DE2035584C2 - Flachlege- und Abzugsvorrichtung für eine im Blasverfahren von einem ortsfest angeordneten Folienblaskopf hergestellte Kunststoff-Schlauchfolienbahn - Google Patents
Flachlege- und Abzugsvorrichtung für eine im Blasverfahren von einem ortsfest angeordneten Folienblaskopf hergestellte Kunststoff-SchlauchfolienbahnInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Flachlege- und Abzugsvorrichtung für eine im Blasverfahren von einem ortsfest
angeordneten Folienbiaskopf hergestellte Kunststoff-Schlauchfolienbahn
nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Eine Flachlege- und Abzugsvorrichtung dieser Art ist
Gegenstand des nicht vorveröffentlichten, jedoch ein älteres Recht bildenden Patents 19 48 935. Diese Flachlege-
und Abzugsvorrichtung gestattet eine sehr geringe Bauhöhe und kompakte Ausbildung des reversierenden
Systems. Jedoch kann es bei dieser zu einem unerwünschten Verrutschen in axialer Richtung der über die
Wendestangen geführten Kunststoff-Schlauchfolienbahn kommen.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, die Flachlege- und Abzugsvorrichtung nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1 derart zu verbessern, daß ein seitliches Verlaufen der Kunststoff-Schlauchfolienbahn während
des Ausschwenkens des Systems vermieden ist.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch in den kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 angegebenenen
Merkmale gelöst.
Die erfindungsgemäße Lösung gewährleistet, daß der Schnittpunkt der Mittenachsen der auf die Wendestange
zu- und von der Wendestange ablaufenden Folienbahnstränge in der zentralen Schwenkachse liegt. Während
des Reversierens ist gewährleistet, daß sich die Folienbahnstränge scherenartig um die Schwenkachse
öffnen und schließen, so daß symmetrisch auf beide Folienbahnstränge aneinander entgegengesetzte gleiche
Reibungskräfte wirken und axiale Verschiebungen der Folienbahn auf den Wendestangen während des Reversierens
wegen einseitig wirkender Reibungskräfte vermieden sind.
Wenn die Umlenkwalzen und die Wendestangen in der Mittelstellung des Reversierweges der Flachlegcplatten
in Achsrichtung miteinander fluchten, ist eine Schwenkung von 180° von dieser Mittelstellung aus
nach jeder Seite hin erforderlich. Um die während dieser Schwenkung erforderlichen Richtungsänderungen
der Folienbahn zu ermöglichen, sind zwei Wendestangen notwendig und ausreichend, wobei auf jede Wendestange
in den Grenzstellangen eine Bahnablenkung von 90° entfällt
Je mehr aus je einer Wendestange und einer Umlenkwalze gebildete Etagen verwendet werden, um so kleiner
wird der maximale Schwenkwinkel der einzelnen Wendestangen und damit deren erforderlichen Länge.
Je schräger nämlich die Bahn um die Stange geführt wird, um so langer muß die Wendestange sein. Sowohl
die Länge des bei der maximalen Schlauchfolienbreite benötigten Teiles der Wendestange wie deren größter
Ausschwenkwinkel sind — und zwar kumulativ — für den erforderlichen Abstand der Umlenkwalzen von der
Zentralachse maßgebend. Werden mehr Wendestangen und entsprechend mehr Umlenkwalzen hintereinander
geschaltet, so können die Wendestangen kurzer sein und unter einem maximal geringeren Winkel zu den
vor- und nachgeschalteten Umienkwalzen stehen, so daß diese näher an die Zentralachse herangelegt werden
können und dennoch die erfindungsgemäße Bedingung erfüllen, daß sie sieb in jeder möglichen Betriebsstellung radial außerhalb der von der Bahn umschlungenen
Teile der Wendestangen befinden.
Die Verwendung einer größeren Anzahl von Wendestangen und Umlenkwalzen erlaubt es somit, die gesamte
Vorrichtung kompakter zu gestalten und ihren Raumbedarf radial zur Mittenachse zu verringern. Andererseits
steigen aber durch diese Ausgestaltung die Herstellungskosten und erhöht sich auch der Platzbedarf
in Achsrichtung.
