DE2155421B2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Entfernen unnötiger flüssiger Teilchen aus flüssigen
Proben, insbesondere auf eine Vorrichtung, die zur Durchführung der Entfernung unnötiger flüssiger Bestandteile
aus einer flüssigen Probe innerhalb einer automatischen Einrichtung zum Analysieren eines gewünschten
flüssigen Bestandteils in der Probe geeignet
In einer automatischen Analysiereinrichtung zur Analyse eines bestimmten Bestandteils, den man in
Proben, wie z. B. Blutseren, zu analysieren wünscht, stören
die unnötigen Bestandteile in den Proben, z. B. Protein in Blutseren, gelegentlich die Messung oder Analyse
des Bestandteils in Abhängigkeit vom Typ der Probe.
Dabri .. · es üblich, die unnötigen Bestandteile aus der Pr<i .■* .·■; ontfernen, bevor die Messung oder Analyse
d—i J;„ automatische Analysiereinrichtung vorgenoiii;:"r
>. -s, indem man der Probe ein Reagenzmittel
zusei'· . um die unnötigen Bestandteile auszufällen,
und anschließend den erhaltenen Niederschlag mittels Zentrifugentrennung oder Filtration entfernte. Jedoch
ist dieses Verfahren unbefriedigend, indem nicht nur viel Arbeit und Zeit zur Durchführung der Entfernung
der unnötigen Bestandteile erforderlich sind, sondern auch noch die Gefahr von Fehlern in der Identifizierung
des Vorganges auftritt. Daher ist es sehr wünschenswert, diesen Vorgang wenn möglich direkt im
System der automatischen Analysiereinrichtung einzuordnen.
Andererseits sind Vorrichtungen zum Entfernen fester Teilchen, nämlich von Mikroorganismen (L)S-PS
2 879 207) oder festen Verunreinigungen (US-PS
3 010 583) aus Flüssigkeiten mittels eines Filters aus porösem Werkstoff bekannt, der die flüssigen, nicht zu
analysierenden Bestandteile einer Probe durchtreten läßt, jedoch die Mikroorganismen bzw. anderen zu analysierenden
festen Teilchen zurückhält wobei die Vor-
richtungen mit einer Sonde, die an den Filter angeschlossen ist, und mit einem Gi:rät zum Saugen der
Probe durch die Sonde ausgerüstet sind. Mit solchen Vorrichtungen lassen sich jedoch flüssige Bestandteile
aus flüssigen Proben nicht entfernen.
Schließlich ist eine Vorrichtung zum Oberführen einer abgemessenen Probenmenge von einer Stelle an
eini andere bekannt (DT-OS 1 498 960), die durch eine
Probenentnahmestelle, an der die Probe vorliegt, durch einen Vorratsbehälter zur Aufnahme einer der Probe
hinzuzufügenden Flüssigkeit, durch eine Pumpvorrichtung, mit der diese Flüssigkeit und eine bestimmte Probenmenge
angesaugt und ausgeliefert wird, sowie durch eine Ventileinrichtung gekennzeichnet ist, mit
der die Bewegung der Flüssigkeit und der Probe beim Ansaugen und beim Ausliefern mittels der Pumpe gesteuert
wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Entfernen unnötiger flüssiger Teilchen
aus flüssigen Proben anzugeben, die sich zur Durchführung des Entfernens der unnötigen flüssigen Bestandteile
aus einer flüssigen Probe innerhalb einer automatischen Analysiereinrichtung zum Analysieren eines bestimmten
Bestandteils der Probe eignet. Außerdem soll durch die Erfindung eine Vorrichtung bereitgestellt
werden, die ein schnelles Entfernen der unnötigen flüssigen Teilchen aus der Probe möglich macht.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist die Vorrichtung erfindungsgemäß gekennzeichnet durch eine mit einem porösen
Werkstoff gefüllte Säule, der die unnötigen Teilchen in der Probe durchtreten läßt, jedoch im Vergleich
damit kleinere Teilchen eines zu analysierenden Bestandteils
zurückhält, eine mit einem Ende der Säule verbundene Sonde, eine an das andere Ende der Sonde
angeschlossene Pumpe zum Saugen der Probe durch die Sonde in die Säule, diese Pumpe oder auch eine
weitere Pumpe zum Saugen einer Hilfsflüssigkeit durch die Sonde und die Säule anschließend an das Saugen
der Probe und damit zum Treiben der unnötigen Teilchen durch die Säule unter Zurückhalten der Teilchen
des zu analysierenden Bestandteils in der Säule und eine Pumpe zum Durchleiten einer Ablaßflüssigkeit
durch die Säule in die Sonde zwecks Entfernung der Teilchen des zu analysierenden Bestandteils aus der
Säule.
