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Gehwegplatte Die Erfindung betrifft eine Platte fUr die Belegung
von Gehwegen, Garageneinfahrten, Terassen, Plätzen sowie zur Bildung von Fußgängerstraßenübergängen
und Begrenzungen und/oder Wasserablaufrinnen für Straßen und Gehwege sowie zur Herstellung
sonstiger Böden oder Wände.
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Aufgabe der Erfindung ist es, mit derartigen Platten einen Belag zu
schaffen, dem Wärme zuführbar ist, um die Oberflächen des Plattenbelages schnee-
und eisfrci zu hatten.
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Zur Lösung dieser Aufgabe ist es bekannt, im Bodenuntergrund eine
Heizanlage zu verlegen, die elektrisch betrieben oder init einem warmen Medium beschickt
wird. Auf diese Heizanlage werden dann die herkömmlichen Beläge aufgelegt.
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Mit der Erfindung wird diese Aufgabe wesentlich vorteilhafter gelöst.
Sie besteht darin, daß jede Platte sep«-rat beheizbar ist, nämlich eine elektrische
Heizeinrichtung aufweist. Die Platte besteht gemäß einem Merkmal der Erfindung aus
mindestens zwei Schichten, wobei die Heizeinrichtung zwischen den Schichten angeordnet
ist. Es sind elektrische Anschlußstellen vorgesehen, die entweder beim Verlegen
der Platten automatisch mit den entsprechenden Anschlußstellen der benachbarten
Platte in elektrischen Kontakt treten, eiile Ausführung, die sich inbesondere bei
der Verlegung von beheizbaren Wasserblaufrinnen für Strassen eignet, oder die Anschlußstellen
zweier benachbarter Platten werden mittels biegsamer Kabel über Steck-,Schraub,-Klemmgleichartige
bzw. ähnliche Verbindung oder / miteinander verbunden, was eine universelle Plattenverlegung
ermöglicht. Die Heizeinrichtung besteht erfindungsgemäß aus mindestens zwei Stromzufuhrelementen
und zwischen
diesen angeordneten elektrischen Heizelementen, die
einen vergleichsweise wesentlich größeren elektrischen Widerstand haben, als die
Stromzufuhrdrähte. Auch bei Hintereinanderschaltung einer größeren Zehl von Platten
ist so der Spannungsverlust einer Plattenreihe gering, so daß .ede Platte Im wesentlichen
die gleiche elektrische Leistung aufnimmt.
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Besonders vorteilhaft ist das Herstellungsverfahren der neuartigen
Platte, gemäß welchem in die für die zur Herstellung einer Betonplatte verwendete
Form nach Einfüllung des Vorsatzes die vorgefertigte Helzeinrichtung eingelegt wird,
die vorzugsweise aus einem relativ starren Rahmen besteht, welcher durch die Stromzu
fuhrelemente und Isolierstücke gebildet wird, wobei sich zwischen den Stromzufuhrelementen
die Heizelemente erstrecken.
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Die Anschlußstellen sind von Kunststoffkörpern umgeben, die gleichzeitig
die Aufgabe haben können, die Heizeinrichtung in der Plattenform durch Absttt:ung
an den Formwänden zu fixieren. Zur Stabilisierung der plattenförmigen Heizeinrichtung
können zusätzliche Kunststoffstücke angebracht sein, die insbesondere die Heizelemente
mit den Stromzufuhrelementen mechanisch, jedoch nicht elektrisch verbinden. Anschliessend
wird dann der Hinterbeton aufgefüllt. Nach Fert4gstellen der Platte brauchen lediglich
einige der Kunststoffkörper entfernt zu werden, um die Anschlußstellen freizulegen.
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Das neue Verfahren läßt sich vollautomatisch auf allen bekannten Maschinen
durchführen
Das Herstellungsverfahren der neuartigen beheizbaren
Platte wird gegenüber den bisher üblichen nicht beheizbaren Platten nur unwesentlich
verteuert, da der Zeitaufwand für die Herstellung nahezu derselbe ist und der Herstellungsaufwand
für die einzulegende Heizeinrichtung vergleichsweise gering ist.
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Mit der Erfindung werden wesentliche Vorteile erzielt. Die neuartigenP'latten
-können genauso verlegt werden, wie die herkömmlichen Platten. Das zusätzliche elektrische
Verbinden der Platten stellt kaum einen Zeitverlust dar. Mit wesentlich geringerem
Aufwand als bisher können daher Ter.-rassen, Balkone, Garageneinfahrten usw. beheizbar,
also schneefrei gemacht werden. Da Jede Platte gegen eine.solche, mit gleichen Format
austauschbar ist, lassen sich im Falle eines Defektes einzelne platten leicht auswechseln,
ohne daß es des Einsetzes von Fachkräften bedarf.
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Ein besonderer Vorteil der neuartigen Platte besteht noch darin, daß
dio Heizeinrichtung gleichzeitig eine erhebliche Erhöhung der mechanischen Festigkeit
durch Bewehrung bringt.
