DE2033979B - Schäkel - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Schäkel oder Bügel für Ketten oder andere Verbindungsmittel,
z. B. für an ihren Enden mit einem Auge versehene Drahtseile oder Trossen, das ein im wesentlichen
U-förmiges Bauteil und ein die freien Enden der Schenkel des bzw. der U-förmigen Bauteile verbindendes Quer- oder Verbindungsstück umfaßt, das
Aufnahmebohrungen für je einen Schenkel des bzw. der U-förmigen Bauteile aufweist.
Es sind derartige Schäkel bekannt, bei denen die freien Enden der Schenkel des U-förmigen Bauteils
mit Gewinde versehen sind und Muttern tragen. Solche Schäkel werden beispielsweise zum Spannen
der Verankerungsseile von Fernsprechleitungsmasien oder anderen Masten verwendet. Es kann sich bei
solchen Schäkeln das Quer- oder Verbindungsstück gegenüber dem U-förmigen Bauteil nach innen bewegen,
wenn die Spannung in dem Verankerungsseil
nachläßt.
Nachteilig ist auch, daß die Kraftübertragung
ίο zwischen dem Querstück und dem U-förmigen Bauteil
durch die Gewindeabschnitte an den Schenkelenden bewirkt wird, so daß schwache Stellen \orhanden
sind.
Ferner sind bereits Schäkel bekannt, bei denen das Querstück durch an jedem Schenkelende des U-t'örmigen
Bauteils vorgesehene Augen aufgesteckt und auf den Außenseiten der Schenkel mittels Stillen
festgelegt wird. Zur Sicherung des Querstücks ist es
auch bekannt, an einem Schenkelende eine Gewindebohrung vorzusehen, in die das Querstück eingeschraubt
wird. Solche Schäkel sind in solchen Fällen durchaus brauchbar, in denen bezüglich der .Abmessungen
und der Festigkeit keine besonders hohen Anforderungen gestellt werden, doch sind sie nicht
geeignet, in Verbindung mit hochfesten Ketten od. dgl. verwendet zu werden, wie sie in zunehmendem
Maße eingesetzt werden, insbesondere in neuzeitlichen Schiffen und bei den gegenwärtig gebräuchlichen
Hochleistungshebezeugen und Ladegeschirren.
die ein möglichst geringes Gewicht haben sollen. Hierbei ist es von sehr großer Bedeutung, daß der
verfügbare Raum auf optimale Weise ausgenutzt '■· ird, so daß man keine raumaufwendigen Augen,
Stifte oder Gewindebolzen benötigt und daß die Eigenschaften des Werkstoffs der Schäkel ebenfalls
auf optimale Weise ausgenutzt werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabi.- zugrunde, einen raumsparenden hochfesten Schäkel zu schaffen, dem
die Nachteile oder Gebrauchsbeschränkungen be-
.,o kannter Schäkel nicht anhaften.
Diese Aufgabe ist für einen Schäkel der eingangs genannten Gattung dadurch gelöst, daß gemäß der
Erfindung das Querstück zusätzlich mit mindestens einer Ankerbohrung verschen ist, die mindestens eine
der Aufnahmebohrungen schneidet, und deren Achse in einer Ebene liegt, die im rechten Winkel zu der
Ebene verläuft, welche die Achsen eines U-förmigen Bauteils enthält, und daß jeder Schenkel jedes
U-förmigen Bauteils mit einer zylindcrsegmentförmigen
Aussparung verschen i^t, deren Achse mit
der Achse einer der Ankerbohrungen zusammenfällt, wobei ein mit enger Passung in eine der Ankcrbohrungen
eingebauter Bolzen fest in die Aussparungen der Schenkel eingreift. Der Stift dient auf dice Weise
dazu, die Zugkräfte zwischen dem Querstück und dem U-förmigen Bauteil zu übertragen und gleichzeitig
die beiden Bauteile aneinander zu verankern. Hierdurch wird erreicht, daß der Querschnitt der
längs gerader Linien wirkender Zugkräfte ausgesetz ten Schenkel des U-förmigen Bauteils nur in einem
minimalen Ausmaß geschwächt wird und daß gleichzeitig eine maximale Querschnittsfläche des bzw.
