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Vorrichtung zur Herstellung von Kartons Die Erfindung bezieht sich
auf das Gebiet der Verpackung und insbesondere auf eine Vorrichtung zum Zuführen,
Falten und seitlichen Säumen von Kartons oder Verbinden von Kartons mittels einer
Naht oder eines Falzes, beispielsweise von flachen, schlauchförmigen Kartons, die
in der Technik als zusaaenklappbare Kartons ("knockdown" cartons) bekannt sind und
aus vorgekerbten oder gerillten Kartonzuschnitten hergestellt werden.
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Bei bekannten Verpackungsmaschinen ist es häufig erforderlich, Kartons
- in die Verpackungsaaschinen einzugeben, und es ist ein Vorteil, wenn die Vorrichtung
zu Falten der Kartons dieselben in ordentlicher Weise zuliefert. Diese
Bedingung
ist nicht stets erfüllt und es ist daher ein Ziel der Erfindung, diesen Nachteil
der bekannten Vorrichtung zu beseitigen0 Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist gekennzeichnet
durch ein Magazin, in welchen ein Stapel von Kartonzuschnitten gehalten wird, Einrichtungen
zum aufeinanderfolgenden Herausnehmen des untersten Zuschnitts des Stapels und Zuführen
des selben zu einer Faltstation, wobei der Zuschnitt beim Durchgang durch diese
zur Bildung eines Kartons gefaltet und verklebt wird, und durch eine nach der Faltstation
angeordnete Aufnahmestation, in welcher die Kartons einander Uberlappend aufgenommen
werden, so daß Sätze von Kartons gebildet und aus dieser Station herausgenommen
werden können.
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Die Erfindung bezieht sich weder auf eine Vorrichtung zum Ansammeln
aufeinanderfolgender, seitlich gesäumter Kartons in einer einheitlichen Anordnung,
wodurch eine Bedienungsperson bequem Gruppen von Kartons von Hand entnehmen kann
und dieselben in die Magazine der Verpackungsmaschinen vereilen oder die Kartons
in Behälter für den Versand oder die Lagerung verpacken kann.-Die Vorrichtung zum
seitlichen Säulen oder die Faltstation kann daher die Form eines FArderes besitzen,
welchem vorgekerbte oder gerillte Kartons zugeführt werden und der Einrichtungen
zum Anbringen von Klebstoff am Zuschnitt, zum Falten des Zuschnitts zwecks Bildung
eines seitlichen Saums oder Falzes, zum Fressen des seitlichen Saums und zum Ausgeben
des seitlich gesäumten Kartons aufweist. Die Sammelvorrichtung oder Aufnahmestation
kann vorzugsweise ebenfalls die Form eines Förderers besitzen, auf den aufeinanderfolgende
Kartons ausgegeben werden.
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Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind Einrichtungen
zum Obertrogen aufeinanderfolgender flacher schlauchförmiger Kartons vom seitlichen
Saumbildungsförderer
zum S«snelfArderer vorgesehen. Durch diese
Einrichtungen übertragene aufeinanderfolgende Kartons fallen durch Schwerkraft auf
den Sammelförderer.
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Bei einer praktischen Ausführungsform sind zwei Förderer Bit getrennten
Antrieben vorgesehen und das 6eschwindigkeitsverhältnis zwischen dem Saumbildungsförderer
und dem Sammelförderer ist so gewählt, daß der langsamer bewegte Sammelförderer
die Kartons einander uberlappend sammelt, wobei jeweils einer auf der Oberseite
des anderen liegt und die Forderkanten aufeinanderfolgender Kartons einen kleinen
Abstand voneinnär aufweisen, wodurch sich eine zweckmäßige aufgefächerte oder schindelförmige
Anordnung ergibt, so daß eine Bedienungsperson am anderen Ende des Sammelförderes
leicht aufeinanderfolgende Gruppen von Kartons von Hand ergreifen und auf andere
Maschinen verteilen oder dieselben in Behälter verpacken kann.
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Bei Betrieb der bevorzugten Ausführungsform zieht die ZufGhreinrichtung
nacheinander jeweils den untersten Kartonzuschnitt aus einem Stapel von Zuschnitten
heraus und liefert die aufeinanderfolgenden Zuschnitte zu einem kontinuierlich bewegten
Förderer, wo die Zuschnitte zuerst mit einem Streifen von Klebstoff längs einem
Saumbildungsteil versehen werden. Die vorgekerbten oder vorgerillten Lappen auf
jeder Seite des Zuschnitts werden sodann nach innen gefaltet, so daß sich die Ränder
berühren und ein Schlauch oder eine Hülse gebildet wird, der mit einem seitlichen
Saum oder Falz versehen ist. Der seitliche Saum wird sodann stark gepresst, damit
der Klebstoff abbindet und anschließend wird der Karton auf den Samielförderer gegeben.
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Die dargestelltetzuscbnittzuführeinricbtung gemaß der Erfindung zieht
nacheinander jeweils den untersten vorgekerbten Kartonzuschnitt
aus
einen Stapel von Zuschnitten heraus und überträgt denselben auf den seitlichen Saumbildungsförderer.
