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DE2151095C3 - Verfahren zur Herstellung gehärteter Gelatinebilder für Druckformen oder farbige Kopien - Google Patents

Verfahren zur Herstellung gehärteter Gelatinebilder für Druckformen oder farbige Kopien

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Publication number
DE2151095C3
DE2151095C3 DE2151095A DE2151095A DE2151095C3 DE 2151095 C3 DE2151095 C3 DE 2151095C3 DE 2151095 A DE2151095 A DE 2151095A DE 2151095 A DE2151095 A DE 2151095A DE 2151095 C3 DE2151095 C3 DE 2151095C3
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DE
Germany
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gelatin
images
silver halide
hardened
layer
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DE2151095A
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DE2151095B2 (de
DE2151095A1 (de
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Jun Hayashi
Reiichi Ohi
Tadao Shishido
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Fujifilm Holdings Corp
Original Assignee
Fuji Photo Film Co Ltd
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Publication date
Application filed by Fuji Photo Film Co Ltd filed Critical Fuji Photo Film Co Ltd
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Publication of DE2151095B2 publication Critical patent/DE2151095B2/de
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D513/00Heterocyclic compounds containing in the condensed system at least one hetero ring having nitrogen and sulfur atoms as the only ring hetero atoms, not provided for in groups C07D463/00, C07D477/00 or C07D499/00 - C07D507/00
    • C07D513/02Heterocyclic compounds containing in the condensed system at least one hetero ring having nitrogen and sulfur atoms as the only ring hetero atoms, not provided for in groups C07D463/00, C07D477/00 or C07D499/00 - C07D507/00 in which the condensed system contains two hetero rings
    • C07D513/04Ortho-condensed systems
    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C5/00Photographic processes or agents therefor; Regeneration of such processing agents
    • G03C5/26Processes using silver-salt-containing photosensitive materials or agents therefor
    • G03C5/29Development processes or agents therefor
    • G03C5/315Tanning development
    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03FPHOTOMECHANICAL PRODUCTION OF TEXTURED OR PATTERNED SURFACES, e.g. FOR PRINTING, FOR PROCESSING OF SEMICONDUCTOR DEVICES; MATERIALS THEREFOR; ORIGINALS THEREFOR; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • G03F7/00Photomechanical, e.g. photolithographic, production of textured or patterned surfaces, e.g. printing surfaces; Materials therefor, e.g. comprising photoresists; Apparatus specially adapted therefor
    • G03F7/004Photosensitive materials
    • G03F7/06Silver salts
    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
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    • G03F7/12Production of screen printing forms or similar printing forms, e.g. stencils

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Photosensitive Polymer And Photoresist Processing (AREA)
  • Silver Salt Photography Or Processing Solution Therefor (AREA)
  • Heterocyclic Carbon Compounds Containing A Hetero Ring Having Nitrogen And Oxygen As The Only Ring Hetero Atoms (AREA)

Description

härtet, in der A und B jeweils die zur Herstellung eines heterocyclischen Ringes erforderlichen Nichtmetallatome. Y Schwefel oder Selen und X ein Anion bedeutet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge- >5 kennzeichnet, daß man als Verbindung der Formel 1 eine der ibluenden Verbindunsjen verwendet:
Br
'ν'
s I
-N
L L Br
35
40
N ■
Br
H1C
-N
Cl
Br
oder
CH1-C-N
Ii H
O
}■■. N
Cl
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein photographisches Aufzeichnungsmaterial verwendet wird, das in seiner Silberhalogenidemulsionsschicht eine Verbindung der Formel 1 enthält.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein photographisches Aufzeichnungsmaterial verwendet wird, das in Kontakt mit seiner Silberhalogenidemulsionsschicht eine nicht lichtempfindliche Gelatineschicht aufweist, die eine Verbindung der Formel I enthält.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man eine ein Silberbild tragende Gelatine-Silberhalogenid-Emulsionsschicht mit einer alkalischen, ein Silberhalogcnidlösungsmittel und eine Verbindung der allgemeinen Formel 1 enthaltenden Lösung fixiert.
