DE2151794C3 - Anordnung zur Unterdrückung von Regelschwingungen bei einem Trägerfrequenzsystem - Google Patents
Anordnung zur Unterdrückung von Regelschwingungen bei einem TrägerfrequenzsystemInfo
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Description
systems die Abstände zwischen zwei aufeinanderfolgenden
Zwischenverstärkern kleiner werden und damit die Anzahl der für eine bestimmte Entfernung
benötigten Zwischenverstärker größer wird. Wenn auch bei unterirdisch verlegten Kabelstrecken es bei 5
manchen Postverwaltungen heute üblich ist, einen Teil der eingesetzten Zwischen verstärker mit einer
von der Umgebungstemperatur gesteuerten Regelung auszurüsten, die angenähert die durch Temperatureinflüsse
hervorgerufenen Dämpfungsänderungen ausregelt, so ergeben sich hierbei doch solche Restfehler,
daß nach einer gewissen Anzahl solcher temperaturgesteuerter Zwischenverstärker doch immer wieder
einer mit Pilotregelung eingesetzt werden muß. Eine größere Anzahl hintereinanderliegender pilotgeregelter
Zwischenverstärker läßt sich auch hierdurch nicht vermeiden. Bei langsamen Dämpfungsänderungen,
wie sie etwa durch den Temperaturgang bewirkt werden, folgt jeder pilotgeregelte Zwischenverstärker
den Pilotpegeländerungen, die durch Einflüsse auf der Strecke zwischen ihm und dem Ausgang des vorangehenden
pilotgercgelten Zwischenverstärkers verursacht werden. Die Regelung der folgenden Zwi-
»chenverstärker spricht nicht an, da die Reuelgeschwindigkeit
der Regler so ausgelegt ist, daß sie größer als die Änderungsgeschwindigkeit solcher
Pegeländerungen ist, wodurch der Pilotpegel an seinem Ausgang dann konstant gehalten wird
Anders ist es bei plötzlichen Pegelsprüngen. Diese können auftreten durch einen Ausfall oder eine
kurzzeitige Unterbrechung der Versorgungsspannung, durch auftretende Defekte an einem Bauteil in der
Übertragungskette, durch Ersatzschaltung von Teilen der Übertragungskette oder von Teilen der Streckenausrüstung
usw. Da der der verursachenden Stelle unmittelbar folgende pilotgeregclte Zwischenverstärker
dieser schnellen Änderung nicht unmittelbar folgen kann, sprechen auch die Regler der nachfolgenden
Zwischenverstärker an. Nach jedem weiteren Verstärker vergrößert sich durch dieses gleichzeitige
Regeln die Änderungsgeschwindigkeit des Pi'.otpegels. Da der jeweils vorangehende Regler
hierdurch noch weiterregelt, wenn der folgende bereits den Pilotpegelsollwert erreicht hat, entstehen
Regelschwin|»ungen.
F i g. 2 zeigt die Pegeländerung Λ P gemessen in
Dezibel oder Neper am Ausgang von sechs aufeinanderfolgenden Verstärkern bei Auftreten eines
solchen Pcgcisprunges in Abhängigkeii von der
Zeit 11 ab Auftreten dieses Sprunges.
Diese Verhältnisse sind in dem Aufsatz von E. Koch: »Über die Pegelregulierung langer Fernleitungen«,
FTZ (1951), Heft 8, Seiten 352 ... 361 beschrieben. Als Abhilfe dagegen wird eine zeitliche
Staffelung des Ansprechens der hintereinanderfolgenden geregelten Zwischenverstaiker vorgeschlagen, so
daß der der verursachenden Stelle unmittelbar folgende Zwischenverstärker die Störung bereits ausgeregelt
hat, bevor der nächste anspricht. Dies führt aber zu unerträglich großen Regelzeiten, besonders 6n
bei den hinteren Zwischenverstärkern der Kette. Die deutschen Auslegeschriften 1 261 890 und 1 81! 055
sehen deshalb vor, die Pilotfrequenz nach jedem Verstärkerabschnitt neu einzuspeisen, so daß nur der
der die Dämpfungsänderung verursachenden Stelle folgende Zwischenverstärker regeln kann und die
folgenden immer in Ruhe bleiben. Bei Verwendung, ein und derselben Frequenz für die Piloten ergibt
sich für Auskoppeln, Sperren und Wiedereinkoppeln der Piloten ein untragbarer Filieraufwand. Werden
die einzelnen Piloten dabei um eine gewisse Frequenz .1/ in der Frequenz versetzt, so entstehen
praktisch nicht erfüllbare Anforderungen an hierfür benötigter Frequenzbandbreite bzw. müssen Aus-
und Einkoppelfilter derartig schmalbandig sein, daß dieses nur mit sehr kostspieligen Quarzfiltern zu
tönen wäre. Hinzu kommt noch in jedem Falle der Bauelementeaufwand und Versorgungsstiombedarf
für die Erzeugung des frequenz- und pegelkonstanten Piloten in jedem Zwischenverstärker, wobei berücksichtigt
werden muß, daß der Empfang des ankommenden Signales, also auch des ankommenden Piloten
und etwaiger Hilfsfrequenzen ganz ausfallen kann.
