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Uhr mit Datumsanzeige Die Erfindung betrifft ein e Uhr, insbesondere
eine elektrische Armbanduhr, mit einem Datumsring, der über ein vom Uhrwerk schrittweise
angetriebenes Malteserkreuz und über ein mit diesem verbundenes Antriebselement
fortgeschaltet wird, wobei durch die Bewegung des Malteserkreuzes bei der Fortschaltung
eine Entrastung des Datumsringes erfolgt Es ist eine Uhr der eingangs genannten
Art bekannt, (DBP 1 276 158) bei welcher der Datumsring durch einen in seine Verzahnung
eingreifenden Rasthebel gegen eine Verdrehung gesichert ist, der zur Fortschaltung
mit Hilfe
eines mit dem Malteserkreuz verbundenen Betätigungsfingers
aus der Verzahnung herausbewegt wird. Diese Anordnung erfordert für die Fortschaltung
des Datumsringes eine verhältnismäßig große Energie. Die Anordnung ist außerdem
verhältnismäßig aufwendig. Außerdem ist eine Fortschaltung des Datumsringes nur
durch eine Zeigerverstellung möglich.
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Es ist ferner eine Uhr mit Datumsanzeige bekannt (DBP 1 209 511),
bei welcher für die Fortschaltung des Datumsringes ein mit einem in die Verzahnung
des Datumsringes eingreifenden Hebel versehenes Rad vorgesehen ist, das mit gleicher
Geschwindigkeit wie ein zweites, einen ebenfalls in die Verzahnung des Datumsringes
eingreifenden Sperrzylinder tragendes Rad. umläuft. Dabei ist der Sperrzylinder
mit einer Fortschaltlücke versehen, diebej..der Fortschaltung des Datumsringes einen
Zahn passieren läßt.
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Zusätzlich. ist zur Verhinderung einer Rückdrehung des Datumsrades
noch eine in dessen Verzahnung eingreifende Sperrfeder vorgesehen. Diese bekannte
Anordnung ist auf wendig und teuer, da sie eine sehr genaue. Fertigung verlangt.
Auch ist-bei dieser. Anordnung eine Verstellung des Datumsringes nur durch e-ine
Zeigerverstellung möglich.
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Es ist ferner eine Uhr mit Datums- und Wochentagsanzeige bekannt
(DOS 1 810 125), bei welcher der Anzeigering für die Wochentage mit einer Innenverzahnung
versehen ist, in die ein von einer in vierundzwanzig Stunden einmal umlaufenden
Nocke betätigter federnder Hebel eingreift, welcher die Fortschaltung bewirkt. Ferner
ist eine in die gleiche Verzahnung eingreifende Rastfeder vorgesehen. Der Antrieb
des in gleicher Ebene wie der Wochentagsring liegende Datumsringes erfolgt unmittelbar
durch den Wochentagsring, der zu diesem Zwecke exzentrisch gelagert ist und mit
einer Außenverzahnung in eine Innenverzahnung des Datumsringes eingreift.
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Der Datumsring ist mit einer Umfangsnut versehen, in die zur Führung
drei Drahtfedern eingreifen. Um eine Verstellung des Datumsringes gegenüber dem
Wochentagsring zu ermöglichen, kann der Datumsring gegen die Wirkung einer Drahtfeder
seitlich verschoben und dadurch außer Eingriff mit der Außenverzahnung des Wochentagsringes
gebracht werden. Die Vorrichtung zur Fortschaltung der Anzeigeringe ist hier verhältnismäßig
aufwendig. Sie er-.
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fordert eine verhältnsmäßig große Energie für die Fortschaltung, die
noch durch die durch die FUhrungsdrahtfedern hervorgerufene Reibung vergrößert wird.
Außerdem ist zur Verstellung des Wochentagsringes eine Zeigerverstellung erforderlich.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Uhr der eingangs genannten
Art zu schaffen, bei welcher der Datumsring mit einer sehr einfaöh aufgebauten Fortschaltvorrichtung
mit einem Minimum an Energie fortgeschaltet werden kann, wobei jederzeit eine Datumsverstellung
vorgenommen werden kann; ohne daß zu diesem Zwecke eine Zeigerverstellung erfolgen
muß. Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß der Datumsring mit zwei in
zwei Ebenen angeordneten Zahnkränzen versehen ist, daß mit dem Maltserkreuz ein
in eine Verzahnung des Datumsringes eingreifender Sperrzylinder verbunden ist, der
einen in die zweite Verzahnung des Datumsringes eingreifenden Schaltfinger trägt
und mit einer Schaltlückeversehen ist, und daß der Datumsring federnd derart gelagert
ist, daß er zum Zwecke einer Datumskorrektur in seiner Ebene seitlich so weit verschiebbar
ist, daß seine Verzahnung außer Eingriff mit dem Schaltfinger bzw. dem Sperrzylinder
gelangt.
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Vorzugsweise ist der Datumsring mit einer Ringnut versehen, in die
auf einer Platine des Uhrwerks gelagerte Führungselemente eingreifen. Zweckmäßig
kann die Ringnut zwischen den beiden Zahnkränzen des Datumsringes vorgesehen sein.