jedes Bolzens zur Verfugung steht, der auf Abscherung beansprucht wird. Zwar ist der Querschnitt
der Schenkel des U-förmigen Bauteils durch das Vorhandensein der zylindersegmcntförmigen Aussparungen in einem geringen Ausmaß geschwächt, doch
der bzw. jeder Bolzen ist in dem Querstilck über
sei η ι.' ganze Lunge abgestützt und ausschlk'Ulich
Scherbeanspruchungen ausgesetzt, die in einer annähernd elliptischen Scheitläehe aufireien, d. h. in
einer QiierschniUsfVäche, die erheblieh größer ist als
die Ouersehnittsilüehe, welche bei einem in der Mitte
unterstützten Bolzen \erl'ügbar sein würde.
Suiibolzen, wie sie der Schäkel nach der Erfindung
aufweist, sinr! zwar bei Schäkeln an sich bekannt (britische Patentschrift 561012), doch werden sie
bisher lediglich als Sieherungselemeru und nicht als
tragendes Element verwendet. Bolzen als trauendes Element sind in Verbindungsschlössern bereits verwendet
worden (schweizerische Patentschrift 32S 178),
deren Aufbau mit dem des erfindungsgemäßen nicht
vergleichbar ist.
Zweckmäßigerweise verläuft die Achse der Ankerhrhrungen
des Querstücks tangential oder im wesent- ]'.._':. j η tangential zu den Aufnahmebohrungen, damit
K" jedem Bolzen eine möglichst große elliptische Sc!;-r!läche zur Verfügung sieht und damit der Quer- 2c
schnitt der Schenkel des U-förmigen Bauteils nur in gji-'iigem Ausmaß geschwächt wird, so daß die Festigkeit
der beiden Bauteile einen optimalen Wert erreicht.
Bei einer Fortbildung des Schäkels gemäß der Erfindung ist vorgesehen, daß das Querstück mit
/,' ei Sätzen von Aufnahmebohrungen für die Schenkel
\ivi /v\ei U-förmigen Bauteilen, deren Hauptebenen
];.. rechten Winkel zueinander verlaufen, versehen ist,
vi daß der Schäkel praktisch wie ein gewöhnliches Kettenglied wirkt, bei dem die damit verbundenen
benachbarten Kettenglieder in zueinander rechtwinkligen Ebenen liegen. Hierbei kann das Quer- oder
Verbindungsstück eine Bohrung zur Aufnahme eines Bolzens aufweisen, welcher beiden Sätzen von Sehen-'-.chi
der U-t'örmigen Bauteile gemeinsam zugeordnet ist. so daß sich die Bauteile leicht herstellen und
benutzen lassen, und daß eine hohe Zug- und Scherfestigkeit der Schäkelverbindung erzielt wird.
Die Achse jeder der Ankerbolmingtvi verläuft im to
wesentlichen tangential zu einer der Bohrungen eines der Sätze der Aufnahmebohrungen oder zu beiden
Bohrungen. Die Achsen der beiden Ankerbohrungen können im letzteren Fall zweckmäßigerweise in zueinander
rechtwinkligen Ebenen liegen, und zwar insbesondere derart, daß die Achse jeder der Ankerhohrungen
eine die Achsen eines der Sätze der Aufnahmebohrungen enthaltende Ebene unter einem
spitzen Winkel schneidet.
