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DE2140322A1 - Neues Antibiotikum - Google Patents

Neues Antibiotikum

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Publication number
DE2140322A1
DE2140322A1 DE19712140322 DE2140322A DE2140322A1 DE 2140322 A1 DE2140322 A1 DE 2140322A1 DE 19712140322 DE19712140322 DE 19712140322 DE 2140322 A DE2140322 A DE 2140322A DE 2140322 A1 DE2140322 A1 DE 2140322A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
antibiotic
weight
feed
salt
growth
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19712140322
Other languages
English (en)
Inventor
Julius Passaic N J Berger (V St A)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
F Hoffmann La Roche AG
Original Assignee
F Hoffmann La Roche AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by F Hoffmann La Roche AG filed Critical F Hoffmann La Roche AG
Publication of DE2140322A1 publication Critical patent/DE2140322A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23KFODDER
    • A23K20/00Accessory food factors for animal feeding-stuffs
    • A23K20/10Organic substances
    • A23K20/195Antibiotics
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
    • Y10STECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10S435/00Chemistry: molecular biology and microbiology
    • Y10S435/8215Microorganisms
    • Y10S435/822Microorganisms using bacteria or actinomycetales
    • Y10S435/886Streptomyces

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Description

F. Hoffmann-La Roche & Co. Aktiengesellschaft,I Basel/Schweiz
Neues Antibiotikum
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines neuen Antibiotikums durch Gärung, Isolierung und Reinigung, sowie seine Verwendung als wachstumsförderndes Mittel bei Geflügel. Das neue Antibiotikum unterscheidet sich von den bereits bekannten Antibiotika durch seine Wirkungen auf spezifische Bakterien in Verbindung mit seinen physikalischen und chemischen Eigenschaften.
Die vorliegende Erfindung umfasst die Herstellung des Antibiotikums X-5108 in reiner Form, in verdünnten Formen sowie als rohes Konzentrat. Das neue Antibiotikum ist wirksam gegen verschiedene Microorganismen wie gramm-positive und grammnegative Bakterien und bewirkt eine ausgeprägte Wachstumsförderung beim Geflügel, unabhängig davon, ob dieses Antibiotikum in roher oder in reinerer Form vorliegt.
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2U0322
Das als Antibiotikum X-5108 bezeichnete neue Antibiotikum wird durch eine neue Spezies von Streptomyces, nämlich Streptomyces sp X-5108, erzeugt. Die neue Antibiotikum erzeugende Streptomycete wurde aus einer Bodenprobe, die in Bermuda gefunden wurde, isoliert. Eine lebensfähige Kultur des mit der Laborbezeichnung 'Streptomyces sp X-5IO8, Subkultur 3191-2" genannten Organismus wurde in der American Type Culture Collection Rockville, Maryland hinterlegt, wo diese Kultur der ATCC Sammlung unter der Registrierungsnummer 21386 beigefügt worden ist. Die hier beschriebene und als Streptomyces sp X-5108 bezeichnete Streptomyces Spezies umfasst alle Streptomycesstämme, die das Antibiotikum X-5108 erzeugen und die nicht eindeutig von dem Stamm ATCC 21386 und seiner Subkulturen, Mutanten und Varianten, unterschieden werden können. Die Bezeichnung "Mutant" bezieht sich auf Mutanten, die von dem beschriebenen Organismus auf verschiedenen Wegen hergestellt werden können, wie z.B. durch chemische,mutationsbeeinflussende Mittel, Ultravioletstrahlen, Röntgenstrahlen, Phagenaussetzung usw. Die Eigenschaften des Antibiotikums X-5108 werden hier beschrieben und in Kenntnis dieser Eigenschaften ist es leicht, diejenigen Stämme, die Antibiotikum X-5108 erzeugen, von den anderen zu unterscheiden.
Es folgt eine allgemeine Beschreibung des Organismus Streptomyces sp X-5108, ATCC 21386, die auf charakteristischen Eigenschaften, wie Wachstumsstärke, Farbe, Morphologie usw. basiert. Die Farbkennzeichnungen und die Farbfächerzuordnungen sind im allgemeinen diejenigen, die vom International Streptomyces Project (ISP): Shirling, E.B. and D. Gottlieb, ±966, "Methods for Characterization of Streptomyces Species", Intl. J. Systematic Bact. l6: 313-340 vorgeschlagen worden sind. In der anschliessenden Beschreibung der charakteristischen Merkmale und der Morphologie wurden als Media diejenigen benützt, die durch Difco Laboratories für das ISP hergestellt wurden. Identifizierung und Zusammensetzung der Media sind in
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Tabelle 1 angegeben.
Die Parbenbezeichnungen stammen aus den folgenden vier Quellen:
ISCC-NBS U.S. Department of Commerce, 1955, "The ISCC-NBS method of designating colors and a dictionary of color names", National Bureau of Standards Circular 555, U.S. Government Printing Office, Washington, D.C; Tresner, N.D. and E.J. Backus, 1965, "System of color wheels for streptomycete taxonomy," Appl.Microb.,11: 335-358; Eckerstrom, R. and CE. Poss, 1958, Color Harmony Manual, 4th Edition, Container Corporation of America, Chicago, Illinois} H. Prauser, 1964. "Aptness and Application of Colour Codes for Exact Description of Colours of Streptomycetes", Z. AlIg. Mikrobiologie, 4 (1): 95-98.
Stärke des Wachstums
Die Kultur erzeugt ein gut entwickeltes und verzweigtes Substratmycel und charakteristisches Luftmycel in vielen Media. Das submers wachsende Mycel weist eine erhobene, harte und grobe Oberfläche auf und ist, abhängig vom Nährmedium,farblos, gelb, gelb-braun oder olive-braun. Am Rande des Wachstums in Malzhefe-Agar-Extrakt (ISP Medium 2) befinden sich braun-schwarze Flecke.
Luftmycel und/oder en masse Sporenfarbe
Das Luftmycel ist massig entwickelt, besitzt eine samtartige Oberfläche und ist grau-weiss, hell (d) und mittel-grau (2 fe) und gelblich-grau (2 de) gefärbt, mit einem dünnen weissen Rand am Beginn des Wachstums. Die Luftmycelfarbe (Tresner-Backus Parbpalette) ist Gy in ISP Medium 2 bis W-gy in ISP Media 4 und 5· Es werden konzentrische Ringe erzeugt und es
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creten oft Kolonien auf. Der Farbton ordnet die Kultur den Grau-Serien zu (Pridham). In Tabelle 2 werden einige Eigenschaften des Streptomyces sp X-5IO8 mit denjenigen anderer Glieder der Grau-Serien verglichen.
Morphologie
Am Luftmycel gebildete Sporenketten verzweigen monopodisch und sympodisch und bilden gerade Ketten, Schlingen, Haken, langgezogene und unregelmässige Spiralen (3-4 Drehungen) oder sind besenartig angeordnet. Die Ketten können lang oder kurz sein, besitzen aber meistens mehr als 10 Sporen. In den meisten Media werden Sclerotia festgestellt. Die Sporen sind länglich oval _und von zylindrischer Form (phalangiform-Tresner). Wie durch Elektronenmikroskopie festgestellt wurde (Tomatenpaste-Agar, 10 Tage bei 280C) ist die Sporenoberfläche glatt und ohne Ornamentierung.
Physiologie Lösliches Pigment
Spuren von braunem Pigment werden in Hefeextrakt-MaIzextrakt-Agar (ISP Medium 2) erzeugt, aber nicht in ISP Media 3, 4 und 5-
Farbe der Unterseite
Bei 7 bis 21 Tagen in ISP Media 2, 4 und 5 wird ein gelber bis gelb-brauner und grüner Farbton gebildet. In Dr. Prauser's Farbskala besitzen die in 7 Tagen erzeugten Farben der Unterseite die Bezeichnungen G 004b, Co 5m mit farblosem Rand (Medium 2), und Co 5a, Co 5b ( Media 4 und 5). Zusatz von Alkali oder Säuren verursacht keine Aenderung in der Farbe der Unterseite.
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Verschiedene physiologische Reaktionen
Die Kultur ist chromogen (liefert Melanin) in Pepton-Eisen- und Tyrosin-Agars, sowie in Trypton-Hefe extrakt- Brühe. In Tabelle 3 werden einige der Eigenschaften der Streptomyces sp X-5IO8 Kulturen angegeben. Nitrate in organischer Nitratbrühe werden nicht reduziert; Stärke wird aktiv hydrolisiert und Gelatine ist nach 14 Tagen nur sehr gering verflüssigt. In Tabelle 4 sind verschiedene andere physiologische Reaktionen des . Streptomycetes angegeben. Die Kohlenstoffquellenausnützung gemäss Pridham und Gottlieb [J. Bact., 56, 107-114 (1948)] ist wie folgt (11 Tage bei 280C): gute Ausnützung von 1-Arabinose, d-Fructose, d-Mannit, 1-Rhamnose, d-Raffinose und Sukrose; schlechte Ausnützung von d-Xylose, i-Inosit und keine von Cellulose. Weitere Angaben bezüglich des Kohlenstoff-Stickstoff Ausnützungsverhalten der Streptomycete werden Tabelle 5 gegeben. Das Wachstum der Kultur ist gut zwischen 24°C bis J57°C, aber nicht gut bei 42°C oder 5O0C.
Auf Grund der Sporenornamentierung, der allgemeinen Morphologie und der Verzweigung der Sporophoren, der en masse Farben vieler Media und gewisser biochemischer und physiologischer Reaktionen, lässt sich schliessen, dass Streptomyces X-5IO8 sich von allen in der Literatur beschriebenen Kulturen der Grau-Serie unterscheidet.
