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DE2140265A1 - Verfahren und vorrichtung zur gleichzeitigen trocknung und kristallisation von polyestermaterial - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zur gleichzeitigen trocknung und kristallisation von polyestermaterial

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Publication number
DE2140265A1
DE2140265A1 DE19712140265 DE2140265A DE2140265A1 DE 2140265 A1 DE2140265 A1 DE 2140265A1 DE 19712140265 DE19712140265 DE 19712140265 DE 2140265 A DE2140265 A DE 2140265A DE 2140265 A1 DE2140265 A1 DE 2140265A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
polyester
crystallization
chamber
conveyor belt
belts
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19712140265
Other languages
English (en)
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DE2140265B2 (de
Inventor
Juergen Rink
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Davy Ashmore AG
Original Assignee
Davy Ashmore AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Davy Ashmore AG filed Critical Davy Ashmore AG
Priority to DE19712140265 priority Critical patent/DE2140265B2/de
Publication of DE2140265A1 publication Critical patent/DE2140265A1/de
Publication of DE2140265B2 publication Critical patent/DE2140265B2/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29BPREPARATION OR PRETREATMENT OF THE MATERIAL TO BE SHAPED; MAKING GRANULES OR PREFORMS; RECOVERY OF PLASTICS OR OTHER CONSTITUENTS OF WASTE MATERIAL CONTAINING PLASTICS
    • B29B13/00Conditioning or physical treatment of the material to be shaped
    • B29B13/06Conditioning or physical treatment of the material to be shaped by drying

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Processing And Handling Of Plastics And Other Materials For Molding In General (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur gleichzeitigen Trocknung und Kristallisation von Polyestermaterial Die Erfindung betrifft ein Verfahren und zugehörige Vorrichtungen zur gleichzeitigen Trocknung und Kristallisation von Polyestermaterial, insbesondere Poly&thylenterephthalat, in Form von Bändern oder Schnitzeln, nachdem der schmelz flüssige Polyester durch Kühlung in einem Wasserbad in den festen Zustand übergeführt wurde.
  • Eine genügende Trocknung und Kristallisation des Polyestermaterials ist für eine störungsfreie Weiterverarbeitung, insbesondere Verspinnung, von ausschlaggebender Bedeutung. Eine unzureichende Trocknung bedingt einen Abfall des Molekulargewichts und der Viskosität der Schmelze vor der Verspinnung und damit auch eine Qualitätsminderung der ersponnenen Faser. Eine unzureichende Kristallisation hat zur Folge, daß Schnitzel oder Granulat zum Zusammenkleben neigen und dadurch Störungen bei der kontinuierlichen Weiterverarbeitung aurtreten können.
  • Aus der Patentschrift 21 030 des Amtes für Erfindungs-und Patentwesen in Ostberlin ist es bekannt, die Polyesterschmelze in Formen abzukWhlen und zur Erstarrung zu bringen, wobei eine Temperatur von 100°C nicht unterschritten werden dar. Durch diese Arbeitsweise wird dem Absinken des Polykondensationsgrades entgegengewirkt und ein kristallines Material erhalten. Der apparative Aufwand für die hierbei benötigte Giessvorrichtung und die Fortbewegung der Giessformen ist beträchtlich. Das Verfahren eignet sich nicht für einen kontinuierlichen reibungslosen Betrieb. Die Patentschrift 52 798 des Amtes für Erfindungs- und Patentwesen in Ostberlin beschreibt die Überführung'der Polyesterschmelze in den festen Zustand auf einem von unten mit Wasser gekühlten Stahlband, wobei auf die Polyesterschmelze zur gleichmäßigen Abkühlung von oben Kühlluft aufgeblasen wird. Es hat sich äedoch gezeigt, daß nach derartigen Kühlbandverfahren nur Kristallisationsgrade erreicht werden, die wenig oberhalb der kritischen Verklebungsgrenze liegen. Wenn bei Zerkleinerung des von dem Band abgeworfenen Kuchens unzureichend kristallisierte Partien an die Außenfläche der Granulatkörner gelangen, besteht die Gefahr, daß insbesondere bei längerer Lagerzeit Verklebung auftritt.
  • Aus der DAS 1 294 o19 ist es bekannt, Polyesterteilchen in Gegenwart von heißem Wasser zu kristallisieren und anschließend bei erhöhter Temperatur zu trocknen. Die Beaufscfllagung mit Wasser während der Kristallisationsphase erfordert eine relativ lange Trocknungszeit. So sind Kristallisationszeiten zwischen 5 und 25 Minuten und Trocknungszeiten von 1 bis 2 Stunden erforderlich.
