DE2038473C3 - Metallhaltige, sulfonsäuregruppenhaltige 2 zu 1 -Azokomplexfarbstoffe, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung - Google Patents
Metallhaltige, sulfonsäuregruppenhaltige 2 zu 1 -Azokomplexfarbstoffe, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre VerwendungInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft metallhaltige sulfonsäuregruppenhaltige 2:1-Azokomplexfarbstoffe de
Formel I
NQ2
1 OH
(N=N-R4L
(R4-N=N)
worin R4 (A) der Rest der Formel II
Ri
NH
NH
{n + m) Mol der Amine der Formel III der Forme
(H)
NH
R3
H2N
(IV)
oder (B) ein gegebenenfalls durch Halogen, Nitro-, Cyan-, Hydroxy-, Amino-, Alkyl- oder Alkoxygruppen
mit bis zu 4 C-Atomen, Sulfo-, Carboxy-, Sulfonamido-,
Carbonamido- oder Alkylsulfonylgruppen mit bis zu 4 C-Atomen im Alkylrest substituierter
Phenyl-, Naphthyl-, Hydroxynaphthyl-, Sulfonaphthyl- oder Hydroxysulfonaphthylrest, und die
Substituenten R, R1, R2 und R3 ein Wasserstoff,
Halogenatom oder eine Nitro-, Cyan-, Hydroxyl-, Amino-, eine Alkyl- oder Alkoxygruppe mit bis zu
4 C-Atomen, eine Sulfonsäurc; Carboxyl-, Sulfonsäureamid- oder Carbonsäureamide oder eine Alkylsulfonylgruppe
mit bis zu 4 C-Atomen im Alkylrest oder eine gegebenenfalls durch Halogenatome, die
Hydroxyl- oder Cyangruppe substituierte Alkyl- oder Alkoxygruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen sein
können, Me ein Eisen, Chrom- oder Cobaltatom und η und m zusammen 1, 2 oder höchstens 3 ist, mit der
Maßgabe, daß das Farbstoffmobkül wenigstens einen Rest der Formel II besitzt.
Die neuen Farbstoffe kann man erhalten wenn man (n + m) Mol der Diazoverbindung aus Aminen
der Formel
(HI)
60
entspricht und, wenn die Summe η + m 2 oder 3 ist
die (it + τη) Mol der eingesetzten Amine der For
mel III miteinander gleich oder verschieden sein kön
nen, und die erhaltene Azoverbindung in Substan; mit einem metallabgebenden Mittel zur Verbindung
der Formel I metallisiert.
Die erfindungsgemäßen Farbstoffe können auch erhalten werden, wenn man 1 Mol einer Verbindung
der Formel VI
NO2
O2N
R4
mit 2 Mol einer Verbindung der Formel
mit 2 Mol einer Verbindung der Formel
OH OH
HO
N=N
(VI)
OH
(V)
NO,
NO2
kuppelt, wobei mindestens 1 Mol der eingesetzten mit (n + m) Mol der Diazoverbindung aus Aminen
der Formel III kuppelt, wobei mindestens 1 Mol der eingesetzten (n + m) Mol der Amine der Formel
III der Formel IV entspricht und, wenn die Summe
ir m 2 oftef .3 Äst- iJie in + ,*») Mol 4er emgeseteteia
* + w J <xier 2.
Für <öe HerslidSittftg der '
gea kiäoBKOQ Eise»-, Ohxwö- oder
Gute A^.oiaj-b(StoSe eitt&piöiieii der
MH
MO5
HO-O
insbesondere jedoch der Formel
insbesondere jedoch der Formel
OH
SOjH
J=*N-—< O >—
Me
HO
NO2
oder der Formel
NO2
10
SO, H
NH
O V-NO2
worin Fe ein Eisenatom bedeutet
Ähnlich gute Azofarbstoffe entsprechen der Formel
Ähnlich gute Azofarbstoffe entsprechen der Formel
oder der Formel
;r der Formel
)zw. der Formel
bzw. der Formel
12
NO2
OH
-NO2
HO3S
NO2
HO
NO2 R3 R2
NO,
OH
N=N-(O)-N==N
/ Y
HO3S
O >-NH
<r
bzw. der Formel
NO,
HO3S r;
O>-NH-^(j^>
R2'
R2'
(XVI)
SO3H
In den Formeln VIII und IX sowie XIV bis XVI bedeuten die Reste R1' und R2' jeweils ein Wasserstoff-
oder Halogenatom, eine Nitro-, Carboxyl- oder Sulfonsäuregruppe oder eine gegebenenfalls durch
Halogenatome, die Hydroxyl- oder Cyangruppe substituierte Alkyl- oder Alkoxygruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen.
