DE2035182C3 - Flächeninessvorrichtung - Google Patents
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Description
4. Flächenmeßvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Impulszähler so
ausgebildet ist, der er beim Einführen eines neuen Meßgutstücks in die Meßvorrichtung auf Null
zurückgestellt wird
5. Flächenmeßvorrichtung nach den vorangehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß der
Impulszähler ein Sichtanzeigegerät aufweist und daß mindestens ein Impulsteiler an die Eingangsseite des
Impulszählers angeschaltet ist, um die Zählung beim Empfang nur eines Teils der Impulsgruppe auszulösen,
welche unter normalen Betriebsbedingungen notwendig sein würde, um die erste Ziffer am
Anzeigegerät zu erzeugen, sowie daß eine Verbindung zur Umgehung des Impulsteilers zur normalen
Ablesung vorgesehen ist, wenn eine Zahl von Impulsen, die dieser Teilgruppe entspricht, empfangen
worden ist
Die Erfindung betriftt eine Flächenmeßvorrichtung zum fotoelektrischen Messen des Flächeninhalts von
durchlaufendem, flächenhaftem Material, insbesondere
unregelmäßig geformter Materialstücke, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Bei den bekannten Maschinen zum foto- bzw. lichtelektrischen Messen des Flächeninhalts von durchlaufendem
flächenhaftem Material handelt es sich einem gemäß der GB-PS 10 10 979 darum, dasjenige Material,
cessen Flächeninhalt gemessen werden soll, auf einem sich kontinuierlich bewegenden durchsichtigen oder
durchscheinenden Fördergurt zu transportieren. Mittels eines Systems umlaufender Linsen überstreicht ein
Lichtstrahl diesen Fördergurt und wird mittels eines Reflektors so zurückgeworfen, daß er durch eine
fotoeiektrische Zelle abgetastet werden kann. Wird dieser Lichtstrahl durch ein flächenhaftes Material
unterbrochen, dann erfolgt eine Abtastung durch die fotoelektrische Zelle. Die hier verwendeten umlaufenden
Linsen sind mechanisch mit dem Fördergurt so gekuppelt, daß der Lichtstrahl das zu messende
flächenhafte Materiaf in regelmäßigen Abständen oder Intervallen überstreicht, die mit der Geschwindigkeit
der Vorwärtsbewegung des Fördergurtes synchronisiert sind. Mit diesem System umlaufender Linsen ist
einteilig eine Scheibe verbunden, die Umfangsschlitze in regelmäßigen Abständen aufweist, so daß diese Scheibe
gemeinsam mit dem System bzw. den Linsen umläuft
An der einen Seite dieser Scheibe ist ein Licht angeordnet, mit weichem ein Lichtstrahl auf eine zweite
fotoeiektrische Zelle gerichtet wird, die sich an der entgegengesetzten Seite der Scheibe befindet, so daß
der Lichtstrahl durch die Umfangäregionen der Scheibe unterteilt wird. Wenn nun die Scheibe umläuft, dann
erreicht der Lichtstrahl die zweite fotoelektrische Zelle durch jeden Schlitz der Scheibe hindurch, wird jedoch
an einem Durchtritt auf die betreffende Zelle durch diejenigen Scheibenteile gehindert, die sich zwischen
jedem der genannten Scheibenschlitze befinden. Auf diese Weise wird erreicht, daß das Licht die zweite
fotoelektrische Zelle in einer Reihe von Pulsen erreicht Hierdurch ergibt sich die Leistung der genannten
zweiten fotoelektrischen Zelle in Form einer Reihe von
so Impulsen, vorausgesetzt, daß ihre Ansprechzeit schnell
genug ist Die Impulse aus der zweiten fotoelektrischen
Fördergurt einmal für jede Längeneinheit der Vorwärts-Förderbewegung
des Fördergurtes überstreicht Die bei der zweiten fotoelektrischen Zelle erzeugten Impulse
sind so gewählt, daß sie einmal für jede Längeneinheit
quer über den Fördergurt erzeugt werden, wenn
derselbe durch den Lichtstrahl überstrichen wird. Diese
Kombination von Impulsen der genannten zweiten fotoelektrischen Zelle mit dem Ausgang oder der
Leistung der ersten fotoelektrischen Zelle geben somit ein Maß für die Fläche des von dem Fördergurt
weitertransportierten Materials.
