DE2148872C2 - Klemmleiste zum Befestigen von Spannbekleidungen - Google Patents
Klemmleiste zum Befestigen von SpannbekleidungenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Klemmleiste zum Befestigen von Spannbekleidungen, insbesondere für Wände
oder Deckenflächen, mit einer an der zu bekleidenden Fläche zu befestigenden Montageschiene und eine an
ihr zwischen einer Offenstellung und einer Schließstellung über scharnierartige Verbindungsmittel schwenkbaren
und Befestigungsmittel für die lösbare Verankerung eines Randes der Spannbekleidung in der
Offenstellung aufweisenden Spannschiene, wobei die Montageschiene und die Spannschiene mit sich
ergänzenden Verbindungsgliedern zur Verriegelung der Spannschiene in der Schließstellung versehen sind.
Eine derartige Einrichtung ist aus dem DE-GM 70 07 046 bekannt. Die Spannbekleidung ist an der
Rückseite der Spannschiene befestigt, z. B. eingeklemmt. Dies geschieht in einer Offenstellung, in der die
Spannschiene an der Montageschiene über scharnierartige Verbindungsmittel etwa in einer um 180°
geschwenkten Lage gegenüber der Schließstellung gehalten ist. Die Spannbekleidung muß aus der
Offenstellung in die Schließstellung relativ stark gedehnt werden. Dies bedeutet, daß — abgesehen von
extrem dehnfähigen Bespannungen — in der Offenstellung die Bespannung nicht mit einem exakten Sitz unter
gleichmäßiger Bespannung an der Spannschiene befestigt werden kann. Hieraus ergibt sich eine Unsicherheit
beim Gebrauch der Kiemmschiene, weil sich in der Offenstellung nicht exakt erkennen läßt, ob auch in der
Schließstellung die gewünschte gleichmäßige Spannung und der exakte Sitz erreichbar sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Klemmschiene der eingangs beschriebenen Art so
weiterzubilden, daß die Offenstellung der Spannschiene relativ wenig von der endgültigen Schließ- bzw.
Spannlage abweicht und daher vergleichsweise wenig dehnfähige Spannbeläge bei leicht durchführbarem
Ausrichten einen exakten Sitz und ein gleichmäßiges Spannen ermöglichen.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß die Montageschiene und die Spannschiene mit Anschlägen
zur Fixierung der Spannschiene mit den Befestigungsmitteln relativ zu der Montageschiene in einer schrägen
Offenstellung versehen sind, und daß die Befestigungsmittel aus eingebauten, längs der Spannschiene
ίο angeordneten und in Richtung auf die Montageschiene vorstehenden N agelspitzen bestehen.
Die Anschläge begrenzen eine schräge Offenstellung, in der der Winkel der Spannschiene zu der Montageschiene
jedenfalls wesentlich kleiner als 180° ist Durch diese Maßnahme ist sichergestellt, daß beim Verschwenken
der Spannschiene in die Schließstellung an der Montageschiene die Spannbekleidung um eine
geringe Strecke gedehnt wird.
Die scharnierartigen Verbindungsmittel befinden sich vorzugsweise an einem sich etwa senkrecht von der
Montageschiene wegesstreckenden Vorsprung,-wobei dann auch eine Offenstellung erreicht ist, in der die
Spannschiene mit der Montageschiene etwa im Winkel von 90° steht Dabei sind die Befestigungsmittel für die
Spannbekleidung an der Spannschiene noch gut zugänglich.
Die Erfindung wird anhand verschiedener Ausführungsbeispiele näher erläutert Es zeigt
F i g. I einen Schnitt durch eine oben bzw. unten an
einer Wand montierte Klemmleiste,
Fig.2 einen Schnitt durch die obere Klemmleiste nach dem Befestigen der entsprechenden Spannbekleidung,
F i g. 3 einen Schnitt durch eine zweite Ausführungsform einer Klemmleiste,
F i g. 4 einen Schnitt durch eine weitere Ausführungsform einer Klemmleiste in der Offenstellung,
Fig.5 die Klemmleiste gemäß Fig.4 in der
Schließstellung und
F i g. 6 einen Schnitt durch eine weitere Ausführungsform einer Klemmleiste in der Schließstellung.
Die in den F i g. 1 und 2 dargestellte Klemmleiste hat eine Montageschiene 1 und eine Spannschiene 2. Die
Montageschiene I wird beispielsweise mit Nägeln 3 an einer Wand P oder einer anderen Oberfläche, die mit
der Spannbekleidung aus Stoff oder einem anderen Material versehen werden soll, befestigt. Zur Anbringung
einer solchen Spannbekleidung an einer Wandfläche od. dgl. werden vier Klemmleisten benötigt, wobei
so jeweils zwei an den horizontalen und zwei an den vertikalen Randbereichen angebracht werden.