,,· N —- N
H1C Br
H1CS S S
N N
Br
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von gehärteten Gelatinebildcrn für Druckformen
oder farbige Kopien unter Verwendung einer photographischen Silberhalogenidemulsion.
Es ist bekannt, daß mit Dichromat behandelte Gelatine durch Einwirkung von Licht gehärtet werden kann. Es ist auch bekannt, daß die die Silberkörnchen umgebende Gelatine gehärtet werden kann, wenn entwickelte Silberbilder mit einer wäßrigen Dichromatlösung behandelt werden. Darüber hinaus ist es auch bereits bekannt, daß diese Reaktion auch auf die
Herstellung von gehärteten Bildern von Gelatine neewendet werden kann und daß durch Verwendung les Unterschiedes der Affinität gegenüber wasserlöslichen Farbstoffen oder öligen Druckfarben (Farblösuncen) zwischen den gehärteten und nichtgehärleten" Bezirken entsprechende bildmäßige Kopien h "estellt werden können. Es wurde auch bereits mehrfach vorgeschlagen, die Gelatine von den nicht ehärleten Bereichen zu entfernen, um Reliefbilder herzustellen, die für die Herstellung der entsprechenden Kopien verwendet werden sollen. Als weiteres Verfahren zur Herstellung des Gelatinereliefs ist das sogenannte Beizentwicklungs- und Ätzverfahren bekannt. Das nach diesen Verfahren hergestellte Gelatinerelief ist sehr gut geeignet als Matrix für Fai bstoffübertra-iungsverfahren oder als Druckplatte.
Die oben beschriebenen Verfahren, in denen Dichromate verwendet werden. haben jedoch sämtlich den Nachteil, daß die Dichromate den Silberhalogeniden hinsichtlich der Lichtempfindlichkeit unterleticn sind. Die Beizentwicklung oder ähnliche Verfahren wiederum haben den Nachteil, daß hierfür spezielle Uniwicklungslösungen erforderlich sind, die hinsichtlich der Handhabung und Lagerung Schwierigkeiten mit sich bringen.
Aus der deutschen Patentschrift 4 05 765 ist ferner ein Verfahren bekannt, bei dem in einem photographischen Aufzeichnungsmaterial, das eine Silberhaloeenidcmulsionsschicht enthält, nach bildweisem Belichten. Entwickeln und Fixieren die nicht belichteten Stellen «ehürtet werden. Nach diesem Verfahren können jedoch keine gehärteten Gelatincbilder heroestellt werden. und ferner ist die dabei verwendete Härtungslösung sehr instabil.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein "Verfahren zur Herstellung gehärteter Gelatinebilder für Druckformen oder farbige Kopien zu schaffen, bei dem ein photographisches Aufzeichnuncsmaicrial mit einer Silherhalogcnidemulsionsschicht bildweise belichtet, entwickelt, fixiert und an den nicht belichteten Stellen gehärtet wird, ohne eine spezielle Entwicklungslösung verwenden zu müssen. Der Gegenstand der Erfindung geht von einem Verfahren zur Herstellung gehärteter Gelatinebilder für Druckformen oder farbige Kopien aus, bei dem ein photoiiraphischcs Aufzeichnungsmaterial mit einer Silberhalogenidemulsionsschicht bildweise belichtet, entwickelt?fixiert und an den nicht belichteten Stellen «ehärtet wird, und ist dadurch gekennzeichnet, daß man die nicht belichteten Stellen beim Fixieren mit einer alkalischen Fixierlösung in Gegenwart Verbindung der allgemeinen Formel 1 lichtet und entwickelt wird, wird das Silberhalogenid in den belichteten Bereichen reduziert unter Bildung von metallischen Silberbildern, wobei das Silberhalogenid in den nichtbelichteten Bereichen unverän-
dert "bleibt, wonach das lichtempfindliche Material mit einer alkalischen Fixierlösung in Gegenwart mindestens einer Verbindung oer oben angegebenen allgemeinen Formel I behandelt wird, wodurch das Silberhalogenid in den nichtbelichteten Bereichen durch das in der Fixierlösung enthaltene Silberhalogenidlösungsmittel löslich gemacht wird und auf diese Weise die Silberionen freigegeben werden. Hierbei wird die Silberionenkonzentration in den nichibclichteten Bereichen plötzlich erhöht, so daß
!5 anscheinend die selektive Bildung der gehärteten Gelatinebilder auf die Gelatinehärtungswirkung der Verbindung der allgemeinen Formel 1, die durch die Silberionen" aktiviert wurde, und auf die alkalische Atmosphäre zurückzuführen ist. Die Erfindung be-
ruht also insbesondere auf der gleichzeitigen Anwesenheil einer Gclatineschicht. von bildmäßigem Silberhalogenid, eines Silberhalogenidlösungsmittels. eines Alkalias:ens und mindestens einer Verbindung der allgemeinen Formel 1, um die Ausbildung von ge-
härteten Bildern auf der Gelaiincscnicht zu bewirken. Gemäß einer besonderen Ausführungsform der Erfindung wird hierbei ein photographisches Aufzeichnungsmaterial verwendet, das in Kontakt mit seiner sllberhalogenidcmulsionsschicht eine nicht
lichtempfindliche "Gelatineschicht aufweist, die eine Verbindung der Formel 1 enthält.
