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DE2143010C3 - - Google Patents

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Publication number
DE2143010C3
DE2143010C3 DE19712143010 DE2143010A DE2143010C3 DE 2143010 C3 DE2143010 C3 DE 2143010C3 DE 19712143010 DE19712143010 DE 19712143010 DE 2143010 A DE2143010 A DE 2143010A DE 2143010 C3 DE2143010 C3 DE 2143010C3
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DE
Germany
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acid
phosphate
column
structural
substances
Prior art date
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Expired
Application number
DE19712143010
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English (en)
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DE2143010B2 (de
DE2143010A1 (de
Inventor
Joachim Dr. 4370 Marl Amende
Ferdinand Von Dr. 4359 Lippramsdorf Praun
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Huels AG
Original Assignee
Chemische Werke Huels AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by Chemische Werke Huels AG filed Critical Chemische Werke Huels AG
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Priority to FR7228862A priority patent/FR2150757B1/fr
Priority to GB3968872A priority patent/GB1394136A/en
Priority to NL7211637A priority patent/NL7211637A/xx
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Publication of DE2143010B2 publication Critical patent/DE2143010B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2143010C3 publication Critical patent/DE2143010C3/de
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11DDETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D3/00Other compounding ingredients of detergent compositions covered in group C11D1/00
    • C11D3/16Organic compounds
    • C11D3/34Organic compounds containing sulfur
    • C11D3/3472Organic compounds containing sulfur additionally containing -COOH groups or derivatives thereof
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11DDETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D1/00Detergent compositions based essentially on surface-active compounds; Use of these compounds as a detergent
    • C11D1/02Anionic compounds
    • C11D1/12Sulfonic acids or sulfuric acid esters; Salts thereof
    • C11D1/28Sulfonation products derived from fatty acids or their derivatives, e.g. esters, amides

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  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Detergent Compositions (AREA)

Description

Gegenstand der Erfindung sind phosphatfreie Wasch- und Reinigungsmittel, die übliche Detergentien und Zusätze sowie wasserlösliche Salze von sulfonierten geradkettigen, gesättigten aliphatischen ω,ω'-Dicarbonsäuren als Gerüstsubstanz enthalten.
Es ist bekannt, daß das Reinigungsvermögen von Tensiden in Wasch- und Reinigungsmitteln durch « Zusätze bestimmter Substanzen erhöht wird. Solche Substanzen werden als Gerüstsubstanzen, Aufbaustoffe oder Builder bezeichnet.
Die Wirkungsweise solcher Gerüstsubstanzen ist bis jetzt im einzelnen noch nicht völlig geklärt Allgemein wird jedoch angenommen, daB eine Vielzahl von Einzelwirkungen die besonderen Eigenschaften der Gerüstsubstanzen bestimmen:
Steigerung der Waschkraft von Tensiden, Dispergierung von Schmutz zur Vermeidung von Redeposition, Solubilisierung bzw. Emulgierung von schwerlöslichen Bestandteilen, Verhinderung des Abscheidens von schwerlöslichen Salzen, insbesondere von Kalzium- und Magnesiumsalzen, m)
Pufferwirkung gegenüber sauren Substanzen, Regulierung des Schaumvermögens der Waschflotte,
Verträglichkeit mit den übrigen Waschmittelkomponenten, speziell mit den Bleichmitteln, erf geringe Korrosionswirkung.
Ais wichtige Eigenschaft darf außerdem die gute biologische Abbaubarkeit nicht außer acht gelassen
werden.
Besonders bekannt als Gerüstsubstanzen sind bislang die anorganischen, alkalisch wirkenden Substanzen: Alkalibicarbonate, -carbonate, -borate, -phosphate, -polyphosphate und -silikate.