Die Kultivierung des Microorganismus Streptomyces sp X-5IO8 zur Herstellung des gewünschten Antibiotikums X-5IO8 kann unter Benutzung verschiedener Gärungsmethoden durchgeführt werden» Im allgemeinen können folgende Grundmethoden im Flaschen- sowie im Gärkesselverfahren benützt werden. Bei der Flaschengärung wird eine Oese voll Sporen einer Schrag-Agar-Kultur in 100 ml Nährlösung, die in einem 500 ml Erlenmeyerkolben enthalten ist, eingeimpft und während 7 Tagen bei 28°C
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In einem Drehschüttler bebrütet. Am 3ten, 5ten und 7ten Tag werden aseptisch volle Brüheproben für in vitro Versuche gezogen. In gleicher Weise wird das Inokulum zur Erzeugung grösserer Volumina von Brühe zuerst in für Belüftung, Probenziehen usw. geeigneten 6 Liter Erlenmeyer Schüttelkolben oder 19 Liter Pyrexflaschen hergestellt. Anschliessend wird diese Brühe in Gärkessel überführt. Flaschen und Gärkessel werden mittels steriler Luft, die durch das Gärmedium geleitet wird, belüftet. In Kesseln wird eine zusätzliche Bewegung mittels mechanischer Rührer bewirkt. Um das Schäumen zu unterbinden, werden Antischaummittel wie Schweineschmalz, Sojabohnenöl usw. eingesetzt.
Streptomyces sp X-5IO8 kann in verschiedenen flüssigen Kulturmedia kultiviert werden. Besonders geeignete Media zur Herstellung des neuen Antibiotikums enthalten eine assimilierbare Kohlenstoffquelle, wie Stärke, Glucose, Melassen, u.dgl., eine assimilierbare Stickstoffquelle , wie Protein, Proteinhydrolysat, Polypeptide, Aminosäuren, Haisquellwasser, Ammoniumsalz, und anorganische Kationen und· Anionen, wie Kalium, Natrium, Calcium, Magnesium, Sulfat, Phosphat, Chlor/usw. Spurenelemente,wie Kobalt, Kupfer, Eisen, Molybdän, Bor usw., " werden als Verunreinigungen anderer Bestandteile den Media zugeführt .
Die Wirksamkeit des Antibiotikums X-5IO8 kann in vitro durch die Hemmzone gegen das gramm-positive Bakterium Bacillus E, in der gewöhnlichen 'cup-plate" Agar-Diffusion-Methode gemessen werden. Alternativ dazu kann auch das gramm-positive Bakterium Bacillus Simplex benützt werden. Beide Bakterien bilden Hemmzonen von ungefähr 20 mm mit einer willkürlich definierten 1 Einheit/rnl-Lösung. Bei dieser Versuchsmethode, wird eine Kultur des untersuchten-Microorganismus in einer Nährbrühe wie z.B. Trypticase Soja-Brühe während 24 bis Jf2 Stunden bei
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28°C in einem Drehschüttler kultiviert (100 ml Medium in einem 500 ml Erlenmeyerkolben). Man benützt eine Konzentration von 0,25 bis 0,5 Prozent, um die 4 ml Kernschicht anzuimpfen, welche auf 20 ml eines vorgehärteten Agar-Grundnährboden gegossen wird, der in einem 100 ml Becher oder einer verfügbaren Kunststoff-Petrischale enthalten ist. Bevor man die Schalen mit der Testlösung, welche das Antibiotikum enthält, füllt, werden sie während wenigstens zwei Stunden gekühlt. Man bebrütet dann die Schalen während 18 Stunden bei 35°C und misst den Zonedurchmesser mit einer Genauigkeit von 0,5 mm. Anschliessend werden die Wirksamkeiten aus Standardkurven in Einheiten pro ml berechnet.
Die bevorzugten Media und die Antibiotikumsausbeuten, die sie in der Schüttelflasehe undim belüfteten Gärkessel zur Folge haben, sind in den Tabellen 6 bis 9 angegeben. Die in diesen Tabellen zusammengefassten Daten zeigen, dass komplexe stickstoffhaltige Stoffe von verschiedenen Quellen die Antibiotikumbildung fördern, wie z.B. Pflanzenmaterial (Sojabohnen oder Baumwollsamenmehl, Hafermehl, Tomatenpaste, lösliche Rückstände von der Maisgärung); tierische Stoffe (Fischmehl, Fleischmehlauszug, Aminosäurehydrolysat) und mikrobiologisches Zellmaterial (Torulahefe).
Zahlreiche Kohlenstoffquellen erlauben ein gutes Wachstum und Antibiotilcumbildung, wie z.B., Glukose, Glycerin, Dextrin und Maisstärke. Zusätzlich zu den in natürlichen Media stets anwesenden anorganischen Salzen kann manchmal das Beifügen von Salzen,wie Kaliumphosphat, Calciumcarbonat, Magnesiumsulfat, oder Spurenelement en das Wachstum und die Antibiotikum ausbeute steigern (abhängig von den Bestandteilen, die sich schon im Grundmedium befinden). Eines der bevorzugten Media für die Herstellung, von Antibiotikum X-5IO8 in grossen Gärkesseln enthält 1 Prozent entfettetes Baumwollsamenmehl, 0,5 Prozent Konzentrat von Maisquellwasser, 1 Prozent Maisstärke,
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0,1 Prozent KpHPCK und 0,1 Prozent Calciumcarbonat.
Streptomyces sp X-5108 wachsen auch gut und erzeugen Antibiotikum in gewissen chemisch definierten synthetischen Media mit Ammoniumsalzen, Nitraten oder Aminosäuren (Glutamat, Arginin, Glycin) als Stickstoffquellen, mit Glukose, Dextrin, Stärke, Citrat, Acetat u.dgl. als Kohlenstoffquellen, ergänzt mit Salzen ,wie Kaliumphosphat, Calciumcarbonat und Magnesiumsulfat, und mit Spurenelementen, die Pe ,Cu ,Mn , Co und Zn enthalten. Die Ergebnisse der Gärung von Streptomyces sp X-5108 in verschiedenen synthetischen Media sind in Tabelle angegeben. Wie aus Tabelle 10 hervorgeht, sind im allgemeinen die Antibiotikumsausbeuten in synthetischen Media nicht so hoch wie in komplexen stickstoffhaltigen Media.
Die Herstellung des Antibiotikums X-5108 wird durch eine starke Belüftung des Gärungsmediums erhöht. Zusätzlich kann die Herstellung des Antibiotikums X-5108 bei irgend einer Temperatur, die ein befriedigendes Wachstum des Microorganisrnus fördert, stattfinden. Zum Beispiel wurde Streptomyces sp X-5108
bei 24°, 28°, 30° und 32°c in Schüttelflaschen kultiviert. Die Prüfung auf gebildetes Antibiotikum nach 3, 4, 5 und 6 Tagen zeigt, dass bei irgend einer Temperatur zwischen 24 bis 32OC ungefähr dieselbe maximale Ausbeute erreicht werden konnte. Jedoch wurde die maximale Ausbeute bei 3O0C und 320C in 3-4 Tagen erreicht, während man 4 Tage bei 28°C und 5-6 Tagen bei 24°C brauchte. Gewöhnlich liegt die optimale Herstellungszeit des Antibiotikums X-5108 zwischen 2 bis 10 Tagen. Während der Gärung bleibt normalerweise das Gärungsmedium annähernd neutral oder etwas sauer. Der sich schliesslich einstellende pH-Wert ist teils vom anwesenden Puffer und teils vom anfänglichen pH-Wert des Mediums, v/elcher vorzugsweise vor der Sterilisation annähernd neutral ist, abhängig.
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Wenn die Gärung vollendet ist, können verschiedene Methoden benützt werden., um das Antibiotikum X-5IO8 zu isolieren und zu reinigen.Geeignete Isolations- und Reinigungsmethoden umfassen die Lösungsmittelextraktionsmethoden, wie z.B. die Extraktion in Portionen oder in flüssig-flüssig Extraktionskolonnen, die unter kontinuierlicher Gegenstromverteilung arbeiten, und die Gelpermeationchromatographie in einem nichtwässerigen System.
In einem bevorzugten Verfahren erhält man das Antibiotikum X-5IO8 aus dem Kulturmedium durch Abtrennung des Mycels und der ungelösten Peststoffe von der Gärbrühe mittels üblicher Methoden ,wie Filtrierung oder Zentrifugierung, Das Antibiotikum X-5IO8 wird dann aus der filtrierten oder zentrifugierten Brühe extrahiert durch portionsweise Extraktion oder Extraktion mittels Gegenstromverteilung. Die Lösungsmittelextraktion kann in einem pH-Bereich von 3 bis 7*5 durchgeführt werden. Als Lösungsmittel werden wasserunlösliche Ester ,wie A'ethylacetat, Amylacetat, Butylacetat und ähnliche aliphatische Ester, wobei Butylacetat bevorzugt wird, benützt. Eine bevorzugte Lösungsmittelkombination für die unter Gegenstromverteilung arbeitende Reinigungsmethode besteht aus einer Mischung von Aethylacetat, Isopropanol und einer 0,1 M wässerigen sekundären Natriumphosphatlösung.
Die letzte Reinigung des Antibiotikums X-5IO8 kann durch Gelpermeationschromatographie erreicht werden. Diese Reinigungsmethode kann durch Adsorption von vorgereinigten Zubereitungen des Antibiotikums, wie z.B. durch Lösungsmittelextraktionsmethoden erhaltene Zubereitungen, an quervernptzt^n oder polymerisierten Dextrangelen durchgeführt werden. In einem bevorzugten Aspekt dieser letzten Reinigungsmethode wird die vorgereinigte antibiotische Zubereitung an Sephadex LH-20 chromato- , graphiert unter Eluierung mit Alkohol.
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Nach der Filtrierung oder der Zentrifugierung des Gärmediums können Dünnschicht- oder Papierchromatographiemethoden zur Analyse des Antibiotikums X-5IO8 angewendet werden. Wegen der Farbcharakteristika des Antibiotikums, können die Flecken durch die Fluoreszenzmethode sichtbar gemacht werden; zusätzlich kann auch mit Vorteil die Bioautographie benützt werden. Die Chromatographie kann an Papier durchgeführt werden, wird aber vorzugsweise an Silikagel-Glasplatten vorgenommen. Das für die Dünnschi cht ehr ornat ogr amme benützte Lösungsmittelsystem besteht aus Chloroform, Methanol und wässerigem Ammoniumhydroxyd .
