DE2036173C3 - Verfahren zur Herstellung von ungesättigten isomeren Phospholindihalogeniden - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von ungesättigten isomeren PhospholindihalogenidenInfo
- Publication number
- DE2036173C3 DE2036173C3 DE2036173A DE2036173A DE2036173C3 DE 2036173 C3 DE2036173 C3 DE 2036173C3 DE 2036173 A DE2036173 A DE 2036173A DE 2036173 A DE2036173 A DE 2036173A DE 2036173 C3 DE2036173 C3 DE 2036173C3
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- reaction
- phospholine
- methyl
- dihalides
- preparation
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07F—ACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
- C07F9/00—Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
- C07F9/02—Phosphorus compounds
- C07F9/547—Heterocyclic compounds, e.g. containing phosphorus as a ring hetero atom
- C07F9/6564—Heterocyclic compounds, e.g. containing phosphorus as a ring hetero atom having phosphorus atoms, with or without nitrogen, oxygen, sulfur, selenium or tellurium atoms, as ring hetero atoms
- C07F9/6568—Heterocyclic compounds, e.g. containing phosphorus as a ring hetero atom having phosphorus atoms, with or without nitrogen, oxygen, sulfur, selenium or tellurium atoms, as ring hetero atoms having phosphorus atoms as the only ring hetero atoms
- C07F9/65686—Heterocyclic compounds, e.g. containing phosphorus as a ring hetero atom having phosphorus atoms, with or without nitrogen, oxygen, sulfur, selenium or tellurium atoms, as ring hetero atoms having phosphorus atoms as the only ring hetero atoms the ring phosphorus atom being part of an organo-phosphorane
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Biochemistry (AREA)
- General Health & Medical Sciences (AREA)
- Molecular Biology (AREA)
Description
CH2=C C=CHR,
R1 R2
worin die Reste
Ri, R2, R3 gleich oder verschieden sein können und
für Wasserstoff, Chlor, einen Alkylrest mit 1-4 Kohlenstoffatomen oder Phenyl stehen,
in Gegenwart üblicher Polymerisationsinhibitoren in einem Lösungsmittel bei niederen bis erhöhten
Temperaturen, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung in Phosphoroxychlorid oder
Phosphoroxybromid als Lösungsmittel durchführt.
Es ist bekannt, daß man aus Halogeniden des 3bindigen Phosphors durch Reaktion mit Dienen zu
pentacyclischen, ungesättigten Phosphin-dihalogeniden (Phospholindihalogeniden) gelangen kann.
Die Reaktion wird im allgemeinen so durchgeführt, daß man das Phosphorhalogenid und das Dien
vermischt, und längere Zeit — zwischen einigen Tagen bis zu Monaten — bei Temperaturen von Raumtemperatur
bis zu etwa 6O0C stehenläßt. Allerdings wird die Reaktion durch die Erhöhung der Temperatur nur
unwesentlich beschleunigt. So reagieren Isopren als Dien und Alkyldichlorphosphin als Organo-phosphordihalogenid
in 11 Tagen bei ca. 650° C nur zu ca. 59%.
Lediglich im Falle der Bromide des 3bindigen Phosphors und besonders aktiver Diene sind kürzere
Reaktionszeiten möglich.
Bei den praktisch wichtigen Fällen unter Verwendung der gut zugänglichen niederen Alkyl-phosphor-dichloride
und von Butadien, Isopren, 2-Chlorbutadien, 2,3-Dichlorbutadien sind kurze Reaktionszeiten bisher
nicht möglich gewesen. Um zu brauchbaren Umsätzen zu kommen, waren Standzeiten von mehreren Wochen
bis zu mehreren Monaten erforderlich. Diese lange Verweilzeii bildete bisher ein schwerwiegendes Hindernis
für die praktische Erschließung dieser Stoffklasse.
Ein weiterer Nachteil des bisherigen Verfahrens ist die Gefahr, daß sich die Reaktionspartner beim
Zusammengeben spontan erwärmen, wobei sich unerwünschte polymere Produkte bilden. Dieses Verhalten
ist z. B. bei der Verwendung von Isopren und Methyl-dichlorphosphin die Regel. Auch die Zugabe der
bekannten Polymerisations-Stabilisatoren schafft hier (15
keine Abhilfe.