In den gebräuchlichsten Wasch- und Reinigungsmitteln der Gegenwart werden als Gerüstsubstanzen aber nahezu ausschließlich Polyphosphate, insbesondere Pentanatriumtriphosphat, eingesetzt Der Gehalt der Wasch- und Reinigungsmittel an Polyphosphaten beträgt, entsprechend den Waschgewohnheiten der einzelnen Länder, bis zu 70 Gewichtsprozent, bezogen auf die Gesamtmischung. Trotz vieler Vorteile ist jedoch die Verwendung von Phosphaten auch mit schwerwiegenden Nachteilen verbunden.
So beobachten die LJmnologen seit einigen Jahren mit zunehmender Besorgnis die Eutrophierung, d. h. Oberdüngung von Gewässern und Seen durch überhöhte Konzentration an Nährstoffen, die zu einer empfindlichen Störung des biologischen Gleichgewichts infolge starken Algenwachstums führen. Die Folge ist eine rapide Abnahme des Sauerstoffgehaltes vornehmlich in der Tiefe der Seen und eine damit verbundene Zunahme von Fäulnisprozessen, die schließlich das Absterben des pflanzlichen und tierischen Lebens bewirken. Für diese Schäden werden zum Teil die Waschmittelphosphate verantwortlich gemacht (Tenside 8 [2], 82 [1971]).
Weiterhin ist bekannt, daß Polyphosphate auch anwendungstechniscne Nachteile zeigen. So unterliegen sie leicht der Hydrolyse unter Bildung von Meta- und Orthophosphaten, die minderwertige Gerüstsubstanzen darstellen.
Auch dürfen die korrodierenden Eigenschaften der Polyphosphate gegenüber Metallen und Legierungen nicht unerwähnt bleiben (K. L i η d η e r, Tenside-Textilhilfsmittel-Waschrohstoffe, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft MbH, Stuttgart 1964, Band II, Seiten 1189 und 1195).
Um die angeführten Nachteile der Polyphosphate zu umgehen, wurde bereits vielfach versucht, phosphatfreie Gerüstsubstanzen in Wasch- und Reinigungsmitteln zu verwenden. So wurde z. B. in den USA u. a. Nitrilotriacetat (NTA) in Waschmittelformuliemngen eingesetzt Als nachteilig wurde jedoch inzwischen erkannt, daß NTA nicht unter allen Bedingungen gut biologisch abbaubar ist. Weiterhin stört der Stickstoff als ein die Eutrophierung begünstigender Faktor. Bedenklich stimmt außerdem das augezeichnete Komplexbildungsvermögen gegenüber Quecksilber und Arsen, das zu einer unerwünschten Anreicherung dieser Stoffe führen könnte. Schließlich wurde festgestellt, daß NTA und Perborat sich gegenseitig inaktivieren, wobei unter Verbrauch des Perborats NTA unter Bildung von Aminoxiden und anderen Oxydationsprodukten abgebaut wird (Tenside 8 [112 [1971]).
Vor allem um dem Problem der Eutrophierung von Gewässern aus dem Wege zu gehen, wurden auch stickstoff- und phosphorfreie Substanzen auf ihre Eignung als Gerüstsubstanzen untersucht. Hierbei zeigte sich jedoch, daß die geprüften monomeren und polymeren Verbindungen entweder zu schlechte waschtechnische Eigenschaften bei guter biologischer Abbaubarkeit (z. B. Zitronensäure) oder ungenügende biologische Abbaubarkeit bei brauchbarem Waschvermögen (z. B. Polyacrylate, Mischpolymerisate) aufwiesen (Tenside 8 [112 [!37I]).
Der Erfindung lag daher die Aufgabe zugrunde, diese
Nachteile des relevanten Standes der Technik zu überwinden.
Die erfindungsgemäßen phosphatfreien Waschmittel enthalten übliche Detergentien und Zusätze und sind gekennzeichnet durch einen Gehalt an wasserlöslichen Salzen von sulfonierten geradkettigen, gesättigten aliphatischen ω,ω'-Dicarbonsäuren mit 3 bis 20, vorzugsweise 5 bis 12 Kohlenstoffatomen, als Gerüstsubstanz.
