DE2036525B2 - Verfahren und Vorrichtung zur chromatographischen Auftrennung von Mehrstoffgemischen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur chromatographischen Auftrennung von MehrstoffgemischenInfo
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Description
fahren und eine Vorrichtung zu schaffen, welche es gestatten, aus Mehrstoffgemischen reine Fraktionen
in großtechnischem Maßstab mittels zyklischer Säulenchromatographie zu gewinnen.
Es wurde gefunden, daß man die für einen Zyklus benötigte Zeit erheblich verkürzen und so die obengenannten
Nachteile vermeiden kann, wenn man die Trennung in zwei Durchlaufabschnitten durchführt,
die schnell laufende Fraktion am Ende des ersten Abschnitts aus der Säule entfernt, gleichzeitig eine
äquivalente Menge Elutionsmittel in den zweiten Durchlaufabschnitt einleitet und nach Entfernung der
schnell laufenden Fraktion die beiden Abschnitte so lange miteinander verbindet, bis am Ende des ersten
Abschnitts die schnell laufende Fraktion des nächsten Zyklus auftritt.
Durch diesen Kunstgriff kann die volle Säulenlänge zur zyklischen Trennung von Mehrstoffnernischen
ausgenützt werden. Die Verunreinigungen haben außerdem auf die Dauer des Zyklus keinen
Einfluß mehr, das heißt die Auftrennung des Mehrstoffgemisches erfolgt genau so wirtschaftlich und
schnell wie die Aufüennung eines nur die interessie-1
enden Komponenten enthaltenden Gemisches.
Zur Durchführung des Verfahrens dient erfindungsgemäß eine Vorrichtung bestehend aus zwei
hihtereinandergeschalteten Säulenabschnitten, geeigneten
an sich bekannten Zu- und Abführungsleitungen, Ventilen, Steuereinrichtungen und Analysatoren,
dadurch gekennzeichnet, daß am Ende des ersten Säulenabschnittes eine Abfünrungdeitung und
am Anfang des zweiten Säulenabschnittes eine Zuführungsleitung zusätzlich angebracht sind und sich
Ventile zwischen den Säulenabschnitten und in diesen zusätzlichen Zu- und Abführungsleitungen befinden,
die durch eine an sich bekannte Steuereinrichtung, die mit einem ebenfalls bekannten Analysator
am Ende der ersten Säulen verbunden ist, gesteuert werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren wurde mit epimerisierten Stärkesirupen erprobt und hat sich als
technisch außerordentlich fortschrittlich erwiesen.
Es versteht sich jedoch von selbst, daß das Verfahren bei allen großtechnischen Trennprozessen
angewandt werden kann, wenn sich die Laufzeit der Verunreinigungen von der der zu gewinnenden
Hauptkomponenten genügend unterscheidet.
Bei der Auftrennung von epimerisiertem Stärkesirup werden besonders gute Trennergebnisse erhalten,
wenn der zweite Säulenabschnitt etwa die doppelte Länge des ersten hat. Die besten Ergebnisse
erhält man, wenn das Verhältnis der ersten zum zweiten Säulenabschnitt möglichst klein ist. Die Länge
des ersten Säulenabschnitts verhält sich dabei zur Länge beider Säulenabschnitte wie die Differenz der
Wanderungsgeschwindigkeiten der Hauptkomponenten zur Differenz der Wanderungsgeschwindigkeit
von erster Hauptkomponente und Verunreinigung. Zusätzliche Faktoren, wie z. B. die Säulenbelastung
und Inhomogenitäten der Säule machen es erforderlieh, die obigen Werte experimentell zu optimieren.
An Hand der Fi g. 1 soll das Verfahren im folgenden näher erläutert werden.
Aus dem Vorratstank S wird eine Lösung des Mehrstoffgemischer durch die Pumpe 1 und die Zuleitung
2 in den ersten Säulenabschnitt 3 gepumpt. Nach einer vorbestimmten Zeit wird die Pumpe 1 abgeschaltet
und gleichzeitig aus dem Elutionsmittelreservoir W durch die Pumpe 4 und die Zuleitung 5
Elutionsmittel in den ersten Säulenabschnitt 3 gepumpt, wobei die Förderleistung beider Pumpen 1
und 4 gleich ist. Nach Beendigung der Elutionsphase wird die Pumpe 4 abgeschaltet und die Pumpe 1 wieder
eingeschaltet. Die Pumpen 1 und 4 werden von einer Schaltuhr 6 nach empirisch bestimmten und fest
eingestellten Zeitintervallen gesteuert.