So ideal also die letzte aufgezeigte Möglichkeit auch auf den ersten Blick erscheinen mag, so ist
doch der damit verbundene Aufwand so hoch, daß ihr praktischer Einsatz nicht diskutabel ist. Die vorliegende
Erfindung stellt sich deshalb die Aufgabe, eine Anordnung zum Unterdrücken von solchen
Regelschwingungen anzugeben, die hierfür den Aufwand zusätzlicher Filtermittel vermeidet, die üblichen
Regleranordnungen für Zwischenverstärker beizubehalten gestattet und dabei nur einen verhältnismäßig
geringen zusätzlichen Schaltungsaufwand erfordert. Die Lösung dieser Aufgabe basiert auf der Überlegung,
daß sich ein nahezu optimales Regelverhalten erzielen läßt, wenn während des Ausregelvorganges
nur der erste bzw. der erste und der zweite Zwischenverstärker nach dem Ort der Störung regeln würde
und alle anderen ihre Ruhestellung beibehalten würden.
Bei einem Trägerfrequenzsystem mit einer Vielzahl von in Reihe liegenden Zwischenverstärkern, bei
dem von der Sendestelle aus eine pegelkonstante Pilotfrequenz mitausgesendet, am Ausgang jedes zu
regelnden Zwischenfrequenzverstärker deren Pegel mit einem Sollwert verglichen, aus der Abweichung
vom Sollwert eine Regelgröße gewonnen, diese gespeichert und mit diesem .Speicherwert die Verstärkung
des Zwischenverstarkers im Sinne eines Ausgleiches der Abweichung vom Sollwert nachgeregelt
wird, wird die gestellte Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zusätzlich die Abweichung vom
Sollwert auf ihre Änderungsgeschwindigkeit hin überwacht wird, daß bei Überschreiten eines vorgegebenen
Wertes der Anderungsgeschwindigkeit in
Richtung Abweichungsausgleich das Nachregeln jeweils derjenigen Zwischenverstärker unterbrochen
wird, bei denen die Änderungsgeschwindigkeit diesen vorgegebenen Wert überschreitet.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Überwachung der Änderungsgeschwindigkeit der Abweichung des Pilotpegels von
seinem Sollwert mittels eines Gradientendiskriminators erfolgt, daß dieser Gradientendiskriminator an
seinem Ausgange ein Steuersignal abgibt, wenn die Änderungsgeschwindigkeit der Abweichung an seinem
Eingänge einen Wert größer als die Änderungsgeschwindigkeit, bewirkt durch das Regeln eine;
Zwischenverstärkers, jedoch kleiner als die Änderungsgeschwindigkeit, bewirkt durch das gleichzeitige
Regeln zweier Zwischenverstärker, übersteigt, da£ durch dieses Steuersignal eine Blockiereinrichtunj
gesperrt wird und hierdurch die Regler der betroffenen Zwischenverstärker stillgesetzt werden.
