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DE2035858A1 - Liquid coagulation ratio analysis - using nmr for blood or latex etc - Google Patents

Liquid coagulation ratio analysis - using nmr for blood or latex etc

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Publication number
DE2035858A1
DE2035858A1 DE19702035858 DE2035858A DE2035858A1 DE 2035858 A1 DE2035858 A1 DE 2035858A1 DE 19702035858 DE19702035858 DE 19702035858 DE 2035858 A DE2035858 A DE 2035858A DE 2035858 A1 DE2035858 A1 DE 2035858A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sample
blood
magnetic field
frequency
field
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19702035858
Other languages
English (en)
Inventor
Alexander Dr.rer.nat; Meyer Rudolf; 8520 Erlangen; Lutze Renate Dipl.-Phys. 8050 Freising-Weihenstephan Ganssen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DE19702035858 priority Critical patent/DE2035858A1/de
Publication of DE2035858A1 publication Critical patent/DE2035858A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N33/00Investigating or analysing materials by specific methods not covered by groups G01N1/00 - G01N31/00
    • G01N33/48Biological material, e.g. blood, urine; Haemocytometers
    • G01N33/483Physical analysis of biological material
    • G01N33/487Physical analysis of biological material of liquid biological material
    • G01N33/49Blood
    • G01N33/4905Determining clotting time of blood

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Hematology (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
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  • Biophysics (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Immunology (AREA)
  • Pathology (AREA)
  • Investigating Or Analysing Biological Materials (AREA)

Description

  • Verfahren zur Analyse des Koagulationsverhaltens von Flüssigkeiten Die Erfindung betrifft Verfahren zur Analyse des Koagulationsverhaltens von Flüssigkeiten, wie Blut, Latex etc.. Besonders bei Blut ist die Bestimmung des Koagulations-, d.h. des Gerinnungsverhaltens, z.B. zur Diagnostik von Koagulopathien, Angiopathien und Leberkrankhelten, sowie zur Überwachung von Patienten unter der Einwirkung von gerinnungshemmenden bzw. gerinnungsfördernden Medikamenten eine wichtige Untersuchungsmethode. Auch die RUckbildung,Fibrinolyse von Gerinnungskdrpern ist von Interesse.Deshalb sind in Kliniken speziell eingerichtete Laboratorien nur damit beschäftigt, das Gerinnungsverhalten von Blut zu bestimmen.
  • Auch in der Chemie,etwa der Dispersionslacke, besteht großes Interesse hinsichtlich der Untersuchung von Härtungsprozessen' Polymerisationsvorgängen und der Ausscheidung fester Konglomerate aus Flüssigkeiten.
  • Die bekannten Verfahren und Einrichtungen beruhen einerseits darauf,daß bei der Gerinnung in den Flüssigkeiten feste Ausscheidungen erkennbar werden. So bleiben etwa beim Umrühren mit dünnen Drähten,Kapillaren etc. sich bildende Fasern hängen und können gesehen werden. In mechanisch-optischen Anordnungen kann die bei der Koagulation sich ändernde Beweglichkeit der Flüssigkeit bestimmt werden. Alle diese Verfahren haben den Nachteil, daß sie entweder umständlich sind oder ungenau, weil die auftretenden Veränderungen schon vor oder erst nach der Bildung der ersten Ausscheidungen erscheinen.
  • Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, nicht die optisch erkennbaren Veränderungen zu benutzen, sondern diejenige der Viskosität. Ein hierzu verwendbares bekanntes Gerät besteht aus einer Glasröhre, in welcher eine Kugel aus Stahl mittels eines Magneten gehalten wird. Außerdem wird die Flüssigkeit durch eine oszillierende Bewegung der Röhre mitbewegt, so daß unter der gleichzeitigen Einwirkung des magnetischen Feldes und der Relativströmung der Flüssigkeit die Kugel eine Oszillation um eine Gleichgewichtslage ausfülirt. Sobald die Viskosität der Flüssigkeit größer wird, wird auch die Mitbewegung der Kugel größer, was leicht nachweisbar ist. Diese Methode hat den Nachteil, daß sie wegen der immer erforderlichen neuen Einrichtung wenigstens des Probenglases mit der Kugel aufwendig ist, sowie daß die für die Untersuchung erforderliche Flüssigkeitsmenge groß ist. Andererseits ist es nachteilig, wenn das Blut mit einer Vielzahl von Flächen tz.B. Glas, Stahlkugel oder Viskosimeteroberfläche etc.) in Kontakt komst,wegen der damit verbundenen Verunreinigungen, die das System stören und- z.B. Hämolyse verursachen können.