Es wird Vorsorge getroffen, daß das Herausziehen von sehr als eine Zuschnitt gleichzeitig
verhindert wird und daß ein verklemmter Zuschnitt in der Zuführeinrichtung schnell
freigegeben wird. Die aufeinanderfolgenden Zuschnitte können längs zweier der vorgekerbten
Linien gefaltet werden, wodurch die Ränder zur Bildung eines Saums eiinnder überlappen,
und es wird eine neuartige Einrichtung zul derartigen Pressen des seitlichen Saum
vorgesehen, daß der Preßvorgang lediglich auf den durch Klebstoff festgelegten Teil
des Kartons eingescher wird.
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Die Erfindung weist folgende Merkmale auf: t. Kartons werden schnell,
wirksam und wirtschaftlich hergestellt.
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2. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist durch eine neuartige Zuführeinrichtung
ftlr Kartonzuschnitte gekennzeichnet, welche aufeinanderfolgende Kartonzuschnitte
mit hoher Geschwindigkeit von einem Stapel von Zuschnitten abzieht.
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3. Die erfindungsgeäße Vorrichtung ist durch eine neuartige Einrichtung
zum Sammeln der vom seitlichen Saumbildungsförderer ausgegebenen aufeinanderfolgende
Kartons in einer zweckmäßigen Anordnung gekennzeichnet, so daß dieselben fUr Verpackungszwecke
von Hand entnommen und verteilt werden können.
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Anhand der Figuren werden Ausführungsbeispiele der Erfindung näher
erläutert. Es zeigt:
Figur 1 eine Seitenansicht der Vorrichtung
zur Herstellung und zum Sammeln von Kartons, Figur 1A eine Darstellung eines Teils
der Figur 1, Figur 2 eine Draufsicht auf die in Figur 1 gezeigte Vorrichtung, Figur
2A eine Darstellung eines Teils der Figur 2, Figur 3 eine Schrägansicht eines vorgekerbten
oder vorgerillten Zuschnitts, aus welche die Kartons hergestellt werden, Figur 4
eine sit der Vorrichtung gefalteten und mit seitlichem Saum versehenen Karton, Figur
5 eine Seitenansicht der Kartonzuschnitt-Zuführeinrichtung mit einen Magazin zum
Halten eines Kartonostapels, Figur 5A eine Ansicht der rechten Seite der Figur 5,
Figur 6 einen Schnitt des unteren Endes einer anderen Ausführungsform des Magazins
in größerem Maßstab, wobei ein teilweise herausgezogener Zuschnitt gezeigt ist,
Figur 7 eine Vorderansicht eines Teils des in Figur 6 ge zeigten Magazins, Figur
8 eine Teilseitenansicht einer anderen AusfUhrungsfar.
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der Faltorgane, die am seitlichen Saumbildungsförderer angebracht
sind, Figur § einen Schnitt längs der Linie 9-9 in Figur 8, in welchem eine andere
Ausführungsform der Faltorgane dargestellt ist,
Figur 10 eine Stirnansicht
des seitlichen SauSbildung8-förderers, in welcher die seitlichen Saumpreßrollen
sowie eine andere Ausführungsform der Antriebseinrichtung dargestellt ist, Figur
lt eine Rückansicht der freßrollen-Antriebseinrichtung, Figur 12 eine Seitenansicht
des Kartonsammelförderes, Figur 12A eine Ansicht des linken Endes der Figur 12,
Figur 13 eine Teilseitenansicht des Ausgabeendes des seitlichen Saunbildungabandes
und des Aufnahseendes des Sammelförderes und Figur 14 eine Draufsicht auf die in
Figur 13 gezeigten Teile.
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Aus den Figuren und insbesondere aus Figur 1 ist ersichtlich, daß
die Vorrichtung eine Karton-Zuführeinrichtung 10 aufweist, welche geeignet ist,
nacheinander jeweils den untersten Kartonzuschnitt 12 aus eine Stapel 14 von in
eine Magazin 18 gehaltenen Zuschnitten herauszuziehen (Figur 1A). Der aufrechte
Stapel ist unter eine Winkel von etwa 400 gegen die Vertikale geneigt, wodurch infolge
der Höhenverminderung der Anordnung das Beschicken des Magazins vereinfacht wird.
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Die Kartonzuschnitte 12 sind vorgekerbt, gerillt oder geritzt und
bei Betrieb werden aus dem Stapel 14 herausgezogene aufeinanderfolgende Zuschnitte
in Längsrichtung vorgeschoben, so daß sie nit ihren vorderen Enden zuerst zwischen
Vorschubrollen 18 und 20 und sodann zwischen Überführungsrollen
22
und 24 (Figur 5) gelangen, wobei die letzeren so angeordnet sind, daß sie die Kartons
Mittels eines allgemein Mit 26 bezeichneten horizontalen Förderes in eine Falzstation
bringen, wobei ein aus einer seitlichen Saumklappe 27 bestehender Rand des Zuschnitts
während des Vorschubs des Kartonzuschnitts durch ein Klebstoffrolle 28 (Figur 3)
mit Klebstoff versehen wird. Die an die Außenkanten des Kartons angenzenden Seitenwandfelder,
die aus einem schmalen Feld 29 auf einer Seite und einem breiteren Feld 31 auf der
anderen Seite bestehen, werden sodann durch Faltschienen 30 nach innen gefaltet,
so daß die Längsränder einander überlappen und verklebt werden. Der Karton wird
dabei längs zweier Kerblinien gefaltet und iit einem seitlichen Saum oder Falz versehen,
wobei der letztere zum Aushärten der Verbindung während des kontinuierlichen Vorschubs
des Zuschnitts durch eine Preßrolle 82 (Figur 10) festgepreßt wird. Die in dieser
Weise zur Bildung eines flachen Schlauches oder einer flachen Hülse gefalteten und
verklebten Zuschnitte werden vom Ausgabeende des seitlichen Saumbildungsförderes
26 atif das Aufnahmeende eines Sammelförderes 34 geschoben, welcher eine Aufnahmestation
bildet.