Besonders zweckmäßig ist es, wenn die Schwenkbewegungen der Träger der Wendestangen und der Umlenkwalzen
gegeneinander zwangsgeführt sind. Hierdurch wird di? Folienbahn, die anderenfalls von sich aus
die Schwenkbewegungen der Umlenkwalzen und der Wendestangen selbsttätig herbeiführt, dieser Aufgabe
und der damit verbundenen Beanspruchung enthoben und der genau mittige Lauf der Folienbahn über die
Walzen sichergestellt.
Die Zwangsführung kann durch ein Zahnradgetriebe
oder durch ein Hebelsystem verwirklicht sein. Das zur Zwangsführung dienende Zahnradgetriebe kann
entweder lose auf einer parallel zur Zentralachse angeordneten Hilfsachse laufende Doppelzahnräder
oder auf dieser Hilfsachse drehfest angeordnete Einfachzahnrädsr
aufweisen, wobei die auf der Hilfsachse vorgesehenen Zahnrader mit entsprechenden, konzentrisch
zur Zentralachse an der Flachlegeplattenhalterung, an den Trägern der Wendestangen und
Umlenkwalzen und an einer ortsfesten Lagerhülse befestigten Zahnsegmenten zusammenwirken. Die Hilfsachse
kann nach einem weiteren Erfindungsvorschlag mittels eines besonderen Halters an dem Träger derjenigen
Wendestange oder Umlenkwalze, die in bezug auf die Wendestangen und die zwischen diesen
angeordneten Umlenkwalzen in der Durchlaufstrecke die mittlere ist, diametral zu dieser Wendestange oder
Umlenkwalze gehalten sein. Hierdurch wird erreicht, daß sich die Hilfsachse auf der Winkelhalbierenden
des jeweiligen Ablenkungswinkels zwischen den Flachlegeplatten und de" Abzugsvorrichtung befindet,
so daß die Wendestangen an die Hilfsachse, nicht anstoßen können.
Ist die Zwangsführung durch ein Hebelsystem verwirklicht,
so kann dieses besonders vorteilhaft als Nürnberger Schere ausgebildet sein, wobei je ein Kreuzungspunkt der Scherenglieder mit der Flachlegeplattenhalterung.
mit den Trägern der Wendestangen und der Umlenkwalzen und mit einer ortsfesten Lagerhülse zusammenwirkt
Erfindungsgemäß können vorteilhaft als Abzugs- und Abquetschwalzen zwei in Abstand von einander angeordnete,
von der flachgelegten Folie S-förmig umschlungene Umienkwalzen Verwendung finden. Durch
diese im Abstand von einander befindlichen Walzen wird eine ausreichende Abquetschung erreicht, ohne
daß nennenswerte Reibungskräfte erzeugt werden, die sich auf die Folie bis hin zum ortsfesten Vorzugswalzenpaar
belastend auswirken könnten.
Die erfindungsgemäße Flachlegevorrichtung arbeitet zweckmäßig mit einer vertikal angeordneten zentralen Tragwelle. Sind die Wendestangen- und Umlenkwalzenträger zwangsgeführt, so kann die Voiiichtung auch mit horizontal angeordneter zentraler Tragwvlle eingesetzt werden. Beim Schwenken zwischen den Endstellungen der Wendestangen tritt ein Längenunterschied des Weges zwischen den Abzug- und den ortfesten Vo.rzugwalzen ein. Dieser Längenunterschied hat allerdings praktisch keine Bedeutung, da er bei einem Wendestangendurchmesser von beispielsweise 10 cm zwar 13,2 cm beträgt, diese Abweichung sich aber über eine Folienbahnlänge von 30 000 cm verteilt, da während"eines 10 Minuten dauernden Schwenkens über 180° bei einer Folienbahngeschwindigkeit von 3000 cm/Min, die vorgenannte Folienbahnlänge das System durchläuft Der Fehler beträgt daher nur 0,44 %o der Folienlänge. Soll auch diese Längenabweichung noch ausgeschaltet werden, so kann nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung eine Umlenkwalze, vorzugsweise die mittlere, mit veränderbarem Abstand von der zentralen Tragwelle gehalten und der Abstand mittels einer Kurvenbahn in Abhängigkeit von Schwenkwinkel so veränderbar sein, daß die Folienweglänge innerhalb des reversierenden Systems gleich bleibt.