Eine derartige Anordnung hat u. a. folgende Nachteile.
Um eine genaue Flächenmessung des jeweiligen Materials, z. B. Leder, zu erhalten, muß zunächst einmal
das Material (Leder) vollständig auf dem Fördergurt ausgebreitet liegen, da sonst durch die Meßmaschine
eine zu geringe Flächenabmessung festgestellt würde. Außerdem muß unbedingt darauf geachtet werden, daß
keine relative Verschiebung zwischen dem zu messenden Material und dem Fördergurt eintreten kann, um
wiederum zu verhindern, daß eine ungenügende, gegebenenfalls zu hohe Flächenmessung festgestellt ist
Eine zu geringe Flächenmessung ergibt sich dann, wenn das zu messende Material auf dem Fördergurt
zurückgehalten bleibt oder zu früh vom Gurt abgeleitet ist
Es ist daher unbedingt erforderlich, den Fördergurt genügend lang auszubilden, so daß derselbe bereits vor
Erreichen der Meßzone anläuft, damit gewährleistet wird, daß die größte zu messende Materialfläche
(Lederhaut) auf dem Fördergurt vollständig ausgebreitet werden kann, bevor irgendein Teil dieses zu
messenden Materials die Meßzone in der Maschine erreicht Sinn dieser Maßnahme ist es, jede Möglichkeit
auszuschalten, daß die Bedienungsperson unbeabsichtigt das zu messende Material beim Ausbreiten
desselben auf dem Fördergurt zurückhält und hierdurch eine ungenaue Messung eintreten kann. Außerdem muß
gewährleistet sein, daß die Länge des Gurtes sich auch ein wesentliches Stück hinter oder nach der Meßstelle
erstreckt, damit wiederum die Möglichkeit ausgeschaltet wird, daß das zu messende Material vom Fördergurt
zu früh herunterrutschen kann und auf diese Weise zu schnell aus der Meßzone herausgenommen wird,
wodurch zweifellos eine ungenaue Messung die Folge sein muß. Die Ausbildung eines derartigen langen
Fördergurtes vor und nach der Meßzone in der Maschine bewirkt selbstverständlich eine nicht unerhebliche
Vergrößerung des Grundflächenbedarfs für die Aufstellung und Bedienung der Meßmaschine.
Selbst wenn jedoch der Fördergurt eine genügende Länge aufweist, um keinen zu geringen Flächenmeßwert
zu erhalten, muß auf jeden Fall Gewährleistung gegeben werden, daß das zu messende Material beim
Durchlauf du, ch die Meßstelle der Maschine vollständig ausgebreitet ist Bekanntlich haben insbesondere Lederhäute
Runzeln oder Falten z.B. dort, wo die Gliedmaßen des betreffenden Tieres in den Körperteil
desselben übergehen. Die GB-PS 1010979 hat nun
keinerlei Vorsorge getroffen oder auch nur angeregt, um zu gewährleisten, daß die Lederiiaut während des
Durchlaufs durch die Meßzone ohne Falten bleibt Auch ergibt sich in der Praxis häufig insbesondere bei Häuten
größerer Stärke die Neigung, sich an den Kanten der betreffenden Haut umzuiegen, so daß wiederum ein
ungenaues Meßergebnis die Folge wäre, wenn dieser Nachteil nicht ausgeschaltet werden kann, wie es
jedenfalls bei diesem Stand der Technik in keiner Weise vorgesehen ist
Schließlich ist es für eine genaue Messung der Fläche des Materialstückes unter Verwendung einer Maschine
der GB-PS 1010 979 erforderlich, daß die unterschiedlichen
Lichtstrahlen ausschließlich durch das zu messende Flächenmaterial unterbrochen oder abgedeckt werden, βο
In der Praxis, insbesondere in? Gerbereibetrieb, läßt es
sich in keiner Weise vermeiden, daß diejenige Zone, bei
welcher die betreffende Flachenmessung durchgeführt werden soll, staubfrei bleibt Dieser Stand der Technik
hat keinerlei Vorsorge getroffen, derartige nachteilige Einflüsse von Staubeinwirkungei· insbesondere bezüglich
der optisch arbeitenden Teile der Maschine zu verhindern.
