DE214870C - - Google Patents
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- DE214870C DE214870C DENDAT214870D DE214870DA DE214870C DE 214870 C DE214870 C DE 214870C DE NDAT214870 D DENDAT214870 D DE NDAT214870D DE 214870D A DE214870D A DE 214870DA DE 214870 C DE214870 C DE 214870C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D03—WEAVING
- D03D—WOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
- D03D51/00—Driving, starting, or stopping arrangements; Automatic stop motions
- D03D51/02—General arrangements of driving mechanism
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Looms (AREA)
- Braking Arrangements (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 86 e. GRUPPE
ALBERT SCHMITZ in BARMEN.
und anderen Textilmaschinen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. Juni 1908 ab.
Gegenstand der Erfindung ist eine Bremsbandreibungskupplung, die, bei elektrischem
Einzelantrieb von Webstühlen angewendet, dazu bestimmt ist, den Webstuhl erst dann
in Drehung zu versetzen, wenn der Antriebsmotor seine volle Geschwindigkeit erlangt hat,
was zur Erzielung eines gleichmäßigen Gewebes unbedingt erforderlich ist. Man hat
dieses Ziel bisher dadurch zu erreichen gesucht, daß man den Antriebsmotor mit einer
größeren Kraft anlaufen ließ, als dies seiner Normalleistung entsprach, und die Kraft nachher
verringerte; es sind hierzu, aber besondere Regler nötig, der Motor wird während des
Betriebes nicht voll belastet und der Antrieb erfolgt nicht stoßfrei.
Ebenfalls noch unvollkommen wirken die zu dem Zweck konstruierten Bremsbandreibungskupplungen
,. bei welchen z. B. unter anderen ein lose auf der Webstuhlwelle sitzen-■
des, die Antriebskraft einleitendes Rad mit einer fest auf derselben Welle sitzenden
Scheibe durch ein letztere umschlingendes Bremsband verbunden ist. Das Bremsband
ist dabei mit beiden Enden an einem am treibenden Rade gelagerten Kniehebel, der
. unter dem Einfluß einer an demselben Rade gehaltenen Spannfeder steht, oder auch mit
dem einen Ende starr und mit seinem andern Ende unter Zwischenschaltung einer Feder an
dem einen Kupplungsteil befestigt. Bei allen diesen Einrichtungen wird aber das Band von
vornherein derart angespannt, daß die Reibung zwischen Band und Scheibe größer ist
als der Widerstand der anzutreibenden Maschine während des Betriebes, aber etwas
kleiner als der Anlaufwiderstand, so daß das Band beim Anlauf zunächst etwas auf der
Scheibe rutscht und die getriebene Welle erst allmählich die Geschwindigkeit der treibenden
Welle annimmt.
Diese Kupplungen sind also nicht geeignet, die getriebene Welle sofort mit der richtigen
Geschwindigkeit einzurücken. Ferner haben alle diese Kupplungen denselben Fehler, daß
sie durch Staub, Öl, Fett u. dgl., das zwischen Bremsband und Scheibe gelangt, oder durch
Temperaturunterschiede derart beeinflußt werden, daß sie entweder ständig rutschen oder
ganz festsitzen, da sie eine ganz genaue Einstellung erfordern. Als weiterer Übelstand
ergibt sich dabei, daß die getriebene Maschine, beispielsweise Webstuhl, auch bei
falscher Drehrichtung des Antriebsmotors etwa infolge falscher Schaltung in Drehung versetzt
wird.
Die Erfindung hat nun eine neue Bremsbandreibungskupplung zum Gegenstande, welche
den an sie gestellten Anforderungen in jeder Hinsicht gerecht wird. Es ist dies dadurch
erreicht, daß die anzutreibende Maschine mit dem die Antriebskraft einleitenden Rade durch
eine Scheibe und ein Bremsband verbunden ist, welch letzteres mit dem einen Ende
direkt, mit dem andern dagegen unter Ein-Schaltung einer Spannfeder an einem Hebel
angelenkt ist, der schlitzartig um einen.am losen Rad gehaltenen Zapfen geführt, d. h.
also drehbar und verschiebbar angeordnet ist. Das Band ist für gewöhnlich ohne Spannung
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und wird erst, nachdem das lose Rad eine Teüdrehung gemacht und der Motor seine
normale Geschwindigkeit erlangt hat, von dem Hebel derart angespannt, daß die getriebene
Welle zur Teilnahme an der Drehung gezwungen wird. Das Einrücken erfolgt völlig
stoßfrei, die getriebene Welle nimmt sofort ihre normale Geschwindigkeit an.. Diese Vorzüge
machen die neue Kupplung besonders
ίο geeignet zum Einbau in elektrische Einzelantriebe
von Webstühlen, die sofort mit normaler Geschwindigkeit arbeiten müssen, um
fehlerhafte Stellen im Gewebe zu vermeiden. Ein besonderer Vorzug dabei ist noch der,
daß die getriebene Welle stillsteht, wenn der Motor infolge falscher Schaltung seine Drehrichtung
ändert, weil dann das Bremsband ohne Spannung ist. Dabei ist eine Einstellung des Bremsbandes nicht erforderlich.