Die Erfindung und vorteilhafte Einzelheiten der Erfindung werden im folgenden an Hand schematischer
Zeichnungen an Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Fig. 1 zeigt einen erfindunesgemäßen Schäkel bei
Betrachtung desselben im rechten Winkel zu einer die Schenkel des U-fömiigen Bauteils enthaltenden
Ebene;
Fig. 2 ist ein Schnitt längs der Linie II-II in
F i g. 1;
Fig. 3 ähnelt Fig. 1, zeigt jedoch einen Schäkel
mit zwei U-förmi.gcn Bauteilen;
Fig. 5 und (5 entsprechen Fig. 3 und 4, zeigen
jedoch eine weitere Ausliührungsform eines erfindtingsgemäßen Schäkels mit zwei U-förmigen Bau-
teilen.
Bei der in Fig. 1 und 2 gezeigten Aiisführungsfnrm umfaßt der Schäkel ein aus einem Stab mit
kreisrundem Quersi-hnitt U-Iörmig gebogenes Bauteil
1 si_,uie ein ebenfalls im Querschnitt kreisrundes
Querslück 2 aus Stahl, das mit zwei nahe seinen Enden angeordneten Aufnahmebohrungen 3 zum
Aufnehmen je eines Schenkels des U-förmigen Bauteils 1 \ersehen ist. Etwa in der Mitte desjenigen
Teils jedes Schenkels, der vom Querstück 2 aufgenommen ist, ist jeder Schenkel mit einer zylindersegmeiHl'örmigen
Aussparung 4 versehen. Das Quersiiiek 2 weist zwei Ankerbohrungen 5 auf, die den
gleichen Durchmesser haben wie die Aussparungen 4, und deren Achsen mit den Achsen der Aussparungen
4 zusammenfallen, so daß jede der Ankerhohrungen 5 einen Bolzen 6 aufnehmen kann, der die
Schenkel des U-förmigen Bauteils 1 mit dem Querstück 2 fest verbindet. Gemäß Fig. 1 und 2 kann
das Querstück 2 mit einer Ringnut 7 versehen sein, in der ein Kettenglied eingreifen kann, während das
entsprechende Glied einer zwe;'.n Kette, die mit der
ernten Kette verbunden werden soll, von dem gekrümmten
Abschnitt des U-förmigen Bauteils 1 aufgenommen werden kann.
Dieser Schäkel gemäß der Erfindung erfüllt sehr holv. Anforderungen bezüglich der Kleinheit seiner
Abmessungen und seiner Festigkeit, so daß er in Verbindung mit Ketten von außerordentlich hoher
Festigkeit verwendet werden kann. Die auf das U-förmige Bauteil wirkende Zugbeanspruchung wird
auf das Querstück durch die Bolzen 6 übertragen. Auch wenn der Querschnitt der Schenkel im Bereich
der Bolzen etwas geschwächt ist. genügt der verbleibende Querschnitt immer noch, um die geradlinig
wirkende Zugkraft aufzunehmen, während die Bolzen über ihre ganze Länge einen uiigeschwächten
Querschnitt haben und einer Scherbeanspruchung innerhalb einer annähernd elliptischen Fläche ausgesetzt
sind, die durch die Berührungsfläche zwischen jedem Bolzen 6 und der zugehörigen Aussparung 4
des betreuenden Schenkels bestimmt ist.
In F i g. 3 und 4 sowie in Fig. 5 und 6 sind zwei
weitere Ausiührungsformen eires Schäkels nach der Erfindung dargestellt, bei denen der Schäkel grundsätzlich
ebenso gestaltet ist wie bei dem Ausfiihruiiiisbcispiel
nach F i g. I und 2. jedoch mit dem Unterschied, daß jeder Schäkel zwei U-förmige Bauteile
1 und 11 umfaßt und daß das Querstück 2 mit zwei Sätzen von Aufnahmebohrungen 3 und 13 versehen
ist. wobei jeder Bohrungssatz die Schenkel eines der beiden U-förmigen Bauteile aufnehmen
kann.