Die Kupplung kann nach an sich bekannten Methoden durchgeführt werden; z. B. kann die Kupplung
der Diazoverbindung aus Pikraminsäure auf Resorcin zum Monoazofarbstoff der Formel V in
wäßrigem, alkalischem Medium bei Temperaturen von — 100C bis Raumtemperatur, gegebenenfalls
unter Zugabe von Natriumchlorid, durchgeführt werden.
Die Kupplung des Monoazofarbstoffes der Formel
V zum Endfarbstoffmit einem diazotierten Aminodiphenylamin bzw. einer anderen Diazokomponente
kann ebenfalls in wäßrigem, alkalischem Medium bei Temperaturen von — 100C bis Raumtemperatur
durchgeführt werden.
Die Metallisierung wird vorteilhaft in wäßrigem Medium gegebenenfalls unter Zugabe eines organisehen
Lösungsmittel allein durchgeführt. Bei der Metallisierung arbeitet man mit Vorteil in saurem
Medium, doch kann die Metallisierung gegebenenfalls auch in neutralem bis alkalischem Medium
durchgeführt werden.
Geeignete Verbindungen des Chroms sind z.B. Chromtrioxid, Chromifluorid, Chromisulfat, Chromiformiat,
Chromiacetat, Kaliumchromisulfat oder Ammoniumchromsulfat. Auch die Chromate, z. B.
Natrium oder Kaliumchromat- bzw. -bichromat, eignen sich vorzüglich für die Metallisierung.
Als Eisen- oder Kobaltverbindungen dienen z. B. Eisen- oder Kobaltformiat, -acetat, -sulfat oder
-chlorid.
Halogen steht in jedem Fall für Brom oder Fluor, jedoch vorzugsweise für Chlor. Gegebenenfalls vorteilhaft
substituierte Alkyl- oder Alkoxyreste sind niedrigmolekulare, beispielsweise 1, 2, 3 oder 4 Kohlenstoffatome
enthaltende Alkyl- oder Alkoxyreste. Sind diese Reste substituiert, enthalten sie Halogenatome,
die Hydroxyl- oder Cyangruppe; diese Reste stehen demnach insbesondere für Methyl, Äthyl,
Propyl, Isopropyl, Butyl, Isobutyl, Methoxy, Äthoxy,
NO2
Cyanäthyl, Hydroxyaryl, Chlormethyl, Chloräthyl.
Reste von Diazokomponenten sind Diazoverbindungen von gegebenenfalls substituierten Aminobenzolen,
Aminonaphthalinen, Aminohydroxynaphthalinen, Aminonaphthalinen - sulfonsäuren, Aminohydroxynaphthalinen
- sulfonsäuren.
Die Verbindungen der Formel 1 können 1 bis 6 Sulfonsäure- oder Carbonsäuregruppen tragen, vorteilhaft
enthalten sie 1 bis 4 gleiche oder verschiedene solcher Gruppen.
Die metallhaltigen Verbindungen der Formel 1 dienen zum Färben oder Bedrucken von Leder. Die
erhaltenen metallhaltigen Farbstoffe zeichnen sich aus durch gutes Egalisiervermögen, Nuancekonstanz
auf Leder unterschiedlicher Gerbung, gutes Farbstoffaufbauvermögen in neutralem bis schwach saurem
Färbebad, gute Schleifechtheit auf Chromverloursleder;
gute Wasser-, Wasch-, Schweiß- und Formaldehydechtheit, gute Bügelechtheit und gute Lichtechtheit.
