DE2142111A1 - Verfahren zum Transport paraffinischer Rohöle durch Leitungen - Google Patents
Verfahren zum Transport paraffinischer Rohöle durch LeitungenInfo
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Description
Patentassessor Hamburg» den 20 0 8
Dr. G„ Schupfner T71o4A (D 71,680)
Deutsche Texaco AG JH/bd
2ooo Hamburg 76
Sechslingspforte 2 «
TEXACO DEVELOPMENT CORPORATION
135 East s 4-2nd Street
Mew York, Ν»Υ. 1oo17
Ü.S.Ä
Verfahren zum Transport paraffinischer Rohöle durch Leitungen
Die Erfindung betrifft ein verbessertes Verfahren zum Transport paraffinischer Rohöle= Insbesondere betrifft die Erfindung
ein verbessertes Transportverfahren für paraffinische
Rohöle, welche aus einer Mischung eines paraffinischen Rohöls mit hohem Stockpunkt und niedrigem Schwefelgehalt und
einem Rohöl mit niedrigem Paraffingehalt und niedrigem Stock -punkt zusammen mit einer Menge eines Öllöslichen Äthylen-Vinylfettsäureester-Copolymeren
besteht, die in die Leitung eingegeben werden.
Gewisse paraffinische Rohöle mit niedrigem Schwefelgehalt
und hohem Stockpunkt sind für ihre schlechten Fließeigenfichaften
in Leitungen bekannt und zusätzlich neigen sie bei den während des Transports auftretenden Temperaturen
zur Gelbildung- Diese Neigung ist insbesondere dann unangenehm,
wenn die Leitung derartige Rohöle enthaltend bei niedrigen Außentemperaturen abgeschaltet oder still- -2-
2H2111
gelegt wird. Insbesondere gilt dies für die Trans Alpine
Pipeline (TAP), welche zum größten Teil paraffinische nordafrikanische Rohöle transportiert. Die für diese Leitung
(TAP) zuständige Aufsichtsbehörde (TAL) hat Vorschriften für
den Transport paraffinischer Rohöle erlassen, um die TAP bei europäischen Winterbedingungen gegen Vereisung zu
.schützen, wenn eine Notsituation eintritt oder gemäß Vorschrift eine TAP ~ Abschaltung notwendig wird. Rohöle, welche
nicht den TAL - Vorschriften, entsprechen, dürfen nicht in die TAP gepumpt werden. Eine der wichtigen TAL - Vorschriften bezieht
sich auf den Fließspannungswert, der ein Maß für die Spannung oder die Kraft darstellt, welche notwendig ist, um
ein par&ffinisches Rohölgel zum Fließen zu bringen. Viele
paraffinische Rohöle und Mischungen derselben mit anderen Rohölen weisen nicht die minimalen Voraussetzungen, die ver-
o
suchswsise auf 1oo dyn/cm festgesetzt wurden, auf.
suchswsise auf 1oo dyn/cm festgesetzt wurden, auf.
Eine Anzahl von Verfahren wurden vorgeschlagen, die sich mit derartigen Fließproblemen befassen. Beispielsweise wurde, der
Stockpunkt von paraffinischen Rohölen durch teilweise Entfernung
des Paraffins mittels der Lösungsmittelextraktion bei niedrigen Temperaturen verbessert, wobei der zugehörige
Aufwand:die Wiedergewinnung des Lösungsmittels, Problem der
Paraffinbeseitigung, Bereitstellung von Kühleinrichtungen, welche wesentlich sind, auftritt. In jüngeren vorgeschlagenen
Verfahren wurde das Paraffin ohne die Anwendung von Lösungsmittel durch Zentrifugieren eines zuvor erhitzten
und sorgfältig kontrolliert auf eine Zentrifugiertemperatur
um 1,65 - 13°G langsam abgekühlten Rohöls entfernt.
Ein anderes vielbenutztes Verfahren verschneidet paraffinische
Rohöle mit leichteren Kohlenwasserstoffraktionen. Dieses Verfahren weist eine Anzahl von Nachteilen auf. So arbeitet das
Verfahren mit relativ grossen Anteilen teurer Kohlenwasserstoff
lösungsmittel, um ein relativ billiges Produkt zu transportieren. Weiter benötigt dies Verfahren notwendigerweise
209829/035
verfügbare Kohlenwasserstofflösungsmittel in angemessenen
Mengen zum Verschneiden. Die Verfügbarkeit ist in einigen
Fällen nicht immer gegeben. Auch muß am anderen Ende der Leitung ein Markt für diese Lösungsmittel vorhanden sein.