5 * 6
Eine besonders vorteilhafte Alternative hierzu be- Kette am Ausgang des letzten gerade regelnden Zwisteht darin, daß die Überwachung der Änderungs- schenverstärkers ergibt, nur so, daß deutlich erkenngeschwindigkeit der Abweichung des Pilotpegels von bare und auswertbare Zwischenräume zwischen den
seinem Sollwert mittels eines Gradientendiskrimina- Änderungsgeschwindigkeiten, hervorgerufen durch
tors erfolgt, daß dieser Gradientendiskriminator an s gleichzeitiges Regeln von 1 oder 2 oder 3 Reglern,
seinem Ausgang nach Überschreiten eines Ansprech- vorhanden sind. Weist der Gradientendiskriminator
Schwellwertes, der größer ist als die Änderungsge- 12 also eine Schwelle auf, die zwischen der Ändeschwindigkeit, bewirkt durch das gleichzeitige Regeln rungsgeschwindigkeit, hervorgerufen durch das Rezweier Zwischenverstärker, jedoch kleiner ist als die, geln eines Zwischenverstärkers, und derjenigen,
bewirkt durch das gleichzeitige Regeln dreier Zwi- io hervorgerufen durch das gleichzeitige Regeln zweier
schenverstärker, solange ein Steuersignal abgibt, bis Verstärker, liegt, und legt man ihn so aus, daß an
die Änderungsgeschwindigkeit einen Abfallschwell- seinem Ausgang bei Überschreiten dieser Schwelle
wert erreicht hat, der kleiner ist als die Änderungs- ein Steuersignal auftritt, so kann mit diesem Steuergeschwindigkeit, bewirkt durch das gleichzeitige signal dann die Blockicrcinrichtung 8 gesperrt wer-Regeln zweier Zwischenverstärker, jedoch größer ist 15 den, so daß die Regler aller Zwischenverstärker bis
als die, bewirkt durch das Regeln nur eines Zwi- auf den des ersten auf die Schadensstelle folgenden
schenverstärkers, daß durch dieses Steuersignal eine stillgesetzt werden. Beim zweiten, also dem nächst-Blockiereinrichtung gesperrt wird und hierdurch die folgenden Regler, sinkt die Änderungsgeschwindig-Regler der betroffenen Zwischenverstärker stillgesetzt keit durch dieses Stillsetzen nun wieder unter den
werden. ao Schwellwert ab, so daß die Blockierung wieder auf-
Die bereits zum Stande der Technik beschriebenen gehoben wird und der Regler wieder einsetzt, worauf
Figuren zeigen sich das Spiel wiederholt. Hieraus ergibt sich, daß
F i g. 1 den prinzipiellen Aufbau eines Zwischen- dieser zweite Regler dann mit verminderter, z. B.
Verstärkers mit pilotgesteuerter Pegelregelung und halber Regelgeschwindigkeit arbeitet. Hierdurch
Speicherung als Blockschaltbild, 35 überschreitet aber die Anderungsgeschwindigkeit am
F i g. 2 den Verlauf der Pegeländerung am Aus- Ausgang aller folgenden geregelten Zwischenverstärgang von sechs hintereinanderfolgenden pilotgcregel- ker den Schwellwert, so daß diese außer Betrieb
ten Zwischenverstärkern in Abhängigkeit von der bleiben.
gang dieser Kette als Diagramm, 30 es den Idealfall darstellen, wenn zwei Regler mit
An Hand der folgenden Figuren soll nun die Er- untereinander gleicher Regelgeschwindigkeit gleichfindung eingehend beschrieben werden. Es zeigen zeitig die Störung ausregeln wurden, da dann die
dabei Störung in der bei Vermeiden von Überschwingungen
F i g. 3 den prinzipiellen Aufbau eines Zwischen- kürzest möglichen Zeit ausgeregelt würde. Dies läßt
Verstärkers mit pilotgesteuerter Pegelreglung und 35 sich dadurch erreichen, daß die Ansprechschwelle
Speicherung mit den erfindungsgemäßen Maßnahmen des Gradientendiskriminators 12 so gewählt wird,
zum Unterdrücken von Regelschwingungen als Block- daß sie bei einer Änderungsgeschwindigkeit zwischen
schaltbild, Linienzug 3 und 2 liegt. Weist der Gradientendiskri-
Fig. 4 bis 8 zeigen einige Möglichkeiten zur minator nun aber eine Abfallschwelle auf, die einer