  • Erfindungsgemäß sind die obengenannten Nachteile bei einem Verfahren zur Bestimmung des Koagulationsverhaltens in FlUssigkeiten, wie Blut, Latex etc09 dadurch vermieden, daß die zu untersuchende Flüssigkeit in einem Behälter in ein Magnetfeld eingebracht, einem hochfrequenten Wechselfeld ausgesetzt und das kernmagnetische Verhalten der Flüssigkeit in Abhängigkeit von der Zeit bestimmt wird0 Die Wirksamkeit dieser Methode läßt sich so erklären, daß durch die elektromagnetische Beeinflussung-der Flüssigkeit eine Kernresonanz auftritt, die in der vorliegenden Anordnung meßbar ist.
  • Dies beruht darauf, daß die Wasserstoffkerne (Protonen) der in ein Magnetfeld eingebrachten Materie polarisiert werden. Dieser magnetischen Kernpolarisation wirkt die Wärmebewegung des die Kerne umgebenden Atom- und Molekülgitters entgegen. Nach einer gewissen Zeit, entsprechend dem Kopplungsgrad der Kerne mit ihrer Umgebung, stellt sich ein Gleichgewicht ein. Man spricht dann von einer Gleichgewichtsmagnetisierung der Atomkerne. Die exponentielle zeitliche Annäherung an diese Gleichgewichtsmagnetisierung wird durch die longitudinale Kernspingitterrelaxationszeit T1 charakterisiert. Diese wird bestimmt durch die inneren, durch die Wärmebewegung der Atome und Moleküle verursachten Wechselfelder und deren Frequenzanteil bei der magnetischen Kernresonanzfrequenz T1 stellt ein Maß für die molekularen und atomaren Bewegungsvorgänge der Probensubstanz dar. Mikroskopisch gesehen bestimmen diese u.a. auch die Viskosität der Substanz. Die Koagulation z.B. des Blutes wird in ihrem Ablauf im wesentlichen durch die Änderung der inneren molekularen Bewegungsvorgänge bestimmt.
  • Der Nachweis der Kernmagnetisierung M ist etwa durch magnetische Kerninduktion nach Ploch oder Kernabsorption nach Purcell et.al. möglich. Durch Anwendung eines zur Richtung eines konstanten Magnetfeldes Ho senkrechten Hochfrequenzmagnetfeldes H1 bei der charakteristischen Kernresonanzfrequenz kann man M aus der konstanten Magnetfeldrichtung von Ho herausdrehen.
  • Der um Hg präzessierende Vektor M kann dann mit einer Hochfrequenz-Empfangsspule durch die damit induzierte elektrische Wechselspannung nachgewiesen werden. Diese Wechselspannungsamplitude stellt somit ein Maß für die Magnetisierung dar. Da diese andererseits vom Zustand der Probe abhängt, ist daraus ein Maß über den ablaufenden Koagulationsvorgang zu erhalten.
  • Beim Abschalten des erregenden Wechselfeldes klinkt die Magnetisierung mit einer zweiten Zeitkonstanten T2 ab. T ist die sog. transversale oder Spin-Spin-Relaxationszeit. Für niederviskose Flüssigkeiten ist T1 = T2 anzusetzen, während mit zunehmender Substanzverfestigung T1> T2 wird. Die magnetischen Kernrelaxationszeiten T1 und T2 geben daher in empfindlicher Weise Aufschluß über die molekularen Bewegungsvorgänge in der Probe (sh. das Buch "Nuclear Magnetic Relaxation" von N.Bloemberger, W.A. Benjamin, Inc., New York 1961).
