DE2156515B2 - Verfahren zum Herstellen eines magne tischen Mehrschichtenmaterials für BIa sendomanenbauelemente - Google Patents
Verfahren zum Herstellen eines magne tischen Mehrschichtenmaterials für BIa sendomanenbauelementeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines magnetischen Mehrschichtenmaterials für Blasendomänenbauelemente,
bei dem ein einkristalliner Eisengranat-Film epitaktisch auf einem Einkristall-Substrat
abgeschieden wird.
Frühere Arbeiten auf dem Gebiet der Blasendomänenerforschung (z. B. USA.-Patentschrift 3 460 116)
sind hauptsächlich mit Orthoferriten mit einem Biasendomänendurchmesser
von etwa 0,0038 cm durchgeführt worden. Der relativ große Durchmesser der Biaseiidomänen
erlaubte, daß deren Erzeugung und Nachweis bzw. Abtastung mit Mitteln erfolgte, die jetzt in
der Literatur einen festen Niederschlag gefunden haben. Arbeiten aus letzter Zeit haben die Eignung von
Eisengranaten für Blasendomänenbauelemente erwiesen. Blasendomänensysteme mit einem Eisengranatfilm,
•I3Q5O12' worin J ein Seltenerdmetall oder Yttrium ist
und Q Eisen enthält, sind bereits vorgeschlagen worden. Die Blasendomänen in Eisengranaten haben
einen kleineren Durchmesser als die in Orthoferriten,
wodurch eine Blasendomänendichte in Eisengranaten von über einer Million je 6,45 cm2 erzielt wird. Der
Durchmesser der Blasendomänen in den Seltenerdmetall-Eisengranaten beträgt etwa 0,00064 cui. Die
kleine Größe der Eisengranatblasendomäncn macht es schwierig, die Blasendomänen zu erzeugen und in
Blasendomänensystemen nachzuweisen.
Insbesondere können auf Stromschwingungsschleifen oder -bauchen beruhende Blasenspaltungen, die
zur Zeit zur Erzeugung von Blasendomänen mit einem Durchmesser von 0,0038 cm benutzt werden, nicht in
befriedigender Weise zur Erzeugung kleiner Blasendomänen mit einem Durchmesser von 0,00064 cm
angewendet werden, und iwar wegen der durch photolithographische Auflösung gesetzten Grenzen und der
zum Leiten des Stroms erforderlichen Dicke des Leiters. Außerdem ist die Leistungsanzeige eines Hall-Generators,
der zum Blasennachweis benutzt wird, von dem Bereich abhängig, der den umgekehrt magneti-Licrten
Domänen ausgesetzt ist. Blasendomänen mit einem kleinen Durchmesser haben daher einen entsprechenden
kleinen Bereich, der zu einer schwachen Bestimmungsanzeige führt, was den Nachweis oder
das Abtasten der kleinen Blasendomänen schwierig macht.
Aus IBM Technical Disclosure Bulletin, Vol. 13, Nr. 2 (Juli 1970), S. 517, ist es ferner bekannt, magnetisches
Material für Blasendomänenbauelemente dadurch herzustellen, daß ein einkristalliner Eisengranat-Film
auf einem anderen Eisengranat-Einkristall-Substrat epitaktisch abgeschieden wird.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Herstellen eines magnetischen Mehrschichtenmaterials
für Blasendomänenbauelemente zur Verfugung zu stellen, bei dem ein einkristalliner Eisengranat-Film
epitaktisch auf einem Einkristall-Substrat abgeschieden wird, wobei in dem Blasendomänensystem
Bereiche mit kleinen Blasendomänen und Bereiche mit großen Blasendomänen vorhanden sein
sollen und die dadurch geschaffenen Bereiche mit großer Blasendomänendichte zur Ausbreitung und die
Bereiche mit großen Blasendomänen zur Erzeugung von kleinen Blasendoniänen und/oder zum Nachweis
bzw. Abtasten geeignet sind.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß bestimmte Bereiche des Eisengranat-Films
mit einer Maske versehen und dann die Zwischenbereiche mit einem weiteren einkristallinen Eisengrana:-Fiim
ausgefüllt werden und daß schließlich die Maske wieder entfernt wird.
Die Erfindung wird in der nachfolgenden Beschreibung und den Zeichnungen ausführlicher erläutert.
In den Zeichnungen stellen die Fig. 1 bis Ic Querschnitte
des nach der Erfindung hergestellten magnetischen Mehrvchichtenmaterials für Blasendomänenbauelemente
dar. Die Fig. 2 gibt eine Aufsicht des nach der Erfindung hergestellten magnetischen Mehrschichtenmaterials
wieder.