Die Farbstoffe bauen insbesondere auf Leder geringerer Affinität, z.B. chromvegetabil gegerbte
oder chromsynthetisch gegerbte Leder, zu tiefen, satten Nuancen auf; auch besitzen sie ein hohes
Neutralziehvermögen auf diesem Material.
Gegenüber den nächstvergleichbaren bekannten Farbstoffen aus der französischen Patentschrift
14 31548 besitzen die Farbstoffe der Formell eine
bessere Löslichkeit, insbesondere in Wasser, und ein besseres Egalisiervermögen auf Narbenleder.
Die neuen Farbstoffe besitzen ein besseres Durchdringungsvermögen als die nächst vergleichbaren Farbstoffe
der DT-AS 1111318.
Sie besitzen weiterhin eine bessere Migrationsechtheit in PVC als die nächstvergleichbaren Farbstoffe
des britischen Patents 1099641 und eine bessere
Farbstärke als die nächstvergleichbaren Farbstoffe der US-Patentschrift 21 36 650.
In den folgenden Beispielen bedeuten die Teile Gewichtsteile und die Temperaturen sind in Celsiusgraden
angegeben. Die Prozentangaben sind Gewichtsprozente.
199 Teile 2-Amino-4,6-dinitrophenol werden in üblicher Weise diazotiert und bei einem pH-Wert
von 9 mit 110 Teilen 1,3-Dihydroxybcnzol nach be
kannten Methoden zur Verbindung der Formel V gekuppelt. Die isolierte Verbindung der Formel V
wird in Wasser angerührt und mit der auf übliche Weise gewonnenen Diazoverbindung aus 309 (I Mol)
Teilen 4 - Amino - 4' - nitro -T- sulfodiphenylamin bei einem Wert von 9 gekuppelt.
Zu 1 MoI des so erhaltenen Disazofarbstoffe der Formel
N=N
OH
wird 1 Mol der Monoazoverbindung der Formel V zugegeben und das Gemisch, gelöst in Wasser, mit
300 Teilen Eisensulfat bei einem pH-Wert von 4 und einer Temperatur von 95 bis 100° metallisiert.
Der eisenhaltige Farbstoff wird mit Natriumchlorid isoliert und getrocknet. Er ist ein braunes Pulver,
das sich in Wasser mit dunkelbrauner Farbe löst und Leder, insbesondere schwach affine, d.h. mit vegetabilen
bzw. synthetischen Gerbstoffen nachgegerbte Chromleder in intensiven echten rotbraunen Tönen
von guter Lichtechtheit färbt.
2 Mol der nach Beispiel 1 gewonnenen Verbindung der Formel V werden mit 1 Mol Eisensulfat, gelöst
in 500 Teilen Wasser, in Wasser bei einem pH-Wert von 4 vermischt und die Mischung während einer
Stunde aui 98 bis 100° erhitzt. Nach der Metallisierung wird der Farbstoff isoliert und in 500 Teilen
Wasser suspendiert. Der Suspension wird bei einem pH-Wert von 9 die Diazoverbindung aus 309 Teilen
4 - Amino - 4' - nitro -T- sulfodiphenylamin zugetropft.' Nach der Kupplung wird der Farbstoff durch Zugabe
von Natriumchlorid isoliert. Er stellt in getrocknetem Zustand ein dunkelbraunes Pulver dar, das sich in
Wasser leicht löst und Leder in echten rotbraunen Tönen färbt.
1 Mol der nach Beispiel 1 hergestellten Verbindung der Formel V wird in 500 Teilen Wasser angerührt
und bei einem pH-Wert von 9 mit der Diazoverbindung aus 132 Teilen (V2 Mol) 4-Amino-2-sulfodiphenylamin
gekuppelt. Nach der Kupplung wird bei einem pH-Wert von 9 die Diazoverbindung aus 86 Teilen
l-Amino-4-sulfobenzol zugesetzt und das Gemisch
1 Stunde lang gerührt. Nach der Kupplung wird die Lösung auf einen pH-Wert von 4 gestellt und mit
150 Teilen Eisensulfat versetzt und 1 Stunde lang auf 100° erwärmt.
Der entstandene Metallkomplexfarbstoff wird durch Zugabe von Natriumchlorid isoliert. Er stellt in getrocknetem
Zustand ein dunkelbraunes Pulver dar, das in Wasser gut löslich ist und Leder in dunklen,
rotbraunen echten Tönen färbt.