Als Verbindungen der allgemeinen Formel I werder gemäß der Erfindung insbesondere die folgender Verbindungen verwendet:
Verbindung 1 S S
Br
Verbindung 2
F. 258 <
iner
,Y S-
B X
U)
60
härtet, in der A und B jeweils die zur Herstellung eines heterocyclischen Ringes erforderlichen Nichtmetallatome. Y Schwefel oder Selen und X ein Anion bedeuten.
Wenn ein lichtempfindliches Material, das einen Träger und eine darauf aufgebrachte Gelatinc-Silberh:iloL'enid-F.mulsionsschicht aufweist, bildmäßig be-
\i 1
Br
Verbindung 3
il · Ii I
;i N /■
Br
F. 260
Verbindung 4
N-
H,C
Br
Verbindung 5 H,CS S S
! Il 1
N N
Br
Verbindung 6 Sc S
Br
Verbindung 7
S S
Cl
N ;
Br
Verbindung S
Cl
Hierdurch wird erreicht, daß in den silberfreien Bildbercichen eine zufriedenstellende Härtung der Gelatine erhalten wird.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird eine ein Silberbild tragende Gelatine-Silberhalogcnid-Emulsionsschicht mit einer alkalischen, ein Silbcrhalouenidlösunusmittel und eine Verbindung der allgemeinen Formel 1 enthaltenden Lösung fixiert.
Gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung wird eine ein Silberbild und eine Verbindung der allgemeinen Formel I enthaltende Gelatine-Silber-F. 267 C halogenid-Emulsionsschicht mit einer alkalischen, ein Silberhalogenidlösungsmittel enthaltenden Lösung fixiert. Hierbei kann die Verbindung entweder vorher bei der Herstellung des lichtempfindlichen Materials der Emulsionsschicht einverleibt werden, oder dieses kann vor der Fixierstufe mit einer wäßrigen Lösung der Verbindung der aligemeinen Formel I behandelt werden, um diese in die Emulsionsschicht einzuführen. Gemäß der Erfindung kann die Verbindung der >5 allgemeinen Formel 1 auch in der Gelatineschich' F. 275 C oder in der Silberhalogenidemulsionsschicht enthalten sein.
Gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung können die Silberhalogenidemulsionsschicht und die Gelatineschicht mit einer die Verbindung der Formel 1 enthaltenden Lösung behandelt werden. Andererseits kann die Behandlung auch in der Weise durchgeführt werden, daß man das entwickelte lichtempfindliche Material auf eine Gelatineschicht eines Folienmaterials legt, wobei auch in diesen Fällen die F. 2SS C Verbindung der allgemeinen Formel I in die Gclatineschicht. die Emulsionsschicht und oder die Behandlungs- bzw. Entwicklungslösung wie in den obigen Fällen eingearbeitet werden kann.