Realisierung des für die erfindungsgemäße Anord- 40 Änderungsgeschwindigkeit zwischen Linienzug 2
nung benötigten Gradientendiskriminators. und 1 entspricht, so würden die Regler 1 und 2 nicht
Der in Fig. 3 als Blockschaltbild dargestellte beeinflußt werden, da am Ausgang der ihnen zugeprinzipielle Aufbau eines Zwischenverstärkers mit ordneten Zwischenverstärker die Änderungsgeschwinpilotgesteuerter Pegelreglung und Speicherung stimmt digkeit des Pegels niemals den durch den Linienzug 2
mit dem in Fig. 1 ebenfalls als Blockschaltbild ge- 45 gegebenen Wert überschreiten kann. Der dritte Reglet
zeigten, mit Ausnahme des Gradientendiskriminators wird, wie auch die folgenden, kurz ansprechen, dann
12, überein, weshalb auch für gleiche Baugruppen wird aber die Ansprechschwelle der Gradientendis
gleiche Bezugszeichen verwendet werden. Dieser kriminatoren überschritten und diese Regler werden
Gradientendiskriminator 12, dessen verschiedene Rea- stillgesetzt. Bis durch das Arbeiten der beiden ersten
üsierungsmöglichkeiten später beschrieben werden, 50 Regler die Abweichung null erreicht ist, wird auch
stellt die Anderungsgeschwindigkeit d (dP)/dt der die Abfallschwelle bei den 3. und folgenden Reglern
Pilotpegelabweichung vom Sollwert, also den nicht unterschritten und diese nicht freigegeben:
Gradienten der Pilotpegelabweichungsänderung, am darauf ist, da keine Regelschwingung erfolgt, bei
Ausgang eines jeden geregelten Zwischenverstärkers ihnen keine Pegelabweichung für eine erneute Anfest Wie aus Fig. 2 zu ersehen ist, läßt sich hieraus 55 lassung mehr vorhanden.
erkennen, wieviele Regler der Zwischenverstärker- Es soll nun noch eine Reihe von Lösungsmöglichkette gleichzeitig arbeiten. Entspricht die Änderungs- ketten für den Gradientendiskriminator 12 an Hand
geschwindigkeit dem Linienzuge 1, so regelt nur der der Fig. 4 bis 8 beschrieben werden. Hierbei wird
Regler eines Zwischenverstärkers, entspricht sie dem vorausgesetzt, daß sowohl sprunghafte Pegelabsen
Linienzuge 2, so regeln zwei Zwischenverstärker 60 kungen wie auch sprunghafte Pegelanstiege auftrete«
usw. Da ein gleichartiger Aufbau aller in einer können. Pegelabsenkungen treten z.B. bei Bau-Zwischenverstärkerkette eingesetzter Regler voraus- elementeausfall, bei Wiedereinschalten einer Streck"*
gesetzt werden kann, da sich also ihre Regeige- nach Versorgungsstromausfall usw. auf, wahrem
schwindigkeit nur bedingt durch die zulässigen Bau- Pegelanstiege z. B. durch Ersatzschalten eines Pilotelementestreuungen, insbesondere durch die der 65 generators und auf Freileitungen auftreten, können
Thermistoren unterscheidet, so streut die Änderungs- Die erfindungsgemäße Anordnung soll also nacl
geschwindigkeit, die sich beim gleichzeitigen An- sprunghaften positiven und negativen Abweichunger
sprechen von 1 ... 3 verschiedenen Reglern dieser des am Ausgange der Vergleichsschaltung 6 aaftre
7 8
tenden Signales gleichermaßen arbeiten, wenn bei Diese Pulsfolge wird in einem Integrationskreise 20
dem nach dem Sprunge einsetzenden Regeln die integriert, an dessen Ausgang sich also eine Gleich-
Änderungsgeschwindigkeit dieses Ausgangssignales spannung ergibt, die proportional der Änderungs-
einen vorgegebenen Wert überschreitet. geschwindigkeit des Eingangssignales ist. Durch den
In Fig. 4 gelangt das Ausgangssignal der Ver- 5 nachgeschalteten Schmitt-Trigger 15 wird dabei dann
gleichsschaltung 6 einmal über eine Diode Dl direkt nur eine Polarität der Ausgangsspannung des Inte-
und ferner über eine Diode D 2 nach Invertierung grationskreises 20 ausgewertet und durch sein Ausin
einer Inverterstufe 13 an den Eingang einer gangssignal die Blockiereinrichtung 8 gesteuert.
