DE2035777B2 - Gerät zum Messen der Dicke eines Werkstückes mit Hilfe des Ultraschalls - Google Patents
Gerät zum Messen der Dicke eines Werkstückes mit Hilfe des UltraschallsInfo
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Description
40
Die Erfindung bezieht sich auf ein Gerät zum Messen der Dicke eines Werkstücks, welches in der Lage ist,
Ultraschall zu übertragen, mit einer Lieferquelle für impulsförmige Ultraschall-Signale, einem Detektor für
Ultraschall-Signale sowie einer Kopplungseinrichtung zum Koppeln der Lieferquelle und des Detektors an das
Werkstück, wobei die Kopplungseinrichtung so ist, daß
die Laufzeit von Ultraschall-Signalen durch sie hindurch größer ist als die Laufzeit von Ultraschall-Signalen
durch die zu messende Dicke des Werkstücks hindurch.
Aus der DE-OS 15 16 629 und der DE-AS 12 75 917 sind Vorrichtungen bekannt, mit denen Fische im Meer
mit Hilfe von Ultraschall geortet werden können. Diese Vorrichtungen eignen sich jedoch nicht zum Messen
von relativ dünnen Metallabschnitten mit einer Genauigkeit im Bereich von 3 μπι. Solche Messungen
erfordern ein Impulstiming mit einer Geschwindigkeit im Bereich von Nanosekunden und bringen Probleme
mit sich, die wesentlich schwieriger sind als die bei der bloßen angenäherten Ortung von Fischen im Meer.
Bei einer aus der FR-PS 14 87 236 bekannten Vorrichtung, von der die Erfindung ausgeht, geht es um
die Messung der Dicke eines Gegenstandes unter Verwendung einer verzögernden Kopplungseinrichtung, um Reflexionen von der hinteren Oberfläche von
denen der vorderen Oberfläche zu trennen.
Genauigkeit der Dickenmessung an einem Werkstück mit Hilfe des Ultraschalls wesentlich zu erhöhen.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die die Laufzeit erfindungsgemäß von Ultraschall-Signalen
durch die Kopplungseinrichtung mindestens das Fünffache der Laufzeit von Ultraschall-Signalen durch die
Dicke des Werkstücks beträgt und daß eine Einrichtung zum Messen der Verzögerung zwischen aufeinanderfolgenden Echos von der Rückseite des Werkstücks einen
Nulldurchgangsdetektor zum Aufbau eines Zeit-Bezugswertes bei jedem Echosignal enthält
Zweckmäßig weist die Kopplungseinrichtung eine Impedenz gegenüber den Ultraschall-Signalen auf, die
geringer als ein Zehntel der Impedenz des Werkstoffs des Werkstücks ist
Die Ausgangssignale vom Nulldurchgangsdetektor können durch einen voreingestellten Zähler gezählt
werden, und eine bistabile Schaltung wird bei Ermittlung des ersten Echos geschaltet und bei Ermittlung des
»n«-ten Echos, wie durch die Einstellung des Zählers
festgelegt, rückgestellt, derart, daß die Dauer des
Ausgangssignals der bistabilen Schaltung proportional der Laufzeit von »n« Echos ist
Durch die Erfindung wird die Technik zum Heraustrennen der Reflexionen von der unteren oder hinteren
Fläche eines Werkstücks mit der Verwendung eines Vulldurchgangsdetektors kombiniert und dadurch eine
genaue Zeitsteuerung an den Impulsen auf die erforderliche Nanosekunden-Genauigkeit erreicht
Die Erfindung wird nunmehr anhand der sie beispielsweise wiedergebenden Zeichnung erläutert,
und zwar zeigt
F i g. 2 die Ausgangsspannung eines mit dem Detektor gekoppelten Empfängers,
F i g. 3 eine schematische Vergrößerung eines Teils der F ig. 2,
Fig.4 ein volles Blockschaltbild des elektrischen
Gerätes nach F i g. 1, die
F i g. 5A bis 51 elektrische Signalwellenform-Darstellungen, welche die Signalwellenformen an Punkten A
bis /in F i g. 4 wiedergeben,
Fig.6 eine elektrische Schaltungsanordnung eines Teiles des Gerätes,
F i g. 7 die Strom-Spannungs-Charakteristik einer Tunneldiode, während
F i g. 8 eine elektrische Schaltungsanordnung eines anderen Teils des Gerätes wiedergibt
Bei diesem Ausführungsbeispiel ist das Gerät zum Messen von Metall und insbesondere Stahl mit einer
Dicke im Bereich von 0,25 cm bis 1 cm bestimmt
Das Gerät weist einen Elektro-Ultraschall-Wandler
11 auf, der mit einer Oberfläche eines Metall-Probestücks 12 über einen Kopplungsblock 13 aus Polystyrol
gekoppelt ist.
