DE2156031A1 - Kurbelwelle mit Antriebsrad sowie Verfahren zu ihrer Herstellung - Google Patents
Kurbelwelle mit Antriebsrad sowie Verfahren zu ihrer HerstellungInfo
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Description
PATENTANWÄLTE
DR.-ING. VON KREISLER DR.-ING. SCHÖN WALD 2156031
DR.-ING. TH. MEYER DR. FUES DIPL-CHEM. ALEK VON KREISLER , DIPL.-CHEM. CAROLA KELLER DR.-ING. KLDPSCH DIPL.-ING. SELTING
5 KÖLN 1, DEICHMANNHAUS
10. NOV. 1971
Sch-DB/ls
Perkins Engines Limited
35 Davies Street, London, W.l. (England)
Kurbelwelle mit Antriebsrad sowie Verfahren zu ihrer Herstellung
Die Erfindung betrifft mehrfach gekröpfte Kurbelwellen mit einem Antriebsrad zum Antrieb eines Steuerungsmechanismus (timing apparatus).
Kurbelwellen mit einem in der Mitte der Kurbelwellenlänge angeordneten Zahnrad sind bekannt. Sie werden
einstückig hergestellt, indem der Kurbelwellenrohling und das Steuerzahnrad ausgeformt und anschließend der
Rohling auf die gewünschten Abmessungen nachgearbeitet wird. Einmal wird bei diesem Vorgehen durch den Zahnradrohling
die Bearbeitung der Kurbelwellen-Lagerflächen komplizierter und zum anderen ergeben sich
durch das Vorhandensein der mit dem Zahnradrohling einstückig ausgebildeten Kurbelwelle Schwierigkeiten bei
der Bearbeitung der Zähne des Zahnrades.
Aufgabe der Erfindung 1st es, die genannten Nachteile
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zu überwinden.
Zu diesem Zweck wird ein Verfahren zur Herstellung einer Kurbelwelle mit einem zum Antrieb eines Steuerungsmechanismus geeigneten Antriebsrad vorgeschlagen, das
gekennzeichnet ist durch folgende Schritte: Ausformung einer Kurbelwelle mit einer auf gegenüberliegenden
Seiten eines Hauptlagerbereiehes angeordneten
Kurbelkröpfung,
Bearbeitung und Behandlung der Kurbelwellen-Lagerflächen, Vorbereitung eines bearbeiteten zylindrischen Bezugsbereiches auf der Fläche der Hauptlagerzone,
Durchtrennen des Bezugsbereiches zur Aufteilung der Kurbelwelle in zwei Teile,
Einbringen eines bearbeiteten und behandelten, zum Antrieb eines Steuerungsmechanismus geeigneten Artriebsrades
zwiachen die voneinander getrennten Enden der Kurbelwellenteile,
genaue Ausrichtung des Antriebsrades koaxial zu den Teilen des Bezugsbereiches auf jedem Kurbelwellenteil
und
Zusammenschweißen der Gesamtheit der Bauteile mittels eines lokalen Schweißverfahrens.
Das Antriebsrad kann als Zahnrad gestaltet oder für ein Ketten- oder Riemenantriebssystem geeignet sein.
Ausführungsformen der Erfindung werden anhand in der Zeichnung dargestellter Beispiele näher erläutert. Es
zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer ersten Ausführungsform einer gemäß der Erfindung hergestellten Kurbelwelle,
wobei zur Verdeutlichung Teile weggeschnitten sind,
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Fig. 2 eine Abwandlung der Ausführungsform nach Fig. 1
im Querschnitt längs der Mittellinie,
Fig. 3 eine Ansicht ähnlich Fig. 1 zur Darstellung einer
zweiten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Kurbelwelle,
Fig. 4 eine Seitenansicht des maschinell hergestellten Kurbelwellenrohlings, der zur Anfertigung der zusammengesetzten
Kurbelwelle der zweiten Ausführungsform benutzt wird. ■
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wird zunächst eine Standardkurbelwelle ohne sich über deren Länge erstreckendes
Antriebsrad hergestellt, die sodann in zwei Hälften aufgeteilt wird, zwischen die ein maschinell
gefertigtes Antriebsrad eingesetzt wird, woraufhin man die gesamte Anordnung zusammenschweißt.