Die Spannschiene 2 ist auf einer ihrer Kanten auf der Montageschiene 1 mittels eines scharnierartigen Verbindungsmittels
4 kippbar. Die Spannschiene 2 kann damit in die Offenstellung geklappt werden, wie dies in
F i g. 1 dargestellt ist, so daß die freie Kante 5 der Spannschiene 2 von der Montageschiene 1 wegzeigt. In
der Schließstellung legt sich die Spannschiene 2 an die Montageschiene 1 an, wie dies F i g. 2 zeigt
Entlang dem freien Rand 5 trägt die Spannschiene 2 am oberen Teil 6 auf der Innenseite 7 eine Reihe von Befestigungsmitteln 8 in Form von Nadelspitzen, die in Richtung auf die Montageschiene 1 zeigen. In diesem oberen Teil 6 ist der Querschnitt der Spannschiene 2 verringert, so daß zwischen den Befestigungsmitteln 8 und der Montageschiene 1 in geschlossenem Zustand ein Zwischenraum zur Aufnahme des Randes der Spannbekleiduing vorgesehen ist. Die Befestigungsmit-
Entlang dem freien Rand 5 trägt die Spannschiene 2 am oberen Teil 6 auf der Innenseite 7 eine Reihe von Befestigungsmitteln 8 in Form von Nadelspitzen, die in Richtung auf die Montageschiene 1 zeigen. In diesem oberen Teil 6 ist der Querschnitt der Spannschiene 2 verringert, so daß zwischen den Befestigungsmitteln 8 und der Montageschiene 1 in geschlossenem Zustand ein Zwischenraum zur Aufnahme des Randes der Spannbekleiduing vorgesehen ist. Die Befestigungsmit-
tel 8 sind in Vertiefungen 9 angeordnet. Außerdem sind
Hilfsmittel zum Festlegen der Spannschiene 2 an die Montageschiene 1 vorgesehen, die hier aus einem
profilierten Vorsprung 10 auf der Innenseite 7 der Spannschiene 2 in Verbindung mit einer entsprechenden
Nut 11 an der Montageschiene 1 bestehen. Die Querschnitte sind aufeinander abges-lmmt, so daß eine
Einrastung, aber auch bei Bedarf wieder ein Lösen, erfolgen kann. Um die Spannschiene 2 gegenüber der
Montageschiene 1 in die Offenstellung und auch ils die ic
Schließstellung bringen zu können, besitzt die Spannschiene 2 isi ihrem der Montageschiene 1 zugekehrten
Ende ein Verbindungsprofil 12, welches in eine Verankerungsnut 13 der Montageschiene 1 eingreift
Die Spannschiene 2 kann über die scharnierartigen is
Verbindungsmittel 4 mit dem Verbindungsprofil 12 bereits in die Verankerungsnut 13 eingreifen, noch
bevor die Schließstellung völlig erreicht ist Dadurch läßt sich die Spannbekleidung schon vorspannen. Zum
vollständigen Erreichen der Schließstellung wird die ;o Spannschiene 2 aus ihrer Offenstellung um etwa 90°
gegen die Montageschiene 1 verschwenkt
Am oberen Ende der Montageschiene 1 ist nach F i g. 1 und 2 eine Deckschiene 14 mittels eines
Scharniers 15 schwenkbar angeordnet, wobei das Profil 2>
des Scharniers 15 ähnlich ausgebildet ist wie das des Verbindungsprofils 12. Das Scharnier 15 greift in eine
Verankerungsnut 16 in der Montageschiene 1 ein. Die Deckschiene 14 besitzt an ihrem freien Ende eine
Klemmkante 17, die in einer Nut 18 an der Außenseite der Spannschiene 2 einrastbar ist
An dem der Deckschiene 14 gegenüberliegenden Ende der Montageschiene 1 sind eine Reihe von Nadeln
19 vorgesehen, die ein Futter 20 aufnehmen können, welches unter der Spannbekleidung 21 angeordnet ist.
Bei der Anbringung einer Spannbekleidung vermittels derartiger Klemmleisten werden zunächst die
Montageschienen an den vorgesehenen Stellen oben und unten und rechts und links entlang der Randbereiche
mittels Nägeln 3 an der Wand P befestigt. Sodann wird das Futter 20 auf die Nadeln 19 aufgebracht. Die
Spannschienen 2 werden in die Offenstellungen verschwenkt, wie dies F i g. 1 zeigt, so daß die
Spannbekleidung 21 über die Befestigungsmittel 8 in Form der vorstehenden Nadelspitzen gehängt werden
kann. Anschließend verfährt man entsprechend mit der Unterkante der Spannbekleidung. Sodann wird die
Spannschiene 2 der oberen Klemmleiste in ihre in F i g. 2 dargestellte Schließstellung geklappt, wobei das
'Verbindungsprofil 12 und der profilierte Vorsprung 10 einrasten. Anschließend wird die Deckschiene 14
umgeklappt, so daß die Spannschiene sicher verriegelt ist Am unteren Rand wird entsprechend verfahren. Die
Ausführungsform der F i g. 1 und 2 besitzt insofern eine Besonderheit, als das Erreichen der Schließstellung aus
der Offenstellung heraus in zwei Schritten durchgeführt werden kann. Durch ein teilweises Verschwenken und
ein teilweises Eingreifen des Verbindungsprofiles 12 in der Verankerungsnut 13 läßt sich die Spannbekleidung
21 schon vorspannen. Die abschließende Schließstellung eo wird durch das Einrasten des profilierten Vorsprungs 10
in der Nut 11 erreicht Analoge Montagegänge werden
an den vertikalen Randbereicher; der Spannbekleidung durchgeführt
In Fig.3 ist eine weitere Ausführungsform der
Klemmleiste gezeigt Die Montageschiene 1 wird auch hier mk Nägeln 3 befestigt Die zugehörige Spannschiene
2 ist mit der Montageschiene 1 nicht direkt verbunden, sondern greift mit einem Lagerrand 22 in
eine Lagernut 23 an der Montageschiene 1 ein. Die Lagernut 23 besitzt einen hochstehenden Rand 24, der
als Anschlag für die Spannschiene 2 in der Offensteliung dient Die Spannschiene 2 besitzt weiterhin einen
Verhakungsrand 25, der in eine an einem Vorsprung 26 gebildete Vertiefung eingreift, wenn die Spannschiene 2
an der Montageschiene 1 anliegt und sich in der Schließstellung befindet Um die Spannschiene 2
einzurasten, ist es hier erforderlich, sie leicht anzuheben, so daß der Verhakungsrand 25 in die Vertiefung am
Vorsprung 26 einrasten kann.
