-
Einläufige Treppe Die Erfindung betrifft eine einläufige Treppe,
vorzugsweise aus Holz, deren Stufen einseitig mit in ihrer Verlängerung vorstehenden
Bolzen in elastischen, in der Wand der Treppenraumumfassung eingesetzten Lagerhfllsen
und auf der anderen freien Seite im obere deckungsbereich auf der jeweils tieferen
Stufe mittels Abstandshalter abgestützt sind, nach Hauptpatent (Patentanmeldung
P 16 59 451.7-25).
-
Diese bekannte Konstruktion eignet sich zur Erstellung einer raumsparenden,
vorzugsweise gewendelten Treppe, deren Einzelteile serienmäßig vorab gefertigt und
bei der Montage schnell und auf einfache Weise zusammengesetzt werden können. Die
Befestigung der Stufen im Mauerwerk der Treppenraumumfassung ist durch die von vornherein
an den Stufen einseitig angebrachten, vorstehenden Bolzen sowie durch die zur Aufnahme
der Bolzen in Bohrungen des Mauerwerks einzusteckenden elastischen Lagerhülsen besonders
vorteilhaft gelöst, da diese äuBerst einfache und schnell zu bewerkstelligende
Halterung
auch das Arbeiten des Holzes der Treppenstufen berticksi htigt und auch Ungenauigkeiten
im Mauerwerk ohne nachteiligen Einfluß auf die Treppe bleiben.
-
Um diese Vorteile auch bei weitläufigeren Treppen ein- oder mehrarmiger
Bauart mit oder ohne Podest, oder schließlich auch bei gewendelten Treppen auszunutzen
und bei diesen die Auftrittbreite zu vergrößern, wird in Weiterbildung des Gegenstandes
der Hauptanmeldung erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß in einem mittels Pfosten auf
den Geschoßebenen abgestiltzten tragenden Handlauf ffir jede Stufe mindestens eine
senkrechte Haltestange mit ihrem oberen Ende befestigt ist, an deren unterem Ende
die mit der nächst tieferen Stufe Ueber eine Abstandshalterhiilse und eine senkrechte
Spannschraube verspannte Stufe aufgehängt ist Auch dieser Vorschlag ermöglicht eine
Serienfertigung der einzelnen Treppenbestandteile und deren schnelle und einfache
Montage auf der Baustelle. Als vorbereitende Arbeiten brauchen nur die Bohrungen
im Mauerwerk zur Aurnahine' der ulastkschen Lagerhulsen eingebracht und auf der
anderen Seite der Treppe auf den GeschuB-ebenen die Pfosten zur Befestigung des
Handlauf vorgesehen zu werden. Sodann wird der Handlauf, der je nach dem Verlauf
der Treppe aus einer oder mehreren abgewinkelt aneinander schlieBe-nden Holzbohlenteilen
bestehen kann, fest mit den Pfosten verbunden. Zum weiteren Aufbau der Treppe werden
nunmehr die Stufen mit den schon daran befestigten Bolzen in die Lagerhfllsen eingeschoben
und an ihrer anderen Seite zusammen mit der jeweils nächst tieferen Stufe verspannt
und Uber die Haltestangen am Handlauf aufgehängt. Da Jede Stufe mit der nächst höheren
und nächst tieferen Stufe verspannt und sadt an zwei Haltestangen aufgehängt ist,
tritt eine vorteilhafte gegenseitige Versteifung und Lastweiterleitung iiber den
Handlauf in die auf den Geschoßebenen befestigten Pfosten ein. Das bedeutet, daß
bei der Belastung einer Stufe die dabei auftretenden Kräfte, abgesehen von ihrer
Aufnahme im Mauerwerk,
jeweils auf mindestens drei Haltestangen
verteilt werden, da ja jede Stufe zunächst unmittelbar an einer Haltestange hängt
und über die Abstandshalter auch direkte Verbindung zu der jeweils nächst höheren
und nächst tieferen Stufe besitzt. DarUber hinaus vermittelt die erfindungsgemäße
Treppenkonstruktion den Eindruck einer "fSitragenden" Treppe besonderer Leichtigkeit,
Da die bisher ueblichen Treppenwangen fehlen und die Holzstufen im Vergleich zu
aus der Wand frei auskragenden Steinstufen wesentlich diinner ausgeführt werden
können, bleibt die Treppe durchsichtig und fUhrt auch keine sichtbare Raumverengung
herbei. Dieses Ergebnis kommt vo-r allem den Architektenwünschen nach einer neuzeitlichen
Raumgestaltung vorteilhaft entgegen. Aufgrund der fehlenden Treppenwangen ist auch
das Knarren der Treppe ausgeschlossen, ganz abgesehen davon, daß eine Schallübertragung
in das Mauerwerk aufgrund der elastischen Lagerbuchsen vermieden wird.
-
Der Einbau der Treppe und die Justierungsmöglichkeiten ffir die einzelnen
Treppenstufen werden erfindungsgemäß dadurch erle ichtert, daß die Haltestangen
als Rohr mit Innengewinde ausgebildet und auf in den Handlauf eingedrehte Bolzen
aufgeschraubt sind.
