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DE2147789A1 - Entgaster borkarbid-absorberstab - Google Patents

Entgaster borkarbid-absorberstab

Info

Publication number
DE2147789A1
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
absorber rod
cladding tube
boron carbide
absorber
rod according
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE2147789A
Other languages
English (en)
Inventor
Wolfgang Dipl Ing Dietz
Hans-Juergen Friedrich
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Interatom Internationale Atomreaktorbau GmbH
Original Assignee
Interatom Internationale Atomreaktorbau GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Interatom Internationale Atomreaktorbau GmbH filed Critical Interatom Internationale Atomreaktorbau GmbH
Priority to DE2147789A priority Critical patent/DE2147789A1/de
Priority to GB4383472A priority patent/GB1386689A/en
Priority to FR7233787A priority patent/FR2153459B1/fr
Priority to JP47096081A priority patent/JPS4841197A/ja
Publication of DE2147789A1 publication Critical patent/DE2147789A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G21NUCLEAR PHYSICS; NUCLEAR ENGINEERING
    • G21CNUCLEAR REACTORS
    • G21C7/00Control of nuclear reaction
    • G21C7/06Control of nuclear reaction by application of neutron-absorbing material, i.e. material with absorption cross-section very much in excess of reflection cross-section
    • G21C7/08Control of nuclear reaction by application of neutron-absorbing material, i.e. material with absorption cross-section very much in excess of reflection cross-section by displacement of solid control elements, e.g. control rods
    • G21C7/10Construction of control elements
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02EREDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
    • Y02E30/00Energy generation of nuclear origin
    • Y02E30/30Nuclear fission reactors

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  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • High Energy & Nuclear Physics (AREA)
  • Monitoring And Testing Of Nuclear Reactors (AREA)
  • Ceramic Products (AREA)

