DE2141792A1 - Im wesentlichen starre umlaufkoerperlagerung - Google Patents
Im wesentlichen starre umlaufkoerperlagerungInfo
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Description
Carl Schenck Maschinenfabrik GmbH 4.1
17.8.1971
Die Erfindung betrifft eine im wesentlichen starre Umlaufkörperlagerung,
insbesondere für Auswuchtmaschinen.
Maschinen, deren Umlaufkörper oder Rotor bei kritischen Drehzahlen
in radialer Richtung beachtlich durchfedern, erfordern eine Rotorlagerung, die diesen Rotorbewegungen zu folgen vermag,
damit schädliche Zwangskräfte zwischen Welle und Lager vermieden werden. Dies gilt insbesondere für Auswuchtmaschinen,
auf denen langgestreckte, wellenelastische Körper im überkritischen Lauf untersucht werden.
SJs ist bereits bekannt, eine in radialen Richtungen im wesentlichen
starre UmIaufkörperlagerung vorzusehen, die die aus
■./ellendurchbiegungen resultierenden Taumelbewegungen der Umlaufkörper-Rotationsachse
elastisch nachgiebig zuläßt. Jede iagerstelle ist somit radial starr und spielfrei, aber sphärisch
el^tisch nachgiebig gestaltet, d.h. sie läßt Lagerbewegungen
um die Hoch- und Querachse zu. Die radiale Abstützung erfolgt dabei je Stützstelle durch ein Federstabsystem, das
in einer senkrecht zur Lagerhauptachse durch den Lagermittelpunkt
verlaufenden Ebene angeordnet ist und aus zueinander parallelen, vorzugsweise im gleichen Abstand von der Lagerhauptachse
angeordneten, zug-, druck- und knickstarren, aber biegeweichen Federstäben besteht, welche den Lagerkopf gegen
Drehbewegungen um die Lagerhauptachse sichern und in allen radialen Richtungen gleichmäßig hart gegen das Maschinenb--ett
abstützen, andererseits aber Taumelbewegungen der Umlaufkörper-Rotationsachse
zulassen.
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- 2 - 4.181
Eine Umlaufkörperlagerung der vorbeschriebenen Art ist z.B. durch die DT-PS 1 o45 736 bekannt. Um der Lagerung auch noch
den Freiheitsgrad in Richtung der Lagerhauptachse zu nehmen, d.h. axiale Bewegungen des Lagerkopfes zu behindern, sind
schräg angeordnete Stützstäbe vorgesehen, die in einer durch den Lagermittelpunkt verlaufenden Ebene liegen. Durch die
Schräglage der zug-, druck- und knickstarren Stützen zur Radialebene des Lagers können in Richtung der Rotationsachse
auftretende Kräfte aufgenommen werden, für die ein senkrecht zur Rotationsachse gerichteter Stab nicht wirksam wäre. Ein
in Richtung der Rotationsachse verlaufender Stützstab würde das Einlagern verschiedener Prüfrotoren in das Lager behindern,
weshalb eine solche Lösung aus praktischen Gründen ausscheidet.
Die bekannte Schrägstellung der Stützstäbe zur Aufnahme von
Axialkräften bedeutet aber einen wesentlichen Nachteil der bekannten Ausführungen, da insbesondere bei großen Lagerständern
die Anbringung von Angriffspunkten für schräg verlaufende Stäbe am Lagerkopf und am Iajerständer einen hohen
Arbeitsaufwand bedeutet, der das Lagersystem in unerwünschter Weise verteuert.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, bei Lagerabstützungen der einleitend beschriebenen Art eine axiale
■ Abstützung des Lagerkopfes zu schaffen, die keine schräg zur Radialebene verlaufenden Stützstäbe benötigt.
Die Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß zwischen Lagerständer und Lagerkopf eine Anzahl nicht durch den
Lagermittelpunkt gerichtete und Wirkkomponenten parallel zur Lagerhauptachse aufweisende Federn so angeordnet und ausgelegt sind, daß die Taumelbewegungen nicht unzulässig stark
behindert werden.
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- 3 - 4.1B1
Vorzugsweise verlaufen diese Federn parallel und möglichst
nahe zur Rotationsachse, gleichmäßig über eine Zylindermantelfläche verteilt.
Eine v/eitere Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, daß die Federn in ihrer Steifigkeit bzw. ihre Hebelarme in Bezug
auf den Lagermittelpunkt so gewählt werden, daß die Rückstellmomente für die Taumelbewegungen des Lagerkopfes in zwei
Freiheitsgraden etwa gleich sind.
Vorzugsweise werden die Fußpunkte der Federn in Federlängsrichtung
verstellbar vorgesehen, so daß eine statische Ausrichtung des Lagerkopfes hinsichtlich seiner winkelstellung
zur Hoch- und Querachse des Lagers möglich wird. U.U. kann es günstig sein, Federn mit einer nicht-linearen Federkennlinie
zu verwenden, um eine nicht-lineare Dämpfung von Taumelbewegungen des Lagerkopfes zu erreichen.