Schließlich ist es für eine genaue Messung der betreffenden Materialfläche unter Verwendung einer
Maschine der 10 10 979 unbedingt erforderlich, Impulse vorzusehen, die abgezählt werden. Bei dieser bekannten
Maschine werden derartige Impulse durch eine fotoelektrische Zelle erzeugt, die daher eine bestimmte
Anzahl von Zeitpunkten für jedes Überstreichen des Fördergurtes durch den Lichtstrahl pulsiert, wobei diese
Anzahl durch die Breite des Gurtes und die Längeneinheit bestimmt ist Je schneller die Fördergeschwindigkeit
des Fördergurtes ist, um so höher muß auch die Impulsfrequenz der zweiten fotoelektrischen Zelle sein.
Der Aufbau fotoelektrischer Zellen ist nun derart, daß sie hinsichtlich der Geschwindigkeit eine bestimmte
Grenze nicht überschreiten können, bei welcher eine !Zelle durch einen Lichtstrahl Impulse erhält Eine
derartige Einschränkung verringert selbstverständlich die Möglichkeit, die Geschwindigkeit des Fördergurtes
und damit die Arbeit der Maschine zu erhöhen.
Bei der weiteren bekannten Maschine gemäß der GB-PS 10 28 194 handelt es sich daru"-:, die zu messende
!Fläche von flächenhaftem Material tutter Verwendung
eines durchsichtigen Fördergurtes festzustellen. In diesem bekannten Fall wird eine Anzahl fotoelektrischer
Zellen auf einer Linie quer über den Fördergurt unterhalb desselben angeordnet, wobei jede Zelle von
den benachbarten Zeilen einen einheitlichen Abstand aufweist Oberhalb des Fördergurtes wird vermittels
einer Lichtquelle Licht gegen diese Zellen gerichtet Der Fördergurt wird schrittweise weiterbewegt, wobei die
Länge jedes dieser Schritte dem einheitlichen Abstand der fotoelektrischen Zelle entspncht Bei jedem dieser
Schritte wird der Ausgang oder die Leistung jeder fotoelektrischen Zelle abgetastet Diejenigen Zellen,
welche von der Lichtquelle her kein Licht erhalten, weil dieses licht durch das zu messende Material abgeschnitten
ist, erzeugen einen Impuls, der durch einen Zähler gezahlt wird. Die Summe dieser Impulse zeigt dann die
Flächengröße des flächenhaften Materials an.
Eine derartige bekannte Maschine weist die gleichen Nachteile auf, wie sie bei derjenigen gemäß der GB-PS
10 10979 vorliegen, obwohl die Maschine gemäß der
GB-PS 1028194 nicht mit pulsierenden fotoelektrischen
Zellen arbeitet und daher keine Geschwindigkeitsbegrenzung aus diesem Grunde gegeben ist
Nachteilig ist demgegenüber jedoch die Notwendigkeit der Verwendung einer großen Anzahl von Zellen, die in
der Praxis durch Staubablagerungen beeinträchtigt werden können. Ein weiterer Nachteil dieser Maschine
gemäß der GB-PS 10 28 194 ergibt sich zusätzlich zu weiteren Nachteilen daraus, daß der Fördergurt
schrittweise weiterbewegt werden soll. Die Gefahr, daß das abzumessende Material auch relativ zum Fördergurt
ungewollte Gleitbewegungen ausführen kann, ergibt sich dann, wenn der Gurt bei jedem erneuten
Schritt seiner Weiterbewegung anläuft, bzw. wenn der Fördergurt bei Beendigung des Förderschrittes wieder
stillgesetzt wird. Zweifellos ergeben sich hierdurch erhebliche Ungenauigkeiten der Flächenmessung.
