erfindungsgemäßen Getränk sind der Geschmack und die Farbe des natürlichen Fruchtsafts oder Fruchtextraktserhalten geblieben und in dem Getränk tritt keine Koagulation und Abscheidung von Proteinen auf, die leicht stattfindet, wenn Fruchtsaft oder Fruchtextrakt mit einer angesäuerten lösung eines Proteins oder Eiweißes, speziell mit Sauermilch, vermischt werden. Die Erfindung bezieht sich außerdem auf ein Verfahren zum Herstellen dieses Getränkes.
209828/08 71 ORIGINAL INSPECTED
Fruchtsaft oder Fruchtextrakt enthält Pektine und Tannin. Wenn derartige Säfte mit einer angesäuerten Lösung eines Proteins vermischt werden, so gehen die in der !Lösung enthaltenen Proteine eine Verbindung mit den Pektinstoffen und dem Tannin ein, scheiden sich rasch aus der lösung ab und sedimentieren in Form eines Koagulats.
Um diese Koagulation zu verhindern, war es bisher allgemein
*) ■
üblich, im Fruchtsaft oder Fruchtextrakt vorhandene Pektinstoffe durch Verwendung einer geeigneten Pektinase vorher zu hydrolysieren und abzutrennen und das Tannin durch Zugabe von Gelatine zu entfernen. Eine ausreichende Hydrolyse und Entfernung der Pektinstoffe kann jedoch mit einer Pektinase nicht erzielt werden. Es ist daher unvermeidbar, daß der behandelte Fruchtsaft einen Restgehalt an Pektinstoffen enthält. Außerdem kann ein ausreichendes Entfernen des Tannins nicht*durch bloße Zugalbe einer Gelatinelösung erreicht werden, wie in den bekannten Methoden durchgeführt wird. Es ist daher verständlich, daß eine Koagulation und- Abscheidungstattfindet, wenn Fruchtsaft mit einer angesäuerten Proteinlösung vermischt wird. Mit dem Ziel, diese Nachteile auszuschalten, wurden als Basis der Erfindung Versuche durchgeführt, um die Gründe der Nachteile der konventionellen Methoden aufzuklären.
Gegenstand der Erfindung ist ein Fruchtbestandteile enthaltendes Getränk, das durch Vermischen von Fruchtsaft oder Frucht- *) zur Getränkherstellung
— 3 —
20S828/ 067 1 original
extrakt mit einer angesäuerten lösung eines Proteins mit einem pH-Wert von nicht über 3f7, Entfernen des erhaltenen Koagulats aus dem Gemisch und anschließendes Vermischen des Gemisches mit einer angesäuerten Lösung eines Proteins erhalten wurde.
Das erfindungsgemäße Verfahren zum Herstellen eines Fruchtbestandteile* enthaltenden Getränkes ist dadurch gekennzeichnet, daß Fruchtsaft oder Fruchtextrakt mit einer angesäuerten Proteinlösung mit einem pH-Wert von nicht mehr als 3,7 vermischt, das erhaltene Koagulat aus dem Gemisch entfernt wird und das Gemisch danach mit einer angesäuerten Proteinlösung vermischt wird.
Bei diesem Verfahren werden das Tannin und die Pektinstoffe durch ausreichende Reaktion mit der lösung koaguliert und entfernt. Vorzugsweise werden die Pektinstoffe vorher mit Pektinase hydrolysiert.
Bei dem erfindungsgemäß behandelten Fruchtsaft oder Fruchfextrakt tritt weder eine Abscheidung noch eine Sedimentation ein, selbst wenn er mit einer angesäuerten Proteinlösung vermischt wird. Aus dem so behandelten Fruchtsaft oder Fruchtextrakt kann ein Getränk mit verbesserten Eigenschaften hergestellt werden, das während langer Dauer stabil bleibt und nur eine sehr geringe Abscheidung bildet.