Die erfindungsgemäße Flachlegevorrichtung arbeitet zweckmäßig mit einer vertikal angeordneten zentralen Tragwelle. Sind die Wendestangen- und Umlenkwalzenträger zwangsgeführt, so kann die Voiiichtung auch mit horizontal angeordneter zentraler Tragwvlle eingesetzt werden. Beim Schwenken zwischen den Endstellungen der Wendestangen tritt ein Längenunterschied des Weges zwischen den Abzug- und den ortfesten Vo.rzugwalzen ein. Dieser Längenunterschied hat allerdings praktisch keine Bedeutung, da er bei einem Wendestangendurchmesser von beispielsweise 10 cm zwar 13,2 cm beträgt, diese Abweichung sich aber über eine Folienbahnlänge von 30 000 cm verteilt, da während"eines 10 Minuten dauernden Schwenkens über 180° bei einer Folienbahngeschwindigkeit von 3000 cm/Min, die vorgenannte Folienbahnlänge das System durchläuft Der Fehler beträgt daher nur 0,44 %o der Folienlänge. Soll auch diese Längenabweichung noch ausgeschaltet werden, so kann nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung eine Umlenkwalze, vorzugsweise die mittlere, mit veränderbarem Abstand von der zentralen Tragwelle gehalten und der Abstand mittels einer Kurvenbahn in Abhängigkeit von Schwenkwinkel so veränderbar sein, daß die Folienweglänge innerhalb des reversierenden Systems gleich bleibt.
In der nachstehenden Beschreibung ist die Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert; in der zwei Ausführungsbeispiele
dargestellt sind. In der Zeichnung zeigt
F i g. 1 eine schematisch vereinfachte Seitenansicht auf eine erfindungsgemäße Reversiervorrichtung in
Grundstellung (Null-Grad-Stellung),
Fig.2—4 vereinfacht und in verkleinerter Darstellung
Draufsichten auf die Lage der Walzen und Wendestangen in 0°-, 90c- und 180°-Stellung der Reversieivorrichtung
nach F i g. 1,
F i g. 5 eine Seitenansicht entsprechend F i g. 1 auf eine zweite Ausführungsform der Reversiervorrichtang
in Grundstellung (0° -Stellung).
Fig.6 eine Einzelheit der Ausführungsform nach F i g. 5 in Richtung des Pfeiles 6 der F i g. 5 und
F i g. 7 eine Einzelheit der Ausführungsform nach F i g. 5 im Schnitt nach der Linie VIl-VII der F i g. 5.
Der von einer nicht dargestellten Strangpresse mit Folienblaskopf ausgeformte Folienschlauch 1 wird von
den Flachlegeplatten 2 flachgelegt, die an dem Hilfsgestell 3 befestigt sind, welches wiederum über die Flachlegeplattenhalterung
* und die Zentralachse 5 in dem Hauptgestell 6 drehbar gelagert ist. Das Hauptgestell 6
ist beispielsweise mit den Ständern 7 auf der Abzugs-
bühne 8 mit der Durchlaßöffnung 9 aufgestellt. Die Drehung der Flachlegevorrichtung 2, 3, 4, 5 erfolgt mittels
des schematisch angedeuteten Getriebemotors 10, wobei die Umsteuerung nach jeweils 360° Drehwinkel beispielsweise
durch elektrische ortsfeste Endschalter vorgenommen werden kann.
Die flachgelegte Folie wird S-förmig um die beiden Umlenkwalzen 11 und 12 zur Seite umgelenkt und der
gleichsinnig mitreversierenden Umlenkwalze 13 zugeleitet, die mittels des Halters 13' an dem Hilfsgestell 3
befestigt ist. Es hat sich gezeigt, daß durch die S-förmige Umschlingung der Umlenkwalzen 11, 12 ein völlig ausreichendes
Abquetschen des Folienschlauches erfolgt, so daß keine Luft aus der Schlauchblase 1 entweichen
kann.