Die Herstellung der gemäß der Erfindung einzusetzenden Verbindungen kann nach an sich bekannten Methoden erfolgen. Man geht im allgemeinen so vor, daß man eine Dicarbonsäure und/oder einen Dicarbonsäurehalbester und/oder einen Dicarbonsäurediester der allgemeinen Formel
ROOC-(Ch2K-COOR'
in der R und/oder R' ein Wasserstoffatom oder einen Methyl- oder Äthylrest bedeuten können und χ für eine ganze Zahl von 1 bis 18, vorzugsweise von 1 bis 10, steht, >o mit Schwefeltrioxid oder Chlorsulfonsäure sulfoniert und anschließend die Reaktionsprodukte mit einer entsprechenden Menge Alkalihydroxid oder Ammoniak verseift bzw. neutralisiert Bei der Sulfonierung werden pro Mol Säure, Ester oder Säure-Ester-Gemisch 13 bis 2,5, vorzugsweise 1,8 bis 22 Mol, Sulfonierungsmittel eingesetzt Nach der Aufarbeitung des Reaktionsansatzes resultieren hieraus vornehmlich als erfindungsgemäße Gerüstsubstanzen die Alkali- oder Ammoniumsalze der Mono- und/oder Disulfodicarbonsäure.
Die Herstellung eines etwa gleichteiligen Gemisches der Natriumsalze von Mono- und Disuifododecandisäure sei an einem Beispiel erläutert: 645 g (25 Mol) Dodecandisäuredimethylester werden auf 70 bis 8O0C erhitzt und innerhalb von 5 Stunden 5,22 Mol Schwefeltrioxid, verdünnt mit 23 I Stickstoff oder Luft pro Minute, eingegast Anschließend läßt man noch 30 Minuten nachreagieren und hellt dann das saure Sulfonierungsgemisch durch langsame Zugabe von 30proz. Wasserstoffperoxid bei 6O0C auf. Zur hellgelben Säure gibt man nun 2 700 g einer ca. 15prozentigen Natronlauge in kleinen Portionen und erhitzt das Gemisch noch zur Verseifung 2 Stunden lang zum Sieden. Nach Entfernung von Wasser und Methanol erhält man 950 g einer weißen Substanz, die in der vorliegenden Form als Gerüstsubstanz verwendet werden kann.
Obwohl jedes wasserlösliche Sulfonat der ω,ω'-Dicarbonsäuren mit 3 bis 20, vorzugsweise 5 bis 12 Kohlenstoffatomen als Gerüstsubstanz verwendet werden kann, werden die Alkali- oder Ammoniumsalze besonders bevorzugt
Als erfindungsgemäße Gerüstsubstanzen haben sich bisher die Alkali- und Ammoniumsalze folgender Mono- und Disulfodicarbonsäuren bzw. deren Gemische besonders bewährt:
(X-SuIfododecandisäure,
ixA'-Disulfododecandisäure,
(X-Sulfoazelainsäure,
aux'-Disulfoazelainsäure, bo
Λ-Sulfoadipinsäure,
ΛΑ'-Disulfoadipinsäure,
(X-Sulfobernsteinsäure,
(XA'-Disulfobernsteinsäure.
Die erfindungsgemäßen Gerüstsubstanzen sollen in einer Menge von 10 bis 70 Gewichtsprozent, bevorzugt 20 bis 60, insbesondere 35 bis 60 Gewichtsprozent, bezogen auf die Gesamtmischung des Wasch- und Reinigungsmittels, eingesetzt werden. Das Verhältnis Gerüstsubstanz zu Tensid ist dabei im allgemeinen 1 :3 bis 10: 1.
Die phosphatfreien Wasch- und Reinigungsmittel gemäß der Erfindung können alle üblichen anionaktiven und nichtionischen Detergentien und Zusätze enthalten.