Die vorstehend gekennzeichnete Vorrichtung gemäß der Erfindung löst die gestellte Aufgabe und liefert
gleichzeitig folgende Vorteile:
1. Da der in der Säule zurückgehaltene flüssige Bestandteil,
der der Analyse zu unterwerfen ist, aus dieser durch die Ablaßflüssigkeit entfernt wird,
wird der poröse Werkstoff automatisch durch die Ablaßflüssigkeit gewaschen und gereinigt, und daher
läßt sich dessen Nutzlebensdauer verlängern;
2. da die Ablaßflüssigkeit während des Entfernens des zu analysierenden Bestandteils aus der Säule
durch die Sonde durchtritt, wird die Innenwand der Sonde durch die Ablaßflüssigkeit automatisch
gewaschen, und infolgedessen läßt sich eine Verunreinigung von Proben untereinander vermeiden;
3. bei der Analyse eines bestimmten flüssigen Bestandteils einer gegebenen Probe mit einer automatischen
Analysiereinrichtung ist es erforderlich, der Probe ein Verdünnungsmittel oder ein reaktives
Reagenzmittel zuzusetzen. In der erfindungs- 6S
gemäßen Vorrichtung kann dies automatisch durch den Vorgang des Durchleitens der Ablaßflüssigkeit
durch die Säule zum Entfernen des ausgewählten Bestandteils aus der Säule erreicht werden.
Die Erfindung wird an Hand des in der Zeichnung veranschaulichten Ausführungsbeispiels näher erläutert;
darin zeigt
F i g. 1 eine schematische Darstellung der gesamten Vorrichtung und
F i g. 2 eine teilweise weggeschnittene Aufsicht des beweglichen Tisches der in F i g. 1 dargestellten Vorrichtung.
Gemäß F i g. 1 umfaßt die Vorrichtung eine Leitung 1 mit begrenzter Länge, die aus elastischem Material
besteht und eine erste öffnung 2, eine zweite Öffnung
3, eine dritte öffnung 4 und eine vierte Öffnung 5 darin aufweist. Pumpen 6, 7 und 8 sind aus Zylindern 6a, Ta
und 8a und Kolben 6b, Tb und 86, die in den Zylindern
gleilbar sind, zusammengesetzt.
Eine Säule 9 ist mit einem Werkstoff zur Entfernung unnötiger flüssiger Bestandteile gefüllt und an ihrem
einen Ende 9a mittels eines elastischen Rohres mit einem Ende einer Sonde 9b verbunden. Als in die Säule
einzubringender Werkstoff eignen sich poröse Werkstoffe, wie z. B. Zeolith, Polystyrolharz, poröses Galactomannan,
Hartfcüiiimi. Agargel, Polyacrylamidgel, poröses
Dextrangel und aus Agar hergestelltes Agarosegel. Das Ansaug- und Ausdrückende der Pumpe 6, das
andere Ende 9c der Säule 9 und die Ansaug- und Ausdrückenden der Pumpen 7 und 8 sind mit der ersten
Öffnung 2 bzv.i. der zweiten öffnung 3 bzw. der dritten
öffnung 4 bzw. der vierten Öffnung 5 der Leitung 1 verbunden. Durchlaßöffnungs- und -schließorgane 10.
