DE2157345C3 - Phosphorthioamidate, deren Herstellung und deren Verwendung - Google Patents
Phosphorthioamidate, deren Herstellung und deren VerwendungInfo
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Description
CH, = CH-CH1NH
R1O
S-(CH2I2-S-R2
in welcher R1 Methyl oder Äthyl ist und R2 ein Alkyl
mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen bedeutet Die Erfindung bezieht sich ferner auf die Verwendung dieser
Stoffe als Pestizide, besonders als Systempestizide.
Phosphorthioamidate (I) können hergestellt werden, indem man in an sich bekannter Weise ein Thiophosphat
der allgemeinen Formel Π
CH2 = CH-CH2NH O
p'
/ N
R1O S
• M (II)
in welcher R1 die obige Bedeutung hat und M ein
Alkalimetall ist, mit einem Halogenid der allgemeinen Formel III
Hai —(CH2)2 —S-R2
(III)
-in welcher R2 die obige Bedeutung hat und Hai ein
Halogen ist, in einem Lösungsmittel zuir Reaktion bringt.
Beispiele des erwähnten Lösungsmittels sind polare Lösungsmittel wie Alkohole (Methylalkohol, Äthylalkohol),
Aceton und Wasser. Die Reaktionstemperatur und die Reaktionszeit sind von dem zu verwendenden
Lösungsmittel abhängig, und gewöhnlich kann die Reaktion in einer bis tu einigen Stunden unter
Rückfluß vollzogen sein.
Typische Beispiele der so bereiteten Phosphorthioamidate sind die folgenden:
| Verbindung Nr. |
CH2 | = CHCH2NH P C2H5O |
\ P |
O |
| = CHCH2NH P |
CH3O | \ S — CH2CH2SC2H5 |
||
| 1 | CH2 | CH3O | O | |
| 2 | = CHCH2NH | S — CH2CH2SC2H5 | ||
| CH2 | O | |||
| 3 | S — CH2CH2SCH3 | |||
Fortsetzung
| Verbindung Nr. |
CH2 | = CHCH2NH CH3O |
0 P |
| 4 | CH2 | = CHCH2NH | 0 |
| C2H5O | P S — CH2CH2SCH3 |
||
| 5 | |||
Die Phosphorthioamidate (I) sind geeignet zur Bekämpfung
nachteiliger Insekten, insbesondere im za Ackerbau. Beispiele der nachteiligen Insekten, welche
wirksam durch die Phosphorthioamidate (I) bekämpft werden, sind z.B. Pflanzenflöhe, Milben, Bohrer,
Schildläuse und Zitrusläuse und Fadenwürmer sowie andere Lepidoptera, Diptera, Coleoptera, Hemiptera
und andere Axthropoda können ebenfalls durch diese Phosphorthioamidate bekämpft werden.
Als Systemwirkungen sind allgemein bekannt entweder die Wirkung, daß Chemikalien im Gewebe
von Pflanzen und Tieren eindringen, oder die Wirkung, daß die Chemikalien nach dem Eindringen sich darin
bewegen. Es ist bemerkenswert, daß die Phosphorthioamidate (I) sowohl ausgezeichnete Systemwirkumgen
besitzen als auch darüber hinaus solche biologischen Wirksamkeiten aufweisen, daß durch den Gebrauch
einer Konzentration, welche geringer ist als eine letale Konzentration der Phosphorthioamidate (I),
eine Störung der Übertragung von Insekten verursacht und eine normale Fortpflanzung verhindert wird.
Ferner besitzen die Phosphorthioamidate (I) so ausgezeichnete insektizide Kontaktwirkungen, daß sie
Insekten und Milben wirksam bekämpfen können, weiche gegenüber herkömmlichen biologisch-chemischen
Stoffen Widerstandskraft besitzen.