Die den Säulenabschnitt 3 verlassende Flüssigkeit durchläuft einen an sich bekannten Analysator 7, der
je nach Konzentration der einzelnen Fraktionen das Ventil 8 über ein Steuergerät 12 steuert. Wenn die
Fraktion, welche nur aus Verunreinigungen besteht, den Analysator 7 erreicht, wird das Ventil 8 so geschaltet,
daß die den Säulenabschnitt 3 verlassende Flüssigkeit in den Behälter D geleitet wird; gleichzeitig
wird die Pumpe 9 eingeschaltet, welche aus dem Elutionsmittelbehälter W Elutionsmittel in den
Säulenabschnitt 10 pumpt, wobei die Förderleistung genau derjenigen der Pumpen 1 bzw. 4 entspricht.
Ab einer bestimmten Konzentration der den Analysator 7 durchlaufenden Flüssigkeit, d. h. wenn die
Verunreinigungen entfernt sind und die Konzentration der ersten Hauptfraktion einen bestimmten Wert
erreicht hat, wird das Ventil 8 so umgeschaltet, daß der Analysator 7 direki mit der Zuleitung 11 verbunden
wird (vgl. F i g. 2). Die Pumpe 9 ist in dieser Schaltstellung ausgeschaltet, so daß zwischen dem
Tank D und dem Tank W keine Verbindung besteht.
Durch ein in das Steuergerät 12 eingebautes Logikelement bleibt diese Schaltstellung so lange unverändert,
bis die Konzentration der den Analysator 7 durchlaufenden Flüssigkeit von 0 auf einen niedrigen
Grenzwert ansteigt. Das ist der Fall, wenn nach einem Zwischenlauf von reinem Elutionsmittel wieder
Verunreinigungen des nächsten Zyklus im Analysator 7 erscheinen.
Durch das erfindungsgemäße Verfahren gelangen in den längeren Säulenabschnitt 10 nur die Hauptfraktionen,
welche weiter aufgetrennt werden müssen. Die weitere Auftrennung wird wie folgt durchgeführt:
Ein weiteicr Analysator 13 hinter dem zweiten
Säulenabschnitt 10 schaltet das Ventil 15 über ein Steuergerät 14 so, daß die erste Fraktion im Vorratstank
G und die zweite Fraktion im Vorratstank F gesammelt werden. Zwischenfraktionen, die
beide Komponenten enthalten, werden in den Tank GIF geleitet.
Die Trennanlage enthält drei Steuereinheiten, welche in den F i g. 1 bzw. 2 gestrichelt umrandet
sind. Die Steuereinheit I, enthaltend die Schaltuhr 6 und die Pumpen 1 und 4, arbeitet völlig unabhängig
und wird bei der Inbetriebnahme der Trennanlage empirisch so eingestellt, daß die in der Steuereinheit
III anfallenden Fraktionen lückenlos und mit möglichst geringer Überschneidung aufeinanderfolgen.
Die Steuereinheit II, enthaltend den Analysator 7 mit Steuergerät 12 sowie das Ventil 8 und die
Pumpe 9, dient zur Entfernung der die Verunreinigungen enthaltenden Fraktionen, Der Analysator
besteht aus einem einfachen Konzentrationsmeßgerät, wie z. B. einem Durchflußrefraktometer, dessen Meßergebnisse
als proportionale Spannung dem Steuergerät 12 zugeleitet werden. Das Steuergerät 12 besitzt
ein sogenanntes Logikelement, das beispielsweise aus einem Folgerelais besteht und es ermöglicht, das
Ventil 8 und die Pumpe 9 bei einer bestimmten Konzentration nur dann zu schalten, wenn im Schaltzeit-
punkt die Konzentration der den Analysator 7 durchfließenden Flüssigkeit im Ansteigen begriffen ist. Das
Steuergerät setzt auch während der Entnahme der die Verunreinigungen enthaltenden Fraktionen die
Wasserpumpe 9 in Betrieb.
Die Steuereinheit III ist für die Trennung von Fruktose und Glukose bereits beschrieben (britische
Patentschrift 1 095 210) und besteht aus dem Analysator 13 mit Steuergerät 14 und dem Ventil 15. Sie
dient dazu, die Hauptfraktionen in die zugehörigen Tanks G, G/F und F zu leiten. Der Analysator 13
besteht aus je einem Meßgerät für den Drehwinkel und den Brechungsindex. Die Meßgeräte sind mit
Durchfiußküvetten ausgestattet und liefern dem Steuergerät 14 jeweils die Meßwerte in Form von
proportionalen Spannungen. Das Steuergerät 14 enthält einen Analogrechner, der die Teilkonzentrationen
an Glukose und Fruktose gemäß britischer Patentschrift 1 095 210 errechnet und beim Überschreiten
der zulässigen Grenzkonzentration über ein Schaltrelais das Ventil 15 steuert. Zur Kontrolle des
Trennprozesses kann an den Analogrechner des Steuergeräts 14 ein Mehrfarbenschreiber angeschlossen
werden, der die Konzentrationen an Glukose und Fruktose als kontinuierliches Elutionsdiagramm
wiedergibt.
