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DE2157345C3 - Phosphorthioamidate, deren Herstellung und deren Verwendung - Google Patents

Phosphorthioamidate, deren Herstellung und deren Verwendung

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Publication number
DE2157345C3
DE2157345C3 DE2157345A DE2157345A DE2157345C3 DE 2157345 C3 DE2157345 C3 DE 2157345C3 DE 2157345 A DE2157345 A DE 2157345A DE 2157345 A DE2157345 A DE 2157345A DE 2157345 C3 DE2157345 C3 DE 2157345C3
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
days
phosphorothioamidates
connection
general formula
ethyl
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE2157345A
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English (en)
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DE2157345A1 (de
DE2157345B2 (de
Inventor
Masachika Minoo Hirano
Kunio Nishinomiya Mukai
Hisami Takeda
Katsutoshi Tanaka
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Sumitomo Chemical Co Ltd
Original Assignee
Sumitomo Chemical Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Sumitomo Chemical Co Ltd filed Critical Sumitomo Chemical Co Ltd
Publication of DE2157345A1 publication Critical patent/DE2157345A1/de
Publication of DE2157345B2 publication Critical patent/DE2157345B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2157345C3 publication Critical patent/DE2157345C3/de
Expired legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F9/00Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
    • C07F9/02Phosphorus compounds
    • C07F9/06Phosphorus compounds without P—C bonds
    • C07F9/22Amides of acids of phosphorus
    • C07F9/24Esteramides
    • C07F9/2404Esteramides the ester moiety containing a substituent or a structure which is considered as characteristic
    • C07F9/2408Esteramides the ester moiety containing a substituent or a structure which is considered as characteristic of hydroxyalkyl compounds

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

CH, = CH-CH1NH
R1O
S-(CH2I2-S-R2
in welcher R1 Methyl oder Äthyl ist und R2 ein Alkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen bedeutet Die Erfindung bezieht sich ferner auf die Verwendung dieser Stoffe als Pestizide, besonders als Systempestizide.
Phosphorthioamidate (I) können hergestellt werden, indem man in an sich bekannter Weise ein Thiophosphat der allgemeinen Formel Π
CH2 = CH-CH2NH O
p'
/ N
R1O S
• M (II)
in welcher R1 die obige Bedeutung hat und M ein Alkalimetall ist, mit einem Halogenid der allgemeinen Formel III
Hai —(CH2)2 —S-R2
(III)
-in welcher R2 die obige Bedeutung hat und Hai ein Halogen ist, in einem Lösungsmittel zuir Reaktion bringt.
Beispiele des erwähnten Lösungsmittels sind polare Lösungsmittel wie Alkohole (Methylalkohol, Äthylalkohol), Aceton und Wasser. Die Reaktionstemperatur und die Reaktionszeit sind von dem zu verwendenden Lösungsmittel abhängig, und gewöhnlich kann die Reaktion in einer bis tu einigen Stunden unter Rückfluß vollzogen sein.
Typische Beispiele der so bereiteten Phosphorthioamidate sind die folgenden:
Verbindung
Nr.
CH2 = CHCH2NH
P
C2H5O
\
P
O
= CHCH2NH
P
CH3O \
S — CH2CH2SC2H5
1 CH2 CH3O O
2 = CHCH2NH S — CH2CH2SC2H5
CH2 O
3 S — CH2CH2SCH3
Fortsetzung
Verbindung
Nr.
CH2 = CHCH2NH
CH3O
0
P
4 CH2 = CHCH2NH 0
C2H5O P
S — CH2CH2SCH3
5
Die Phosphorthioamidate (I) sind geeignet zur Bekämpfung nachteiliger Insekten, insbesondere im za Ackerbau. Beispiele der nachteiligen Insekten, welche wirksam durch die Phosphorthioamidate (I) bekämpft werden, sind z.B. Pflanzenflöhe, Milben, Bohrer, Schildläuse und Zitrusläuse und Fadenwürmer sowie andere Lepidoptera, Diptera, Coleoptera, Hemiptera und andere Axthropoda können ebenfalls durch diese Phosphorthioamidate bekämpft werden.