11.12 und 13 sind an erwünschten Stellen zwischen der ersten Öffnung 2 und einem Ende la der Leitung 1 bzw.
zwischen der ersten öffnung 2 und der zweiten öffnung
3 bzw. zwischen der zweiten öffnung 3 und der dritten Öffnung 4 bzw. zwischen der vierten öffnung 5
und dem anderen Ende 16 der Leitung 1 angebracht, um die Leitung an der jeweiligen Stelle zu öffnen oder
zu schließen. Diese Durchlaßöffnungs- und -schließorgane 10, 11, 12 und 13 werden durch einen Öffnungsund
Schließorganbetätigungsmechanismus 14 in der Weise betrieben, daß der Durchlaß in der Leitung 1
durch die Öffnungs- und Schließorgane 10 und 12 an deren Anbringungsstellen automatisch geöffnet und geschlossen
und abwechstlnd damit durch die Öffnungsund Schließorgane 11 und 13 an deren Anbringungsstellen automatisch geöffnet und geschlossen w>rd. Ein
beweglicher Tisch 15 trägt eine Mehrzahl von Probenbehältern 16. eine Mehrzahl von Hilfsflüssigkeitsbehältern
17 und eine Mehrzahl von Ablaßflüssigkeits- bzw. Probenaufnahmebehältern 18, die in drei Reihen 15a
bzw. 156 bzw. 15c unter gleichen Zwischenabständen entsprechend F i g. 2 angeordnet sind. Dieser Tisch 15
wird durch einen Tischbewegungsmechanismus 19 mit Unterbrechungen in einer Anhalte- und Bewegungsschrittreihenfolge
jeweils um einen Schritt oder einen Abstand in der Richtung des Pfeils (in einer Richtung
senkrecht zur Zeichenebene von F i g. 1) nach Vollendung eines Zyklus der sich abwechselnden Öffnungsund
Schließschritte der öffnungs- und Schließorgane 10 und 12 sowie 11 und 13 weitergerückt. Ein Pumpenbetätigungsmechanismus
20 betätigt die Kolben 6b, Tb und Sb der Pumpen 6, 7 und 8 in der Reihenfolge, daß
zunächst die Kolben 6b und Tb nach unten gezogen werden, während die Leitung 1 durch die Öffnungs- und
Schließorgane 10 und 12 an ihren Anbringungsstellen geöffnet ist, daß dann der Kolben 8i>
nach unten gezogen wird, während die Leitung 1 durch die öffnungs-
und Schließorgane IO und 12 an ihren Stellen geöffnet ist, und daß danach die Kolben 66, Tb und 8b gleichzeitig
nach oben gedrückt werden, nachdem die Leitung 1 durch die Öffnungs- und Schließorgane 11 und 13 an
ihren Anbringungsstellen geöffnet ist. Und zwar bewirkt der Pumpenbetätigungsmechanismus 20, daß die
Pumpen 6 und 7 Flüssigkeiten ansaugen, während die Leitung 1 durch die öffnungs- und Schließorgane 11
und 13 an ihren Anbringungsstellen geschlossen ist, daß dann die Pumpe 8 die Flüssigkeit ansaugt, während die
Leitung 1 durch die öffnungs- und Schließorgane 11 und 13 an ihren Anbringungsstellen geschlossen ist, und
daß schließlich die Pumpen 6, 7 und 8 die angesaugten Flüssigkeiten gleichzeitig herausdrücken, nachdem die
Leitung 1 durch die öffnungs- und Schließorgane 10 und 12 an ihren Anbringungsstellen geschlossen ist. Die
Sonde 9b wird durch einen Sondenbetätigungsmechanismus 21 derart betätigt, daß sie während der Flüssigkeitsansaugvorgänge
der Pumpen 6 und 7 mit ihrem unteren Ende in eine in dem Probenbehälter 16 enthaltene
Probe eingetaucht gehalten, während des Saugvorgangs der Pumpe 8 in eine in dem Hilfsflussigkeitsbehälter
17 enthaltene Flüssigkeit eingetaucht gehalten und während der Flüssigkeitsausdrückvorgänge der
Pumpen 6, 7 und 8 in den Probenaufnahmebehälter 18 gehalten wird. Das Ende la der Leitung 1 wird in eine
in einem Behälter 22 enthaltene Waschflüssigkeit eingetaucht, und das andere Ende 16 der Leitung liegt
über einem Behälter 23 für unnötige Bestandteile.