Da die pentacyclischen, ungesättigten Phosphin-dihalogenide
unter anderem auch dazu verwendet werden, um aus ihnen die entsprechenden 1-Oxo-l-organylphospholine
herzustellen, ist zur schnellen Bildung der letzteren vorgeschlagen worden, die Reaktion zwischen
Organo-dihalogen-phosphinen und Dienen in Gegenwart von Essigsäure-anhydrid ablaufen zu lassen
(SU-PS 186 465).
Es konnte aber durch Versuche festgestellt werden, daß die Organodihalogen-phosphine mit Essigsäureanhydrid
bereits alleine schnell zu Folgeprodukten reagieren, so daß das Verfahren für die Praxis nicht
geeignet ist
Es ist weiter versucht worden, die Reaktion zwischen den Organo-dihalogen-phosphinen und Dienen in
Lösungsmitteln ablaufen zu lassen, die sowohl mit den Alkyl-dihalogenphosphinen als auch mit den Dienen als
auch den Endprodukten der Reaktion verträglich sind und die zumindest die Ausgangsstoffe lösen. Solche
Lösungsmittel sind z. B. Toluol oder aliphatische Kohlenwasserstoffe (US-PS 26 63 736). Es ist aber
festgestellt worden und aus eigenen Arbeiten bekannt, daß die Lösungmittel die Reaktion stark verlangsamen
oder aber ganz zum Erliegen kommen lassen können.
Grundsätzlich kommen als Lösungsmittel alle die Verbindungen in Frage, die gegen die drei Reaktionskomponenten: Organo-dihalogen-phosphin, Dien und
pentacyclische Phosphin-dichloride inert sind. Somit fallen solche Lösungsmittel wie Alkohole, Nitrile,
Amine, Schwefeldioxid, Thionylchlorid wegen Reaktion mit einem der Reaktionspartner für den genannten
Zweck aus. Grundsätzlich geeignet sind Lösungsmittel wie Toluol, Methylenchlorid, Chloroform, die unter den
Bedingungen der Reaktion inert sind. Arbeitet man nun mit solchen Lösungsmitteln bei Temperaturen von z. B.
6O0C, so stellt man zwar eine Beschleunigung der Reaktion fest, doch werden sehr große Mengen an
polymerem Material erhalten. Bei der Aufarbeitung auf Phosphinoxyd werden neben dem gewünschten Endprodukt
ca. 60% bezogen auf das Endprodukt, an polymerem Material erhalten.
Es wurde nun überraschenderweise das im Anspruch näher definierte Verfahren gefunden.
Als aliphatische Reste R sind in der Formel Alkylreste
mit 1—18 vorzugsweise 1 —4 Kohlenstoffatomen sowie cycloaliphatische Reste mit 5-12, vorzugsweise 5, 6
oder 7 Kohlenstoffatomen im Ringsystem zu verstehen. Diese aliphatischen Reste können gegebenenfalls durch
Halogenatome (vorzugsweise Fluor, Chlor, Brom) substituiert sein.
Aromatische Reste sind der Naphthylrest, vorzugsweise jedoch der Phenylrest. Die araliphatischen Reste
(R) enthalten 1 -4, vorzugsweise 1 oder 2 Kohlenstoffatome in der aliphatischen Kette und als aromatischen
Rest bevorzugt den Phenylrest, als Substituenten des aromatischen bzw. der araliphatischen Reste kommen
Halogene (vorzugsweise Fluor, Chlor, Brom) und/oder niedere Alkylreste mit 1 —4 Kohlenstoffatomen in
Betracht. Auch der cycloaliphatische Rest kann gegebenenfalls durch derartige niedere Alkylreste
substituiert sein. Als für das Verfahren Verwendung findende Diene kommen bevorzugt solche in Betracht,
in welchen die Reste Ri, R2 und R3 für Wasserstoff sowie
für Wasserstoff und Methyl stehen.
Als Oxyhalogenide des 5wertigen Phosphors, welche als Lösungsmittel Verwendung finden, kommen Phosphoroxyhalogenide,
insbesondere das Phosphoroxychlorid in Betracht.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann in einem relativ breiten Temperaturbereich durchgeführt wer-
den. Allgemein wird im Temperaturbereich von 20-900C, verzugsweise jedoch 40-800C gearbeitet,
wobei jedoch selbstverständlich die Reaktivität der jeweiligen Reaktionskomponenten mitberücksichtigt
wird.