Auf der Zentralachse 5 seitlich und schwenkbar gelagert folgen dann die erste Wendestnge 14 mit ihrem
Träger 15 und der Lagerhülse 16. die Umlenkwalze 17 n-iii ihrem Träger !8 und der Hilfsachse 19 sowie die
zweite Wendestange 20 mit ihrem Träger 21 und Lagerhülse 22. Alle diese Walzen sind tangential zu gedachten
Kreisen um die Mittelachse der Zentralachse 5 angeordnet. Der erforderliche Abstand bzw. Kreisradius ist später
zu erörtern. Der Wendestange 20 folgt das ortsfeste Vorzugswalzenpaar 23, 24 und diesem ein nicht dargestellter
Wickler nach.
Wie in den F i g. 2—4 schematisch angedeutet, ergibt sich der Umlenkeffekt für die Folienbahn dadurch, daß
sich zwischen den einander folgenden Umienkwalzen und Wendestangen 13, 14, 17, 20 und 23/24 jeweils ein
Verdrehwinkel einstellt, der einem Viertel des Verdrehwinkels des Hilfsgestells 3 mit den Flachlegeplatten 2
gegenüber dem ortsfesten Hauptgestell 6, 7 entspricht. Bei dem Ausführungsbeispiel nach F i g. 1 erfolgt dabei
eine Zwangsführung der einzelnen schwenkbaren Elemente gegeneinander durch Zahnradsegmente, die in
zweckmäßiger Folge am Ende jeder Lagerhülse 16, 19 und 22 sowie an den Traversen des Hauptgestells 6
befestigten Lagerhülse 27 angeordnet sind, und die durch entsprechend ausgelegte Doppelzahnräder 28
miteinander in Eingriff gebracht werden. Die vier Doppelzahnräder 28 sind freilaufend auf der Hilfsachse 29
angeordnet, die wiederum mittels des Halters 30 an der Hilfsachse 19 der mittleren Umlenkwalze 17 befestigt
ist, so daß sich das gesamte, eine Verbindung der schwenkbaren Teile unter Zwangsführung ihrer erforderlichen
Relativbewegungen bildende Getriebe 28,29, 30 stets in dem freien Raum hinter den beiden Wendestangen 14,20 auf der Winkelhalbierenden befindet.
Die Feder 31 soll andeuten, daß die Hilfsachse 29 zweckmäßigerwei:.s zur Ausschaltung des Zahnspieles
in den Zahnradpaaren 25, 26, 28 federnd angedrückt wird, so daß ein unerwünschtes Totspiel in dem Verbindungsgetriebe
ausgeschaltet wird. Die erforderlichen Obersetzungen der Zahnräder 25, 26, 28 sind nach den
von den Planetengetrieben her bekannten Formeln auszulegen.
Es ist auch möglich, an den Hülsen 16,19, 22, 27 und
des Hauptgestells 4 jeweils nur ein Zahnsegment 25 anzubringen und jeweils ein Einfachzahnrad 28 auf der
in diesem Fall drehbaren Hilfsachse 29 zu befestigen, wobei der Halter 30 und die Auslegung der Übersetzungsverhältnisse
gleich bleiben.