Die im Behälter 22 enthaltene Waschflüssigkeit kann durch ein reaktives Reagenzmittel oder ein Verdünnungsmittel
ersetzt werden, und die im Bchälicr 17 enthaltene
Hilfsflüssigkeit kann durch eine Waschflüssigkeit oder ein Verdünnungsmittel ersetzt werden, soll
aber nicht die gleiche Flüssigkeit wie die im Behälter 16 enthaltene Probe sein.
Die in F i g. 1 dargestellte Vorrichtung gemäß der Erfindung arbeitet in folgender Weise:
Der Probenbehälter 16 wird mit einer Probe, z. B.
Blutserum, der Hilfsflüssigkeitsbehälter 17 mit einer Hilfsflüssigkeit, z. B. einem Verdünnungsmittel oder
einer Waschflüssigkeit, und der Waschflüssigkeitsbehälter 22 mit einer Waschflüssigkeit, einem Verdünnungsmittel
oder einem reaktiven Reagenzmittel gefüllt.
Nun soll angenommen werden, daß die Leitung 1 durch die öffnungs- und Schließorgane 10 und 12 an
ihren Anbringungsstellen geöffnet und durch die öffnungs- und Schließorgane 11 und 13 an ihren Anbringungsstellen
geschlossen wird, daß der bewegliche Tisch 15 stationär gehalten wird, daß die Kolben 66. 76
und 86 an den Enden ihrer Aufwärtshübe sind und daß die Sonde 96 mit ihrem unteren Ende in die Probe in
irgendeinem der Probenbehälter 16 eingetaucht ist.
Wenn die Kolben 66 und 76 unter diesen Umständen durch den Pumpenbetätigungsmechanismus 20 nach
unten gezogen werden, wird die Waschflüssigkeit das Verdünnungsmittel oder das reaktive Reagenzmittel im
Behälter 22 vom Ende lader Leitung 1 in den Zylinder
6a angesaugt und gleichzeitig wird die im Behälter 16 enthaltene Probe in einer bestimmten Menge durch die
Sonde 96 in die Säule 9 angesaugt. Dabei wird der Saugvorgang durch den Kolben 76 in dem Umfang bewirkt
daß der Behälter 16 nicht geleert wird.
Dann wird die Sonde 96 durch den Sondenbetäiigungsmechanismus
21 vom Behälter 16 zum Behälter 17 bewegt und m die Hilfsflüssigkeit, wie z. B. Waschflüssigkeit
oder Verdünnungsmittel, darin eingetaucht.
In diesem Stadium wird der Kolben 86 durch den Pumpenbetätigungsmechanismus
20 nach unten gezogen, wodurch die Waschflüssigkeit oder das Verdünnungsmittel im Behälter 17 durch die Sonde 96 und die Säule
9 in den Zylinder 8a gesaugt wird, wobei sie der vorher in die Sonde gesaugten Probe folgt. Wenn die Probe
Blutserum ist, geht das Protein hohen Molekulargewichts, das der unnötige Bestandteil ist, durch die Säule
9 hindurch, und ein anderer Bestandteil niedrigen Molekulargewichts, den man zu analysieren wünscht, wird
in der Säule 9 zurückgehalten. Mit anderen Worten werden die unnötigen Bestandteile, wie z. Ei. Protein,
und der andere Bestandteil, der analysiert werden soll, voneinander auf Grund des Unterschiedes der Molekulargewichte
mittels des porösen Werkstoffes getrennt, der ein Mittel zur Entfernung unnötiger Bestandteile
darstellt und in die Säule 9 eingefüllt ist, und die unnötigen Bestandteile treten durch die Säule 9 hindurch,
während der zu analysierende Bestandteil in dieser Säule bleibt.