209828/0671
Das erfindungsgemäße Verfahren wird nachstehend im Vergleich mit der bekannten Methode näher beschrieben, durch die angestrebt wird, das Tannin und die Pektinstoffe aus Fruchtsaft oder Fruchtextrakt durch Zugabe einer Gelatinelösung zu entfernen.
Zum Entfernen des Tannins aus der Tannin.enthaltenden lösung wurde im allgemeinen eine neutrale Lösung eines Proteins verwendet. Es war jedoch bisher nie eine angesäuerte Lösung eines Proteins mit einem pH-V/ert innerhalb eines speziellen Bereiches verwendet worden, um Substanzen, wie Tannin ader Pektinstoffe zu entfernen, die in dem Fruchtsaft oder Frucht extrakt enthalten sind und mit Proteinteilchen koagulieren.
Bei einem konventionellen Verfahren wird eine durch Auflösen in der Y/ärme erhaltene Gelatinelösung dem Fruchtsaft; oder Fruchtextrakt zugesetzt, der vorher mit einer PekJ,in§cse behandelt worden war. Die Gelatine reagiert mit dem Tannin und den Pektinstoffen unter Bildung, von weißen suspendierten Teilchen, die koagulieren und sich am Boden des Behälters absetzen. Deshalb wurde bisher angenommen., daß das Tannin und die Pektinstoffe nach dieser Methode wirksam aus dem Fruchtsaft oder Fruchextrakt entfernt werden können.
Wenn jedoch der nach dem konventionellen Verfahren behandelte Fruchtsaft nach der Follin Denis-Methode und der Methode der
- 5 209 828/067 1
• Kolloxdtitration analysiert wurde, nachdem die Eoagulate ent-.fernt wurden waren, so zeigte sich, 'daß das Tannin und die .Pektinstoff e nur wenig entfernt worden sind, wie in Tabelle -1 des .nachstehenden Versuches 1 gezeigt wird. Dieses Ergebnis verdeutlicht, daß die Gelatine an .xhrem isoelektrischen Punlct selbst koagullerte und unter Bildung won sich abscheidenden , ·.'. graben Teilchen sedimentierte, und ;daß die Gelatine kaum veranlaßt wirxl, mit dem Tannin und den :Pe3ctinstoffen zu reagieren» obwohl .in -dem !Fruchtsaft eine !Koagulation b:eö"bachtet wurde. Die maehfolgend angegebenen üSatsachen !können zur Er- ' ' klärung dieser Erscheinung dienen. Wenn eine angesäuerte Iö-- ' sung iron Gelaitine mit einem pH-¥ert ir©.n 2,8 dem iEruchtsaft oder I1TUChtextrakt, der einen pH-Wert -von 2,8 Ms 3»5 aufweist, zugesetzt wird, so bleibt die Gelatine wegen ihr&s hohen isoelekti^ischen Punkts gelöst und die lösung wird kaum trübe. Infolgedessen verbleiben das restlielie Tannin und die Pektinstoffe in der gleichen Menge wie vor der Behandlung zurück. · .
Wenn eine schwach alkalische Lösung von Milchprotein dem Fruchtsaft oder Fruchtextrakt zugesetzt wurde, s'o wurde die Bildung und Koagulation von sedimentierenden groben Teilchen beobachtet, weil im Milchprotein der isoelektrische Punkt von Kasein (pH 4,6) überschritten wurde, wie im Fall der neutralen Lösung von Gelatine (wobei jedoch zu bemerken ist, daß Gelatine Tannin und die Pektinstoffe kaum bindet). '
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Wenn die lösung oder Suspension von Milchprotein, mit einem pH-Wert nicht über 3,7, die durch Erwärmen erhalten wurde, dem Fruchtsaft oder Fruchtextrakt zugesetzt wurde, so wurde eine Suspension von kolloidalen Teilchen des Proteins, die eine Bindung mit dem Tannin und den Pektinsubstanzen eingingen, erhalten, weil das Protein den isoelektrischen Punkt von Kasein nicht überschritt, so daß das Koagulat von Protein-Tannin und von Protein-Pektinsubstanzen gut ausgebildet wurde und sedimentierte. Infolgedessen verblieb in der Lösung ein sehr geringer Anteil an freiem Tannin und Pektinstoffen.