In der Zeitschrift »Elektronik«, 1963, Heft 4, Seite
113—118, in eine fotoelektrisch arbeitende Flächenrneßvorrichtung
mit einem Förderer beschrieben, der «us einer Anzahl von Perlondrähten besteht, um das
abzumessende Material aufzunehmen. Eine Anzahl fotoelektrischer Zellen erstreckt sich quer über diesen
Förderer mit einem Abstand voneinander gleich einer bestimmten Abstandseinheit, gegen welche von einer
Lichtquelle aus Licht von der entgegengesetzten Seite
des Förderers her gerichtet wird, so wie es auch bei der GB-PS 10 28 194 vorgesehen ist. Es wird jedoch der
Förderer nunmehr kontinuierlich in Bewegung versetzt und nicht schrittweise. Ein Zeitmesser triggert einen
elektronischen Stromkreis, um den Ausgang oder die Leistung der fotoelektrischen Zellen bei einer gegebenen
Frequenz zu ermitteln, welche mit der Geschwindigkeit des Förderers so synchronisiert ist, daß der
Ausgang oder die Leistung der Zellen einmal für jede Abstandseinheit ermittelt wird, durch welche sich der
Förderer hindurchbewegt. Hierdurch ergeben sich eine Reihe von Impulsen, die zusammengezählt werden, um
die Materialfläche wie im Fall der GB-PS 10 28 194 anzuzeigen. Diese bekannte FlächenmeBvorrichtung
leidet unter den gleichen Nachteilen wie diejenige gemäß der GB-PS 1010 979, nur daß jetzt keine
pulsierende fotoelektrische Zelle zur Anwendung kommt und aus diesem Grunde auch keinerlei
Geschwindigkeitsbeschränkung gegeben ist.
Bei sämtlichen bekannten Maschinen bzw. Vorrichtungen der vorgenannten Art liegt stets irgendeine
mechanische Verkettung zwischen dem Fördergurt und den Teilen vor, mit denen Impulse erzeugt werden. Tritt
innerhalb einer derartigen Verkettung irgendeine Störung auf, dann ergibt sich selbstverständlich ein
ungenauer Meßwert.
Aufgabe der Erfindung ist es, Flächenmeßvorrichtungen der vorliegenden Art und insbesondere nach Art
derjenigen entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs 1 so auszubilden, daß bei erheblich verringertem
Flächenbedarf für die Aufstellung und Bedienung der Maschine bzw. Vorrichtung gewährleistet ist, daß die
bisher in Kauf zu nehmenden Ungenauigkeiten der Messungen entfallen.
Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Die Lösung gemäß der Erfindung ermöglicht einmal einen sehr viel geringeren Bedarf an Grundfläche für die
Aufstellung und Bedienung der betreffenden Maschine bzw. Vorrichtung, weil das abzumessende Material
zwischen den beiden durchsichtigen oder durchscheinenden Walzen während der Durchförderung durch die
Vorrichtung sicher gefaßt wird, so daß praktisch keine Möglichkeit besteht, das abzumessende Material durch
die Bedienungsperson zurückhalten zu können, wenn das Material für den Meßvorgang ausgebreitet wird.