  • Um z.B. in einer Blutprobe Aufschluß über das Gerinnungsverhalten zu erhalten, bestimmt man die Relaxationszeit T1 und T2 fortlaufend, weil ihre änderung von den Änderungen in der Flüssigkeit abhängt. Als Meßmethoden kann man dabei z.B. die direkte Sättigungs-Erholungsmethode, die kontinuierliche Sättigungsmethode und die 180 0-Umkehrimpulsinethode anwenden. Bei der ersten Methode wird das Protonenresonanzsystem der Probe durch eine große Hochfrequenzamplitude bei der Kernresonanz gesättigt, d.h. die Magnetisierung M durch die "Aufheizung" mittels der Hochfrequenz des Spinsystems zu Null gemacht. Die Frequenz beträgt dabei tUr die Protonen 4257,6 Hz/Gauss. Nach Abschalten des starken Hochfrequenzfeldes steigt M entsprechend M = M0 (1-e- (t/T1)) wieder an. T1 läßt sich nun aus der Anstiegssteilheit der charakteristischen Exponentalkurve bestimmen.
  • Bei dem zweiten Verfahren der kontinuierlichen SSttigungsmethode erfolgt eine kontinuierliche Anwendung eines relativ starken Hochfrequenzfeldes bei der Kernresonanzfrequenz, die bei der Blutuntersuchung etwa 4000 Hz bis 80 MHz beträgt. Die Kernresonanzsignalamplitude nimmt ab, entsprechend der inneren Parameter, die T1 und T2 der untersuchten Substanz bestimmer mit sunehmender Amplitude des anregenden Hochfrequenz-Magnetfeldes H1. Die An'regungsfeldstärke der Hochfrequenz wird dann konstant gehalten, so daß das erhaltene Signal vom Zustand der Bu untersuchenden Probe abhängt.
  • Bei der dritten Methode bedient man sich einer Hochfrequenz-Impulsmethode. Dabei wird mit einem kurzen starken Hochfrequenzfeld die Anfangsmagnetisierung umgekehrt. Die Relaxationszeit T1 läßt sich dann bei der Beobachtung des Relaxationsprozesses aus dem Nulldurchgang des Kernresonanzsignales bestimmen.
  • Auch andere Methoden zur T1-Bestimmung sind noch bekannt. Diesen ist gemeinsam, daß entweder von einer Nicht-Gleichgewichts-Magnetsierung ausgehend beobachtet wird bzw. eine mit der natUrlichen Kernrelaxation in Konkurrenz stehende bekannte entmagnetisierende oder magnetisierende Beeinflussung auf die Kerne zur Einwirkung gebracht wird. Unter diesen veränderten Gleichgewichtsbedingungen ergeben sich neue Resonanzsignale zur Bestimmung von T1.
  • Die Spin-Spin-Relaxationszeit T2 kann in hinreichend homogenem Magnetfeld aus der Resonanzlinienbreite direkt bestimmt werden, entsprechend T2 = Bei niederviskosen diamagnetischen Flüssigkeiten werden lange RelaxatXonszeiten T2 erhalten, die nur schmale Linienbreiten aufweisen. Um hier die Linienbreite messen zu können, sollte die Inhomogenität des Magnetfeldes im Probevolumen klein sein. Zur Vereinfachung und Verbilligung des Magneten wird man daher meist größere Magnetfeldhomogenitäten in Kauf nehmen und sich einer anderen Methode bedienen. Neben den mehr indirekten Verfahren, bei denen meist das Produkt aus T1 und T2 erhalten wird, liefern die Impulsechoverfahren T2 auf direktem Wege. Hierbei muß der Einfluß der Magnetfeld-inhomogenität erst eliminiert werden. Bei dem sog. Hahntschen Impulsechoverfahren, welches später von Carr und Purcell verbessert wurde, wird der Kernmagnetisierungsvektor Mo erst durch einen starken Hochfrequenzimpuls bei der Resonanzfrequenz aus der HO-Feldrichtung um 900 gedreht. Wenn H1 die Hochfrequenzfeldstärke darstellt, dann ist die Impuls-
    länge H2, ist
    hältnis. EntspAechend der
    dabei das sog. gyromagnetische Vere Magnetfeldinhomogenität laufen nun die in der zu Ho senkrechten Ebene um Ho präzessierenden Spins auseinander. Ein zweiter in einer Zeit t < wirkender Hochfrequenzimpuls von der Länge nun alle Spins um 1800. Die nun vom ursprun
    T2 auf die Spins
    2t + dreht
    glichen splnsystem
    gesehen in entgegengesetzter Richtung präzessierenden Spins laufen dann wieder zusammen und haben nach einem weiteren Zeit intervall t wieder Gleichphasigkeit erreicht. Die gleichphasigen Spins können dann in einer Detektorspule ein sog. Spinechosignal induzieren, desssen Größe durch den exponentiellen Abfall M = M0e(2t/T2) gegeben ist.