Die Dauer der Reaktion hängt ebenfalls von der Reaktivität der Komponenten ab. Sie kann zwischen
einigen Stunden und einigen Tagen liegen. So sind z. B. nach 24 bis 48 Stunden Butadien und Methyl-dichlorphosphin zu ca. 90% umgesetzt Die entsprechende ι ο
Umsetzung nach dem bekannten Verfahren dauert ca. 4 Wochen.
Das Verfahren der Erfindung kann bei Normaldruck oder erhöhtem Druck durchgeführt werden. Das
Arbeiten unter Druck kann erforderlich sein, wenn man ι s bei Raumtemperatur gasförmige Diene wie Butadien
verwendet Der sich im Reaktionsgefäß einstellende Druck entspricht dem Dampfdruck der Komponenten
bei der herrschenden Temperatur.
Das Verhältnis von Lösungsmittel zur Summe der Reaktionspartner kann in einem relativ weiten Bereich
variiert werden. Während Verhältnisse (in Gew.-Teilen) von 5 zu 1 (Lösungsmittel zu Summe der Reaktionspartner) zwar gute Ausbeuten liefern, führt die erforderliche
Wiedergewinnung des Lösungsmittels doch zu einem erheblichen Aufwand. Auf der anderen Seite sind
Verhältnisse von 1 zu 1 (Lösungsmittel zu Summe der Reaktionspartner), obwohl sie ebenfalls noch zu
brauchbaren Ergebnissen führen, wegen der Gefahr einer Spontanreaktion und dem damit verbundenen
Problem der Wärmeabfuhr nicht sehr geeignet. Brauchbare Verhältnisse in bezug auf die genannten
Faktoren ergeben sich dann, wenn das Verhältnis von Lösungsmittel zur Summe der Reaktionspartner bei ca.
1,5 bis ca. 3:1 liegt.
Es ist bekannt, daß es zweckmäßig ist, bei der Reaktion zwischen Organo-dihalogen-phosphinen und
Dienen Polymerisations-Inhibitoren zuzusetzen (s. Houben-Weyl-Methoden der org. Chemie, Band XlV, 1).
Auch bei dem vorliegenden Verfahren werden solche Inhibitoren wie z. B. Kupferstearat, Phenothiazine oder
tert Butylbrenzcatechin in Mengen von etwa 0,1 bis 1,0 Gew.-% zuzugeben bezogen auf die Summe von
Organodihalogen-phosphin und Dien.
Die Herstellung der pentacyclischen Phosphin-dihalogcnide kann kontinuierlich oder diskontinuierlich
erfolgen. Bei den normalerweise doch relativ langen Reaktionszeiten bietet sich im allgemeinen die diskontinuierliche Verfahrensweise an.
Die Reaktionskomponenten können gleichzeitig oder nacheinander zum Lösungsmittel gegeben werden. Bei
nicht zu großen Ansätzen (einige kg Reaktionsgemisch) und nicht zu aktiven Dienen, wie z. B. Butadien, ist es
ohne weiteres möglich, die Reaktionspartner gleichzeitig im Phosphoroxy-halogenid zu erwärmen. Bei
aktiveren Dienen (Isopren) kann es zweckmäßig sein, das Dien zum vorliegenden Gemisch von Phosphoroxyhalogenid und Organo-dihalogen-phosphin zuzugeben.
Andererseits ist es aber auch möglich, zu einer Mischung von Phosphoroxyhalogenid und Dien das (>o
Organo-dihalogen-phosphin zuzufügen.
Bei der Reaktion ist es möglich, die beiden Reaktionspartner — Organo-dihalogen-phosphin und
Dien — im Molverhältnis 1 :1 einzusetzen. Im allgemeinen wird es zweckmäßig sein, von einer der fts
beiden Komponenten einen Überschuß zu verwenden. Welche Komponente im Überschuß eingesetzt wird,
wird im altgemeinen davon abhängen, ob das Dien oder
das Organo-phosphor-dihalogenid leichter zugänglich
ist, so daß die gut zugänglichen Diene (Butadien, Isopren oder 2-Chlorbutadien) im Überschuß eingesetzt werden.