Die Menge der angesäuerten Lösung eines Proteins sollte in geeignetem Mengenverhältnis zu dem in dem Fruchtsaft oder Fruchtextrakt enthaltenen Anteil! an Tannin und Pektinsubstanzen gewählt werden» Wenn eine angesäuerte Lösung eines Proteins in einer zu geringen Menge zugesetzt wird, so bleiben die restlichen Mengen des Tannins und der Pektinsubstanzen natürlich unverändert. Wird dagegen eine überschüssige Menge der angesäuerten Lösung eines Proteins zugesetzt und ist das Protein Gelatine, so verhindert die Gelatine das Sedimentieren eines Koagulats, statt es zu fördern, weil sie inhärente Schutzkolloidwirkung hat. Bei dieser Zugabe wird daher die gewünschte Entfernung des Tannins und der Pektinstoffe nicht erzielt. Wenn Milchprotein anstelle von Gelatine verwendet wird, so wird kaum ein Schutzkolloid im pH-Bereich des Fruchtsaftes von 2,8 bis 3>5 gebildet. Die überschüssige Zugabe der
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angesäuerten lösung von Milchprotein hat daher keine speziell hemmende Wirkung auf die Koagulation und Sedimentation»
Die Zugabe einer angesäuerten Lösung von Milchprotein ist ein wirksames Mittel zum Ausbilden von Tannin-Protein-Koagulat und Pektin-Protein-Koagulat. Wenn der Fruchtsaft einen weit geringeren pH-Wert aufweist, "bei dem die Bildung von Koagulaten nicht zufriedenstellend verläuft, so können die Koagulation und die Sedimentation beschleunigt werden, indem eine geringe Menge von proteinkoagulierenden Stoffen, wie Alaunen oder Magnesiumsulfat dem zu behandelnden Fruchtsaft zugemischt wird. Die hier verwendete Bezeichnung "Fruchtsaft" oder "Fruchtextrakt" umfaßt von Früchten in weitestem Sinn abgeleitete Säfte und Extrakte, die beispielsweise nicht nur von Trauben, Äpfeln, Pflaumen und Himbeeren, sondern auchvono Ananas, Erdbeeren, Tomaten usw. abgeleitet sind. Das erfindungsgemäße Verfahren ist ein wirksames Mittel zuir Herstellen eines sauren Getränks, das den von diesen Früchten stammenden Saft oder Extrakt, der Pektinstoffe oder Tannin aufweist, enthält.
Die angesäuerte Lösung von Milchprotein, die erfindungsgemäß dem Fruchtsaft zugesetzt wird, umfaßt Lösungen, die durch Auflösen von milchproteinhaltigen Substanzen, wie Kasein, entrahmter Milch, pulverförmiger entrahmter Milch, konden-'sierter entrahmter Milch oder Quark unter Bildung einer Lösung erhalten wurden, die mit mindestens einer der Säuren
2 098 28/0 87Ϊ
Zitronensäure, Milchsäure, Weinsäure, Apfelsäure, Bernsteinsaures Fumarsäure, Gluconsäure und Phosphorsäure angesäuert wurde. Die angesäuerten Lösungen sollten so eingestellt werden, daß ihr pH-Wert den Wert von 3,7 nicht überschreitet und vorzugsweise im Bereich von 2,0 bis 3»5 liegt.