Aus der USA.-Patentschrift 3019 250, der deutschen Auslegeschrift 1 077 213 und der deutschen Auslegeschrift
1135 905 ist ein Phosphat der Formel
N O
R1O S — (CH2)2 — S~R2
bekannt, in welcher R1 und R2 die obige Bedeutung
haben und A Wasserstoff oder ein Alkyl ist. Um die Überlegenheit der erfindungsgemäßen Verbindungen
hinsichtlich insektizider Wirkungen gegenüber den obenerwähnten, bekannten Verbindungen zu bekräftigen,
wird ein Testbeispiel wie folgt durchgerührt:
Testbeispiel
In einem Blumentopf mit etwa 10 cm Durchmesser 45 Drahtkäfig bedeckt, und 20 bis 30 ausgewachsene
werden 18 bis 23 Reispflanzen je Topf bis zum Stadium Tiere kleinerer brauner Pflanzenflöhe werden hineinvon
drei bis vier Blättern aufgezogen. Auf jede Pflanze gelassen. Tod und überleben werden nach 24 Stunden
beobachtet. Ferner werden die Pflanzenflöhe gemäß dem Verstreichen von Tagen freigelassen, um die Nach
sprüht man tausendfach Emulsion der Verbindungen mit Wasser in Form eines 50%igen emulgierbaren
Konzentrats mittels eines Drehtisches, und dann 5° Wirkungen der Verbindungen zu kennen. Die Ergeb·
trocknet man an der Luft. Jeder Topf wird mit einem nisse sind in der folgenden Tabelle gezeigt.
Verstrichene Tage nach Aufsprühen ™«>
1 Tag * Tage 7 Tage
1 Tag * Tage 7 Tage
Verhältnis (%)
"Tage
"Tage
Verbindung
Erfindungsgemäße Verbindung 1
Erfindungsgemäße Verbindung 2
Erfindungsgemäße Verbindung 3
Erfindungsgemäße Verbindung 2
Erfindungsgemäße Verbindung 3
NH2
100
92,3
100
92,3
100
76,0
98,8
100
98,8
100
58,3
61,3
100
100
67,7
31,4
21,4
96,4
14,3
96,4
14,3
21,3
C2H5O S — (CH2), - S - C2H5 *)
Verbindung von Beispiel 12 der USA.-Pateiilschrift 3 019 250.
Fortsetzung
Verbindung
Verstrichene Tage nach Aufsprühen und lelales Verhältnis (%) 4 Tage I 7 Tage j Il Tage
CH3HN O
77,8
63,4
71,1
12,4
C2H5O S -(CH2), -S-C2H5**)
C2H5HN O
S — (CH2)2 — S — CH3 ***)
CH3O
93,4
66,7
56,7
51,4
30,0
10,0
30 man 6,2 g Äthylthioäthylchlorid hinzu, und man rührt
das Gemisch 2 Stunden unter Rückfluß. Das Lösungsmittel entfernt man durch Abdestillieren unter vermindertem
Druck, und man setzt Wasser zu dem Rückstand hinzu. Das Gemisch extrahiert man mit
Chloroform. Die Chloroformschicht trocknet man über wasserfreiem Natriumsulfat, und man entfernt
das Chloroform durch Abdestillieren unter vermindertem Druck. Man erhält dadurch 11,4 g O-Äthyl-S
-(2-äthylthioäthyl)-N-allyl-phosphorthioamidat als gelbes öl, N?* 1,5183.
3,4-Dimethylphenyl-N-methylcarbamat
*·) Verbindung von Beispiel 28 dieser USA.-PalentschrifL
, ***) Verbindung der deutschen Ausijgeschnft 1 077 215.
, ***) Verbindung der deutschen Ausijgeschnft 1 077 215.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen (I) können ohne Hinzusetzen anderer Komponenten verwendet
werden wie sie sind, oder sie können mit einem Träger kombiniert werden, um Zubereitungen zu bilden,
weiche für den praktischen Gebrauch leicht gehandhabt werden können. Gemäß der dem Fachmann bekannten
Arbeitsweise, können die erf Jidungsgemäßen Verbindungen (I) wahlweise rezeptiert werden zu emulgierbaren
Konzentraten, benetzbaren Pulvern, ölspray, Staub, Aerosol, erhitzten Raucherartikeln, feinen
Granulen, Granulat od. dgl. Wenn gewünscht, können die erfindungsgemäßen Verbindungen (I) mit
einem oder mehreren anderen aktiven Bestandteilen und Düngemitteln kombiniert werden, um die Wirkung
der Verbindungen auszuweiten und zu steigern.
Die Erfindung wird durch die folgenden Ausführungsbeispiele erläutert. Prozent- und Teilangaben
beziehen sich auf das Gewicht.