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Die Kartonzuschnitt-Zuführungseinrichtung 10 wird nunmehr anhand von
Figur 6 näher erläutert. Die jeweils untersten Kartonzuschnitte 12 ii Stapel sind
so angeordnet, daß sie durch Berührung mit mehreren ii seitlichen Abstand voneinander
angeordneten Reibungsbändern 42 herausgezogen werden können, wobei die Reibungsbänder
über im Abstand voneinander angeordnete, auf einer Welle 46 befestigte Leerlaufrollen
44 und Uber ii Abstand voneinander angeordnete auf einer Well 50 befestigte Antriebsrollen
48 laufen. Die Reibungsbänder 42 laufen kontinuierlich und jedes besteht aus einem
Gummiband mit einer Mehrzahl von kleinen, nach oben stehenden, elastischen Vorsprüngen.
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Um das Herausziehen von aufeinanderfolgenden Zuschnitten in zeitlicher
Abstimmung mit dem Betrieb der Maschine zu steuern, sind mehrere in seitlichem Abstand
angeordnete Hubrollen 52 vorgesehen, welche zwischen den im Abstand voneinander
befindlichen Bändern 42 angeordnet sind und abwechselnd den Stapel 14 anheben, so
daß abwechselnd der unterste Zuschnitt 12 von den Bändern abgehoben und der Stapel
nieder abgesenkt wird, wodurch der unterste Zuschnitt in Reibungsberührung mit den
Bändern kommt und abgezogen wird. Di. Rollen 52 sind auf einer Spange 53 befestigt,
welche durch ii Abstand voneinander befindliche Ar.. 54 getragen wird, die auf einer
Welle 56 angebracht sind. Ein zweiter, von der Welle 56 getragener Arm 58 ist durch
ein Gelenk 59 Mit eine Are 60 eines an einer Welle 62 hin-und herbewegbaren Winkelhebels
verbunden. Der zweite Arm 64 des Winkelhebels trägt eine Rolle 66, welche mit einen
auf einer Nockenwelle 70 befestigten Nocken 68 zusammen wirkt.
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Die rückwertige Kante des unteren Endes des Stapels 14 liegt an einer
Rolle *2 an, welche von eine Ara 7* getragen wird, der ii Magazin 16 einstellbar
gelagert ist. Die Rolle 72 trägt einen Teil des Gewichts des Stapels und erstreckt
sich vom rückwärtigen Rand des Stapels etwas nach vorne, so daß die Vorderkante
der untersten Zuschnittgruppe in der dargestellten Weise nach vorne aufgefächert
werden. Das vordere Ende des Stapelschachtes trägt Mehrere Winkelführungen 76, an
welchen die aufgefächerten Kanten der untersten Zuschnittgruppe anliegen. Die Führungen
76 sind in vertikaler Richtung einstellbar und wirken mit angetriebenen Rollen 78
zusanen, so daß das Freisetzen des untersten Zuschnitts aus dem Stapel unterstützt
wird. Bei Betrieb ist der Abstand zwischen den unteren Enden der FUhrungen 76 und
dem Umfang der Rollen 78 etwa gleich den
ein-einhalbfachen der
Diode des Kartonzuschnitts. Wenn die Hubrollen 52 in ihre angehoben. Stellung verschwenkt
werden, werden die Zuschnitts uber die Reibungsbänder 42 gehoben, und wenn umgekehrt
der Stapel durch die Rollen 52 abgesenkt wird, wie in Figur 5 gezeigt, wird der
unterste Zuschnitt von den Bändern ergriffen und läuft unter den Führungen 76 zur
Klemmstelle der angetriebenen Zuführrollen 18 und 20, welche in kurze Abstand vor
dem vorderen Ende des Magazins angeordnet sind. Bei Betrieb führen die Reibungsbänder
das vordere Ende des Zuschnitts nur Ober eine kurze Strecke, bevor die Zuführrollen
18 und 20 den Zuschnittvorschub übernehaßn, wobei die Rollen .it einer Oberflächengeschwindigkeit
angetrieben werden, die gleich der Lineargeschwindigkeit der Bänder 112 ist. Wie
in Figur 5 gezeigt, gestattet der Abstand zwischen dqn Führungen 76 und den Rollen
78 lediglich das Herausziehen jeweils eines Zuschnitts von der Unterseite des Stapels.