  • Nachfolgend werden weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung anhand der in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele erläutert.
  • In der Fig. 1 ist ein perspektivisches Schaubild einer erfindungsgemäß ausgestalteten Koagulations-Analyse-Einrichtung dargestellt, in der Fig. 2 das Prinzipachaltbild einer solchen Vorrichtung und in der Fig. 3 das Blockschaltbild einer zur einfachen Bedienung weiter ausgebauten Anordnung.
  • In der Fig. 1 ist mit 1 der Kasten bezeichnet, in welchem sich die Meßelemente der Einrichtung befinden. An der Oberseite des Kastens 1 ist eine Stativsäule 2 anebracht, an welcher ein Ausleger 3 angeschraubt ist, der eine Pipette 4 hält, die einen elektrisch schaltbaren Mechanismus 5 trägt, mit welchem ein Reagens in das Probenröhrchen 6 pipettiert werden kann. Das Probenrbhrchen 6 steht in einer Öffnung im Kasten '1. An der Frontplatte 7 befindet sich eine Scha-lterleiste 8 und das Fenster einer Oszillographenröhre 9 mit Halteschienen 10 und 11 für eine nicht dargestellte Aufnahmekamera, die der Oszillographenröhre 9 zugeordnet werden kann. In einer weiteren Leiste 12 sind Einstellglieder symbolisiert, mit welchen einerseits verschiedene Schwingkreise des Hochfrequensteils abstimmbar und andererseits die Anzeige der Oszillographenröhre verstellbar sind. An der seitlichen Wand des Gerätegehäuses 1 ist mit einem Viereck 13 ein Steckkontakt symbolisiert, an welchem eine Registrier- und Rechnereinheit anschließbar ist.
  • In dem Blockschaltbild der Fig. 2 sind mit 14 und 15 die. Polschuhe eines nicht weiter dargestellten Magneten bezeichnet,in dessen Feld von etwa 1000 bis 10.000 Gauss das Probenröhrchen 6 eingeführt wird. Den Polschuhen 14, 15 sind durch die Pfeile 16, 17 symbolisierte Spulen zugeordnet, die über einen Modulationsgenerator 18 in Betrieb gesetzt, dem konstanten Magnetfeld eine relativ kleine Wechselfeldkomponente bei den kontinuierlichen und den Sättigungs-Erholungs-Methoden überlagern können. Der Meßeinheit 19, in welcher sich das Proberöhrchen 6 befindet, ist ein Thermostat 20 zugeordnet, mit welchem die Probe im Röhrchen 6 und dem Inhalt der Pipette 4 auf einer Temperatur von +370 gehalten wird. Die Probe ist in dem Hohlraum der Spule 21 eingesetzt. Über dem Oszillator 22, dem Verstärker 23 und das Dämpfungsglied 24 wird in der Spule 21 ein elektromagnetisches Hochfrequensfeld erregt. Andererseits befindet sich an der Spule der Verstärker 25, der Uber den Demolator 26 an die Auswerteinheit 27 angeschlossen ist. Zur Sichtbarmachung des Ergebnisses ist an die Auswerteinheit 27 noch die Ausgabeeinheit 28 angeschlossen. Das eigentliche Anzeigeteil der Auswerteinheit 28 besteht in einem Schreiber,der den Koagulationsverlauf registriert. Zur Funktionskontrolleist der Oszillograph 9 vorgesehen.