  • Derart lange Verweilzeiten haben im technischen Betrieb große Apparatvolumina zur Folge. Auch aus der deutschen Offenlegungsschrift 1 454 843 ist die getrennte Kristallisation und Trocknung von Polyesterschnitzeln be kannt, wobei die strlstallisation einen Zeitraum von etwa 2 Stunden umfasst. Bei dieser getrennten Kristallisation und Trocknung kann die letztere auf einem Förderband durchgeführt werden, das sich in einer mit Heißluft beheizten Trockenkammer befindet Nach diesem Verfahren muß demnach trotz kontinuierlicher Bandtrocknung eine zeitraubende Kristallisation vorgeschaltet werden. Schließlich ist es aus der deutschen Offenlegungsschrift 1 905 677 bekannt, das Abschrecken, Granulieren, Entwässern und Überführen des Polyestergranulats in die Kristallisationskammer in weniger als 6 Sekunden durchzuführen, um zu vermeiden, daß das Granulat schwer abtrennbares Wasser aufnimmt. Auch bei dieser Arbeitsweise erfolgt die Kristallisation getrennt von der Trocknung in der Wirbelschicht, deren Betrieb durch einen hohen Energiebedarf gekennzeichnet ist.
  • Es wurde nun gewunden, daß Polyestermaterial, insbesondere Polyäthylenterephthalat, das durch Kühlung in einem Was serbad von der schmelzflüssigen Form in den festen Zustand übergeführt T.nurdew in Form von Bändern oder Schnitzeln gleichzeitig getrocknet und kristallisiert werden kann, wenn erfindungsgemäß das feste Polyestermaterial nach Verlassen des Wasserbades während einer Zeit t2 zwischen 2 und ) min. mit einem heissen Inertgasstrom einer Temperatur zwischen 110 und 2550C behandeln wird.
  • Die Verweilzeit t2 des Polyestermaterials unter Trocknungsbedingungen von 2 bis 3 min. ergibt sich dadurch, daß der Kristallisationsgrad des Polyesters bei einer Verweilzeit von weniger als 2 min. entweder unterhalb der kritischen Verklebungsgrenze liegt oder aber so dicht oberhalb dieser Grenze liegt, daß keine genügende Betriebssicherheit mehr gegen Verklebung gegeben ist. Als Verklebungsgrenze kann ein Kristallisationsgrad von 11 % (Dichte = 1,345 g/cp ) angesehen werden, während für den praktischen Betrieb ein Kristallisationsgrad von 19 % (Dichte = 1,355 g/cm3) anzustreben ist. Bei der Einhaltung der Verweilzeit t2 zwischen 2 und 3 min. werden demgegenüber Kristallisationsgrade von mehr als 30 % und Wassergehalte vono,o2 ß erreicht. Während der Kristallisationsgrad in den ersten 2 min. der Heißgasbehandlung stark ansteigt und dabei die kritische Verklebungsgrenze durchläuft, ist dieser Anstieg nach mehr als 3 min. nur noch gering. Die Zunahme des Kristallisationsgrades bei t2> 3 min. steht somit in keinem wirtschaftlichen Verhältnis zu dem dadurch bedingten Mehraufwand an Zeit und apparativen Kosten. Als Inertgas kann beispielsweise Stickstoff, Kohlendioxyd oder auch Luft verwendet werden.
  • Die Untersuchungen ergaben ferner, daß noch eine Temperatur des Inertgasstroms von llo°G zu einer ausreichenden Trocknung ( # o,o2 % H2o) und Kristallisation (Dichte = 1,343 g/cm3) des Polymers führt (sh. Tab. 2 und Fig. 8).
  • Vorzugsweise wird das feste Polyestermaterial nach einer Verweilzeit tl f 5 min. nach Verlassen des Wasserbades mit dem heißen Inertgas behandelt. Bei Einhaltung einer Verweilzeit tl von weniger als 5 min. zwischen der Berührung mit dem Wasserbad und Beginn der Trocknung durch Einwirkung des heißen Gases wird vermieden, daß der Polyester unerwünschte Mengen Wasser aufnimmt.
  • Nach der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird das Polyestermaterial mit einem zwischen etwa 140 und 210°C heißen Gasstrom behandelt. In diesen Temperaturbereich wird der amorphe Polyester in Schnitzel- oder Bandform in der kurzen Verweilzeit von t2 zwischen 2 und 3 min.
  • in ein Produkt mit einem KristaLlisationsgrad von mehr als 33% (Dichte # 1,372 g/cm3) verwandelt. Die erreichten Kristallisationsgrade sind praktisch unabhängig von der Schichtdicke, d.h. der Dimension des Granulatkorns bzw.
  • der Banddicke. So wurden bei Schichtdicken von 3,5 bis 11 mm etwa gleich hohe Kristallisationsgrade und gleich niedrige Wassergehalte von * o,o2 % festgestellt. DarUberhinaus wurde gefunden, daß ein Abbau des Polymerisationsgrades durch die Heißgasbehandlung bis zu einer Verweilzeit t2 ti 3 min. nicht festzustellen war. Die Eigenviskosität des erfindungsgemäß getrockneten und kSistallisierten Polyestermaterials h intr = o,65 war praktisch gleich der Eigenviskosität des Polyestermaterials vor Einsatz in das erfindungsgemäße Verfahren.
  • Weiterhin ist vorzugsweise vorgesehen, daß die Verweilzeit des Polyestermaterials im Wasserbad zwischen 3 und 3o sec.