Bei Betrieb müssen die Hubrollen 52 so betätigt werden, daß sie den Stapel anheben,
bevor das rückwärtige Ende des gerade herausgezogenen Zuschnitts das Hagazin verläßt,
so daß die Freigabe eines unmittelbar auf den ersten folgenden Kartons verhindert
wird. Die nockenbetätigten Hubrollen dienen daher zur Steuerung des Abstands der
Kartonzuschnitte in zeitlicher Abstimmung mit dem Betrieb der Maschine.
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Bei einer anderen Ausführungsform des Magazins, welche in Figur 6
gezeigt ist, sind winkelförmige Anschlagführungen 398 in Aussparungen 400 vertikal
einstellbar, die in einen Teil des Magazins bildenden Rahmenteilen 402 ausgebildet
sind. Jeder Rahmenteil 502 ist mit einem daran befestigten Block 404 versehen, welcher
die Aussparung 400 Uberspannt und als Führungsglied dient. Ein weiterer Block 406
dient als zweites Ftihrungsglied. Jede winkelförmige AnschlagfUhrung 398 ist außerdem
mit eine daran befestigten Block 408
versehen, welcher mit einem
einstellbaren Anschlagstift 410 zusammenwirkt, der von eine feststehenden Block
404 getragen wird und aus diesem hervorsteht. Ein Paar von Federn 4141 welche zwischen
von Führungsblock 408 und von festste henden Block 404 getragenen Stiffen eingespannt
sind, hält die Anschlafgührung in ihrer Einstellung beweglich der Rolle 70 nach
unten. Eine Mutter 415 dient zur Festlegung des Stiftes 410 in seiner Einstellung.
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Es wird Vorsorge getroffen, daß die Anschlagführungen 398 zum Freigeben
eines verklemmten Zuschnitts im Förderer schnell angehoben werden können. Wie in
Figur 6 gezeigt, ist ein Handgriff 416, welcher bei 418 in eine an Rahmenteil 422
befestigten Halter 420 schwenkbar angelenkt ist, durch ein gekrümmtes Glied 424
mit dem an der Anschlagführung 398 befestigten beweglichen Block 408 verbunden.
Beim Auftreten einer Verklemmung zwischen den Anschlagführungen und den Rollen 78
kann der Handgriff 416 angehoben werden, um die Anschlagführungen gegen den Widerstand
der Federn 414 anzuheben. Wenn die Verklemmung beseitigt ist, kann der Handgriff
wieder freigegeben werden, so daß die Anschlagführungen in ihre Einstellung zurückkehren.
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Die vorderen Enden der aufeinanderfolgenden Xartonzuschnitte 12, welche
durch die Zuführrollen 18 und 20 vorgeschoben werden, gelangen zwischen die kontinuierlich
angetriebenen Überführungsrollen 22 und 24 und werden auf den horizontalen Förderer
26 gegeben. Wie in Figur 1 gezeigt, sind die oberen Überführungsrollen 22 mit Ausschnitten
23 zur Aufnahme der vorderen Enden der Zuschnitt versehen, so daß deren Obergang
von einer geneigten Lage in eine horizontale Lage auf dem Förderer 26 erleichtert
wird.
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Die Antriebe der Kartonzuschnitt-Zuführeinrichtung 10 weisen einen
Ketten- und Zahnradantrieb *0 von der Nockenwelle 70 zur Welle 50 auf, auf dendie
Rollen 48 angebracht sind. Die Welle SO ist Ober Stirnräder 82, 8* und 85 mit der
Wolle 80 verbunden, auf welcher die Rollen 78 angebracht rind, die mit den Führungen
76 zusammenwirken. Die Welle 50 ist ausserdem über Stirnräder 90 und 92 mit einer
Welle 94 verbunden, welche die oberen Zuführrollen 18 trägt. Die Welle 94 wird von
federbelasteten Blocklagern 96 getragen, welche in den seitlichen Rahmen gleitbar
angebracht sind und die Welle 46, auf der die Rollen 44 angebracht sind, wird ebenfalls
durch Blocklager 98 getragen, welche in den Rahmen einstellbar angebracht sind und
als Bandsp.nnsr dienen.
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Die Nockenwelle 70 wird durch eine Ketten- und Zahnrad-Verbindung
100 ntt einer Welle 102 antriebsmäßig verbunden, welche ihrerseits durch Kegelräder
104 und 106 mit einer in Längsrichtung verlaufenden Welle 108 verbunden ist. Die
letztere Welle ist über Kegelräder 110, 112 mit einer angetriebenen Welle 114 verbunden.
Die Welle 114 ist Ober Stift räder 116 mit einer Welle 118 verbunden, welche ihrerseits
über einen Ketten- und Zahnradantrieb 120 mit einer Antriebswelle 122 verbunden
ist. Die Welle 122 bildet die Abtriebswelle einer Geschwindigkeitsmindereinrichtung
430. Die Antriebswelle dieser Einrichtung ist durch einen Riemen-und Rollenantrieb
432 mit einem Notor 434 verbunden.
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Wie in den Figuren 1 und 2 gezeigt, weist der horizontale Förderer
26 ein Paar von in seitlichem Abstand angeordneten Ketten 124 auf, die mit in Längsabständen
angeordneten Ansätzen oder Mitnehmern 126 versehen ist, welche hinter den rückwärtigen
Kanten eines von den Überführungsrollen 22 und 2¢ auf den Förderer gegebenen Zuschnitts
12 angreifen.