Der Ultraschall-Wandler 11 wirkt sowohl als Sender
für Ultraschall-Signalimpulse als auch als Empfänger von Impulsen, die vom Metall-Probestück reflektiert
werden. Der Ultraschall-Wandler 11 ist mit einem Generator 14 für elektrische Signalimpulse mit der
gewünschten Ultraschallfrequenz verbunden und ist außerdem mit einem elektrischen Empfänger/Verstärker 15 gekoppelt, der ein elektrisches Ausgangssignal
liefert welches eine Anzeige der Ultraschall-Impulssignale ist die vom Wandler 11 empfangen werden.
Bei dieiiem Ausführungsbeispiel ist das Metall Stahl,
und das Polystyrol hat eine akustische Impedanz, die geringer als das 0,1-fache der akustischen Impedanz von
Stahl ist
Nach F i g. 2 stellt 16 den Ausgang des Verstärkers 15 in dem Moment dar, wo ein Sendeimpuls erzeugt wird.
17 stellt den Ausgang des Empfängers 15 dar, wobei der Ausgang von dem von der ersten Metalloberfläche
herkommenden Echo abgeleitet wird. 18 ist das Echo von der zweiten Metalloberfläche. IJ, 21 usw. sind
aufeinanderfolgende Echos von der zweiten Metalloberfläche, nachdem das Signal die Probestückbreite
viermal, sechsmal usw. durchquert hat 26 ist das zweite Echo von der vorderen Oberfläche des Metalls
desjenigen Signals, welches den Polystyrolblock 13 viermal durchquert hat
Die Länge des Polystyrolblocks wird so gewählt, daß
die Verzögerung zwischen dem Sendeimpuls 16 und dem ersten Echo 17 mindestens das Fünffache der
Verzögerung zwischen aufeinanderfolgenden Echos 17, 18,19 ist
Bei diesem Ausführungsbeispiel wird eine Zeitmessung zur Lieferung einer Anzeige für die Dicke des
Metalls dadurch vorgenommen, daß die Verzögerung zwischen den mit 18 und 21 in F i g. 2 markierten Echos
gemessen wird.
Falls erwünscht, kann man die Messung auch so einrichten, daß sie beim ersten Echo 17 startet, jedoch
hat es sich als zufriedenstellender herausgestellt, beim zweiten Echo 18 zu beginnen.
Weiterhin ergibt eine Messung über eine Vielzahl von
aufeinanderfolgenden Echos eine verbesserte Genauigkeit, wobei die Beschränkung dadurch festgelegt wird,
daß eine ausreichende Signalamplitude von den späteren Echos sichergestellt wird.
Der Verstärkungsfaktor des Empfängers 15 wird so geregelt, daß die Amplitude der Echos, die gemessen
werden, konstant gehalten wird, um die Zeitgabegenauigkeit zu verbessern.
Die elektronische Zeitgabe jedes Echos wird durch
eine Spannungs-Nullstellermittlung am ersten Spannungs-Nulldurchgang, welcher dem ersten Halbzyklus
der Spannungs-Wellenform folgt, genommen. Dies ist in
F i g. 3 dargestellt, wo eine Zeitmessung zwischen den Punkten Ti und Tl erfolgt.
Wie in F i g. 4 dargestellt, ist ein ElekhO-Ultraschallwandler 11 an eine Oberfläche eines Metall-Prüflings 12
über einen Kopplungsblock 13 aus Polystyrol gekoppelt Diese Anordnung, zusammen mit dem Generator 14 für
elektrische Signalimpulse, entspricht der F i g. 1, Die Ultraschallimpulse werden durch schnelle Entladung
eines Kondensators erzeugt, der auf vierhundert Volt über einen Silizium-gesteuerten Gleichrichter aufgeladen wurde, also durch Schockerregung eines 10-MHz-Kristalls. Die resultierenden Signale werden durch einen
10-MHz-Bandpaßverstärker 31 verstärkt, damit sich
eine Wellenform A, Fig.5A, ergibt, die einem
Verstärker 32 von veränderlichem Verstärkungsfaktor zugeführt und einem Spitzengleichrichter 33 eingespeist
wird. Der Spitzengleichrichter 33 wird während der Senderimpulse geklemmt bzw. gesperrt, so daß das
erste Signal, welches er wahrnimmt, das Echo von der Zwischenfläche zwischen dem Probestück 12 und dem
Polystyrolblock 13 ist, welches den Pegel eines Hochpegel-Diskriminators 34 überschreitet und die
Schaltung für das erste Echo von der hinteren Oberfläche des Probestücks 12 in Bereitschaft setzt.
