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Einrichtung zur lösbaren Befestiung einer Leuchte an der Decke oder
der Wand eines Raumes Leuchten werden an Decken und Wänden eines Raumes fast ausschließlich
dadurch befestigt, daß sie zunächst über eine Schnur oder ein Stabpendel in einen
Haken in der Decke eingehängt oder mit Schrauben an eine Wand angeschraubt und dann
elektrisch über Lüsterklemmen mit der aus der Decke oder der Wand kommenden Leitung
verbunden werden. Diese Lösung hat mehrere Nachteile, die im folgenden erläutert
werden.
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1. Solange noch keine Leuchte an der Brennstelle angeschlossen ist,
ragen die evtl. unter Spannung stehenden Versorgungsleitungen meist ungeschützt
aus der Decke oder der Wand hervor, Dadurch wird einerseits der Gesamteindruck des
Raumes gestört und andererseits im Gegensatz zu den sonst strengen Vorschriften
(VDE) zur Vermeidung der Berührung spannungsführender Teile le eine ernste Berührungsgefahr
der DräSte-hervorgerufen.
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2. Das Anbringen einer Leuchte ist meist. deshalb schwierig, weil
in unbequemer Höhe die Drähte der Versorgungsleitung und der Leuchte zusammengeführt,
in eine Lüsterklemme eingesteckt und dann die kleinen Schrauben der Lüsterklemme
angezogen werden müssen. Das Umhängen von Leuchten z.B>. bei einem Umzug, erfordert
meistens einen Fachmann. Für einen Laien ist es zeitraubend und gefährlich.
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3. Da die Verbindung zwischen der Schnur der Leuchte und der Versorgungsleitung
meist aus einem Gewirr von Drähten und Klemmen besteht, ist stets ein Baldachin
erforderlich, der dieVerbindungsstelle abdeckt. Solche Baldachine lassen sich meist
schlecht an der Schnur oder dem Stabpendel der Lampe befestigen, so daß sie meist
schief hängen.
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4. insbesondere bei Leuchten mit Serienschaltung bereitet der richtige
Anschluß der Leuchte oft Schwierigkeiten, insbesondere für den Laien, weil die Farbkennzeichnung
der Drähte dem Laien unbekannt ist und die Anschlußdrähte der Leuchte meist nicht
gekennzeichnet sind.
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5. Bei einem wiederholten Anschluß verschiedener Leuchten an einer
Brennstelle kann die Unterputz-Versorgungsleitung abbrechen, so daß sie nicht mehr
ohne weiteres zugänglich ist.
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6. Die Vielfältigkeit der Deckenkonstruktionen und der Befestigungsmöglichkeiten
(Haken'Schrauben) bereitet oft Schwierigkeiten und erfordert Spezialwerkzeuge, die
der Laie nicht besitzt, z.B. bei Schilfrohr Befestigung kaum möglich, bei Betondecke
nur mit Schlagbohrmaschine.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Anschluß einer I;euchte
an der Decke oder der Wand eines Raumes zu vereinfachen und dabei die genannten
Nachteile zu vermeiden.
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Bei »ner Einrichtung zur lösbaren Befestigung einer Leuchte an dnr
Decke oder der Wand eines Raumes ist die Erfindung gekennseLchrisf t durch a) eine
zur Befestigung an der Decke oder der Wand vorgesehene Steckdose mit Kontakten b)
einen mit der Leuchte verbundenen und in die Steckdose einsteckbaren Stecker mit
der Steckdose angepaßten Kontakten, der formschlüssig gegen Herausziehen gesichert
in die Steckdose eingreift.
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Die Steckdose wird vorzugsweise grundsätzlich an einer Brennstpln
le, z.B. beim Neubau, angebracht und zunächst mit einer Blindplatn Le verschlossen.