Dadurch, daß die genannten Walzen das abzumessende Material sicher erfassen, ergibt sich der weitere Vorteil,
daß das Material während des Meßvorganges keinesfalls ungewollte Gleitbewegungen ausführen kann,
bevor der Meßvorgang endgültig abgeschlossen ist Daher ist es auch nicht erforderlich, besonders lange
Förderer bzw. Förderbänder vorzusehen. Die erfindungsgemäß vorgesehenen Walzen gewährleisten fernerhin,
daß das abzumessende Material während des gesamten Meßvorganges glatt ausgebreitet verbleibt
und sich insbesondere an seinen Rändern oder Kanten nicht wellen oder aufrollen kann, während das Material
die Meßzone durchläuft Ungenaue Messungen sind daher ausgeschaltet Da bei der erfindungsgemäßen
Vorrichtung sowohl die lichtelektrischen Zellen wie auch die Lichtquelle selbst jeweils innerhalb einer der
durchscheinenden oder durchsichtigen Walzen angeordnet sind, wird es praktisch ausgeschlossen sein,
daß durch Staubeinwirkung verursachte ungenaue Messungen eintreten können. Die jeweiligen Walzen
können — falls erforderlich — jederzeit leicht und schnell gereinigt werden, falls gewünscht sogar durch
automatisch arbeitende, in geeigneter Weise angeordnete Kissen, die auf die in Umlauf befindlichen Walzen
einwirken. Ein wesentlicher Vorteil ergibt sich auch daraus, daß bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung
s keine mechanische Verkettung zwischen den Impulse erzeugenden Teilen und den durchscheinenden oder
durchsichtigen Walzen vorliegen. Bei der erfindungsgemäßen
Vorrichtung erfolgt die Erzeugung von Impulsen durch eine Aufeinanderfolge von Abmessungen des
to Ausgangs oder der Leistung der abtastenden fotoelektrischen Zellen jeweils für jede Längeneinheit der
Vorwärtsbewegung des Materials durch Drehung der durchscheinenden oder durchlaufenden Walzen, wobei
jeder Meßvorgang durch die Fotozelle geiriggert wird,
die von dem durchlochten Ring bedeckt ist, welcher an der betreffenden Walze gehalten wird. Ungenaue
Messungen infolge mechanischer Fehler oder Störungen in irgendeiner Verkettung können daher nicht
auftreten. Da jeder Abtastvorgang durch irnpuisgebung
2n auf eine fotoelektrische Zelle eingeleitet wird, erfolgt
bei der erfindungsgemäß ausgebildeten Vorrichtung diese Impulsgebung jeder Zelle lediglich einmal für jede
Längeneinheit der Vorwärtsbewegung des Materials im Gegensatz zu einer Vielzahl von Impulsen, die sich für
jede Einheit der Vorwärtsbewegung bei der GB-PS 10 10 979 ergeben. Es ist für jede gegebene fotoelektrische
Zelle daher möglich, bei einer erfindungsgemäß ausgebildeten Flächenmeßvorrichtung mit einer sehr
viel schnelleren Durchschnittsgeschwindigkeit zu arbeiten, als es bei einer Vorrichtung oder Maschine gemäß
der GB-PS 10 10 979 möglich ist
Die lichtelektrischen Einheiten befinden sich in Abständen voneinander, die den zu messenden Breiteelementen
entsprechen, und der Abtastvorgang wird in Abständen eingeleitet, welche den aufeinanderfolgenden
gleichen Längenteilbeträgen des flächenhaften Meßgutes entsprechen. Daher sendet jeder Abtastvorgang
an den Zähler eine Summe von Impulsen, welche die Fläche des Meßgutstreifens in der Breitenrichtung
darstellen, und die Messungen aufeinanderfolgender Streifen ergibt die laufende Summe am Zähler. Diese
laufende Summe wird außerdem vorteilhaft in einem Sichtanzeigegerät wiedergegeben, das von beliebiger
bekannter Form sein kann und der MelBvorrichtung benachbart ist und/oder an einer oder mehreren
weiteren Stellen angeordnet sein kann.