Die Profile der Montageschiene 1 und der Spannschiene
2 sind gemäß dem Ausführungsbeispiel der Fig.4 und 5 als Hohlprofile ausgebildet. Die Spannschiene
2 sitzt kippbar auf der Montageschiene 1, ohne daß beide Teile durch zusammenhängende Scharniere
verbunden wären. Die Montageschiene 1 besitzt einen bogenförmig gestalteten Anschlag 27, der mit zwei
vorspringenden Anschlägen 28 und 29 der Spannschiene 2 zusammenwirkt Der Anschlag 29 besitzt einen
Schnappvorsprung 30, der mit einer Rastnut 31 zusammenwirkt und in der Schließstellung in diese
eingreift Außerdem sind die Anschläge 27,28 und 29 so ausgebildet, daß die Spannschiene 2 auch in der
Offenstellung gehalten und fixiert ist. Die Spannschiene 2 hat eine Anlagefläche 32, mit der sie die Kante 33 der
Montageschiene 1 übergreift und in der Offenstellung an diese anliegt. Die Spannschiene 2 hat auf der
Innenseite 7 eine Einbuchtung 34, um eventuell überstehende Ränder der Spannbekleidung 21 aufzunehmen.
Der freie Rand der Spannschiene 2 ist mit einer Riffelung 35 versehen, über welche sich die Spannbekleidung
21 beim Überführen in die Schließstellung legt.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach F i g. 6 sind an der Montageschiene 1 über schalenartige Anschläge 36 und
37 einzelne Lagerelemente 38 verschwenkbar, an deren Randleiste 39 eine durchgehende Schiene 40 vorgesehen
ist, die an ihrem freien Rand eine Riffelung 35 trägt Die Befestigungsmittel 8 in Form der Nagelspitzen
sitzen hier auf einer Leiste 41, die in eine Nut 42 eingeschoben ist. Die Lagerelemente 38 besitzen
weiterhin einen Überstand 43, der mit leistenartigen Anformungen 44 und 45 der Montageschiene 1 eine
Fixierung der Spannleiste 2 in der Offenstellung und in der Schließstellung gestattet.
Am unteren Ende besitzt die Montaguschiene 1 eine Nockenleiste 46, die ähnlich ausgeformt ist wie die
Randleiste 39. Hier kann eine separate Schiene 47 für die Verankerung des Futters 20 vorgesehen sein. Die
Schiene 47 hat für diesen Fall identisches Profil wie die Schiene 40. Die Befestigungsmittel 8 sind ebenfalls an
einer Leiste 41 angeordnet.
Claims (2)
1. Klemmleiste zum Befestigen von Spannbekleidungen,
insbesondere für Wände oder Deckenflächen, mit einer an der zu bekleidenden Fläche zu
befestigenden Montageschiene und einer an ihr zwischen einer Offenstellung und einer Schließstellung
über scharnierartige Verbindungsmittel schwenkbaren und Befestigungsmittel für die lösbare
Verankerung eines Randes der Spannbekleidung in der Offenstellung aufweisenden Spannschiene,
wobei die Montageschiene und die Spannschiene mit sich ergänzenden Verbindungsgliedern zur Verriegelung
der Spannschiene in der Schließstellung versehen sind, dadurch gekennzeichnet,
daß die Montageschiene (1) und die Spannschiene (2) mit Anschlägen (27 bis 29; 36, 37; 48, 52) zur
Fixierung der Spannschiene {2) mit den Befestigungsmitteln
relativ zu der Montageschiene (1) in einer schrägen Offenstellung versehen sind, und daß
die Befestigungsmittel (8) aus eingebauten, längs der Spannschiene (2) angeordneten und in Richtung auf
die Montageschiene vorstehenden Nagelspitzen bestehen.
2. Klemmleiste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich die scharnierartigen
Verbindungsmittel (4) an einem sich etwa senkrecht von der Montageschiene (1) wegerstreckenden
Vorsprung befinden.
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