  • beträgt. Wird die Abschreckdauer innerhalb dieser Grenzen, insbesondere im Bereich von 6 bis 18 sec. gewählt, so reicht die Kontaktzeit für das Eindringen von Wasser in das Innere des Polymerisat-materials nicht aus, andererseits ist aber die Abschreckwirkung für die Erstarrung ausreichend. Obwohl das aus dem Wasserbad austretende Polyestermaterial ohne eine Zwischenbehandlung dem heißen Inertgasstrom ausgesetzt werden kann, empfiehlt es sich doch, von dem Polyestermaterial vor der Heißgasbehandlung Oberflächenwasser abzustreifen. Dies kann bei Bandmaterial durch Anpressung von Feuchtigkeit aufsaugenden Stoffen, wie z.B. Schaumstoff, durch Heißluftanblasung oder dergleichen erfolgen. Die optimale Verweilzeit des Polyestermaterials im Wasserbad liegt bei etwa lo sec.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich zur unmittelbaren Trocknung und Kristallisation der extrudierten Bänder, Kabel und dergleichen sowie auch zur Trocknung und Kristallisation von aus den Bändern und Kabeln hergestellten Schnitzeln oder Granulat. In diesem Falle wird zwischen der Abschreckung und der Heißgasbehandlung, d.h. während der Zeit t1 die Granulierung zwischengeschaltet. Die gleichzeitige Trocknung und Kristallisation von Polyesterschnitzeln erfolgt im Festbett, wobei Schichthöhen von 11 mm und mehr Anwendung finden können Die Behandlung im Festbett hat im Vergleich zur Wirbelschicht einen geringeren Energieaufwand. Trotz des damit verbundenen vergleichsweise geringeren WärmeUberganges wird ein für die Weiterverarbeitung völlig ausreichender Kristallisationsgrad und Endwassergehalt erreicht. Die effektiven Gasgeschwindigkeiten in der Trocknungs- und Kristallisationszone liegen zwischen 0,1 und 5 m/sec., vorzugsweise zwischen o,5 und 1,5 m/sec.
  • Die erfindungsgemäß getrockneten und kristallisierten Bänder können anschließend zerkleinert und den Schnitzelsilos zugeführt werden. Es ist darauf zu achten, daß bei der Zerkleinerung ein Anstieg des Feuchtigkeitsgehaltes über o,o2 Ges.« vermieden wird.
  • Eine Vorrichtung zur gleichzeitigen Trocknung und Kristallisation von Polyesterbändern besteht aus einer Kammer mit wenigstens Je einer Ein- und Austrittsöffnung für das heiße Gas bzw. die Polyesterbänder, mehreren, in der Kammer übereinander angeordneten Förderbändern und zwischen den Abwurfenden der Förderbänder und dem Aufgabeende des Jeweils nächst tieferen Förderbandes angeordneten Umlenkblechen für die Polyesterbänder. Die Zahl und Länge der Förderbänder richtet sich nach der geforderten Verweilzeit. Bei einer Verweilzeit von 2 bis 9 -Minuten in der Kainmer wird man beispielsweise 3 übereinander angeordnete Förderbänder von Je 11 m Länge verwenden, die mit einer Geschwindigkeit von 12,6 m/min umlaufs. Zweckmäßigerweise ist hinter den Abwurfenden jedes Förderbandes ein Abzugswalzenpaar angeordnet. Die Abzugswalzen dienen neben den Umlenkblechen zur Umlenkung der Polyesterbänder hinter den Enden der Förderbänder und zum Transport zu dem nächsten Förderband. Der Spalt zwischen- den beiden Abzugswalzen wird entsprechend der Bandstärke eingestellt. Weiterhin können auf den Förderbändern Abstandsstifte und/oder in den Umlenkblechen Führungsrillen vorgesehen sein. Die Zahl en der Abztandsstifte bzw. Führungsrillen entsprechen der Zahl der durch die Heißkammer laufenden Polyesterbänder und gewährleisten deren Führung und Abstandshaltung.
  • Eine Vorrichtung zur gleichzeitigen Trocknung und Kristallisation von Polyesterschnitzeln besteht aus einer Kammer mit wenigstens einer Ein- und Austrittsöffnung für das heiße Gas bzw. die Polyesterschnitzel mit einem in der Kammer angeordneten Förderband und einer am Aufgabeende des Förderbandes angeordneten Schnitzeldosiereinrichtung. Diese Vorrichtung findet Anwendung, wenn die extrudierten Bänder bzw. Kabel zwischen Abschreckung und der erfindungsgemäßen Trocknung und Kristallisation bereits granuliert worden sind, Obwohl bei Schnitzeln ähnlich wie bei Bandmaterial in der Kammer mehrere Förderbänder übereinander vorgesehen werden können, genügt im allgemeinen ein Förderband, da deren Nutzfläche im Gegensatz zu Polyesterbandmaterial besser ausgenutzt wird.
  • Als Dosiereinrichtungen können alle geeigneten Apparate dienen, insbesondere elektromagnetisch erregte Schwingdosiereinrichtungen. Das Förderband kann in ebener Form durch die Kammer bewegbar sein, d.h. die beiden Umlenkwellen des Förderbandes befinden sich in einer horizontalen Ebene. Das Förderband kann aber auch wendelförmig durch die Kammer bewegbar sein. In diesem Falle ergibt sich für den Trocknungs- und Kristallisationsapparat eine kompakte Bauweise mit geringem Flächenbedarf. Die Polyesterschnitzel werden auf das Förderband in einer Schichtdicke zwischen 3,5 und etwa 11 mm, vorzugsweise etwa 7 mm, aurgebracht.