Nach Spitzengleichrichtung wird dieses erste Echo von der hinteren Oberfläche sowohl in den Hochpegel-Diskriminator 34 als auch in einen Niederpegel-Diskrimina
tor 35 eingespeist
Wenn das Signal zwischen dem Nieder- und Hochdiskriminierungspegel liegt, wird der Gesamtverstärkungsfaktor des Systems erhöht; wenn der Hochpe-
gel außerdem überschritten wird, so wird der Verstärkungsfaktor herabgesetzt Diese Verstärkungsregelung
wird bewirkt durch einen automatischen Regelverstärker 36 unter der Steuerung einer logischen Schaltung 37
zum Ermitteln der Kriterien der Hoch- und Niederpe
gd-Diskriminatoren 34,35. Eine automatische Verstär
kungsfaktorregelung wird außerdem durch den Ausgang eines Digital-Analog-Wandlers 38 in einer weiter
unten beschriebenen Weise bewirkt
Das Gerät mißt effektiv die Laufzeit von Ultraschall
impulsen quer durch das Probestück durch Messung der
Verzögerung zwischen aufeinanderfolgenden Echos von der hinteren Oberfläche des Probestücks.
Ein Zeit-Bezugswert wird bei jedem Echo durch einen Nullstellendetektor 39 aufgebaut Ein Schema des
Nullstellendetektors 39, unter Verwendung einer Tunneldiode 41, ist in F i g. 6 dargestellt Die Tunneldiode 41 ist in Vorwärtsrichtung mit Strom von einem
Transistor T3 her vorgespannt, so daß sie am Punkt
»A« auf ihrer Kennlinie, F i g. 7, sitzt Eine ausreichend
große negative Exkursion des Eingangssignals reduziert den Vorwärtsstrom durch die Tunneldiode 41 hindurch,
bis er den Punkt B erreicht, wobei die Tunneldiode 41
veranlaßt wird, in ihren negativen Widerstandsbereich einzutreten, wobei sie auf Punkt C kippt, woraufhin der
Transistor Ti auf Kosten des Transistors T2 leitet
Fiingt das Eingangssignal an, positiv zu werden, dann nimmt der Vorwärtsstrom durch die Tunneldiode 41
hindurch zu, und wenn der Vorspannstrom, der durch den Transistor 7*3 geliefert richtig ausgewählt ist, so
kann die Anordnung so getroffen werden, daß die Tunneldiode 41 den Punkt D auf ihrer Kennlinie
erreicht, wenn das Eingangssignal den Spannungs-Nullpunkt passiert An diesem Punkt kippt die Tunneldiode
41 wieder auf den Punkt »A« auf ihrer Charakteristik
bzw. Kennlinie zurück, wobei der Strom vom Transistor
Ti auf den Transistor T2 schaltet und wobei die positive Kante bzw. Flanke, die am Kollektor des
Transistors Ti erzeugt wird, als Zeit-Bezugswert verwendet wird. Der erste Impuls vom Nullstellendetek
tor 39 nach dem ersten Probenstückecho wird dazu
verwendet eine bistabile Schaltung 42 einzustellen. Die bistabile Schaltung 42 wird durch einen Übergangsimpuls rückgestellt nachdem eine voreingestellte Anzahl
von Übergängen stattgefunden hat
so Wie aus F i g. 4 hervorgeht wird der zwangsläufige Betrieb der bistabilen Schaltung 42 bei den erforderlichen Nullstellen mit Hilfe einer zweiten bistabilen
Schaltung 43 sichergestellt Somit wird die zweite bistabile Schaltung 43 durch ein Signal von einer
logischen Schaltung 37 bei Empfang des ersten Echos von der hinteren Oberfläche des Probestück eingestellt Der Ausgang der eingestellten bistabilen Schaltung 43 wird durch ein UND-Tor 44 mit dem Ausgang
des Nullstellendetektors 39 kombiniert damit sich ein
zeitmäßig eindeutiges Einstellsignal für die bistabile
Schaltung 42 ergibt.