Es ergibt sich dadurch auch ohne angeschlossene Leuchte ein sauberes Aussehen, und
eine Berührungsgefahr der Versorgungsleitung wird mit Sicherheit vermieden. Bei
einer Normung der Steckdose und der entsprechenden Stecker an der Leuchte kbann
nach
Abnahme oder dem Ausbrechen der Bllndplatte jede handelsübliche Leuchte an die Steckdose
angeschlossen werden. Die Steckdose übernimmt dabei gleichzeitig die mechanische
Aufhängung der Leuchte und die elektrische Kontaktgabe. Ein Auswechseln der Leuchte
ist auch für den Laien ohne weiteres möglich. Die Steckdose und der Stecker haben
vorzugsweise mehrere Kontakte, wobei die Einstecklage der Stecker durch eine Führung
definiert ist. Bei stimmten Kontakten der Steckdose können dann bestimmte elektri
sche Funktionen, wie Phase, Null, Erde, Schalterleitung, Serien-Schalterleitung
zugeordnet werden, so daß jede in die erfindungsgemäße Steckdose eingehängte Leuchte
zwangsläufig elektrisch richtig angeschlossen ist. Auch bei einem häufigen Auswechseln
der Leuchte können die aus der Decke kommenden Versorgungsleitungen nicht abbrechen,
weil diese nur einmal fest mit der Steckdose verbunden werden. Sofern ein Baldachin
vorgesehen ist, kann dieser durch Federn, Magnete oder dergl. fest mit dem Stecker
der Leuchte oder der Steckdose verbunden werden. Bei Umzügen, bei denen im allgemeinen
eine Vielzahl von Leuchten neu aufgehängt wird, ist kein Fachmann mehr erforderlich.
Außerdem werden die Gefahrenquellen, die sich beim Aufhängen der Leuchten durch
Laien ergeben, vermieden.
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Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung erläutert.
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Darin zeigen Fig. 1 das Prinzip der Erfindung in symbolischer Darstellung,
Fig. 2 verschiedene Anbringungsmöglichkeiten für die Steckdose, Fig. 3 eine Ausführung
für ein Stabpendel, Fig. 4 die konstruktive Ausführung der Steckdose und des Steckers,
Fig. 5 die Anordnung von Stecker und Kabel bzw. Stabpendel, Fig. 6 eine Draufsicht
auf die Steckdose und Fig. 7 Steckdose und Stecker mit einem Baldachin.
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Gemäß Fig. 1 ist an der Decke 1 eines Wohnraumes erfindungsgemäß eine
Steckdose 2 vorgesehen, die mit einer Unterputz-Versorgungsleitung 3 fest verbunden
und mit einem Deckel 4 abgedeckt ist.
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Eine Leuchte 5 ist erfindungsgemäß mit einem Stecker 6 versehen, der
der Steckdose 2 angepaßt ist. Zum Anschluß der Leuchte 5 wird der Deckel 4 von der
Steckdose 2 abgenommen oder durch Herausbrechen perforierter Teile mit dem Stecker
6 angepaßten Öffnungen versehen und danach der Stecker 6 in die Steckdose 2 eingeführt.
Kontaktstifte 8 am Stecker 6 rasten dabei formschlüssig in entsprechende Kontakte
in der Steckdose 2 ein, wodurch einerseits eine sichere mechanische Aufhängung der
Leuchte 5 und andererseits eine einwandfreie elektrische Verbindung mit der Versorgungsleitung
3 erreicht ist.
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Fig. 2 zeigt verschiedene Möglichkeiten für die Anbringung der Steckdose.
In Fig. 2a ist die Steckdose 2 in Unterputzausführung indie Decke 1 eingelassen,
z.B. in eine genormte Schalterdose oder Verteilerdose eingesetzt. In Fig. 2b ist
wie in Fig. 1 die Steckdose 2 auf die Decke geschraubt. Diese Lösung ist u.a. zweckmäßig,
wenn die Steckdose an bereits vorhandenen Betondecken oder in Altbauten nachträglich
angebracht werden soll. In Fig. 2c ist die Steckdose 2 in Unterputzausführung in
eine Wand eingelassen, in Fig. 2d auf eine Wand aufgeschraubt. In Fig. 2e ist die
Steckdose 2 in eine schräge Decke 1 eingelassen. Ein Stabpendel 36 einer Leuchte
5 ist dabei über ein Kugelgelenk 13 mit der Steckdose verbunden, so daß die Leuchte
5 trotz der Schräglage der Decke 1 und der Steckdose 2 senkrecht hängt.