In F i g. 2 ist die Steuereinheit II so geschaltet, daß der Säulenabschnitt 3 mit dem Säulenabschnitt 10
über das Ventil 8 und die Zuleitung 11 direkt verbunden ist.
Im folgenden Beispiel ist das erfindungsgemäße Verfahren näher erläutert:
Großtechnische Gewinnung reiner Fruktose aus empimerisiertem Stärkesirup
Säulenabmessungen
Säulenabschnitt 3: Durchmesser 10 cm, Länge 4,5 m
Säulenabschnitt 10: Durchmesser 10 cm, Länge 9,0 m Mit einer Laufgeschwindigkeit von 6 Litern/Stunde
ίο werden 2 Liter einer 15gewichtsprozentigen epimerisierten
Stärkesirup-Lösung auf den Säulenabschnitt 3 aufgegeben. Nach 20 Minuten wird die Pumpe 1 abgestellt
und über die Pumpe 4 2,6 Stunden Wasser mit einer Laufgeschwindigkeit von 6 Litern/Stunde
aus dem Tank W in den Säulenabschnitt 3 gepumpt. Die Pumpen 1 und 4 versorgen nun in gleichbleibendem
Rhythmus abwechselnd den Säulenabschnitt 3. Nach etwa 90 Minuten werden am Analysator 12 die
ersten Veränderungen des Brechungsindex gemessen und das Ventil 8 so geschaltet, daß das Eluat in den
Tank D abfließt. Der Säulenabschnitt IC wird nun von der Pumpe 9 mit Wasser versorgt. Nach weiteren
90 Minuten sind die Verunreinigungen aus der Säule entfernt. Bei einer Konzentration von etwa
190 g Glukose/Liter wird das Ventil 8 umgeschaltet und der Säulenabschnitt 3 mit dem Säulenabschnitt
10 verbunden. Das Eluat wird nun im Säulenabschnitt 10 in üblicher Weise weiter aufgetrennt und
in die Tanks G, G/F und F verteilt. Die Fruktoselösung zeigt eine spezifische Drehung von etwa
— 92° und entspricht den Reinheitsanforderungen des DAB 7.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Verfahren zur großtechnischen Gewinnung reiner Fraktionen aus einem diese Fraktionen und
Verunreinigungen enthaltenden Gemisch mittels zyklischer Säulenchromatographie, bei welchem
man die Trennung in zwei Durchlaufabschnitten durchführt, wobei die die Verunreinigungen enthaltenden
Fraktionen am Ende des ersten Abschnitts aus der Säule entfernt werden, dadurch
gekennzeichnet, daß man gleichzeitig eine
äquivalente Menge Elutionsnv'ttel in den zweiten Durchlaufabschnitt einleitet, worauf die beiden
Abschnitte, so lange miteinander verbunden werden, bis am Ende des ersten Abschnitts die die
Verunreinigungen enthaltende Fraktion des nachsten Zyklus auftritt.
2. Anwendung des Verfahrens gemäß Anspruch 1 zur großtechnischen Gewinnung reiner
Fruktose aus einem mit Disacchariden und Polysacchariden verunreinigten Glukose-Fruktose-Sirup
durch kontinuierliche Aufirennung an Ionenaustauschern mittels zyklischer Elution.
3. Verfahren gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein mitCalciumionen beladener
Ionenaustauscher verwendet wird.
4. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Entnahme
der Hauptfraktionen am Ende des zweiten Durchlaufabschnittes mittels Analogrechnung
unter Verwendung der aus der Messung des Drehwinkeis und des Brechungsindexes der das System
verlassenden Flüssigkeit geneuert wird.
5. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 oder 2. dadurch gekennzeichnet, daß die Abtrennung
der verunreinigten Fraktionen mittels Konzentrations-Analyse gesteuert wird.
6. Vorrichtung zur großtechnischen Gewinnung reiner Fraktionen aus einem diese Fraktionen und
Verunreinigungen enthaltenden Gemisch mittels zyklischer Säulenchromatographie gemäß Anspruch
1, bestehend aus zwei hintereinander geschalteten Säulenabschnittcn, geeigneten an sich
bekannten Zu- und Abführungsleitungen, Ventilen, Steuereinrichtungen und Analysatoren, dadurch
gekennzeichnet, daß ein Ende des ersten Säulenabschnittes (3) eine Abführungsleitung und
am Anfang des zweiten Säulenabschnittes (10) eine Zuführungsleitung (11) zusätzlich angebracht
sind und sich Ventile zwischen den Säulenabschnitten und in diesen zusätzlichen Zu- und Abführungsleitungen
befinden, die durch eine an sich bekannte Steuereinrichtung (12). die mit einem ebenfalls bekannten Analysator (7) am
Ende des ersten Säulenabschnitts (3) verbunden ist, steuerbar sind.
