-
Entladeeinrichtung für Schüttgut.
-
Die Erfindung betrifft Entladeeinrichtungen für Schüttgut und ist
insbesondere auf eine Toranordnung zur Begrenzung oder Steuerung des durch eine
Trichteröffnung austretenden Schüttgutstroms gerichtet. Ein bevorzugter Verwendungszweck
der Erfindung ist die Toranordnung zum Entladen von Schüttgut in selbstentladenden
Frachtschiffen, die trichterförmig ausgebildete Laderäume aufweisen, wobei das Schüttgut
von den Trichtern auf ein Endlos-Förderband oder dgl. abgegeben wird, das sich unterhalb
des Laderaums befindet. Die Erfindung läßt sich jedoch gleichermaßen auch auf Toranordnungen
zur Steuerung der Schüttgutabgabe von Silos, sogenannten Bunkern und anderen Speicheranlagen
anwenden, die Abgabetrichter aufweisen.
-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Entladeeinrichtung
für Schüttgut zu schaffen, die eine Toranordnung einfacher
Konstruktion
aufweist, für welche nur eine Mindestanzahl von Bedienungseinrichtungen benötigt
wird, und die daher einfach zu warten ist und eine größere Betriebssicherheit gewährleistet.
Die Einrichtung soll insbesondere für Frachtschiffe verwendbar sein und infolge
ihrer einfachen Aufbaus die bei bekannten Anordnungen dieser Art auftretenden Konstruktionsprobleme
vereinfachen.
-
Die erfindungsgemäß vorgeschlagene Entladeeinrichtung für Schüttgut
mit einem eine Abgabeöffnung aufweisenden Trichter und einem unterhalb der Abgabeöffnung
angeordneten und einen Verschluß für diese bildenden Tor ist dadurch gekennzeichnet,
daß kraftbetätigte Vorrichtungen zum Öffnen und Schließen des Tors vorgesehen sind
und das Tor aus zwei gleichen Torflügeln besteht, die in bezug auf eine Mittellinie
der Öffnung symmetrisch angeordnet und jeweils durch einen Satz von Aufhänge kärpern
zum Zwecke des Schließens und öffnens des Tors zu der Mittellinie hin und von dieser
weg schwenkbar aufgehängt sind.
-
Die Torflügel sind vorzugsweise so aufgehängt, daß sie durch den Druck
der Ladung von der Mittellinie weg in die geöffnete Stellung beaufschlagbar sind.
Die zum öffnen und Schließen des Tors dienenden kraftbetätigten Vorrichtungen kennen
nach einem weiteren Merkmal der Erfindung aus zwei hydraulischen Druckkolben bestehen,
die jeweils mit einem entsprechenden Torflügel verbunden und parallel zueinander
an eine Druckflüssigkeitsquelle angeschlossen sind, wodurch gewährleistet ist D
daß
die Flüssigkeitsdrücke in beiden Druckkolben stets gleich groß
sind.
-
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand einer Entladeeinrichtung
für den Innenraum eines Frachtschiffes unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen
näher erläutert, in denen zeigt: Fig. 1 eine Draufsicht auf einen Teil des Schiffsladeraums,
Fig. 2 einen Querschnitt entlang der Linie 2-2 der Fig. 1, wobei sich das Tor in
der geschlossenen Stellung befindet, Fig. 3 einen der Fig. 2 ähnlichen Querschnitt,
wobei sich das Tor in der geöffneten Stellung befindet, Fig. 4 einen Querschnitt
entlang der Linie 4-4 der Fig. 1, und Fig. 5 eine mechanische Verriegelungsvorrichtung
für das Tor.
-
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand
eines Ausschnittes aus einem selbstentladenden Frachtschiff zum Transport von Schüttgut
dargestellt, dessen Laderaum 10 eine geneigte Bodenfläche 11 aufweist, die in der
Form einer Reihe von hintereinander in Längsrichtung des Schiffes angeordneten Trichtern
12 ausgebildet ist. Jeder Trichter 12
weist eine rechteckige Abgabeöffnung
13 auf, und unterhalb des Laderaums verläuft ein Endlos-Förderband 14 zur Aufnahme
des von den Trichtern 12 abgegebenen Schüttguts.