Für die Zwecke der Erfindung kann auch eine angesäuerte Lösung von Pflanzenproteinen, wie aus Sojabohnen, Erdnüssen, Sesam und Weizenmehl als angesäuerte Proteinlösung, verwendet werden; diese Lösungen sind allerdings im Hinblick, auf ihre Wirkung einer angesäuerten Lösung von Milchprotein unterüLegen. Die angesäuerte Lösung eines Pflanzenproteins wird in. gleicher Weise wie eine angesäuerte Lösung von Milchprotein angewendet. Der Proteingehalt der angesäuerten Proteinlösung: unterliegt keiner speziellen Begrenzung. Anders ausgedrückt;, kann das Protein der Lösung in einer beliebigen Konzentration zugesetzt ν erden, solange es sich vollständig in d.en Lösungen löst.
Die Koagulate bilden sich, wenn eine angesäuerte Losung eines Proteins dem Fruchtsaft oder Fruchtextrakt zugesetzt wird, der das Tannin oder die Pektinstoffe enthält. Das Entfernen der erzeugten Koagulate aus dem Fruchtsaft oder Fruchtextrakt kann durch bekannte Methoden des Zentrifugierens oder Filtrie- rens erfolgen.
Danach wird der behandelte Fruchtsaft oder Fruchtextrakt mit einer angesäuerten Lösung eines Proteins vermischt, deren
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209828/067 1
pH-Wert keiner Beschränkung unterliegt.
Die Erfindung wird durch die nachstehend angegebenen Versuche im einzelnen erläutert.
Versuch 1
Traubensaft wurde mit Pektinase.vorbehandelt und dann verschiedenen Behandlungen unterworfen. ,Die dabei erzielten Ergebnisse sind in Tabelle 1 aufgeführt-. Das Entfernen der Koagulate erfolgte nach der Methode des Zentrifugeerens. Der in diesem Versuch verwendete Traubensaft enthielt 0,19 Gewichtsprozent Tannin und 0,034 Gewichtsprozent Pektinstoffe. Diesem Saft wurden verschiedene Protelue in solchen Mengen zugesetzt, daß in jedem 3PaIl eine Konzentration von 0,15 Gewichtsprozent erzielt wurde. .
Tabelle 1
Proteinlösung pH-Wert Koagulations- verblei- verbleiben (pH-Wert der des Safts grad nach bendes de Pektin-Lösung) ' Proteinzusatz-Tannin stoffe
(Gew. $>) (Gew. ^)
0,028
1. Gelatine- 3,5 + + 0,16
(pH 6,0) 3,3 + + 0,17
3,1 0,17
2,9 - 0,17
2. angesäuerte
Gelatine-
Lösung
(pH 2,8)
3,5
3,3
3,1
+ 0,14
0,16
0,16
2,9 0,17
2O9828rot°7T
2 162865
0,07
0,11 0,020
0,12
0,14 -
0,02
0,02 ο; 009
0,03 -
0,05
0,07
0,11 0,021
0,12 -
0,14 -
O7 02
0,02 0,008
0,04 -
0,05 _
3. Kasein- 3,5 lösung , , (pH 6,6) *'*
3,1 2,9
4. angesäuerte 3,5 Kaseinlösung ,. , (pH 2,8) *>*
3,1 2,9
5. alkalische 3,5 Lösung ent7 ~ ^ rahmter Milch '
(pH 9,0) 3,1
2,9
6. angesäierte 3,5 Lösung ent- , , rahmter Milch ^'^ (pH 2,8) 3,1
2,9
Aus der Tabelle ist klar ersichtlich, daß in den Versuchen 4 und 6, in denen die angesäuerte Kaseinlösung und die angesäuerte entrahmte Milch zugesetzt wurden, die verbleibenden Anteile an Tannin und Pektinstoffen sehr gering waren.