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In Fig. 3 besteht der Stecker 6 aus einem zylinderförmigen Teil, in
das in radialer Richtung Schrauben 8 hineingedreht sind, die als Kontaktstifte gemäß
Fig. 1 dienen. Auf einen Gewindedorn 9 sind eine Scheibe 10 und ein U-förmiger Bügel
11 aufgeschraubt.
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Der U-förmige Bügel 11 weist in seinen Schenkeln Öffnungen 12 auf,
in die eine Kugel 13 eingreift, die ihrerseits mit einem Gewinde 14 in ein Innengewinde
37 eines mit der Leuchte verbundenen Stabpendels 36 eingreift. Der Stabpendel 36
ist dadurch mit dem Stecker 6 verbunden, und durch das Kugelgelenk 12s13 wird eine
senkrechte Lage des Stabpendels 36 auch bei einer nicht
waagerechten
Decke ermöglicht (Fig. 2e). Durch das Stabpendel 36 sowie die zentralen Bohrungen
der Kugel 13, des Bügels 1l, der Scheibe 10 und des Steckers 6 ist ein Anschlußkabel
für die Leuchte hindurchgeführt, dessen Drähte über Rillen 16 im Stecker 6 mit den
als Kontaktstiften dienenden Schrauben 8 oder deren Gewindebuchsen verbunden, z.B.
verlötet sind. In Ohren 50 des Bügels 11 ist eine Schraube 17 eingedreht, mit der
das Kugelgelenk 12,13 verspannt wird. In die Bohrungen 38 sind Zugfedern 18 eingehängt,
die einen die gesamte Anordnung umgebenden Baldachin fest an die Decke ziehen. Der
Baldachin kann stattdessen auch durch Magnete gehaltert und angezogen sein.
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Das Einhängen des Steckers 6 in die Steckdose erfolgt bei dieser Anordnung
folgendermaßen: Durch die längliche Ausbildung der Öffnungen 12 kann sich die Kugel
13 innerhalb des Bügels 11 in senkrechter Richtung 41 bewegen. Es wird nun zunächst
die am Stabpendel 36 befestigte Leuchte von Hand nach oben gedrückt, wobei Zap fen
42 an der Kugel 13 in die deckungsgleichen Schlitze 43 und 44 im Gewindedorn 9 und
im Bügel 11 eingreifen, so daß das Stabpen° del 36 formschlüssig mit dem Stecker
6 verbunden ist, die Lampe eingehängt und durch Verdrehen die Kontaktgabe und formschlüssie
Aufhängung hergestellt werden kann. Nach dem Loslassen des Stab pendels 36 rutscht
die Kugel 13 in den Öffnungen 12 wieder nach unten, so daß die Zapfen 42 außer Eingriff
mit den Schlitzen 43 44 kommen. Die Kugel 13 kann sich jetzt frei in den Öffnungen
12.
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drehen, so daß sich durch die Schwerkraft der Leuchte selbsttätig
eine senkrechte Lage des Stabpendels 36 gemäß Fig. 2e einstellt.
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Das Aushängen der Leuchte erfolgt ebenso schnell durch Hochdrucken
und Drehen in entgegengesetzter Richtung.
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In Fig. 4 besteht die Steckdose 2 aus einem Topf 19, der nach unten
offen ist. Der Topf 19 wird mittels Bohrungen 20, Holzschrauben 21 und Scheiben
22 an die Decke des Wohnraumes angeschraubt, Die nachgiebigen, z.B. aus Gummi oder
Kunststoff bestehenden Sehe ben 22 dienen zum Ausgleich von Unebenheiten in der
Decke oder Wand. Im Inneren des Topfes 19 sind auf einer Kreisbahn abgewinu kelte
Kontakte 23 vorgesehen, die je einen Schlitz 24 mit einem
abgewinkelten
Ende 25 und am anderen Ende ein Gewinde 26 zur P;u-Enahme einer Schraube 27 enthalten.
Die Kontaktwinkel 23 sind in entsprechenden Öffnungen 28 des Topfes 19 gelagert,
wobei ihre Enden mit dem Schlitz 24 innerhalb des Topfes auf einer Kreisbahn liegen.
Die Kontaktwinkel 23 sind der Übersichtlicha keit halber außerhalb des Topfes 19-dargestellt.
