DE2035969C - Integrierbare stromgesteuerte Stromquelle - Google Patents
Integrierbare stromgesteuerte StromquelleInfo
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Description
benötigt, kommt im Hinblick auf den technischen Auf- mathematischen Abhandlung nachgewiesen werden,
wand bei integrierten Schaltungen bekanntlich keine Hierzu sind in der Figur die für die mathematische
Bedeutung zu, da sich Transistoren, insbesondere in Abhandlung erforderlichen Spannungen und Ströme
monolithischer Technik, einfach und billig herstellen angegeben, und zwar ist der in den Anschluß 2 hineinlassen
und darüber hinaus einen minimalen Platz- 5 fließende Wechselstrom mit /»,die am Anschluß 2 gegen
bedarf in Anspruch nehmen. Masse wirksame Wechselspannung mit m, die am An-
Besteht die Forderung, daß der Betrag des am Aus- Schluß 1 gegen Masse auftretende Wechselspannung
gang der Stromquelle auftretenden Gleichstroms gleich mit «2 und die am gemeinsamen Verbindungspunkt
dem Betrag des in den Eingang der Stromquelle hinein- des Widerstandes R, des Emit.ers des Transistors 7V3.
fließenden Gleichstroms ist, so kann diese Forderung io des Kollektors und der Basis des Transistors Tr 2 und
in einfacher Weise dadurch erfüllt werden, daß der der Basis des Transistors TrI gegen Masse auftretende
Widerstand wenigstens so groß gewählt wird, daß der Wechselspannung mit «1 bezeichnet. Neben diesen
ihn durchfließende, sich dem Ausgangsstrom über- Größen erscheint in der Rechnung noch die Steilheit S
lagernde Gleichstrom einen vernacLlässigbar kleinen der Transistoren, die für sämtliche Transistoren als
Wert hat. 15 gleich angenommen werden kann und gleich dem
An Hand einer kurzen mathematischen Betrachtung reziproken Wert des Emitterwiderstandes ist. Eni-
in Verbindung mit der in der Zeichnung dargestellten sprechend den in der Figur angenommenen Strömen
Figur soll die Erfindung im folgenden noch näher er- und Spannungen ergibt sich für den Wechselstrom /«
läutert werden. L = (u2 - ul) ■ S. (I)
Die Figur zeigt die ernndungsgemäße Stromquelle ao
mit den Transistoren Tr 1 bis TrA sowie dem im Die Summe aus dem Wechselstrom ia und dem
Emitterzweig des Transistors 7>4 angeordneten Wider- durch den Widerstand R fließenden Wechselstrom erstand
R. Alle vier Transistoren sind npn-Transistoren. gibt sich zu
DieEmitterderTransistoren7Vlund7V21iegenaufdem . , ID „./0 . i/d\ n\\
negativen BczugspotenUal V— und der Kol'ektor des as
Transistors Tr4 auf dem positiven ßezugspotential V \ . Ferner gilt
Der Kollektor des Transistors Tr 1 ist mit dem den , „1 c o; mn
Eingang darstellenden Anschluß 1 der stromgesteuerten Stromquelle verbunden und der Kollektor des Hierin bedeutet Ri der Innenwiderstand, den die
Transistors Tr 3 mit dem den Ausgang der strom- 30 Schaltung vom Anschluß 1 gegen Masse sieht. Durch
gesteuerten Stromquelle darstellenden Anschluß 2. In Einsetzen der Gleichung (UI) in Gleichung (I) ergibt
den Anschluß 1 ist ein vom nicht dargestellten posi- sich
tiven Bezugspotential V+ her kommender Referenz- , ._ . ις,γ i-S Ri) (IV)
strom Ir eingeprägt, der den in den Anschluß 2
hineinfließenden, vom Referenzstrom //· abhängigen 35 und durch Einsetzen der Gleichung (IV) in GIe',-