-
Jeder Trichter 12 ist mit einem Tor versehen, das aus zwei gleichartigen
Torflügeln oder -gliedern 15 besteht, die unterhalb der Abgabeöffnung 13 angeordnet
sind und gemeinsam zum Verschluß dieser Öffnung dienen. Die Torflügel 15 sind in
bezug auf eine Mittellinie der Abgabeöffnung symmetrisch angeordnet, und die Abgabeöffnung
ist mit der Längsachse des Schiffsladeraums 10 ausgerichtet. Der Trichterboden 11
wird durch einen starren Tragrahmen 16 gehalten. Ein Teil dieses Tragrahmens wird
durch eine Reihe von Bügeln 17 gebildet, die oberhalb der Ebene der Trichter-Abgabeöffnungen
angeordnet sind. Jeder Torflügel 15 ist durch einen Satz von vier Tragketten (Aufhängekörper)
18, 18', 1-9, 19' an dem starren Tragrahmen aufgehängt. Die Enden der Tragketten
sind jeweils mit den Torflügeln bzw. den Bügeln 17 verbunden. Wie am besten aus
den Figuren 2 und 3 ersichtlich, haben die Bügel 17, an denen die Tragketten aufgehängt
sind, einen kleineren gegenseitigen Abstand als die Punkte, an denen die Tragketten
mit den Torflügeln verbunden sind. Jeder Satz Tragketten ist so ausgebildet, daß
die Torflügel in einer quer zur Mittellinie der Entladeöffnung verlaufenden Richtung,
d.h. zur Mittellinie hin und von dieser weg eine Schwenkbewegung ausführen können.
Die
Torflügel werden in einer solchen Weise gehalten, daß sie durch
den durch die Ladung auf sie ausgeübten Druck von der Mittellinie, d.h. der geschlossenen
Stellung weg beaufschlagt sind.
-
Die zum öffnen und Schließen eines Tors erforderliche Schwenkbewegung
der Torflügel erfolgt vermittels eines Paares hydraulischer Druckkolben 20, die
jeweils einen an seinem einen Ende drehbar mit einer Halterung 22 verbundenen Zylinder
21 und einen mit der einen Seite eines Torflügels verbundenen Kolben 23 aufweisen.
Die Druckkolben sind parallel zueinander an eine gemeinsame Druckflüssigkeitsquelle
24 angeschlossen.
-
Daher sind die auf die Kolben jedes Druckkolbenpaares ausgeübten Drücke
stets gleich, und die Torflügel werden um gieiche Beträge bewegt. Die Torflügel
stehen daher stets symmetrisch in bezug auf die Abgabeöffnung.
-
Zum Schließen eines Tors oder um das Tor geschlossen zu halten, werden
die Druckkolben 20 in einer solchen Weise betätigt, daß sie die Torflügel gegen
die von der Ladung ausgeübte BeauS-schlagung zueinander hin drücken. Zum öffnen
eines Tors um einen beliebigen Betrag wird der Flüssigkeitsdruck um den er-.
-
forderlichen Betrag verringert-, wodurch jeder Torflügel nach außen
in eine Lage geschwenkt wird, in welcher das durch den Ladungsdruck ausgeübte Drehmoment
gleich ist dem durch den Druckkolben ausgeübten Drehmoment.
-
Eine mechanische Verriegelungsvorrichtung 25 dient dazu, das Tor ohne
Zuhilfenahme von Flüssigkeitsdruck im geschlossenen Zustand zu halten Diese Vorrichtung
besteht aus einer feststehenden Schiene 26, die sich an dem einen Torflügel in der
Nähe des Randes befindet, und aus einem drehbar gelagerten Haken 27, der an dem
anderen Torflügel in der Nähe des Flügelrandes angeordnet ist. Der Haken 27 kann
in die Schiene 26 eingehakt werden, um die Torflügel formschlüssig miteinander zu
verriegeln. Zum Lösen der Verriegelungsvorrichtung vor dem Öffnen des Tors ist es
zunächst erforderlich, den Zylindern 21 einen Flüssigkeitsdruck zuzuführen und die
Torflügel zueinander hin zu drücken, so daß dann der Haken 27vermittels des Seils
28 angehoben werden kann.
-
Die Betätigung der Verriegelungsvorrichtung kann auch in anderer Weise
mit der Betätigung der Druckkolben gekoppelt sein. Beispielsweise kann das eine
Ende des Seils 28 mit einem Glied (wie z.B. dem Glied 29) verbunden sein, das mechanisch
in einer solchen Weise mit dem Stellglied des Steuerventils für die Druckflüssigkeit
gekoppet ist, daß sich das Glied erst nach BetEtigung des Ventils in die zur Zufuhr
von Druckflüssigkeit in die Zylinder dienende Stellung bewegen läßt. Andererseits
kann die Verris elungsvorrichtung auch aus einem hydraulisch betätigten Bolzen bestehend
der erst durch Zufuhr von Druckflüssigkeit aus dem Spelskreis für die Druck kolben
gelöst werden kann,