Die Erfindung soll nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren erläutert werden.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Stirnansicht auf eine Auswuchtmaschine mit einer Lagerung nach der Erfindung,
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Anordnung nach Fig. 1, teilweise
im Schnitt, und
Fig. 3 eine axiale Lagerstütze mit Ausrichtmitteln für den Lagerkopf im Längsschnitt.
liach den Fig. .1 und 2 ist der Lagerkopf 2 auf dem Lagerständer
1 durch vier Federstäbe 3-6 abgestützt, die in einer durch die Mitte des Lagerkopfes 2 und senkrecht zur Rotorachse
verlaufenden Ebene liegen. Durch geeignete Auswahl der Querschnitte dieser Stützstäbe 3-6 ist es in bekannter Weise
möglich, Bewegungen des Lagerkopfes 2 in radialer Richtung
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- 4 - 4.1 Ö1
sowie gegen Drehbewegungen zu behindern, gleichzeitig aber Bewegungen um eine Hoch- und eine Querachse, also Taumelbewegungen,
zuzulassen. Zur Behinderung axialer Lagerbewegungen sind nach der Lrfindung zwischen einer vertikalen
Querwand 1a des Lagerständers 1 und dem Lagerkopf 2 drei Schraubenfedern 7-9 angeordnet, die in der Normalstellung
des Lagerkopfes 2 entspannt sind. Die Angriffsrichtungen der Federn 7-9 verlaufen parallel zur Rotorachse. Die Federn
sollen möglichst nahe an der Rotorachse angeordnet sein, um Taumelbewegungen des Lagerkopfes 2 so wenig wie möglich zu
behindern.
Es ist ohne weiteres erreichbar, z.B. mit drei oder auch mehr Federeinheiten bei geeigneter Wahl der Abstände von der Lagerhauptachse
und durch geeignete Wahl der Federsteifigkeiten, die Drehsteifigkeit um alle Achsen senkrecht zur Prüfkörperachse
gleichzuhalten.
Die Federn können auch von beiden Seiten auf den Lagerkqpf einwirken
und können in bekannter Weise als Schraubenfedern oder Tellerfederpakete ausgebildet sein. Sie können schräg zur
Lagerhauptachse verlaufen, sofern sie nur ausreichende V/irkkomponenten
in deren Richtung aufweisen.
Wie eingangs bereits erwähnt, wird die Nachgiebigkeit des
Lagerkopfes für Taumelbewegungen insbesondere deshalb angestrebt, damit der Lagerkopf sich einer evtl. Rotordurchbiegung
verzwängungsarm anpassen kann. Zusätzlich ist eine Tau-r
melbewegung des Lagerkopfes aber auch deshalb erwünscht, damit auf eine große Genauigkeit in der Ausrichtung der Lagerköpfe
beim Aufbau eines PrüfStandes verzichtet werden kann.
Mit der beschriebenen Federanordnung besteht die Möglichkeit, das Lagergehäuse hinsichtlich Drehbewegungen um die Hoch-
und Querachse auch statisch auszurichten, indem die Fußpunkte der Federn 7 - 9 an der Querwand 1a des Lagerständers 1
in Federlängsrichtung verstellbar ausgeführt werden.
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- 5 - 4.1 81
Eine praktische Ausführungsform dieses Gedankens ist in der
i-'ig. 3 dargestellt. Die Lager stütze 1o umfaßt eine Lagerhülse
13, die über den Stab 14 mit der Lagerstander-Querwand
verbunden ist. Mit Hilfe der Muttern 15, 16 ist die Hülse längsverstellbar. Tellerfederpakete 11, 12 beiderseits der
Stütze 1o ermöglichen eine Verschiebung der Hülse 13 relativ zur Stütze 1o in beiden Richtungen.
Die Ausrichtvorrichtungmch Fig. 3 besitzt zusätzlich eine
einstellbare Klemmvorrichtung 17 - 19 für die Hülse 13· Das Klemmstück 17 kann über ein Federpaket 18 mittels einer
Schraube 19 so stark angezogen werden, daß die Tellerfederpakete
11, 12 unwirksam werden. Lagerkopf 2 und Lagerständer 1 .sind jetzt über den Stab 6 und den Stab 14 praktisch
starr miteinander verbunden. Falls nun die auf den Lagerkopf 2 wirkenden Momente einen Grenzwert überschreiten, wird
die Reibungskraft zwischen dem Klemmstück 17 und der Hülse überwunden und die Reibverbindung rutscht durch, wonach die
axiale Steifigkeit des Lagers durch die Tellerfederpakete 11, bestimmt wird. Ein besonderer Vorteil ergibt sich noch daraus,
daß das Klemmstück 17 beim Durchrutschen auf der Hülse 13 reibt und dem System dadurch Energie entzogen wird. Unerwünschte,
z.B. selbst erregte Taumelbewegungen des Lagerkopfes
werden auf diese Weise gedämpft und in erträglichen Grenzen gehalten.
