DE2149757A1 - Vorrichtung zum Antreiben wenigstens eines Spinnelements zum Falschdrallen von Garn - Google Patents
Vorrichtung zum Antreiben wenigstens eines Spinnelements zum Falschdrallen von GarnInfo
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Description
214975t
Sa 19Ί2
Nobuhisa Kodaira und Norio Motegi Tokyo, Japan
Vorrichtung zum Antreiben wenigstens eines Spinne leinen ts
zum Falschdrallen von Garn
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Antreiben
eines Spinnelements zum Falschdrallen bzvr. Falschverdrehen von synthetischem Garn, wobei der Spinner bzw. das
Spinnelement unter der Anzugskraft einer auf einem Ständer angeordneten Magneteinrichtung gehaltert ist und durch eine
Antriebsrolle angetrieben wird.
Es sind bereits viele Vorrichtungen dieser Art bekannt. Da derartige Vorrichtungen mit einem Magneten aus Alnico (legierung
aus Aluminium, Kobalt und Nickel) oder Ferrit (Bariumferrit, Strontiumferrit) vorgesehen sind, besitzen sie einen
komplizierten und großen Aufbau. Dies ruft Schwierigkeiten bei der Handhabung und Einstellung bei der Anordnung der Vorrichtungen
hervor.
Wenn ein Alnico-Magnet benutzt wird, so ergibt sich aus seinen Eigenschaften,eine verbleibende Magnetflußdichte im
zweiten Quadranten der BH-Kurve (Induktion/Feldstärke) von 8 000 - 12 000 Gaußs eine Koerzitivkraft von 500 - 700 Oersted
und ein reversibles magnetisches, induktives Verhältnis von annähernd 1I. Aus diesem Grunde ist es üblich, den Magnet in
Hufeisenform auszubilden, so daß seine O^erschnittsflache
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möglicherweise kleiner und länger wird. Zum Beispiel: Zwei Hufeisenmagnete sind parallel zueinander angeordnet, Jeder
ρ v/eist eine Querschnittsfläche von 1,4 cm und eine Länge von
CJ T^ O /
10 cm auf und/sxnd an ihren Enden mit einem Magnetpol versehen, um entsprechend zwei Magnete zu leiten. Die Magnete
sind somit am oberen und unteren Umfang der Rolle anzuordnen. Hierdurch ergibt sich ein komplizierter und kostspieliger Aufbau.
AuÄerdem wird es hierdurch schwierig, die vertikale Ausrichtung der Enden der Magnetpole einzustellen und den Spalt
zum Spinnelement aufrechtzuerhalten.
VJenn ferner ein Ferrit-Magnet benutzt wird, so ergeben sich aus seiaen Eigenschaften eine verbleibende Magnetflußdichte
im zweiten Quadranten der EK-Kurve von 2000 - 4000 Gauß, eine Koerzitivkraft von 1800 - 2200 Oersted und ein
reversibles magnetisehes, induktives Verhältnis von 1,2 - 2,
so daß seine Querschnittsfläche vergleichsweise größer v/erden sollte, während seine Form flach wird; -seine Länge kann ein
Bruchteil von der des Alnica-Magneten sein. Dieser kann in einigen Fällen in einer Ringnute angeordnet sein, welche zwischen
dem äußeren Umfang der Antriebsrolle des Spinnelements und der Welle eingeformt ist. Jedoch (außer wenn seine Länge
größer ist als. die Dicke der Rolle) kann kein wirksames Ergebnis erzielt werden. Hier ergeben sich außerdem Schwierigkeiten
bei der Halterung des Magnets sowie bei der Aufrechterhaltung der vertikalen Ausrichtung der Magnetnolenden und
des Spaltes zum Spinnelement. Hierbei sind die Kosten für den Magnet selbst zwar niedriger,aber die Kosten für das Ganze
sind höher. Zum Beispiel: Ein ringförmiger Hagnet besitzt folgende Abmessungen: 4 cm äußerer Durchmesser, 2 em innerer
Durchmesser und 3 cm Höhe. Wenn dieser ringförmige "Tarnet in
der Ringnute einer Antriebsrolle angeordnet wird, so nuß das Kernmetall der Antriebsrolle aus elektrisch leitendem Aluminium
sein (zwecks Reduzierung ihres Gex\riehts); wenn derartige
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_ 1X _
Aluminiurascheiben bei hoher Geschwindigkeit, den Magnet umgebend,
gedreht werden, fließt eine turbulente Wirbelströmung in die Scheiben, wodurch sich eine Bremswirkung gegenüber der
Antriebskraft der Rolle ergibt. Diese Bremse kommt auf ein 0,3 - 0,4 -faches der Rollendrehkraft, was zu einem großen
Verlust der Leistungsfähigkeit der Vorrichtung führt. Das bedeutet also, daß für die Antriebsrolle eine 1,3 - Ι,ή-fache
Kraft gegenüber dem normalen Antrieb erforderlich ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei vereinfachtem
Aufbau und kompakterer Größe gegenüber der bekannten Ausführung mit einem Alnico- oder Ferrit-Magnet eine Vorrichtung
zum Antreiben wenigstens eines Spinnelements zum Falschdrallen von Garn zu schaffen, bei der die Richtung und Lage des Magneten
auf seiner Halterung leicht einstellbar ist und bei der außerdem Mittel zur Verhinderung einer Wirbelströmung im Kernmetall
der Antriebsrolle vorgesehen sind.