Die gewünschte Zwangskopplung der Schwenkbewegungen kann aber auch mit einem Hebelsystem erreicht
werden, das als sphärisch bewegliche Nürnberger Schere ausgebildet ist, wobei die zentralen Gelenkpunkte
der Schere an den Traversen des Hauptgestells den beweglichen Lagerhülsen 16,19 und 22 und der ortsfesten
Lagerhülse 27 angebracht sind, die in Grundstellung (0° -Stellung) fluchtend übereinander liegen. Diese Ausbildung
ist in den Fig. 5 und 6 dargestellt. Der mitschwenkende Gelenkhalter 32 ist an der Traverse 4, der
Gelenkhalter 33 an der Lagerhülse 16, der Gelenkhalter 34 an der Lagerhülse 19, 35 an 22 und 36 an 27 angebracht,
und zwar auf der den Umlenkwalzen und Wendestangen 13,14,17 und 20 entgegengesetzten Seite, so
ίο daß die Folienbahn nicht von den Hebeln berührt werden
kann. Die Gelenkhalter 32—36 sind mit der Nürnberger Schere verbunden, die aus den Laschenhebeln 37
und 38 mit den dazugehörigen Verbindungsgelenken 39 aufgebaut ist. In F i g. 6 ist vereinfacht die Streckung des
Hebelsystems bei seitlicher Auslenkung der Gelenkhalter 32—36 dargestellt, wobei sich zwischen jedem der
Gelenkhalter 32-33,33-34,34-35 und 35-36 je ein Viertel des seitlichen Versatzes des untersten Gelenkhalters
32 einstellt. Dieser Weg entspricht zugleich der Viertelung der Drehwinkel. Die erforderliche sphärische
Beweglichkeit wegen der Verdrillung des Systems beim Schwenken der Umlenkwalzen der Wendestangen
wird im einfachsten Fall dadurch erreicht, daß die Hebel 37 und 38 aus verhältnismäßig breitem, jedoch relativ
dünnem Federbandstahl hergestellt werden, so daß sie der Verdrillung des Systems folgen können, ohne dabei
auszuknicken. Das Hebelsystem gewährleistet im Gegensatz ?:>
Zahnrädern eine spielfreie Zwangsführung, während bei Anwendung des im Zusammenhang mit
dem ersten Ausführungsbeispiel erläuterten Zahnradgetriebes besondere Maßnahmen zum Ausschalten des
Zahnradspieles angewandt werden müssen. Andererseits ist bei dem Zahnradgetriebe ein Verkanten und
Verbiegen von vornherein ausgeschlossen.
Die Schwenkachse für die Wendestangen 14,20 liegt in dem Schnittpunkt der Folienmittenachsen, da sonst
ein seitliches Verlaufen der Folienbahn während des Ausschwenkens des Systems eintreten würde. Hierdurch
wird auch die besonders zweckmäßige und raumsparende Zentrallagerung aller Schwenkwalzen ermöglicht.
Aufgrund einfacher geometrischer Überlegungen beträgt der Mittenabstand A (Fig. 1) der Achse einer
Wendestange mit dem Außendurchmesser T:
Durch weitere geometrische Überlegungen ergibt
so sich, daß der Durchmesser d der Zentralachse 5 etwa
D/2 betragen kann. Durch Festlegung des Durc/jnessers
der Wendestangen 14, 20 kann somit auch die Stabilität der Achse in weitgehend freien Grenzen beeinflußt
werden, so daß das erfindungsgemäße Wendestangensystem praktisch für beliebig große Folienbreiten
bei zentraler Lagerung ausgelegt werden kann.
Da sich die Wendestangen bei ihrer Schwenkbewegung um den Schnittpunkt der Folienmittenachsen bewegen,
ergibt sich bei dem Schwenken des Systems praktisch keine Veränderung der Foliendurchlaufstrekke,
wodurch die besonders vorteilhafte und ortsfeste Aufstellung des Vorzugwalzenpaares an der Ablaufseite
der Vorrichtung und damit der festen Installation der zugehörigen Strom- und Steuerleitungen ermöglicht
wird Die kleinen Längendifferenzen zwischen der geraden und schrägen Umschlingung der Wendestangen fallen,
wie schon eingangs ausgeführt, praktisch nicht ins Gewicht.
20 3^ 584
Zur Ausschaltung dieser Änderung des Folienlaufweges,
der beim Schwenken de Vorrichtung nach F i g. I
auftritt und der genau
F= (i/2 · D-D)-T = D ■ πφ. - I) = 1.32 ■ D
beträgt, kann die mittlere Umlenkwalze 17 des Systems
durch einen Nocken so bewegt werden, daß der Fehler Fgena>; kompensiert wird. Da die Umlenkwalze 17 um
180° von der Folienbahn umschlungen wird, muß der in
maximale Hub der Umlenkwalze 17 zu diesem Zweck genau FI2 betragen.