Ein z.B. vom Lichtschalter kommendes Anschlußkabel 3 wird durch eine Bohrung 29
des Topfes 19 hindurchgeführt und mit seinen Enden mittels der Schrauben 27 mit
den zugehörigen Kontaktwinkeln 23 verbundene Der Topf 19 ist am unteren Ende mit
einem Deckel 4 abgedeckt, der z. B. durch Herausbrechen perforierter Teile entstandene
Öffnungen SO zum Hindurchführen des in Fig. 3 beschriebenen Steckers 6 aufweist.
Um die richtige Winkellage des Steckers 6 in dem Topf a und die richtige Zuordnung
zwischen den Kontakten 8 und 23 zu gewährleisten, ist eine Schraube 8 größer ausgebildet
und greift in eine entsprechend größere Öffnung 31 des Deckels 4 ein Beim Einstecken
des Steckers gleiten die Schäfte 32 der Schrauben 8 jeweils in dem Schlitz 24 entlang,
wobei der Kopf der Schraube 8 der entgegengesetzten, also äußeren Seite des Kontaktwinkels
@@ zu liegen kommt. Nach dem Einstecken des Steckers 6 senkrecht -wch oben wird
der Stecker etwas verdreht, so daß die- Schäfte 32 der Schrauben 8 in das abgewinkelte
Ende 25 des Schlitzes 24 t-ormschlüssig eingreifen und dort durch das Eis gewicht
der Leuchte gehaltert werden. Durch das Eigengewicht der Leuchte wird gleichzeitig
eine sichere Kontaktgabe erzielt. Die Leuchte ist dadurch formschlüssig gegen Herausziehen
gesichert, in der Steckdose gehaltert und gleichzeitig elektrisch an die Versorgungsleitung
3 angeschlossen. Eine Druckfeder 33 dient zur Ver besserung der Kontaktgabe zwischen
den Schrauben 8 unten KontaktisinkeXn 23. Das mit dem Stecker 6 verbundene Kabel
wird mit einet heGenschraube 34 an dem Stecker 6 befestigt. Ein Stabpendel kann
direkt oder über das in Fig. 3 beschriebene Kugelgelenk mit dem Gewindezapfen 9
verbunden werden. Der Deckel 4 ist mit Führungsnasen 45 versehen, die in Vertiefungen
46 (Fig. 6) an der Steckdose 2 eingreifen und die richtige Winkellage des Deckels
4 sicherstellen.
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Fig. 5 zeigt noch einmal den Stecker 6 und die Scheibe 10. In diese
wird entweder ein Kabel 35, an dem die Leuchte hängt, eingeführt und durch die Lötverbindung
mit den Kontaktschrauben 8 oder durch zusätzliche Schrauben an dem Stecker 6 befestigt.
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Kabel 35 und Stecker 6 können auch in bekannter Weise aus einem Stück
bestehen, z.B. zusammen vulkanisiert oder vergossen sein.
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Es kann auch ein Stabpendel 36, das meist aus einem Stahlrohr besteht,
mittels eines Gewindes 37 in die Scheibe 10 oder den Stecker 6 eingeschraubt werden.
In Bohrungen 38 der Scheibe 10 sind Federn 18 einhängbar, mit denen ein nicht dargestellter
Baldachin an die gesamte Einheit herangezogen wird. Statt der Federn können wieder
Magnete vorgesehen sein.
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Fig. 6 zeigt eine Draufsicht auf die Steckdose 2, also in Fig. 1 von
unten nach oben gesehen. Dabei sind wieder gleiche Teile wie in den übrigen Figuren
mit gleichen Bezugsziffern versehen. Im oberen Teil der Fig. 6 ist der mit einer
Perforation 47 versehene Deckel 4 aufgesetzt und im unteren Teil der Fig. 6 abgenommen,
wodurch die Kontaktwinkel 23 sichtbar sind.
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Fig. 7 zeigt noch einmal die gesamte Anordnung, die hier von einem
Baldachin 40 umgeben ist. Dieser wird mit den Federn 18 nach oben gegen die Steckdose
2 und damit gegen die Decke 1 gezogen. Die Halterung des Baldachins kann wieder
durch Magente zwischen dem Baldachin und der Steckdose oder dem Stecker erfolgen.