Das neue erfindungsgemässe Antibiotikum X-5108 besteht nach Reinigung aus einer gelben amorphen Substanz. Kationische Salze des Antibiotikums können hergestellt werden, indem man dem Antibiotikum X-5108 eine physiologisch geeignete anorganische oder organische Base zusetzt. Zu den Salzen des Antibiotikums X-5108, die hergestellt werden können, gehören die Alkalimetallsalze ,wie die Natrium- und Kaliurnsalze, und Erdalkalimetallsalze,wie das Calciumsalz,
Diese Salze können erzeugt werden, indem man wässerige Lösungen von Alkalimetall- und Erdalkalimetallhydroxyden benützt. Demgemäss bilden Lösungen des Antibiotikums X-5103 in wässerigem Natriumhydroxyd, wässerigem Kaliumhyiroxyd oder Calciumhydroxyd die Natrium -,Kalium- bzw. Calciumsalze. Diese Salze dienen denselben biologischen Zwecken wie das Antibiotikum selbst. Weil die Salzlösungen des Antibiotikums X-5108, besonders das Natriumsalz, viel stabiler sind als die Lösungen des Antibiotikums, das nicht in Salzform vorliegt, ist es vorzuziehen, leicht alkalische Puffer für die Reinigung durch Gegenstromverteilung zu verwenden und ammoniakalische Lösungsmittelmischungen für die DünnschichtChromatographie zu benützen, wobei man auf diese Art die Konzentration des Antibiotikums
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in der Lösung auf ein Minimum herabsetzt.
Das Antibiotikum enthält die Elementen Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff und Stickstoff in den folgenden Gewichtsprozenten:
Antibiotikum X-5108 Natriumsalz
Kohlenstoff 63.63 61.48
Wasserstoff 7.8I 7.81
Stickstoff 3.48 3.32
Sauerstoff (durch
Differenz) 25.08 24.45
Natrium 2.94
Das Antibiotikum X-5108 ist lö.slich in Alkoholen ,wie z.B. Methanol, Aethanol, 1- und 2-Propanol und tert.-Butyl-Alkohol,in mit Wasser nicht mischbaren Estern, wie z.B. Aethylacetat, Amylacetat, Butylacetat und ähnlichen aliphatischen Estern, und Chloroform. Das Antibiotikum ist unlöslich in Wasser. Das Natriumsalz des Antibiotikums X-5108 ist löslich in Wasser, in niederen Alkoholen,wie Methanol, Aethanol, Isopropanol und Butanol, und N,N-Dimethylformamid ist leicht löslich in Amylalkohol, Tetrahydrofuran und Dioxan, ist sehr leicht löslich in Aceton, Amylacetat, Butylacetat und Aethylacetat und ist unlöslich in Benzol, Chloroform und Aethyläther.
Nachstehend werden verschiedene physikalische Eigenschaften des Antibiotikums X-5108 angegeben:
Die optische Drehung des Natriumsalzes vom Antibiotikum X-51OÖ ist [cc]q5 = -82,d (Aethanol, c = 0,52).
- Das IR-Absorptionsspektrum des Antibiotikums X-5103 209 8 08/200 6
in einer KBr Pille wird im Spektrum 1 dargestellt.' Das Antibiotikum zeigt eine charakteristische Absorption im Infrarotbereich des Spektrums bei den folgenden Wellenlängen, die in cm~ ausgedrückt sind:
Breite Bande bei 3400,
Starke Bande bei l66o,
Breite Bande bei I58O,
Wichtige Banden bei I58O, I38O, 1250, 1100, 1040 und 995·
Das IR Absorptionsspektrum des Natriumsalzes vom Antibiotikum X-5108 in einer KBr Pille wird im Spektrum 2 dargestellt. Das Natriumsalz zeigt eine charakteristische Absorption im InCrarotbereich des Spektrums bei den folgenden in cm~ ausgedrückten Wellenlängen:
Breite Bande bei 3400,
Wichtige Banden bei 1645, 1570, 1500, 1388, 1105 und
1000.
Das UV Absorptionsspektrum des Antibiotikums X-5108 bei verschiedenen pH Werten wird im Spektrum 3 dargestellt. Im UV Spektrum erscheinen Maxima bei:
0.1 N HOl i * max 33t η,μ (E^m = 403)
61O)
- 206 -μ (E^m ... 500)
pH 7 Puffer:
(isopropanol/KgHPO
2098 08 max
max
327
231
πΐμ
(Elcm
ν lcm
= 423)
= 660)
0.1 N KOH: max 327 ΤΛμ v lcm = 416)
max 231 (Elcm - 647)
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Das magnetische Kernresonanzspektrum des Antibiotikums X-5IO8 wird im Spektrum 4 gezeigt. Das Spektrum wurde unter Benützung von CDCl, als Lösungsmittel und Tetramethylsylan (TMS) als interner Standard aufgenommen. Das Spektrum zeigt wichtige Signale bei 0,92 £ , im Bereich zwischen 1,66 und bei 3jl6 und 3,43 ^und im olefinischen Bereich.
Wie in Tabelle 11 gezeigt, besitzt das Antibiotikum X-5IO8 ein breites antimikrobielles Spektrum. Es wurde durch die bereits beschriebenen "cup-plate" Agar-Diffusion Methode bestimmt.
Das Antibiotikum X-5108 zeigt eine geringe orale und parenterale Toxizität, eine ausgeprägte Wirksamkeit gegen Streptoeoccen sowohl systemisch (oraler Weg) als auch lokal (subkutaner Weg), Aktivität gegen Pneumococcen und in Caecal Coccidiose. In Mäusen ist das Antibiotikum oral und subkutan relativ atoxisch
0 Werte =>2000 bzw. 1320 mg/kg). Das Antibiotikum ist oral 50 = 52 mg/kg) und subkutan (CD50 = 44 mg/kg) aktiv gegen Streptococcus pyogenes, gegen Diplococcus pneumoniae 807 mg/kg p.o. und 283 mg/kg sbc) sowie gegen die gramm-negative Proteus vulgaris Infektion.
Das Antibiotikum X-5108 bewirkt eine Steigerung des Geflügelwachstums und verursacht eine Erhöhung des Futternutzeffekts bei Tieren. Dementsprechend wird gemäss einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung das Antibiotikum X-5108 als aktiver Bestandteil neuer und nützlicher Präparate angesetzt, welche nach Verfütterung an Geflügel ein schnelleres Wachstum und eine erhöhte Putterausnützung zur Folge haben. Die Verabreichung dieser Präparate wird gewährleistet, indem man ernährungstechnisch ausgewogenes Geflügelfutter herstellt, das sowohl die an.ein Tiernahrungsmittel gestellte Anforderungen erfüllt, als auch die Zufuhr des Antibiotikums X-5108 als wachstumsförderndes Mittel bewirkt.
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Wenn das Antibiotikum zur Herstellung von Wachstumsfördernden Präparaten benützt wird, verwendet man als antibiotischen Bestandteil entweder das Antibiotikum selbst oder irgend ein physiologisch geeignetes kationisches Salz davon, vorzugsweise das Natriumsalz. In den folgenden Ausführungen betrifft die Bezeichnung Antibiotikum X-5108 das Antibiotikum X-51OÖ selbst sowie dessen physiologisch geeignete . kationischen Salze
Die wachstumsfördernden erfindungsgemässen Präparate, welche das Antibiotikum X-5108 als aktive© Bestandteil enthalten, können durch verschiedene Methoden hergestellt werden. Gemäss einer dieser Methoden wird das Antibiotikum direkt einem essbaren nicht-toxischen Träger zugegeben. Vorzugsweise ist der Träger eine für die Geflügelernährung wertvolle Substanz, wobei Geflügelfutter mit grosser Nährungskraft besonders bevorzugt ist. Falls das Antibiotikum dem Putter direkt zugegeben wird, kann das Vermischen nach bekannten Methoden durchgeführt werden. Zum Beispiel werden die das Geflügelfutter bildenden Nahrungsmittel entweder einzeln oder gesamthaft in eine Mischvorrichtung eingeführt und das Antibiotikum zugefügt. Man mischt ,bis das Produkt die Bestandteile in gleichmässiger Verteilung enthält.
Die als Geflügelfutter verwendeten und zum Zwecke dieser Erfindung als Träger für das Antibiotikum X-5108 benützten Nahrungsmitteln können verschiedenartig sein in Abhängigkeit von den spezifischen Bedürfnissen der gefütterten Geflügelart und von der Verwendung dieser Tiere.Jedoch enthalten diese Putter meistens Proteirfe, wie Fischmehl, Sojabohnenmehl, Mais, Erdnussprodukte und dergleichen, und Kohlehydratquellen, wie Getreide, grobes und feines Mehl, Zucker und dergleichen. Zusätzlich können die Mineral- und Vitaminbedürfnisse derrTiere; . durch Zufügen von Mineralien, wie Natrium-,Kalium-; Magnesium*?^ >;■ Calciumcarbonat usw. und Vitaminen ,wie Vitamin A, Bj~, D und;"· r Thiamine, zum Putter gewährleistet werden. Das Futter kann na- -, türlich noch andere übliche Futterzusätze enthalten. :- -
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In einer bevorzugten Methode zur Herstellung der erfindungsgemässen wachstumsfördernden Präparate wird der aktive Bestandteil, das Antibiotikum X-5IO8, in eine konzentrierte Vormischung eingearbeitet, welche dann dem Gefliigelfutter zugegeben werden kann. Bei der Herstellung einer Vormischung in fester Form, welche das Antibiotikum X-5IO8 enthält, kann jeder geeignete Träger oder Zusatzstoff als inerter Bestandteil dienen, vorausgesetzt, dass er dem antibiotischen Zusatz gegenüber inert ist und auf das Geflügel, dass das Putter erhält, nicht-toxisch wirkt. Viele feste Stoffe erfüllen diese Anforderungen und können deshalb für den Zweck der vorliegenden Erfindung eingesetzt werden. Repräsentative Vertreter solcher Peststoffe sind Mineralienquellen,wie gemahlene Muscheln, essbare Getreidearten, im Handel befindliche Tierernährungsstoffe aus Pflanzen, dem Meer oder Tieren, Maismehl, Zitrusmehl, Sojabohnenmehl, Fischmehl, Fleischreste, getrocknete Gärungsreste und dergleichen.