Differentiiereinrichtung 14, an deren Ausgang Gleich- F i g. 8 zeigt nun zum Schluß eine Realisation des spannungen abgegeben werden, deren Höhe von der 10 Gradientendiskriminators 12, die sich vorteilhaft bei Änderungsgeschwindigkeit des Ausgangssignales der solchen Reglern einsetzen läßt, die bereits von sich Vergleichsschaltung 6 und damit auch von der An- aus mit einer Zeittaktfrequenz arbeiten, wie etwa derungsgeschwindigkeit des Pilotpegels abhängt. Die Regler mit Schrittschaltwerken, digitalen Zählketten Höhe dieser Gleichspannungen wird durch einen oder Transfluxorspeichern. Auch hier ist Ein- und Schmitt-Trigger 15 überwacht, dessen Ansprech- 15 Ausgangsschaltung übereinstimmend mit der der schwelle so gewählt ist, daß sie analog der Ände Fig. 4, 5 und 7. Die Zeittaktfrequenz des Reglers rungsgeschwindigkeit ist, bei der der zugeordnete wird dabei dem Eingang 27 eines bistabilen Schalt-Rcgler stillgesetzt werden soll. Durch das Ausgangs- kreises 26 zugeführt, an dessen einem Ausgang jesignal des Schmitt-Triggers 15 wird dann die Blök- weils eine logische 1 ansteht nach allen ungeradzahkicreinrichtung 8 gesperrt. Wenn dieser Gradienten- ao ligcn Impulsen des Zeittaktes, dagegen am anderen diskriminator nun eine gegenüber der Ansprech- Ausgang diese nach allen geradzahligen Impulsen, schwelle niedriger liegende Abfallschwelle aufweisen Durch die ansteigende Umschlagsflanke des Aussoll, so werden z. B. als integrierte Schaltkreise gangssignales wird dabei jeweil sein monostabiler erhältliche handelsübliche Schmitt-Trigger mit unter- Schaltkreis 28 bzw. 29 angestoßen, so daß sich zwei schiedlicher Ansprech- und Abfallschwelle einge- 25 jeweils um die Zeittaktperiode gegeneinander versetzt, setzte Impulsfolgen J>„ 1 bzw. /^11 ergeben. Mittels
Differentiiereinrichtung 14, an deren Ausgang Gleich- F i g. 8 zeigt nun zum Schluß eine Realisation des spannungen abgegeben werden, deren Höhe von der 10 Gradientendiskriminators 12, die sich vorteilhaft bei Änderungsgeschwindigkeit des Ausgangssignales der solchen Reglern einsetzen läßt, die bereits von sich Vergleichsschaltung 6 und damit auch von der An- aus mit einer Zeittaktfrequenz arbeiten, wie etwa derungsgeschwindigkeit des Pilotpegels abhängt. Die Regler mit Schrittschaltwerken, digitalen Zählketten Höhe dieser Gleichspannungen wird durch einen oder Transfluxorspeichern. Auch hier ist Ein- und Schmitt-Trigger 15 überwacht, dessen Ansprech- 15 Ausgangsschaltung übereinstimmend mit der der schwelle so gewählt ist, daß sie analog der Ände Fig. 4, 5 und 7. Die Zeittaktfrequenz des Reglers rungsgeschwindigkeit ist, bei der der zugeordnete wird dabei dem Eingang 27 eines bistabilen Schalt-Rcgler stillgesetzt werden soll. Durch das Ausgangs- kreises 26 zugeführt, an dessen einem Ausgang jesignal des Schmitt-Triggers 15 wird dann die Blök- weils eine logische 1 ansteht nach allen ungeradzahkicreinrichtung 8 gesperrt. Wenn dieser Gradienten- ao ligcn Impulsen des Zeittaktes, dagegen am anderen diskriminator nun eine gegenüber der Ansprech- Ausgang diese nach allen geradzahligen Impulsen, schwelle niedriger liegende Abfallschwelle aufweisen Durch die ansteigende Umschlagsflanke des Aussoll, so werden z. B. als integrierte Schaltkreise gangssignales wird dabei jeweil sein monostabiler erhältliche handelsübliche Schmitt-Trigger mit unter- Schaltkreis 28 bzw. 29 angestoßen, so daß sich zwei schiedlicher Ansprech- und Abfallschwelle einge- 25 jeweils um die Zeittaktperiode gegeneinander versetzt, setzte Impulsfolgen J>„ 1 bzw. /^11 ergeben. Mittels
Bei der F i g. 5 stimmt der Eingangskreis, beste- eines Schaltkreises 21 wird der Momentanwert de:,
hend aus den Dioden Dl und D 2 und der Inverter- Eingangssignales in einen Kondensatorspeicher 23
stufe 13 in Aufbau und Wirkung mit dem der F i g. 4 eingespeichert, der an dem einen Eingang eines Diffeüberein.