Vorteilhafterweise wird die Lichtquelle zur Bestrahlung der lichtelektrischen Einheiten innerhalb der
Primärwalze durch eine Leuchtstoffröhre gebildet, die sich über die volle effektive Meßlänge, d. h. Ober die
volle Spanne der lichtelektrischen Einheitert, erstreckt
Der perforierte Schaltring wird zweckmäßig gegen Aktivierung durch Licht von der Lichtquelle außerdem
durch einen durchsichtigen Abschnitt des Ringes fallendes Licht abgeschirmt
Zum besseren Verständnis der Erfindung und um deren praktische Durchführung zu erleichtern, wird sie
nachfolgend in Verbindung mit den Zeichnungen näher beschrieben, die eine beispielsweise Ausfuhrungsform
eo derselben darstellen. Es zeigt
F i g. 1 eine Vorderansicht in schaubildlicher Darstellung der erfindungsgemäßen Flächenmeßvorrichtung;
F i g. 2 eine Ansicht im vertikalen Schnitt durch die in F i g. 1 dargestellte Meßvorrichtung;
Fig.3 eine Teilansicht im vertikalen Querschnitt
durch die in F i g. 1 dargestellte Flächenmeßvorrichtung. Die in den Zeichnungen gezeigte Flächenmeßvorrichtung
ist in erster Linie zur Messung der Flächeninhalte
von Lederhäuten bestimmt und besitzt ein Gehäuse 1, das eine im wesentlichen rechteckige Form hat und
vorne offen ist Eine waagerechte Plattform 2 steht vom Gehäuse in einer Lage etwa um ein Drittel nach unten
von der Oberseite des Gehäuses ab und dient als Auflager für eine Lederhaut, die in die Meßvorrichtung
eingeben wird. Oberhalb der Plattform 2 ist innerhalb
des Gehäuses eine schräge Abschirmung 3 angeordnet.
Das innere Ende der Plattform 2 ist in Ausfluchtung mit dem Walzenspalt zweier durchsichtiger Walzen 4
angeordnet, deren Achsen parallel und in waagerechten Stellungen sowie in der gleichen vertikalen Ebene
gelagert sind. Diese Walzen bilden den Meßmechanismus der Meßmaschine, und es wird eine zu messende
Haut durch den Spalt zwischen den Walzen gefördert. Eine gekrümmte Umlenkfläche 5 erstreckt sich von der
der Platte 2 abgekehrten Seite des Walzensp:alts zur
unteren Vorderseite des Gehäuses und dient dazu, eine Lederhaut, deren Flächeninhalt beim Durchtritt durch
den Walzenspalt gemessen worden ist, aus der Meßvurrichtung herauszufordern.
Aus F i g. 3 ergibt sich, daß die Enden der Walzen 4 in den Seitenwänden la des Gehäuses 1 gelagert sind. Die
Enden der unteren Walze 4b sind in festen Stellungen gelagert, während die Enden der oberen Walze 4a in
vertikalen Schlitzen 6 gleitbar sind, welche eine Bewegung der Walze auf die untere Walze 4b zu bzw.
von dieser weg ermöglichen, um der unterschiedlichen Dicke der Lederhaut Rechnung zu tragen. In der
Zeichnung ist kein Meßobjekt dargestellt, so daß die
Walze 4a durch ihr Eigengewicht in Oberflächenberührung mit der Walze 4b steht
Die Spindel jeder Walze 4 trägt an jedem Ende ein Lager 7, welches eine Drehung des transparenten
Rohrteils 8 der Walze ermöglicht. Im vorliegenden Falle trägt der Teil 8 der unteren Walze 4b eine
Riemenscheibe 9, die zur Drehung über einen Riemen durch einen Elektromotor 10 angetrieben werden kann,
der seitlich des Gehäuses der Meßvorrichtung angeordnet ist Die Walze 4a dreht sich durch die Berührung mit
der Walze 4b oder durch die Berührung mit einem Lederstück, das sich durch den Walzenspalt bewegt.