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Die Ketten 124 werden kontinuierlich angetrieben und laufen über obere
Kettenräder 128 und 130, die auf Wellen 132 bzw.
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134 an jede Ende des Förderes angebracht sind, über untere Kettenräder
136 und 138, die auf Wellen 102 und 114 befestigt sind, , und Ober mittlere Führungskettenräder
140 und 142. Die Kettenräder 138 sind auf der Welle 114 befestigt und bewirken den
Antrieb der Ketten 124. Die Welle 132 ist Ober ftirnräder 144 mit der Welle 146
verbunden, auf welcher die oberen Rollen 22 angebracht sind. Die oberen Rollen werden
in Blocklagern 148 gehalten, die im Stützrahmen gleitbar gelagert sind.
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Bei Betrieb ist die Oberflächengeschwindigkeit derÜberfUhgsrollen
22 und 24 größer als die Lineargeschwindigkeit der Ketten 124 des Förderers 26,
sP daß ein auf dem Förderer liegender Kartonzuschnitt 12 kurzzeitig zur Ruhe kommt,
nachdem er die Überführungsrollen verläßt, bis die Kettenansätze 126 am rückwärtigen
Ende angreifen und den Zuschnitt vorwärts durch die Maschine ' bewegen. Wie in Figur
1 gezeigt, besteht der Antrieb der Welle 132, auf welcher die Rolle 24 angebracht
ist, aus eine von der Welle 102 kaimenden Ketten und Kettenradantrieb 145. Es ist
klar, daß die Xettenräder 128 auf der Welle 102, Uber welche die Trägerketten 124
laufen, Leerlaufräder sind und daß der Ketten- und Kettenradantrieb 145 eine Drehung
der Welle 132 mit solcher Geschwindigkeit hervorruft, daß der Kartons zuschnitt
12 vor dem Ankommen der Ansätze 126 auf den Förderer 26 aufgelegt wird. Wie gezeigt,
wird der Zuschnitt zwischen den seitlichen FUhrungen 150 und 152 und unter den Niederhalteschienen
154 und 156 gefUhrt. Der Zuschnitt wird zuerst an der Klebstoffrolle 28 vorbeigefthrt,
wo die Unterseite der seitlichen Saumklappe mit einer Klebstoff schicht versehen
wird.
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Die Klebstoffrolle 28 ist verhältnismäßig schmal und ist einstellbar
auf einer Welle 158 angeordnet, welche in
zeitlicher Abstimmung
mit dc Vorschub des Kartons Ober Ketten- und Kettenradverbindungen von der Welle
114 in Drehung versetzt wird, welche aus einer Verbindung 159 zur Welle 160, einer
Seitenverbindung 161 zu einer Welle 162 und einer letzten Verbindung 164 zur Welle
158 bestehen. Bei Betrieb wird die Rolle 28 mit einer Oberflächengeschwindigkeit
gedreht, welche etwas geringer ist als die Linergeschwindigkeit der ' Förderketten
124, so daß das rückwärtige Ende dz seitlichen Sauiklappe des Kartons nicht einen
Überschuß an Klebstoff aufniiit, was stattfinden wUrde, wenn sich die Klebstoffrolle
schneller bewegen würde als der Zuschnitt. Die Klebstoffrolle 28 läuft in einem
Klebstofftcpf 166, welcher einen schnell abbindenden, heiß schmelzenden Klebstoff
enthalt. Der Xlebstofftcpf wird von parallelen Armen 168 getragen, die durch einen
Handgriff 170 abgesenkt werden können, ua eine zweckmäßige Säuberung und Wartung
zu ermöglichen. Eine der Führungsschienen 152 ist mit einer kurzen Schiene 172 versehen,
welche Ober einem Teil der Klebstoffrolle angeordnet ist und unter welcher die seitliche
Sauiklappe 27 verläuft, wobei die Schiene 172 zum Halten der Klappe in Anlage an
der Klebstoffrolle während des Aufbringensdes Xlebstoffs dient.