Als Systemwirkungen sind allgemein bekannt entweder die Wirkung, daß Chemikalien im Gewebe von Pflanzen und Tieren eindringen, oder die Wirkung, daß die Chemikalien nach dem Eindringen sich darin bewegen. Es ist bemerkenswert, daß die Phosphorthioamidate (I) sowohl ausgezeichnete Systemwirkumgen besitzen als auch darüber hinaus solche biologischen Wirksamkeiten aufweisen, daß durch den Gebrauch einer Konzentration, welche geringer ist als eine letale Konzentration der Phosphorthioamidate (I), eine Störung der Übertragung von Insekten verursacht und eine normale Fortpflanzung verhindert wird. Ferner besitzen die Phosphorthioamidate (I) so ausgezeichnete insektizide Kontaktwirkungen, daß sie Insekten und Milben wirksam bekämpfen können, weiche gegenüber herkömmlichen biologisch-chemischen Stoffen Widerstandskraft besitzen.
Aus der USA.-Patentschrift 3019 250, der deutschen Auslegeschrift 1 077 213 und der deutschen Auslegeschrift 1135 905 ist ein Phosphat der Formel
N O
R1O S — (CH2)2 — S~R2
bekannt, in welcher R1 und R2 die obige Bedeutung haben und A Wasserstoff oder ein Alkyl ist. Um die Überlegenheit der erfindungsgemäßen Verbindungen hinsichtlich insektizider Wirkungen gegenüber den obenerwähnten, bekannten Verbindungen zu bekräftigen, wird ein Testbeispiel wie folgt durchgerührt:
Testbeispiel
In einem Blumentopf mit etwa 10 cm Durchmesser 45 Drahtkäfig bedeckt, und 20 bis 30 ausgewachsene werden 18 bis 23 Reispflanzen je Topf bis zum Stadium Tiere kleinerer brauner Pflanzenflöhe werden hineinvon drei bis vier Blättern aufgezogen. Auf jede Pflanze gelassen. Tod und überleben werden nach 24 Stunden
beobachtet. Ferner werden die Pflanzenflöhe gemäß dem Verstreichen von Tagen freigelassen, um die Nach
sprüht man tausendfach Emulsion der Verbindungen mit Wasser in Form eines 50%igen emulgierbaren
Konzentrats mittels eines Drehtisches, und dann 5° Wirkungen der Verbindungen zu kennen. Die Ergeb· trocknet man an der Luft. Jeder Topf wird mit einem nisse sind in der folgenden Tabelle gezeigt.
Verstrichene Tage nach Aufsprühen ™«>
1 Tag * Tage 7 Tage
Verhältnis (%)
"Tage
Verbindung
Erfindungsgemäße Verbindung 1
Erfindungsgemäße Verbindung 2
Erfindungsgemäße Verbindung 3
NH2
100
92,3
100
76,0
98,8
100
58,3
61,3
100
67,7
31,4
21,4
96,4
14,3
21,3
C2H5O S — (CH2), - S - C2H5 *)
Verbindung von Beispiel 12 der USA.-Pateiilschrift 3 019 250.
Fortsetzung
Verbindung
Verstrichene Tage nach Aufsprühen und lelales Verhältnis (%) 4 Tage I 7 Tage j Il Tage
CH3HN O
77,8
63,4
71,1
12,4
C2H5O S -(CH2), -S-C2H5**)
C2H5HN O
S — (CH2)2 — S — CH3 ***)
CH3O
93,4
66,7
56,7
51,4
30,0
10,0
30 man 6,2 g Äthylthioäthylchlorid hinzu, und man rührt das Gemisch 2 Stunden unter Rückfluß. Das Lösungsmittel entfernt man durch Abdestillieren unter vermindertem Druck, und man setzt Wasser zu dem Rückstand hinzu. Das Gemisch extrahiert man mit Chloroform. Die Chloroformschicht trocknet man über wasserfreiem Natriumsulfat, und man entfernt das Chloroform durch Abdestillieren unter vermindertem Druck. Man erhält dadurch 11,4 g O-Äthyl-S -(2-äthylthioäthyl)-N-allyl-phosphorthioamidat als gelbes öl, N?* 1,5183.