  • Zur Bestimmung des Gerinnungsverhaltens von Blut wird einem Patienten eine ausreichende Menge Blut entnommen und in die Proberöhre 6 gegeben, wobei das Blut zur Verzögerung des Koagulierens durch Bindung von positiven Calziumionen mit Zitronensäurelösung versetzt wird. Dem Proberöhrchen 6 ist die Pipette 4 zugeordnet, die eine Calziumsalzlösung enthält. Sobald sowohl die Probe als auch die Calziumsalzlösung +370C erreicht haben, wird mittels der Taste 29 das Gerät eingeschaltet und durch Drücken der Taste 30 aus der Pipette die vorgesehene Menge Calziumsalzlösung in das Probenröhrchen gelassen.
  • Dadurch wird in bekannter Weise die Gerinnungshemmung aufgehoben. Der durch den Schalter 31 eingeschaltete Oszillator und die durch den Schalter 32 eingeschaltete Auswerteinheit zeigen dann auf dem Schreiber 28 bzw. auf dem Oszillographenschirm das Koagulationsverhalten des Blutes in der Form einer Blutgerinnungskurve an.
  • Die Wirkungsweise des Gerätes ergibt sich dabei dadurch, daß die Probe im Röhrchen 6 in das Feld des Magneten mit den Polschuhen 14, 15 gebracht ist, so daß die Teilchen der Probe magnetisch polarisiert und ausgerichtet sind. Gleichzeitig wird das Röhrchen 6 mit Inhalt durch den Thermostaten 20 auf konstanter Temperatur gehalten, bei Blut vorzugsweise auf +37ob( Durch das Wechselfeld, welches vom Oszillator 22 stammt, und über den Verstärker 23 und das zur Amplitudenanpassung vorgesehene Dämpfungsglied 24 auf die Probenspule 21 gelangt, werden die in der Probe vorhandenen Protonen in gleichphasige Drehbewegungen (Präzession) versetzt. Empfängerseitig befindet sich nach dem Verstärker 25 der Demodulator 26, mit welchem das hochfrequente Signal in ein niederfrequentes Signal verwandelt wird, welches direkt vom Oszillographen 9 sichtbar gemacht wird.
  • Das dann an die Auswerteinheit 27 gelangende NSederfrequenssignal wird dort in eine Größe umgewandelt, die von direkter medizinischer Bedeutung ist. Mit der Ausgabeeinheit 28 werden die medizinisch interessierenden Größen ausgedruckt bzw. der Gerinnungsverlauf der probe als Kurvenzug, je nachdem, in welcher Form die Einheit ausgelegt ist, ob als Typendrücker oder als Linienschreiber, wie im dargestellten Beispiel, oder als Kombination etc..
  • Zur Sichtbarmachung des Kernresonanssignals auf dem Oszillographen, welches auch zur Einjustierung der Frequenz des Generators 22 bzw. der Feldstärke des Magneten 14, 15 erfordZrlich ist, kann das Magnetfeld durch den Modulationsgenerator 18 über die Nodulationsspulen 16, 17 niederfrequent moduliert werden. Bei der totalen oder partiellen Resonanz-Sättigungsmethode ist durch die Magnetieldmodulation eine kontinuierliche Beobachtung des Kernresonanzsignals (der Kernpolarisation) möglich. Bezüglich der Analyse des Gerinnungsverhaltens des Blutes ergibt dies den Vorteil einer großen Zeitauflösung.
  • Im Prinzip stimmt die Anordnung gemäß Fig. 3 mit derjenigen nach Fig. 2 weitgehend überein. Die einzelnen Gerätegruppen sind lediglich so mit Schaltelementen ergänzt, daß eine fUr den alltäglichen Klinikbetrieb geeignete einfache Aufnbhmetechnik möglich wird. Auch hier wird die Probe in einem Probendetektor 33 gebracht, der mittels des Thermostaten 34 auf +37°C, d.h. der Körpertemperatur gehalten wird. Dem Probendetektor 33 wird vom Oszillator 35 über die Torschaltung 36 und den Breitbandverstärker 37 das Hochfrequenzsignal Kugel bracht, welches dann zur Auswertung über das Tor 98, die Mischstute 39, den Verstärker 40, den Demodulator 41 und den Verstärker 42 zur Meßwerterfassungseinhett 43 gelangt. Von dieser Einheit aus wird das Signal dann zur Anpassung dem Sortierer 44 zugeführt, der an den Rechner 45 angeschlossen ist, auf den die Ausgabeeinheit 46 folgt.