In einem anderen,Verfahren sind.in bestimmten Abständen
entlang der Leitung Heizelemente installiert, um das Rohöl aufzuheizen und hierdurch die Viskosität herabzusetzen.
Die für diesen Zweck verwendeten Erhitzer benutzen einen Teil des zu transportierenden Rohöls als Brennstoff.
Mehr als 5 % des Rohöls sind zur Versorgung der Erhitzer notwendig, um die Rohölviskosität auf einen angemessenen
Wert zu senken. Veiter sind viele Leitungen nicht mit derartigen Heizinstallationen ausgerüstet. Als zusätzliches
Problem tritt die Verunreinigung der Luft beim Verbrennen von Rohölen auf, da es schwierig ist, eine vollständige
Verbrennung zu erreichen.
Eine Hauptaufgabe dieser Erfindung ist die Bereitstellung eines verbesserten TransportVerfahrens für paraffinische
Kohlenwasserstoffe durch Leitungen wie die TAP.
Eine weitere Aufgabe dieser Erfindung ist die Herstellung einer Rohölzusammensetzung, welche eine Mischung eines
para^-inisehen Rohöls mit hohem Stockpunkt und niedrigem
Schwefelgehalt und ein Rohöl mit niedrigem Paraffingehalt und niedrigem Stockpunkt zusammen mit einem öllöslichen
Äthylen - Vinyl - Fettsäureester - Copolymeren, welches verbesserte Fließeigenschaften für Transportleitungen aufweist,
darstellt.
Eine andere Aufgabe dieser Erfindung ist die sorgfältige Vermischung eines paraffinischen Rohöls mit hohem Stockpunkt
mit Rohöl von niedrigem.Paraffingehalt und niedrigem Stockpunkt, wobei die Stockpunkterniedrigung stark ansteigt,
ohne daß komplizierte Entparaffinierungsverfahren angewendet
werden.
Eine weitere Aufgabe dieser Erfindung ist die Herstellung einer Mischung eines paraffinischen Rohöls mit hohem Stockpunkt charakterisiert durch einen niedrigen Schwefelgehalt,
welches bei der Raffinierung ein Heizöl mit geringem ,.
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Schwefelgehalt ergibt, sodaß die Gesetze gegen Luftverunreinigung
eingehalten werden.
Schließlich ist es Aufgabe dieser Erfindung, eine Rohöl- . mischung herzustellen, die bei Lagerzeiten von mindestens
zwei Wochen und Raumtemperaturen stabil ist.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum Transport
paraffinischer Rohöle durch Leitungen, dadurch
ge kennzeichnet, daß in die Leitung eine Rohölmischung mit niedrigem Stockpunkt und niedrigem Schwefelgehalt,
das etwa 7° - 9o Vol.-% eines paraffinischen Rohöls
mit hohem Stockpunkt enthält, welcher zwischen etwa 4 und 32,5°C liegt, und etwa Jo bis etwa 1o Vol.-% eines Rohöls
mit niedrigem Paraffingehalt und mit niedrigem Stockpunkt
zusammen mit einem wirkungsvollen Anteil eines Stockpunkt-erniedrigers, der aus einem öllöslichen Äthyl en-Vinylfettsäureester-Copolymeren
besteht, wobei die Fettsäurekomponente des Esters 2-6 C-Atome, das Copolymere ein Molekulargewicht
zwischen I6000 und 3I000, einen Schmelzindex von etwa 5 bis
etwa 580 und der Vinylfettsaureestergehalt etwa I7 bis etwa
42 Gew.-% aufweist, gegeben wird.
Die erfindungsgemaßen Roholmischungen enthalten etwa 7o bis
stwa 90 Vol.-% eines paraffinischen Rohöls mit hohem Stockpunkt,
einer API-Dichte von etwa 30 bis etwa 40, einem Schwefelgehalt zwischen etwa 0,01 und etwa 1,0 Gew.-%, einer
Saybolt-Viskosität bei 37,80C von etwa 20 bis etwa 100 SUS,
und einem Paraffingehalt zwischen etwa 3 und 2o Gew.-%, sowie
einem Stockpunkt zwischen etwa 4,0 und etwa 32,5°C ; sie enthalten
ferner etwa Jo bis etwa 1o Volumen-% eines Rohöls mit
niedrigem Paraffingehalt und niedrigem Stockpunkt, einer API-Bichte
von etwa 25 bis etwa 4o, einer Saybolt-Viskosität bei
37,8°C von etwa 20 bis etwa 100 SUS, einem Stockpunkt zwischen etwa -40,0 und etwa 4,00C, einem Paraffingehalt zwischen etwa
0 und 3 Gew.-% und einem Schwefelgehalt zwischen etwa 1 und
etwa 4 Gew.-% ; zusammen mit einem wirkungsvollen Stockpunkterniedrigeranteil
eines öllöslichen Copolymerenadditivs.