Versuch 2
Der nach dem Verfahren des Versuchs 1 behandelte Fruchtsaft wurde auf ein Fünftel des Originalgewichts konzentriert. Zu 200 g jedes konzentrierten Saftanteils wurden 150 g der Milchsäuregärung unterworfene Milch mit einem pH-Wert von 3,4 und 450 .g 67 #iger Zuckersirup zugesetzt und das Gemisch homogenisiert. Die erhaltenen homogenisierten Flüssigkeiten wurden in
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Flaschen gefüllt, durch Erhitzen pasteurisiert und in einem bei 20° C gehaltenen Raum stehengelassen. Die in Flaschen gefüllten Flüssigkeiten wurden nach den angegebenen Zeitabschnitten visuell auf eventuelle Koagulatbildung untersucht. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 gezeigt.
Tabelle
Behandlungsmethode
Gelatinelösung (pH 6,0)
Gelatinelösung (pH 2,8)
Kaseinlösung (pH 6,6)
Kaseinlösung (pH 2,8)
entrahmte Milch-Lösung (pH 9,0)
entrahmte Milch-Lösung (pH 2,8)
Koagulationsgrad nach dem Mischen mit Sauermilch
nach zehntägigem Stehenlassen
nach einmonatigem Stehenlassen
nach dreimonatigem Stehenlassen
Aus den Ergebnissen ist ersichtlich, daß die mit angesäuerten Lösungen von Kasein und pulverisierter entrahmter Milch behandelten Säfte nicht zur Koagulation führten, wenn sie mit der fermentierten Milch vermischt wurden. In den mit diesen Säften durchgeführten Tests wurde selbst nach dreimonatigem Stehenlassen keine Sedimentation von Koagulaten beobachtet.
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Versuch 3
Der Traubensaft wurde mit einer Pektinase vorbehandelt und dann verschiedenen Behandlungen unterzogen. Die dabei erzielten Ergebnisse sind in Tabelle 3 gezeigt. Der für diesen Versuch verwendete Traubensaft enthielt 0,225 Gewichtsprozent Tannin und 0,056 Gewichtsprozent Pektinstoffe. Die verschiedenen Proteine wurden in solchen Mengen den einzelnen Saftproben zugesetzt, daß eine Konzentration von 0,15 $ (Gewicht/Volumen) erzielt wurde.
Art der Proteinlösung
Tabelle 3
pH der" pH des Grad der Menge, des Menge der Protein- Safts Koagulation verbleiben- verbleiben-
lösung
nach Zugabe den Tannins den Pektindes Proteins (Gew.^) stoffe
(Gew. ic.
Kasein 6,5 2,9
2,6 2,9
Gluten 10,6 2,9
2,8 2,9
Soja
protein
6,3
2,6
2,9
2,9
0,17 0 ,034
0,06 0 ,014
0,17 0 ,039
0,68 0 ,019
0,20 0 ,036
0,14 0 ,016
Die Werte der Tabelle zeigen, daß die angesäuerte lösung sowohl von Gluten als auch von Sojaprotein wirkeam zum Entfernen des Tannins und der Pektinstoffe war, wenn sie auch im
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20 9 828/06 7 1
Hinblick auf die Wirksamkeit der angesäuerten Lösung von Milchkasein etwas unterlegen waren.
Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele weiter verdeutlicht.