7. Vorrichtung gemäß Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge des ersten Säulenabschnitts
(3) sich zur Länge beider Säulenabschnitte verhält wie die Differenz der Wanderungsgeschwindigkeiten
dor Hauptkomponenten zur Differenz der Wandprungsgcschwindigkcit
von erster Hauptkomponente und Verunreinigung.
8. Vorrichtung gemäß Anspruch 6, dadurch ge-
Die Säulenchromatographie ist in den letzten Jahren mehr und mehr zur Trennung von Substanzgemischen
im technischen Maßstab herangezogen worden. So kann beispielsweise Invertzucker chromatographisch
aufgetrennt werden, wobei man die Komponenten Glukose und Fruktose in reiner Form
erhält.
Theoretisch wäre für eine solche Trennung ein kontinuierliches Verfahren, beispielsweise gemäß
USA.-Patentschrift 3 493 497, Spalte 8 und F i g. 3, bei dem Adsorptions- und Elutionsmittel im Gegenstrom
durch eine Säule geführt werden, einsetzbar. Praktisch ist ein solches Verfahren aber nicht technisch
verwendbar, da das bewegte Adsorptionsmittel die Säule so inhomogen füllt, daß der Trennfaktor
gering ist und durch die mechanische Beanspruchung das Adsorptionsmittel zu schnell zerstört wird.
Außerdem führt das Prinzip nach USA.-Patentschrift 3 493 497 zur Trennung eines Gemisches von
nur zwei Stoffen, und es gibt keine Möglichkeit, es auf die gleichzeitige Auftrennung eines Drei- oder Mehrfachgemisches
zu übertragen. Letzteres ist aber in vielen Fällen von überaus großer wirtschaftlicher Bedeutung.
Technische Chromatographieverfahren werden deshalb meist zyklisch durchgeführt, d. h. Beladungsund
Elutionsphasen wechseln im kontinuierlichen Betrieb einander ab. Um die Wirtschaftlichkeit von
Trennanlagen möglichst hoch zu halten, ist man bestrebt, die Auftrennung von Gemischen an möglichst
kurzen Säulen durchzuführen, so daß die einzelnen Zyklen möglichst rasch aufeinander folgen; es ist
jedoch oft schwierig, unter den genannten Bedingungen eine ausreichende Trennung zu erhalten. Besonders
große Schwierigkeiten treten auf, wenn neben den zu gewinnenden Hauptkomponenten noch stark
unterschiedlich wandernde Nebenprodukte abzutrennen sind, die die Zyklen so weit auseinanderziehen,
daß die Wirtschaftlichkeit des Trenn Verfahrens in
Frage gestellt wird.
Epimerisierte Stärkesirupe enthalten beispielsweise neben den Hauptkomponenten Glukose und Fruktose
noch erhebliche Mengen Di- und Polysaccharide. Aus den obengenannten Gründen war es bisher nicht
möglich, aus diesem an sich wohlfeilen Ausgangsprodukt den hochwertigen Bestandteil Fruktose mittels
kontinuierlicher zyklischer Säulenchromatographie wirtschaftlich in reiner Form zu gewinnen. Trennt
man nämlich epimerisierte Stärkesirupe mittels zyklischer Säulenchromatographie auf, so holen die
relativ schnell laufenden Di- und Polysaccharid-Fraktionen die bereits getrennte Fruktosefraktion
des vorhergehenden Zyklus ein, wenn man den Zyklus nicht durch ein entsprechend langes Elutionsintervall
auseinanderzieht. Diese Elutionsintervalle würden aber die Kapazität der Trennanlage um mehr
als die Hälfte senken.
Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, ein Ver-
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1971
- 1971-07-20 ZA ZA714790A patent/ZA714790B/xx unknown
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0245940A1 (de) * | 1986-04-16 | 1987-11-19 | Imperial Chemical Industries Plc | Analyse des Flusses von Flüssigkeiten |
| EP0309380A3 (en) * | 1987-09-25 | 1990-02-14 | Nihon Bunko Kogyo Kabushiki Kaisha | Recycle chromatograph with supercritical fluid |
| US5180487A (en) * | 1987-09-25 | 1993-01-19 | Nihon Bunko Kogyo Kabushiki Kaisha | Pump apparatus for transferring a liquified gas used in a recycle chromatograph |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| ZA714790B (en) | 1972-05-31 |
| DE2036525A1 (de) | 1972-02-03 |
| US3686117A (en) | 1972-08-22 |
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