Die zweite bistabile Schaltung 43 wird durch einen Signalausgang eines voreingestellten Zählers 43 rückgestellt, und der sich daraus ergebende Ausgang wird
durch ein UND-Tor 46 mit dem Ausgang des Nullstellendetektors 39 kombiniert damit sich ein
zeitlich eindeutiges Einstellsignal für die bistabile Schaltung 42 ergibt
Durch Messen der Laufzeit über eine Anzahl von Echos hinweg wird eine bessere Genauigkeit erzielt. Die
verwendete Anzahl von Echos ist abhängig von der Qualität des Ultraschallsignals; eine Messung von
zweien ist gewöhnlich möglich, doch kann sich in günstigen Fällen die Messung auch über vier Echos
hinweg erstrecken. Der Ausgang des voreingestellten Zählers 45, der dazu verwendet wird, die Anzahl von
Übergangsimpulsen zu zählen, wird durch den Digitalwandler 38 entschlüsselt, um ein Signal (Wellenform der ι ο
F i g. 5D) für automatische Verstärkungsfaktorregelung zu erzeugen, um die Amplitude der bei der Übergangsstellenmessung
verwendeten Echos auf den gleichen Pegel zu bringen. Wenn auch der Zeit-Bezugswert, der
durch den Tunneldioden-Nullstellendetektor erzeugt wird, von der Amplitude des Eingangssignals unabhängig
ist, kann doch durch Stabilisierung der Eingangsamplitude der Grenzwert des Übergangsstellendetektors
höher als sonst eingestellt werden, wobei sichergestellt wird, daß keine Störflecke auf der Grundlinie vorhanden
sind, die zu ungewollten Übergangsimpulsen führen könnten.
Die durch den Nullstellendetektor erzeugte Laufzeitinformation ist nur wenige Mikrosekunden lang, und um
dies digital darzustellen, würde eine Uhr- bzw. Taktfrequenz von Hunderten von MHz erforderlich
sein, damit der quantitative Fehler beispielsweise gleich 0,0003 cm ist. Zum Beispiel beträgt die Laufzeit über
zwei Echos hinweg für Schmiedestahl mit einer Dicke von 03 cm annähernd 1,7 Mikrosekunden. Eine
Taktfrequenz von 600 MHz würde für eine Auflösung von 0,0003 cm in der kleinsten bedeutenden Stelle
erforderlich sein. Um die Taktfrequenz vernünftiger bzw. annehmbarer zu machen (10 MHz), wird der
Laufzeitimpuls vom Nullstellendetektor in einer Analog-Zeitstreckschaltung
47 vervielfältigt, welche in Fig.8 dargestellt ist. Der Laufzeitimpuls wird dazu
verwendet, ein durch den Transistor Tl definierten
Strom vom Transistor T% auf T5 zu schalten. Ein Kondensator Cwird bis zum Ende des Laufzeitimpulses
negativ entladen, wobei die deponierte Menge der Ladung proportional der Laufzeit ist. Der Kondensator
C wird durch einen konstanten Strom wieder aufgeladen, welcher durch einen Transistor Γ 4 (Wellenform in
Fig.5H) definiert ist, und wenn die Spannung am Kondensator auf ihre ursprüngliche Höhe zurückkehrt,
dann kehrt ein Diskriminator 48, dessen Ausgang (Wellenform in Fig.51) vom hohen in den niedrigen
Zustand bei Beginn de* Laufzeitimpulses geschaltet
wird, in den hohen Zustand zurück. Das Verhältnis zwischen der Entlade- und Wiederaufladezeit des
Kondensators C ist das Verhältnis zwischen den Entladungs- und Wiederaufladungsströmen. Durch
Subtrahieren der Laufzeit vom Diskriminatorausgang wird ein Impuls, dessen Dauer gleich der Wiederaufladezeit
ist, erhalten und ist gleich der Laufzeit mal dem Verhältnis zwischen den Entlade- und Wiederaufladeströmen.
Für Schmiedestahlmessung über zwei Echos hinweg, bei Verwendung einer Taktfrequenz von
10 MHz, ist eine öOfache Expansion bzw. Streckung für
eine Auflösung von 0,0003 cm notwendig. Eine Kalibrierung bzw. Eichung des Instrumentes kann durch
Änderung des Streckverhältnisses bewirkt werden, um Differenzen in der Fortpflanzungsgeschwindigkeit von
Ultraschall vom einen Werkstoff zum anderen zu berücksichtigen.