Es ist aber auch möglich, die Ringnut am
Außenumfang des Datumsringes
vorzusehen. Die Berührungspunkte zwischen Datumsring und Führungselementen sind
zweckmäßig mit gleichen Abständen über die Nut verteilt angeordnet. Die Führungselemente
können aus zwei symmetrisch zum Schalt- und Sperrzylinder angeordneten, feststehenden
aber drehbaren Führungsrollen unduSeinem diesen Rollen symmetrisch gegenüberliegenden
federnd schwenkbaren Führungshebel bestehen. Bei einer zwischen den Datumsringverzahnungen
angeordneten Führungsnut können die Führungsrollen symmetrisch zu beiden Seiten
des Schalt-und Sperrzylinders angeordnet sein, wobei der Führungshebel dem Schalt-
und Sperrzylinder diametral gegenüberliegt.
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Der Führungshebel kann einen in die Führungsnut des Datumsringes
eingreifenden, gerundeten Vorsprung aufweisen, wobei der Führungshebel einen Anschlag
enthält, der sich gegen eine Stellvorrichtung legt, so daß der Abstand zwischen
dem Vorsprung und dem Grund der Führungsnut einstellbar ist. die Stellvorrichtung
kann beispielsweise aus einem mit einer Uhrwerksplatine gelagerten, gegen eine Reibungskraft
verdrehbaren Exzenter bestehen.
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Der Datumsring kann beispielsweise aus zwei Ringteilen bestehen,
von denen jeder eine Verzahnung trägt.
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Die Ringteile können dann so zus ammenge fügt werden, daß die beiden
Verzahnungen um eine halbe Zahnteilung gegeneinander versetzt sind. Die Trennfuge
verläuft dann zwischen den beiden Verzahnungen.
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Der Datumsring besteht vorzugsweise aus einem Material geringer Dichte,
vorzugsweise aus einem Kunststoff. Gegebenenfalls kann der Datumsring auch aus einem
Stück geprägt sein.
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Zur Datumskorrektur wird beispielsweise eine in eine Verzahnung des
Datumsringes eingreifbare Verstellvorrichtung in der Nähe des Führungshebels vorgesehen.
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Das Datums fenster im Zifferblatt liegt zweckmäßig in der Nähe des
Schalt- und Sperrzylinders.
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Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert.
In der Zeichnung zeigen: Figur 1 eine Draufsicht auf die Vorderplatine eines Uhrwerkes
mit der gesamten Anordnung der Datumsfor,tschaltung und Korrektureinrichtung
Figur
2 einen Schnitt durch das Malteserfortschaltgetriebe und den Fortschait-und Sperrzylinder
nach der Linie II-II in Figur 1, Figur 3 einen Schnitt durch die Datumsschnellkorrektureinrichtung
nach dem Schnitt III-III in Figur 1, Figur 4 einen Schnitt durch eine der Rollenführungen
des Datumsringes nach der linie IV-IV in Figur 1, Figur 5 eine abgewandelte Ausführung
der Verzahnung des Datumsringes.
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In den Figuren 1 bis 4 ist mit 10 die Vorderplatine eines Uhrwerkes
bezeichnet. 11 ist das Stundenrad das über ein Zwischenrad 12 ein weiteres Rad 13
antreibt, und zwar ist zwischen dem Stundenrad 11 und dem Rad i3 beispielsweise
eine Übersetzung 1:2 vorgesehen. Diese Übersetzung soll eine Fortschaltung des Datumsringes
17 innerhalb einer Stunde sicherstellen. Das Rad 13 macht also in vierundzwanzig
Stunden vier Umdrehungèn.
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Mit dem Rad 13 ist eine Scheibe 14 verbunden, welche einen Schaltfinger
14a trägt. Dieser Schaltfinger 14a schaltet ein Malteserkreuz 15, das mit einem
Zylinder 16 verbunden ist. Dieser ZyLinder 16 trägt einen 5chaltfinger 16b. Er weist
im übrigen eine Ausnehmung 16a auf, die während der Fortschaltung des Datumsringes
i7 einen Zahn
der Innenverzahnung des Datumsringes 17 pa-ssieren
läßt.
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Der Datumsring 17 ist mit zwei Innenverzahnungen 17a und 17b versehen,
zwischen denen bei den gezeigten Ausführungsbeispielen eine Ringnut 17c vorgesehen
ist.
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Der Schaltfinger 16b greift in die Verzahnung 17a ein, während der
Sperrzylinder 16 mit der Verzahnung 17b zusammenwirkt.
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Zur Führung des Datumsringes 17 sind zwei auf der Platine fest angeordnete
Rollen 18 und 19 angeordnet, die in die Führ,ungsnut 17c eingreifen und die sich
mit dem Datumsring drehen können. Die Führungsrollen 18 und 19 sind zweckmäßig in
Bezug auf den Sperrzylinder 16 jeweils, um 60° versetzt zu beiden Seiten angeordnet.