3,4-Dimethylphenyl-N-methylcarbamat
*·) Verbindung von Beispiel 28 dieser USA.-PalentschrifL
, ***) Verbindung der deutschen Ausijgeschnft 1 077 215.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen (I) können ohne Hinzusetzen anderer Komponenten verwendet werden wie sie sind, oder sie können mit einem Träger kombiniert werden, um Zubereitungen zu bilden, weiche für den praktischen Gebrauch leicht gehandhabt werden können. Gemäß der dem Fachmann bekannten Arbeitsweise, können die erf Jidungsgemäßen Verbindungen (I) wahlweise rezeptiert werden zu emulgierbaren Konzentraten, benetzbaren Pulvern, ölspray, Staub, Aerosol, erhitzten Raucherartikeln, feinen Granulen, Granulat od. dgl. Wenn gewünscht, können die erfindungsgemäßen Verbindungen (I) mit einem oder mehreren anderen aktiven Bestandteilen und Düngemitteln kombiniert werden, um die Wirkung der Verbindungen auszuweiten und zu steigern.
Die Erfindung wird durch die folgenden Ausführungsbeispiele erläutert. Prozent- und Teilangaben beziehen sich auf das Gewicht.
Synthese der Verbindung (I)
Beispiel 1
Zu einer Lösung von 12,0 g Kalium-O-äthyl-N-allylphosphorthioamidat in 70 cm3 Äthylalkohol setzt
Beispiel 2 Gemäß der dem Beispiel 1 ähnlichen Arbeitsweise werden die folgenden Verbindungen erhalten:
35
40
Elementaranalyse P Berechnet (%> Gefunden (%) 10,97
S (3IsC9Hj0NO2PS2) 23,88
N 11,50 5,09
23,80
5,20
Beispiel
Thiophosphat
Kalium-O-methyl-N-allylphosphorthioamidat
Kalium-O-methyl-N-allylphosphorthioamidat
Kalium-O-äthyl-N-allylphosphorthioamidat
Halogenid
Äthylthioäthylchlorid
2-Methyllhioäthylchlorid
2-Methylthioäthylchlorid·
Phosphorthioamidat
O-Melhyl-
S-(2-äthylthio-
äthyl)-N-allyl-
phosphorthio-
amidat
O-Methyl-
S-(2-methylthio-
äthyl)-N-allyl-
phosphorthio-
amidat
O-Äthyl-
S-(2-methylthio-
äthyl)-N-allyl-
phosphorthio-
amidat Erhaltene Verbindung
Brechungsindex
1,5215
N?60 1,5301
JV!,50 1,5244
Elementaranalyse P S
ber. 12,13 25,11 5,49 (als C8H18NO2PS2) gef. 12,00 24,95 5,24
ber. 12,84 26,57 (als C7H16NO2PS2
gef. 12,74
ber. 12,13
26,71
25,11
5,80 5,52
5,49
(als C8H10NO2PS2) gef. 11,77 25,42 5,37
Herstellung der pestiziden Zubereitung
Beispiel 5
Emulgierbares Konzentrat
Jede in der folgenden Tabelle erwähnte Verbindung wird mit einem Lösungsmittel und einem Emulgator in einem nachstehend erwähnten Mischungsverhältnis vermischt, wodurch jeweils einheitliches emulgierbares Konzentrat erhalten wird. Beim praktischen Gebrauch werden die Konzentrate mit Wasser verdünnt.
Aktiver Bestandteil (%)
Verbindung 1 50
Verbindung 5 20
Lösungsmittel (%)
Xylol 30
Cyclohexanon 50
Emulgator (%)
20
30
20
Beispiel 6
Benetzbares Pulver
Zu 55 Teilen 200maschigen Talks fügt man tropfenweise ein Gemisch aus 40 Teilen der Verbindung 4 und einem Emulgator hinzu, wobei man in einem Mischer gut rührt Man erhält dadurch ein benetzbares Pulver. Zum praktischen Gebrauch verdünnt man das Pulver mit Wasser.