Diese Aufgabe wird im wesentlichen dadurch gelöst, daß eine Antriebsrolle vorgesehen ist, die zwei tandemartig angeordnete,
einen Spalt zwischen sich aufweisende Reifen enthält, daß ferner das aus Iietallmaterial hoher Permeabilität hergestellte
Spinnelement in Abrollberührung mit der Antriebsrolle angeordnet ist, daß weiterhin in dein zwischen den Reifen gebildeten
Spalt ein rechteckförmiger Magnet aus Edelerde-Kobalt,
wie z. B. Samarium-Kobalt, vorhanden ist, von dem der mittlere Teil des Spinnelements angezogen wird, und daß die Endbereiche
des Spinnelements in Abrollberührung mit den Reifen gedrückt sind.
Bei der vorliegenden Erfindung wird ein Samarium-Kobalt-Magnet
(SmCo1-) verwendet, der eine hohe verbleibende Magnetflußdichte
und Koerzitivkraft aufweist und in dem kein Kraftverlust durch Wirbelströmung erzeugt wird. Es wurde so ein
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Legierungsmagnet gefunden, in dem das Atomverhältnis von Edelerde-Element
bzw. seltene Erde-Element zu Kobalt 1:5 ist, der eine hohe verbleibende Magnetflußdichte und Koerzitivkraft
aufweist und eine maximale Energie enthält. Hierbei ist Samarium-Kobalt (SMCo5) besonders gut geeignet, daß· ein grosses
magnetisches anisotropisches Feld und eine hohe Curie-Temperatur besitzt. Dies ist ein sehr starker Magnet, dessen
maximalen Werte der physikalischen Eigenschaften bei 9000 Gauß (verbleibende Magnetflußdichte) und 9000 Oersted (Koerzitivkraft)
liegen; das maximale Energieprodukt liegt bei 20 Mega-Gauß-Oersted und mehr. Sein reversibles permeables Verhältnis
ist annähernd 1,1 und 1; im zweiten Quadranten der BH-Kurve sind eher gerade Linien als eine Kurve. Wenn daher dieser
Magnet in einer erfindungsgemäßen Spinnelement-Antriebsvorrichtung
verwendet wird, kann seine Länge um eine Zehnerpotenz von der Länge eines Alnico-Magneten abweichen und seine
Querschnittsfläche kann einen Bruchteil von der eines Ferrit-Magneten betragen. Da er ferner nicht von einer äußeren Magnet
störung entmagnetisiert wird, kann es ausreichend sein, ihn mit einer kleineren Größe auszuführen. Dies ermöglicht
die Verwendung eines sehr kleinen Magneten von zylindrischer oder rechteckiger Form, der an seinen gegenüberliegenden Enden
einen kleinen Pol aufweist. Somit kann die Vorrichtung in sehr kompakter Größe ausgeführt sein und die Einstellung
zur Zeit des Zusammenbauens ist ebenfalls sehr leicht.
Ein anderer Magnet ist ein Weißgold-Kobalt-Magnet, der
aber weniger leistungsfähig als der Samarium-Magnet und viel teurer ist, was ihn für eine praktische Amvendung unbrauchbar
macht.
Betrachtet man sein leichtes Gewicht und ebenso seinen einfachen Aufbau und seine leichte Anbringung, so wird er
letzten Endes als Ganzes weitaus billiger, ungeachtet der Tatsache, daß der Magnet selbst etwas hoch liegt. Um einen gleich
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guten Effekt wie bei den bekannten Vorrichtungen zu erzielen, ist daher ein Magnet ausreichend, der eine Querschnittsfläche
ρ
von 1 bis 1,5 cm und eine Länge von etwa 1 cm aufvreist.
von 1 bis 1,5 cm und eine Länge von etwa 1 cm aufvreist.
Weitere Einzelheiten der Erfindung gehen aus der folgenden Beschreibung zweier in der Zeichnung veranschaulichter
Ausführungsbeispiele hervor. Es zeigen
Fig. 1 eine Längsschnittansicht einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung zum Antreiben einer Spindel zum Falschdrallen von Garn,
Fig. 2 eine Schnittansicht entlang der Linie II-II in
Pig· Ii
Fig. 3 einen Teil der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung (von rechts gesehen),
Fig. h eine Schnittansicht entlang der Linie IV-IV in
Fig. 2;
Fig. 5 eine Aufsicht auf ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung,
Fig. 6 eine Schnittansicht entlang der Linie VI-VI in
Fig. 5.
In Fig. 1 ist ein Ständer 1 für eine Vorrichtung veranschaulicht, der eine Antriebsx-olle durch eine Lagerung 2 mit
einer Schraubenmutter 3 haltert.