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Claims (7)
- - 6 - 4.1 ÖlPatentansprüche :Im wesentlichen starre Umlaufkörperlagerung mit Abstützung jeder Lagerstelle durch ein Federstabsystem, das in einer senkrecht zur Lagerhauptachse durch den Lagermittelpunkt verlaufenden Ebene angeordnet ist und aus zug-, druck- und knickstarren, aber in einem oder mehreren Abschnitten biegeweichen Feder stäben besteht, welche das Lagergehäuse gegen Drehbewegungen um die Lagerhauptachse sichern und in allen radialen Richtungen gleichmäßig hart gegen das Maschinenbett abstützen, andererseits aber Taumelbewegungen der Umlaufkörper-Eotationsachse in zwei zueinander senkrechten Querachsen durch den Mittelpunkt der Stützstelle zulassen, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Lagerständer (1 , 1a, 2o) und dem Lagerlcopf (2) eine Anzahl nicht durch den Lagermittelpunkt gerichtete und VJirkkomponenten parallel zur Lagerhauptachse aufweisende Federn (7 - 3; 11,.12) so angeordnet und ausgelegt sind, daß die Taumelbewegungen des Lagerkopfes (2) nicht unzulässig stark behindert werden.
- 2.) Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daL die Federn (7 - 9; 11, 12) parallel zur Lagerhauptachse des Lagerkopfes (2) gerichtet sind.
- 3.) Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Federn (7 - 9) möglichst nahe zur Lagerhauptachse gleichmäßig über eine Zylindermantelfläche verteilt angeordnet sind.
- 4.) Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Federn (7 - 9) in ihrer Steifigkeit und/oder ihr Hebelarm in Bezug auf den Lagermittelpunkt so gewählt sind, daß die Rückstellmomente für die Taumelbewegungen des Lagerkopfes (2) in zwei Freiheitsgraden etwa gleich sind.- 7 309808/02022H1792- 7 - 4.1Ö1
- 5.) Vorrichtung nach ,Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Federn (7 - 9)- eine nicht-lineare Kennlinie haben.
- 6.) Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die BePestigungspunkte der Federn (11, 12) am Lagerständer (2o) in Federlängsrichtung einzeln verstellbar sind.
- 7.) Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wirkung der Federn (11, 12) auf den Lagerkopf (2) durch eine Reibverbindung (17 - 19) aufhebbar ist, die den Lagerkopf (2) starr mit der Federbefestigung (14 - 16) am Lagerständer (2o) verbindet.S.) Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Reibungskraft der Reibverbindung (17 - 19) einstellbar ist und die Verbindung (17 - 19) bei überschreiten eines Grenzwertes der sie beanspruchenden Kräfte Rutschbewegungen ausführen kann.309808/0202
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712141792 DE2141792C3 (de) | 1971-08-20 | Im wesentlichen starre Umlaufkörperlagerung | |
| US00200409A US3746409A (en) | 1971-08-20 | 1971-11-19 | Substantially rigid bearing for rotary bodies |
| GB3781472A GB1374687A (en) | 1971-08-20 | 1972-08-14 | Bearing assembly for rotatably supporting a rotary member |
| JP47083548A JPS5247702B2 (de) | 1971-08-20 | 1972-08-21 |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712141792 DE2141792C3 (de) | 1971-08-20 | Im wesentlichen starre Umlaufkörperlagerung |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2141792A1 true DE2141792A1 (de) | 1973-02-22 |
| DE2141792B2 DE2141792B2 (de) | 1976-02-26 |
| DE2141792C3 DE2141792C3 (de) | 1976-10-07 |
Family
ID=
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2405393A1 (fr) * | 1977-10-05 | 1979-05-04 | Babcock Ag | Support de palier d'arbre |
| WO2007054445A1 (de) * | 2005-11-09 | 2007-05-18 | Schenck Rotec Gmbh | Verfahren und vorrichtung zum dynamischen messen der unwucht eines rotors |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2405393A1 (fr) * | 1977-10-05 | 1979-05-04 | Babcock Ag | Support de palier d'arbre |
| WO2007054445A1 (de) * | 2005-11-09 | 2007-05-18 | Schenck Rotec Gmbh | Verfahren und vorrichtung zum dynamischen messen der unwucht eines rotors |
| US7654138B2 (en) | 2005-11-09 | 2010-02-02 | Schenck Rotec Gmbh | Method and device for dynamically measuring the unbalance of a rotor |
| RU2425341C2 (ru) * | 2005-11-09 | 2011-07-27 | Шенк Ротец Гмбх | Способ и устройство для динамического измерения дебаланса ротора |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| JPS5247702B2 (de) | 1977-12-05 |
| US3746409A (en) | 1973-07-17 |
| DE2141792B2 (de) | 1976-02-26 |
| GB1374687A (en) | 1974-11-20 |
| JPS4833881A (de) | 1973-05-14 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 |