Als anionaktive Detergentien kommen beispielsweise in Frage: Alkylbenzolsulfonate, Olefinsulfonate, Alkansulfonate, Alkylsulfate, Alkoholoxäthylatsulfate etc
Als nichtionische Tenside sind beispielsweise zu nennen: Alkylpolygiykoläther, Alkylphenolpolyglykoläther, Acylpolyglykoläther, oxäthylierte Fettsäureamide, Polyadditionsprodukte aus Äthylenoxid und Propylenoxid etc. Vom Zusatz weiterer Gerüstsubstanzen wird vorzugsweise abgesehen.
Die folgenden einschlägigen Rezepturen einiger Vollwaschmittel sollen zur weiteren Erläuterung der Erfindung dienen:
Beispiel A
10,0 % n-Dodecylbenzolsulfonat, 4,0% Ci6-Ci8-Fettalkoholoxäthylat (11 Mol
Äthylenoxid), 3,0 % Talgolitseife,
37,5 % Natriumsalze der sulfonierten Dodecandisäure, hergestellt gemäß dem auf Seite 4 angegebenen Hers'ellungsbeispiel, 5,5 % Natriumsilicat, 20,0 % Natriumperborat-4 H2O, 1,0% Natriumcumolsulfonat 1,0 % Carboxymethylcellulose (CMC), 02 % optischer Aufheller, 17,8% Natriumsulfat.
Beispiel B
14,0 % n-Dodecylbenzolsulfonat
4,0 % Spermölalkoholoxäthylat (25 Mol Äthylenoxid), 1,0% Natriumtoluolsulfonat
1,0 % Carboxymethylcellulose (CMC), 44,8% Natriumsalz der sulfonierten Dodecandisäure, hergestellt gemäß dem auf Seile 4 angegebenen Herstellungsbeispiel,
3,0% Natriumsilicat 12,0% Natriumsulfat 20,0% Natriumperborat·4 H2O,
0,2% optischer Aufheller.
Beispiel C
10,0 % «-Olefinsulfonat(Ci5-Ci8), 1,0% Talgolitseife,
5.5 % Palmitylalkoholoxäthylat(15 Mol Äthylenoxid), 1,0 % Natriumtoluolsulfonat,
5,0 % Natriumsilicat,
58,0 % Natriumsalz der sulfonierten Azelainsäure, hergestellt gemäß dem auf Seite 4 angegebenen Herstellungsbeispiel, 193% Natriumsulfat, 02 % optischer Aufheller.
Beispiel D
16,0% (X-Olefinsulfonat(Ci4-Ci8),
5.6 % Palmitylalkoholoxäthylat(15 Mol Äthylenoxid), 3^ % Talgolitseife,
1,0% Natriumcumolsulfonat,
1,0 % Carboxymethylcellulose (CMCV
3,5% Wasserglas,
35,0 % Natriumsalz der sulfonierten Adipinsäure, hergestellt gemäß dem auf Seite 4 angegebenen Herstellungsbeispiel,
34,2 % Natriumsulfat, 0,2% optischer Aufheller.
Das Waschvermögen der genannten anionaktiven und nichtionischen Detergentien wird durch den Zusatz der erfindungsgemäßen Gerüstsubstanzen in spärbarer Weise gesteigert. Außerdem tragen diese Gerüstsubstanzen dazu bei, die Ausscheidung von waschaktiver Substanz als schwerlösliche Salze, z. B. Calciumsalze, zu vermeiden, so daß eine Inkrustrierung des Gewebes verhindert wird. Die erfindungsgemäßen Substanzen zeichnen sich ferner durch ein gutes Suspendiervermögpn (getestet an Eisenoxid), das ein Maß für das Schmutztragevermögen darstellt, eine gu's Pufferwirkung gegenüber saurem Schmutz, eine sehr gute Verträglichkeit gegenüber Perborat als Bleichmittel und eine vergleichsweise geringe Korrosionswirkung gegenüber Metallen aus. Ihre biologische Abbaubarkeit kann als sehr gut bezeichnet werden.