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Der Kartonzuschnitt wird sodann unter Schuhen 174 und 176, deren Außenkanten
mit den Kerblinien 178 bzw. 180 des Kartonzuschnitts ausgerichtet sind, und an geformten
und gebogenen feststehenden Faltschienen 182 und 18* vorbeigefflhrt, so daß die
Seitenwandfelder 29 und 31 um 1800 nach innen gefaltet werden. Wie in den Figuren
8 und 9 gezeigt, sind zur Auslassung des Faltvorgangs, insbesondere bei schneller
Bewegung der Kartons ltngs des Förderers, drehbare Faltorgane 183 und 185 jeweils
auf beiden Seiten des Förderers vorgesehen. Die drehbaren Faltorgane 183 und
185
sind auf einer Welle 162 angebracht, welche Ober einen Ketten- und Kettenradantrieb
161 mit der Welle 160 verbunden ist. Die Niederhalteschienen 154 und 156 und die
Schuhe 174 und 176 sind seitlich einstellbar auf Stangen 186 angebracht, die von
Armen 188 getragen werden. Die Arme 188 sind an einer in Längsrichtung verlaufenden
Schwinghebelwelle 190 festgeklemmt, welche in am Rahmen befestigten Lagerstützen
192 drehbar gelagert ist. Die Faltschienen 182 auf einer Seite des Förderers 26
werden ebenfalls von an der Schwinghebelwelle 190 festgeklemmten Armen 194 getragen
und sind an diesen einstellbar Die Faltschienen 184 auf der anderen Seite des Förderers
werden von an einer Schwinghebelvelle 198 festgeklemmten Ar 196 getragen und sind
an diesen einstellbar Bei dieser Ausbildung ist ersichtlich, daß die bewegten Teile
des etlichen Saumbildungsförderers auf verschiedene Kartongrdßen innerhalb vorgegebener
unterer und oberer Grenzen einstellbar sind. Wie in Figur 1 gezeigt, läuft der mit
einem seitlichen Saum versehene Karton unter einer FUhrungsplatte 195 auf einer
Seite und unter einer Stange 197 auf der anderen Seite durch, welche zur Vervollstandigung
der Falzbildung längs der Kerblinien 178 und 180 dienen.
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Die Niederhalte- und Faltelemente werden durch Federkraft in eine
vorbestimmte und einstellbare Anschlagstellung nach unten gedrUckt und können beim
Auftreten einer Verklemmung nach oben verschwenkt werden. Es können nicht gezeigte,
geeignete Kontrolleinrichtungen zum Anhalten der Maschine beim Auftreten einer solchen
Verklemmung vorgesehen werden.
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Es ist ersichtlich, daß das breitere Seitenwandfeld 31 das zuerst
gefaltete Feld darstellt, wodurch die mit Klebstoff beschichtete Klappe 27 nach
oben liegt, worauf das schmalere Feld 29 nach unten auf die Oberseite der Klappe
27 gefaltet wird, so daß der mit 200 bezeichnete seitliche Saum gebildet wird. Unmittelbar
danach wird bei kontinuierlichent
Vorschub des Kartons der seitliche
Saum 200 einer Druckwirkung durch angetriebene Druckrollen unterworfen, welche aus
der oben erwähnten Rolle 32 und einer damit zusammenwirkenden Rolle 204 bestehen,
die den Klebstoff ausbreiten und abbinden.
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Während der Druckausübung wird der Karton von einem kontinuierlich
bewegten Band 206 unterstützt, dessen Umrisse sich mit dem Kettenförderer 26 decken.
Das Band 206 und die angetriebenen Rollen 32 und 204 bewegen sich schneller als
die Trägerketten 124, so daß der Karton während der Obertragung von den Ketten auf
das Band von den Ansätzen 126 Moh vorne gezogen wird. Daher drücken die Preßrollen
nicht nur auf den Klebstoffsaum, sondern sie beschleunigen auch den Karton von den
Kettenansätzen weg. Das Band 206 läuft Uber eine auf einer Antriebswelle 222 befestigte
Antriebsrolle 212 und ueber eine angetriebene Rolle 214, die drehbar auf eine in
einem Halter 218 befestigten Stift 216 angeordnet ist. Die Antriebswelle 222 wird
Ober einen Ketten- und :KettenradantSeb 220 von der frägerketten-Kettenradwelle
134 gedreht und bewirkt eine Lineargeschwindigkeit des Bandes 206, die großer ist
als die Lineargeschwindigkeit der Trägerkette 1211. Die untere Preßrolle 214 ist
ebenfafls auf der Rollenwelle 222 angebracht. Die obere Rolle 32 ist auf einer Welle
224 angebracht und ist zur Drehung mit der unteren Rolle Ober Stirnränder 226 angeschlossen.
Wie in Figur 10 gezeigt, ist die obere -Rollenwelle 224 in einen Halter 228 drehbar
gelagert, welcher bei 230 schwenkbar gelagert ist und damit er die Rolle 32 in Wirkungseingriff
mit der unteren Rolle 204 drUckt, wird er in der entsprechenden Richtung durch eine
Druckfeder 232 verschwenkt, welche in Windungen um eine Stange 233 zwischen einem
einen Teiles Halters 228 bildenden Bügel 2311 und einer Welle 236 angeordnet ist,
die in im Abstand voneinander angeordneten, von einem am Maschinenrahmen befestigten
Halter
240 ausgehenden Armen 238 drehbar gelagert ist. Tatsachlich kann sich die Stange
233 durch die Welle 236 erstrecken und es sind Verbindungen zum unteren Ende der
Stange hergestellt, um eine Handverschwenkung des Halters 228 in eine Außerbetriebsstellung
je nach Wunsch durchzuführen.
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Das untere Ende der Stange 233 kann mit einer Nabe 235 versehen sein,
die eine Nockenfläche an ihrem oberen, am Handgriff 237 anliegenden Ende aufweist.
Ein Verschwenken des Handgriffs bewirkt ein Verschwenken der Preßrolle 32 nach oben.