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Ein Rohöl mit niedrigem Paraffingehalt und niedrigem Stockpunkt, welches in den erfindungsgemaßen Mischungen "besonders
gute Ergebnisse lieferte, ist ein unter dem Namen "Arabian Light" bekanntes Rohöl, welches eine API-Dichte von etwa
34,5 , eine Saybolt-Viskosität von etwa 43,5 SUS bei 37,80G,
einen Stockpunkt von etwa -28,9°C, einen Paraffingehalt von etwa 2 Gew.-% und einen Schwefelgehalt von etwa 1,4 - 1,7
Gew.-% aufweist. Eines der in den erfindungsgemaßen Mischungen verwendeten paraffinischen Rohöle mit hohem Stockpunkt
ist unter dem Famen "Arnna."· - Rohöl bekannt und v/eist folgende
Eigenschaften auf: API -. Dichte etwa 36,ο, Saybolt-Viskosität
etwa 69,8 SUS bei 37,80C, Stockpunkt etwa 210C, Paraffingehalt
etwa 14 Gewo-%, Schwefelgehalt etwa o,15 Gew.-%.
Mischungen dieser paraffinischen Rohöle mit hohem Stockpunkt und/oder Mischungen von Rohölen mit niedrigem Paraffingehalt
und niedrigem Stockpunkt können, falls benötigt, zur Herstellung von erfindungsgemaßen Rohölmischungen verwendet
werden.
Die zur erfindungsgemaßen Ausführung geeigneten Stockpunkterniedrigeradditive
bestehen aus öllöslichen Äthylen-Vinylfettsäureester-Copolymeren,
in welchen die Fettsäurekomponente des Esters einen C-Gehalt von etwa 2 bis etwa 6 aufweist.
Die Copolymeren haben ein Molekulargewicht von etwa I6000 bis etwa 3I000, bestimmt aus dem Zahlenmittel (gewonnen
aus der Membranosmomet-rie). Der Vi nylestergehalt
beträgt etwa 17 bis etwa 42 % und der Schmelzindex liegt zwischen 5 und 580. Bevorzugte Copolymere werden von der Eo
I. Pont du Nemours Company unter dem Handelsnamen "Elvax" verkauft. Am geeignetsten erwies sich Elvax 25o, welches 27
- 29 % Vinylacetat, eine· Eigenviskosität (inherent viscosity)
bei 37,80C von o,78 dcl./gr. in Toluol, einen Erweichungspunkt
(bestimmt nach ASTM E 28) von 1380C, einen Trübepunkt
in Paraffinwachs von 6596°C, einen Schmelzindex von
12 - 18 und ein Molekulargewicht von etwa 23000 bis etwa 27000 aufweist« Dieses Material wird vom Hersteller sur
Verwendung in Mischungen enthaltend Paraffine wie goB0
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Be schichtungszusammens et zungen für Milch-Papierbehälter, um
FestigkeitS-; Flexibilitäts-, Haftvermögens- und Isolierungseigerischaften
zu erzielen, angeboten. Diese Eigenschaften haben nichts gemein mit der Stockpunkterniedrigungseigenschaft
für Rohölmischungen. Das. in Rede stehende Harzadditiv kann durch verschiedene Verfahren hergestellt werden beispielsweise
nach dem im US-Patent Fr. 3.215.678 beschriebenen Verfahren, in welchem eine durch freie Radikale gestartete Poly- ■
merisationsreaktion von Äthylen mit einem Vinylester einer niedrigeren gesättigten monobasischen aliphatischen Carbonsäure
angegeben ist.