Dann werden die Durchlaßöffnungs- und -schlicßorgane 10 und 12 durch den Öffnungs- und Schließorganbetätigungsmechanismus
14 betätigt um den Durchlaß in der Leitung 1 an ihren Anbringungsstellen zu schließen,
und die Durchlaßöffnungs- und -schließorgane 11 und 13 werden gleichzeitig durch den Mechanismus 14
betätigt, um den Durchlaß an ihren AnbnngungsMellen
zu öffnen. Weiter wird die Sonde 96 unter Einwirkung des Sondenbetätigungsmechanismus 21 vom Behälter
17 zum Behälter 18 umgeschaltet.
In diesem Stadium werden die Kolben 66, 76 und 86
gleichzeitig durch den Kolbenbetätigungsmechanismus 20 nach oben gedruckt, so daß der zu analysierende, in
der Säule 9 zurückgehaltene Bestandteil durch das Verdünnungsmittel, die Waschflüssigkeit oder das reaktive
Reagenzmittel gezwungen wird, aus der Säule auszutreten und durch die Sonde 96 in den Behalter 18 abgegeben
wird. Gleichzeitig werden die unnötigen Bestandteile im Zylinder 8a durch das andere· Ende 16 der
Leitung 1 in den Behälter 23 abgegeben. Wenn Flüssigkeit im Zylinder 7a vorhanden ist wird diese Flüssigkeit
ebenfalls durch das andere Ende 16 der Leitung 1 in den Behälter 23 abgelassen.
Nach Vollendung der vorstehenden Sch-itte wird der bewegliche Tisch 15 durch den Tischbewegungsmechanismus
19 um einen Schritt in der Richtung des Pfeils (Fig. 2) weitergerückt. Danach kann man die g eiche
Schrittfolge, wie sie vorstehend beschrieben wurde, wiederholen.
Wenn die Säule 9. die Behälter 17 und 23, die Pumpe
8 und das Durchlaßöffnungs- und -schließorgan 13 aus der Vorrichtung entfernt werden und die Leitung 1 am
Punkt 1 c abgedichtet wird, kann die dadurch erhsiltene
Vorrichtung für folgenden Betrieb verwendet wenden:
Wenn die Kolben 66 und 76 unter der Bedingung nach unten gezogen wenden, daß die Leitimg 1 an der
Anbringungsstelle des Öffnungs- und Schließorgans 11 geschlossen und an den Anbringungsstellen der Öffnungs-
und Schließorgane 10 und 12 durch diese geöffnet ist wird die Flüssigkeit im Behälter 22 η den Zylinder
6a gesaugt, und gleichzeitig wird die in· Behälter 16
enthaltene Probe in die Sonde 96 gesaugt. Danach werden die Öffnungs- und Schließorgane 10 und 12 sin ihren
Anbringungsstellen zwecks ScMießenvder Leitung 1 betätigt das Öffnungs- und Schließorj;an 11 wird
zwecks Offncns der Leitung 1 an seiner /»nbringungsstelle
betätigt, und weiter wird die Sonde 96 in den Behälter 18 hinüberbewegt. Danach werden die Kolben
6£>und Tb gleichzeitig nach oben gedrückt, wodurch die
vorher in die Sonde 9b gesaugte Probe in den Behälter 18 abgegeben wird und die Flüssigkeit (Verdünnungsmittel,
Waschflüssigkeit oder reaktives Reagenzmittel), die vorher in den Zylinder 6a gesaugt wurde ebenfalls
in den Behälter 18 auf die Probe folgend abgegeben wird, wobei sie die Innenwand der Sonde 9b wäscht.
Eine solche Vorrichtung ist als Pipetter oder Verdünner bekannt, der einen Teil einer automatischen Analysiereinrichtung
darstellt. Die Vorrichtung in F i g. 1 ist so beschaffen, daß sie die Entfernung der unnötigen Bestandteile
bewirkt, während sie die eigentliche Funktion der vorstehend genannten Einrichtung beibehält.