Die Verschiebbarkeit der Umlenkwalze 17 wird dadurch erreicht, daß der Träger 18 mit dem liingsverschiebbaren
Vierkant-Ansatz 18' (Fig. 7) in dem ent- r> sprechenden Halter der Hilfsachse 19 befestigt wird und
daß sich das Ende des Vierkantansatzes 18' auf dem Nocken 40, der an der Zentralachse 5 befestigt ist, abstützt.
Eine federnde Anpressung des Halters 18, 18' an den Nocken 40 ist nicht erforderlich, da die Andruck- 2»
kraft von der Folienbahn 1 auf die Umlenkwalze 17 aufgebracht wird.
Wie in Fig. 7 im Ausschnitt dargestellt, wird in Grundstellung (0°-Stellung) der Träger 18, 18' durch
den Nocken 40 herausgehoben. In den Maximalstellun- 2ϊ
gen (± 180°-Stellungen) führt die Tragachse 5 mit dem Nocken 40 gegenüber der Lagerbüchse 19 eine ±
90°-Relativdrehung aus, womit sich die gestrichelt angedeuteten Stellungen des Trägers 18' zum Nocken 40
ergeben. Durch punktweise Konstruktion des Nockens 40 kann somit die exakt gleichbleibende Folienweglänge
in d'm Reversiersystem eingestellt werden.
Die Wendestangen sind im einfachsten Fall als nicht drehbare Wellen — wie durch die Schraffur angedeutet
— mit reibungsarmen Belag ausgeführt. Dies bedingt jedoch das Auftreten von Reibungskräften und eine laufende
Erneuerung des Gleitbelages. Diese Nachteile können durch den Einsatz einer vorzugsweise rotierenden
Wendestange mit drehbaren Tragelementen versehen werden, die aufgrund der Bewegungskomponenten
der einzelnen Oberflächenteile in axialer und Umfangsrichtung eine praktisch reibungs- und verschleißfrcie
Umlenkung der Folienbahn mit beliebigen Ablenkungswinkeln ermöglicht.
4>
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (11)
1. Flachlege- und Abzugsvorrichtung für eine im Blasverfahren von einem ortsfest angeordneten Fo- s
lienblaskopf hergestellte Kunststoff-Schlauchfolienbahn, deren Flachlegeplatten und Abquetschwalzen
über mindestens annähernd 360° reversierend um die Achse des zugeführten Folienschlauches
schwenkbar sind, wobei zwischen den Flachlegeplatten und Abquetschwalzen einerseits und dem ortsfesten
Vorzugswalzenpaar andererseits mindestens zwei Umlenkwalzen zum Umlenken der Bahn um
etwa 180° und zwei Wendestangen zum Umlenken der Bahn um etwa 180° unter gleichzeitiger Rieh- ic
tungsänderung hintereinander und miteinander abwechselnd auf um die Drehachse der Flachlegeplatten
gegeneinander verschwenkbaren Trägern derart gelagert sind, daß die Achsen der Umlenkwalzen
und der Wendestangen tangential zu Kreisen um die Drehachse der Flachlegeplatten verlaufen, wobei die
Umlenkwalzen sich in jeder möglichen Betriebsstellung radial außerhalb der von der Bahn umschlungenen
Teile der Wendestangen befinden, wobei die Schwenkwinkel der Umlenkwalzen bzw. Wendestangen
mit steigender Entfernung von den Abzugswalzen abnehmen und wobgi der Folienschlauch
zwischen den Umlenkwalzen und Wendestangen sowie dem ortsfesten Vorzugswalzenpaar in zueinander
parallelen, zur Flachlage-Drehachse senkrechten Ebenen geführt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß der Radius (A) des dem Schwenkweg der Achsen der Wendesrangen (14, 20) einbeschriebenen
Kreises dm Größe „τ/4 χ Wendestangendurchmesser
beträgt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet,
daß die Umlenkwalze!! (13, 17) und die Wendestangen (14,20) in der Mittelstellung des Reversierweges
der Flachlegeplatten (2) in Achsrichtung der Abzugsvorrichtung miteinander fluchten.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkbewegungen der
Träger (13', 15, 18, 21) der Wendestangen (14, 29) und der Umlenkwalzen (13, 17) gegeneinander
zwangsgeführt sind. -