Eingeschaltet möge hier werden, daß bereits eine Bremsbandreibungskupplung bekannt
ist, bei welcher auch erst das Band an die Scheibe angedrückt werden muß, bevor es die
Mitnahme des anzutreibenden Teiles bewirkt.
Es dient hierzu ein Zahnrädergetriebe, das mit Hilfe einer besonderen Kupplung in
Tätigkeit gesetzt werden muß.
Die Zeichnung veranschaulicht den Erfmdungsgegenstand
in einem Ausführungsbeispiel, und zwar zeigt Fig. 1 die Rutschkupplung
im Aufriß in Ruhelage, Fig. 2 im Schnitt nach der Linie A-A der Fig. 1, Fig. 3 im
Aufriß in Arbeitslage und Fig. 4 in Seitenansicht, teilweise im Schnitt.
Auf, der Welle. 1, welche beispielsweise die Triebwelle . eines Webstuhles ist, ist die
Scheibe 2 mittels der Schrauben 3 oder auf andere Weise befestigt. Auf der einseitig
verlängerten Nabe der Scheibe 2 ist das von dem Motor angetriebene Triebrad 4 drehbar
gelagert und einerseits durch die Scheibe 2 selbst, anderseits durch einen Stellring 5 gegen
seitliche Verschiebung gesichert. Am Rad 4 steht ein mit Rolle 6 versehener Bolzen 7
45. vor, dessen Entfernung vom Radmittelpunkt etwas größer ist als der Halbmesser der
Scheibe 2 und um den bzw. um dessen Rolle sich der mit Schlitz 8 versehene Bremshebel 9
führt. An diesem ist das Bremsband 10 mittels der Bolzen 11 und 12 angelenkt. Zwischen
dem Bolzen 12 und dem entsprechenden Bandende ist eine - regulierbare Spannfeder
13 eingeschaltet, die im Ruhezustande fast ohne Spannung ist, so. daß das Bremsband
fast ohne Reibung auf der Scheibe aufliegt. Die Wirkungsweise der Rutschkupplung ist
nun folgende: Bei Drehung des Rades 4 wird der Hebel 9, der sich zunächst nicht an der
Drehung beteiligt, von dem Zapfen 7, der sich im Kreisbogen bewegt und im Schlitz 8 des
Hebels entlang gleitet, um den sich hierbei auf der Scheibe stützenden und so den Drehpunkt
bildenden Bolzen 11 gedreht, wie die Fig. 3 zeigt, und zwar so weit, bis dabei das
Bremsband 10 so angespannt ist, daß die Scheibe 2 zur Teilnahme an der Drehung des
Rades 4 gezwungen wird. Das Einrücken erfolgt dabei vollständig' stoßfrei, da die Zugfeder
13 die auftretenden Stöße ausgleicht. Zwischen dem Anlauf des Motors und dem
Einrücken des Webstuhles liegt ein solcher Zeitraum, daß, namentlich da die Übersetzung
aus dem Schnellen ins Langsame erfolgt, der Motor seine normale Geschwindigkeit erreicht
hat, wenn die anzutreibende Maschine, beispielsweise ein Webstuhl, eingerückt wird, so
daß letzterer seine Bewegung sofort mit normaler Geschwindigkeit beginnt. Beim Ausschalten
des Antriebes läßt die Feder 13 den Hebel wieder in die Anfangslage zurückschnellen,
womit das Bremsband gelockert wird. Dreht sich der Antriebsmotor und somit auch das Rad 4 infolge falscher Schaltung
einmal in falscher Richtung, so bleibt die Maschine stehen, da das Bremsband nicht angespannt
wird.
Claims (2)
1. Bremsbandreibungskupplung für elektrischen Einzelantrieb von Webstühlen Und go
anderen Textilmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß das die Mitnehmerscheibe umschlingende Band (10) mit einem an
dem anderen Kupplungsteile drehbar und verschiebbar gehaltenen Hebel verbunden ist, welcher bei Beginn der Drehung des
treibenden Teiles so verstellt wird, daß dadurch bei normaler Drehrichtung das sonst lose Bremsband angespannt wird,
bis es die Mitnahme des anzutreibenden Teiles bewirkt.
2. Bremsbandreibungskupplung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß
der Bremshebel (9), an welchem das Band mit seinem Ende angreift, mit einem
Schlitz (8) für den am Antriebsrade (4) seitlich vorstehenden Bolzen (7) versehen
ist, wobei das die Mitnehmerscheibe umschlingende Bremsband (10) mit dem einen
Ende unter Einschaltung einer Feder (13) und mit dem anderen Ende unmittelbar
am Bremshebel.angelenkt, ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE214870C true DE214870C (de) | 1900-01-01 |
Family
ID=476416
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT214870D Expired DE214870C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE214870C (de) |
-
0
- DE DENDAT214870D patent/DE214870C/de not_active Expired
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