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Das Anwendungsgebiet der neuartigen Platte ist ausserordentlich groß
Besondere Vorteile werden bei er Herstellung von Fußgängerüberwegen erreicht, da
die Platten nach Art; von ZeDrastreifen abwechselnd mit unterschiedlich farbiger
Oberfläche verlegt werden können. Solche Fußgängerüberwege werden daher
automatisch
schneefrei gehalten, wodurch ein erhebliches Sicherheitsmoment im Straßenverkehr
geschaffen wird¢ Anhand der Zeichnung, die einige Ausführungsbeispiele darstellt,
sei die Erfindung näher erläutert.
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Bs zeigt: Figur 1 eine persprektivische Ansicht einer Ausführungsform
der neuartigen Platte, Figur 2 eine Draufsicht auf die Platte gemäß Figur 1, Figur
3 eine Draufsicht auf einen,mit der neuartigen Platte hergestellten Belag unter
Veranschaulichung der elektrischen Schaltung,und Figur 4 einen andersartigen Belag;
ebenfalls mit Darstellung der elektrischen Schaltung.
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Die Figur 1 dargestellte Platte 10 ist zweischichtig ausgebildet.
Sie weist eine obere Schicht 12, den sogenannten Vorstz und eine untere Schicht
14, den sogenannten Hinter-Beton. aus kunststoffbeton auf. Vorstz und Hinterbeton
können ausherkömmlichem / verzüteten Beton oder such aus reinem Kunststoffbeton
bestehen. Die dargestellte Ausführung beschränkt die Erfindung nicht. So fallen
auch sogenannte Verbundplatten darurlter, die
eine Kunststoff- oder
Gummischicht besitzen, welche mit der Trägerschicht verbunden, insbesondere verklebt
ist.
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Wesentlich ist, der3 zwischen den beiden Schichten 14 und 12 eine
Heizeinrichtung angeordnet ist, die in Figur 1 lediglich durch, in Eckausnehmungen
16 sichtbare gebogene Drähte 18 veranschaulicht sind.
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In Figur 2 sind diese Drähte 18 gestrichelt dargestellt.
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Sie verlaufen parallel zu den gegenüberliegenden Rändern der Platte
10, liegen jedoch innerhalb der Platte, wenn auch nur in geringem Abstand von deren
Stirnflächen 20.
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Die Heizeinrichtung, die allgemein mit 22 bezeichnet ist, ist als
relativ starrer Rahmen ausgebildet, der durch die beiden elektrisch leitenden Drähte
18, sowie zwei Eunststoffstücke 24 gebildet ist, welche die beiden Drähte 18 gegeneinander
isolieren. Ein schlangenförmiges Heizelement 26 ist zwischen den Drähten 18 angeordnet.
Die beiden Enden des Heizelementeo sind Jeweils L1t einem der beiden Drähte 18 verbunden.
Das elektrische lleizelernent 26 hat einen vergleichsweise wesentlich größeren elektrischen
Widerstand ald die Drähte 18, so daß beim Stromdurchgang durch die Drähte 18 im
wesentlichen kein Spannungsverlust auftritt.
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Zur Stabilisierung der Heizdrähte 26 können weitere Kunststoffkörper
28 an den Drähten 18 angebracht sein, die gleichzeitig die gen der Hei zelementenschlange
26 haltern.
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Die Heizeinrichtung 22 hat weiterhin Eckkörper 30, die lösbar
an
den Bögen der Drähte 18 befestigt sind. Diese Eckkörper dienen der Fixierung der
Heizeinrichtung 22 in der Plattenform bei der Herstellung der Betonplatte, denn
die l.age der Heizeinrichtung darf sich trotz des Schlagens, Stampfens und/oder
Rüttelns bei der Plattenherstellung nicht verändern. Die in Figur 2 relativ dUnn
dargestellten Isolierkörper 25 können ebenfalls bis zum Plattenrand verrößert werden,
um während der Plattenherstellung eine zusätzliche Funktion der Abstandshaltung
zu übernehmen.
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Nach der Fertigstellung der Platte worden die Kunststoffeckstücke
30 herausgenommen, so daß sich die in Figur 1 gezeigten Eckausnehmungen 16 ergeben.
Die untere Wand 32 der Eckausnehmung 16 ist gegenüber der Oberwand etwas zurückgesetzt,
was auch gestrichelt in Figur 2 veranschaulicht ist.
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Dadurch ergeben sich bei der Verlegung der Platten im Eckbereich an
der Unterseite Öffnungen durch die die elektri schen Verbindungskabel hindurchgeführt
sind, von denen in Figur 1 zwei Kabel 34 und 36 dargestellt sind. Der seitliche
Kunststoffabstandshalter 28 ist in Figur 1 ebenfalls sichtbar. Er schliesst mit
der Stirnfläche 20 der Platte 10 bündig ab.
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An den Eckbögen der Stromzufuhrdrähte 18 sind jeweils zwei Buchsen
elektrisch angebracht, die hier nur schematisch veranschaulicht sind. Diese Buchsen
sind schon an der vorgefertigten
Heizeinrichtung 22 vorhanden.