  • Eine andere Ausführungsform der Vorrichtung zur gleichzeitigen Trocknung und Kristallisation von Polyesterbändern besteht aus einer Kammer mit wenigstens je einer Ein- und Austrittsöffnung für das heiße Gas bzw. die Polyesterbänder und einem in der.Kammer wendelförmig bewegten Förderband mit Abstandsstiften für die auf dem Förderband aufliegenden Polyesterbänder. Die Abstandsstifte dienen dazu, die Polyesterbänder entsprechend der Führung der Förderbänder wendelförmig durch die KammerSu rühren und darüber hinaus die einzelnen Polyesterbänder bzw. -kabel getrennt voneinanuer zu halten. Nach Verlassen der Kammer werden die Polyesterbänder einem Bandgranulator zugeführt. Eine vorherige Abkühlung ist nicht erforderlich.
  • Bei allen vorgenannten Vorrichtungen zur gleichzeitigen Trocknung und Kristallisation von Polyesterbändern bzw.
  • Polyesterschnitzeln bestehen die Förderbänder aus einem gasdurchlässigen, hitzebeständigen Material, insbesondere Maschendrahtgewebe. Die Maschenweite ist so zu wählen, daß Schnitzel und Granulat nicht durchfallen können, Bei einer Schnitzeldimension von 3,5 mm soll die Maschenweite des Förderbandes 2 mm2 nicht übersteigen. Die Durchlässigkeit des Förderbandes gewährleistet den Durchtritt der heißen Luft und damit einen guten Wärmeaustausch zwischen Gas und Polyestermaterial.
  • Zweckmäßigerweise sind die Umlenkbleche und/oder die Dosiereinrichtung und/oder deren Zuführungsrohr mit einem elektromagnetischen Schwingungsgenerator verbunden. Die schwingenden Umlenkbleche gewährleisten einen reibungslosen Weitertransport zum folgenden Förderband. Die Schwingung der Dosiereinrichtung und der zugehörigen ZuRührungsrohre vermeiden, daß Teile des Granulatmaterials in diesen Apparateteilen liegenbleiben und infolgedessen die Verweilzeit tl bis zum Eintritt in die Heizkammer sehr groß wird, während-das Wasser in das Polyestermaterial eindiffundieren kann.
  • Eine andere Vorrichtung zur gleichzeitigen Trocknung und Kristallisation von Polyesterschnitzeln besteht aus einer Kammer mit wenigstens Je einer Ein- und Austrittsöffnung für das heiße Gas bzw. die Polyesterschnitzel, mehreren übereinander in der Kammer befindlichen Schwingblechen, deren Abwurfenden sich abwechselnd an gegenüber liegenden Seiten der Kammer über dem Ausgabe teil des jeweils nächst tieferen Schwingbleches befinden und deren Förderbewegungen dementsprechend abwechselnd zu diesen gegenüber liegenden Kammerseiten gerichtet sind, und einer oberhalb des obersten Schwingbleches angeordneten Dosiereinrichtung. Die Polyesterschnitzel wandern infolge der Schwingbewegungen der Bleche von Blech zu Blech abwärts durch die Kammer und kommen dabei mit dem heißen Gas in Kontakt, das bei dieser Vorrichtung parallel zur Förderbewegung der Schnitzel strömt.
  • Die Vorrichtungen zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens werden nachfolgend anhand der Zeichnung näher beschrieben, in der die Ausführungsformen schematisch dargestellt sind. Es zeigen Fig. 1 eine Temperbandanlage für Polyesterbanaer mit drei übereinander angeord-ten Förderbändern, Fig. 2 eine Temperbandanlage Ü£tr Polyesterschnitzel mit wendelförmig geführtem Förderband, Fig. 3 eine Temperbandanlage für Polyesterschnitzel mit einem Förderband, Fig. 4 eine Temperbandanlage für Polyesterbänder mit wendelförmig geführtem Förderband und Fig. 5 ein Schwingfördertrockner für Polyesterschnitzel mit mehreren übereinander angeordneten Schwingblechen, Fig. 6 den Verlauf der Kristallisation von amorphem Polyestermaterial in Abhängigkeit von der Verweilzeit und Fig. 7 den Kristallisationsverlauf von mattiertem und unmattiertem Polyestermaterial in Abhängigkeit von der Verweilzeit t2 und Fig. 8 den lCristallisationsüerlauf in Abhängigkeit von der Behandlungstemperatur.
  • Nach Fig. 1 wird die Polyesterschmelze aus dem Reaktor 1 durch eine 25 Loch-Rechteckdüse kontinuierlich in ein Wasserbad 2 eingesponnen, in dem die Polyesterbänder erstarren. Die Verweilzeit im Wasserbad beträgt etwa lo sec.