Auf der Spindel 11 der Walze 4b sind zwei Platten 12
(F i g. 2) fest angeordnet, die sich parallel zueinander in Längsrichtung der Walze erstrecken und zwischen sich
einen Stab 13 tragen, an welchem eine Längsreihe lichtelektrischer Zellen 14 befestigt ist. Diese Zellen
haben bestimmte Abstände voneinander, die den Breiteeinheiten eines zu messenden Lederstücks entsprechen.
Die Anordnung ist derart, daß die Zellen 14 zur Walze 4a gerichtet sind und in der Ebene liegen,
welche die Achsen der beiden Walzen enthält Axial zur Walze 4a ist eine Leuchtstoffröhre 15 angeordnet, so
daß sie normalerweise die Photozellen 14 durch einen Schlitz 16 in der Spindel der Walze bestrahlt
Die lichtelektrische Zelle 14a am äußersten rechten Ende der Walze 46 ist durch ein perforiertes Band 17
abgedeckt, das an der Innenseite der Walze 4b befestigt ist Der Abstand jedes Paares benachbarter Perforationen
im Band 17 ist gleich einer Längeneinheit eines durch den Spalt zwischen den Walzen 4 geförderten
Lederstücks. Daher stellt die Zeit zwischen zwei aufeinanderfolgenden Impulsen aus dieser PhotozeUe
eine Längeneinheit eines solchen Lederstücks dar. Die erwähnte Photozelle und das Band bilden eine
Schalteinrichtung.
Die von den Photozellen 14 wegführenden Leitungen 18 verlaufen durch eine öffnung in der Spindel der
Walze 46 zu einem integrierenden Impulszähler, der eine Abtasteinrichtung aufweist, die so ausgebildet ist,
daß jedesmal, wenn die PhotozeUe 14a der Schalteinrichtung beleuchtet wird, die übrigen Photozellen 14
abgetastet werden und der impulszähler die Zahl der Zellen aufzeichnet, die gerade nicht bestrahlt werden.
Diese Zahl wird natürlich durch die Breitenabmessung
ίο eines durch den Walzenspalt geführten Lederstücks
bestimmt. Wenn der Abstand der 7rllen und der Abstand der Perforationen im Band 17 als bekannt
angenommen werden, kann der gesamte Flächeninhalt des Leders zwischen den Walzen je Längeneinheit (die
is gleich dem Abstand zwischen aufeinanderfolgenden
Perforationen im Band 17 ist) durch Integration im Zähler errechnet werden und wird auf einem Sichtanzeigegerät
des Zählers dargestellt Daher wird durch kontinuierliches Summieren dieser Impulse bei jeder
Betätigung der PhotozeUe 15a eine laufende Summe des Flächeninhalts eines Lederstücks erhalten, das durch die
Meßvorrichtung geführt wird.
Der Impulszähler kann von beliebiger elektronisch integrierender Art sein. Im vorliegenden Falle kann er
beispielsweise von dekadischer Art sein und die Meßparameter (der Abstand der lichtelektrischen
Einheiten voneinander und der Abstand der Perforationen im Band 17) können so gewählt werden, daß das
Zählen in Einheiten von hundertstel Quadratfuß erfolgt.
Vorteilhafterweise kann der Zähler so ausgebildet sein, daß er beim Einführen eines neuen Materialstücks
in die Meßvorrichtung auf Null zurückgestellt wird. Dies bedeutet, daß die am Sichtanzeigegerät dargestellte
Zahl nach Beendigung der Messung eines Material-Stücks nicht sofort gelöscht wird, sondern erst zu einem
durch die Bedienungsperson durch das Einführen des nächsten Materialstücks bestimmten Zeitpunkt gelöscht
wird, was reichlich Gelegenheit gibt die Ablesung aufzuzeichnen, beispielsweise auf der gemessenen
Lederhaut
Dies kann dadurch erreicht werden, daß in die Verbindungen des Zählers eine Zweizustands-Fühlschaltung
eingebaut wird, die aus dem einen Zustand in den anderen umgeschaltet wird, wenn der erste Impuls
von der Reihe der lichtelektrischen Einheiten 14 empfangen wird, wenn diese Reihe beim Einführen eines
neuen Materialstücks abgetastet wird. Diese Zustandsänderung wird dazu verwendet, einen Löschimpulsgenerator
auszulösen und den Zähler zurückzustellen.