Beispiel 7
Granulat
Jede Verbindung, ein Bindemittel und ein Verdünnungsmittel, wie in der folgenden Tabelle erwähnt, werden in dieser Reihenfolge gut vermischt, und das Gemisch mischt man mit einer kleinen Menge Wasser, granuliert mittels eines Granulators und trocknet, wodurch man jeweils Granulat erhält. Zum praktischen Gebrauch wird das Granulat, so wie es ist, ausgebreitet.
Aktiver Bestandteil (%)
Verbindung 1 2
Verbindung 2 5
Bindemittel (%)
Natriumlignin- 1 Ton 97
sulfonat
Natriumlignin- 2 Ton 93
sulfonat
Verdünnungsmittel
%
Beispiel 8
Stäubepulver
In einem nachstehend erwähnten Mischungsverhältnis vermischt man eine Lösung der jeweiligen Verbindung in einer kleinen Menge Aceton gut mit 200maschigem Talk, und nach der Verdampfung des Acetons ergibt sich jeweils ein Stäubepulver. Zum praktischen Gebrauch wird der Staub, so wie er ist, ausgebreitet:
Aktiver Bestandteil 1
Verbindung 3
Verbindung 4
2
4
Verdünnungsmittel (%
Talk
Talk
Die folgenden Testbeispiele sind angegeben, um die pestizide Wirkung der erfindungsgemäßen Verbindungen auf Insekten und Pilze zu bekräftigen.
Testbeispiel 1
Tödliche Wirkung auf Karminmilbe
(Tetranychus telarius)
Auf gesprenkelten Feuerbohnen im Zweiblattstadium, 10 Tage nach der Aussaat, wurden viele Karminmilben parasitisch gemacht In jeweils wäßrige Verdünnung der erfindungsgemäßen Verbindungen, in Form eines benetzbaren Pulvers, taucht man Blätter der Bohne für 1 Minute ein, auf denen die Milben als Parasiten vorhanden sind, und man gibt ihnen Wasser, damit sie nicht absterben. Nach 48 Stunden wird mikroskopisch Tod und Leben beobachtet, um die LC50 (mittlere letale Konzentration) zu berechnen. Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle gezeigt:
Verbindung Nr.
30
LC51,
(-fache Ver
dünnung)
1 500000
2 1500000
3 420000
35 4 60000
5 250000
1,1 -Bis(chlorphenyl)-2,2,2-trichlor-
äthanol
60000
40 2'-(2"-(p-tert.-butylphenoxy)-
1 "'-methyläthoxyH '-methyläthyl-
2-chloräthylsulfat
13000
Testbeispiel 2
Insektizide Wirkung auf Milben bei der Behandlung des Erdbodens
In einem Blumentopf mit einem Durchmesser von etwa 10 cm zieht man gesprenkelte Feuerbohnen bis zum 2blättrigen Stadium auf, und die erfindungsgemäßen Verbindungen werden in Form 5%iger Granulen in der Nähe der Wurzel der Pflanzen in einem Verhältnis von 4 kg/10 Ar ausgebreitet Gemäß dem Verstreichen der Tage werden ausgewachsene Tiere der Karmmmilbe (Tetranychus telarius) darauf parasitisch gemacht, und nach 48 Stunden wird Tod und überleben der Milben auf den Blättern mikroskopisch beobachtet. Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle gezeigt:
Verbindung
Nr.