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Bei Betrieb kann es erwünscht sein, die Druckausübung auf den seitlichen
Saumbereich 200 nur auf den durch die Klappe 27 begrenzten Bereich des Kartonzuschnitts
12 zu begrenzen, d.h. die Rolle 32 angehoben zu halten, bis der Verschlußklappenbereich
an einem Ende vorbeigegangen ist, und die Rolle wieder anzuheben, bevor sie die
Verschlußklappen am anderen Ende des Xartons berUhrt, um ein Ausquetschen von Klebstoff
aus den Enden des Saums auf die Verschlußklappen zu vermeiden. Dies kann durch Verschwenken
der oberen Rolle 32 in und außer Wirkungseingriff mit der unteren Rolle 204 durch
eine nockenbetätigte Gelenkverbindung bewirkt werden.
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Wie in den Figuren 10 und 11 gezeigt, ist ein {Fortsatz 436 des Halters
234 über ein Glied 438 mit einem Arm 440 eines zweiarmigen Nockenhebels verbunden,
welcher auf der im Rahmen drehbar gelagerten Welle 134 schwenkbar angebracht ist.
Der zweite Ara 442 des Hebels trägt eine Nockenrolle 444, welche mit in«s auf einer
Welle 448 befestigten Nocken 446 zusammen wirkt. Die Wäle 448 ist durch Stirnräder
450 mit der Antriebswelle 114 verbunden. Der Nocken 446 ist einstellbar, so daß
er das Anheben und Absenken der oberen Rolle 32 bei jede Arbeitsperiode in zeitlicher
Abstimmung mit dem Durchgang von aufeinanderfolgenden Kartons bewirkt. Der Nocken
446 kann eingestellt werden, 80 daß die obere Rolle 32
lediglich
den seitlichen Saugteil 200 berührt, welcher der LAnge der seitlichen Saunklappe
27 entspricht.
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Der Durchgang des Kartons zwischen den Rollen 32 und 20* dient außerdem
zur Beschleunigung des Kartons Zur Fortsetzung der Beschleunigung des Kartons, so
daß derselbe auf den Sammelförderer 24 gestoßen wird, ist eine von einem Arm 244
getragehe Rolle 242 vorgesehen, welche mit de Ausgabeende des Bandes 206 nahe der
Rolle 214 zusammenwirkt. Der Ar 244 ist schwenkbar auf eine Stift 246 gelagert und
wird durch eine Schraubenfeder 248 nach unten gedrückt, welche zwischen eine Fortsatz
260 des Arms 244 und einem zweiten, am Stift 246 festgeklemmten Arm 252 gehalten
wird.
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Der Stift 2*6 ist in eine in eine Halter 256 ausgebildeten langgestreckten
Schlitz 254 einstellbar angeordnet.
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Der Sammelförderer 34 weist ein langgestrecktes Band 452 auf, welches
über Rollen 454 und 56 jeweils an den beiden Enden des Förderers läuft. Die Rollen
sind auf Wellen 458 bzw. 460 angebracht, welche in Lagern 462 drehbar gelagert sind,
die an von Bodenstützen 468 unterstützten seitlichen Schienen 464 und 466 befestigt
sind. Es ist geeignete Vorsorge getroffen, daß das Band 452 in eine gespannten Zustand
gehalten wird, wie bei 470 angedeutet, wobei ein Teil des unteren Trums des Bandes,
welches sich zwischen Leerlaufrollen 472 und 474 erstreckt, von eine Lerlaufrolle
476 ergriffen wird, die von einem schwenkbar gelagerten Arm 478 getragen wird. Eine
zwischen dem Arm 478 und einer der Bodenstützen 488 eingespannte Feder 480 verschwenkt
die Leerlaufrolle 476 nach unten, wodurch das Band gespannt wird.
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Die Rolle 454 am Aufnahmende des Fördersers ist eine Leerlaufrollen
die Rolle 456 am Ausgabeende ist eine Antriebsrolle. Die Welle 460, außwelcher die
Antriebsrolle angebracht ist,
ist über einen Ketten- und Kettenradantrieb
482 mit der Abtriebswelle einer Geschwindigkeitemindereinrichtung 484 verbunden.
Die Antriebswelle der Geschwindigkeitsmidnereinrichtung ist über einen Band- und
Rollenantrieb 486 mit eine Elektromotor 488 verbunden. Der Förderer ist außerde
mit Führungsschienen 490 und *92 versehen, welche an den zeitlichen Schienen 464
bzw. 466 befestigt sind.