Die erfindungsgemäß einzusetzenden Gerüstsubstanzen können also in den Wasch- und Reinigungsmitteln die bisher hauptsächlich als Gerüstsubstanzen eingesetzten Phosphate, insbesondere Pentanatriumtriphosphat, nicht nur vollwertig ersetzen, sondern zeigen gegenüber diesen sogar ein insgesamt gesehen besseres Eigenschaftsbild.
Für die Bestimmung der Waschkraft von Waschmitteln, in denen der Phosphatanteil durch die erfindungsgemäßen Gerüstsubstanzen ersetzt wurde, wird testverschmutztes WFK-Baumwollgewebe in einem Launder-O-Meter, einer genormten Laborwaschmaschine, bei 9O0C jeweUs 30 Minuten in wäßriger Flotte gewaschen. Für die Wasch versuche wird ein Trinkwasser 12° deutscher Härte verwendet Durch Vergleich mit dem testverschmutzten ungewaschenen sowie dem nicht verschmutzten Gewebe errechnet sich der prozentuale Waschwert nach folgender Gleichung:
% Wasch wert = -■--£ · 100. c — b
ι η Darin bedeuten:
a = Remission des gewaschenen Gewebes, b = Remission des testverschmutzten Gewebes, c = Remission des unverschmutzten Gewebes.
Die Remission ist ein Maß für die durch den Waschvorgang bedingte Aufhellung und wird am getrockneten und gebügelten Gewebe mit Hilfe eines Elrepho-Photometers der Firma Zeiss gemessen, dessen
Filter B 57 gegen den Standard Nr. 20707 geeicht ist Für die Bestimmung des prozentualen Waschwerts
werden 24 Einzelmessungen an den Testgeweben herangezogen.
Zur weiteren Erläuterung des Erfindungsgegenstan-
des und des damit erzielbaren technischen Fortschritts sollen die folgenden Beispiele und Versuchsergebnisse dienen:
Beispiele 1 bis 5
so In der nachfolgenden Zusammenstellung sind die prozentualen Waschwerte aufgetragen, die mit 1 g/l Natriumdodecylbenzolsulfonat als waschaktive Substanz (WAS) und 1 oder 2 g/l Gerüstsubstanz in der Waschflotte erzielt wurden:
Beispiel
Waschgänge 1. 2.
1 g/l Pentanalriumtriphosphat (zum Vergleich)
2 g/l Pentanatriumtnphosphat (zum Vergleich)
1 g/l Na-SaIz der sulfonierten Dodecandisäure (Cu), hergestellt analog dem in Spalte 3 angegebenen Herstellungsbeispiel
2 g/l Na-SaIz der sulfonierten Dodecandisäure (C]2), hergestellt analog dem in Spaite 3 angegebenen Herstellungsbeispiel
1 g/l Na-SaIz der sulfonierten Azelainsäure (C9), hergestellt analog dem in Spalte 3 angegebenen Herstellungsbeispiel
2 g/l Na-SaIz der sulfonierten Azelainsäure (C9), hergestellt analog dem in Spalte 3 angegebenen Herstellungsbeispiel
1 g/l Na-SaIz der sulfonierten Adipinsäure hergestellt analog dem in Spalte 3 angegebenen Herstellungsbeispiel
2 g/l Na-SaIz der sulfonierten Adipinsäure (C6), hergestellt analog dem in Spalte 3 angegebenen Herstellungsbeispiel
1 g/l Na-SaIz der sulfonierten Bernsteinsäure (C4), hergestellt analog dem in Spalte 3 angegebenen Herstellungsbeispiel
2 g/l Na-SaIz der sulfonierten Bernsteinsäure (GO, hergestellt analog dem in Spalte 3 angegebenen Herstellungsbeispiel
29 30
20 29
14 23
11 20
22 25
39 42
36 42
33 40
25 34
43 42
45 48
50 50 46 50 36 46
52 50
Beispiele 6 und 7
Diese beiden Beispiele zeigen, daß beim Einsatz der erfindungsgemäßen Gerüstsubstanzen, aufgezeigt am Beispiel des Natriumsalzes der sulfonierten Dodecandisäure (Ci.;, wie beim Pentanairiumtriphosphat praktisch keine Temperaturabhängigkeit der prozentualen Waschwerte im interessierenden Bereich zwischen 60 und 95°C ersichtlich ist. Die Waschflotte enthielt 1 g/i Natriumbenzolsulfonat als WAS und 2 g/l Gerüstsubstanz.