Sein Ausgangssignal liegt einmal direkt an 30 renzverstärkers 17 anliegt, wenn in der Impulsfolge
dem einen Eingang eines Differenzverstärkers 17 und Λ·,, ι ein Impuls auftritt. Beim darauffolgenden Impuls
in einer Verzögerungsleitung 16 verzögert an dem der Pulsfolge JiH wird der Schaltkreis 22 durchgeanderen
Eingang dieses Verstärkers an; bei keiner schaltet und das Eingangssignal direkt an den anÄnderung
oder langsamen Änderungen des Eingangs- deren Eingang gelegt. Gleichzeitig wird das Aussignales
gibt der Differenzverstärker das Ausgangs- 35 gangssignal des Differenzverstärkers 17, das während
signal null ab, mit steigender Änderungsgeschwindig- des Durchschaltens des Schaltkreises 22 nach Einkeit
bewirkt durch die Verzögerungsleitung 16, ein schwingen des Differenzverstärkers 17 proportional
im Pegel proportional ansteigendes Gleichstrom- der Änderungsgeschwindigkeit des Eingangssignales
signal, das wiederum wie zu F i g. 4 beschrieben von ist, mittels eines ebenfalls durch die Impulse der
einem Schmitt-Trigger 15 überwacht wird, der die 40 Pulsfolge Jilt gesteuerten Schaltkreises 24 auf einen
Blockiereinrichtung 8 steuert. Kondensatorspeicher 25 gegeben, dessen Ladung
Fig. 6 zeigt eine vereinfachte Modifikation der wiederum durch einen Schmitt-Trigger 15 überwacht
Schaltung nach Fig. 5. Als Differenzverstärker ist wird, der die Blockiereinrichtung 8 steuert. Die Im-
hier ein Spannungskomparator etwa des als inte- pulsbreiten der von dem monostabilen Schaltkreis 29
grierter Schaltkreis bekannten /;A 710 eingesetzt. 45 abgegebenen Impulse müssen hinreichend klein ge-
Von den beiden Spannungsteilen Λ 1, Rl und Λ 3, genüber der Zeittaktperiode, aber doch so lang sein
RA, C liefert der erste ein unverzögertes und der daß während dieser Zeil der Differenzverstärkern
zweite ein verzögertes Signal. Bei Überschreiten der eingeschwungen ist und das Einspeichern des End
Ansprechschwelle des Komparator, bewirkt durch wertes seines Ausgangssignales in den Kondensator
proportional der Änderangsgeschwindigkeit unglei- 60 speicher 25 erfolgt. Eine entsprechende Forderunj
eher Spannungsteilung, schlägt der Komparator um besteht an den monostabilen Schaltkreis 28 hinsieht
und liefert an seinem Ausgang ein Sperrsignal für Hch der Einspeicherung in den Kondensatorspei
die Blockiereinrichtung 8. Eine unterschiedliche An- eher 23.
sprcch- und Abfallschwelle läßt sich, wenigstens mit Die F i g. 4 bis 8 geben nur Realisierungshinweisc
den handelsüblichen integrierten Schaltkreisen, hier 55 wobei mannigfaltige Variationen bei de· Durchfüh
nicht erzielen. ™ng möglich sind. So kann z. B. in Fig. 7 anstat
Fig. 7 zeigt nun eine weitere Realisierung des des Integrationskreises20 ein Überlaufzähler einge
Gradientendiskriminators 12. Auch hier ist wiederum setzt werden, der jeweils im Zeittakt auf 0 zurück
Ein- und Ausgangskreis übereinstimmend mit dem gestellt wird und ein Signal abgibt, wenn sein End
der Fig. 4 und 5. Das Ausgangssignal des Eingangs- 60 Zählerstand vor dem neuen Zeittakt erreicht wird
kreises liegt an einem Delta-Modulator 19 an, dessen Dieses Signal wird dann jeweils während eines Zeit
Ausgang eine Pulsfolge abgibt, deren Folgefrequenz taktes gespeichert und steuert die Blockiereinrich
proportional der Änderungsgeschwindigkeit ist und tung 8 Eine Abfallschwetle ist hiermit nicht /\
deren Polarität der Änderungsrichtung entspricht. erzielen.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Anordnung zum Unterdrücken von Regel- mitauszusenden, die dann auf dem Übertragungswege
schwingungen bei einem Trägerfrequenzsystem allen Dämpfungsandeningen des Übertragungswege!