Daher ergibt sich, daß die in F i g. 1 dargestellte Vorrichtung die geeignetste ist, um die unnötigen Bestandteile
innerhalb einer automatischen Analysiereinrichtung zu entfernen, die zum kontinuierlichen Analysieren
einer großen Zahl von Proben konstruiert ist.
Es zeigt sich auch, daß bei Verwendung der Vorrichtung nach F i g. 1 die Entfernung unnötiger Bestandteile
schnell erzielbar ist, da in der Vorrichtung die Entfernung der unnötigen Bestandteile durch erzwungene
Saug- und Ausdrückvorgänge bewirkt wird.
Weiter ergibt sich in der Vorrichtung nach F i g. 1 das Waschen der Innenwand der Sonde automatisch,
und auch das Auswaschen des porösen Werkstoffs in der Säule wird automatisch erreicht. Das bringt den
Vorteil, daß die Verunreinigung von Proben untereinander vermeidbar ist und die Nutzlebensdauer des porösen
Werkstoffes verlängert werden kann.
Wenn in der Vorrichtung nach F i g. 1 die Hilfsflüssigkeit anschließend an das Saugen der Probe durch die
Sonde nicht durch die Sonde gesaugt würde, müßte zur Zeit des Saugens der Probe Luft durch die Sonde und
die Säule gesaugt werden, weil sonst die Probe in der Sonde und in der Säule mit den darin vorhandenen unnötigen
Bestandteilen bliebe, die durch die Sonde beim folgenden Entfernungsvorgang in den Behälter 18 abgegeben
werden, und so würde die Entfernung der unnötigen Bestandteile nicht vollständig sein. Wenn Luft
in die Sonde und die Säule gesaugt wird, läßt sich jedoch die Entfernung der unnötigen Bestandteile nicht
wirksam durchführen. Die Vorrichtung nach F i g. 1 ist von diesem Problem frei, da die Hilfsflüssigkeit nach
dem Ansaugen der Probe angesaugt wird und daher im wesentlichen kein Ansaugen von Luft durch die Sonde
auftritt.
Es ist klar, daß in der Vorrichtung nach F i g. 1 die
ao Saug- und Ausdrückwirkungen der Pumpe 8 auch durch die Pumpe 7 erzielbar sind und die Pumpe 8 daher aus
der Vorrichtung eliminierbar ist.
Der Durchlaßöffnungs- und -schließorganbetätigungsmechanismus, der Pumpenbetätigungsmechanis-
a5 mus, der Sondenbetätigungsmechanismus und der
Tischbetätigungsmechanismus nach F i g. 1 können im wesentlichen von an sich auf dem Fachgebiet bekannten
Typen sein und sollen daher nicht im einzelnen beschrieben werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Vorrichtung zum Entfernen unnötiger flüssiger Teilchen aus flüssigen Proben, gekennzeichnet
durch eine mit einem porösen Werkstoff gefüllte Säule (9), der die unnötigen Teilchen in der
Probe durchtreten läßt, jedoch im Vergleich damit kleinere Teilchen eines zu analysierenden Bestandteils
zurückhält eine mit einem Ende (9a) der Säule verbundene Sonde (96), eine an das andere Ende
(9c) der Sonde (9) angeschlossene Pumpe (7) zum Saugen der Probe durch die Sonde (96) in die Säule
(9), diese Pumpe (7) oder auch eine weitere Pumpe (8) zum Saugen einer Hilfsflüssigkeit durch die Sonde
(96) und die Säule (9) anschließend an das Saugen der Probe und damit zum Treiben der unnötigen
Teilchen durch die Säule (9) unter Zurückhalten der Teilchen des zu analysierenden Bestandteils in
der Säule (9) und eine Pumpe (6) zum Durchleiten einer Ablaöflüssigkeit durch die Säule (9) in die Sonde
(96) zwecks Entfernung der Teilchen des zu analysierenden Bestandteils aus der Säule (9).