Synthese der Verbindung (I)
Beispiel 1
Beispiel 1
Zu einer Lösung von 12,0 g Kalium-O-äthyl-N-allylphosphorthioamidat
in 70 cm3 Äthylalkohol setzt
Beispiel 2 Gemäß der dem Beispiel 1 ähnlichen Arbeitsweise werden die folgenden Verbindungen erhalten:
35
40
| Elementaranalyse | P | Berechnet (%> | Gefunden (%) | 10,97 |
| S | (3IsC9Hj0NO2PS2) | 23,88 | ||
| N | 11,50 | 5,09 | ||
| 23,80 | ||||
| 5,20 |
Beispiel
Thiophosphat
Kalium-O-methyl-N-allylphosphorthioamidat
Kalium-O-methyl-N-allylphosphorthioamidat
Kalium-O-äthyl-N-allylphosphorthioamidat
Halogenid
Äthylthioäthylchlorid
2-Methyllhioäthylchlorid
2-Methylthioäthylchlorid·
Phosphorthioamidat
O-Melhyl-
S-(2-äthylthio-
äthyl)-N-allyl-
phosphorthio-
amidat
O-Methyl-
S-(2-methylthio-
äthyl)-N-allyl-
phosphorthio-
amidat
O-Äthyl-
S-(2-methylthio-
äthyl)-N-allyl-
phosphorthio-
amidat Erhaltene Verbindung
Brechungsindex
Brechungsindex
1,5215
N?„60 1,5301
JV!,50 1,5244
Elementaranalyse P S
ber. 12,13 25,11 5,49 (als C8H18NO2PS2)
gef. 12,00 24,95 5,24
ber. 12,84 26,57 (als C7H16NO2PS2
gef. 12,74
ber. 12,13
26,71
25,11
5,80 5,52
5,49
(als C8H10NO2PS2)
gef. 11,77 25,42 5,37
Herstellung der pestiziden Zubereitung
Beispiel 5
Emulgierbares Konzentrat
Emulgierbares Konzentrat
Jede in der folgenden Tabelle erwähnte Verbindung wird mit einem Lösungsmittel und einem Emulgator
in einem nachstehend erwähnten Mischungsverhältnis vermischt, wodurch jeweils einheitliches emulgierbares
Konzentrat erhalten wird. Beim praktischen Gebrauch werden die Konzentrate mit Wasser verdünnt.
Aktiver Bestandteil (%)
Verbindung 1 50
Verbindung 5 20
Verbindung 5 20
Lösungsmittel (%)
Xylol 30
Cyclohexanon 50
Emulgator (%)
20
30
30
20
Beispiel 6
Benetzbares Pulver
Benetzbares Pulver
Zu 55 Teilen 200maschigen Talks fügt man tropfenweise ein Gemisch aus 40 Teilen der Verbindung 4
und einem Emulgator hinzu, wobei man in einem Mischer gut rührt Man erhält dadurch ein benetzbares
Pulver. Zum praktischen Gebrauch verdünnt man das Pulver mit Wasser.
Beispiel 7
Granulat
Granulat
Jede Verbindung, ein Bindemittel und ein Verdünnungsmittel,
wie in der folgenden Tabelle erwähnt, werden in dieser Reihenfolge gut vermischt, und das
Gemisch mischt man mit einer kleinen Menge Wasser, granuliert mittels eines Granulators und trocknet,
wodurch man jeweils Granulat erhält. Zum praktischen Gebrauch wird das Granulat, so wie es ist, ausgebreitet.
Aktiver Bestandteil (%)
Verbindung 1 2
Verbindung 2 5
Verbindung 2 5
Bindemittel (%)
Natriumlignin- 1 Ton 97
sulfonat
sulfonat
Natriumlignin- 2 Ton 93
sulfonat
sulfonat
Verdünnungsmittel
%
%
Beispiel 8
Stäubepulver
Stäubepulver
In einem nachstehend erwähnten Mischungsverhältnis vermischt man eine Lösung der jeweiligen
Verbindung in einer kleinen Menge Aceton gut mit 200maschigem Talk, und nach der Verdampfung des
Acetons ergibt sich jeweils ein Stäubepulver. Zum praktischen Gebrauch wird der Staub, so wie er ist,
ausgebreitet:
Aktiver Bestandteil 1
Verbindung 3
Verbindung 4
Verbindung 4
2
4
4
Verdünnungsmittel (%
Talk
Talk
Talk
Die folgenden Testbeispiele sind angegeben, um die pestizide Wirkung der erfindungsgemäßen Verbindungen
auf Insekten und Pilze zu bekräftigen.