mit einer Vielzahl von in Reihe liegenden 5 wie Kabel oder Freileitung und al en Verstärkung*-
Zwischenverstärkern, bei dem von der Sende- änderungen der zwischengeschalteten Zwischenverstelle
ms eine pegelkonstante Pilotfrequenz stärker unterliegt. Am Ausgange jedes zu regelnder
mitausgesendet, am Ausgang jedes zu regelnden Zwischenverstarkers wird der Pegel dieser PnOl-Zwischenverstarkers
deren Pegel mit einem Soll- frequenz mit einem Soliwert verglichen und auwert
verglichen, aus der Abweichung vom Soll- io seiner Abweichung von diesem Sollwert eine Regelwert
eine Regelgröße gewonnen, diese gespeichert größe gewonnen und in einem Speicher gespeichert
und mit diesem Speicherwert die Verstärkung der bei plötzlichem Ausfal der Pilotfrequenz ode.
des Zwischenverstärkers im Sinne eines Ausgleichs der Stromversorgung den letzten Stand be.behalt
der Abweichung vom Sollwert nachgeregelt wird, Mit diesem bei langsamen Änderungen des Pegels
dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich 15 der Pilotfrequenz mitlaufendem Speicherwert w.rc
die Abweichung vom Sollwert auf ihre Ande- dann .die Verstärkung des Zwischenverstarkers irr
rungsgeschwindigkeit hin überwacht wird, daß Sinne eines Ausgleiches der Regelabweichung de.
bei Überschreiten eines vorgegebenen Wertes der Pilotfrequenz vom Sollwert nachgeregelt.
Anderungsgeschwindigkeit in Richtung Abwei- F i g. 1 zeigt nun einen solchen pilotpegelgesteuerchungsausgleich das Nachregeln jeweils derjeni- ™ ten Regler für eine Zwischenverstarkerstellc als gen Zwischenverstärker unterbunden wird, bei Blockschaltbild. 1 ist dabei der Verstarker und 2 das denen die Anderungsgeschwindigkeit diesen vor- in seinem Gegenkopplungsweg eingefugte regelbare gegebenen Wert überschreitet. Dämpfungsglied, welches meistens aus einem Wider-
Anderungsgeschwindigkeit in Richtung Abwei- F i g. 1 zeigt nun einen solchen pilotpegelgesteuerchungsausgleich das Nachregeln jeweils derjeni- ™ ten Regler für eine Zwischenverstarkerstellc als gen Zwischenverstärker unterbunden wird, bei Blockschaltbild. 1 ist dabei der Verstarker und 2 das denen die Anderungsgeschwindigkeit diesen vor- in seinem Gegenkopplungsweg eingefugte regelbare gegebenen Wert überschreitet. Dämpfungsglied, welches meistens aus einem Wider-
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch ge- Standsnetzwerk mit einem indirekt geheizten Therkennzeichnet,
daß die Überwachung der Ände- as mistor als Stellglied besteht. 3, 4 und 5 bilden den
rungsgeschwindigkeit der Abweichung des Pilot- Pilotemptänger, wobei 3 das Pilotfiltcr, 4 der Pilot
pegels von seinem Sollwert mittels eines Gra- verstärker und 5 der Gleichrichter ist, der an seinem
dientendiskriminators (12) erfolgt, daß dieser Ausgang einen Gleichspannungsanalogwert des Pegel·
Gradientendiskriminator (12) an seinem Ausgang der Pilotfrequenz liefert. 6 ist eine Vergleichsschal
ein Steuersignal abgibt, wenn die Änderungs- 30 tung, üblicherweise als Differenzverstärker ausgeführt,
geschwindigkeit der Abweichung an seinem Ein- an deren einem Eingang der Gleichspannimgsanalog
gang einen Wert größer als die Änderungs- wert des Pegels der Pilotfrequenz und am anderen
geschwindigkeit, bewirkt durch das Regeln eines Eingang eine Gleichspannung anliegt, die de:n Soll-Zwischenverstärkers,
jedoch kleiner ais die wert des Pegels der Pilotfrequenz analog ist und von Anderungsgeschwindigkeit, bewirkt durch das 35 einer Quelle 7 geliefert wird. Das der Abweichung
gleichzeitige Regeln zweier Zwischenverstärker, des Pilotpegels von seinem Sollwert nach Betrag und
übersteigt, daß durch dieses Steuersignal eine Richtung analoge Gleichstromausgangssignal der
Blockiereinrichtung (8) gesperrt wird und hier- Vergleichsschaltung 6 durchläuft eine normalerweise
durch die Regler der betroffenen Zwischcnver- durchgeschaitete Blockiereinrichtung 8 und gelang!