Beispiel
Gerüstsubstanz
60 C
Waschgiinge
I. 2
C)2, hergestellt analog dem in Spalte 3 angegebenen Herstellungsbeispiel
Pentanatriumtriphosphat (zum Vergleich)
41
41
95 C
Waschgänge
1. 2.
42
42
Beispiele 8 bis 12
Zur Bestimmung der Härtebeständigkeit wird in der Weise verfahren, daß verschieden konzentrierte Lösungen von Natriumdodecylbenzolsulfonat und Gerüstsubstanz in Wasser mit unterschiedlichen Härtegraden auf ? > ihre Eintrübung hin untersucht werden. Aus einer Reihe von Messungen ergibt sich dann der Gesamtwert, der zwischen 15 bei schlechter und 75 bei sehr guter Härtebeständigkeit liegen kann. Nach einem bestimmten Schlüssel lassen sich hieraus die Stabilitätszahlen so ermitteln, die zwischen 1 und 5 variieren. Im Idealfall größter Unempfindlichkeit gegenüber den Härtebildnern des Wassers liegt dieser Wert bei 5. Weitere Einzelheiten können der DIN-Vorschrift 53905 entnommen werden. Wie aus der folgenden Zusammenstellung hervorgeht, zeigen die erfindungsgemäßen Gerüstsubstanzen in Verbindung mit Natriumdodecylbenzolsulfonat eine bessere Härtebeständigkeit als Pentanatriumtriphosphat.
Die erfindungsgemäßen Gerüstsubstanzen sind in der nachfolgenden Zusammenstellung durch die bei den Beispielen 2 bis 5 eingeführten Abkürzungen charakterisiert.
Beispiel
Gerüstsubstanz
8 Cn, hergestellt analog dem in Spalte angegebenen Herstellungsbeispiel
9 C9, hergestellt analog dem in Spalte angegebenen Herstellungsbeispiel
10 C6, hergestellt analog dem in Spalte angegebenen Herstellungsbeispiel
11 C4, hergestellt analog dem in Spalte angegebenen Herstellungsbeispiel
12 Pentanatriumtriphosphat (zum Vergleich)
Härtebestän
digkeit
Stabilitätszahl
Nach DlN
53905
Gesamtwert
3 42
4 58
3 43
4 61
3 37
Beispiele 13 bis 17
Die Verträglichkeit der erfindungsgemäßen Gerüstsubstanzen mit den übrigen Waschmittelkomponenten wurde spziell beim häufig als Bleichmittel eingesetzten Natriumperborat überprüft Die Bestimmung der Perboratstabilität erfolgte in der Weise, daß zunächst der Aktivsauerstoffgehalt einer Lösung von 0,004 Mol/l Perborat in dest Wasser ohne Zusatz von Fremdstoffen jodometrisch bestimmt und gleich 100% gesetzt wurde. Anschließend wurde eine Lösung, die neben 0,004 Mol/l Perborat noch 0,004 Mol/l Gerüstsubstanz und 10 mg/1 Eisen(III)-chlorid enthielt, auf 9O0C erhitzt und die Abnahme des Aktivsauerstoffgehaltes nach 30, 90 und 150 Minuten gemessen. Die erhaltenen Werte wurden in Relation zur Vergleichslösung gesetzt; sie zeigen die erhöhte stabilisierende Wirkung der erfindungsgemäßen Gerüstsubstanzen gegenüber Perborat im Vergleich zu Phosphat an.