Gleichstrom / bedingt. chung (II)
Zunächst sei kurz die Funktion der aus den Transistoren TrI bis 7V3 bestehenden stromgesteuerten jal\ ^ - ^ _ . -\ — — " . (V)
Stromquelle für sich kurz erläutert. Der in den An- \ 1 H- S Ri R-Sj R
Schluß 1 hineinfließende Referenzgleichstrom Ir findet 40
Schluß 1 hineinfließende Referenzgleichstrom Ir findet 40
infolge der zwischen den Transistoren Tr 1 und 7>3 Da im allgemeinen die Ausdrücke SR und SRi sehr
bestehenden Gegenkopplung eine niederohmige Ein- groß gegen 1 sind, ergibt sich mit guter Näherung
gangsimpedanz vor. Die Spannungsschwankungen am .· ^ _ß ty\)
Anschluß 1 treten praktisch in gleicher Größe auch / « ~
am Emitter des Transistors 7>3 und damit auch an 45 Der ausgangsseitige Widerstand der stromgesteuerder
Basis des Transistors TrI auf. Die an der Basis des ten Stromquelle nach der Erfindung ist also gleich dem
Transistors Tr 1 wirksamen Spannungsschwankungen negativen Wert des Widerstandes R. Physikalisch gesteuern
diesen Transistor in dem Sinne aus, daß der sehen kommt dieses Ergebnis dadurch zustande, daß
Referenzgleichstrom Ir praktisch ungehindert in den der durch den Widerstand R fließende Wechselstrom
Kollektor des Transistors Tr 1 hineinfließen kann. 50 infolge der Gegenkopplung zwischen den Transistoren
Somit ist die Eingangsimpedanz für den Referenz- TrI und TrS praktisch ausschließlich über die Einittergleichstrom
gleich der reziproken Steilheit S des Kollektor-Strecke des Transistors 7>3 gegen den AnTransistors
TrI. Da alle drei Transistoren als unter Schluß 2 fließt.
sich gleich angesprochen werden können, ist somit der Durch Wahl der Größe des Widerstandes R kann
in den Anschluß 2 hineinfließende Strom / gleich dem 55 der negative Widerstand der Stromquelle in weiten
in den Anschluß 1 hineinfließenden Referenzgleich- Grenzen eingestellt werden. Für manche Anwendungsstrom Ir. Entsprechendes gilt für einen dem Referenz- fälle ist es in diesem Zusammenhang zweckmäßig,
gleichstrom Ir überlagerten Wechselstrom, der am die Schaltung so auszuführen, daß der Widerstand R
Anschluß 2 als ein dem Gleichstrom / überlagerter als einstellbarer Widerstand extern anschließbar ist.
Wechselstrom gleicher Amplitude in Erscheinung tritt. 60 Bei der in der Figur dargestellten stromgesteuerlen
Durch Erweiterung der aus den Transistoren 7VI Stromquelle mit negativem Widerstand sind die Tran-
bis 7V3 bestehenden Stromquelle durch den Transistor sistoren als η pn-Transistoren ausgeführt. Die Schal-
TrA mit dem in seiner Emitterzuleitung angeordneten lung läßt sich selbstverständlich in gleicher Weise in
Widerstand R wird gemäß der Erfindung am An- pnp-Transistoren ausführen. Schaltbildmäßig sind
Schluß 2 gegen Masse wechselstrommäßig ein negativer 65 hierzu lediglich die Pfeile der Transistoren sowie die
Widerstand wirksam, dessen Betrag praktisch gleich Pfeile des Referenzgleichstroms Ir und des Gleich-
der Größe des Widerstandes R ist. Stroms / umzukehren und die Bezugspotentiale V \-
Dieser Sachverhalt soll an Hand einer kurzen und V— miteinander zu vertauschen. Die Transistoren
7>1 bis TrA können in bekannter Weise auch durch
Ersatztransistoren, beispielsweise Superpaare oder Supertripletts, realisiert sein.