Eine Dicke im Bereich von 0,2 cm bis 2,0 cm kann bis
zu einer Genauigkeit von 0,0003 cm gemessen werden.
Die untere Grenze wird gesetzt durch die Breite des Ultraschallechos, welches bei Verwendung eines
10-MHz-Kristalls erzielt wird, die obere durch den dynamischen Bereich der gestreckten Zeit Die obere
Grenze ist nicht fundamental bzw. wesentlich und kann leicht ausgedehnt werden, wobei die äußere Grenze
durch die Dämpfung der akustischen Verzögerung beherrscht wird, da diese Verzögerung lang genug sein
muß, um zumindest drei Nachhalle (für den Fall, wo der Laufzeitwert zwischen benachbarten Echos gemessen
wird) innerhalb des Probenstücks vor dem zweiten Zwischenflächenecho zu enthalten. Die untere Grenze
kann dadurch ausgedehnt werden, daß ein Kristall mit höherer Frequenz verwendet wird.
Ein Digitalausgang bei 49, Fig.4, wird dadurch
erhalten, daß ein 10-M Hz-Taktgeber 51 mit dem Zeitstreckerausgang geortet wird. Der Digitalausgang
ist für eine geradlinige numerische Wiedergabe geeignet oder kann in irgendeine Digitaldaten-Behandlungsvorrichtung
eingespeist werden. Wenn man von einer Bedienungsperson erwartet, daß sie die Daten
interpretiert, so kann das nicht leicht sein, insbesondere dann, wenn sich die Daten schnell ändern, wenn das
Werkstück abgetastet wird. Zur Überwindung dieser Schwierigkeit kann eine kombinierte Digital-Analog-Wiedergabe,
unter Verwendung eines Auslöse- und Zählgerätes bzw. eines Impulszählers mit Schaltvorrichtung/scaler/
und eines Null-ablesenden Meßgerätes, verwendet werden. Der voreingestellte Impulszähler
wird dazu verwendet, ein Zeitintervall durch Zählen von Taktimpulsen festzulegen bzw. zu bestimmen, bis eine
voreingestellte Anzahl erschienen ist Die Zahl der Impulse wird durch einen vierdekadischen Daumenradschalter
bestimmt Das vom Impulszähler erzeugte Zeitintervall wird mit dem Ausgang des Zeitstreckers in
einer exklusiven ODER-Schaltung verglichen. Der Ausgang der exklusiven ODER-Schaltung ist die
algebraische Summe der beiden Wellenformen und dient dazu, über einen Integrator ein Meßinstrument mit
Nullpunkt in der Mitte anzutreiben. Wenn die beiden Wellenformen die gleiche Länge haben, dann ist der
Ausgang des Integrators null, differieren sie aber, so wird das Meßinstrument von null in eine positive
Richtung zum Ausschlag gebracht wenn die Zeitstrekker-Wellenform länger als das Zeitintervall des
voreingestellten Impulszählers ist und umgekehrt Es ergibt sich, wenn das Meßinstrument null liest die Dicke
durch die Anzahl von Taktimpulsen gegeben ist, weiche vom voreingestellten Impulszähler gezählt werden, d. h.