Beispiel 1
Die angesäuerte Kaseinlösung (pH-Wert etwa 2,15) wurde vorher durch Zugabe von 20 g Natriumkaseinat zu 480 g heißem Wasser von 60° C und Lösen des Kaseinats durch Rühren hergestellt. Die erzielte Lösung wurde unter Rühren zu 500 g einer 8 folgen wässrigen Lösung von Zitronensäure gegeben und zum vollständigen Auflösen 30 Minuten auf 80° C erhitzt. Zu !Traubensaft wurden 0,1 $ Pektinase/£.egeben, die man 4 Stunden bei 40° O mit dem Saft reagieren ließ. Danach wurde die vorstehend erhaltene angesäuerte lösung von Kasein in einer Menge von 5 % (Gewicht/Volumen), bezogen'auf den Saft, gut in den behandelten Fruchtsaft eingemischt. Das Gemisch wurde einige Minuten stehengelassen. Das sedimentierte Koagulat wurde durch Zentrifugieren aus dem Gemisch entfernt. Das Gemisch wurde unter Druck durch ein Ultrafilter von Diatomeenerde geleitet. Das Piltrat wurde unter Vakuum bis auf ein Fünftel des Originalgewichts konzentriert. Getrennt davon wurde durch Animpfen entrahmter Milch mit Lactobacillus bulgaricus als Starter und. Durchführen der Milchsäuregärung bei 37° C während 20 Stunden fermentierte Milch hergestellt. Zu 40 Gewichtsteilen der fer-
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mentierten Milch, wurden 20 Gewichtsteile des genannten konzentrierten Traubensafts und 40 Gewichtsteile Saccharose gegeben. Der fermentierte Milch enthaltende Traubensaft wurde hergestellt, indem geringe Anteile an Zitronensäure und Geschmacksstoffen dem erzielten Gemisch zugesetzt wurden und das Gemisch 15 Sekunden bei 93 C pasteurisiert wurde.
Beispiel 2 ^.
Ein durch Extrahieren von 1 Gewichtsteil roten (colored ) Traubenhäuten mit einem Gewichtsteil mit Chlorwasserstoffsäüre angesäuertem Äthanol erhaltener Extrakt -wurde auf pH 8,4 neutralisiert und dann der Zentrifugalabscheidung unterworfen. Der abgetrennte Extrakt wurde durch Destillation von Alkohol befreit, dann mit 5 $ der angesäuerten Lösung von entrahmtem Milchpulver vermischt, die nach dem Verfahren des Beispiels 1 hergestellt worden war, und mehrere Minuten stehengelassen. Das danach gebildete, secimentierte Koagulat wurde ctursh Zentrifugalabscheidung abgetrennt und die Behandlung durch Ultrafiltration mit Hilfe von Diatomeenerde wurde in gleicher Weise wie in Beispiel 1 vorgenommen. Getrennt davon wurde angesäuerte entrahmte Milch durch Zusammengeben von entrahmter Milch und 0f3 Gewichtsprozent Zitronensäure hexgestellt. Zu IQ Gewichtsteilen der angesäuerten entrahmten Milch wurden! Gewichtsteil des in beschriebener Weise hergestellten Extrakts von Traubenthäutens, 5 CJewichtsteile eines auf ein !fünftel konzentrierten Traubensafts, der nach dem Verfahren des Beispiels 1
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209828/Ü671
ORIGINAL INSPECTED
"behandelt worden war, und 20 Gewichtsteile einer 50 $igen Saccharoselösung zugegeben. Dann wurde die Flüssigkeit nach einem üblichen Verfahren thermisch pasteurisiert, wobei ein Traubenextrakt enthaltendes Milchgetränk erzielt wurde.
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209828/0671

Claims (11)

Patentansprüche
1. Fruchtbestandteile enthaltendes Getränk, dadurch g e k e η η κ e i c h n\ e t , daß esj ein Gemischt aus einer angesäuerten Proteinlasung und. einem Fruchtsaft und/oder Fruchtextrakt enthalt, der durch Behandlung mit ©iiteiE1 angesäuerten, lösung eines Proteins; mit einem pR-Wer/te ndle-ht; über; 5 * 7 "^Qn lannini undl Pektins topfen, hefr,e±t wurdie.
2." Getränk nach Anspruch 1,, dadurch, g e Tt & η η ζ; e i c hi net, daß als angesäuerte P^oteinlösung eine natürlich saure Lösung eines Proteins;, &ln& durch Fermentation angesäuerte Lösung eines Proteins und/oder eine durch Säurezugabe angesäuerte Lösung eines Proteins vorliegt.
3. Getränk nach Anspruch 1 oder 2, dadurch g e k e n il -zeichnet , daß das in der Proteinlösung vorliegende Protein aus Milchproteinen und/oder Pflanzenproteinen besteht. .