Nach beendeter Reaktion kann man das Lösungsmittel und nicht umgesetzte Reaktionspartner vom gebildeten
festen, nicht flüchtigen Phosphin-dihalogenid durch Dertillation abtrennen. Die Entfernung des Lösungsmittels geschieht am besten im Vakuum bei Temperaturen,
die im allgemeinen die obere Grenze der Reaktionstemperatur nicht überschreiten. Es hinterbleibt im allgemeinen ein dunkler, kristalliner Rückstand, der als solcher
gewonnen und analysiert werden kann.
Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhaltenen Verbindungen sind wertvolle Zwischenprodukte
zur Herstellung der entsprechenden Oxide oder Sulfide. Die Überführung in die genannten Verbindungen
erfolgt in bekannter Weise durch Zugabe von Wasser, Alkoholen, Essigsäure bzw. Schwefelwasserstoff, wie
z. B. in den US-Patentschriften 26 63 736, 26 63 737 und 26 63 738 beschrieben.
Beispiel 1
(Vergleichsversuch)
0,25 Mol Methyl-dichlorphosphin ( = 29g) 0,25 Mol
Butadien (=14g) und je 0,1 g Kupferstearat und tert.
Butylbrenzcatechin (TBC) wurden bei -20° C vermischt, in einen Rundkolben gefüllt, der druckfest
verschlossen werden konnte und bei 20 bis 25° C 7 Tage stehengelassen. Anschließend wurde im Vakuum nicht
umgesetzte·: Methyl-dichlorphosphin und Butadien entfernt, der feste, kristalline Rückstand (10g = 23% d.
Th.) mit 20 ml Wasser in Lösung gebracht, die Salzsäure bei 12 Torr, bis 1000C Sumpftemperatur abgedampft,
der Rückstand mit Natronlauge auf pH 7 gebracht und die wäßrige, kochsalzhaltige Lösung mit 6 · 50 ml
Chloroform extrahiert. Durch Destillation konnten aus dem Chloroformextrakt 6 g 1-Methyl-1-oxo-phospholin-3 (= 20% d. Th.) isoliert werden.
Verdünnt man das angegebene Reaktionsgemisch mit 100 ml Leichtbenzin oder Toluol, so haben sich nach der
genannten Versuchsdauer von 7 Tagen bei 200C nur 1 bis 2 g Phosphin-dihalogenid gebildet.
Beispiel 2
(erfindungsgemäßes Verfahren)
200 ml Phosphoroxychlorid, 0,5 Mol Methyl-dichlorphosphin ( = 58,5 g) und 0,6 Mol Butadien (20%
Überschuß) wurden bei 1O0C in Gegenwart von je 0,3 g
Kupferstearat und tert.Butylbrenzcatechin in einer Druckflasche vereinigt und 2 Tage auf 55° C erhitzt.
Nach Abziehen aller leichtflüchtigen Komponenten erhält man in quantitiver Ausbeute das Isomerengemisch der Verbindungen der Formel
Cl
Cl"
Nach der im Beispiel 1 angegebenen Methode wurde das Phosphindichlorid zur Charakterisierung in das
-oxid überführt und 42 g ( = 72,5% d. Th.) 1-Oxo-l -methyl-phospholin
von Kp. 135°C/12 Torr erhalten. Nach gaschromatographischer Analyse liegt die Doppelbindung
des gebildeten Phosphinoxids zu 94% in der 2-Stellung und zu 6% in der 3-Stellung.
Bei einer Reaktionstemperatur von 60° C wurden bei einer Laufzeit von nur 15 Stunden bereits 30 g
Phosphinoxid (entspr. 52% d. Th.) nach 30 Stunden 41 g
(72% d. Th.) erhalten.
IO
Beispiel 3
(Vergleichsversuch)
(Vergleichsversuch)
Analog Beispiel 2 wurden 450 ml Chloroform, 273 g Methylphosphin, 200 g Butadien und je 1 g Kupferstea- ,,
rat und tertButyl-brenzcatechin 55 Std. auf 60° C erhitzt Nach Abziehen der leichtflüchtigen Komponenten
wurde in beschriebener Weise auf Phosphinoxyd aufgearbeitet und !40 g entsprechend 5^,8% d. Th. an
1 -Methyl-1-oxo-phospholin (66,5% symmetrisch, 33,5%
asymm.) erhalten. Der polymere Rückstand wog 90 g (entsprechend 30% bezogen auf eingesetzt Methyldichlorphosphin).