Beispiel
13
14
Gerüstsubstanzen
% Aktivsauerstoff nach 30 min 90 min
ISO min
C12, hergestellt analog dem 61,0 41,5 32,5
in Spalte 3 angegebenen Beispiel
C9, hergestellt analog dem 65,5 45,0 33,0
in Spalte 3 angegebenen Beispiel
Fortsetzung 21 43
9
010 10 52,5
46,0
7,5
150min
I**,.,-, Gerüii.' il-'tiTv.cn % AktivsaucrslofT nach
30min 90min
42,0
37,0
4,5
15
16
17
Cf,, hergesteiii analog dem in
Spalte 3 angegebenen Beispiel
C4, hergestellt analog dem in
Spalte 3 angegebenen Beispiel
Pentanatriumtriphosphat
(zum Vergleich)
62,0
66,5
29,0
Beispiele 18 bis 22
Als Maß für das Schmutztragevermögen einer Gerüstsubstanz kann ihr Suspendiervermögen z. B. gegenüber pulverisiertem Eisenoxid angesehen werden. Hierzu wurde eine Prüfmethode ausgearbeitet, die darin besteht, daß man in einem Schüttelzylinder rotes AK F-Eisenoxid-Pigment mit einer wäßrigen Lösung des Builders unter Zusatz von Natriumdodecylbenzolsulfonat eine Minute lang intensiv schüttelt und nach 24 Stunden die Stärke der dann noch zu beobachtenden Trübung photometrisch bestimmt Die durch Messung der Extinktion erhaltenen relativen Zahlen zeigen, daß die erfindungsgemäßen Gerüstsubstanzen ein mindestens ebenso gutes Suspendiervermögen wie Pentanatriumtriphosphat aufweisen.
Beispiel
Gerüstsubstanz
Extinktion in
1 cm Schichtdicke
18 C|2, hergestellt analog dem 150
in Spalte 3 angegebenen
Herstellungsbeispiei
19 C9, hergestellt analog dem 183
in Spalte 3 angegebenen
Herstellungsbeispiel
20 C6, hergestellt analog dem 180
in Spalte 3 angegebenen
Herstellungsbeispiel
21 C4, hergestellt analog dem ] 75
in Spalte 3 angegebenen
Herstellungsbeispiel
22 Pentanatriumphosphat 160
(zum Vergleich)
Beispiele 23bis27
Zur Ermittlung der korrosiven Eigenschaften der erfindungsgemäßen Gerüstsubstanzen gegenüber Stahl wurde in folgender Weise verfahren: Entfettete Stahlbleche aus St 37 wurden in einem Glaskolben mit aufgesetztem RückfluBkflhler in der Weise angeordnet, daß sie 2ur Hälfte in eine auf pH 10 eingestellte äprozentige wäßrige Lösung der Gerüstsubstanzen eintauchten. Die Lösung wurde abwechselnd 8 Stunden unter Rückfluß gekocht und 16 Stunden bei Raumtemperatur belassen. Während der Abstellung der Apparatur konnte Luft an die Testbleche gelangen. Nach einer Versuchsdauer von 8 Tagen wurde der anhaftende Rost durch eine 30 Minuten andauernde Behandlung mit 2 η-Salzsäure, die noch 0,25% Lauryl-dimethyl-benzylammoniumchlorid als Korrosionsinhibitor enthielt, abgelöst. Anschließend wurden die Testbleche mit Wasser, Aceton und Benzol gewaschen und getrocknet. Der bei der Behandlung insgesamt eingetretene Gewichtsverlust der Bleche, der der abgetragenen Menge an Eisen entspricht, wurde ermittelt Pentanatriumtriphosphat zeigt — wie aus nachfolgender Zusam-
jo menstellung ersichtlich — die stärkste korrosive Wirkung im Vergleich zu den erfindungsgemäßen Gerüstsubstanzen.