Das Antibiotikum X-5IO8 kann mit einem oder mehreren der vorstehend erwähnten Stoffen zu einem Brei, in Körnchenform, oder irgend eine gewünschte Verabreichungsform mittels jeder bekannten und geeigneten Methode verarbeitet werden. Das Präparat kann z.B. durch feine Zerteilung oder durch Pulverisierung der aktiven und inerten Bestandteile mittels eines im Handel vorhandenen Mählwerkzeug^Sergestellt werden. Wenn der Futterbestandteil nicht bereits beim Mahlen oder beim Pulverisieren vorliegt, kann das entstehende Präparat in irgend ein geeignetes Futtermittel eingebracht werden.
Die Menge des Antibiotikums, welche nötig ist, um die gewünschte Wachstumsförderung bzw. Erhöhung des Futternutzeffektes zu bewirken, kann innerhalb der weiter unten angegebenen Werte schwanken. Wenn das erfindungsgemässe Präparat zur Wachstumsförderung benützt wird, enthält es vorzugsweise einen Geflügelfutterzusatz mit 0,0001 bis 0,01 Gewichtsteile der
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Aktivsubstanz, d.h. des AntibiotikumsX-5108 oder eines physiologisch geeigneten Salzen davon, pro 100 Gewichtsteile Futter. Konzentrationen des Antibiotikums X-5108, die höher sind als 0,01 Gewichtsteile pro 100 Gewichtsteile Putter verursachen im allgemeinen keine besseren Wirkungen als diejenigen, die mit einer Konzentration von 0,01 Gewichtsteile pro 100 Gewichtsteilen Futter erhalten werden. Dementsprechend ist es nicht vorteilhaft, Mengen von aktiven Bestandteilen zu benützen, die grosser sind als 0,01 Gewichtsteile pro 100 Gewichtsteile Putter. In einem bevorzugten Aspekt der vorliegenden Erfindung besteht Jk das neue wachstumsfördernde Präparat in einem Geflügelfutterzusatz mit 0,0005 bis 0,0025 Gewichtsteile des aktiven Bestandteils Antibiotikum X-5108 pro 100 Gewichtsteile Putter.
Wie bereits erwähnt, umfasst das bevorzugte Verfahren der Erfindung die Herstellung einer konzentrierten Vormischung, die als aktiven Bestandteil das Antibiotikum X-5108 enthält. Die Herstellung einer Vormischung, welche später dem Futter zugegeben werden kann, stellt eine geeignete Methode dar, um das wachstumsfördernde Präparat einzusetzen und sichert eine gute Verteilung des aktiven Bestandteils im Futter. Die Menge von Antibiotikum X-5108, die in der Vormischung vorhanden ist, " ist für die Durchführung der Erfindung nicht kritisch. Das Ziel der Erfindung wird, unabhängig vom Gehalt des Antibiotikums X-5108 in der Vormischung, dadurch erreicht, dass man eine Menge der Vormischung benützt, die fähig ist, ein verabreichbares Futter zu erzeugen, welches einen oben erwähnten wirksamen Gehalt an Antibiotikum X^51O8 besitzt. Die Vormischung ' ist eine geeignete Art, das Präparat dem Futterhersteller oder dem Geflügelzüchter zu liefern, wobei dieser dann angemessene Mengen der Vormischung mit dem vorhandenen Geflügelfutter mischen kann, um ein verabreichbares Futter zu erzeugen, welches einen wirksamen Gehalt an Antibiotikum X-5108 besitzt.
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Die folgenden Beispiele veranschaulichen die Erfindung* Wenn nicht anders angegeben, beziehen sich die Prozentzahlen auf Gewichtsverhältnisse. Die Temperaturen sind in Grad Celsius angegeben«
Beispiel. 1 Gärung von Streptomyces sp X-510.8
Eine Sporensuspension von Streptomyces sp X~51O8 aus einer Agar-Sehräg-Kultur wird in eine belüftete 20 Liter Pyrexflasche eingeimpft, welche 15 Liter Nährmedium der folgenden Zusammensetzung enthalt:
1$ Sojabohnenmehl
1$ brauner Zucker
0,25$ getrockneter Rückstand von Maisquellwasser
0,1$ 3
0,5$ Schweineschmalz als Antischaummittel.
Nach vier Tagen Wachstum bei 28° unter Belüftung wird das faserige Wachstum in einen]58O Liter Gärkessel aus rostfreiem Stahl, welcher 230 Liter Nährmedium der folgenden Zu-. sammensetzung enthält, überführt:
1$ entfettetes Baumwollsamenmehl (ProfIo) 1$ Maisstärke
0,25$ getrockneter Rückstand von Maisquellwasser 0,1$ CaCO,
0,1$ K2HPO4
und Schweineschmalz als Antischaummittel.
Vor der Einimpfung wird der pH-Wert des Mediums auf 6,8 eingestellt. Der Kessel wird belüftet und man lässt das
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. - 18 -
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Wachstum .sich während 5 Tagen entwickeln. Anschliessend wird der Inhalt des Gärungskessels mit Hilfe einer Diatomeenerde (Hyflo Filter Cell) filtriert. Das Filtrat wird auf pH 3,5 eingestellt und mit anderthalb Volumxia Butylacetat extrahiert. Der klare Extrakt wird unter vermindertem Druck bei einer Temperatur unter 4o° zu einem braunen Sirup eingeengt, welcher nach Behandlung mit Petroläther das Antibiotikum X-5108 in Form eines festen Puders ergibt mit einer Wirksamkeit von 120 Einheiten Bacillus E pro mg.
Beispiel 2
Reinigung des Antibiotikums X-5108 durch portionsweise Lösungsmittelextraktion
Die portionsweise Lösungsmittelextraktion wird mit 11 Liter Gärungsanteilen durchgeführt, die in vitro eine Wirksamkeit gegen B* Simplex von 130 Einheiten/ml aufweisen. Die filtrierte Brühe wird mit Butylacetat bei pH 7,5 extrahiert. Der organische Extrakt wird mit Wasser gewaschen, auf Temperaturen unterhalb 50° sehr schnell eingeengt^ und zu der erhaltenen wasserfreien Lösung wird Diäthylnatriummalonat zugefügt, um den pH-Wert auf 9,0 zu bringen. Der gebildete gelbe Niederschlag wird filtriert und mit Butylacetat gewaschen. Er wird dann zwischen Wasser und Butylacetat verteilt und der pH-V/ert auf 4 eingestellt. Die organische Phase wird getrennt und wie oben erwähnt behandelt, mit der Ausnahme, dass Diäthylnatriummalonat zugefügt wird, bis pH 8,5 erreicht wird. Dieser zweite Niederschlag wird nochmals angesäuert und mit frischem Butylacetat extrahiert. Der Extrakt wird dann mit Darco G-6o behandelt, und das Natriumsalz des Antibiotikums X-5108 wird schliesslich, durch Zugabe von Diäthylnatriummalonat, bis der pH-Wert 8,0 erreicht ist, gefällt . Das auf diese Weise erhaltene gelbe Natriumsalz weist nach Waschen und Trocknen eine Wirksamkeit gegen B. Simplex von 430 Einheiten/mg auf. Die oben erwähnte Extraktionj
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methode wird im folgenden Isolierungsschema zusammengefasst: Isolierungsschema des Antibiotikums X-5108
Stufe 1
Stufe 2
Stufe 3
Stufe 4
II3OO Liter vollständiger Brühe (5-6 Tageausbeute) JMan filtriert die Zellen mit Hilfe von Hyflo
98OO Liter filtrierte Brühe (pH 7,5) !(Wenn nötig stellt man den pH mit H3PO2, ein); φ Man extrahiert mit 2J5OO Liter Butyiacetat
2200 Liter "1. Butylacetat"
JMan wäscht zweimal mit 94 Liter Wasser;
IMan engt sehr schnell ein
300 Liter "1. Butylacetat-Konzentrat"
Man gibt Diäthylnatriummalonat zu, bis der pH 9 erreicht ist (ca. 1 bis 1,5 Liter von 1,7 N); Man filtriert den Niederschlag und wäscht mit 4 Liter Butylacetat
Stufe 5
111. Niederschlag"
Man löst in 94 Liter Wasser, stellt den pH mit
5^iger Phosphorsäure auf 4 ein; Man extrahiert zweimal mit Butylacetat (75+38 Liter)
Stufe 6
102 Liter "2. Butylacetat"
Man wäscht zweimal mit je 8 Liter Wasser; Man engt sehr schnell ein
15 Liter "2. Butylacetat-Konzentrat"
Stufe 7 JMan gibt Diäthylnatriummalonat zu bis zum pH 3,5J {Man filtriert den Niederschlag und wascht mit 4 Liter Butylaeetat
Stufe 8
'2. Niederschlag'
Man löst in 76 Liter Wasser und stellt den pH-Wert
mit 15$iger Phosphorsäure auf 5 ein;
Man extrahiert zweimal mit Butylacetat (57+28 Liter)
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Stufe 9
79 Liter "?. Butylacetat"
Man wäscht zweimal mit 8 Liter Wasser;
Man engt sehr schnell ein
15 Liter "J>. Butylacetat-Konzentrat"
Stufe 10 Man rührt mit 50 g Darco G-βθ während 1 Stunde bei Raumtemperatur;
Man filtriert und engt sehr schnell ein
8 Liter " 4.Butylacetat"
Stufe 11 Man gibt Diäthylnatriummalonat zu, bis der pH 5,0 ist;
Man filtriert den Niederschlag, wäscht mit 4 Liter Butylacetat, dann mit 4 Liter Petroläther (30-60°), man trocknet bei 56° und 0,5 mm während 36 Stunden
Natriumsalz des Antibiotikum X-5108 als gelber amorpher Peststoff.