Die Eigenschaften der verschiedenen "Elvax" - Additive ist in
der Tabelle 1 angegeben :
"Elvax" ■ % Vinylacetat Schmelzindex
im Copolymeren
4o 39 - 42 45 - 7o
<3o 32-34 - 22 - 28
21g 27 -29 335 - 465
22o 27 - 29 125 - 175
24o 27-29 . 22 - 28
250 27 - 29 12-18
26o 27-29 5-7
3I0 24-26 335 - 465
35o 24-26 16 - 22
36o 24-26 1,6-2,4
41o 17-19 430 - 580
46o 17-19 ' 2,1 - 2,9
in gr./1o Min., bestimmt nach abgeändertem ASTM 1328
209829/035A
Zur Herstellung der neuen .erfindungsgemäßen Rohölmischungen
werden die zwei unterschiedlichen Rohölausgangsmaterialien, z.B. " Amna " - Rohöl und "Arabian Light"-RohÖl, mit dem
Copolymerenadditiv hei Raumtemperatur gemischt und die
Mischung bei fortwährendem Rühren auf eine Temperatur von etwa 37 bis 82 G, vorzugsweise auf etwa 37 - 66 Counter
Bildung einer Mischung erhitzt. Der zuzusetzende Copolymerenanteil kann im weiten Umpfang variiert werden. Obgleich
es "nur notwendig ist, einen wirksamen Anteil des Stockpunkterniedriger zuzusetzen, wird dieser Anteil notwendigerweise
von den physikalischen Eigenschaften der zu mischenden Rohölausgangsmaterialien und der Temperatur,
auf welche die Mischungen erhitzt werden, abhängen= Je höher diese Temperatur ist, um so weniger Copolymeres ist
für den gewünschten Effekt notwendig. Gewöhnlich werden etwa o,o1 bis etwa o,15 GeWc-%, vorzugsweise etwa o9o1
"bis etwa o,1o Gew.-%, Copolymeres (bezogen auf das Gewicht
der fertigen Mischung) eingesetzt. Mischungen brauchbarer Copolymere können, falls benötigt, verwendet werden.
Das Copolymere kann zu den zu mischenden Rohölausgangsmaterialien direkt in Granulatform, in einer Wasser-Glykol-Emulsion,
wie z.B. Wasser-A'thylenglykol-Einulsion oder in
Kohlenwasserstoffen,wie ζ.B0 Toluol, Kerosin, Udex-Fraktionen,
e.t.c zugegeben werden. Geeignete Emulsionen kann man durch Auflösen des Copolymeren in einem Kohlenwasserstoff wie
Kerosin, e.t.c. und anschließendem Emulgieren der Kohlenwasserstoff
-Polymerlösung mit einer Mischung eines Alkylenglykols, wie z.B. Ithylenglykol, Prop-ylenglykol, e»t..c. ,
Wasser und Detergentien unter Bildung einer Öl-in-Wasser-Emulsion herstellen» Die hergestellte Emulsion zeigt einen
Stockpunkt und eine Viskosität, die nahe bei dem Stockpunkt und der Viskosität der Wasser-Glykol-Phase liegen. Ein Bei- ■
spiel ist die Verwendung einer Wasser-lthylen-Glykolemulsion enthaltend etwa 22 % des Copolymereno Dieses Verfahren
ist besonders dann anwendbar, wenn das Additiv kaltem Wetter «ausgesetzt wird, da eine ähnliche Konzentration des Copoly-■•j&eren
in einem leichten Kohlenwasserstoff einen Stockpunkt
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bei oder oberhalb Raumtemperatur und eine Viskosität entsprechend der Eindickungsfähigkeit des Copolymeren aufweist.
Die besonderen Eigenschaften von "Amna" und "Arabian Light" -Rohölen sind in der Tabelle 2 aufgeführt :
| T a b e 1 : | "Amna" | "Arabian Light" |
| L e 2 | 36,o | 34,5 |
| Untersuchung der Rohölausgangsmaterialien | Raumtemperatur | Räumt emp eratür |
| T m | 57,9 | |
| API - Dichte | 69,8 | 43,5 |
| Flammpunkt,0C (COC) | 45,7 | 36,4 |
| Viskosität, SUS, bei 15,60C | 21,1 | - 28,9 |
| bei 37,80C | 14,ο | 2,ο |
| bei 65,6°C | o,15 | 1,4 - 1,7 |
| ASTM-Stοckpunkt, 0C | 5,715 | o,9o7 |
| Paraffingehalt, Gew.-% | o,oo3 | o,oo4 |
| Schwefel, Gew.-% | ||
| Salzgehalt (kg/159 m^) | ||
| Asche, Gew.-% |
Ss wurde beobachtet, daß o,o3o Gew.-% Elvax 25o-Zusatz zu
"Amna" - Rohöl (paraffinisches Rohöl mit hohem Stockpunkt und niedrigem Schwefelgehalt) keinen signifikanten Einfluß
auf den JTließspannungswert hat und daß in ähnlicher Weise
eine Mischung von 8o Vol.-% "Amna"-Rohöl und 2o Vol.-%
"Arabian Light" - Rohöl nur eine geringe Verbesserung im Fließspannungswert zeigt. Überraschenderweise wird bei Zusatz
von o,o3o Gew.-%Elvax 25o zu einer 8o/2ο-Mischung ein
Fließspannungswert von 15 Dyn erzielt. Diese Ergebnisse sind in der Tabelle 3 wiedergegeben :
-9-209829/0354
2U2111
Tabelle 3
Vergleich paraffinischer Rohölmischungen mit und ohne
Elvax 250
** ' ■ ο
Mischung Fließspannung bei 0 C *
• dyn/cm
Amna-Rohöl '>5oo
Amna-Rohöl + Elvax 25o ·
>5oo (0,030 %)
Amna- und Arabian-Light-Rohöl-
mischung (8o/2o Verhältnis) - 300
obige Mischung + o,o3o % Elvax 25o 15
TAL - Rohölprobe nach Vorschrift 80
Gemessen nachdem die Mischung 2 Wochen bei Raumtemperatur
gestanden hatte.