Eine Rolle *l enthält zwei aus Urethan-Elastomer hergeS-stellte
Reifen, die in Abrollberührung mit einem angetriebenen Spinnelement übereinander angeordnet sind. In der zwischen
den Reifen gebildeten Nute befindet sich eine Magneteinrichtung;
diese ist derart am Ständer befestigt, daß kein Teil der
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Magneteinrichtung die Rolle berührt. Mit 5 ist ein Spinnelement b/zeichnet, das aus einem Metallmaterial hoher Permeabilität
hergestellt ist. Das Spinnelement weist in seinem Zentrum eine axiale Durchgangsbohrung auf, an derem einen Ende ein Saphirstift
12 vorgesehen ist, um ein Verdrehen bzw. ein Verdrallen von Gann zu erleichtern. Das Spinnelement kann so ausgeführt
sein, daß es einen gleichförmigen äußeren Umfang besitzt j in der veranschaulichten Ausführung wird es jedoch vorgezogen,
den mittleren Teil, der *Tagnetpolplatten gegenüberliegt, im
Durchmesser efewas größer auszuführen als die Endbereiche, die
mit den Reifen in Berührung stehen. Wenn auf diese Weise das Spinnelement mit einer Auf- und Abbewegung (herrührend von
einem Ansteigen der magnetischen Anziehungsfläche) gedreht
wird, wird es in der richtigen Lage gehaltert werden, so daß es nicht von den Reifen loskommt. Auch eine Vergrößerung der
relativen gegenüber liegenden Fläche zu den ''agnetpolplatten
wird zu einer größeren Anziehungskraft gegenüber dem Spinnelement führen, vrodurch selbst ein schlankes Spinnelement in
einem stabilen Zustand gehalten werden kann. 6,ist ein Samarium-Kobalt
-Magnet, der zwischen den Reifen angeordnet ist. Um die Magnetkraft (induktive Kraft) in einem Bereich von 300 - 500 g
an den lagnetpolplatten zu halten (um das Spinnelement an die
Reifen zu drücken), wird eine Magnetflußdichte in dem Spalt
zwischen den Magnetpolplatten und dem Spinnelement in einem
Bereich von 15 000 - 20 000 Gauß erforderlich sein, wozu ein Querschnittsbereieh eines Magneten von 1 - 1,5 cm und eine
Magnetlänge von etwa 1 cm ausreichen werden, ^it 7 ist eine
aus Metall hoher Permeabilität hergestellte, obere Polplatte bezeichnet, deren eines Ende in Form eines Konus ausgebildet
ist, um nahe am Spinnelement zu liegen. 8 ist eine in gleicher V/eise aus Metall hoher Permeabilität hergestellte, untere
Polplatte, deren eines Ende ebenfalls konusartig ausgebildet ist, damit es dicht am Spinnelement liegt; wie jedoch aus
den Figuren 2 und 3 ersichtlich ist, weist die untere Platte sich entgegengesetzt erstreckende Arme auf, die mit Schrauben
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an Bolzen 9 befestigt sind, welche auf dem Ständer 1 angeordnet
sind. Die Schraubenlöcher in den Armen sind mit Spiel ausgeführt,
so daß der Spalt gegenüber dem Spinnelement eingestellt \*rerden kann. Eine zylindrische Rolle ist am unteren Teil der
Welle der Antriebsrolle angeordnet und wird durch einen Treibriemen 11 in Drehung versetzt, \\relcher mit hoher Geschwindigkeit
läuft.
In den Figuren 5 und 6 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel veranschaulicht, bei den dieselben Bezugszeichen wie in den Figuren
1 bis H für gleichartige Teile verwendet wurden. Hierbei werden zwei Spinnelemente 5 mit einer einzigen Antriebsrolle
Ί in Drehung versetzt.
Die Erfindung ist selbstverständlich nicht nur auf die obigen Ausffthrunpsbeispiele begrenzt, sondern es sind im Rahmen
der Erfindung weitere Abwandlungen und Weiterbildungen möglich.
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Claims (2)
1. Vorrichtung zum Antreiben wenigstens eines Spinneleinents zum
Falschdrallen von Garn, dadurch gekennzeich net, daß eine Antriebsrolle vorgesehen ist, die zwei tandemartig
angeordnete, einen Spalt zwischen sich aufweisende Reifen enthält, daß ferner das aus Metallmaterial hoher Permeabilität
hergestellte Spinnelement in Abrollberührung mit der Antriebsrolle angeordnet ist, daß weiterhin in dem zwischen
den Reifen gebildeten Spalt ein rechteckförmiger Hagnet aus Edelerde-Kobalt, wie z. B. Samarium*Kobalt, vorhanden ist, von
dem der mittlere Teil des Spinnelements angezogen wird, und daß die Endbereiche des .Spinnelements in Abrollberührung mit
den Reifen gedrückt sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Spinnelemente in Abrollberührung mit der Antriebsrolle vorgesehen
sind.
3· Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Spinnelement so angeordnet ist, daß seine axiale Richtung derselben
Richtung einer Linie entspricht, die durch die entgegengesetzten Magnetpole des rechteckförmigen Magneten aus Edelerde-Kobalt,
wie z. B. Samarium-Kobalt, hindurchgeht.
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