Beispiel 3
Reinigung von Antibiotikum X-5108 durch Gegenstromverteilung Apparatur:
Zahl der Röhrchen 200
Volumen der oberen
Phase 40 ml
Volumen der unteren
Phase 40 ml
Beladung;
g des Antibiotikums X-5108,erhalten durch Lösungsmittelextraktion der rohen Gärungsbrühe, in 40 ml der oberen Phase gelöst.
Lösungsmittelsystem:
Aethylacetat, Isopropanol, wässerige 0,1 M sekundäre Natriumphosphatlösung 12:9:20 V/V.
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Verteilungscharakteristika
Zahl der Ueberführungen 200
Röhrchen mit maximaler Konzentration nach 200 Ueberführungen 159
Verteilungsverhältnis 3,88
Verfahren;
Die Fraktionen 15O-I7O werden vereinigt und 1- Butanol wird zugefügt, um das Antibiotikum in die organische Phase zu extrahieren. Die wässerige Phase wird verworfen, und die organische Phase viermal mit Wasser gewaschen. Schliesslich wird das Wasser azeotropisch entfernt und das Produkt durch Beifügung von Petrol .äther gefällt. Es werden 3 g der anti-
biotischen Substanz erhalten mit einer biologischen Wirksamkeit, die zweimal grosser ist als die des. Ausgangsprodukts,
Beispiel 4
Reinigung des Antibiotikums X-5108 durch Chromatographie an Sephadex IH-20
Eine äthanolische Lösung von 300 mg einer bereits durch Gegenstromverteilung gereinigte Probe des Antibiotikums wird durch eine Natriummethoxydlösung auf pH 8-9 eingestellt (angefeuchtetes Indikatorpapier) und auf eine «uvor mit J5A Alkohol äquilibrierte Sephadex LH-20 Kolonne (290 χ 4l mm) gebracht. Die Kolonne wird mit 3A Alkohol eluiert, wobei die das Antibiotikum enthaltene Hauptzone bei einem Auslaufvolumen von 950-1200 ml auftritt. Die nächsten Fraktionen enthalten mehrere gefärbte Zonen mit geringer biologischen Aktivität. Die aktiven Fraktionen werden vereinigt und zu einem Konzentrat eingeengt, welchem Aether und Petroläther zugefügt werden, um das Antibiotikum zu fällen. Der erhaltene gelbe Feststoff, d.h. das Natriumsalz des Antibiotikums X-5108, zeigt nur einen Fleck
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im Dünnschichtehromatogramm, R„ = 0,19 (Silicagel F-254,Nachweis durch U.V. Licht) und Rf =
Nachweis durch Bioautographie).
weis durch U.V. Licht) und Rf = 0,29 (Siüeagel/Kieselguhr,
Beispiel 5 Herstellung des Antibiotikums X-5108 aus dem Natriumsalz
0,464 g des durch Chromatographie an Sephadex LH-20 erhaltenen Natriumsalzes des Antibiotikums X-5108 werden in 4,6 ml
fc Eiswasser gelöst, worauf 10 ml Aethylacetat zugefügt v/erden, um ein 2-Phasensystem zu bilden. Zu dieser in einem Scheidetrichter enthaltene Mischung wird 1 ml primäre Natriumphosphatlösung (50 g NaHpPOj^H2O in 100 ml Wasser) zugefügt. Der am Anfang sich bildende Niederschlag wird durch Schütteln gelöst. Die wässerige Phase, wird ausgeschieden und die organische Phase wird viermal mit je einem Volumteil Eiswasser gewaschen,und das Wasser wird azeotropisch entfernt. Das Konzentrat (2 ml) wird mit zwei Volumteilen Aethylacetat verdünnt, und Diäthyläther wird tropfenweise bis zur Trübung zugegeben . Sehliesslich werden JO ml Petroläther zugefügt. Der erhaltene Niederschlag wird filtriert und ergibt nach Trocknen bei Raumtempera-
W tür das Antibiotikum X-5108.
Beispiel 6
Messung der wachstumsfördernden Wirkungen des Antibiotikums X-5108 s
Man stellt ein Grundnährungsmittel her, welches die folgenden Bestandteile in den nachstehend angegebenen Mengen enthält:
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' Gewichtsprozente
Gemahlener gelber Mais 56,075
Fleisch und Knochenmehl (50$ Protein) 4,000
Fischmehl (6o# Protein) 4,000
Sojabohnenmehl (50$ Protein) 28,000
Entwässertes Alfalfamehl 1,000
Tierfett 4,000
Methionin 0,200
Kaliumphosphat 0,250
Calciumcarbonat 1,200
Jodsalz 0,250
Vitaminzusatz 1,000
Zusätzliche Mineralienspuren 0,025
Zu diesem Nahrungsmittel wird Antibiotikum X-5108 in einem Verhältnis von 50 mg Antibiotikum pro kg Ration zugegeben.
Die Wachstumsfördernde Wirkung des Antibiotikums X-5108 wird dadurch festgestellt, dass man Geflügel erlaubt ad libitum das Nahrungsmittel mit antibiotischem Zusatz zu fressen. Man benützt einen Tag alte Cornish Brathuhnkücken beiderlei Geschlechts. Im Test werden 10 Hühner (5 männliche und 5 weibliche) pro Versuchsgruppe eingesetzt. Es wurde Vorsorge getroffen, dass das Ergebnis beeinflussende Faktoren, wie Licht, Heizung, Lage ausgeglichen werden. Die Tiere werden während 2 Wochen beobachtet, wobei das Gesamtgewicht jeder Gruppe mehrmals während dieser Periode festgestellt wird, und die einzelnen Gewichte am Ende der 14 Tage gemessen werden. Der Futterverbrauch wird festgehalten,und die Steigerung des Futternutzeffekts wird im Vergleich zur Kontrollgruppe berechnet.
Gleichzeitig wird ein Kontrollversuch in der oben beschriebenen V/eise durchgeführt, jedoch mit der Ausnahme, dass man den Hühnern, die in der Kontrollgruppe benützt werden,
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erlaubt ad libitum an einem Nahrungsmittel zu fressen, welches dieselbe Nahrungsbestandteile aber keinen Zusatz von Antibiotikum X-5108 enthält.
Die durchschnittliche Zunahme für jede Versuchsgruppe wird durch die durchschnittliche Zunahme der Kontrollgruppe dividiert und der Quotient wird mit 100 multipliziert, wobei sich eine prozentuale Gewichtszunahme ergibt. Die Zunahme ist der Unterschied zwischen dem Körpergewicht des Huhns am Ende des 2 Wochenversuchs und dem Körpergewicht im Alter von 1 Tag.
(Durchsch.Endgew.-Durchsch♦Anfangsgew.d .Versuchsgr.)
■ ■' ' ' X. J-OO =
(Durchsch.Endgew.-Durchsch.Anfangsgew.d.Kontrollgr.)
5 prozentuale Gewichtszunahme
Die Ergebnisse des Versuchs sind in der folgenden Tabelle 12 zusammengefasst.
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Tabelle 12
O CO GO O CO "^ to O O CD
Antibiotikum
Zusatz
(mg/kg Futter)
Antibiotikum
X-5IO8
2-Wochen Zunahme*
g+2SE**
Antibio
tikum
X-5IO8
% Zunahme Antibio
tikum
X-5IO8
Futternutz
effekt
Antibio
tikum
X-5IO8
Futternütz-
effektsver-
besserung %
Antibio
tikum
X-5IO8
Kontrolle 50 Kontrolle 185+12 Kontrolle 120 Kontrolle I.39 Kontrolle +12
0 I54+8 100 I.55
ro
* Durchschnitt von 4o Kücken
** Standard-Abweichung vom mittleren Wert
O OJ N)
Die vorstehende Tabelle 12 zeigt, dass die Kücken, die mit dem Hühnerfutter, welches 50 mg Antibiotikum X-5108 pro kg Putter enthält, gefüttert werden, ein schnelleres Wachstum aufweisen als diejenigen des Kontrollversuchs. Gleichzeitig nützen die gleichen Tiere ihr Futter besser aus, was durch einen 10J& besseren Putternutzeffekt gezeigt wird.
Beispiel 7
Der in Beispiel 5 beschriebene Versuch wird einschliesslich der Kontrolle mit demselben Nahrungsmittel wie in Beispiel 5 mehrmals wiederholt. In diesen Versuchen wird der Gehalt an Antibiotikum X-5108 verändert. Die Versuchshühner werden mit Nahrungsmittel gefüttert, welches den aktiven Bestandteil in einem Verhältnis von 5,10,25,50 und 100 mg pro kg Putter enthalten. Die Wiederholung der Versuche bestätigt die Ergebnisse. In dem Kontrolltest füttert man vier Versuchsgruppen von je 10 Tieren mit einem Nahrungsmittel ohne antibiotischen Zusatz. In allen Versuchen wird die Wachstumsgeschwindigkeit während einer 2-Woehen-Periode mit derjenigen der Kontrollgruppe verglichen. Der Futterverbrauch wird festgehalten,und es werden Verbesserungen im Putternutzeffekt berechnet im Vergleich zu demjenigen des Kontrollversuches. Tabelle IJ stellt die Ergebnisse dieser Versuchsserien dar.