Testbeispiel 1
Tödliche Wirkung auf Karminmilbe
(Tetranychus telarius)
(Tetranychus telarius)
Auf gesprenkelten Feuerbohnen im Zweiblattstadium, 10 Tage nach der Aussaat, wurden viele Karminmilben
parasitisch gemacht In jeweils wäßrige Verdünnung der erfindungsgemäßen Verbindungen,
in Form eines benetzbaren Pulvers, taucht man Blätter der Bohne für 1 Minute ein, auf denen die Milben als
Parasiten vorhanden sind, und man gibt ihnen Wasser,
damit sie nicht absterben. Nach 48 Stunden wird mikroskopisch Tod und Leben beobachtet, um die
LC50 (mittlere letale Konzentration) zu berechnen.
Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle gezeigt:
| Verbindung Nr. 30 |
LC51, (-fache Ver dünnung) |
| 1 | 500000 |
| 2 | 1500000 |
| 3 | 420000 |
| 35 4 | 60000 |
| 5 | 250000 |
| 1,1 -Bis(chlorphenyl)-2,2,2-trichlor- äthanol |
60000 |
| 40 2'-(2"-(p-tert.-butylphenoxy)- 1 "'-methyläthoxyH '-methyläthyl- 2-chloräthylsulfat |
13000 |
Testbeispiel 2
Insektizide Wirkung auf Milben bei der Behandlung des Erdbodens
In einem Blumentopf mit einem Durchmesser von etwa 10 cm zieht man gesprenkelte Feuerbohnen bis
zum 2blättrigen Stadium auf, und die erfindungsgemäßen Verbindungen werden in Form 5%iger Granulen
in der Nähe der Wurzel der Pflanzen in einem Verhältnis von 4 kg/10 Ar ausgebreitet Gemäß dem Verstreichen
der Tage werden ausgewachsene Tiere der Karmmmilbe (Tetranychus telarius) darauf parasitisch
gemacht, und nach 48 Stunden wird Tod und überleben der Milben auf den Blättern mikroskopisch beobachtet.
Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle gezeigt:
Verbindung
Nr.
1
2
3
2
3
Verstrichene Tage und letales Verhältnis (%)
nach
] Tag
] Tag
26,4
56,7
12,4
12,4
nach 4 Tagen
nach
7 Tagen
7 Tagen
88,9
82,1
100
82,1
100
nach
H Tagen
94,7
96,4
100
nach
16 Tagen
16 Tagen
100
92.3
87,3
92.3
87,3
Fortsetzung
10
| Verbindung |
nach
1Tag |
Verstrichene | Tage und letales Verhältnis (%) |
nach
11 Tagen |
nach
16 Tagen |
| Nr. | 21,3 56,3 74,1 |
nach
4 Tagen |
nach
7 Tagen |
67,4 100 75,4 |
53,4 96,7 38,7 |
| 4 5 O,O-Dimethyl-O-(2-äthyl- mercapto)-äthylthiono- phosphat 1,1 -Bis(chlorphenyl)-2,2,2-tri- chloräthanol |
43,5 | 92,4 100 47,6 |
88,3 100 97,7 |
— | — |
| 18,6 | 35,0 |
Testbeispiel 3
Tödliche Wirkung auf den kleineren braunen Pflanzenfloh (Laodelphax striatellus)
Reispflanzen (15 bis 20 cm hoch) 15 Tage nach dem Keimen, werden fiir 1 Minute jeweils in wäßrige Verdünnung
der erfindungsgemäßen Verbindungen in Form emulgierbarer Konzentrate eingetaucht und nach
dem Trocknen an der Luft in ein Glasrohr gebracht. Danach läßt man 20 bis 30 Pflanzenflöhe hinein und
bedeckt mit einem Drahtnetz. Nach 24 Stunden wird Tod und überleben zwecks Berechnung von LC50
aufgezeichnet Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle gezeigt:
Verbindung
Nr.
LC50
(-fache Verdiinnung)
Verbindung
Nr.