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Bei 20 ist auf der Platine 10 ein Hebel 21 schwenkbar gelagert, der
mit einem gerundeten Vorsprung 21a ebenfalls in die Nut 17c eingreift. Der Hebel
wird durch eine Feder, die bei 24 und 25 an der Platine befestigt ist, in Riehtung
gegen die Nut 17c bewegt. Der Hebel enthält eine Durchbrechung 21 mit einem Anschlag
21c, der sich gegen einen Exzenter 22 legt. Mit Hilfe dieses Exzenters 22 kann der
Abstand zwischen dem gerundeten Teil des Vorsprunges 21a
und dem
Grund der Nut 17c eingestellt werden. Auf diese Weise ist trotz bestehender Fertigungstoleranzen
eine Drehung des Datumsringes 17 mit sehr geringer Reibung möglich.
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Ferner ist an der Platine 10 noch eine Datumsschnellkorrekturvorrichtung
26 gelagert, die mit zwei Vorsprüngen 26a und 27 versehen ist. Der Vorsprung 26a
greift in ein Langloch der Platine 10 und begrenzt die Bewegung der Scheibe 26.
27 ist ein Schaltfinger, welcher in die Verzahnung 17b des Datumsringes 17 eingreift
und eine Verstellung im Gegenuhrzeigersinn bewirken kann. Eine Zeigerverstellung
ist hierzu nicht erforderlich. Bei einer Verstellung des Datumsringes durch die
Korrekturvorrichtung 26 kann der Datumsring 27 entgegen der Wirkung der Feder 23
seitlich so verschoben werden, daß die Verzahnungen 17a und 17b außer Eingriff mit
dem Sperrzylinder 16 bzw. dem Schaltfinger 16b gelangen.
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Wie bereits erwähnt, vollführt das Rad 13 vier Umdrehungen in vierundzwanzig
Stunden. Die Scheibe 14, die mit dem Rad 13 fest verbunden ist, dreht sich somit
ebenfalls viermal in vierundzwanzig Stunden. Somit wird das
Malteserkreuz
15 in vierundzwanzig Stunden viermal weitergeschaltet, und es wird durch den Schaltfinger
16b der Datumsring in vierundzwanzig Stunden einmal um eine Zahnteilung weitergedreht.
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Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel befindet sich die Ringnut 17c
zwischen den beiden Innenverzahnungen 17a und 17b. Es ist aber natürlich auch möglich,
am Außenumfang des Datumsringes eine Führungsnut vorzusehen, in die Führungselemente
18, 19 und 21 eingreifen können.
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Auch ist es natürlich denkbar, die Verzahnung am Außenumfang des Datumsringes
17 anzuordnen.
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Durch den bereits beschriebenen Exzenter 22 kann mit Hilfe des Hebels
21 das Seitenspiel zwischen dem Sperrzylinder 16 mit Schaltfinger 16b und den Verzahnungen
17a und 17b auf ein Mindestmaß eingestellt werden. Es ist aus diesem Grunde vorteilhaft,
das Datumsfenster des Zifferblattes in der Nähe des Fortschalt- und Sperrzylinders
16 anzubringen. Die Rollen 18 und 19 müssen natürlich geometrisch so angeordnet
sein, daß sie das Einstellen des Seitenspielen zulassen, das heißt, sie dürfen auch
bei fertig eingestelltem Seitenspiel noch nicht ganz dem Nutengrund aufsitzen
Der
Datumsring 17 kann aus Metall oder Kunststoff bestehen. Wenn er aus Metall besteht,
kann er gedreht und gezahnt oder aber, wie in Figur 5 dargestellt, formgeprägt sein.
In Figur 5 ist mit 30 die Platine bezeichnet. 31 ist der Datumsring mit den Verzahnungen
31a und 31b. 32 ist eine der Führungsrollen.
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Wenn der Datumsring aus Kunststoff besteht, wird er zweckmäßig zweiteilig
gespritzt, und zwar so, daß jeder Ringteil einen Zahnkranz aufweist. Die beiden
Teile werden dann mit zwei Seitenflächen zusammengefügt. Die Stellung der Verzahnungen
zueinander kann dadurch sichergestellt werden, daß an einem Datumsringteil Paßstifte
angespritzt werden, die in entsprechende Löcher des anderen Ringteiles eingreifen.
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Die Verstellvorrichtung 26 kann beispielsweise, wie in Figur 3 gezeigt,
durch die Kronenwelle 28 betätigt werden, die zu diesem Zwecke in eine bestimmte
Stellung e gebracht wird, in der sie zum Beispiel über ein Zahn-26 kupplung 29 mit
der Scheibe in Verbindung steht. Natürlich sind auch andere Verstellvorrichtungen
denkbar. Zweckmäßig wird Jedoch die Verstellvorrichtung immer in der Nähe
des
Führungshebels 21 angeordnet. Wichtig ist dabei, daß die Anordnung so getroffen
ist, daß der Datumsring 17 aufgrund des unter Federeinwirkung stehenden Hebels 21
seitlich ausweichen kann und somit außer Eingriff mit dem Fortschalt- und Sperrzylinder
16 kommt, so daß dieser die Bewegung nicht behindert.