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Tabelle 13
Antibio
tikum
Zusatz
mg/kg
Zahl
der
Tiere
2-Wochen
Zunahme,
ε·
%
Zunahme
Futter
nutz
effekt
Futter
nut z-
effekts-
verbes-
serung %
Kontrolle
Antibioti
kum X-5108 50
48
24
149
175
100
117
1,54
1,37
+12
Kontrolle
Antibioti
kum X-5108 50
30
.18
152
173
100
114
1,47
1,38
+7
Kontra! Ie
Antibioti
kum X-5108 25
30
18
146
180
100
123
1,59
1,37
+16
Kontrolle
Antibioti
kum X-5108
48
18
149
183
100
123
1,51
1,39
+9
Kontrolle
Antibioti
kum x-5108 10
48
18
149
185
100
124
1,54
1,41
+13
Kontrolle
Antibioti
kum x-5108 100
48
18
149
182
100
122
1,54
1,33
+14
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2.U0322
Tabelle 1 ISP Wachstumsmedia
Medium 1; Trypton-Hefe extrakt Brühe
Bacto-Trypton (Difco) 5*0 g
Bacto-Hefeextrakt (Difco) 3,0 g
Destilliertes Wasser 1,0 Liter
pH 7jO bis 7j2 vor dem Autoklavieren
Man verteilt 5 ml Brühe in Reagenzgläser mit einem Durchmesser von 20 mm oder mehr.
Medium 2: Hefeextrakt-Malzextrakt Agar
Bacto-Hefeextrakt (Difco) 4,0 g
Bacto-Malzextrakt (Dico) 10,0 g
Bacto-Dextrose (Difco) 4,0 g
Destilliertes Wasser 1,0 Liter Einstellen vom pH auf 7,3 und Zugabe
von Bacto Agar 20,0 g
Man verflüssigt das Agar durch Dampfbehandlung während 15-20 Minuten bei 1000C.
Man verteilt geeignete Mengen für die Schrägkultur in wenigstens 6 Reagenzgläser pro Kultur. Man sterilisiert im Autoklaven.Man benützt gekühlte Reagenzgläser für die Schrägkultur.
Medium ~$: Hafermehl Agar
Hafermehl 20,0 g
Agar . 18,0 g
20 g Hafermehl in 1000 ml destilliertem Wasser werden während 20 Minuten gekocht oder mit Dampf behandelt.
Man filtriert durch ein Käsetuch.
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Man gibt destilliertes Wasser zu, um das Filtratvolumen wieder auf 1000 ml zu bringen. Man fügt eine Lösung mit Spüren von Salzen bei; (1,0 ml Lösung von je 0,1 g FeSO4-TH2O, MnCl2;4HgO und ZnSOh-THpO in 100 ml destilliertem Wasser). Der pH wird mit NaOH auf 7,2 eingestellt. Man fügt 18 g Agar bei; man.verflüssigt durch Dampfbehandlung während 15 bis 20 Minuten bei 1000C.
Medium
Anorganische Salze -- Stärke-Agar
Lösung I; Difco lösliche Stärke 10,0 g. Aus der Stärke macht man eine Paste mit einer kleinen Menge kaltem destillierten Wassers und ergänzt auf ein Volumen von 500 ml.
Lösung II;
(wasserfrei) MgSO4.7H2O NaCl
CaCO
1,0 g 1,0 g 1,0 g 2,0 g 2,0 g 500 ml
Destilliertes Wasser
Lösung mit Spuren von Salzen (L,0 ml der Lösung wie in Medium J). Der pH kann zwischen 7iO und 7*4- liegen und braucht nicht eingestellt zu werden, wenn er in diesem Bereich liegt.
Man vermischt die Stärkepaste mit der Salzlösung. Man setzt Agar (Difco) zu 20,0 g
Man verflüssigt das Agar durch Dampfbehandlung während 15-20 Minuten bei 1000C.
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Medium 5? Glycerin-Asparagin-Agar
L-Asparagin (wasserfrei) Glycerin K2HPO4 (wasserfrei) Destilliertes Wasser
Lösung mit Spuren von Salzen
(1,0 ml der Lösung wie in Medium 3)
Der pH dieser Lösung liegt zwischen 7,0-7:
1,0 g
10,0 g
1,0 g
1,0 Liter
und
braucht nicht eingestellt zu werden, wenn er in diesem Bereich liegt.
Agar
Man verflüssigt das Agar durch Dampfbehandlung ,während 15-20 Minuten bei 10O0C
Medium 6; Pepton-Hefeextrakt- Eisen-Agar
Bacto-Pepton-Eisen-Agar wasserfrei
(Difco) Bacto-Hefeextrakt (Difco) Destilliertes Wasser
20,0 g
36,0 g 1,0 g
1,0 Liter
Der pH kann zwischen 7,0 und 7,2 liegen und kann nötigenfalls eingestellt werden. Man verflüssigt das Agar durch Dampfbehandlung während 15-20 Minuten bei 1000C.
Medium 7» Tyrosin-Agar
Glycerin L-Tyrosin (Difco) L-Asparagin (Difco) K3HPO4 MgSO4-/ NaCl
(wasserfrei)
15,0 s 0,5 g 1,0 g
0,5 g 0,5 g 0,5 g 0,01 g
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■,-.■■■ - 31 -
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Destilliertes Wasser 1,0 Liter
Lösung mit Spuren von Salzen 1,0 ml
der Lösung wie in Medium j5.
Man stellt den pH auf 7,2-7,4 ein.
Bacto-Agar 20,0 g
Man verflüssigt durch Dampfbehandlung
während 15-20 Minuten.
Lösung mit Spuren von Salzen (Benützung wie in Media 3,4,5
und 7 beschrieben)
0,1 g 0,1 g 0,1 g 100,0 ml
FeSO1^, Wasser
MnCl2*1 (Berger)
fH20
M2O
ZnSO^-TH2O
. Destilliertes
Tomatenoaste -
- Agar
Glukose 10,0 g
K2HPO^ 1,0g
Tomatenpaste 20,0 g
Wilson's Pepton 1,0 g
CaCO, 2,0 g
Agar 15ίΟ g
Leitungswasser 1000,0 ml
Man sterilisiert während 30 Minuten unter
einem Druck von 3 Atm.
Der pH werd auf 6,9 eingestellt.
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O CO co
ro σ ο CD
Tabelle 2
Vergleich zwischen den Eigenschaften von Streptomyces X-5108, und denjenigen anderer Spezien der
Grau-Serien
Strepto S.anti- S.aureo- S.griseo- S.purpure0- S.viridi- S.sp. Rivett
myces bioticus faciens luteus fuscus faciens & Peters
X-5108 Pfizer Lederle Umezawa Waksman No. 11
15784-1 A-377
Sm
Sporen RA
oberfläche Gy Sm Sm Sm Sm Sm Sm
Morphologie RA RA RA RA RA RA
Farbe + Gy Gy Gy Gy Gy Gy
Melanin
erzeugung x-5108 + - - + - +
Erzeugtes Oleando- Chlortetra- Griseo- Anti-tricho- Tetra Streptolin
Antibiotikum mycin cyclin lutein monas cyclin
Kohlenstoff +
quelle:
Glucose + + + + +
d-Xylose + + + + + -
1-Arabinose + + - +
1-Rhamnose + + - - - - -
d-Fructose + + + - + +
d-Raffinose + -
d-Mannit licht + + - -
i-Inosit iurchgef. _ - -
Salicin
- - - - - +
Galactose + + + + + +
Γ\
Daten über andere Kulturen als Streptomyces X-5108 stammen aus der Literatur.
Sm = glatt im Elektronenmikroskop; RA = retinaculum-apertum; Gy = Grau-Serien; + = Wachstum;
- = keine Ausnützung.
O CJ NJ NJ
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Tabelle 3
Wachstumseigenschaften von Streptomyces sp X-5IO8
[Bebrütung: 14 Tage. Temperatur: 280CJ
Medium Stärke des Luftmycel Lösliches Farbe der
(Peststoff) Wachstums und/oder Pigment Unterseite
Sporen
Czapek's gut Luftmycel leicht gelblich
Sucrose weisslich dunkel
Agar Spor.gut, braun
weiss
Asparagin- gut Luftmycel keines orange
Dextrose- flockig bis bis
pulverig, hellgelb
weiss,
Sporulierung
rauchgrau
Tomaten- gut Luftmycel keines orange-
paste-Pep- weiss bis leder-
ton-Agar hellgrau; farben
Spor.gut,
grau
Stärke- gut Sporulierung keines orange-
Agar gut,rauch gelb
grau,weisser
Rand
Krainsky's- gut Luftmycel keines zitronen
Glukose- weiss,Spor. gelb
Agar gut, wird
rauchgrau
Mycophil gut keine Spo leicht gelblich
Agar (BBL) rulierung dunkel
, Hefe extrakt- gut keine Spo dunkel gräulich
Nähr-Agar rulierung bis gelb
braun
Glycerin-Agar mittel- feucht, keines leicht
mässig Cremefarbe gelb
bis gut
(10 Tage)
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21 A0322
Kartoffel gut keine Spo schwarz
stückchen ruli e rung
Karotten gut keine Spo
stückchen ruli e rung
Das Wachstum ist auch gut in den folgenden flüssigen Media: Tryptonbrühe (dunkles lösliches Pigment; negativ Indol J Tage) PDA Nahrungsbrühe, Czapek-Sukrosebrühe, Krainsky-Glukosebrühe und Calciumcitrat-Glycerlnbrühe.
Das Wachstum während 8 Tagen in diesem Medium war gut bei Temperaturen von 24°C, 28°C, ^2°C und 57°C, aber nicht bei 42° C.