1
2
3
Verstrichene Tage und letales Verhältnis (%)
nach
] Tag
26,4
56,7
12,4
nach 4 Tagen
nach
7 Tagen
88,9
82,1
100
nach H Tagen
94,7 96,4 100
nach
16 Tagen
100
92.3
87,3
Fortsetzung
10
Verbindung nach
1Tag
Verstrichene Tage und letales Verhältnis (%) nach
11 Tagen
nach
16 Tagen
Nr. 21,3
56,3
74,1
nach
4 Tagen
nach
7 Tagen
67,4
100
75,4
53,4
96,7
38,7
4
5
O,O-Dimethyl-O-(2-äthyl-
mercapto)-äthylthiono-
phosphat
1,1 -Bis(chlorphenyl)-2,2,2-tri-
chloräthanol
43,5 92,4
100
47,6
88,3
100
97,7
18,6 35,0
Testbeispiel 3
Tödliche Wirkung auf den kleineren braunen Pflanzenfloh (Laodelphax striatellus)
Reispflanzen (15 bis 20 cm hoch) 15 Tage nach dem Keimen, werden fiir 1 Minute jeweils in wäßrige Verdünnung der erfindungsgemäßen Verbindungen in Form emulgierbarer Konzentrate eingetaucht und nach dem Trocknen an der Luft in ein Glasrohr gebracht. Danach läßt man 20 bis 30 Pflanzenflöhe hinein und bedeckt mit einem Drahtnetz. Nach 24 Stunden wird Tod und überleben zwecks Berechnung von LC50 aufgezeichnet Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle gezeigt:
Verbindung Nr.
LC50
(-fache Verdiinnung)
Verbindung Nr.
2
3
LC50
(-räche Verdünnung)
120000
130000
240000
4 670000
5 200000
3,4-Dimethylphenyl-N-methyl- 32 000
carbamat
Testbeispiel 4
Wirkung auf den kleineren braunen Pflanzenfloh bei der Bodenbehandlung
Jeweils 6%ige Granulen der erfindungsgemäßen
Verbindungen, breitet man in einem Verhältnis von 6 kg/10 Ar in der Nähe der Wurzel von Reispflanzen
aus, welche im Bestockungsstadium in einem 1/100000 Wagner-Topf wachsen, und ausgewachsene
Tiere der Pflanzenflöhe werden gemäß dem Verstrei-
-chen von Tagen freigelassen, und man bedeckt mit einem Drahtkäfig. Nach 24 Stunden wird Tod und überleben aufgezeichnet. Die Ergebnisse sind in der
folgenden Tabelle gezeigt:
Verbindung nach Verstrichene Tage und letales Verhältnis (%) nach nach nach
Nr. I Tag nach 7 Tagen 11 Tagen 15 Tagen
100 4 Tagen 76,7 5,1 0
1 100 76,0 100 100 83,4
2 93,4 100 77,8 59,8 51,2
3 100 83,4 32,4 21,3 0
4 83,4 63,4 100 100 98,3
5 66,7 100 48,4 41,4 5,0
o-Cumolmethylcarbamat 45,7 90,0 38,0 15,4
S-(2-Äthylthioäthyl)dimethyl- 65,3
phosphorthiolthionat
Testbeispiel 5
Wirkung auf die grüne Blattlaus des Pfirsichs
(Myzus persicae) bei der Bodenbehandlung
55
Auf Chinakohl, welcher in einem Topf 1 Monat nach der Aussaat wächst, werden viele Blattläuse parasitisch gemacht, und jeweils 5%ige Granulen der erfindungsgensäßen Verbindungen breitet man in einem Verhältnis von 6 kg/1 OAr in der Nähe der Wurzel des Kohls ans. Nach 3 Tagen wird zur Berechnung des letalen Verhältnisses Tod und überleben aufgezeichnet Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle gezeigt:
Verbindung Nr. Letales Verhältnis
1
2
3
Dimethoate
SSSS
Testbeispiel 6
Nachwirkung auf Larven der zweifleckigen Spinne
(Tetranychus urticae)
Je 3%iges Stäubepulver der erfindungsgemäßen Verbindungen breitet man in einem Verhältnis von
3 kg/10 Ar auf gesprenkelte Feuerbohne im Zweiblattstadium in einem Blumentopf, 20 Tage nach der Aussaat, mittels eines Glockenzerstäubers aus, und gemäß dem Verstreichen von Tagen werden dann ausgewachsene Larven darauf parasitisch gemacht. Nach 48 Stunden wird das letale Verhältnis berechnet. Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle gezeigt:
Verbindung nach Verstrichene Tage und letales Verhältnis (%) nach
Nr. I Tag nach nach 12 Tagen
100 3 Tagen 7 Tagen 72,1
1 100 91,3 83,4 44,2
2 100 83,4 63,4 83,4
3 98,4 100 93,4 21,3
4 88,3 96,7 88,3 14,5
5 85,7 72,1 63,4 10,5
1,1 -Bis(chlorphenyl)-2,2,2-trichlor-
äthanol
76,8 60,8
Testbeispiel 7 Testbeispiel 8
Auswirkung auf verschiedene Wickler und Blattläuse
In einem Apfelbaumgarten, welcher durch die Wickler und Blattläuse geschädigt worden ist, breitet man jeweils 5%ige Granulen der erfindungsgemäßen Verbindungen in einem Radius von 1 cm kreisförmig in einem Verhältnis von 7 g je Baum in der Nähe der Wurzeln eines 5 Jahre alten Apfelbaumes aus. Die folgenden Ergebnisse werden 5 Tage nach dem Ausbreiten erhalten:
30
35
40
45
Zahl der Parasiten Blattläuse Zahl der überlebenden Blattläuse
Verbindung
Nr.