stärker stillgesetzt werden. 40 zu einer Stelleinrichtung 9, die einen Speicher 10 ein-
3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch ge- stellt. Sinkt der Pilotpegcl plötzlich auf Werte ab,
kennzeichnet, daß die überwachung der Ände- die nicht durch Dämpfungs- oder Verstärkungsänderungsgeschwindigkeit
der Abweichung des Pilot- rungen, sondern nur durch Ausfall des Pilotgencrapegels
von seinem Sollwert mittels eines Gra- tors, eines Verstärkers oder Unterbrechen der Überdientendiskriminators(12)
erfolgt, daß dieser 45 tragungsleitung bewirkt sein können, so steigt auch Gradientendiskriminator (12) an seinem Ausgang das Gleichstromausgangssignal der Verglcichsschalnach
Überschreiten eines Ansprech-Sehwellwer- tung 6 plötzlich auf abnormale Werte an und die
tes, der größer ist als die Änderungsgeschwindig- Blockiereinrichtung 8 wird gesperrt, so daß im Spei
keit, bewirkt durch das gleichzeitige Regeln zweier eher 10 der bisherige Speicherstand gespeichert bleibt.
Zwischenverstärker, jedoch kleiner kleiner ist als 50 Eine Einrichtung 11 formt den Speicherstand de.i
die, bewirkt durch das gleichzeitige Regeln Speichers 10 in einen analogen Steuerstrom für den
dreier Zwischenverstärker, solange ein Steuer- Thermistor des regelbaren Dämpfungsgliedes 2 um.
signal abgibt, bis die Änderungsgeschwindigkeit Den soeben beschriebenen prinzipiellen Aufbau
einen Abfallschwellwert erreicht hat, der kleiner des Regelteiles eines pilotgesteuerten Verstärkers
ist als die Änderunssgeschwindigkeit, bewirkt 55 weisen alle bekannten Regler mit Speicherung auf,
durch das gleichzeitige Regeln zweier Zwischen- sei es, daß es sich dabei um Regler mit Stellmotor
verstärker, jedoch größer ist als die, bewirkt durch und Potentiometer als Speicher oder mit Schrittdas
Regeln nur eines Zwischenverstärkers, daß schaltwerk und Stufenpotenliometer oder mit PuIsdurch
dieses Steuersignal eine Blockiereinrich- geber mit Digitalspeicher bzw. Transfluxor oder
tung (8) gesperrt wird und hierdurch die Regler 60 Speicherkondensator mit Feldeffekttransistor handelt.
der betroffenen Zwischenverstärker stillgesetzt Beispiele für alle diese Reglerarten sind aus der
werden. technischen Literatur bzw. aus Patentschriften be-
kannl und ihr prinzipieller Aufbau ist dabei auch
nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung 65 Bekannt ist ferner, daß mit zunehmender Frequenz
im Unterdrücken von Regelschwingungen bei einem die Dämpfung der Übertragungsleitungen, wie Kabel
rägerfrequenzsystem mit einer Vielzahl von in oder Freileitungen, ansteigt. Das bedingt, daß mit
eihe liegenden Zwischenverstärkern. zunehmender Kanalzahl eines Trägerfrequenz-
Priority Applications (10)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2151794A DE2151794C3 (de) | 1971-10-18 | 1971-10-18 | Anordnung zur Unterdrückung von Regelschwingungen bei einem Trägerfrequenzsystem |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) |