Bei dem Verfahren gemäß der Erfindung wird eine übliche Gelatine verwendet, die vorzugsweise in Form einer Schicht auf einem geeigneten Schichtträger vorhanden ist. Der Gelatineschicht kann die Verbindung der allgemeinen Formel I einverleibt sein, und gcwünschtenfalls können verschiedene übliche Zusätze F. 235 (.' zugegeben werden.
Fixierlösungen, wie sie üblicherweise zur Behandlung von gewöhnlichen photographischen Silbcrhalogenidmateriaiien verwendet werden, enthalten Thiosu'fat, z. B. Natriumthiosulfat oder Ammoniumthiosulfat. Thiosulfat ist ein Silberhalogenidlösungsmittel und wird erfindungsgemäß bevorzugt. Die Silberhalogenidlösungsmittel wirken als Silbcrionenlicferantcn. Obwohl die Gclatinchärtungsreaktion selbst in einer sauren Atmosphäre etwas fortschreitet. F. 29! C ist es erforderlich, die Reaktion in einem alkalischen System durchzuführen, um gehärtete Gclatincbilder zu erhalten, die für die Zwecke der Erfindung geeignet sind.
Obwohl bei einem pH-Wert von etwa S gehärtete Gelatincbilder erhalten werden können, sind im Hinblick auf die Entwicklungsdauer höhere pH-Werte vorteilhafter.
Die erfindungsgemäß zu verwendenden Vcrbindüngen der allgemeinen Formel I können im allgc-F. 305 C meinen leicht hergestellt werden durch Umsetzung einer Azolverbindung mit einer Methylmcrcaptogruppe mit Äthylenbromid oder 1,3-Dibrompropan unter Erhitzen bei einer Temperatur von etwa 160 C. Das Syntheseverfahren wird nachfolgend nähe- «r. äutert.
Synthese 1 (Verbindung 1)
Eine Mischung aus 16 g 2-Methylthiobenzthiazol und 20 g Äthylenbromid wurde 4 Stunden lang auf einer Temperatur von 160 C erhitzt. Die beim Abkühlen gebildeten Kristalle wurden durch Filtrieren uesammclt und dann aus Äthanol umkristallisiert, und
21
51
man erhielt 17 g Kristalle in Form von Nadeln mit einem Schmelzpunkt von 258"C.
Synthese 2 (Verbindung 3)
Eine Mischung aus 16 g 2-Methylthiobenzthiazol und 25 g 1,3-Dibromp:"opan wurde 4 Stunden auf eine Temperatur von 160" C erhitzt. Nach dem Abkühlen wurden die ausgefallenen Kristalle abfiltriert und dann aus Äthanol umkristallisiert, und man erhielt 14 g Kristalle in Form von Nadeln mit einem Schmelzpunkt von 260" C.
Synthese 3 (Verbindung 6)
Eine Mischung aus 20 g 2-Methylthiobenzselenazol und 20 g Äthylenbromid wurde 4 Stunden lang auf einer Temperatur von 160° C erhitzt. Nach dem Abkühlen wurden die ausgefallenen Kristalle durch 2a Filtrieren gesammelt, und man erhielt 18 g Kristalle in Form von Nadeln mit einem Verhalten, wie es in »Chemical Abstracts«, Bd. 72, S. 31 666 (1970) beschrieben ist.
Erfindungsgemäß können in den nichtbelichteten Bezirken leicht gehärtete Gelatinebilder hergestellt werden, indem man ein übliches, lichtempfindliches photographisches Material mit einer Gelatine-Silberhalogenid-Emulsionsschicht belichtet, entwickelt und fixiert. Die Gelatineschicht mit den gehärteten GeIatinebildern kann beispielsweise durch Imprägnieren der Schicht mit einem wasserlöslichen Farbstoff und anschließende Übertragung des Farbstoffs auf ein geeignetes Material zur Herstellung von Duplikaten verwendet werden. Außerdem können Gelatinereliefbilder hergestellt werden, indem man die Gclatincschicht mit warmem Wasser behandelt, wodurch die Gelatine in den nichtgehärteten Bezirken entfernt wird. Solche Gelatinereliefbilder können auf den verschiedensten Gebieten, wie diejenigen, die auf bekannte Art und Weise hergestellt werden, verwendet werden. Einige Beispiele Tür ihre spezifische Verwendbarkeit sind nachfolgend angegeben, obwohl für den Fachmann auch andere Verwendungsarten offensichtlich sind.