2
3
3
LC50
(-räche Verdünnung)
120000
130000
240000
130000
240000
4 670000
5 200000
3,4-Dimethylphenyl-N-methyl- 32 000
carbamat
carbamat
Testbeispiel 4
Wirkung auf den kleineren braunen Pflanzenfloh bei der Bodenbehandlung
Jeweils 6%ige Granulen der erfindungsgemäßen
Verbindungen, breitet man in einem Verhältnis von 6 kg/10 Ar in der Nähe der Wurzel von Reispflanzen
aus, welche im Bestockungsstadium in einem 1/100000 Wagner-Topf wachsen, und ausgewachsene
Tiere der Pflanzenflöhe werden gemäß dem Verstrei-
-chen von Tagen freigelassen, und man bedeckt mit einem Drahtkäfig. Nach 24 Stunden wird Tod und
überleben aufgezeichnet. Die Ergebnisse sind in der
folgenden Tabelle gezeigt:
| Verbindung | nach | Verstrichene Tage und letales Verhältnis (%) | nach | nach | nach |
| Nr. | I Tag | nach | 7 Tagen | 11 Tagen | 15 Tagen |
| 100 | 4 Tagen | 76,7 | 5,1 | 0 | |
| 1 | 100 | 76,0 | 100 | 100 | 83,4 |
| 2 | 93,4 | 100 | 77,8 | 59,8 | 51,2 |
| 3 | 100 | 83,4 | 32,4 | 21,3 | 0 |
| 4 | 83,4 | 63,4 | 100 | 100 | 98,3 |
| 5 | 66,7 | 100 | 48,4 | 41,4 | 5,0 |
| o-Cumolmethylcarbamat | 45,7 | 90,0 | 38,0 | 15,4 | |
| S-(2-Äthylthioäthyl)dimethyl- | 65,3 | ||||
| phosphorthiolthionat | |||||
Testbeispiel 5
Wirkung auf die grüne Blattlaus des Pfirsichs
(Myzus persicae) bei der Bodenbehandlung
(Myzus persicae) bei der Bodenbehandlung
55
Auf Chinakohl, welcher in einem Topf 1 Monat nach der Aussaat wächst, werden viele Blattläuse parasitisch
gemacht, und jeweils 5%ige Granulen der erfindungsgensäßen
Verbindungen breitet man in einem Verhältnis von 6 kg/1 OAr in der Nähe der Wurzel
des Kohls ans. Nach 3 Tagen wird zur Berechnung des letalen Verhältnisses Tod und überleben aufgezeichnet
Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle gezeigt:
| Verbindung Nr. | Letales Verhältnis |
| 1 2 3 Dimethoate |
SSSS |
Testbeispiel 6
Nachwirkung auf Larven der zweifleckigen Spinne
(Tetranychus urticae)
(Tetranychus urticae)
Je 3%iges Stäubepulver der erfindungsgemäßen Verbindungen breitet man in einem Verhältnis von
3 kg/10 Ar auf gesprenkelte Feuerbohne im Zweiblattstadium
in einem Blumentopf, 20 Tage nach der Aussaat, mittels eines Glockenzerstäubers aus, und gemäß
dem Verstreichen von Tagen werden dann ausgewachsene Larven darauf parasitisch gemacht. Nach
48 Stunden wird das letale Verhältnis berechnet. Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle gezeigt:
| Verbindung | nach | Verstrichene Tage und | letales Verhältnis (%) | nach |
| Nr. | I Tag | nach | nach | 12 Tagen |
| 100 | 3 Tagen | 7 Tagen | 72,1 | |
| 1 | 100 | 91,3 | 83,4 | 44,2 |
| 2 | 100 | 83,4 | 63,4 | 83,4 |
| 3 | 98,4 | 100 | 93,4 | 21,3 |
| 4 | 88,3 | 96,7 | 88,3 | 14,5 |
| 5 | 85,7 | 72,1 | 63,4 | 10,5 |
| 1,1 -Bis(chlorphenyl)-2,2,2-trichlor- äthanol |
76,8 | 60,8 | ||
| Testbeispiel 7 | Testbeispiel 8 | |||
Auswirkung auf verschiedene Wickler und Blattläuse
In einem Apfelbaumgarten, welcher durch die Wickler und Blattläuse geschädigt worden ist, breitet
man jeweils 5%ige Granulen der erfindungsgemäßen Verbindungen in einem Radius von 1 cm kreisförmig
in einem Verhältnis von 7 g je Baum in der Nähe der Wurzeln eines 5 Jahre alten Apfelbaumes aus. Die folgenden
