DE2148387A1 - Einrichtung zum Verbrennen von Abfallstoffen, insbesondere Mull, Schlamm und dergleichen - Google Patents
Einrichtung zum Verbrennen von Abfallstoffen, insbesondere Mull, Schlamm und dergleichenInfo
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Description
- Einrichtung zum Verbrennen von Abfallstoffen, insbesondere Müll, Schlamm und dergleichen Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Verbrennen von Abfallstoffen, insbesondere Müll, Schlamm und dergleichen, mit einem Vorschubbett.
- Bei den bisher bekannten Verbrennungssystemen für Abfallstoffe liegt das Feuerbett üblicherweise auf einem Rost, welcher nach unten Oeffnungen aufweist, durch welche die Verbrennungsluft das Feuerbett erreicht. Dieser Rost besteht gewöhnlich aus stationAren und beweglichen Teilen. Durch geeignete hin-und hergehende Bewegung wird das Feuerbett entlang des Rostes von der Einwurfstelle zur Abwurfstelle bewegt.
- Die Nachteile dieses Systems bestehen einmal darin, dass die sich bewegenden Roste an den sich relativ zueinander bewegenden Teilen Zwischenräume aufweisen, welche einen Rostdurchfall zulassen und sie anderseits einer starken mechanischen und thermischen Beanspruchung und Abnützung unterliegen.
- Zum andern besteht ein Nachteil darin, dass der Vorschubmechanismus für das Feuerbett im Feuerraum liegen muss und mit der Wärmebeanspruchung ausgesetzt ist.
- Die durch die Erfindung zu lösende Aufgabe besteht darin, eine Verbrennungseinrichtung möglichst einfach zu gestalten und dem Feuerbett die für den Verbrennungsvorgang nötige Luft so zuzuführen, dass kein Rostdurchfall erfolgt.
- Die erfindungsgemässe Einrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass das Vorschubbett aus einer Mehrzahl von hohlen Stufenprofilen besteht, die treppenförmig angeordnet sind, dass die Verbrennungsluft im Bereich des Ueberganges von einem Stufenprofil zum nächsten zugeführt wird, dass die Oberseiten der Stufenprofile geschlossen sind und dass benachbarte Stufenprofile zwecks Verhinderung eines Durch falles der Abfallstoffe oder der Schlacke stirnseitig gegeneinander anliegen.
- Dadurch eignet sich diese Verbrennungseinrichtung auch für breiige Stoffe, bei denen bisher die Gefahr bestand, dass sie zwischen den Rostöffnungen hindurch gelangen konnten.
- Ausserdem lässt sich auf diese Weise die Verbrennungseinrichtung mechanisch sehr einfach und mit vergleichsweise geringem Aufwand bauen.
- In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 einen schematischen Vertikalschnitt durch eine Einrichtung zum Verbrennen von Abfallstoffen, mit unterschiedlich ausgebildeten Stufenprofilen, Fig. 2 einen schematischen Grundriss der Einrichtung, Fig. 3 eine schematische Vorderansicht der Einrichtung, Fig. 4 eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, einer Ausführungsvariante, Fig. 5 eine Draufsicht auf die Einrichtung nach Fig. 4, Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie A-A in Fig. 5, Fig. 7 einen Schnitt nach der Linie B-B in Fig. 5.
- Die in den Fig. 1 - 3 dargestellte Ausführungsform der Einrichtung zum Verbrennen von Abfallstoffen aus kommunalen und industriellen Anlagen wird in eine Verbrennungsanlage eingebaut, die für reine Müll- oder reine Schlammverbrennung oder auch für gemischten Betrieb vorgesehen sein kann. Eine solche Verbrennungseinrichtung kann aber auch zur Kunststoffverbrennung oder Kadaververbrennung eingesetzt werden.
- Sie weist ein Vorschubbett mit einer Mehrzahl von auf der Oberseite 4 geschlossenen, hohlen Stufenprofilen la, lb, lc auf, die treppenförmig angeordnet sind. Diese Stufenprofile sind auf einem Vibrationsrahmen 2 starr befestigt. Die zu verbrennenden Abfallstoffe werden auf die oberste Stufe des Vorschubbettes geschüttet und gelangen während ihrer Verbrennung in Form eines Feuerbettes von Stufe zu Stufe nach unten. Die Verbrennungsluft wird den Stufenprofilen durch Kanäle von unten her zugeführt und tritt durch Schlitze 3 beim Uebergang von einem Stufenprofil zum benachbarten aus.
