DE2035586C2 - Sprüheinsatz - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen einstückigen Sprüheinsatz aus elastischem Kunststoff für elastische Flüssigkeitsbehälter
mit einem hohlzylindrischen, in den Behälterhals einsetzbaren Kopfteil, mit einem Flüssigkeitssaugrohr,
das nahe bis zum Boden des Behälters reicht, mit einem etwa konisch nach oben divergierenden
Verbindungsteil zwischen dem oberen Ende des Saugrohres und dem oberen Ende des Kopheils und mit
Öffnungen in diesem Verbindungsteil.
Ein derartiger Sprüheinsatz ist aus der US-PS 31 89 282 bekannt. Bei dieser bekannten Zerstäubervorrichtung
mit ringförmiger Ansaugzone sind in einem V-förmigen ringartigen Kanal Öffnungen vorgesehen,
wobei bei der Benutzung Luft im Raum oberhalb der Flüssigkeit im Behälter durch die Öffnungen herausgepreßt
wird, mit der Folge, daß sich in der Ansaugzone als Folge der hohen Geschwindigkeit der Luftströmung
ein Unterdruck einstellt, wodurch das Austreten von Flüssigkeit durch die Öffnungen gefährdet wird und die
austretende Flüssigkeit in winzige Tröpfchen oder Partikel aufgebrochen wird, die vom Luftstrom
mitgerissen und in ihm verteilt werden. Dieser bekannte Zerstäuberkopf ist jedoch konstruktiv relativ kompliziert
und läßt sich nicht in einfacher Weise einstückig herstellen.
Zur Applikation mancher flüssiger Arzneimittel, insbesondere zur Behandlung des Schnupfens, werden
Flüssigkeitsbehälter verwendet, mit einem Sprühkopf, der beispielsweise in Nasenlöcher eingeführt wird,
worauf dann durch elastische Deformation des Flüssigkeitsbehälters die Arznei in Nebel- bzw. Tröpfchenform
vom Sprühkopf abgesprüht wird. Bei derartigen Sprühköpfen handelt es sich um ein Massenerzeugnis,
das vorzugsweise aus Kunststoff hergestellt wird. Bei den bisher bekannten Sprühköpfen wurde der in den
Hals des Behälters einsetzbare Kopfteil einerseits und das Saugrohr mit Öffnungen zu einer Sprühkammer
getrennt hergestellt und später zusammenmontiert. Diese bekannten Sprühköpfe weisen jedoch erhebliche
Machteile auf. Insbesondere ergibt sich ein erheblicher Abfall bzw. Ausschuß dadurch, daß das in einem
gesonderten Arbeitsschritt in den Kopfteil einzusetzende Saugrohr abgebogen oder geknickt wird, so aaß es
nicht mehr zentrisch in den Kopfteil mündet Hinzu kommi, daß die Saugrohre von einer Schlauchtrommel
abgezogen und anschließend auf die jeweils benötigte Länge abgeschnitten werden. Die Saugrohrstücke sind
auch aus diesem Grunde an sich gebogen.
Es ist ferner eine Zerstäubervorrichtung für die
is Herstellung von Aerosolen bekannt (FR-ZP 67 526).
Diese Vorrichtung besteht aus einem Einsatz mit kalibrierter Auslaßöffnung, einem Saugrohr für Flüssigkeit,
das vor dieser Öffnung mündet, und einem oder mehreren Kanälen, die der Zufuhr von Luft zum
Austrittsende des Rohres dienen, derart, daß am Eingang der kalibrierten Öffnung sich eine Mischung
aus Flüssigkeit und Gas einstellt Die kalibrierte Öffnung kann durch einen Verschluß geschlossen gehalten
werden oder aber auch durch einstückige Herstellung vor dem Gebrauch verschlossen bleiben. Es muß dann
mit einer Nadel oder einem entsprechenden Werkzeug eine Scheidewand und die Wand des Rohres durchbohrt
werden, die dieses von einem Sackloch trennt. Zwar ist der in den Hals eines Behälters einsetzbare hohlzy-
linderförmige Kopfteil mit dem Saugrohrteil einstückig ausgebildet, jedoch ist es notwendig, daß der Benutzer
an einer bestimmten Stelle mit einem bestimmten Werkzeug und in einer bestimmten Richtung eine
erforderliche Öffnung selbst erzeugt. Dieser Arbeitsvorgang ist beispielsweise von älteren oder gebrechlichen
Menschen oder zitteriger Hand, nicht ohne weiteres und auch nicht ohne Gefahr der Verletzung durch
Abrutschen des Stechwerkzeuges möglich.
Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, bei einem einstückigen Sprüheinsatz der
eingangs erläuterten Art derart auszubilden, daß er leicht und einfach mit den bekannten Spritzverfahren
für Kunststoffe herstellbar ist und eine erleichterte Bedienung ergibt.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung bei einem Sprühkopf der eingangs erläuterten Art dadurch gelöst,
daß das etwa konisch nach oben divergierende Verbindungsteil durch Erweiterung des Endteils des
Saugrohres gebildet ist, daß in diesem Erweiterungsteil achsparallele Längsschlitze angebracht sind und daß
eine mit dem oberen Ende des Kopfteils verbundene, etwa in einer Ebene senkrecht zur Sprüheinsatzachse
liegende Deckhaut den durch den Erweiterungsteil definierten Sprühraum bis auf eine zentrale Düsenöffnung
nach außen abdichtet.
Diese Ausbildung läßt sich mit Hilfe eines geeigneten Werkzeuges in einem Spritzvorgang einfach herstellen.
Dabei wird zunächst der Kopfteil kegelstumpfartig ausgebildet und anschließend werden durch Anwendung
von Druck und Wärme die Kanäle zusammengedrückt und ihre Wandbereiche verschweißt.
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist am oberen Ende des Sprüheinsatzes ein Einsatz mit
zentraler Düsenöffnung formschlüssig befestigt.
Bei einem besonders vorteilhaften Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Sprühkopfes besitzt der
obere Teil des Kopfteils etwa die Form eines Rotationsparaboloids mit behälterfernem Scheitel.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnung näher erläutert, die schematisch ein Ausführungsbeispiel
darstellt Dabei zeigt
F i g. 1 einen Sprühkopf unmittelbar nach dem Spritzvorgang, und Fi g. 2 einen Sprühkopf in seiner endgültigen Gestalt.
Nach F i g. 1 ist ein Sprühkopf f durch einen kegelstumpfartigen Kopfteil 5 und einem darin angeordneten
Saugrohr 2 gekennzeichnet. Das Saugrohr 2 weist einen Saugkanal 3 auf. Die Länge des Saugrohres to
2 ist ein Mehrfaches der Länge des Kopfteiies 5 und ist derart gewählt, daß es im eingebauten Zustand bis nahe
an den Boden eines zugehörigen Flüssigkeitsbehälters reicht. Der Kopfteil 5 weist in an sich bekannter Weise
eine rund umlaufende Randleiste 4 auf. Die Randleiste 4 weist eine Nut 14 auf, in der sich eine entsprechende
Randleiste eines (nicht dargestellten) Flüssigkeitsbehälters einlegt Dadurch wird eine formschlüssige dichte
Verbindung zwischen dem einsetzbaren Sprühkopf und dem zugehörigen Flüssigkeitsbehälter erreicht
Aus F i g. 2 ist ersichtlich, daß sich der Saugkanal 3 im
oberen Bereich des Saugrohres 2 zu einer Sprühkammer 7 erweitert. In dieser Spriihkammer 7 wird durch
die beim Zusammendrücken des Flüssigkeitsbehälters austretende Luft ein Unterdruck erzeugt, so daß durch
das Saugrohr 2 bzw. den Saugkanal 3 Flüssigkeit aus dem Behälter angesaugt wird. In der Sprühkammer 7
findet eine Aufteilung der Flüssigkeit in kleine Tröpfchen statt, die dann unter dem Druck der
ausströmenden Luft in eine zentrale Düse 9 am behälterfernen Ende des Kopfteiles 5 den Sprühkopf
verlassen. Die Sprühkammer 7 ist nach oben durch eine
Haut 8 abgedeckt, die die erwähnte zentrale Öffnung 9 aufweist und durch Verschweißen lappenförmiger