Gemäß Fi u. 3 und 4 ist das Querstück 2 mit zwei
Ankerbohrungen 5 versehen, die so bemessen und angeordnet sind, daß sie einen Bolzen (■>
aufnehmen können, der in Aussparungen 4 eingreift, welche in
voneinander abgewandten Seiten der Schenkel tier U-förmigen L'-.uiteile ausgebildet sind. Gemäß F i ;·. 4
verläuft die Achse jedes Bolzens 6 im wesentlichen tangential zu den auf der Außenseite der Ankerbohrungen 5 angeordneten Aufnahmebohrungen 13,
so daß die Querschnitte der Schenkel der beiden U-förmigcn Bauteile 1 und 11 annähernd gleich geschwächt sind.
Bei der in F i g. 5 und 6 gezeigten Ausfülmingsform sind die Ankerbohrungen 5 des Querstücks 2
in zwei zueinander rechtwinkligen Ebenen so angeordnet, daß die Achse jeder Ankerbohrting 5 tangential oder im wesentlichen tangential zu den beiden
Aufnahmebohrungen 3 des einen bzw. des anderen
es solcher Bohrungen, jedoch auf entgegcntzten Seiten der betreffenden Bohrungen verläuft,
jrlich sind hierbei die Aussparungen 4 der :nkel der beiden U-förmigen Bauteile 1 und 11
prechend gegeneinander versetzt angeordnet. Bei dieser Ausfiihrungsform sind die Querschnitte aller
Schenkel der U-förmigen Bauteile im gleichen Ausmaß geschwächt, und da die Ankerbohrungen 5 in
verschiedenen Ebenen liegen, verringert sich die Beanspruchung des Querstücks 2.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
1999
Claims (1)
- Patentansprüche:1. Schäkel oder Bügel für Ketten oder andere an einem Ende mit einem Auge versehene Verbindungsmittel, der mindestens ein im wesentlichen U-förmiges Bauteil und ein die freien Enden der Schenkel des bzw. der U-förmigen Bauteile verbindendes Quer- oder Verbindungsstück umfaßt, das Aufnahmebohrungen für einen Schenkel des bzw. der U-förmigen Bauteile aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß das Querstück (2) zusätzlich mit mindestens einer Ankerbohrung (5) versehen ist, die mindestens eine der Aufnahmebohrungen (3) schneidet, und deren Achse in einer Ebene liegt, die im rechten Winkel zu der !Ebene verläuft, welche die Achsen eines U-förmiaen Bauteils (1, 11) enthält, und daß jeder Schenkel jedes U-förmigen Bauteils mit einer zylindersegmentförmigen Aussparung(4) versehen ist, deren Achse mit der Achse einer der Ankerbohrungen (5) zusammenfällt, wobei ein mit enger Passung in eine der Ankerbohrungen eingebauter Bolzen (6) fest in die Aussparungen (4) der Schenkel eingreift.2. Schäkel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse der Ankerbohrune (5) des Querstücks (2) im wesentlichen tangential zu den Aufnalimel ohrungen (3) verläuft.3. Schäkel nach Anspruch 1 und 2, dadurch cekennzeichne;, dal.'. Jas Quer^tück (2) mit zwei Sätzen von Aufnahmebohrt'.nger (3, 13) für die Schenkel \on zwei U-förmigen Bauteilen (1. 11). deren Hauptebenen im rechten Winkel zueinander verlaufen, versehen ist.4. Schäkel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse jeder der Ankerbolirungen (5) im wesentlichen tangential zu einer der Bohrungen eines der Sätze der Aufnahmebohrungen (3. 13) verläuft.5. Schäkel nach Anspruch 3. dadurch gekennzeichnet, daß die Achsen der Ankerbohriingcn(5) tangential zu beiden Bohrungen (3. 13) eines der Sätze der Aiifnahniebolirimgeii verlaufen.Λ. Schäkel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Achsen der beiden Ankerbohrungen (5) in zueinander rechtwinkligen Ebenen liegen.7. Schäkel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die \clisc iecler der Ankerbohrungen (5) eine die Achsen eines der Sätze dei Aufnalimcbohrungcn (3. 13) enthaltende Ebene unter einem spitzen Winkel schneidet.
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