  • Die Polyesterbänder 3 werden durch ein Abzugswalzenpaar 4 aus dem Wasserbad abgezogen. Vor dem Abzugswalzenpaar 4 wird Oberflächenwasser von den Polymerbändern 3 mit Hilfe nicht dargestellter Schaumstoffwalzen abgenommen. Hinter dem Abzugswalzenpaar 4 ist ein Schneidmesser 5 angeordnet, das nach abgeschlossenem Einlegevorgang die gesamte Bandschar auf eine gemeinsame Länge schneidet. Die Bänder 3 werden dann durch Zwangsführung des Abzugswalzenpaares 4 getrennt voneinander über ein Leitblech 6 geschoben, um eine störungsfreie ZufUhrung zur Temperbandanlage zu gewährleisten.
  • Die Temperbandanlage besteht aus drei etagenförmig übereinander angeordneten, endlosen, umlaufenden Drahtgurtförderbändern 11, die den Transport der Polyesterbänder durch die Heizkammer 7 übernehmen. Die isolierte Heizkammer 7 wird durch die Öffnungen 14 mit Heißluft beheizt.
  • Die Geschwindigkeit der umlaufenden Förderbänder 11 entspricht der Fördergeschwindigkeit des Abzugswalzenpaares 4.
  • Um die geforderte Veilzeit von 2 bis 3 min. der Polyesterbänder in der Heizkammer zu realisieren, sind die drei Förderbänder je 11 m lang. Ihre Breite beträgt ca.
  • 6oo mm und ihr Abstand 400 mm. In einem Abstand von 12 mm zur Förderbandquerrichtung sind 15 mm hohe Führungsstifte (nicht dargestellt) auf den Förderbändern 11 angebracht, um eine Trennung der Polyesterbänder 3 zu gewährleisten. Die Zahl der Führungsstifte in Förderbandquerrichtung ist mit der Zahl der Polyesterbänder 3 identisch.
  • Die Umlenkung der Polyesterbänder 3 an den Umkehrpunkten der Förderbänder 11 und ihr Transport zum nächsten Förderband wird von zwei Abzugswalzen 9 übernommen, zwischen denen ein der Bandstärke entsprechender Luftspalt eingestellt ist. Als Hilfseinrichtung dient ein am Umkehrpunkt des oberen Förderbandes horizontal angebrachtes Gleitblech 8, dessen dem Förderbandzigekehrtes Ende laschenartig ausgebiluet istn um in die Zwangsführung der Polyesterbänder auf dem Förderband eingreifen zu können. Die Anzahl der Laschen entspricht der Anzahl der Polyesterbänder, deren Zwangs führung ferner durch in die Gleitbleche 8 eingearbeitete Führungsrillen bis zum Eintritt in das Abzugswalzenpaar 9 fortgesetzt wird. Das Gleitblech 8 wird elektromagnetisch in Schwingungen versetzt, um den reibuingslosen Transport der Polyesterbänder zu dem Abzugswalzenpaar 9 zu gewährleisten. Nach dem Abzugswalzenpaar 9 sind in Förderrichtung weitere Umlenkbleche 10 angeordnet. Es handelt sich um zwei Bleche, zwischen denen die aus dem Abzugswalzenpaar 9 austretenden Polyesterbänder umgelenkt und auf das nächst tiefer liegende Förderband geführt werden. Auch das dem zweiten Förderband zugekehrte Ende des äußeren Umlenkbleches 10 ist mit Laschen versehen, um die Zwangsführung der Polyesterbänder in der richtigen Lage zu gewährleisten. Gleit- und Umlenkbleche 8 bzw. lo sind mit eingearbeiteten Führungsrillen versehen, deren Anzahl mit der der Polyesterbänder identisch ist. Auch die Umlenkbleche 1o werden elektromagnetiscn in Schwingungen versetzt Eine gleichartige Umlenkung ist zwischen dem zweiten und dritten Förderband 11 vorgesehen. Das aus der Kanmer 7 austretende getrock nete.und kristallisierte Polyesterband wird durcn ein Gleitblech 12 einem Bandgranulator 13 zugeführt, der das Band zu Schnitzeln zerkleinert3 Die Schnitzel fallen cann unmittelbar in einen Vorratsbehälter.
  • In Fig. 2 sind wie auch in allen folgenden Figuren gleiche Teile der Anlage mit der gleichen Bezugszahl versehen, Die aus dem Wasserbad 2 austretenden Polyesterbänder 3 werden in einem Granulator 15 zerkleinert und durch ein schwingen des Rohr 16 einem SchwLi'ngdosierer 17 zugeführt, der das Granulat kontinuierlich auf das Band 11 austrägt Das Granulat wird mit dem Band 11 wendelförmige durch die Heizkammer 7 geführt und dabei getrocknet und kristallin siert. Nach Verlassen der Heizkammer 7 wird das Granulat abgeworfen. Eine geeignete Abstreifvorrichtung 19 sorgt am Bandumkehrpunkt für eine restlose Entfernung der Schnitzel von dem Förderband 11. Die Schnitzel fallen in einen Sammeltrichter mit einer Stachelwalze 20, die even tuell bestenende Verklebungen mechanisch beseitigt. Der Antrieb des wendelförmig durch die Heizkammer 7 geführten Bandes erfolgt außerhalb der Kammer bei 18.