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Tabelle 4 Physiologische Reaktionen von Streptomyces sp X-5108
Medium Bebrütungszeit Stärke des
Wachstums
Physiologische
Reaktion
Organische
Nitratbrühe
8 Tage massig,keine
Sporen
keine Nitrat
reduzierung,
Icein Gas
Organische
Nitratbrühe
13 Tage gut; dunke1
pigmentiert
keine Nitrat
reduzierung,
kein Gas
Gelatine
(15#) bei
18° C'
5 Tage massig;dunk
les lösliches
Pigment
keine Gelatine-
verflüssigung
Gelatine
(15#) bei
18° C
12 Tage massig bis
stark wachsend;
braun-schwarz
gefärbt; keine
Sporen
leichte
Verflüssi
gung
Pepton-Eisen
Agar (Klig-
ler)
14 Tage gut; sehr
leichte
Sporulierung
chromogenisch
(Melaniner
zeugung)
Lakmus Milch 6 Tage massiges Wachs
tum an der
Oberfläche
Laianus farbe un
verändert;
kein Gerinnen
oder Abscheiden
Lakmus Milch 13 Tage massiges
Wachstum an
der Ober
fläche; kei
ne Sporen
hell-bräun
liche Farbe;
kein Gerinnen
oder Abschei
den
Dorset Ei
Agar
3 Tage gut; weiss-
liche Spo
rulierung
Dorset Ei
Agar
10 Tage sehr gutes
Wachstum;
meistens hell
grau sporu-
liert
leicht dunkles
Pigment
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Tabelle 5
Kohlenstoff und Stickstoffquellenausnützung von Streptomyces sp X-510br
[Bebrütung: 14 Tage Temperatur 28°C]
Kohlenstoff Ausnützung ' Kohlenstoffquelle Ausnutzung
quelle
1-Arabinose 1 Acetat 3
1-Rhamose 3 Citrat 2
d-Xylose 3 Malat 2
d-Mannit : 3 Oxalat 1
i-Inosit 3 Salicylat 0
Glukose 3 Succinat 2
Fructose 3 Tartrat 0
Sucrose 3 Phenol (0.1$) 0
Raffinose 3
Stärke 0-1 Stickstoffquelle
d-Ribose 3 (NH^)2S0^ 1
d-Galactose 3 NaNO 1
d-Mannose 3 Na Nitrit 1
Cellobiose 3 Acetamid 1
Lactose 3 Asparagin 3
Maltose 3 Tyrosin 3
Dextrin 0 dl-Tryptophan 2
Dulcit 0 Gegenkontrolle 0-1
Erythrit 0
Sorbit 1
Glycerin 0-1
3 = gute Ausnutzung, 2 "= massige Ausnützung, 1 = schlechte Ausnützung, 0 = keine Ausnutzung. Gegenkontrolle, kein Kohlenstoff ergibt 0.
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Sporensuspensionen in destilliertem Wasser werden für Einimpfungen benützt und stammen aus Schräg-Tomaten-Agar-Kulturen. Die Ausnützung von kohlenstoff- und stickstoffhaltigen Verbindungen wird in dem folgenden Grundmedium geprüft;
KH2PO4 2,38 g MnCl2'4H20 0,0079 g
K2HPO4 5,65 g ZnSO4.7H2O 0,0015 g
MgSO4-7H2O 1,00 g Agar 15 g
CuSO4-5H2O 0.0064 g destilliertes 1 Liter
Wasser
PeSO4*7H20 0.0011 g pH des Mediums auf 6,8 bis
7,0 eingestellt
Um Kohlenstoffquellen in diesem Grundmedium zu prüfen werden 2,64 g pro Liter (NH4)pS04 als übliche Stickstoffquelle zugefügt. Die Kohlenstoffquellen werden in einer Konzentration von Vfo zugegeben, mit Ausnahme der Natriumsalze der organischen Säuren, welche in einer Konzentration von 0,15$ benützt werden. Um Stickstoffquellen zu prüfen, benützt man die synthetische Agar-Grundlage mit 1$ Stärke und einer Stickstoffquelle in einer Konzentration von 0,1 g Stickstoff pro Liter.
209808/2006
2H0322
Tabelle 6
Einfluss des Nährbodens auf das Antibiotikum, welches mittels Streptomyces sp X-510Q' in Schüttelflaschen erzeugt wird.
Alle Media enthalten
Dextrin, 0,1$ K HPO2, und 0,1$ ml einer wasser: suspension von Streptomyces X-5108 eingeimpft.
GaCO,.Pro 100 ml Medium wird 1 ml einer wässerigen Sporen-
Versuch
No.
Alle Stickstoffquellen
werden in einer Kon
zentration von Vfo zu
gefügt ausser No.17
und No. 23 (2fo)
Alter in
Tagen
5 Antibiotische
Wirksamkeit in
E Einheiten
pro ml
1 Pleischmehlauszug 6 50
2 - BY-100 (Commercial
Solvents Corp.)
5 45
3 Proflo (Traders Oil
Mill Co.)
5 23
4 Hafermehl (Quaker
Oats Co.)
5 32
5 Soyalose (entfettetes
Soj abohnenmehl)
5 30
8 Protein enthaltendes
Erdnussrnehl
5 41
9 Protein enthaltendes
Kokosnussmehl
5 . 50
10 Tomatenpaste Peststoffe 5 57
11 Leinsamenmehl 5 37
12 Maismehl 5 33
13 Trockenextrakt aus
Brennereirückständen
(H. Walker)
5 74
14 Soludri (Schenley
Distillers)
5 51
15 Fischmehl (Gorton's) 5 25
16 Fischresten (Wilkinson) 5 16
17 Milchzucker-Albumin-Mischung 5 50
19 Getrocknete Torulahefe 38
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2H0322
20 National-Hefe-Autolysat 5 16
21 Sojaenzym Hydrolysat 5 33
22 Weizenprotein Säure-
Hydrolysat (Huron Mills)
5 12
23 Homogenisierter konden
sierter Fisch
5 27
24 Protopepton No.· 366
(Wilson Labs)
5 18
25 Maisquellfeststoff 5 26
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- 4ο -
Tabelle 7
Einfluss des Nährbodens auf das Antibiotikum, welches mittels Streptomyces X-5108 in Schüttelflaschen erzeugt VJi rd
Versuch
No.
Zusammensetzung des
Mediums in %
Alter in
Tagen
Antibiotische
Wirksamkeit E
Einheiten
pro ml
1 1 Pleischmehlauszug,
1 Dextrin
4 40
2 1 Getreidegärungsrück
stand (BY-IOO),1 Dextrin
4 67
3 1 entfettetes Baumwoll
samenmehl (Proflo),
1 Dextrin
4 52
4 1 Pischresten 4 40
5 1 Trockenextrakt aus
Brennereirückständen
(H.Walker), 1 Dextrin
6 138
7 (^) aber kein CaCO., 4 19
8 (3) aber kein CaCO7, oder
K2HPO4 ->
4 34
9 (8) aber nur 0,25 ProfIo 4 12
10 (8) aber 2,0 Proflo 4 47
11 1 Proflo, 1 Glukose 6 21
12 1 Proflo, 1 Stärke 6 21
13 1 Proflo, 1 Glycerin 4 35
14 1 Proflo, 1 brauner Zucker 4 14
15 1 Proflo, 1 Maltose 4 22
16 1 Proflo, 1 Laktose 4 26
17 1 Proflo, 1 Mannit 6 25
Alle Media enthalten 0,1$ KpHPO^ und CaCO7, wenn nicht anders angegeben. Pro 100 ml Medium wird 1 ml einer Sporensuspension von Streptomyces sp X-5108 eingeimpft.
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Tabelle 8
ο co co
to ο Q
Einfluss des Nährbodens auf dag Antibiotikum, welches mittels Streptomyces X-5106 in Schüttelflaschen und belüftetenKesseln erzeugt wird.
Wenn nicht anders angegeben, enthält jedes Medium 0,5$ CaCO, und 0,1% K HPO^.
Zusammenstellung des Extrakt aus
Brennerei-
rückständen
Mediums 9 t Glu
kose
Antibiotikumgehalt,B. simplex Einheiten/ml Kessel, β Tage
(Doppelversuch)
Nr. Tomatenpaste-
Peststoffe
1 Mais
stärke
0,5 Flaschen,
7 Tage
100, 120
1 1 0 1 0,5 150 71, 46
2 2 2 1 0,5 100 ■ 8ö, 119
3 0 1 1 0 91 150, 124
4 1 , 1 1,5 1,5 14O 125, 126
5 1 1 0 0 180 nicht durchgeführt
6 1 0 54
1 ProfIo ,
1 Stärke , 0,1, 0,1 CaCO, K
94
97 (^ Tage)
-KZ-
Tabelle 9 Tankgärungen mit verschiedenen Media
Versuch Zusammensetzung des Alter in Wirksamkeit in
No.a) Mediums in % Tagen E Einheiten/ml
K12 1 Trockenextrakt aus 6 67
Brennereirückständen,
1 Dextrin, 0,1 KpHPO2,,
0,1 CaCO d
Kl? 1 Na-1-Glutamat,l Dex 5 100
trin, 0,1 getrockneter
Rückstand von Maisquell
wasser, 0,15 KpHP04,
0,05 MgSO4
KIl 1 Tomatenpaste-Peststoffe, 7 200
1 Trockenextrakt aus
Brennereirückständen,
1 Maisstärke, 0,5 Glu
kose, 0,5 CaCO , 0,1
K2HPO4 ^
Κ4 0,5 ProfIo , 0,5 Trocken 4 91
extrakt aus Brennerei-
rückständen, 0,5 Tomaten
paste-Peststoffe, 0,5
Fleischextraktpaste (Pro-
topepton No. 3öö), 1
Stärke, 0,1 CaCO , 0,1
K2HPO4 ·>
K16 1,0 ProflobS 0,5 Mais K 260
quellwasser, 1,0 Mais
stärke, 0,1 CaCO^, 0,1
K2HPO4 -*
a) KIl, K12 und ΚΓ5 in j58O Liter Gärungskessel aus rostfreiem Stahl, die gewöhnlich mit Ib1O Liter Medium gefüllt sind. Klo in einem 2100 Liter-Gärungskessel aus Gusseisen (Füllung l400 Liter) und K4 in einem II700 Liter Gärkessel aus Gusseisen (Füllung 89ΟΟ Liter).
b) Proflo ist ein.entfettetes Baumwollsamenprodukt von Traders
Oil Mill Co., Fort Worth, Texas.