Mischung wurde durch Rühren, 2 Stunden, bei 65?6 C hergestellt.
Die Ergebnisse der Tabelle 3 zeigen, daß die Mischungen von
"Amna" - und "Arabian Light"-Rohölen ausgezeichnete Fließeigenschaften
aufweisen und daß sie durch die TAL-Leitungen aufgrund der für Rohöle vorgeschriebenen Fließspannungswerte
für Proben transportiert werden können. Dies gilt auch dann noch, wenn sie zwei Wochen bei Raumtemperatur gelagert wurden.
Der Einfluß der Mischungstemperatur und der Elvax 25o Additivkonzentration
auf die Lagerstabilität von Amna-Araüan Light-Mischungen sind in der Tabelle 4· angegeben :
209829/0354
- 1ο -
Einfluß der Mischungstemperatur und der Additivkonzentration auf die Lagerstabilität von Amna-Arabian Light-Mischungen,
in Wochen bis zum Festwerden
Amna / Arabian Light-Mischung Mischungstemperaturen
in 0C
48,9 76,7 % Elvax 25o in 8o/2o Mischung
0,00 1 1
o,p17 1 5
0,033 3 5
0,050 5 5
0,067 5 5
% Elvax 25o in 9o/1o Mischung
0,00 - -
o,o17 1 1
o,o33 2 2
o,o5o 2 2
0,067 ' - 2
% Elvax 250 in I00 % Amna
0,00 Λ 1
o,o67 1 1
Proben jeder Mischumg wurden bei Raumtemperatur gelagert.
Teile jeder Probe wurden in wöchentlichen Abständen auf ο - 1,70C über Nacht abgekühlt. Wurde die Probe fest9 war
der Versuch negativ. Die Ergebnisse der Tabelle 4 zeigen, daß die Verwendung wachsender Additivmengen und höhere
Mischungstemperaturen Mischungen mit längeren, befriedigenden Lagerζeiten ergeben.
209829/0354
Claims (1)
- 2U2111- 11 -T 71044 (D 71,68ο)PatentansprücheVerfahren zum Transport paraffinischer Rohöle durch Leitungen, dadurch gekennzeichnet, daßin die Leitung eine Rohölmischung mit niedrigem Stockpunkt und niedrigem Schwefelgehalt, das etwa 7o bis etwa 9o Volumen-%, eines paraffinischen Rohöls mit hohem Stockpunkt enthält, welcher zwischen etwa 4 und 32,5 C liegt, und etwa 3o "bis etwa 1o Vol.-% eines Rohöls mit niedrigem Paraffingehalt und niedrigem Stockpunkt zusammen mit einem wirkungsvollen Anteil eines Stockpunkterniedrigers, der aus einem öllöslichen Äthyl en-Vinylfettsäureester-Copolymeren besteht, wobei die Fettsäurekomponente des Esters 2-6 C-Atome, das Copolymere ein Molekulargewicht zwischen 16ooo und 3I000, einen Schmelzindex von etwa 5 bis etwa 58o und der Yinylfettsäureestergehalt etwa 17 bis etwa 42 Gew.-% aufweist, gegeben wird.2ο Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daßdas paraffinische Rohöl mit hohem Stockpunkt eine API-Dichte zwischen etwa 30 und etwa 4o, einen Schwefelgehalt zwischen etwa 0,01 und etwa 1,0 Gew.-%, eine Saybolt-Viskosität bei 37>8°C von etwa 2o bis etwa loo SUS und einen Paraffingehalt zwischen etwa 3 und 2o Gew.-% aufweist«,3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daßdas Rohöl mit niedrigem Paraffingehalt und niedrigem Stockpunkt eine API-Dichte von etwa 25 bis etwa 4o, eine Saybolt-Viskosität bei 37,80C von etwa 2o bis etwa 100 SUS, einen Stockpunkt von etwa -4o,o bis etwa 4,00C, einen Paraffingehalt von etwa 1 bis etwa 4 Gew.-% und einen Schwefelgehalt zwischen 0 und 3 Gew.-% aufweist.-12-209829/03544. Verfahren nach Anspruch .1, dadurch gekennzeichnet , daß '