Description

2U7789
Bensberg, den 21.9.1971
GtS4-We/Ku
24.163.0
IMERAiEOM
Internationale Atomreaktorbau GmbH 506 Bensberg
Entgaster Borkarbid—Absorberstab
Die vorliegende Erfindung betrifft Absorberstäbe für Kernreaktoren, insbesondere für schnelle Reaktoren, die mit Natrium gekühlt werden, bestehend aus einem mit Borkarbid B.C gefüllten Hüllrohr. Borkarbid hat sich u.a. als geeigneter Stoff erwiesen, um die bei Kernspaltungsprozessen im Reaktor freiwerdenden überschüssigen Neutronen einzufangen«, Beim Einfang eines Neutrons wird das B -Atom unter Ausstoßung einer Ot-Partikel (He-Kern) in ein solches von Li verwandelt, wobei das neugebildete Heliumgas teilweise aus dem Borkarbid entweicht·
Bei den bislang gebauten thermischen Reaktoren sind vielfach Absorberstäbe eingesetzt worden, die aus mit Borkarbid gefüllten, gasdicht verschweißten Stahlröhren bestanden. Der Druckaufbau innerhalb dieser Hüllrohre durch das beim Neutroneneinfang freiwerdende Helium blieb vernachlässigbar klein, und war für die Standzeit der Ab-
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sorberstäbe ohne Belang. Bei schnellen Reaktoren hingegen wird durch die Umwandlung von Bor in Lithium soviel Helium freigesetzt, daß die Standzeit geschlossener Absorberstäbe in unzulässiger Weise verkürzt wird. Dieser Umstand läßt es zweckmäßig erscheinen, die Absorberstäbe zu entgasen, indem man das im Borkarbid gebildete Helium über das Kühlmittel in die meist ebenfalls aus einem Edelgas bestehende Schutzgasatmosphäre entweichen läßt. Dem steht entgegen, daß beim Zerfall des Bors freier Kohlenstoff gebildet wird, der durch das Kühlmittel, insbesondere durch flüssiges Natrium in andere Anlagenteile transportiert wird und dort zur Aufkohlung und damit zur Versprödung des verwendeten Strukturmaterials, beispielsweise der austenitischen Stähle führen kann.
In "Nuclear Technology" vom Juni 1971, S. 191 bis 205 wird vorgeschlagen, das Absorberhüllrohr mit einem Stopfen aus Sintermetall zu verschließen, durch dessen Poren das Helium entweichen, infolge der Kapillarkräfte jedoch kein Natrium in den Absorberstab eindringen soll, da, wie auf S. 191 links unten betont wird, der Kontakt des Absorbermaterials mit dem Natrium unerwünscht ist. Die Poren des Sintermetalls dürften ,jedoch durch die unvermeidlichen Ablagerungen an Metalloxyden und Fremdstoffen in kurzer Zeit so verstopft werden, daß ein Entweichen des Heliums nicht mehr möglich und das Hüllrohr dem oben beschriebenen Druckaufbau ausgesetzt ist; auch ist der Kontakt zwischen Borkarbid und Natrium unbedenklich, wenn, wie im folgenden bei der Beschreibung der vorliegenden Erfindung näher ausgeführt, unerwünschte chemische Reaktionen zwischen ihnen verhindert werden.
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist ein mit Borkarbid gefüllter Absorberstab für natriumgekühlte Kernreaktoren, aus dem das beim Neutroneneinfang gebildete Helium entweichen kann·
Zur Lösung dieser Aufgabe wird vorgeschlagen, daß das Absorberhüllrohr mit nichtkapillaren Öffnungen versehen ist, durch die das entstehende Helium entweichen kann.
Da das Hüllrohr gemäß der Erfindung keinem inneren Gasdruck zu widerstehen braucht, kann es bei gleicher Größe mit geringerer Wandstärke oder bei gleichbleibender Wandstärke erheblich größer ausgeführt werden. Dadurch wird in dem als Regelzelle zur Verfügung stehenden Raum, der mehrere der beschriebenen Absorberstäbe enthält, der Anteil des Hüllmaterials verringert, derjenige des Borkarbids dagegen erhöht, was eine vergrößerte Absorptionsrate zur Folge hat. Bei gleichbleibender Absorptionsrate kann der Gehalt des Borkarbids an dem allein für den Neutroneneinfang verantwortlichen B verringert und/oder die Standzeit des Absorberstabes erhöht werden, was große wirtschaftliche Vorteile mit sich bringt. Durch die Öffnungen kann nicht hur das Helium entweichen, sondern es tritt auch Kühlmittel in das Hüllrohr ein, und durchtränkt das poröse Borkarbid. Dabei ist es wesentlich, daß die Öffnungen so groß sind, daß sie nicht verstopfen können.
Um sowohl das Auswaschen von Borkarbidteilchen als auch den Transport des freiwerdenden Kohlenstoffes durch das Kühlmittel zu verhindern, wird gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgeschlagen, daß das Hüllrohr teilweise, im Bereich der Öffnungen, mit einem Filtermaterial, beispielsweise mit Stahlwolle gefüllt ist. Diese Stahl-
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•wolle wirkt einerseits als me cha nis ch er Filter für das Borkarbid und andererseits als Kohlenstoff-Falle.
Als weiteres Merkmal der Erfindung wird vorgeschlagen, daß im Hüllrohr ein Stoff vorhanden ist, der den durch den Zerfall des Bors freiwerdenden Kohlenstoff chemisch bindet. Hierdurch wird mit noch größerer Sicherheit erreicht, daß kein freier Kohlenstoff in das Kühlmittel gelangt.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird- vorgeschlagen, daß dieser Stoff Chrom ist.
Um ein Verspröden des Hüllrohres des Absorberstabes durch Aufkohlung zu vermeiden, wird gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgeschlagen, daß das Hüllrohr an seiner Innenseite mit einer dünnen Schicht aus einem Metall versehen ist, das die Diffusion von Kohlenstoff ■in das Hüllrohrmaterial verhindert.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, daß die dünne Schicht aus Kupfer besteht.
Als Vorteile des A"bsorberstabes gemäß der Erfindung ergeben sich eine erhöhte Standzeit desselben, eine höhere mögliche Wirksamkeit bzw. die Möglichkeit, ein Borkarbid
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mit einem geringeren Anreicherungsgrad an B zu verwenden, und die Möglichkeit, die geometrische Gestalt des Absorberstabes so zu wählen, daß sie beispielsweise mit Rücksicht auf die Strömungsverhältnisse günstig gestaltet werden kann«
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Die Zeichnung stellt einen Längsaxialschnitt durch einen Absorberstab gemäß der Erfindung dar und zwar zeigt sie ein äußeres Hüllrohr (1), das an seinem unteren Ende mit einem dichten Stopfen (2) verschlossen ist, und an seinem oberen Ende mit einem weiteren Stopfen (3), der mit mehreren Öffnungen (4) versehen ist. Im Beispiel wird durch ein inneres Hüllrohr (5) ein Zentralkanal (6) gebildet, der einer besseren Kühlung des Absorberstabes und/oder zur Durchführung einer Verbindungsstange dient. Der von dem äußeren Hüllrohr (1) und dem inneren Hüllrohr (5) gebildete Raum ist größtenteils mit Borkarbid (7) gefüllt, das infolge seiner Porosität mit dem durch die Öffnungen (4) eindringenden Kühlmittel getränkt ist. In seinem oberen Teil ist der Absorberstab mit einer Lage Stahlwolle (8) gefüllt, die das Ausspülen des Borkarbids (7) und das Entweichen des in diesem gebildeten freien Kohlenstoffes verhindert bzw. stark hemmt. Die Strömungsrichtung des Kühlmittels ist durch die Pfeile angedeutet.
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Claims (6)