  • Bei der Vorrichtung nach Fig.3 werden die Polyester schnitzel im Gegensatz zu der Vorrichtung naeh Fig. 2 auf einem ebenen Band getrockent und kristallisiert. Die Anlage ist bis zu dem Schwingdosierer 17 identisch mit der in Fig. 2 gezeigten Anlage. Die Polyesterschnitzel 21 gelangen von dem Schwingdosierer 17 auf das Förderband 11 und werden von diesem durch die Heizkammer 7 befördert Die Kammer 7 wird durch de Öffnung 1 14 mit Heißluft beaufschlagt. Die Abnahme def Schnitzel und ihre eventuell erforderliche Trennung erfolgt wie bei der Anlage nach Fig 2 durch den Abstreifer 19 und die Stachelwalze 20 Fig. 4 zeigt die Trocknung und Kristallisation von Polyesterbändern 3, die auf einem wendelförmig geführten Förderband 11 durch die Heizkammer 7 befördert werden.
  • Die Antriebswalze 18 für das Förderband befindet sich außerhalb der Heizkammer 7. Nach Verlassen der Heizkammer werden die Polyester 3 mit e des Gleitbleches 12 dem Granulator 13 zugeführt. Das erzeugte Granulat gelangt unmittelbar in den nicht dargestellten Vorratsbehälter für die Weiterverarbeitung. Die in den Fig. 2 und z 4 dargestellten Heikammern 7 haben ähnlich wie die mit ebenen Förderbändern ausgestatteten Heizkammern Ein- und Austrittsöffnungen für die Heißluft. Diese Öffnungen sind jedoch in den Fig. 2 und 4 nicht dargestellt.
  • Bei dem in Fig. 5 dargestellten Schwingblechtrockner wird der schmelzflüssige Polyester wie bei den anderen Vorrichtungen aus dem Reaktor 1 in ein Wasserbad 2 extrudiert. Die Polyesterbänder 3 werden durch den Granulator 15 zerkleinert und gelangen durch das Schwingrohr 1Q in den ebenfalls vibrierenden Vorratsbehälter 22. Der Vorratsbehälter 22 gestattet durch eine steuerbare Öffnung die Aufgabe der Schnitzel auf das oberste von sieben Schwingblechen 25 die in der Kaw:ner 7 übereinander angeordnet sind. Durch die Schwingungen der Bleche werden die Schnitzel gleichmäßig über die Bleche verteilt und jeweils zu den versetzt angeordneten Abwurfkanten der Bleche befördert. Dort werden die Schnitzel auf das nächst tiefere Blech abgeworfen und wandern dort in entgegengesetzter Richtung entsprechend der gestrichelten Linie in Fig. 5. Nach Abwurf vom letzten Schwingblech 23 gelangen die getrockneten und kristallisierten Schnitzel in den Ausfalltrichter 26 und von dort in einen nicht dargestellten Vorratsbehälter0 In der Kammer 7 sind Verteilerrohre 24 für die Heißluftzufuhr und Öffnungen 25 für die Abluft vorgesehen Fig. 6 zeigt schließlich den Anstieg der Dichte des Polyesters vom amorphen Zustand ausgehend in Abhängigkeit von der Verweilzeit bei 200 und 220°C. Der Kristallisationsgrad nimmt entsprechend der Dichte des Materials zu.
  • Die kritische Verklebungsgrenze liegt bei einer Dichte von 1,345 g/cm) entsprechend einem Kristallisationsgrad von 11 %. Die Darstellung zeigt, daß der Kristallisa tionsgrad in den ersten 2 mlnO der Behandlung stark ansteigt, dann aber nur noch relativ langsam, und zwar unabhängig von der angewendeten Behandlungstemperatur. Obwohl die kritische Verklebungsgrenze auch schon bei Verweilzeiten unter 2 min0 überschritten wird, empfiehlt es sich aus Gründen der Betriebssicherheit5eine Mindestverweilzeit von 2 min, einzuhalten. Aus der Darstellung ist weiter zu entnehmen, daß Verweilzeiten von mehr als 3 min.
  • zwar möglich, aber wegen der geringeren Kristallisationsgeschwindigkeit nicht zweckmäßig sind0 Beispiele 1 bis 8 Es wurde ein Polyester mit 0,3 ß TiO2 und einer Eigenviskosität #intr - 0,65 eingesetzt. Der extrudierte Polyesterstrang wurde nach Abkühlung im Wasserbad (10 sec.) ohne Entfernung des Oberflächenwassers granuliert. Die Schnitzel wurden im Heißluftstrom getrocknet. Die Lufttemperatur betrug 200 bis 210 0C, die Luftgeschwindigkeit o,9 m/sec. Die Verweilzeit wurde zwischen 2 und 4 min.
  • variiert. Auch die Schichtdicke wurde zwischen 3,5 und 11 mm verändert.