Bei- Gerüstsubstanz
spiel
Abtrag in
g/m2
17,1
C12, hergestellt analog dem in
Spalte 3 angegebenen Herstellungsbeispiel
C9, hergestellt analog dem in
Spalte 3 angegebenen Herstellungsbeispiel
C6, hergestellt analog dem in
Spalte 3 angegebenen Herstellungsbeispiei
C4, hergestellt analog dem in
Spalte 3 angegebenen Herstellungsbeispiel
Pentanatriumtriphosphal 61,4
(zum Vergleich)
28,3
14,8
26,2
Anhand der genannten Beispiele und Vergleichsbeispiele ist aufgezeigt, daß durch den Einsatz der erfindungsgemäßen Gerüstsubstanzen hochwertige phosphatfreie Wasch- und Reinigungsmittel erhalten werden können.

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Phosphatfreies Wasch- und Reinigungsmittel, enthaltend übliche Detergentien und Zusätze, gekennzeichnet durch einen Gehalt an wasserlöslichen Salzen von mono- und/oder disulfonierten geradkettigen, gesättigten aliphatischen ω,ω'-Dicarbonsäuren mit 3 bis 20 Kohlenstoffatomen als Gerüstsubstanz. ι ο
2. Phosphatfreies Wasch- und Reinigungsmittel nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Gehalt an wasserlöslichen Salzen von mono- und/oder disulfonierten geradkettigen, gesättigten aliphatischen ω,ω'- Dicarbonsäuren mit 5 bis 12 i> Kohlenstoffatomen als Gerüstsubstanz.
3. Phosphatfreies Wasch- und Reinigungsmittel nach Anspruch 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Salze sulfonierter ω,ω'-Dicarbonsäuren ein Gemisch von Salzen SO bis 70 Gewichtsprozent monosulfonierter und 30 bis 50 Gewichtsprozent disulfonierter ω^u'-Dicarbonsäuren sind.
4. Phosphatfreies Wasch- und Reinigungsmittel nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet durch einen Gehalt von 10 bis 70 Gewichtsprozent, vorzugsweise 20 bis 60, insbesondere 35 bis 60 Gewichtsprozent, bezogen auf die Gesamtmenge des Wasch- und Reinigungsmittels, an wasserlöslichen Sulfonaten von geradkettigen, gesättigten aliphatischen ω,ω'-Dicarbonsäuren mit 3 bis 20, vorzugsweise 5 bis 12 χι Kohlenstoffatomen als Gerüstsubstanz.
5. Phosphatfreies Wasch- und Reinigungsmittel nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß weitere Gerüstsubstanzen nicht anwesend sind.
DE19712143010 1971-08-27 1971-08-27 Phosphatfreie Wasch- und Reinigungsmittel Granted DE2143010B2 (de)

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DE19712143010 DE2143010B2 (de) 1971-08-27 1971-08-27 Phosphatfreie Wasch- und Reinigungsmittel
FR7228862A FR2150757B1 (de) 1971-08-27 1972-08-10
GB3968872A GB1394136A (en) 1971-08-27 1972-08-25 Phosphate-free washing and cleansing compositions
NL7211637A NL7211637A (de) 1971-08-27 1972-08-25

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Publication Number Publication Date
DE2143010A1 DE2143010A1 (de) 1973-03-01
DE2143010B2 DE2143010B2 (de) 1978-08-31
DE2143010C3 true DE2143010C3 (de) 1979-05-03

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Country Status (4)

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DE (1) DE2143010B2 (de)
FR (1) FR2150757B1 (de)
GB (1) GB1394136A (de)
NL (1) NL7211637A (de)

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