vor dem Ausbreiten
je 500 Blätter
5730 Parasiten
je 500 Blätter
nach 5 Tagen
150
Wickler 4250 Wickler 273
1 250 4894 13 120
2 137 4328 2 546
3 201 21
Diazinon*) 174 83
Letaleffekt auf Reisbohnenkäfer
(Callosobruchus chinensis Linne)
Ausgewachsene Reisbohnenkäfer wurden jeweils in wäßrige Verdünnungen der nachstehend aufgeführten erfindungsgemäßen Verbindungen Metasystox und Thiometon 1 Minute lang eingetaucht. Nach 24 Stunden wurden zur Berechnung von LC50 tote und lebende Käfer aufgezeichnet Die Ergebnisse sind in nachstehender Tabelle zusammengestellt.
H5C2O
Verbindung Nt. i LC50 {-fache
Verdünnung)
1 120000
2 130000
3 240000
4 75 000
5 100000
Ο,Ο-Dimethyi- O-2-(äthylmercapto)- 5 000
äthylthionophosphat
S-(2-Äthylthioäthyl)dimethyl- 60000
phosphorthiolthionat

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Phosphorthioamidate der allgemeineu Formel
3. Verwendung von Phosphorthioamidaten der allgemeinen Formel nach Anspruch 1 als Pestizid.
CH2=CHCH2NH O
R1O S-(CH2J2-S-R,
in welcher Ri Methyl oder Äthyl ist und R2 ein Alkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen bedeutet.
2. Verfahren zur Herstellung von Phosphorthioamidaten der allgemeinen Formel
CH2 = CHCH2NH O
\ f
R1O S-(CH2I2-S-R2
in welcher R1 Methyl oder Äthyl ist und R2 ein Alkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen bedeutet, dadurch gekennzeichnet, daß man in an sich bekannter Weise ein Thiophosphat der allgemeinen Formel
CH2 = CHCH2NH
R1O
35
40
in welcher R1 die obige Bedeutung hat und M ein Alkalimetall ist, mit einem Halogenid der allgemeinen Formel Hai—(CH2)2 — S—R2, in welcher R2 die obige Bedeutung hat und Hai ein Halogenatom ist, in einem Lösungsmittel zur Reaktion bringt.
Die Erfindung bezieht sich auf Phosphorthioamidate der allgemeinen Formel I
DE2157345A 1970-12-17 1971-11-18 Phosphorthioamidate, deren Herstellung und deren Verwendung Expired DE2157345C3 (de)

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DE2157345A1 DE2157345A1 (de) 1972-07-06
DE2157345B2 DE2157345B2 (de) 1973-11-15
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DE3112064A1 (de) * 1981-03-27 1982-10-07 Basf Ag, 6700 Ludwigshafen N-sulfonylierte thiolphosphoresteramide, verfahren zu ihrer herstellung und ihre verwendung zur bekaempfung von insektiziden, spinnmilben und nematoden

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SU508210A3 (ru) 1976-03-25
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CH565807A5 (de) 1975-08-29
NL155019B (nl) 1977-11-15
JPS506535B1 (de) 1975-03-14
IT951674B (it) 1973-07-10
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