Für manche Anwendungsfälle ist es zweckmäßig, TrA komplex zu gestalten, um hierdurch einen komplexen negativen ausgangsseitigen Widerstand der stromgesteuerten Stromquelle zu verwirklichen. Beispielsweise läßt sich mittels dieser Maßnahme eine
Für manche Anwendungsfälle ist es zweckmäßig, TrA komplex zu gestalten, um hierdurch einen komplexen negativen ausgangsseitigen Widerstand der stromgesteuerten Stromquelle zu verwirklichen. Beispielsweise läßt sich mittels dieser Maßnahme eine
den Widerstand R im Ernitterzweig des Transistors 5 Phasenkompensation durchführen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Integrierbare stromgesteuerte Stromquelle mit und lediglich aus zwei Transistoren und einer Diode
einem Eingang für den steuernden Strom und 5 besteht. Die Diode wird hierbei zweckmäßig ebenfalls
einem Ausgang für den gesteuerten Strom, be- als Transistor verwirklicht, dessen Basis und Kollektor
stehend aus drei Transistoren vom gleichen Leit- miteinander verbunden sind. Die drei Transistoren
fähigkeitstyp, von denen der erste Transistor mit sind vom gleichen Leitfähigkeitstyp. Ihre Zusammenseinem
auf einem ersten Bezugspotential liegenden schaltung ist so vorgenommen, daß der erste Transistor
Emitter dem Emitter und mit seiner Basis der io mit seinem auf einem ersten Bezugspotential liegenden
Basis und dem Kollektor des zweiten Transistors Emitter dem Emitter und mit seiner Basis der Basis
parallel geschaltet ist, während sein mit der Basis und dem Kollektor des zweiten Transistors parallel
des dritten Transistors verbundener Kollektor den geschaltet ist, während sein mit der Basis des dritten
Eingang bildet und der Kollektor des dritten Tran- Transistors verbundener Kollektor den Eingang der
sistors, dessen Emitter an die Basis und den 15 Stromquelle bildet und der Kollektor des dritten
Kollektor des zweiten Transistors angeschlossen Transistors, dessen Emitter an die Basis und den Kolist,
den.Ausgang abgibt, dadurch gekenn- lektor des zweiten Transistors angeschlossen ist, den
zeichnet, daß ein vierter Transistor (JrA) Ausgang der Stromquelle abgibt.
vom Leitfähigkeitstyp der übrigen Transistoren Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den
{Tr I, 7>2, TrS) vorgesehen ist, dessen Kollektor 20 Funktionsbereich der beschriebenen bekannten stromauf
einem zweiten Bezugspotential (V+) liegt, und gesteuerten Stromquelle mit einfachen Mitteln wesentdessen
Basis-Emitter-Strecke in Reihe mit einem Hch zu erweitern.
emitterseitigen Widerstand (R) der Kollektor- Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch
Emitter-Strecke des dritten Transistors (Tr3) gelöst, daß der stromgesteuerten Stromquelle ein vierparallel
liegt. 35 ter Transistor vom Leitfähigkeitstyp der übrigen
2. Stromquelle nach Anspruch 1, dadurch ge- Transistoren beigeordnet wird, dessen Kollektor auf
kennzeichnet, daß der Widerstand (R) wenigstens einem zweiten Bezugspotential liegt und dessen Basisso
groß gewählt ist, daß der ihn durchfließende, Emitter-Strecke in Reihe mit einem emitterseitigen
sich dem Ausgangsgleichstrom (/) überlagernde Widerstand der Kollektor-Emitter-Strecke des dritten
Gleichstrom einen vernachlässigbar kleinen Wert 30 Transistors parallel liegt.
hat. Bei integrierten elektronischen Halbleiterschaltun-
3. Stromquelle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gen treten vielfach unvermeidbare Verlustwiderstände
gekennzeichnet, daß der Widerstand (R) einstellbar auf, die mitunter außerordentlich störend sind. Dies ist
und extern anschließbar ist. insbesondere dann der Fall, wenn die Halbleiter-
4. Stromquelle nach einem der vorhergehenden 35 schaltung Ersatz für ein Schaltelement, insbesondere
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Spule ist. Die in der Ersatzschaltung wirksamen
Widerstand (R) ein komplexer Widerstand ist. Verlustwiderstände setzen die Güte des durch sie realisierten
Schaltelementes in unerwünschter Weise herab. Gegebenenfalls müssen hier negative Impedanzkonver-
40 ter vorgesehen werden, die für die erforderliche Entdämpfung im Sinne einer Kompensation von Verlustwiderständen
sorgen.