  • Zur Nachführung der Frequenz auf Resonanzbedingung ist der Breitbandverstärker 37 über den Kontrolldetektor 48, der sich mit einer Referenzsubstanz im Magnetfeld befindet, mit dem Frequenzregelkreis 49 verbunden. Die im Frequenzregelkreis 49 erzeugte Nachstimmspannung stimmt den Oszillator 35 und den Oszillator 47 nach, der mit der Mischstufe 39 in Verbindung steht.
  • Das Gerät ist zur Wahl verschiedener Meßprogramme mit der Programmwahleinheit 50 versehen, die einerseits zur Einstellung des Pulsprogrammes für die verschiedenen obengenannten Methoden mit der Pulsprogrammeinheit 51 verbunden ist und andererseits zur Einstellung der Meßzeit auf die Meßzeiteinheit 52 einwirkt, die ihrerseits mit dem Rechner 45 verbunden ist.
  • Die Einheit 51 wird über den Trigger 53 periodisch gestartet, der von der Programmstarteinheit 54 in Betrieb gesetzt wird..
  • Die Starteinheit 54 ist außerdem noch mit dem Probenwechsler 55 verbunden, der als Schlitten ausgebildet ist. Er könnte aber auch als karussell etc. aufgebaut sein. Der Wechsler 55 weist für den Simultanbetrieb, d.h. der abwechselnden Messung zweier oder mehrerer Proben bzw. der abwechselnden Messung von T1 und T2 eine Verbindung zum Rechner 45 auf. Außerdem ist die Probenwechslereinheit 55 mit der Probenerkennungseinheit 56 verbunden, die über die Einheit 57 die Patientondaten für den Rechner 45 abruft.
  • Auch bei dieser Anordnung kann ein Modulationsgenerator 58 vorgesehen sein, mit welchem die Spulen' 59 und 60 in Betrieb gesetst werden, welche die Pole 61 und 62 des Magneten beeinflussen. Dann bestehen die in Fig. 3 noch gestrichelten Verbindungen zwischen dem Osillator 35 und dem Probendetakter 33, sowie dem Kontrolldetektor 48* Die Verbindung vom Breitbandverstärker 37 zum Probendetektor 33 wird dafür weggelassen.Diese Ausgestaltung ergibt sich bei der direkten SSttigungs-Erholuulgsmethode und bietet die Möglichkeit der T1-Messung.

Claims (5)

  1. Patentansprüche
    (1. Verfahren zur Analyse des Koagulationsverhaltens von Flüssigkeiten, wie Blut, Latex etc., d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t > daß diX u untersuchende FlUssigkeit in einem Behälter in ein Magnetfeld eingebracht, einem hochfrequenten Wechselfeld ausgesetzt und das kernmagnetische Verhalten der Flüssigkeit in Abhängigkeit von der Zeit bestimmt wird.
  2. 2. Gerät zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein Gehäuse (1), welches in einem von einem Magnetfeld (14, 15) durchsetzten und mittels eines Thermostaten (20) auf einstellbarer Temperatur gehaltenen Raum Halterungen enthält für die zu untersuchende Probe (6), sowie Ankopplungsmittel (21) für ein hochfrequentes elektromagnetisches Feld und Mittel (9, 25 bis 28) zum Nachweis von, durch die Probe hervorgerufenen Änderungen des angelegten elektromagnetischen Feldes.
  3. 3. Gerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Halterung eine Pipette (4) zur Zufügung eines Reagenses zugeordnet ist.
  4. 4. Gerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung des Magnetfeldes im Gehäuse (1) ein Permanentmagnet angeordnet ist.
  5. 5. Gerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Proben in einem Probenwechsier angeordnet sind, der diese nacheinander in den MeBplats (33) bringt und durch den Wechsiertransport Jeweils ein Meßprogramm neu auslöst.
    L e e r s e i t e
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US10159413B2 (en) 2012-02-08 2018-12-25 Anatech Advanced Nmr Algorithms Technologies Ltd. Apparatus and method for non-invasive measurement of blood parameters

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US10159413B2 (en) 2012-02-08 2018-12-25 Anatech Advanced Nmr Algorithms Technologies Ltd. Apparatus and method for non-invasive measurement of blood parameters

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