Austausch des Choroforms durch Methylenchlorid brachte eine Ausbeute an Phosphinoxyd
von 51 % an Rückstand von 30% d. Th. 2s
Beispiel 6 (erfindungsgemäßes Verfahren)
Zu 234 g Methyl-dichlorphosphin in 400 ml Phosphoroxychlorid wurden je 0,5 g Kupferstearat und
tert-Butylbrenzcatechin gegeben und bei 0 bis — 10° C
150 g Isopren schnell zugegeben. Anschließend wurde 43 Stunden bei 500C gehalten. Nad; Abziehen der
flüchtigen Komponenten erhält man das Isomerengemisch der Formel
CH,
er
CH3 Cl
und
Cl
Analog Beispiel 2 wurden in einem 15-Ltr,-Emailledruckreaktor
5 Ltr. Phosphoroxychlorid, 2730 g Methyldichlorphosphin (23,6 Mol), 1550 g Butadien (28,7 Mol)
und je 3,5 g Kupferstearat und tertButylbrenzcatechin eingefüllt. Durch den Heizmantel des Druckreaktors
zirkulierte Wasser von 50°C. Die Temperatur im Innern is
des Reaktors stieg im Verlauf von ca. 24 Stunden auf max. 58°C und fiel in weiteren 24 Stunden auf 50°C.
Daraufhin wurde der Versuch beendet. Das Phosphoroxychlorid wurde zusammen mit nicht umgesetzten
Methyl-dichlorphosphin und Butadien abgezogen. Das Butadien wurde von den Phosphorchloriden abgetrennt.
Es wurden 7780 g Phosphoroxychlorid-Methyl-dichlorphosphin-Mischungmit3,l
Gew.-% Methyl-dichlorphosphin zurückgewonnen (entspr. 242 g Methyl-dichlorphosphin).
Zur Charakterisierung wurde der Autoklavenrückstand mit 1,5 Ltr. Wasser gelöst, mit Natronlauge
auf pH 7 gebracht und die wäßrige Lösung stufenlos mit Chloroform extrahiert. Es wurden 1850 g, entspr.
70,6% d.Th., an 1-Methyl-l-oxo-phospholin erhalten,
dessen Doppelbindung zu 50% in der 2-Stellung, zu 50% in der 3-Stellung vorlag. 8,7% des eingesetzten und
Methyldichlorphosphins wurde als Lösung in Phosphoroxychlorid zurückgewonnen, während 20,7% des
eingesetzten Methyl-dichlorphosphins zu polymeren Produkten reagiert hatten. ss
Bei dessen Hydrolyse zur Charakterisierung wurden 142 g = 54,5% d. Th. l-Oxy-l,3-dimethyl-phospholin
erhalten. Die Doppelbindung lag zu etwa 65% in der 2- und zu 35% in der 3-Stellung.
3 Mol Methyl-dichlorphosphin wurden in Gegenwart von je 0,1 g Kupferstearat und tert-Butylbrcnzciitechin
in 600 ml Phosphoroxychlorid gelöst und die Mischung auf 35°C erwärmt Im Verlauf von 30 Stunden wurden
3,3 Mol Isopren langsam zugegeben. Nach Abtrennen der flüchtigen Komponenten erhält man das Isomerengemisch
der Formel
Beispiel 5
(Vergleichsversuch)
(Vergleichsversuch)
117 g Methyl-dichlorphosphin wurden mit je 0,5 g (>o
Kupferstearat und tertButylbrenzcatechin vermischt und auf -20°C gekühlt. Zu dieser Mischung wurden
80 g auf -25°C gekühltes, stabilisiertes Isopren gegeben. Die Mischung erwärmte sich in kurzer Zsit
unter Aufsieden auf ca. 100°C, wobei ein weißer, <.s
gummiartiger Feststoff entstand. Es gelang nicht, diese Reaktion durch Änderung der Reihenfolge der Zugabe,
der Terrmeratur oder ähnliches zu vermeiden.
CH3
CV
Cl
Nach Hydrolyse und Extraktion mit 6 · 500 ml Chloroform wurden 200 g l-Oxo-U-dimethyl-phospholin
erhalten.