Ein weiteres Merkmal, das in den Zähler eingebaut werden kann, ist eine Anordnung zum Ausgleich einer
Bruchteil-Untermessung, die in den meisten Fällen sonst um Ende eines Meßvorgangs stattfinden würde, wenn
die tatsächliche Zahl die registrierte Zahl etwas überschreitet jedoch nicht die nächstfolgende Zahl
erreicht hat
Für diesen Zweck kann mindestens ein Impulsteiler an die Eingangsseite des Zählers angeschaltet werden,
um die Zählung beim Empfang nur eines Teils der Gruppe von Impulsen auszulösen, die unter normalen
Betriebsbedingungen zur Bildung der ersten Ziffer am Anzeigegerät erforderlich sein würde. Der Zähler ist
ferner mit einer Verbindung zur Umgehung dieses Teilers zur normalen Ablesung versehen, wenn eine
Anzahl Impulse, die der erwähnten Teilgruppe entspricht,
empfangen worden ist
909 612/105
Claims (3)
1. Flächenmeßvorrichtung zum fotoelektrischen Messen des Flächeninhalts von durchlaufendem
flächenhaftem Material, insbesondere unregelmäßig geformter Materialstücke, wobei das Meßgut zwischen
einer röhrenförmigen Lichtquelle und einer Reihe parallel dazu fest angeordneten lichtelektrischen
Zellen hindurchläuft, wodurch beim Unterbrechen des Lichtvorhangs eine Anzahl von den
Breiteneinheiten des durchlaufenden Meßgutes entsprechenden Ausgangssignalen erzeugt wird, die
zusammen mit den Längeneinheiten des durchlaufenden Meßgutes entsprechenden Fortspaltimpulsen
zur Ermittlung von Fliicheneinheitsirnpulsen dienen, dadurch gekennzeichnet, daß die
röhrenförmige Lichtquelle (15) und die Reihe der lichtelektrischen Zellen (14) jeweils innerhalb einer
durchscheinenden oder durchsichtigen Walze (4a, Ab) mit parallelen und in waagerechten Stellungen
sowie in äes gleichen Ebene gelagerten Achsen
angeordnet sind, wobei das flächenhafte Meßgut durch den Spalt zwischen beiden Walzen gefördert
wird, daß weiterhin am einen Ende der die lichtelektrischen Zellen (14) enthaltenden Walze (4b)
eine lichtelektrische Zelle (t4a) angeordnet ist, die
durch einen an der Walze (4tyfcefestigten perforierten
Ring (17) während der Walzendrehung wiederholt abgedeckt bzw. bestrahlt wird, wobei der
Abstand zweier Perforationen des Ringes (17) einer Längeneinheit des durch den Walzenspalt geführten
Meßgutes enupricht, und daß die Ausgangssignale der die Breiteneinheitea des V' vßgutes festlegenden
lichtelektrischen Zellen (14) und der die Längeneinheiten des Meßgutes wieciergeJ-enden lichtelektrischen
Zelle (14a,) einem integrierenden Impulszähler zur Errechnung der laufenden Summe des Flächeninhalts
des durch die Meßvorrichtung geführten Meßgutes zugeleitet werden.
2. Flächenmeßvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die Lichtquelle
aufnehmende Walze (4a) zur Bewegung auf die andere Walze (4b) zu bzw. von dieser weg gelagert
ist, um einer abweichenden Dicke des durch den Walzenspalt geförderten flächenhaften Meßgutes
Rechnung tragen zu können.
3. Flächenmeßvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtquelle (15) zur
Bestrahlung der lichtelektrischen Einheiten (14) durch eine Leuchtstoffröhre gebildet wird, die sich
über die volle effektive Meßbreite der Walze (4a;
erstreckt
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