  • Außerdem wurde ein Trocknungsversuch mit ca. 1 kg feuchten Polyesterschnitzeln auf einem Faserbandtrockner durchgeführt. (Beispiel 8). Nach dem Versuch wurde der Wassergehalt und in einem Fall auch die Eigenviskosität ermittelt. Die Versuchsbedingungen und--ergebnisse sind in der nachfolgenden Tabelle 1 zusammengestellt. Es zeigt sich, daß kein Einfluß der Schichtdicke auf den Wassergehalt vorhanden ist. Der angestrebte Wassergehalt von ç 0,02 ffi wird in allen Fällen schon nach 2 min. erreicht. Selbst bei einer Trocknungstemperatur von 160°C wird dieser Wassergehalt nach 3 min. erreicht. Demnach werden die Polyesterbänder beim Ausspinnen in das Wasserbad nur oberflächlich mit Wasser beaufschlagt. Eine Diffusion des Wassers in den Polyester findet nicht statt. Die Eigenviskosität der Probe nach Beispiel 1 zeigt, daß gegenüber dem Anfangswert (Beispiel O) keine Anderung eingetreten ist, d.h. durch die erfindungsgemäße Trocknung und Kristallisation kein Abbau stattgefunden hat.
  • Beispiel 9 Um den Einfluß der Mattierung des eingesetzten Polyesters auf den Kristallisationsverlauf festzustellen, wurde ein Polyäthylenterephthalat mit o,66 % TiO2 und 1,68 % TEPP und einer Eigenviskosität tlintr= 0,61 verwendet. Der schmelz flüssige Polyester wurde bei 29oOC extrudiert und anschließend io sec. lang in einem Wasserbad abgeschreckt.
  • Oberflächenwasser wurde vor der Granulierung nicht entfernt. Die Luftgeschwindigkeit in der Heizkammer betrug o,9 m/sec.. Die Verweilzeiten der Schnitzel in der Heizkammer betrugen 1, 2, 4 und 7 min. bei einer Temperatur von 20z°C.
  • Nach Beendigung der Versuchsdauer wurde der' Polyester in Eiswasser abgeschreckt, um den momentanen Kristallisationszustand einzufrieren. Dann wurde die Dichte im Dichtegradientenrohr bestimmt. Der Umrechnung der Dichte in den Kribtallisationsgrad wurde folgende Formel zugrunde gelegt: wobei für #α = 1 ,333 g/cm3 (Meßwert) # = 1,455 g/cm3 +) # = aktueller Dichtwert eingesetzt wurden.
  • +) nach W.H. Cobbs u. R.L. Burton, J. Polymer Sci.
  • (1953) 275 Die Ergebnisse sind in der anliegenden Fig. 7 dargestellt.
  • Beispiel lo Es wurde wie in Beispiel 9 gearbeitet, wobei jedoch anstelle des mattierten Polyäthylenterephthalats ein unmattiertes Produkt eingesetzt wurde, das nur 0,3 % TiO2 enthielt und eine Eigenviskosität #intr= o,65 aufwies.
  • Der für dieses Produkt ermittelte Dichteverlaur in Abhängigkeit von der Verweilzeit ist in Fig. 7 gestrichelt dargestellt. Wie man erkennt, ist die Kristallisationsgeschwindigkeit des mattierten Polyesters innerhalb der Hauptkristallisationsphase größer als die des unmattierten Polyesters. Die maximal erreichbaren Dichten und Kristallisationsgrade sind bei mattiertem Polyester innerhalb des untersuchten Zeitraums größer als bei unmattiertem Polyester. Der Grund hierfür dürfte darin zu suchen sein, daß aufgrund der Mattierung bereits Kristallisationskeime im Polyester vorhanden sind, die naturgemäß die Kristallisationsgeschwindigkeit positiv beeinflussen.
  • Zusammenfassend ist festzustellen, daß nach dem erfindungsgemäßen Verfahren Polyester in Schnitzel- oder Bandform mit einem Endwassergehalt von weniger als o,o2 % und einer kristallinen Struktur mit einem Kristallisationsgrad # 33 % (Dichte# 1,372 g/cm3) hergestellt werden können. Die so hergestellten Schnitzel können ohne weitere Nachbehandlung zum Verspinnen eingesetzt werden.
  • Fig. 8 zeigt die Dichte bzw. den Kristallisationsverlauf in Abhängigkeit von der Behandlungstemperatur. Das eingesetzte Material war ein mattierter Polyester. Die Verweilzeit bei der jeweiligen Temperttu betrug 7 min.
  • Die Kurve läßt erkennen, daß schon bei Temperaturen von etwa llo°C ab die kritische Verklebungsgrenze überschritten wird.