Die Buchsen 40 haben einen anderen Durchmesser als die Buchsen 42. Entsprechend
kdnnen die Stecker 34,36 nicht vertauscht werden, was bei der Verlegung, lnsbasondere
im Verband (Fig.4) eine zusätzliche Sicherheit ergibt, um Kurzschluß zu vermeiden.
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In den Figuren 1 und 2 sind die Anschlusstellen 44 an den Eckbögen
der Stromzufuhrelemente 18 veranschaulicht. Es ist Jedoch ohne weiteres möglich,
diese Anschlußstellen an andere StSllOa zum Beispiel auch/ in die Mitte zweier gegenüberliegender
Plattenränder zu verlegen. Weiterhin liegt es im Rahmen der Neuerung, die einzelnen
Stromleiter 18 nicht mit separaten Kabeln anzuschliessen, sondern für beide Stromleiter
ein gemeinsames Doppel kabel mit zweipoligem Stecker bzw. mit zweipoliger Steckmuffe
zu verwenden.
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In Figur 3 ist ein Plattenbelag in Form einer Parallelverlegung dargestellt;
Jede vertikale Reihe besteht abwechselnd aus quadratischen und rechteckigen Platten.
Jede Reihe ist separat an die beiden Leitungen 50,52 über die Kabel 54,56 angeschlossen.
Der jeweils linke Stromzufuhrdraht 18 (punktiert) ist an die Plusleitung 52 angeschlossen,
während die rechte Draht 18 (gestrichelt) an die Minusleitung 50 angeschlossen ist.
Zwischen den beiden Stromzufuhrelementen 18 sind hier in Abweichung von der
Darstellung
gemäß der Figuren 1 und 2 Einzeldrähte 16 vorgesehen, die auch in Form eines Drahtgeflechtes
ausgebildet sein können, wodurch der eigentliche Heizteil der Heizeinrichtung geschaffen
wird. Je zwei Platten einer Reihe sind über'die Kabel 34,36miteinander verbunden.
Jede. Anschlußstelle hat wie aus den Fig.1 und3 ersichtlich ist, zwei Anschlußelemente
40,42 so daß auch Querverbindungen zu benachbarten Reihen möglich sind, was sich
insbesondere beim Verlegen im Verband als vorteilerweist, wie die nachstehende Figur
dies zeigt.
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Figur 4 zeigt einen Belag, bei dem die Platten im Verband verlegt
sind, nämlich derart, daß sich zweussere Längsreihen 58,60 und dazwischen liegende
Querreihen ergeben. Die beiden Längsreihen 58,60 werden in der schon in Verbindung
mit Figur 3 beschriebenen Weise elektrisch über die Kabel 34,36 paarweise mitelnander
an das Stromnetz 50,52 angeschlossen. Diti Platten der Querreihen werden unter sich
ebenfalls in der beschriebenen Weise elektrisch über die Kabel 34,36 hintereinander
geschaltet. Die elektrische Verbindung dieser Querreihen mit den übrigen Reihen
oder dem Stromnetz direkt ist auf'vielerlei Weise möglich.
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Bei der in Figur 4 gewählten Darstellung ist der obere Draht 18 der
obersten Querreihe über ein Kabel 62 mit der Anschlußstelle 64 der obersten Platte
der rechten tängsreihe 60 verbunden. Dieser obere Draht 18 der obersten
Querreihe
ist also negativ gepolt. Derauntere Draht 18 der obersten Querreihe muß dann an
die positive Leitung 50 angeschlssen werden, was sich am besten durch Anschluß an
die Anschlußstelle 66 der obersten Platte der linken Längsreihe 58 machen läßt und
zwar über das Kabel 68. Vorteilhafter Weise wird auch sich der obere Draht der zweiter
Plattenquerreihe über ein entsprechendes Kabel 68 mit der unmittelbar darüber angeordneten
Anschlußstelle der oberen Platten-querreshe oder mit der Anschlußstelle der zweiten
Platte der ersten Längsreihe 58 oder mit beiden verbunden, wie dies dargestellt
ist, um zusätzliche Sicherheit zu schaffen. Der untere Draht 18 der zweiten Querreihe
muß dann wiederum mit dem negativen Stromleiter 52 verbunden werden, was über ein
Kabel 34 zwischen der zweiten und dritten Querreihe und ein Kabel 70 zur rechten
Längsreihe geschieht.
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Die Figur 4 erläutert, wie die Ubrigen Querreihen elektrisch angeschlossen
sind. Aus diesem Verlegungsplan wird deutlich, daß es vorteilhaft ist, Jede Anschlußstelle
44 mit zwei Anschlußelementen 40 bzw. 42 zu versehen, weil dann auch elektrische
Querverbindungen unter Verwendung gleich ausgebildeter Verbindungskabel 34 bzw.
36 möglich sind. Wie deutlich aus Figur 1 ersichtlich ist, paßt der Stecker des
Kabels 34 nur in die Buchsen 40 und nicht
in die Buchsen 42, so
daß ein Fehlschalten einer Anlage praktisch ausgeschlossen ist.
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Es ist klE.)', daß die hier beschriebene Gleichstrom-Niederspannungsquelle
auch durch eine Wechselstromquelle ersetzt werden kann.