Bei 45°C wurden 81 g Isopren zu einer Mischung von 200"ml Phosphoroxychlorid und 179 g Phenyl-dichlor-
phosphin getropft. Das Gemisch wurde 48 Stunden bei dieser Temperatur gehalten. Anschließend wurden die
flüchtigen Komponenten abgezogen. Man erhält die Verbindung der Formel
CH,
CT
QH5
Cl
Zur Charakterisierung wurde der Rückstand mit Wasser hydrolysiert, neutralisiert und mit Chloroform
extrahiert. Durch Destillation wurden 75 g = 39% d. Th. l-Oxo-l-phenyl-3-methyl-phospholin-2 vom
Kp. = 155°C/1 Torr erhalten.
Wurde zur Charakterisierung jedoch der Rückstand nach Abziehen der flüchtigen Komponenten in 150 ml
Toluol suspendiert und bei ca. 500C so lange Schwefelwasserstoff eingeleitet, bis alles in Lösung ging,
so wurden nach anschließender Destillation 119 g (57% d. Th.) i-Thio-l-phenyJ-S-methyl-phospholin^ vom
Kp.= 173°C/l Torr erhalten.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung von ungesättigten isomeren Phospolindihalogeniden durch Umsetzung > von Organo-phosphor-dih alogeniden der FormelR-P(HaI)2worinR für einen gegebenenfalls substituierten aliphati- ι ο sehen-, cycloaliphatischen-, aromatischen- undaraliphatischen Rest steht und
Hai Chlor oder Brom bedeutet
mit einemDien der Formel
Priority Applications (14)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2036173A DE2036173C3 (de) | 1970-07-21 | 1970-07-21 | Verfahren zur Herstellung von ungesättigten isomeren Phospholindihalogeniden |
| AU31091/71A AU455989B2 (en) | 1970-07-21 | 1971-07-12 | A process for the perparation of isomeric cyclic 5-membered unstaurated phosphonium halides |
| FI2043/71A FI55207C (fi) | 1970-07-21 | 1971-07-19 | Foerfarande foer framstaellning av 5-ledade omaettade isomera fosfindihalogenider |
| CA118,511,A CA951325A (en) | 1970-07-21 | 1971-07-19 | Process for preparing isomeric cyclic 5-membered unsaturated phosphine dihalides |
| IE906/71A IE35453B1 (en) | 1970-07-21 | 1971-07-19 | A process for the preperation of isomeric cyclic 5-membered unsaturated phosphonium halides |
| US00164039A US3751460A (en) | 1970-07-21 | 1971-07-19 | Process for preparing isomeric cyclic 5-membered unsaturated phosphine dihalides |
| AT625371A AT302362B (de) | 1970-07-21 | 1971-07-19 | Verfahren zur Herstellung von isomeren pentacyclischen, ungesättigten Phosphindihalogeniden |
| CH1067971A CH566347A5 (de) | 1970-07-21 | 1971-07-20 | |
| SE7109345A SE391930B (sv) | 1970-07-21 | 1971-07-20 | Sett att framstella isomera, 5-ledade omettade fosfindihalogenider |
| DK357371A DK134024C (da) | 1970-07-21 | 1971-07-20 | Fremgangsmade til fremstilling af isomere,pentacycliske umettede phosphin-dihalogenider |
| GB3400371A GB1325504A (en) | 1970-07-21 | 1971-07-20 | Process for the preparation of isomeric cyclic 5-membered unsaturated phosphonium halides |
| BE770246A BE770246A (fr) | 1970-07-21 | 1971-07-20 | Procede de preparation de dihalogenures de phosphines insaturespentacycliques isomeres |
| NL7110001A NL7110001A (de) | 1970-07-21 | 1971-07-20 | |
| FR7126743A FR2103185A5 (de) | 1970-07-21 | 1971-07-21 |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2036173A DE2036173C3 (de) | 1970-07-21 | 1970-07-21 | Verfahren zur Herstellung von ungesättigten isomeren Phospholindihalogeniden |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2036173A1 DE2036173A1 (de) | 1972-01-27 |
| DE2036173B2 DE2036173B2 (de) | 1977-09-15 |
| DE2036173C3 true DE2036173C3 (de) | 1978-05-11 |
Family
ID=5777433