Fig. 1 zeigt die beiden durch ein Antriebsrad 10 getrennten Teile 1, 2 einer Standardkurbelwelle, wobei
die Teile durch Muttern 17 und Gewindebolzen 16 miteinander
verbunden sind. Die Winkelausrichtung der Kur- belwangen 4, 5 wird durch eine kleine Steckstiftverbin- ™
dung 9* 13* 15 erzielt.
In dem Bereich zwischen den Kurbelwangen der Standardkurbelwelle wird eine ringartig herausgearbeitete
Fläche geschaffen, die die Hauptlagerfläche 8 trägt und als Bezugsbereich für die nachfolgenden Bearbeitungen
der Kurbelwelle dient. Gemäß Fig. 1 ist der Bezugsbereich Teil der Hauptlagerfläche 8 und es wird nachdem
die Kurbelwelle durch die Lagermitte in zwei Teile zerschnitten worden ist - in dem Ende 7 jedes
Teiles eine flache Buchse 6 mit verhältnismäßig großem
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Durchmesser ausgebildet, wobei die Buchsen zu dem Bezugsbereich,
d.h. zu der Hauptlagerfläche 8, koaxial sind. Eine Bohrung 3 mit verhältnismäßig kleinem Durchmesser
verläuft ebenfalls koaxial zum Bezugsbereich und erstreckt sich durch die Kurbelwangen A, 5 hindurch.
In jedem Kurbelwellenteil befindet sich außerdem eine zur Achse des Lagers 8 versetzte Sackbohrung 9·
Das Verstellrad 10 ist mit an sich bekannten Zähnen und nach entgegengesetzten Seiten gerichteten Zentrieransätzen
12 ausgestattet, die in die Buchsen 6 eingreifen. Außerdem sind zwei koaxiale Bohrungen I^ mit den
Bohrungen 9 entsprechendem Durchmesser so angeordnet, daß Paßstifte 15 in die Bohrungen 9, Ij5 hineinragen,
wenn die Anordnung richtig ausgerichtet ist, damit die Kurbelwangen die richtige Winkelstellung einnehmen.
Eine Bohrung 14 gestattet den Durchtritt des Bolzens
Zur Sicherstellung der Qualität der fertigen Kurbelwelle werden die Buchsen 6 in engen Toleranzen sowohl bezüglich
des Durchmessers als der Axialanordnung sorgfältig gearbeitet und außerdem werden auch die Bohrungen
9 im Hinblick auf ihren Radialabstand von der Achse der Hauptlagerfläche 8 und ihre Winkelausrichtung in
engen Toleranzen angebracht, was durch den Teil des Bezugsbereiches jedes Kurbelwellenteiles erleichtert wird.
Vorzugsweise liegen die Bohrungen 9 in der die Achse
der Hauptlagerfläche 8 enthaltenden Ebene und derjenigen einer Kurbelwellen-Lagerfläche. Durchmesser und
Zentrizität der Zentrieransätze 12 des Verstellrades
10 sind ebenfalls in engen Toleranzen gearbeitet und die Dicke des Rades 10 zwischen den Flächen 19 wird
sorgfältig kontrolliert, da sie die Abmessungen der zusammengesetzten Kurbelwelle bestimmt.