der Anteil des Copolymeren in der Mischung etwa 0,01 bis etwa 0,15 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht der Mischung,
. beträgt.5· Verfahren nach Anspruch 1-4-, dadurch gekenn -zeichnet , daß
Vinylacetat als Vinylester im Copolymeren vorhanden ist.6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da-, durch gekennzeichnet, daßdie Rohölmischung etwa 80 VoI^ des paraffinischen Rohöls mit hohem Stockpunkt und etwa 20 VoI--% des Rohöls mit
niedrigem Paraffingehalt und niedrigem Stockpunkt zusammen mit etwa 0,01 bis etwa 0,15 Gew.-%,bezogen auf das Gewicht der Mischung, Copolymeres enthält.7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daßdie Rohölmischung aus einer Mischung von paraffinischen
Rohölen mit hohem Stockpunkt und aus einer Mischung von
Rohölen mit niedrigem Paraffingehalt und niedrigem Stockpunkt besteht.8i- Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daßeine Rohölmischung mit niedrigem Stockpunkt und niedrigem Schwefelgehalt etwa 80 Vol.-% eines Rohöls mit hohem Stock-.punkt der API-Dichte von etwa 36, einem Schwefelgehalt von etwa 0,15 Gew.-%, einer Saybolt-Viskosität bei 37,8°C von etwa 69,8 SUS, einem Paraffingehalt von etwa 14- Gew.-%
und einem Stockpunkt von etwa 21,1 C enthält und etwa
2o Vol.-% eines Rohöles mit niedrigem .Paraffingehalt und niedrigem Stockpunkt der API-Dichte von etwa 34,51 einer Saybolt-Viskosität bei 37,80C von etwa 43,5 SUS, einemStockpunkt von etwa -28,9°C, einem Paraffin--13-209829/0354gehalt von etwa 2,0 Gew.-% und einem Schwefelgehalt zwischen etwa 1,4 und etwa 1,7 Gew.-# enthält mit etwa 0,1 bis etwa ! 0,15' Gew.-%, bezogen auf das Gewicht der Gesamtmischung, \ eines Äthylen-Vinylacetat-Copolymeren mit einem Molekulargewicht von etwa 23000 bis etwa 27ooo, einem Vinylacetatgehalt von etwa 27 - 29 Gew.-% und einem Schmelzindex von 12 - 18 aufweist.9· Rohölgemische nach einem der vorhergehenden Ansprüche.10. Verfahren zur Herstellung von Rohölgemischen mit niedrigem Stockpunkt und niedrigem Schwefelgehalt, die zum Transport durch Leitungen besonders geeignet sind, nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daßdas paraffinische Rohöl mit hohem .Stockpunkt, das Rohöl mit niedrigem Paraffingehalt und niedrigem Stockpunkt und der Stockpunkterniedriger, welcher aus einem öllöslichen Äthylen-Vinylfettsäureester-Copolymeren besteht, welches in der Vinylfettsäurekomponente etwa 2 bis etwa 6 C-Atome, das Copolymere ein Molekulargewicht von etwa I6000 bis etwa 3I000, einen Vinylfettsaureestergehalt von etwa 12 bis etwa 42 % und einen Schmelzindex von etwa 5 bis etwa 528 aufweist, vermischt werden und anschließend die Mischung auf etwa 37 bis etwa 82 C unter Bildung eines Rohölgemisches, welches einen wesentlich niedrigeren Stockpunkt als die die Mischung bildenden Rohöle aufweist, erhitzt wird. '11. Verfahren nach Anspruch 1o, dadurch gekennzeichnet, daßdie Mischung auf etwa 37 bis etwa 660C erhitzt wird.209829/035*
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