- Diese Schlitze 3 oder Austrittsdüsen befinden sich direkt auf der Höhe der Oberseite 4 des nächstfolgenden tiefern Stufenprofiles. In Fig. 1 sind drei verschiedene Arten von Stufenprofilen la, lb und lc dargestellt. Ueblicherweise wird aber für eine Verbrennungseinrichtung nur eine einzige Sorte von Stufenprofilen verwendet. Die Neigung mindestens eines Teiles der Oberseite 4 der einzelnen Stufen ist entgegengesetzt gerichtet zur Neigung des Rahmens 2. Um an den stirnseitigen Trennstellen zwischen benachbarten Stufenprofilen la, Ib, lc jeden Durchfall von Abfallstoffen oder Schlacke zu verhindern, werden die Stufenprofile untereinander dicht verbunden entweder mit einer Querleiste 5 oder durch sattes Zusammenziehen mittels Schrauben 6.
- Die einzelnen Stufenprofile sind hohl ausgebildet, und bei der von der Unterseite her zuströmenden Verbrennungsluft findet ein 6särmeaustausch statt. In das Innere des Hohlraumes der Stufenprofile ragt ein Ansatz 9 hinein, welcher den Luftstrom umlenkt und ermöglicht, dass dieser weitgehend turbulenzfrei und praktisch parallel zur Oberseite 4 der Stufenprofile einströmt.
- Die Stufen lb und lc haben eine dachförmige Oberseite 4. Bei der Verbrennung von breiigen Abfallstoffen ist es indessen zweckmässig, am äussern Ende der Stufenprofile einen Querwulst 19 (Fig. 4) vorzusehen. Der Ansatz 9 ist so ausgebildet, dass er auf mindestens einem Teil seiner Länge höher liegt als die Oberfläche 4 des nächsttiefern Stufenprofiles, um einen Rückfluss zu verhindern.
- Die auf der einen Seite der Stufenprofile befindlichen, nach oben ragenden Führungsplatten 7 bilden eine ebene Wand, während die sich auf der andern Seite befindlichen Führungsplatten 8 ein treppenartig abgestuftes Profil aufweisen, wobei allenfalls zusätzliche Verbrennungsluft durch Spaltfugen 10 zwischen den Führ- gsplatten 8 austritt.
- Bei der Ausführungsvariante gemäss den Fig. 4 - 7 gelangt der Abfall von der Eintrittsstelle 12 nach und nach zur Abgabestelle 3, von der die Rückstände, Asche oder Schlacke abgeführt werden. Das Vorschubbett 11 ist mit einem Vibrator 14 versehen, mit welchem es in ständiger oder intermittierender Bewegung gehalten wird, so dass eine Abwärtsbewegung des Fouerbettes unter der Wirkung der Vibrationen erfolgt. Die einzelnen Tritte sind leicht gegen die Abgabestelle 3 hin geneigt.
- Die das Feuerbett seitlich begrenzenden, vertikalen Seitenwände 16 divergieren in Durchlaufrichtung, wobei sich die Breite des Vorschubbettes bei der Ausführungsform gemäss Fig. 5 gegen die Abgabestelle 13 hin verringert. Da die Schichthöhe des Abfalles entsprechend dem Fortschreiten des Verbrennungsvorganges abnimmt, ist es zwecksmässig, wenn die Breite des Vorschubbettes gegen die Abgabestellen 13 hin abnimmt.
- Es ist indessen auch möglich, bei Vorliegen besonderer Verhältnisse die Breite des Vorschubbettes in Durchlaufrichtung - also gegen unten - zu vergrössern.
- Um das sich unter dem Einfluss der Vibrationen in Durchlaufrichtung abwärts bewegende Feuerbett gegen die Längsmitte hin zu leiten, sind auf der Oberseite 20 der Stufenprofile 15 Rippen 18 vorhanden, die ebenfalls divergieren, bzw. strahlenförmig verlaufen entsprechend der sich ändernden Breite des Vorschubbettes, wie dies aus Fig. 5 hervorgeht.
- Aus den Fig. 6 und 7 geht hervor, dass sich nicht nur die Breite sondern auch die Querschnittsform des Vorschubbettes ßn Durchlaufrichtung ändert. In der Nähe der Eintrittsstelle 12 verläuft die Oberseite der Stufenprofile 15 im Querschnitt gesehen angenähert horizontal und gerade, während sie gegen die Abgabestelle 13 hin allmählich in eine gewölbte, konkave Form übergeht.