die Anzahl, die in den Daumenradschaltern wiedergegeben ist Der Meßinstrument-Ausschlag kann so geeicht
werden, um die Änderung in der Dicke von einer gewissen mittleren Dicke, die am voreingestellten
Impulszähler eingestellt ist wiederzugeben, wenn das Werkstück abgetastet wird. Alternativ kann das
Meßinstrument mit einer geeigneten Zeitkonstanten gedämpft werden, so daß die mittlere Dicke gemessen
werden kann, wenn ein gegebener Flächenbereich des Werkstücks wiederholt abgetastet wird. Diese Art
Wiedergabe ist für eine On-Line-Messung geeignet, da die Bedienungsperson lediglich die erforderliche Dicke
am voreingestellten Impulszähler einzustellen und das Werkstück spanabhebend zu bearbeiten hat, bis das
Meßinstrument null liest
Wie bei allen Ultraschall-Meßgeräten, ist eine gute Kopplungsverbindung der Ultraschallsonde und dem
Werkstück erforderlich, wenn eine ausreichende Ultraschallenergie in das Werkstück hinein übertragen
werden soll. Da der oben beschriebene Dickenmesser
eine akustische Verzögerung zwischen der Ultraschallsonde und dem Werkstück erfordert, kann ein
Strömungsmittel-Koppler verwendet werden, wobei auf diese Weise die Probleme des Abtastens vermindert s
werden. Beim vorangegangenen Ausführungsbeispiel haben Variationen in dieser akustischen Verzögerung,
wenn das Werkstück abgetastet wird, keine Auswirkung auf die Messung. Dieses ist ein Aspekt eines wichtigen
allgemeinen Vorteils des Gerätes, nämlich daß der Übertragungsimpuls bzw. Sendeimpuls nicht als ein
Bezugswert bei der Zeitgebung verwendet wird, so daß Ungenauigkeiten infolge des Senders und der Kopplung
des Senders mit der Probenoberfläche vermieden werden. Glücklicherweise ist in Fällen, wo eine is
On-Line-Messung gemacht wird, während das Probenstück spanabhebend bearbeitet wird, gewöhnlich eine
Menge Schneidflüssigkeit vorhanden, die rundherum fließt und als Kopplungsmittel zwischen der Sonde und
dem Werkstück verwendet werden kann. Die automat!-
sehe Verstärkungsregelung setzt Veränderungen in der Signalstärke infolge Änderungen in der Wirksamkeit
der Kopplung, wenn das Werkstück abgetastet wird, auf ein Mindestmaß herab, und die automatische Verstärkungs-Regelwellenform kann überwacht werden, und es
kann eine Anzeige gegeben werden, wenn immer das Ultraschallsignal sich innerhalb annehmbarer Grenzen
für einen zufriedenstellenden Betrieb befindet
Daß man eine reiche Zufuhr von Schneidflüssigkeit hat, um als Kopplungsmittel zu wirken, ist ein Vorteil,
kann aber auch ein behinderndes Übel sein, wenn diese
mit der Seite des Probenstücks, die der Ultraschallsonde abgelegen ist, in Berührung kommt Ein Kopplungsmittel auf dieser hinteren Fläche kann die rückkehrenden
Echos beeinträchtigen, was zu falschen Laufzeitdaten führt. Ein einfaches Verfahren, dieses Problem zu
überwinden, besteht darin, einen Luftstrahl auf die hintere Oberfläche zu richten, um jede Schneidflüssigkeit wegzublasen, die sich dort anzusammeln sucht
Claims (3)
1. Gerät zum Messen der Dicke eines Werkstücks, welches in der Lage ist, Ultraschall zu übertragen,
mit einer Lieferquelle für impulsförmige Ultraschall- s Signale, einem Detektor für Ultraschall-Signale
sowie einer Kupplungseinrichtung zum Koppeln der Lieferquelle und des Detektors an das Werkstück,
wobei die Kopplungseinrichtung so ist, daß die Laufzeit von Ultraschall-Signalen durch sie hindurch
größer ist als die Laufzeit von Ultraschall-Signalen durch die zu messende Dicke des Werkstücks
hindurch, dadurch gekennzeichnet, daß die Laufzeit von Ultraschall-Signalen durch die
Kopplungseinrichtung (13) mindestens das Fünffa- is ehe der Laufzeit von Ultraschall-Signalen durch die
Dicke des Werkstücks (12) beträgt und daß eine Einrichtung (33—49) zum Messen der Verzögerung
zwischen aufeinanderfolgenden Echos (18, IS, 21) von der Rückseite des Werkstücks (12) einen
Nulldurchgangsdetektor (39) zum Aufbau eines Zeit-Bezugswertes bei jedem Echosignal enthält
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kopplungseinrichtung (13) eine
Impedanz gegenüber den Ultraschall-Signalen aufweist, die geringer als ein Zehntel der Impedanz des
Werkstoffs des Werkstücks (12) ist
3. Gerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgangssignale (F i g. 5F)
vom Nulldurchgangsdetektor (39) durch einen voreingestellten Zähler (45) gezählt werden und eine
bistabile Schaltung (42) bei Ermittlung des ersten Echos geschaltet und bei Ermittlung des »n«-ten
Echos, wie durch die Einstellung des Zählers (45) festgestellt wird, derart, daß die Dauer des
Ausgangssignals (F i g. 5G) der bistabilen Schaltung (42) proportional der Laufzeit von »n« Echos ist
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