Wie in der Fig. 1 gezeigt wird, befindet sich auf einem Einkristall-Substrat 10 ein dünner Film aus
einem magnetischen blasendomänenhaltigen Material einem magnetischen blasendomänenhaltigen Material
12.
einer J^O^-Zusammensetzung, worin der J-Bestandteil
wenigstens ein Element ist, das aus der aus Cer, Praseodym, Neodym, Samarium, Europium, Gadolinium,
Terbium, Dysprosium, Holmium, Erbium, Thulium, Ytterbium, Lutetium, Lanthan, Yttrium, Calcium
und Wismut bestehenden Gruppe gewählt ist und der Q-Bestandteil wenigstens ein Element ist, das aus
der aus Indium, Gallium, Scandium, Titan, Vanadin, Chrom, Mangan, Rhodium, Zirkonium, Hafnium,
Niob, Tantal und Aluminium bestehenden Gruppe gewählt ist.
Beispiele für bevorzugte Substratmaterialien sind Gd3Ga5O12, Gd217Y013Ga5O12 und Y3Al5O12.
Der Film aus dem Blasendomänenmaterial hat eine JQ-Zusammensetzung, worin der J-Bestandteil wenigstens
ein Element enthält, das aus der aus Cer, Praseodym, Neodym, Promethium, Samarium, Europium,
Gadolinium, Terbium, Dysprosium, Holmium, Erbium, Thulium, Ytterbium, Lanthan und Yttrium
bestehenden Gruppe gewählt ist, und der Q-Bestandteil aus der aus Eisen, Eisen und Aluminium, Eisen und
Gallium, Eisen und Indium, Eisen und Scandium, Eisen und Titan, Eisen und Vanadin, Eisen und Chrom
und Eisen und Mangan bestehenden Gruppe gewählt ist.
Beispiele für bevorzugte Filmmaterialien sind Y3Gali2Fe3,8O12 und Y3Ga111Fe319O12.
Wie in der Fig. 1 a dargestellt ist, ist eine Abdeckung oder Maske 14 aus einem Material, wie z. B. Siliciumdioxid
u. dgl., auf dem Teil 13 des magnetischen Films 12 angeordnet.
In der Fig. Ib ist gezeigt, daß ein einkristallines magnetisches Material auf dem nicht abgedeckten
156
Teil des Films 12 unter Bildung von Filmteilen 16 und 18, die an die Abdeckung 14 angrenzen, angeordnet
ist. Ein bevorzugtes Beispiel ist die Kombination eines Films 12 aus Y3Ga112Fe318O12 und eines
Films aus Y3Ga113Fe317O12 für die Teile 16 und 18.
Die Teile 16 und 18 dieses Beispiels enthalten weniger Eisen als der Film 12 und haben daher ein geringeres
Magnetisierungsniveau.
In der Fig. Ic ist gezeigt, daß die Abdeckschicht 14
entfernt ist. Die erhaltene Struktur hat einen zusammengesetzten
Film 20, der aus dem Film 12 und dem Film 16 besteht, einen Filmteil 22 und einen zusammengesetzten
Filmteil 24, der aus dem Film 12 und dem Film 18 besteht. Die zusammengesetzten Filme
20 und 24 haben ein geringeres Magnetisierungsniveau als der Filmteil 20. Die Blasendomänen 26 und 28, die
in den Filmteilen 20 und 24 gebildet sind, haben einen größeren Durchmesser an der Oberfläche als die
Blasendomänen 30, die in dem Filmteil 22 gebildet sind. Die Blasendomäne 26 in dem zusammengesetzten
Filmteil 20 erstreckt sich durch den gesamten Teil. In gleicher Weise erstreckt sich die Blasendomäne 28 in
dem zusammengesetzten Filmteil 24 durch den zusammengesetzten Teil. Blasendomänenbereiche 26 und
28 in zusammengesetzten Fiimteilen 20 und 24 haben einen relativ großen Durchmesser an der Oberfläche
und sind zur Erzeugung und zum Nachweis bzw. zum Abtasten von Blasendomänen gut geeignet. Der Blasendomänenteil
22 mit Blasendomänen 30 mit kleinerem Durchmesser ist für Ausbreitungszwecke und wegen
der hohen Blasendomänendichte gut geeignet.
Die Fig. 2 ist eine Aufsicht, die die relative Größe des Durchmessers der Biasendomänen in den verschiedenen
Filmteilen wiedergibt.
Hierzu i Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Verfahren zum Herstellen eines magnetischen Mehrschichtenmaterials für Blasendämonenbauelemente,
bei dem ein einkristalliner Eisengranat-Film epitaktisch auf einem Einkristall-Substrat abgeschieden
wird, dadurch gekennzeichnet, daß bestimmte Bereiche des Eisengranat-Films
mit einer Maske versehen und dann die Zwischenbereiche mit einem weiteren einkristaiiinen
Eisengranat-Film ausgefüllt werden und daß schließlich die Maske wieder entfernt wird,
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der weitere einkristalline Eisengranat-Film ein geringeres Magnetisierungsniveau
als der erste einkristalline Eisengranat-Film hat.
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