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Zwangsführung ein Zahnradgetriebe
dient.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Zahnradgetriebe lose auf einer
parallel zur Zentralachse (5) angeordneten Hilfsachse (29) laufende Doppelzahnräder (28) aufweist, die
mit entsprechenden, konzentrisch zur Zentralachse an der Flachlegeplattenhalterung (4), an den Trägern
der Wendestangen (14, 20) und Umlenkwalzen (13, 17) und an einer ortsfesten Lagerhülse (27) befestigten
Zahnsegmenten (25,26) zusammenwirken.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das Zahnradgetriebe auf einer parallel zur Zentralachse (5) angeordneten Hilfsachse (19)
drehfest angeordnete Einfachzahnräder aufweist, die mit entsprechenden, konzentrisch zur Zentralachse
an der Flachlegeplattenhalterung. den Trägern der Wendestangen und Umlenkwalzen und an
einer ortsfesten Lagerhülse befestigten Zahnseg- h">
menten zusammenwirken.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch eekennzeichnet. daß die Hilfsachse (29) mittels eines
besonderen Halters (30) an dem Träger (18) derjenigen Wendestange oder Umlenkwalze (17), die in bezug
auf die Wendestangen (14,20) und die zwischen diesen angeordneten Umlenkwalzen (17) in der
Durchlaufstrecke die mittlere ist, diametral zu dieser Wendestange oder Umlenkwalze gehalten ist
8. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwangsführung durch ein Hebelsystem
erreicht ist
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Hebelsystem als Nürnberger Schere
ausgebildet ist, wobei je ein Kreuzungspunkt der Scherenglieder (38) mit der Flachlegeplattenhalterung
(4), mit den Trägern (15,18,21) der Wendestangen
(14, 20) und der Umlenkwalzen (17) und mit einer ortsfesten Lagerhülse (27) zusammenwirkt
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß als Abzugs- und Abquetschwalzen zwei im Abstand voneinander angeordnete,
von der flachgelegten Folie (1) S-förmig umschlungene Umlenkwalzen (11, 12) vorgesehen
sind.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
10, dadurch gekennzeichnet, daß eine Umlenkwalze, vorzugsweise die mittlere (17), mit veränderbarem
Abstand von der Zentralachse (5) gehalten und der Abstand mittels eines Nockens (40) in Abhängigkeit
vom Schwenkwinkel so veränderbar ist, daß die Folienweglänge innerhalb des reversierenden Systems
gleich bleibt.
Priority Applications (15)
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|---|---|---|---|
| BE756679D BE756679A (fr) | 1969-09-27 | Procede et dispositif pour la mise a plat et le tirage de feuilles plastiques en gaine continue fabriquees par soufflage | |
| DE2035584A DE2035584C2 (de) | 1970-07-17 | 1970-07-17 | Flachlege- und Abzugsvorrichtung für eine im Blasverfahren von einem ortsfest angeordneten Folienblaskopf hergestellte Kunststoff-Schlauchfolienbahn |
| AT786170A AT319576B (de) | 1969-09-27 | 1970-08-28 | Flachlege- und Abzugsvorrichtung für Schlauchfolien aus Kunststoff |
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| CS7000006354A CS181660B2 (en) | 1969-09-27 | 1970-09-17 | Method of surface laying and picking up aleeve foils from plastic materials-made by blowing out-and apparatus for carrying out this method |
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| FI2582/70A FI55309C (fi) | 1969-09-27 | 1970-09-22 | Tillplattnings- och draganordning foer medelst blaosningsfoerfarande i ett stationaert anordnat blaosningshuvud tillverkad slangformad plastfoliebana |
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- 1970-09-22 SU SU1485453A patent/SU430534A3/ru active
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