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2036173A Expired DE2036173C3 (de) | 1970-07-21 | 1970-07-21 | Verfahren zur Herstellung von ungesättigten isomeren Phospholindihalogeniden |
Country Status (13)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US3751460A (de) |
| AT (1) | AT302362B (de) |
| BE (1) | BE770246A (de) |
| CA (1) | CA951325A (de) |
| CH (1) | CH566347A5 (de) |
| DE (1) | DE2036173C3 (de) |
| DK (1) | DK134024C (de) |
| FI (1) | FI55207C (de) |
| FR (1) | FR2103185A5 (de) |
| GB (1) | GB1325504A (de) |
| IE (1) | IE35453B1 (de) |
| NL (1) | NL7110001A (de) |
| SE (1) | SE391930B (de) |
Families Citing this family (17)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2606682A1 (de) * | 1976-02-19 | 1977-08-25 | Bayer Ag | Verfahren zur herstellung von fuenfgliedrig-cyclischen ungesaettigten phosphindichloriden |
| DE2919754A1 (de) * | 1979-05-16 | 1980-11-27 | Hoechst Ag | Verfahren zur herstellung von 1-halogen-1-oxo- delta hoch 3 -phospholenen |
| DE3504646A1 (de) | 1985-02-12 | 1986-08-14 | Basf Ag, 6700 Ludwigshafen | Halogenfreie, selbstverloeschende thermoplastische formmasse |
| JP2558497B2 (ja) * | 1988-04-28 | 1996-11-27 | 日本化学工業株式会社 | アルキルジハロゲノホスファンの製造法 |
| JP3452329B2 (ja) * | 1993-07-02 | 2003-09-29 | 日清紡績株式会社 | 3−メチル−1−フェニルホスホレンオキシドの製造方法 |
| DE102008038410A1 (de) | 2007-09-11 | 2009-03-12 | Basf Se | Flammgeschützte Polyester |
| DE102008038411A1 (de) | 2007-09-11 | 2009-03-12 | Basf Se | Flammgeschützte Polyamide |
| CN101808798A (zh) | 2007-09-28 | 2010-08-18 | 巴斯夫欧洲公司 | 用于制备阻燃热塑性成型材料的方法 |
| EP2262854B1 (de) * | 2008-04-01 | 2012-02-08 | Styrolution GmbH | Flammgeschützte thermoplastische formmassen |
| EP2297240B1 (de) * | 2008-07-07 | 2012-10-24 | Styrolution GmbH | Kautschukmodifizierte flammgeschützte formmassen |
| WO2011039292A1 (de) | 2009-10-01 | 2011-04-07 | Basf Se | Verfahren zur herstellung funktionalisierter expandierbarer graphiteinlagerungsverbindungen |
| WO2011039301A1 (de) | 2009-10-01 | 2011-04-07 | Basf Se | Funktionalisierte expandierbare graphiteinlagerungsverbindungen |
| CA2778491A1 (en) | 2009-10-27 | 2011-05-05 | Basf Se | Heat aging-resistant polyamides with flame retardancy |
| BR112012028309A2 (pt) | 2010-05-05 | 2016-11-01 | Basf Se | "componente, e, processo para a produção de um componente" |
| WO2012013564A1 (de) | 2010-07-30 | 2012-02-02 | Basf Se | Flammgeschützte formmassen |
| WO2012049264A2 (de) | 2010-10-15 | 2012-04-19 | Basf Se | Verfahren zur herstellung flammgeschützter thermoplastischer formmassen |
| WO2012080388A1 (de) | 2010-12-16 | 2012-06-21 | Basf Se | Kautschukmodifizierte flammgeschützte formmassen und deren herstellung |
-
1970
- 1970-07-21 DE DE2036173A patent/DE2036173C3/de not_active Expired
-
1971
- 1971-07-19 AT AT625371A patent/AT302362B/de not_active IP Right Cessation
- 1971-07-19 IE IE906/71A patent/IE35453B1/xx unknown
- 1971-07-19 US US00164039A patent/US3751460A/en not_active Expired - Lifetime
- 1971-07-19 FI FI2043/71A patent/FI55207C/fi active
- 1971-07-19 CA CA118,511,A patent/CA951325A/en not_active Expired
- 1971-07-20 BE BE770246A patent/BE770246A/xx unknown
- 1971-07-20 CH CH1067971A patent/CH566347A5/xx not_active IP Right Cessation
- 1971-07-20 GB GB3400371A patent/GB1325504A/en not_active Expired
- 1971-07-20 DK DK357371A patent/DK134024C/da active
- 1971-07-20 NL NL7110001A patent/NL7110001A/xx not_active Application Discontinuation
- 1971-07-20 SE SE7109345A patent/SE391930B/xx unknown