1 Mol der nach Beispiel 1 hergestellten Verbindungen der Formel IV wird in 500 Teilen Wasser angerührt
und bei einem pH-Wert von 9 mit der Diazoverbindung aus 264 Teilen 2-Amino-2-sulfodiphenylamin
gekuppelt.
Ein weiteres Mol der nach Beispiel 1 hergestellten Verbindung der Formel V wird in 500 Teilen Wasser
angerührt und bei einem pH-Wert von 9 mit der Diazoverbindung aus 172 Teilen 1-Amino-3-sulfobenzol
gekuppelt.
Die beiden so erhaltenen Disazofarbstofflösungen werden vereinigt, der pH-Wert auf 4 gestellt und die
Lösung durch Zusatz von 300 Teilen Eisen(3)-chlorid und durch Aufheizen während einer Stunde auf
90 bis 100° metallisiert.
Der entstandene dunkelrotbraune Metallkomplexfarbstoff wird durch Zugabe von Natriumchlorid
isoliert.
Er stellt in getrocknetem Zustand ein wasserlösliches Pulver dar, das Leder in dunkelrotbraunen echten
Tönen färbt.
In der folgenden Tabelle ist der strukturelle Aufbau
weitere Farbstoffe angegeben. Sie können nach den Angaben in den Beispielen 1 bis 4 hergestellt werden.
Sie entsprechen der Formel I, wobei in der Kolonne A die metallhaltige Verbindung der Formel VI (1 Mol),
in der Kolonne B die Amine der Formel IV (1 Mol), in Kolonne C die Amine der Formel III [(n + m-1)
Mol] und der Kolonne D die Nuance der Färbung der Eisen-, Kobalt- und Chromkomplexverbindung auf
Leder angegeben ist.
Beispiel
Nr.
Nr.
A B
Ver- Amine der Formel IV
bindung
der Formel VI
der Formel VI
Amine der Formel 111
D
Fe
Fe
Co
Cr
CH3 SO3H
5 desgl. H2N-^oV-NH-ZoV-NOj
CH3
O)-SO3H
O)-SO3H
dunkel- dunkel- dunkelrot- violett- violettbraun braun braun
Fprtsetziing
Bei- A B
^1 Ver- Amine der Fonnd iV
TOdVl
COOH
dessl
O^ NH-YoY-
desjl HJ^^
desgl.
Yo,
-NH-(O)-NQ2
SO3H
SO3H
SO3H
H2N-Vo)-NO2
SO3H
desgL H2N-YON-NH-Zo^)-NO2
SO3H
D
Fe
Cd Cr
|
dunkel-
rot- braun |
dunkel-
violett- braun |
dunkel
violett- braun |
|
duokel-
rot- braun |
dunkel-
violett- braun |
dunkel
violett braun |
|
dunkel-
rot- braun |
dunkel-
violett- braun |
dunkel-
violeti- braun |
|
dunkel-
rot- braun |
dunkel-
violett- braun |
dunkel-
violett braun |
| desgl. | H2N- | i | HO3S | SQjH |
d.unkel-
roh braun |
dunkel-
violett braun |
dunkel
violett braun |
|
| H2N OH | ||||||||
| IO | desgl. | H2N- |
H2 N-<
< |
Mk
SO3H |
dunkel-
rot braun |
dunkel-
violett braun |
dunkel
violett- braun |
|
| OH | ||||||||
| 11 | desgl. | H2N- | (^0Y-SO3H |
dunkel-
rot braun |
dunkel-
violett braun |
dunkel-
violett braun |
||
| NO7. | ||||||||
| 12 | ||||||||
|
<S>-NH-<°>
SO3H |
||||||||
| <ö>NH-<°> SO3H |
||||||||
| CH3 | ||||||||
| NH^oV-SO.f | ||||||||
| -NO2 | ||||||||
| NO2 | ||||||||
desgl. H2N-^o") SO3H
NH-YoY-NO2 dunkel- dunkel· dunkelrot- violett- violettr
braun braun braun
NO2 desgl. H2N-YoY-NH-YoY-SO3H
dunkel- dunkel- dunkelrot- violettr vioiettbraun braun braun
SO3H SO3H
desgl. H2N-Yo
dunkel? dunkel- dunkelfot- violett- vioieu-
kraun braun braun
Fortsetzung
Beispiel
Nr.
Verbindung
der Formel Vl
16 desgl. H,N-< O
17 desgl. Η,Ν
18 desgl. H2N-ZoV-NH
COOH
SO3H
Na
Cl
H2N-ZoS-NO2
H2N-ZoS-NO2
SO3H
19 desgl.
?,0 desgl.
21 desgl.
H2N-<^C?>- NH -ZcTV-NO2
SO3H
SO3H
NO2
—\
O
O
SO3H
Fe Co Cr
dunkel- dunkel- dunkelrol- violett- violett-
braun braun braun
dunkel- dunkel- dunkelrot- violett- violelthrauii braun braun
dunkel-
rol-
braun
dunkel-
rot-
braun
dunkel- dunkelvi.tlett- vinlellbraun braun
dunkef- dunkelviolett- violettbraun braun
O > SO3H dunkel- dunkel- dunkelrot- violett- violettbraun braun braun
dunkel- dunkel- dunkelrot- violett- violettbraun braun braun
Färbebeispiel A
100 Teile frisch gegerbte und neutralisierte Chromnarbenleder werden in einer Flotte von 250 Teilen
Wasser von 65° und 1 Teil des nach Beispiel 1 dargestellten
Farbstoffs während 30 Minuten im Färbefaß gewalkt, im gleichen Bade mit 2 Teilen eines anionisehen
Fettlickers auf sulfonierter Tranbasis während weiteren 30 Minuten behandelt, und die Leder in der
üblichen Art getrocknet und zugerichtet. Man erhält ein sehr egal gefärbtes Leder in rotbraunen Nuancen.
Färbebeispiel B
100 Teile Kalbvelourleder werden mit 1000 Teilen
Wasser und 2 Teilen-Ammoniak im Färbefaß während 4 Stunden aufgewalkt und anschließend in einem frischen, öade gefärbt.
SOOTejle Wasser von 65°, 2 Teile Amoniak,
10 Τςϊΐδ des gelösten, unter Beispiel 1 beschriebenen,
Farbstoffes, werden gemeinsam mit dem vorher aufgewalkten,
Kalbleder während 1; Stunde und 30 Minuten; im, Fäsbefaß gefärbt. Zur Erschöpfung des Färbebades
wesdfen langsam 4 Teile Ameisensäure (£5%ig)
zugesetzt und- bis: zur vollständigen Fixierung des
Farbstoffes; weiter gefärbt.
Die in üblicher Weise gespülten, getrockneten und zugerichteten Veloursleder, ergeben nach dem Schleifen
der Veloursseite ein rotbraungefärbtes, sehr egales Veloursleder.
Färbebeispiel C
lOOTeöe Lammleder, chrom-vegetabil gegerbt,
10 Teile des im Beispiel 1 erhaltenen Farbstoffes werden im Färbefaß in einer Flotte von 1000 Teilen
Wasser von 55° und 1,5 Teilen einer anionischen Spennacetälemulsion 45 Minuten gewalkt und der
Farbstoff durch langsamen Zusatz von 5 Teilen Ameisensäure (85%ig) während 30 Minuten auf dem Leder
fixiert. Nach der üblichen Trocknung und Zurichtung erhält man ein Leder in rotbraunem Farbton von guter
Egalität.
Färbebeispiel D
Eine Lösung von 20 Teilen des nach Beispiel 1
hergestellten Farbstoffes in 847 Teilen Wasser, 150Teilen
Äthylglycol und 3 Teilen Ameisensäure (85% ig)
wird durch Aufspritzen, Plüschen und Gießen auf die Nairbenseite eines geschliffenen, kombiniert gegerbten
Rindboxleders aufgebracht Das Leder wird' unter
milden Bedingungen getrocknet und zugerichtet. Man erhält ein Leder in rotbraunem Farbton von guten
Echtheiten.
Claims (6)
- Patentansprüche: 1. Metallhaltige sulfonsäuregruppenhaltige 2:1-Azokomplexfarbstofle der Formell(N=N-R4),(R4-N=N),worin R4 (A) den Rest der Formel IINH(Π)35oder (B) ein gegebenenfalls durch Halogen, Nitro-, Cyan-, Hydroxy-, Amino-, Alkyl- oder Alkoxygruppen mit bis zu 4 C-Atomen, Sulfo-, Carboxy-, Sulfonamide»-, Carbonamido- oder Alkylsulfonylgruppen mit bis 4 C-Atomen im Alkylrest substituierter Phenyl-, Naphthyl-, Hydroxynaphthyl-, Sulfonaphthyl- oder Hydroxysulfonaphthylrest, und die Substituenten R, R1, R2 und R3 ein Wasserstoff Halogenatom oder eine Nitro-, Cyan-, Hydroxyl-, Amino-, eine Alkyl- oder Alkoxygruppe mit bis zu 4 C-Atomen, eine Sulfonsaure, Carboxyl- Sulfonsäure- oder Carbonsäureamid-, oder eine Alkylsulfonylgruppe mit bis zu 4 C-Atomen im Alkylrest, oder eine gegebenenfalls durch Halogenatome, die Hydroxyl- oder Cyangruppe substituierte Alkyl- oder Alkoxygruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, sein können, Me em Eisen, Chrom- oder Cobaltatom und η und m zusammen 1, 2 oder höchstens 3 ist, mit der Maßgabe, daß das Farbstoffmolekül wenigstens einen Rest der Formel II besitzt.
- 2. Metallhaltige Polyazofarbstoffe gemäß Patentanspruch 1 der FormelO,N(VII)NO2
- 3. Metallhaltige Poiyazofarbstoffe gemäß Patentanspruch 1 der FormelNHR1R3 R2PCIIl)
- 4. Verfahren zur Herstellung von metallhaltigen Polyazofarbstoffen der Formel I gemäß Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man (n + m) Mol der Diazoverbindung aus Aminen der FormelR,—NH,mit 2 Mol einer Verbindung der FormelUli)35(V)45kuppelt, wobei mindestens 1 Mol der eingesetzten (n + m) Mol der Amine der Formel III der FormelNHH9N-R1(IV)60entspricht und, wenn die Summe η + m 2 oder 3 ist, die (n + m) Mol der eingesetzten Amine der Formel III miteinander gleich oder verschieden sein können, und die erhaltene Azoverbindung in Substanz mit einem metallabgebenden Mittel zur Verbindung der Formel I metallisiert.
- 5. Verfahren zur Herstellung von metallhaltigen Polvazofarbstoffen der Formel I gemäß Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man 1 Mol einer Verbindung der FormelNO,O2N4°)-N=NHO(VI)NO,mit (n + m) Mol der Diazoverbindung aus Aminen der Formel III kuppelt, wobei mindestens 1 Mol der eingesetzten (n + m) Mol der Amine der Formel III der Formel IV entspricht und, wenn die Summe η + m 2 oder 3 ist, die (n + m) Mol der eingesetzten Amine der Formel III untereinander gleich oder verschieden sein können.
- 6. Verfahren zum Färben oder Bedrucken von Leder, dadurch gekennzeichnet, daß man metallhaltige Polyazofarbstoffe der Formel I gemäß Patentanspruch 1 verwendet.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1197669 | 1969-08-07 | ||
| CH1197669A CH517152A (de) | 1969-08-07 | 1969-08-07 | Verfahren zur Herstellung von metallhaltigen Polyazoverbindungen |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2038473A1 DE2038473A1 (de) | 1971-02-25 |
| DE2038473B2 DE2038473B2 (de) | 1975-06-05 |
| DE2038473C3 true DE2038473C3 (de) | 1976-01-15 |
Family
ID=
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