  • Tabelle 1 Versuchsbedingungen und Analysenwerte Bei - Material Ver- Versuchsbedinungen Schicht- Analysen spiel weil- Temperatur Luftgeschwindig- dicke Wasser #intr Nr. zei t (°C) keit (m/sec) (mm) (%) (min) 0 PES-Ultralen - - - - - 0,65 1 " 3 200-210 0,9 3,5 # 0,02 0,65 2 " 2 200-210 0,9 3,5 # 0,02 -3 " 4 200-210 0,9 3,5 # 0,02 -4 " 2 200-210 0,9 7 # 0,02 -5 " 4 200-210 0,9 7 # 0,02 -6 " 2 200-210 0,9 11 # 0,02 -7 " 4 200-210 0,9 11 # 0,02 -8 Versuchscharge 3 160 0,9 7 # 0,02 -Mattierungsprüfstand Tabelle 2 Einfluß der Trocknungstemperatur auf den Trocknungsgrad der Schnitzel
    Beispiel Material Versuchsbedingungen Analysen
    Verweilzeit Temperatur Luftgeschwin- Schichtdicke Wassergehalt
    (min) (°C) digkeit (mm) (%)
    (m/s@c)
    11 Versuchscharge 3 200 0,9 7 # 0,02
    12 Mattierungs- " 180 " " # 0,02
    13 stand " 155 " " # 0,02
    14 " " 130 " " # 0,02
    15 " " 110 " " # 0,02

Claims (16)

  1. Patentansprüche 1. Verfahren zur gleichzeitigen Trocknung und Kristallisation von Polyestermaterial, insbesondere Polyäthylenterephthalat, in Form von Bändern oder Schnitzeln, nachdem der schmelzflüssige Polyester durch Kühlung in einem Wasserbad in den festen Zustand übergeführt wurde dadurch gekennzeichnet, daß das feste Polyestermaterial nach Verlassen des Wasserbades während einer Zeit t2 zwischen 2 und 3 min. mit einem heißen Inertgasstrom einer Temperatur zwischen 11o und 255°C behandelt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet3 daß das Polyestermaterial mit einem zwischen etwa 140 und 210°C heißen Gasstrom behandelt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verweilzeit des Polyestermaterials im Wasserbad zwischen 3 und 30 sec. beträgt.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3> dadurch gekennzeichnet, daß von dem Polyestermaterial vor der Heißgasbehandlung Oberflächenwasser abgestreift wird.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das feste Polyestermaterial nach einer Verweilzeit t1 @ 5 min. nach Verlassen des Wasserbades mit dem heißen Inertgas behandelt wird.
  6. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Polyesterschi-litzel im Festbett mit dem heißen Gasstrom behandelt werden.
  7. 7. Vorrichtung zur gleichzeitigen Trocknung und Kristallisation von Polyesterbändern nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß in einer Kammer (7) mit wenigstens je einer Ein- und Austrittsöffnung für das heiße Gas bzw. die Polyesterbänder (3) mehrere übereinander befindliche Förderbänder (11) und zwischen den Abwurfenden der Förderbänder und dem Aufgabe ende des jeweils nächsttieferen Förderbandes Umlenkbleche (8, lo) für die Polyesterbänder angeordnet and.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß hinter den Abwurfenden jedes Förderbandes (11) ein Abzugswalzenpaar angeordnet ist.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß auf den Förderbändern (11) Abstandsstifte und/oder in den Umlenkblechen (8, lo) Führungsrillen vorgesehen sind.
  10. lo. Vorrichtung zur gleichzeitigen Trocknung und Kristallisation von Polyesterschnitzeln nach einem der An-Sprüche 1 bis 62 dadurch gekennzeichnet, daß in einer Kammer (7) mit wenigstens je einer Ein- und Austrittsöffnung für das heiße Gas bzw. die Polyesterschnitzel ein Förderband (11) und am Aufgabeende des Förderbandes eine Dosiereinrichtung (17) für die Polyesterschnitzel (21) angeordnet sind.
  11. 11. Vorrichtung nach Anspruch lo, dadurch gekennzeichnet, daß das Förderband (11) in ebener Form durch die Kammer (7) bewegbar ist.
  12. 12. Vorrichtung nach Anspruch 1°5 dadurch gekennzeichnet, daß das Förderband (11) wendelförmig durch die Kammer (7) bewegbar ist.
  13. 13. Vorrichtung zur gleichzeitigen Trocknung und Kristallisation von Polyesterbändern nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß in einer Kammer (7) mit wenigstens je einer Ein- und Austrittsöffnung für das heiße Gas bzw. die Polyesterbänder ()) ein wendelförmig bewegtes Förderband (11) mit Abstandsstiften für die aufliegenden Polyesterbänder angeordnet ist.
  14. 14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderbänder (11) aus einem gasdurchlässigen, hitzebeständigen Material, insbesondere Maschendrahtgewebe bestehen.
  15. 15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Umlenkbleche (8, lo) und/oder die Dosiereinrichtung (17) und/oder deren Einführungsrohr (16) mit einem elektromagnetischen Schwingungsgenerator verbunden sind.
  16. 16. Vorrichtung zur gleichzeitigen Trocknung und Kristallisation von Polyesterschnitzeln nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß in einer Kammer (7) mit wenigstens je einer Ein- und Austrittsöffllung für das heiße Gas (24 bzw. 25) bzw. die Polyesterschnitzel mehrere übereinander befindliche Schwingbleche (2)), deren Abwurfenden sich abwechselnd an gegenüberliegenden Seiten der Kammer über dem Aufgabeteil des jeweils nachsttieferen Schwingbleches befinden und deren Förderbewegungen dementsprechend abwechselnd zu diesen gegenüberliegenden Kammerseiten gerichtet sind, und oberhalb des obersten Schwingbleches (2)) eine Dosiereinrichtung (22) angeordnet sind.
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