  1. Schutzansprüche
    Absorberstab für natriumgekühlte Kernreaktor en, bestehend aus einem mit Borcarbid gefüllten Hüllrohr, dadurch gekennzeichnet, daß das Hüllrohr mit nichtkapillaren Öffnungen versehen ist.
  2. 2. Absorberstab nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Hüllrohr teilweise, im Bereich der Öffnungen mit einem Filtermaterial gefüllt ist.
  3. 3· Absorberstab nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Hüllrohr ein Stoff vorhanden ist, der den durch den Heutroneneinfang im Borkarbid freiwerdenden Kohlenstoff bindet.
  4. 4· Absorberstab nach Anspruch'3> dadurch gekennzeichnet, daß dieser Stoffaus Chrom ist.
  5. 5· Absorberstab nach einem oder mehreren der Ansprüche 1-4,
    dadurch gekennzeichnet, daß das Hüllrohr auf der Innenseite mit einer dünnen Schicht aus einem Metall versehen, ist, das die Diffusion von Kohlenstoff in das Hüllrohnnaterial verhindert.
  6. 6. Absorberstab nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die dünne Schicht aus Kupfer bestellt·
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DE2147789A 1971-09-24 1971-09-24 Entgaster borkarbid-absorberstab Pending DE2147789A1 (de)

Priority Applications (4)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE2147789A DE2147789A1 (de) 1971-09-24 1971-09-24 Entgaster borkarbid-absorberstab
GB4383472A GB1386689A (en) 1971-09-24 1972-09-21 Control member for a nuclear reactor
FR7233787A FR2153459B1 (de) 1971-09-24 1972-09-22
JP47096081A JPS4841197A (de) 1971-09-24 1972-09-25

Applications Claiming Priority (1)

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DE2147789A DE2147789A1 (de) 1971-09-24 1971-09-24 Entgaster borkarbid-absorberstab

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ID=5820501

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE2147789A Pending DE2147789A1 (de) 1971-09-24 1971-09-24 Entgaster borkarbid-absorberstab

Country Status (4)

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JP (1) JPS4841197A (de)
DE (1) DE2147789A1 (de)
FR (1) FR2153459B1 (de)
GB (1) GB1386689A (de)

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IT1125478B (it) * 1978-10-16 1986-05-14 Westinghouse Electric Corp Materiali di veleno bruciabili per uso nei reattori nucleari
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Also Published As

Publication number Publication date
FR2153459B1 (de) 1976-08-13
FR2153459A1 (de) 1973-05-04
GB1386689A (en) 1975-03-12
JPS4841197A (de) 1973-06-16

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