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Beim Zusammenbau werden die Paßstifte 15 in die Bohrungen 9 und/oder 13 eingesetzt, das Rad 10 wird zwischen die
beiden Kurbelwellenteile 1, 2 eingefügt und der an seinen Enden mit Gewinde ausgestattete Bolzen 16 wird durch
die Bohrungen 3> I^ hindurchgeführt und mit Muttern 17
verschraubt. Die festgezogenen Muttern 17 liegen gegen
die Kurbelwangen 4, 5 an und drücken die Anordnung zusammen. Sodann werden die Zentrieransätze 12 in die
Buchse 6 eingeführt, in die sie passend eingreifen. Zur Winkelausrichtung aller Teile der Anordnung dienen
die Paßstifte 15.
Wenn die Zentrieransätze voll in die Buchsen eingreifen,
wird der Komplex durch einen lokalen Schweißvorgang, z.B. Laser-Schweißung oder Elektronenstrahl-Schweißung
zusammengeschweißt, so daß die Anordnung zu einer Einheit wird, aus der der Bolzen 16 nach Abschrauben
der Muttern 17 herausgenommen werden kann. In der Kurbelwelle ist wenigstens eine Entlüftungsöffnung 27
vorgesehen, durch die die während des Schweißvorganges anfallenden Gase entweichen können.
Die Kurbelwelle gemäß Fig. 2 entspricht etwa derjenigen gemäß Fig. 1. Der Hauptunterschied liegt darin, daß
das Zahnrad 10 zusätzlich zu den entgegengesetzt gerichteten Zentrieransätzen eine große Zentralbohrung 20
aufweist, in der lose ein Verbindungsglied 21 untergebracht ist, dessen entgegengesetzte Ansätze 22 in große
Aussparungen 23 in den Büchsen der Enden der Kurbelwellenteile
eingreifen. Die Kurbelwangen 4, 5 sind von Bohrungen 24 durchsetzt und die Ansätze 22 weisen Gewindebohrungen
25 auf, in die Bolzen 26 einschraubbar sind. Die Bolzen 26 werden zur Durchführung des Schweißvorganges
festgezogen und anschließend herausgenommen.
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Das Herstellungsverfahren und der Zusammenbau der Kurbelwelle nach Fig. 2 entsprechen etwa dem im Zusammenhang
mit Fig. 1 erläuterten Vorgehen, wobei im Hinblick auf die dargestellten baulichen Unterschiede geeignete
Abwandlungen bezüglich des Zusammenklemmens der verschiedenen Teile vorhanden sind.
Fig. 3 zeigt eine weitere Ausführungsmöglichkeit einer im Sinne der Erfindung hergestellten Kurbelwelle. In
diesem Falle ist der Bezugsbereich eine zylindrische Nut 33* deren Durchmesser kleiner als derjenige der
Lagerfläche 8 ist. In Fig. 4 ist die noch nicht geteilte Standardkurbelwelle mit der Nut 33 erkennbar.
Die inneren Ecken der Nut 33 können zur Verhinderung des Festklemmens während des Zusammenbaus etwas unterschnitten
sein. Nach der Ausführung des Teilungsschnittes längs der Linie A-A bildet der durchmesserverringerte
Teil 35 in der Nut 33 einen zu der Hauptlagerfläche 8 koaxialen Fortsatz, wobei beide Teile
gleichseitig bearbeitet worden sind.
Das Antriebsrad 10 ist gemäß Fig. 3 mit einer Durchgangsbohrung 12 versehen, die eine Büchse für jeden Bund
der Teile 5 bildet.
Die bei der Ausführungsform der Fig. 3 erforderliche Toleranzennorm ist derjenigen der Fig. 1 und 2 ähnlich
und der Zusammenbau dieser Konstruktion entspricht dem vorher beschriebenen außer, daß der Bolzen 16 und die
Mutter 17 weggelassen sind und auf die Kurbelwellenenden durch nicht gezeichnete Mittel axialgerichtete
Kräfte ausgeübt werden.