1. Sie können als Offset-Druckplatten verwendet werden. In diesen Fällen wird die Oberfläche eines Schichtträgers als oleophile Druckfläche verwendet und die Gelatineschicht wird als hydrophile Oberfläche verwendet. Da die üblichen Offset-Dnickplatten. wie z. B. Zinkplatten und vorsensibilisierte Druckplatten unter Verwendung von lichtempfindlichen Diazotypiematerialien enge Lichtempfindlichkeitsbereiche und eine geringe Empfindlichkeit aufweisen und daher das Kopieren mit sichtbarem Licht die Vergrößerung der Kopie und das Reflexionskopieren schwierig bei diesen Materialien anzuwenden sind, besteht der Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens in der Verwendung von Aufzeichnungsmaterialien hoher Lichtempfindlichkeit.
2. Sie können als Matrix für Farbstoffübertragungsverfahren verwendet werden. Dabei wird ein Farbstoff durch die auf einem Träger teilweise vorhandene Gelatine adsorbiert und dann mit Hilfe einer geeigneten Vorrichtung auf einen anderen geeigneten Schichtträger übertragen.
3. Sie können als Siebdruckplattcn durch teilweise Herstellung von Gelatinefilmen auf einem für Druckerfarben durchlässigen Schichtträger, wie z. B. einem Seidensieb, verwendet werden.
4. Wenn ein in Wasser kaum löslicher oder diffusionsbeständiger Farbstoff oder ein Pigment vorher in die Gelatineschicht eingearbeitet wird, kann das daraus resultierende Gelatinerelief sofort sichtbar sein und für die weitere Verwendung, beispielsweise für die Übertragung des Farbstoffs oder Pigments auf einen anderen Träger unter Verwendung eines geeigneten Lösungsmittels für die Farbstoffe geeignet sein.
Bei der praktischen Durchführung der vorliegenden Erfindung kann die Härte der Gelatineschicht oder Silberhalogenidemulsionsschicht je nach dem spezifischen Verwendungszweck in geeigneter Weise bestimmt werden. So ist es beispielsweise im Falle der Verwendung einer Gelatine-Silberhalogenid-Emulsionsschicht zur Herstellung dnes Gelatinereliefs natürlich nicht erwünscht, vor Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens die Emulsionsschicht stark zu härten. Andererseits ist es für den Fall, daß eine Silberhalogenidemulsionssdiicht und eine nichtgehärtete Gelatineschicht miteinander in Oberflächenkontakt gebracht werden, unter Bildung von gehärteten Bildern in der nichtgehärteten Gelatineschicht, von Vorteil, die Silberhalogenidemulsionsschicht durch Verwendung eines üblichen, gegen Diffusion beständigen Härters zu härten. Außerdem sollte die Gelatineschicht für den Fall, daß ein Material verwendet wird, das einen Schichtträger enthält, der mit einer Gelatineschicht und einer darauf aufgebrachten Silberhalogenidemulsionsschicht versehen ist, ungehärtet sein und die Emulsionsschicht sollte gehärtet sein. In diesem Faile, wenn die obere Emulsionsschicht durch Behandlung mit heißem V/asser nach der ersten Entwicklung und nach dem Fixieren abgetrennt wird, können je nach der Bindungsstärke zwischen den Schichten und je nach dem Grad des Fortschritts der Härtungsreaktion zwei Arten der Trennung in Erwägung gezogen werden: einmal, bei der die nichtgehärteten Bezirke der unteren Gelatineschicht mit der oberen Schicht abgetrennt werden und zum anderen, bei der die gehärteten Bezirke der unteren Gelatineschicht mit der oberen Schicht abgetrennt werden.
Ein Schichtträger, der die gehärteten Gelatinebilder oder Gelatinereliefbilder trägt, kann z. B. Glas, cine Metallplatte, ein Celluloseacetatfilm, ein Polyäthylenterephthalatfilm, Papier, synthetisches Papier, wasserfestes Papier oder Gewebe, wie z. B. ein Seidensieb sein.