2. Vorrichtung nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet,
daß der poröse Werkstoff zum Zurückhaiten der Teilchen eines zu analysierenden Bestandteils
niedrigen Molekulargewichts und zum Durchlassen von Teilchen hohen Molekulargewichts geeignet
ist und die Pumpe (6) zum Durchleiten der Ablaßflüssigkeit derer. Durchleiten in einer zur Probensaugrichtung
entgegengesetzten Richtung dient.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2 mit nur einer ersten und einer zweiten Pumpe (6, 7) zum
Bewirken des Ansaugens und Ausdrücken* von Flüssigkeit, gekennzeichnet durch eine elastische
Leitung (1) begrenzter Länge mit einer ersten, einer zweiten und einer dritten öffnung (2, 3. 4), die nach
einander zwischen ihrem einen Ende (la) und ihrem anderen Ende (16) angeordnet und mit der ersten
Pumpe (6) bzw. dem anderen Ende (9c) der Säule (9) bzw. der zweiten Pumpe (7) verbunden sind, ein erstes,
zweites, drittes und viertes Durchlaßöffnungsund -schließorgan (10, 11, 12. 13), die zwischen dem
einen Ende (la) der Leitung (1) und der ersten öffnung (2) bzw. zwischen der ersten öffnung (2) und
der zweiten öffnung (3) bzw. zwischen der zweiten öffnung (3) und der dritten öffnung (4) bzw. zwischen
der dritten Öffnung (4) und dem anderen Ende (16) der Leitung (1) zum Öffnen oder Schließen
des Durchlasses in der Leitung an ihren Anbringungsstellen dienen, einen Mechanismus (14) zum
Betrieb der Durchlaßöffnungs- und -Schließorgane und einen Mechanismus (20) zum Betätigen der ersten
und der zweiten Pumpe (6,7).
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen Behälter (16) zur Aufnahme
der Probe, einen Behälter (17) zur Aufnahme der Hilfsflüssigkeit, einen Behälter (18) zur Aufnahme
der die Teilchen des zu analysierenden Bestandteils enthaltenden und durch die Sonde (96) abgelassenen
Ablaßflüssigkeit und einen Mechanismus (21) zum derartigen Betätigen der Sonde (96) aufweist,
daß sie in der ersten Stellung in die Probe im Probenbehälter (16) eintaucht, zum Hilfsflüssigkeitsbehälter
(17) umgestellt und in der zweiten Stellung in die Hilfsflüssigkeit eingetaucht wird und zum Ablaßflüssigkeitsaufnahmebehälter
(18) in der dritten Stellung umgeschaltet wird.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet daß sie einen beweglichen Tisch (15) aufweist
der eine Mehrzahl von Probenbehältern (16), gegebenenfalls eine Mehrzahl von HilVsflüssigkeitsbehältern
(17) und jedenfalls eine Mehrzahl von Ablaßflüssigkeitsaufnahmebehältern (18) trägt die in
gegebenenfalls drei Reihen CSa, 156, 15c) bzw. in
zwei Reihen (15a, 15c) mit jeweils untereinander gleichen Abständen angeordnet sind, und ein Mechanismus
(19) vorgesehen ist, der zum intermittierend arbeitenden Weiterbewegen des beweglichen
Tisches (15) um einen bestimmten Abstand nach Vollendung der jeweiligen Arbeitsschritte in der ersten,
zweiten und dritten Stellung dient
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 5, dadurch gekennzeichnet daß die Hilfsflüssigkeit aus einer
Waschflüssigkeit oder einem Verdünnungsmittel besteht und die Ablaßflüssigkeit eine Waschflüssigkeit,
ein Verdünnungsmittel oder ein reaktives Reagenzmittel ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß der poröse Werkstoff aus Zeolith,
Polystyrolharz, porösem Galactomannan. Hartgummi, Agargel, Polyacrylamidgel. porösem Dextrangel
oder aus Agar hergestelltem Agarosegel besteht.
Applications Claiming Priority (1)
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| JP45097877A JPS4948155B1 (de) | 1970-11-09 | 1970-11-09 |
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| DE2155421C3 DE2155421C3 (de) | 1975-07-17 |
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|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
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