Die Erfindung bezieht sich auf eine integrierbare Bei der Erfindung wird von der an sich bekannten
stromgesteuerte Stromquelle mit einem Eingang für Erkenntnis ausgegangen, daß sich die erwünschte
den steuernden Strom und einem Ausgang für den ge- 45 Entdämpfung auch dadurch herbeiführen läßt, daß
steuerten Strom. eine in der Schaltung bereits vorhandene Stromquelle
Bei der Gestaltung elektronischer Halbleiterschal- durch geeignete Maßnahmen so gestaltet wird, daß sie
tungen in integrierter Technik ist es im Hinblick auf zusätzlich die Funktion eines negativen Widerstandes
eine optimale Ausnutzung der hier zur Verfugung auszuüben vermag. Eine solche Schaltung ist durch
stehenden Verfahren der Dickfilm-, Dünnfilm- und 50 die Literaturstelle »IEEE Transactions on Circuits
monolithischen Technik erforderlich, die Schaltungen Theory«, Vol. CT-12, Juni 1965, S. 299 und 300, anohne
Spulen und, soweit möglich, auch mit einem gegeben. Diese Schaltung benötigt jedoch außer den
Minimum an Kondensatoren und Widerständen zu beiden Transistoren vier Widerstände, die in einer
verwirklichen. integrierten Schaltung bekanntlich einen erheblichen
Die bei solchen elektronischen Halbleiterschaltun- 55 Platzbedarf haben und somit möglichst zu vermeiden
gen primär zur Anwendung gelangenden Transistoren sind. Entsprechendes gilt für die in der deutschen
sind im Gegensatz zur klassischen Verstärkerröhre Auslegeschrift 1 283 909 im Zusammenhang mit einer
stromgesteuerte Elemente, die für ihre einwandfreie integrierbaren Gyratorschaltung angegebene Lösung,
Funktion innerhalb der Gesamtschaltung vielfach die neben den beiden Transistoren sogar neun WiderStromquellen benötigen. Stromquellen ermöglichen 60 stände benötigt.
eine weitgehende Unabhängigkeit der Funktions- Im Gegensatz zu diesen bekannten Lösungen erfor-
tüchtigkeit solcher Schaltungen von der Versorgungs- dert die Schaltung nach der Erfindung lediglich einen
spannung. Im allgemeinen werden in einer integrierten einzigen Widerstand, dessen Größe, wie später an
Halbleiterschaltung eine größere Anzahl solcher Hand einer mathematischen Betrachtung noch gezeigt
Stromquellen benötigt. Sie lassen sich ihrerseits mit 65 werden wird, mit der Größe des durch die Schaltung
Transistoren und Widerständen realisieren. realisierten negativen Widerstandes in einem weiten
In der Literaturstelle »IEEE Journal of Solid-State Anwendungsbereich identisch ist. Der Tatsache, daß
Circuits«. Vol. SC-3, Nr. 4, Dezember 1968, S. 341 die Schaltung nach der Erfindung vier Transistoren
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702035969 DE2035969C (de) | 1970-07-20 | Integrierbare stromgesteuerte Stromquelle |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702035969 DE2035969C (de) | 1970-07-20 | Integrierbare stromgesteuerte Stromquelle |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2035969A1 DE2035969A1 (de) | 1972-02-03 |
| DE2035969B2 DE2035969B2 (de) | 1973-01-25 |
| DE2035969C true DE2035969C (de) | 1973-08-09 |
Family
ID=
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