B e i s ρ i e ! 1
Zu 100 g einer üblichen, feinkörnigen positiven Silberchlorbromidemulsion (50 Molprozent Silberchlorid) wurden 5 ml einer 0,2molaren wäßrigen Lösung der Verbindung 1 zugegeben, und die Mischung wurde auf eine Glasplatte aufgebracht und anschließend abgekühlt, um die Verfestigung zu bewirken. Nach dem Trocknen an der Luft über Nachl bei einer Temperatur von 20cC wurde die so herge stellte Probe bildweise in Kontakt mit einer Vorlaci belichtet. Danach wurde sie bei einer Temperatur vor 20 C 7 Minuten lang entwickelt und 20 Minuten lanj
509 651/18:
bzw.
Enlwicklcr-
Entwicklerlösung
N-Methyl-p-aminophenolsulfat .. 2 Og
Natriumsulfit .. 23*0 α
Hydrochinon 6'0 Z,
Natriumcarbonat (Monohydrat) 400 e.
Kaliumbromid... {nt
Wasser ' ad Λ '
F.x.crlosung
Natnumthiosulfat 125,0 μ
Natriumsulfit 9'0 g
Wasser ad j'|
'5
Wäßrige 1 n-NaOH-Lösuni> zur Fin^lhm η pH-Wertes dei Sung auf eben pH Weit lo"812 0
Die Probe wurde dann in warmes Wasser von 60°'c eingetaucht, wodurch die Gelatine in den belichteten
BezirkenJndenendieGelatinehärtungs^kttnnS«, auftrat, erweicht und herausgelöst wurde während die Gelatine auf der Glasplatte in den nichtbelÄ Bezirken.indenend.eGe.atmehärtungauftrat.zurück-
Beispiel 2
Durch Zugabe von verschiedenen erfindungsgemäß ^ zu verwendenden Verbindungen in den in der folgen den Tabelle angegebenen Mengen zu 100 g einer
3%igen wäßrigen Gelatinelösung wurden neun Proben hergestellt. Jede Probe wurde auf einen Triacetyl- ,„ celluiosefilm aufgebracht. Darauf kam eine übliche * optisch sensibilisierte, hochempfindliche negative Ge' latinesilberjodbromemulsion (3,5 Molprozent Silber jodid). durch die entsprechend dem Beispiel 1 der" USA.-Patentschrift 33 62 827 durch Zugabe von 3 ο eines Härtungsmittel mit einem hohen Molekular gewicht zu 100 g der Silberhalogenidemulsion her-
gestellt worden war. aufgetragen werden. Die Trockenschichtstärke der Gelatineschicht und der Silberhalogenidemulsionsschicrit betrug 1 5 bzw 4«
ίο
Silbcrhalogenidemulsionsschichl. Als Ergebni! davon b|ifib auf dem Xriaeetylcel|uiosctrüg<fr di(
nichtgehartete Gelatine zurück, die den belichteter Bezirken entsprach.
r- "" e neun Probcn mit eincr Druckerfarbc < OITset-D™ckverrahren behandelt (entwickelt) wur-
κΓ WUrd° d'C Farbe nur auf den Bezirken niedergeschlagen, auf denen die Gelatine fehlte, und dei Fnacetylcelluloseträger wurde belichtet und dann zui Het"ste!lung von Kopien auf ein weißes Papier übertragen. Wenn diese Proben jeweils in eine Tartrazin (CI l9 l40> enthaltende wäßrige Lösung eingetaucht wurden zur Imprägnierung der Gelatincbezirke mit dem Farbstoff und anschließend eine Farbstoffübertr^Tg auf ein weißes PaPier durchgeführt wurde, ^ """ geIb8efiirbte' farbstofTübertragene Bilder.
