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DE214805C - - Google Patents

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Publication number
DE214805C
DE214805C DENDAT214805D DE214805DA DE214805C DE 214805 C DE214805 C DE 214805C DE NDAT214805 D DENDAT214805 D DE NDAT214805D DE 214805D A DE214805D A DE 214805DA DE 214805 C DE214805 C DE 214805C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ether
extracts
cortex
drugs
alkalis
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT214805D
Other languages
English (en)
Publication of DE214805C publication Critical patent/DE214805C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07HSUGARS; DERIVATIVES THEREOF; NUCLEOSIDES; NUCLEOTIDES; NUCLEIC ACIDS
    • C07H15/00Compounds containing hydrocarbon or substituted hydrocarbon radicals directly attached to hetero atoms of saccharide radicals
    • C07H15/20Carbocyclic rings
    • C07H15/24Condensed ring systems having three or more rings

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Biotechnology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Genetics & Genomics (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Medicines Containing Plant Substances (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 214805 — 'KLASSE 30Λ. GRUPPE
KNOLL & CO. in LUDWIGSHAFEN a. Rh.
Es sind Extrakte z. B. von Radix Rhei, Folia Sennae, Aloe bekannt, die durch Ausziehen der betreffenden Droge mit Weingeist mit oder ohne Zusatz von Glycerin o. dgl. und Eindicken hergestellt werden. Sie stellen sogenannte Vollextrakte dar, die sämtliche durch Weingeist. ausziehbare Bestandteile der Droge enthalten. Ein großer Teil derartiger Extrakte besteht nun aus Ballaststoffen, deren
ίο Gegenwart einerseits die schnelle Resorption der wirksamen Stoffe hindert und anderseits unerwünschte Nebenwirkungen auszulösen vermag, die häufig namentlich bei empfindlichen Personen, bei Kranken in der Regel ihre Anwendung verbieten. Wiederholt ist deshalb die Forderung nach gereinigten Extrakten aufgestellt, die frei von Chlorophyll, Pektinstoffen, löslichem Pflanzeneiweiß, Zucker und anorganischen Salzen sein sollen, deren An-Wesenheit das Gedeihen pflanzlicher Mikroorganismen begünstigt und außerdem störend auf die differenten Stoffe einzuwirken vermag. Derartige Extrakte sind namentlich dann von Wert, wenn es sich um Drogen handelt, aus denen man bisher sämtliche wirksamen Stoffe nicht zu isolieren vermochte. Zu diesen gehören die abführend wirkenden Drogen, wie Radix Rhei, Cortex Cascarae sagradae, Folia Sennae, Aloe, Cortex Frangulae. Tschirch (Chem. Centralbl. 1904, I, 1666) nimmt zwar an, daß die Wirkung der Drogen Aloe, Rheum, Frangula, Senna von ihrem Gehalt an Oxymethylanthrachinon abhängt. Aber die aus ihnen abgeschiedenen Stoffe dieser Zusammensetzun g haben die Drogen selbst nicht verdrängen können, und es ist immer wieder auf deren Extrakte zurückgegriffen worden. :
Es wurde nun gefunden, daß sich aus den alkoholischen Auszügen obiger Drogen durch Behandlung mit Äther ein großer Teil der Ballaststoffe entfernen läßt. Die dabei sichergebenden Laugen werden eingedampft und ■ mit Milchzucker oder einem anderen geeigneten Mittel auf eine bestimmte Wirkungsstärke eingestellt.
Beispiel I.
ι kg Radix Rhei wird mit je 5 1 Alkohol zweimal ausgezogen und der Auszug unmittelbar oder vorteilhaft nach dem Konzentrieren so lange mit Äther behandelt, als noch eine Fällung entsteht. Diese wird abfiltriert, die klare Lauge von Äther und Spiritus durch Destillation befreit und der' Rückstand endlieh mit Milchzucker auf ein bestimmtes Gewicht gebracht. Auf diese Weise wird ein gelbes, in Wasser nicht vollständig, in verdünnten Alkalien dagegen mit tiefroter Farbe sehr leicht lösliches Pulver erhalten, das den Magen nicht belästigt, dagegen im Darm sehr leicht resorbiert wird.
Beispiel II.
ι kg Cortex Cascarae sagradae wird mit je 5 1 Alkohol zweimal ausgezogen und gemäß Beispiel I weiter verarbeitet.
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Das dabei erhaltene Produkt bildet ebenfalls ein gelbes, in Wasser und verdünnten Säuren unlösliches, aber in Alkalien mit hellroter Farbe lösliches Pulver.
Beispiel III.
ι kg Folia Sennae werden mit je 5 1 Alkohol zweimal extrahiert, worauf die Auszüge konzentriert und mit Äther behandelt werden. Nach Entfernung der dabei gebildeten Fällungen werden die Laugen wiederum stark konzentriert, sodann zur Entfernung des Chlorophylls mit Petroläther behandelt und endlich mit Milchzucker zur Trockne gebracht. Es hinterbleibt ein gelbes, in Wasser und verdünnten Säuren unlösliches, dagegen in Alkalien mit gelber Farbe lösliches Pulver.
Beispiel IV.
ι kg Aloe werden mit. je 5 1 Alkohol zweimal extrahiert. Die alkoholischen Auszüge werden nach dem Konzentrieren mit Äther behandelt und die Laugen nach der Trennung. von dem gebildeten Niederschlage mit Milchzucker auf ein bestimmtes Gewicht gebracht.
Auf die gleiche Weise kann Cortex Frangulae verarbeitet werden.
An Stelle des Äthylalkohols können auch andere Alkohole oder ähnliche Lösungsmittel, an Stelle des Äthers Petroläther oder ahnliehe Fällungsmittel verwendet werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von gereinigten Extrakten aus den abführend wirkenden Drogen Radix Rhei, Cortex Cascarae sagradae, Folia Sennae, Aloe, Cortex Frangulae, dadurch gekennzeichnet, daß man die alkoholischen Auszüge dieser Drogen vorteilhaft nach dem Konzentrieren in der Luftleere mit Äther behandelt, die nach der Ätherbehandlung sich ergebenden geklärten Laugen unmittelbar oder in der Luftleere eindampft und mit Milchzucker oder einem ähnlichen Mittel auf eine bestimmte Wirkungsstär'ke einstellt.
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DE (1) DE214805C (de)

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