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Bei Betrieb ist der seitliche Saumbildungsförderer 26 in kurzem Abstand
oberhalb des Sammelförderers 34 angeordnet und wird mit größerer Geschwindigkeit
angetrieben als der Sammelförderer. In dieser Weise ein Geschwindigkeitsverhältnis
von 20:1 aufrechterhalten werden und die Geschwindigkeit des seitlichen Saumbildungsförderers
wird so gewählt, daß aufeinanderfolgende, mit seitlichem Saum versehene Kartons
aus dem Ausgabeende desselben durch Schwerkraft auf das Aufnahmeende des langsamer
bewegten Sammelförderers fallen. Infolgedessen sind aufeinanderfolgende Kartons,
welche auf das Band 452 und zwischen die Führungsschienen 490 und 492 fallen, jeweils
Übereinander angeordnet, vobei die Vorderkanten einen gegenzetigen Abstand von etwa
2,5 cm (1 inch) aufweisen, so daß sich auf dem Band 452 eine "schindelförmige" oder
"aufgefächerte" Anordnung ergibt. Wie in den Figuren 13 und 14 gezeigt, ist ein
Paar von naoh unten gebogenen Führungsplatten 494 und *96 einstellbar jeweils auf
beiden Seiten des Förderers in der Bahn des vom seitlichen Saumbildungsförderer
kommenden Kartons angebracht. Die gebogenen Platten sind Ober und in kurzem Abstand
nach dem Aufnahmsende des Sammelförderers angeordnet und dienen zur Führung und
Stanmerung der Bewgung der vom seitlichen Saumbildungsförderer angetriebenen Kartons,
so daß ein mehr oder weniger gleichförmiges Herunterfallen aufeinanderfolgender
Kartons auf den Samuelförderer bewirkt wird. Bei einer anderen, nicht gezeigten
Ausforungsform der Erfindung kömmen die nach unten gebogenen
Platten
durch eine Rolle oder durch ein in der Bahn der vom seitlichen Saumbildungsförderer
kommenden Kartons angeordnetes kontinuierlich bewegtes Band ersetzt werden, welches
dem gleichen Zweck dient, d.h., der Vorwärtsbewegung der Kartons einen gewissen
Widerstand entgegenzusetzen, um eine gleichförmige Anordnung aufeinanderfolgender
Kartons auf dem Sammelforderer zu gewährleisten.
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Die in dieser Weise gesammelten und kontinuierlich auf den Förderer
34 vorgeschobenen Kartons können auf eine Plattform 500 ausgegeben werden, deren
Umrisse sich mit dem oberen Trum eines Bandes überdecken. Die Plattform wird von
Haltern 502 unterstützt, die an Fortsätzen der seitlichen Schienen 464 und 466 befestigt
sind. Die in dieser Weise gesammelten und ausgegebenen Kartons können von der Bedienungsperson
bequem gruppenweise ergriffen und von Hand in das Magazin von Kartonauffalt- und
Bodenversiegelungsmaschinen gegeben cder in Behälter f<Ir den Versand oder die
Lagerung für eine zukünftig Verwenden, verpackt werden.
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Wie aus Figur 5 ersichtlich, I-ann der Nockenhebel 64 in einer aufrechten
Stellung verriegelt werden, so daß der Stapel t4 in einer angehobenen Lage gehalten
wird, wenn eine Unterbrechung der Zuführung von Kartonzuschnitten erwünscht ist.
Dies kanr durch Handsteuerung oder durch eine automatische Steuerung irgeneiner
üblichen oder bevorzugten Ausfuhrungsform erfolgen. In jedem Fall wird ein normalerweise
geschlossenes Solenoidventil 356 (siehe Figur 5A), welches eine Druck'luftquelle
Ober ein Rohr 357 mit eine Druckluftzylinder 358 verbindet, betätigt und öffnet
das Ventil 356 beim Schließen des Kreises 359. Ein Öffnen des Ventils bewirkt ein
Ausfahren des Schaftes 360, welcher an einem Arm 362 eines Winkelhebels angreif@,
der an einem von einem Halter 366 getragenen Stift 364 schwenkbar gelagert ist.
Der Arm 362 wird von einer Feder im Uhrzeigersinn belastet und der zweite
Arm
368 des Winkelhebels ist mit einem Arm 370 der Klinke 371 durch eine Stange 372
verbunden, welche im Arm 370 befestigt und im Arm 368 gleitbar gelagert ist. Die
Stange 372 ist mit einer Mutter 373 versehen, so daß die Gleitbewegung begrenztund
ein tatsächliches Ausklinken der Klinke bewirkt wird. Eine Druckfeder 374, welche
in Windungen um die Stange 372 angeordnet ist, verschwenkt die Klinke im Gegenzeigersinn
auf dem Stift 364, um die Klinke 371 in die Bahn eines Fortsatzes 376 des Xockenhebels
64 zu bringen. Diese Art der Steuerung ist vorteilhaft, wenn es erwünscht ist, die
Zuführung der Kartons automatisch zu unterbrechen, wenn eine Verklemmung in der
seitlichen Saumbildungseinrichtung auftritt, damit die Faltelemente angehoben werden,
wobei ein Mikroschalter 378 so angeordnet werden kann, daß er den Kreis 359 zum
Solenoidventil 356 in diesem Fall schließt, oder ein handbetätigter Schalter in
dem Kreis vorgesehen werden kann. Eine weitere Steuerungsart zum Unterbrechen der
Zuführung von Kartonzuschnitten kann, wie in Figur 5 gezeigt, aus einer photoelektrischen
Abtasteinrichtung 380 bestehen, welche eine zu große Lieferung von fertigen Kartons
an einer vorderen Stelle in der Verpackungsanlage feststellt und das Solenoidventil
356 betätigt, um ein Einklinken des Nockenhebels 64 zu bewirken.
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Aus der obigen Beschreibung ist zu entnehmen, daß die erflndungsgemäße
Vorrichtung flache schlauch- oder hülsenförmige, mit seitlichem Saum versehene Kartons
aus vorgekerbten oder gerillten Kartonzuschnitten schnell, wirksam und wirtschaftlich
herstellen kann.