Ergebnisse werden 5 Tage nach dem Ausbreiten erhalten:
30
35
40
45
| Zahl der | Parasiten | Blattläuse | Zahl der überlebenden | Blattläuse | |
|
Verbindung
Nr. |
vor dem Ausbreiten
je 500 Blätter |
5730 |
Parasiten
je 500 Blätter nach 5 Tagen |
150 | |
| Wickler | 4250 | Wickler | 273 | ||
| 1 | 250 | 4894 | 13 | 120 | |
| 2 | 137 | 4328 | 2 ■ | 546 | |
| 3 | 201 | 21 | |||
| Diazinon*) | 174 | 83 |
Letaleffekt auf Reisbohnenkäfer
(Callosobruchus chinensis Linne)
(Callosobruchus chinensis Linne)
Ausgewachsene Reisbohnenkäfer wurden jeweils in wäßrige Verdünnungen der nachstehend aufgeführten
erfindungsgemäßen Verbindungen Metasystox und Thiometon 1 Minute lang eingetaucht. Nach 24 Stunden
wurden zur Berechnung von LC50 tote und lebende Käfer aufgezeichnet Die Ergebnisse sind in nachstehender
Tabelle zusammengestellt.
H5C2O
| Verbindung Nt. i |
LC50 {-fache
Verdünnung) |
| 1 | 120000 |
| 2 | 130000 |
| 3 | 240000 |
| 4 | 75 000 |
| 5 | 100000 |
| Ο,Ο-Dimethyi- O-2-(äthylmercapto)- | 5 000 |
| äthylthionophosphat | |
| S-(2-Äthylthioäthyl)dimethyl- | 60000 |
| phosphorthiolthionat |
Claims (2)
1. Phosphorthioamidate der allgemeineu Formel
3. Verwendung von Phosphorthioamidaten der
allgemeinen Formel nach Anspruch 1 als Pestizid.
CH2=CHCH2NH O
R1O S-(CH2J2-S-R,
in welcher Ri Methyl oder Äthyl ist und R2 ein
Alkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen bedeutet.
2. Verfahren zur Herstellung von Phosphorthioamidaten
der allgemeinen Formel
CH2 = CHCH2NH O
\ f
R1O S-(CH2I2-S-R2
in welcher R1 Methyl oder Äthyl ist und R2 ein
Alkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen bedeutet, dadurch gekennzeichnet, daß man in an sich
bekannter Weise ein Thiophosphat der allgemeinen Formel
CH2 = CHCH2NH
R1O
35
40
in welcher R1 die obige Bedeutung hat und M ein
Alkalimetall ist, mit einem Halogenid der allgemeinen Formel Hai—(CH2)2 — S—R2, in welcher
R2 die obige Bedeutung hat und Hai ein Halogenatom ist, in einem Lösungsmittel zur Reaktion
bringt.
Die Erfindung bezieht sich auf Phosphorthioamidate der allgemeinen Formel I
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP45114365A JPS506535B1 (de) | 1970-12-17 | 1970-12-17 |
Publications (3)
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|---|---|
| DE2157345A1 DE2157345A1 (de) | 1972-07-06 |
| DE2157345B2 DE2157345B2 (de) | 1973-11-15 |
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Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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| JP (1) | JPS506535B1 (de) |
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| FR (1) | FR2131290A5 (de) |
| GB (1) | GB1318338A (de) |
| IT (1) | IT951674B (de) |
| NL (1) | NL155019B (de) |
| SU (1) | SU508210A3 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3112064A1 (de) * | 1981-03-27 | 1982-10-07 | Basf Ag, 6700 Ludwigshafen | N-sulfonylierte thiolphosphoresteramide, verfahren zu ihrer herstellung und ihre verwendung zur bekaempfung von insektiziden, spinnmilben und nematoden |
-
1970
- 1970-12-17 JP JP45114365A patent/JPS506535B1/ja active Pending
-
1971
- 1971-11-11 US US00197923A patent/US3786118A/en not_active Expired - Lifetime
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