209808/2006
2U0322
Tabelle 10
Erzeugung des Antibiotikums mittels Streptomyces X-5108 in synthetischen Media
Zusammensetzung des Mediums
in %
Alter in
Tagen
Antibiotische
Wirksamkeit in
E Einheiten/ml
1,0 Na Glutamat, 1 Dextrin,
0,1 K2HPO4, 0,05 MgSO4
5 7,6
1,0 Aminosäuremischung ,
1 Dextrin, 0,1 KpHP04, 0,1 USP
Salze No. 1
5 11,5
2)
BBL Czapek-Dox Brühe '
5 4,4
1,0 Arginin, 1,0 Dextrin, 0,1
K3HPO4, 0,1 CaCO3, 0,05 MgSO4
6 0,8
1,0 dl-Asparaginsäure, 1,0 Dex
trin, 0,1 K HPO4, 0,1 CaCO,,
0,05 MgSO4 ^
6 0,8
0,1 Na Glutamat, 0,6 (NH^)2HPO4,
1 Glukose, 1 Dextrin, 0,1
KpHPO4, 0,1 CaCO , 0,1 KCl,
0,05 MgSO4 ■>
5 6,6
0,33 (NH1J9SO4, 1,5 Glukose,
0,1 Na Citrat, 0,05 Na
Acetat, 0,5 NaCl, 0,025
MgSO4-7H0, 0,01 KpHPO4,
0,01 KHpPO., 0,3 CaCO 7
0,001 MnSO4-4h 0, 0,0ö4
ZnSO4-7H 07 1,5 X 10"°
7 20
1) Staley's Sta-Mino B
2) Jfo Sukrose, 0,3^ NaNO
0,001 FeSO4 (Baltimore Biological Laboratories).
, 0,1 K0HPO4, 0,05 MgSO45 0,05 KCl,
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2H0322
Tabelle 11
Antlmlkrobielle Wirksamkeit des Antibiotikums X-5108
Versuchsorganismus Durchmesser der Hemmzonen ' in mm Reines Natriumsals
des Antibiotikums
X-5108 - 1 mg/ml
Escherichia coli
Paecilomyces varioti
Mycobacterium phlei
Bacillus simplex
Pseudomonas aeruginosa
Aerobacter aerogenes
Streptomyces cellulosae
Sarcina lutea
Bacillus E
Bacillus subtilis
Serratia marcescens
Candida albicans
Penicillium digitatum
Saccharomyces cerevisiae
Staph. aureus
Bodenheimer's bacillus
Proteus vulgaris
Rohes Natriumsalz
des Antibiotikums
X-5108 - 1 mg/ml
18,0 (18,5)
0 (0)
20,227·5
4o,3cs(2O)2)
15,0 (13)
14,319(15,5)
33,0 (2i)5)
29,7CS(22);5)
37,2cnG(32)5)
17,025(1724)
ρ 4
15,7 (22,5)
Spur (0)
0
0 (0)
I5,8cs(i4)
21,7CS (18)
l6,722i2(20)^
17,3 (18)
0 (0)
1925.3
39,3cs(20)2)
14,0 (12,5)
12,O17(l4,5)
31,3 (21)3)
27,7CS(21,5)3)
36.3Cns(3D3)
l6,022i7(172if)
I4,722i7(22)
Spur (°)
0
0 (0)
14,5CS(13)
20,8cs (18)
i6,321i2(20)3)
1) V/enn zwei Werte für den Durchmesser der Hemmzonen angegeben werden, betrifft der Zweite eine sekundäre undeutlichere Hemmzone. Die Abkürzung es bedeutet, dass der Zonenrand deutlich und scharf ist, cns dass er deutlich aber nicht scharf ist.
2) Bei 0,001 mg/ml Konzentration.
3) Bei 0,1 mg/ml Konzentration für Bacillus E bei 0,01 mg/ml, war der Zonedurchmesser für /306 22 mm.
209808/2006

Claims (1)

  1. Patentansprüche
    << Verfahren zur Herstellung der als Antibiotikum X-5IO8 bezeichneten neuen antibiotisehen Substanz, dadurch gekennzeichnet, dass man Streptomyees sp X-5IO8 in einer wässerigen Kulturflüssigkeit, die assimilierbare Kohlehydrat- und Stickstoff quellen und anorganische Salze enthält, submers und aerob kultiviert, bis das Medium infolge Bildung des Antibiotikums X-5IO8 eine erhebliche antibiotische Aktivität aufweist, und dann das gebildete Antibiotikum X-5108 aus der Gärlösung abtrennt,
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als Micro-organismus Streptomyees Sp. X-5108, ATCC 21586 benützt.
    5. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass man Streptomyees sp. X-5108 bei einer Temperatur zwischen 24°C und j52°C kultiviert.
    4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man das Antibiotikum X-5108 abtrennt indem man das wässerige Medium filtriert, das Piltrat mit einem wasserunlöslichen Lösungsmittel extrahiert, und das Antibiotikum X-5108 aus dem Lösungsmittelextrakt zurückgewinnt.
    5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass man als wasserunlösliches Lösungsmittel Butylacetat benützt.
    6. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dass man rohes,aus dem Fermentationsmedium gewonnenes Anti-. " biotikum einer Gegenstromverteilung unterwirft.
    209808/2006
    " 46" 2H0322
    7· Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man rohes ,aus dem Fermentationsmedium gewonnenes Antibiotikum einer Gelpermeationchromatographie unterwirft.
    8. Verfahren zur Herstellung von Präparaten zur Erhöhung des Putternutzeffektes und zur Förderung des Geflügelwachsturns, dadurch gekennzeichnet, dass man 0,0001 bis 0,01 Gewichtsteile des Antibiotikums X-5108 oder eines physiologisch geeigneten Salzes davon mit 100 Gewichtsteile eines nicht-toxischen inerten Trägers vermischt.
    9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass man als nicht-toxischen inerten Träger ein Geflügelfutter mit hohem Nährwert benützt.
    10. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass man das Alkalimetallsalz des Antibiotikums X-5108 benützt.
    11. Verfahren zur Herstellung von Präparaten zur Erhöhung des Putternutzeffektes und zur Förderung des Geflügelwachsturns, dadurch gekennzeichnet, dass man Antibiotikum X-5108 oder physiologisch geeignete Salze davon, mit einem inerten, nichttoxischen Träger vermischt, wobei eine konzentrierte Vormischung erzeugt wird, die nach Zugabe zu einem üblichen Geflügelfutter ein Futter ergibt, das per 100 Gewichtsteile Futter 0,0001 bis 0,01 Gewichtsteile des Antibiotikums X-5108 oder eines physiologisch geeigneten Salzes davon enthält.
    12. Präparat zur Erhöhung des Futternutzeffektes und zur Förderung des Geflügelwachstums, dadurch gekennzeichnet, dass es Antibiotikum X-5108 oder ein physiologisch geeignetes Salz davon, und einen nicht-toxischen inerten Träger enthält, wobei 0,0001 bis 0,01 Gewichtsteile Antibiotikum X-5108 oder ein Salz davon per 100 Gewichtsteile inertem Träger vorliegen.
    209808/2006
    13· Präparat nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der nicht-toxische inerte Träger ein Geflügelfutter mit hohem Nährwert ist.
    14. Präparat nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass ein Alkalimetallsalz des Antibiotikums X-5108 vorliegt.
    15. Präparat zur Erhöhung des Putternutzeffektes und zur Förderung des Geflügelwachstums, gekennzeichnet durch eine konzentrierte Vormischung des Antibiotikums X-5108 oder eines physiologisch geeigneten Salzes davon mit einem inerten, nichttoxischen Träger, wobei diese Vormischung nach Zugabe zu einem üblichen Geflügelfutter ein Putter erzeugt, das per 100 Gewichtsteile Putter 0,0001 bis 0,01 Gewichtsteile Antibiotikum X-5108 oder ein physiologisch geeignetes Salz davon enthält.
    209808/2006
    Als Antibiotikum X-5IO8 bezeichnete neue antibiotische Substanz, mit hemmender Wirkung auf das Wachstum grammpositiver und grammnegativer Bakterien, dadurch gekennzeichnet, dass es sich um eine gelbeamorphe Substanz handelt mit folgenden Charakteristiken:
    a) Analyse: Kohlenstoff, 63,63%;
    Wasserstoff, 7,81$; Stickstoff, 5,48$; Sauerstoff, 25,08$ (durch Differenzbildung);
    b) löslich in Methanol, Aethanol, 1- und 2-Propanol, tert.butyl Alkohol, Aethylacetat, Amyläcetat, Butylacetat und Chloroform;
    c) charakteristisches Infrarot-Absorptionsspektrum gemäss beiliegender Figur 1;
    d) charakteristisches magnetisches Kernresonanzspektrum gemäss beiliegender Figur 4;
    . und physiologisch geeignete kationische Salze davon.
    1.7. Natriumsalz des Antibiotikums X-5108 nach Anspruch .16, dadurch gekennzeichnet, dass dieses Salz eine gelbe amorphe " Substanz ist mit folgenden Charakteristiken:
    a) Analyse: Kohlenstoff, 61,48$ Wasserstoff, 7,81$; Stickstoff 3,32$; Sauerstoff, 24,45$ (durch Differenzbildung); Natrium, 2,94$;
    b) löslich in Wasser, Methanol, Aethanol, Isopropanol, Butanol und Ν,Ν-Dimethylformamid;
    c) mit einer optisohen Drehung von
    "5 = -82,8 (Aethanol, c = 0,52);
    209808/2006
    d) charakteristisches Infrarot Absorptionsspektrum gemäss beiliegender Figur 2;
    e) charakteristisches Ultra-Violet Spektrum gemäss beiliegender Figur 3 mit folgenden Ultra-Violet Maxima:
    ,1 N
    1
    i
    ^ max 233 ΐημ (E
    lern
    = 610)
    7 Puffer S
    max
    206 πΐμ lern = 500)
    PH :·* max 327 mμ 1 cm = 423) N KOH: ^* max lern = 660) 0,1 ^ max
    ^ max
    327 ηΐμ x lcm = 416)
    20 9808/20 0 6
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