-
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann das untere Ende der Haltestangen
mit einem Außenflansch auf der jeweiligen Stufe aufliegen, während die Spannschraube
von der Unterseite der nächst tieferen Stufe aus durch die fluchtenden Bohrungen
beider Stufen sowie des Abstandshalters hindurch in die Halte stange eingeschraubt
ist.
-
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus dem nachfolgend
anhand der Zeichnung näher erläuterten Ausfilhrungsbeispiels. Es zeigt Fig. 1 eine
schematische Draufsicht auf eine gewendelte Treppe mit einem inneren Hand lauf nach
der Erfindung, Fig. 2 einen senkrechten Schnitt der Linie A-B in Fig. 1 und Fig.
3 die Aufhängung und Verspalmurlg eirlzelller~TrepperlstufMen am trag<nden liandlauf
in gröfSerern Maßstab.
-
Da der für die DurchfUhrung der Erfindung wesentliche Handlauf von
einer zur nächsten Geschoßebene in einem beliebigen Verlauf gefUhrt werden kann,
ist somit auch der Verlauf der Treppe, ob gerade, durch Podest abgestuft, gekrümmt
oder gewendelt, freibleibend. Beim dargestellten Ausfllhrungsbeispiel ist eine rechteckige
Treppenraumumfassung angenommen, in der eine gewendelte Treppe untergebracht ist.
-
Die einzelnen Stufen sind an ihren äußeren Enden 1 Jeweils mit zwei
Bolzen 2 versehen, die parallel zur Stufenebene nach außen vorstehen und in nicht
dargestellte elastische Lagerhtllsen im Mauerwerk eingesteckt sind. Die inneren
Stufenenden 3, die wegen der gewendelten Ausführung der Treppe schmäler sind, sind
mittels Haltestangen 4 am Handlauf 5 aufgehängt. Der die Innenseite der Treppe begrenzende
Handlauf 5 besitzt in der Draufsicht einen rechteckigen Verlauf und besteht aus
drei einzelnen fest miteinander verbundenen Holzbohlen, wobei das untere Ende des
Handlaufs an einem unteren Pfosten 6 und das obere Ende an einem oberen Pfosten
6a mittels Schrauben befestigt ist.
-
In die Unterseite des Handlaufes ist fUr Jede Stufe ein Gewindebolzen
7 eingeschraubt, der mit einem freien Gewindeabschnitt nach unten aus dem Handlauf
herausragt. Auf das freie Ende des Bolzens wird eine als Rohr mit Innengewinde ausgeführte
Halte stange 4 auf geschraubt, wobei in der Unterseite des Handlaufes eine den Bolzen
7 umgebende Senkbohrung vorgesehen sein kann, in der das obere Ende des Halterohres
4 aufgenommen wird. Das untere Ende des Rohres ist mit einem Außenflansch 4a versehen,
mit dem es auf der oberen Stufe aufliegt. Ferner enthält das untere Ende des Rohres
4 Innengewinde zur Aufnahme einer Spannschraube 8, die von unten durch eine Bohrung
der nächst tieferen Stufe, ferner durch eine AbstandshUlse 11 sowie durch eine Bohrung
der oberen Stufe hindirchgesteckt und in das Rohr eingeschraubt wird. Um die gegenseitige
Verspannung der beiden Stufen zu verbessern und eine
breitere Auflagefläche
fffr den Schraubenkopf 9 zu schaffen, ist zwischen diesen und die Unterseite der
unteren Stufe eine Unterlegscheibe 10 eingefugt.
-
Anstelle der gezeigten Verspannungsanordnung kann das Rohr 4 sich
von oben durch die beiden Stufen und die dazwischen befindliche AbstandshUlse 11
hindurcherstrecken und an seinem unteren Ende ein Außengewinde tragen, auf das dann
zur Verspannung eine Muffer aufgeschraubt wird. In diesem Fall ist anstelle des
Außenflansches 4a oder einer dem gleichen Zweck dienenden breiteren, sich an die
Stirnfläche anlegenden entsprechenden Zwischenscheibe ein anderer Gegenhalter vorgesehen,
dessen Lage in gewissen Grenzen Uber die Länge des Rohres eingestellt werden kann.
Die Abstandshalterhtllsen 11 können aus Holz, Metall oder Kunststoff bestehen, während
die metallischen Halte rohre 4 gegebenenfalls mit Kunststoff ummantelt aein können.
-
Die in die in der Wand aufgenommenen LagerhUlsen eingeschobenen und
eingedrUckten Bolzen 2 sind Jeweils durch eine Manschette umgeben, die als Sichtschutz
und auch als Lichtschutz gegen Zersetzung des Kautsohukmaterials wirken.
-
Die oberste und unterste Stufe sind mit ihrer Innenseite 3 jeweils
an dem Pfosten 6a bzw. 6 befestigt Aus Fig. 2 erkennt man, daß die oberate Stufe
an die Pfostenunterseite angeschraubt ist.