4. Getränk nach Ansprüchen 1 bis 3> dadurch gekennzeichnet , daß die angesäuerte Proteinlösung Zitronensäure, Milchsäure, Weinsäure, Äpfelsäure, Bernsteinsäure, Fumarsäure, Gluconsäure und/oder Phosphorsäure enthält. *
2 0 9 8 2 8 / 0 B 7 1
Ά "■
21β&865'
5. Getränk nach Ansprüchen IMs 4» dadurch ge k e η η ~ zeichnet» daß es einen I^uen*saf t iinä/oüer Frueht extrakt enthält, der vßr der B€haniO;ung;jQit der angesäuerten Proteinlösung einer Vorbehandlung mit Baktinase unterzogen
6. ©etränk nacn Jnsprüenen 1 Ibis 5? daduren g e k e η n * zeich η β t ;, daß es einen 3?rue3itsaft -undZoder irucht extrakt enthält, der außerdem mit einem die Proteinkoagufördernden Mittel !behandelt wurde.
7. Verfahren zum Herstellen eines, iruehtljestandteile enthaltenden Getränkes nach Ansprüchen 1 bis 6, dadurch ge-· kennzeichnet , daß ein Fruchtsaft und/o&er Iruchtextrakt mit einer angesäuerten lösung eines Proteins mit einem pH-Wert nicht über 3»7 vermischt, das entstandene Koagulat abgetrennt wird und das Gemisch mit einer angesäuerten Proteinlösung vermischt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7» dadurch gekennzeichnet, daß als angesäuerte Proteinlö'sung eine natürlich saure Lösung eines Proteins, eine durch Fermentation angesäuerte Lösung eines Proteins, eine durch Säurezusatz angesäuerte Lösung eines Proteins oder ein Gemisch solcher Lösungen verwendet wird.
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209828/06 7 1 ORIGINAL INSPECTED
9. Ver&hJen nach Anspruch 7 oder 8, dadurch g e k e η η zeichnet, daß als Protein tierische Milchproteine und/oder Pflanzenproteine verwendet werden.
10. Verfahren nach Ansprüchen 7 bis 9, dadurch g e k e η η zeichnet , daß die Proteinlösung durch Zugabe von Zitronensäure, Milchsäure, Weinsäure, Apfelsäure, Bernsteinsäure, Fumarsäure, Gluconsäure und/oder Phosphorsäure angesäuert wird. . , ·
11."- Verfahfe^n tiyaeh Ansprüchen 7 bis 10,: dMuroh g^ ek e 7X% ^; ζ ei c h η e t , daß der Fruchtsaft und/oder Eruchiiex^ . trakt vor dem Vermischen mit der angesäuerten Kcoteinlösung. de3 pH-¥erts von nicht über 5,7 mit Pektinase vor*-, behandelt
IiI. Verfahren nach Ansprüchen 7 bis 11, dadurch g e k e η η -" zeichnet , daß die Koagulatbildüng durch Zugabe einer proteinkoagulierenden Substanz gefördert wird.
20 98 28/0671 /^ original ijmspected
DE19712162865 1970-12-17 1971-12-17 Verfahren zum Herstellen eines Protein und Fruchtbestandteile enthaltenden Getränkes Expired DE2162865C3 (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
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JP46082097A JPS4848664A (de) 1971-10-19 1971-10-19

Publications (3)

Publication Number Publication Date
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DE2162865B2 DE2162865B2 (de) 1974-07-18
DE2162865C3 DE2162865C3 (de) 1975-03-20

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ID=26423121

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Application Number Title Priority Date Filing Date
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Country Status (7)

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CA (1) CA937094A (de)
CH (1) CH549348A (de)
DE (1) DE2162865C3 (de)
FR (1) FR2120794A5 (de)
GB (1) GB1356689A (de)
IT (1) IT1049304B (de)
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