Mit Hilfe des Verfahrens zur Herstellung der erfindungsgemäßen Kurbelwellen 1st es möglich, eine Kurbel-
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welle zu schaffen, die nach dem Schweißvorgang direkt in einen Motor eingebaut werden kann, ohne daß Nachbearbeitungen
erforderlich sind. Möglicherweise müssen die Schweißgrate noch etwas abgeschliffen werden, jedoch
überwindet die Erfindung sämtliche grundsätzlichen Schwierigkeiten, die bisher mit der Herstellung von
Kurbelwellen der beschriebenen Art verbunden waren.
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Claims (11)
- AnsprücheVerfahren zur Herstellung einer Kurbelwelle mit einem, zum Antrieb eines Steuerungsmechanismus (timing apparatus) geeigneten Antriebsrad, gekennzeichnet durch die Kombination folgender Schritte:Ausformung einer Kurbelwelle mit einer auf gegenüberliegenden Seiten eines Hauptlagerbereiehes angeordneten Kurbelkröpfung,Bearbeitung und Behandlung der Kurbelwellen-Lagerflächen,Vorbereitung eines bearbeiteten zylindrischen Bezugsbereiches auf der Fläche der Hauptlagerzone, Durchtrennen des Bezugsbereiches zur Aufteilung der Kurbelwelle in zwei Teile,Einbringen eines bearbeiteten und behandelten, zum Antrieb eines Steuerungsmechanismus geeigneten Antriebsrades zwischen die voneinander getrennten Enden der Kurbelwellenteile,genaue Ausrichtung des Antriebsrades koaxial zu den Teilen des Bezugsbereiches auf jedem Kurbelwellenteil undZusammenschweißen der Gesamtheit der Bauteile mittels eines lokalen Schweißverfahrens.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, daß der Bezugsbereich Teil der Lagerfläche der Hauptlagerzone ist.
- 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekenn zeichnet, daß vor dem Schweißvorgang das Antriebsrad durch lösbare Kiemmittel in genau ausgerichteter Stellung gehalten wird.-. 9 209832/0587
- 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, daß der Bezugsbereich zu der Lagerfläche der Hauptlagerzone unterschnitten wird.
- 5. Verfahren nach den vorangegangenen Ansprüchen,.gekennzeichnet durch den zusätzlichen, die genaue Ausrichtung ermöglichenden Schritt der Anordnung von zusammengreifenden Ansatz- und Buchsenteilen auf dem Antriebsrad und jedem Kurbelwellenteil.
- 6, Verfahren nach Anspruch 5 in Abhängigkeit von Anspruch 2, dadurch geke nnzeichn e t , daß das Antriebsrad entgegengesetzt gerichtete Zentrieransätze aufweist, die mit Buchsen zusammengreifen, welche koaxial zum Bezugsbereich in die Endflächen Jedes Kurbelwellenteiles eingeschnitten sind.
- 7. Verfahren nach Anspruch 5 in Abhängigkeit von Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebsrad entgegengesetzt gerichtete Buchsen aufweist, in die die Portsätze eingreifen, die nach dem Durchtrennvorgang von den Teilen des Bezugsbereiches gebildet werden.
- 8. Verfahren nach den vorangegangenen Ansprüchen, d a duroh gekennzeichnet, daß zur genauen Ausrichtung auf jedem Kurbelwellenteil und auf dem Antrieberad zusammengreifende Mittel vorgesehen werden, die die gegenseitige Winkelausrichtung der Kröpfungen nach dem Schweißvorgang gewährleisten.
- 9. Verfahren nach den vorangegangenen Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß die- 10 209832/0887Schweißung mittels Elektronenstrahl-Schweißung erfolgt .
- 10. Verfahren nach den vorangegangenen Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Schweißung mittels Laser-Schweißung erfolgt-,
- 11. Kurbelwelle mit einem zum Antrieb eines Steuerungsmechanismus geeigneten Antriebsrad, dadurch gekennzeichnet , daß es nach einem Verfahren gemäß den vorangegangenen Ansprüchen her-™ gestellt ist.209832/0587Lee rs e ι te
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