Fortsätze 12 des Saugrohres 2 entsteht Diese Haut 8 wird bei dem Sprühkopf 1 durch die nach dem
Spritzvorgang, bei dem ein Sprühkopf 1 gemäß F i g. 1 entsteht, angewandte Pressung und Erwärmung durch
Verschweißung der oberen Randbereiche 13 der Längsschlitze 6 gebildet Der endgültige Zustand eines
entsprechenden Sprühkopf es ist in Fig. 2 im Schnitt
dargestellt Dabei kann in Jas behälterferne Ende des
Kopfteiles 5 ein Einsatz 10 eingeführt sein, der formschlüssig über eine Nut-Feder-Ausbildung 11 im
Kopfteil 5 befestigt wird. Dieser Einsatz 10 weist eine mit der zentralen Öffnung 9 fluchtende konische
Düsen-Öffnung 15 auf, die dem jeweils verwendeten Medium entsprechend angepaßt ist. Bei anderen
Medien braucht nur der Einsatz 10 gewechselt zu werden, während der übrige Kopfteil unverändert
bleiben kann. Wie aus Fig.2 ersichtlich, kann die
öffnung 15 im behäJterinnenseitigen Wandbereich des
Einsatzes 10 eine Randwulst 16 aufweisen. Durch diese Ausbildung wird eine bessere Vernebelung der auszusprühenden
Flüssigkeit erzielt.
Durch diese Ausbildung wird ferner sichergestellt, daß das Saugrohr 2 stets genau zentrisch im Kopfteil 5
angeordnet ist und auch nicht durch einen nachfolgenden Montageschritt verbogen oder geknickt werden
kann. Ferner kann der Sprühkopf einwandfrei maschinell bzw. automatisch in den zugehörigen Flüssigkeitsbehälter
eingesetzt werden.
Claims (3)
1. Einstückiger Sprüheinsatz aus elastischem Kunststoff für elastische Flüssigkeitsbehälter mit
einem hohlzylindrischen, in den Behälterhals* einsetzbaren Kopfteil, mit einem Flüssigkeitssaugrohr,
das nahe bis zum Boden des Behälters reicht, mit einem etwa konisch nach oben divergierenden
Verbindungsteil zwischen dem oberen Ende des Saugrohres und dem oberen Ende des Kopfteils und
mit Öffnungen in diesem Verbindungsteil, dadurch gekennzeichnet, daß das etwa
konisch nach oben divergierende Verbindungsteil durch Erweiterung des Endteils des Saugrohres (2)
gebildet ist, daß in diesem Erweiterungsteil achsparallele Längsschlitze (6) angebracht sind und daß eine
mit dem oberen Ende des Kopfteils (5) verbundene, etwa in einer Ebene senkrecht zur Sprüheinsatzachse
liegende Deckhaut (8) den durch den Erweiterungsteil definierten Sprühraum (7) bis auf eine
zentrale Düsenöffnung (9) nach außen abdichtet.
2. Sprühkopf nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen formschlüssig befestigten Einsatz (10)
mit zentraler Düsenöffnung (15) am oberen Ende des Sprüheinsatzes (1).
3. Sprühkopf nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Teil des Kopfteils
etwa die Form eines Rotationsparaboloids mit behälterfernem Scheitel besitzt.
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| DE19702035586 DE2035586C2 (de) | 1970-07-17 | 1970-07-17 | Sprüheinsatz |
Publications (2)
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| DE2035586A1 DE2035586A1 (de) | 1972-01-20 |
| DE2035586C2 true DE2035586C2 (de) | 1982-08-05 |
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ID=5777109
Family Applications (1)
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Country Status (1)
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Cited By (1)
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Also Published As
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