- Die Stufenprofile bestehen vorzugsweise aus einer hitzebeständigen, mineralischen Stampfmasse, die chemisch abbindet.
- Als Stampfmasse haben sich keramische Massen, welche weitgehend säurefest sind, bewährt. Es ist auch möglich, die Ausbildung der einzelnen Stufenprofile so zu treffen, dass ein Skelett aus Metall hergestellt wird, das dann von einer Stampfmasse umgeben wird oder mit dieser ausgekleidet wird.
- Die beidseitigen Seitenwände 16 und die Stufenprofile 15 bestehen vorzugsweise aus einem einzigen Stück.
- Der Vorschub des Verbrennungsgutes erfolgt unter der Wirkung des Vibrators kontinuierlich. Es sind dabei kurzzeitige Unterbrechungen oder eine Drosselung der Vibrationen möglich.
- Ferner kann der Vibrator entweder mit veränderlicher Amplitude oder Schwingungszahl betrieben werden, um einen mehr oder weniger schnellen Vorschub des Feuerbettes zu erreichen.
- Es ist zudem auch möglich, den Vibrator schwenkbar zu befestigen, sodass seine Schwingen mehr in Vorschubrichtung des Feuerbettes oder zur Drosselung des Vorschubes mehr in Vertikalrichtung wirksam sind.
- Die Stufenprofile la, lb, lc und die Seitenwände 16 bestehen üblicherweise aus hitzebeständigem Gusseisen, Stahl oder legiertem Stahlguss.
Claims (12)
- PATENTANSPRUECHEEinrichtung zum Verbrennen von Abfallstoffen, insbesondere Müll, Schlamm und dergleichen mit einem Vorschubbett, dadurch gekennzeichnet, dass das Vorschubbett aus einer Mehrzahl von hohlen Stufenprofilen (la, lb, lc) besteht, die treppenförmig angeordnet sind, dass die Verbrennungsluft im Bereich des Ueberganges von einem Stufenprofil zum nächsten zugeführt wird, dass die Oberseiten (4) der Stufenprofile geschlossen sind und dass benachbarte Stufenprofile (la, lb, lc) zwecks Verhinderung eines Durchfalles der Abfallstoffe oder der Schlacke stirnseitig gegeneinander an liegen.
- 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stufenprofile (la, lb, lc) auf einem schrägen Rahmen (2) liegen, der mit einem Vibrator (14) in Wirkungsverbindung steht.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Teil der Oberseite (4) der einzelnen Stufenprofile zum Rahmen (2) entgegengesetzt geneigt sind.
- 4. Einrichtung nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Düsen (3) für die Zufuhr der Verbrennungsluft sich auf der Höhe des nächsten Stufenprofiles befinden und die Luftzufuhr praktisch parallel zur Oberseite der einzelnen Stufenprofile (la, lb, lc) erfolgt.
- 5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Stufenprofile (la, lb, lc) hohl sind und im Hohlraum jedes Stufenprofiles Umlenkorgane (9) ftlr die von unten zugeführte Verbrennungsluft vorhanden sind.
- 6. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass Steuermittel für den Vibrator (14) zur Regulierung des Feuerbett-Vorschubes vorhanden sind.
- 7. Einrichtung nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Breite des Vorschubbettes (11) in Durchlaufrichtung des Verbrennungsgutes ändert (Fig. 5).
- 8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite des Vorschubbettes (1) in Durchlaufrichtung (A) des Verbrennungsgutes abnimmt und dass auf der Oberseite des Vorschubbettes (11) Längsrippen (18) vorhanden sind, die strahlenförmig verlaufen.
- 9. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Querschnittsform des Vorschubbettes in Durchlaufrichtung verändert, wobei die Auflagefläche (20) des Feuerbettes oben flach ist und unten in eine konkave Form übergeht (Fig. 6 und 7).
- lo. Einrichtung nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stufenprofile mindestens teilweise aus einer hitzebeständigen mineralischen, vorzugsweise einer chemisch abbindenden, keramischen Stampfmasse bestehen.
- 11. Einrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Stufenprofile ein aus Metall bestehendes Skelett aufweisen, das mindestens teilweise von Stampfmasse umgeben ist.
- 12. Einrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwände Q6) ebenfalls aus einer Stampfmasse bestehen und mit den Stufenprofilen ein einziges Stück bilden. Leerseite
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