Vergleichsbeispiel
p™ ^ erfindunSsSc™« Scßcnübcr nfschen Γ ? Patentschrift 405 765 erzielbaren techsuch "urcShn ^^ Μ&Μ*α Vc^leichsvcr" Eine sibÄrbromidemu.sion mit einem Chlorgenalt von 50 Molprozent wurde auf eine Glasplatte
ffnnP1" D'C G!fsplatle wurde eincr Keilbelich-H ™ " während 2 Minuten unter
^^er Entwicklerlösung der nachstehend Zusammensetzung bei 200C entwickelt.
N Meth l 7
^■Metliyl-p-aminophenol 3,1 g
£atriurnsulnt (wasserfrei) 45 g
Sf T 12»
carbonat (Monohydrat).... 79 g
Γ" V ' -9 ß
ailf ! !
b Wf'. Xl-ere" und Waschen wurde die Glasplatte ' mit einer Lösung der nachstehenden Zu-
sammensetzung behandelt:
Probe Verbindung Menge der wäßriec
0.1 molaren Lösung
(ml)
1 1 6
τ 2 3
3 3 15
4 4 10
5 5 10
6 6 10
7 7 15
8 8 15
9 9 15
45 «50 ml
BJUilaugensaIz (1:6) 100 ml
*/o;se Fprmalinlösung 5 ml
^atnumbromidlösung (1:10) 2 Trop-
"fen
Jede dieser neun Proben wurde einer längeren Belichtung aus einem Mikrofilm unterworfen danach wurden sie entwickelt und fixiert mit den gleichen Lösungen wie im Beispiel 1. Wenn die Proben in
if ok a«SSeL T 60 C dnSetaucht wurden und ihre Oberfläche dann gerieben wurde. wurde die obere Silberhalogenidemulsionsschicht in Form einer Schicht abgelöst Gleichzeitig damit wurde die gehärtete Gelatine in den Bezirken der unteren Schicht, die den nichtbelichteten Bezirken der Emulsionsschicht entsprechen, ebenfalls abgelöst in Begleitung der
so
55
6c
6s fen
'I Be,handlung wurde während 10 20. 40 und !,künden fortgesetzt. Nach der Behandlune wurde /M 5,™u WaSSer gewaschen und dann" wurde Oberfläche mit Watte abgerieben,
l end WUrde die Platte in eine Farbstoff-,Cht' Um das entstandene Bild zu , ES konnte ->edoch während keines Zeitaufi κ'!"- Behandlungszeit ein gehärtetes Bild a%de^ »belichteten Teil erhalten werden.
bmmiH ι er die Verwendung einer SilberjodnZ, ! · mit einem Jodgehalt von 1,5 Mol-7„„ emer Entwicklerlösung der nachfolgenden ammensetzung geprüft:
N-
J g
Hydrochinon ^nnyarat) 8°f
KaISSS1131 <Mm°ä :::; 47 i
Wasser, Rest auf j f
(entwickelt bei 20" C während 6 Minuten)
Auch hier wurde ke;n gehärtetes Bild enthalten.
Die vorstehenden Versuche zeigen, daß nach dem Verfahren der vorliegenden Erfindung überlegene Ergebnisse bezüglich der Herstellung von gehärteten Gelatinebildern erzielt werden können, während dies nach dem Verfahren gemäß der DT-PS 4 05 765 nicht möglich war. Es wurde ferner gefunden, daß < Härtungslösung gemäß der genannten deutsch Patentschrift sehr instabil ist, bei welcher nach t paar Stunden Lagerzeit ein grünlichschwarzer Nied schlag festgestellt wird.

Claims (1)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung gehärteter Gelatinebilder Tür Druckformen oder farbige Kopien, bei dem ein photographisches Aufzeichnungsmaterial mit einer Silberhalogenidemu'isionsschicht bildweise belichtet, einwickelt, fixiert und an den nicht belichteten Stellen gehärtet wird, dadurch gekennzeichnet, daß man die nicht belichteten Stellen beim Fixieren mit einer alkalischen Fixierlösung in Gegenwart einer Verbindung der allgemeinen Formel 1
.Y
'--—N.
S-,
DE2151095A 1970-10-19 1971-10-13 Verfahren zur Herstellung gehärteter Gelatinebilder für Druckformen oder farbige Kopien Expired DE2151095C3 (de)

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