- 1971-07-21 FR FR7126743A patent/FR2103185A5/fr not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2036173A1 (de) | 1972-01-27 |
| GB1325504A (en) | 1973-08-01 |
| AU3109171A (en) | 1973-01-25 |
| SE391930B (sv) | 1977-03-07 |
| BE770246A (fr) | 1972-01-20 |
| IE35453L (en) | 1972-01-21 |
| AT302362B (de) | 1972-10-10 |
| FI55207C (fi) | 1979-06-11 |
| FR2103185A5 (de) | 1972-04-07 |
| IE35453B1 (en) | 1976-02-18 |
| FI55207B (fi) | 1979-02-28 |
| CH566347A5 (de) | 1975-09-15 |
| CA951325A (en) | 1974-07-16 |
| DK134024C (da) | 1977-02-07 |
| NL7110001A (de) | 1972-01-25 |
| US3751460A (en) | 1973-08-07 |
| DK134024B (da) | 1976-08-30 |
| DE2036173B2 (de) | 1977-09-15 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2036173C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von ungesättigten isomeren Phospholindihalogeniden | |
| DE2242519C2 (de) | Verfahren zur Herstellung von gegebenenfalls im Kern substituierten chlorierten Diphenylethern | |
| EP0452755B1 (de) | Kontinuierliches Verfahren zur Herstellung von 1-Halogen-1-oxophospholenen | |
| DE3146196A1 (de) | Verfahren zur herstellung phosphoniger saeuren | |
| DE2614875B1 (de) | Verfahren zur herstellung von alkyl- bzw. arylthiomethylphenolen | |
| DE2005259A1 (en) | P-bromophenol prepn using brominated sol-vent | |
| EP0005849B2 (de) | Verfahren zur Herstellung von Alpha-Chlor-N-monoalkyl-acetoacetamiden | |
| DE2606682A1 (de) | Verfahren zur herstellung von fuenfgliedrig-cyclischen ungesaettigten phosphindichloriden | |
| DE2512498C2 (de) | Verfahren zur herstellung von sulfonsaeurefluoriden | |
| EP3116883B1 (de) | Verfahren zur herstellung von trialkylgallium-verbindungen und deren verwendung | |
| EP2885309B1 (de) | Isomerisierung olefinischer verbindungen | |
| EP0048370B1 (de) | Verfahren zur Herstellung von trans-3-(Z-2-Chlor-2-aryl-vinyl)-2,2-dimethyl-cyclopropan-1-carbon-säure-derivaten, neue Zwischenprodukte hierfür, Verfahren zu deren Herstellung und Verwendung von Zwischenprodukten in Schädlingsbekämpfungsmitteln | |
| EP0006195B1 (de) | Verfahren zur Herstellung von 1-Oxophospholenen-Delta 3 | |
| DE2803218A1 (de) | Verfahren zur herstellung von alkoxy-beta-halogenaethylsilanen | |
| DE2335371A1 (de) | Verfahren zur herstellung von dialkylphosphinsaeurechloriden | |
| DE3029368A1 (de) | Verfahren zur halogenierung von gegebenenfalls substituierten 4-tert.-butyltoluolen sowie die daraus erhaltenen gemische aus gegebenenfalls substituierten 4-tert.-butylbenzalhalogeniden, und 4-tert.-butylbenzotrihalogeniden | |
| DE2460821A1 (de) | Verfahren zur herstellung von carbonsaeurefluoriden | |
| DE2927916A1 (de) | Verfahren zur herstellung von 1-oxophospholanen-chlor-hydrinen sowie einige spezielle dieser verbindungen | |
| EP0008445B1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Benzoesäureanhydrid | |
| DE2129332C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von 1,1,3-Trialkoxy-2-cyanpropanen | |
| DE2442883A1 (de) | Verfahren zur herstellung von carbonsaeurefluoriden | |
| DE907414C (de) | Verfahren zur Herstellung von 2-(2-Methyl-5-halogen-phenyl-1-mercapto)-benzoesaeuren | |
| DE566033C (de) | Verfahren zur Herstellung von Alkyl- bzw. Aryloxyaethylidenestern und Acetalen | |
| DE857956C (de) | Verfahren zur Herstellung von fluorhaltigen Olefinen | |
| DE1163803B (de) | Verfahren zur Herstellung von 3-Aryl-1,1,3,3-tetrachlor-2-aza-propenen |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |