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DE2033786B - Verfahren zur Herstellung von Ge mischen aus Tetrachlorkohlenstoff und Phosgen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Ge mischen aus Tetrachlorkohlenstoff und Phosgen

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Publication number
DE2033786B
DE2033786B DE2033786B DE 2033786 B DE2033786 B DE 2033786B DE 2033786 B DE2033786 B DE 2033786B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
carbon tetrachloride
phosgene
chlorine
chlorinated
carbon
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Wilhelm Dipl Chem Dr 6230 Frankfurt Krekeler Hans Dipl Chem Dr 6200 Wiesbaden Meiden Helmut Dipl Chem Dr 6230 Frankfurt Riemenschneider
Original Assignee
Farbwerke Hoechst AG, vormals Mei ster Lucius & Bruning, 6000 Frankfurt

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Description

35 Phosgen.
Da pro Atom Sauerstoff ein Molekül Phosgen entsteht, gleichzeitig aber noch Tetrachlorkohlenstoff ge-
Es ist bekannt. Tetrachlorkohlenstoff durch Druck- bildet werden soll, müssen die eingesetzten sauerstoffchlorolyse von Benzol oder chlorierten aromatischen haltigen Kohlenstoff-Wasserstoff verbindungen, wenn oder chlorierten aliphatischen Kohlenwasserstoffen 30 sie allein als Ausgangsmaterial benutzt werden, mindeherzustellen. Bei Anwendung geeigneter Arbeitsbedin- stens ein Kohlenstoff-Atom mehr besitzen als Sauergungen ist Tetrachlorkohlenstoff praktisch das einzige stoff-Atome im Molekül vorhanden sind, d. h., die entstehende Produkt, wobei das in geringen Mengen Anzahl der C-Atome muß mindestens gleich der Anmit auftretende Hexachlorbenzol als Zwischenprodukt zahl der O-Atome -rl sein. Setzt man dagegen ein Geangesehen werden muß, da es im Kreislauf geführt und 35 misch von sauerstoffhaltigen Kohlenstoff-Wasserstoffwieder in Tetrachlorkohlenstoff umgewandelt werden verbindungen mit aromatischen, chlorierten aromatikann. sehen, chlorierten aliphatischen oder chlorierten
Es wurde nun ein Verfahren gefunden zur Herstel- cycloaliphatischen Kohlenwasserstoffen ein, so können lung von Gemischen aus Tetrachlorkohlenstoff und die letzteren als Ausgangsstoffe für Tetrachlorkohlen-Phosgen in Abwesenheit von Katalysatoren, das da- 40 stoff angesehen werden; als sauerstoffhaltige Kohlendurcri gekennzeichnet ist, daß man sauerstoffhaltige stoff-Wasserstoffverbindungen können dann auch VerKohlenstoff-Wasserstoff-Verbindungen, die teilweise bindungen eingesetzt werden, die nur ein C-Atom pro oder ganz durch Chlor substituiert sein können, allein O-Atom enthalten, also z. B. Methanol, Äthylenglycol, (in diesem Fall muß im eingesetzten organischen Aus- Formaldehyd, Formaldehydpolymere ui.d Essigsäure, gangsstoff die Zahl der Kohlenstoff atome im Molekül 45 Die sauerstoffhaltigen Kohlenstoff-Wasserstoff-Verum mindestens eins größer sein als die Zahl der Sauer- bindungen können auch ganz oder teilweise durch Stoffatome) oder im Gemisch mit aromatischen, chlo- Chlor substituiert sein; beispielsweise kommen in Frage rierten aromatischen, chlorierten aliphatischen oder Alkohole, wie Methanol, Äthanol oder chlorierte chlorierten cycloaliphatischen Kohlenwasserstoffen mit Äthanole, Äthylenglykol; Propanol oder chlorierte Chlor in einer Menge zwischen 125 und 400 °/„ der für so Propanole, wie z. B. l-Chlorpropanol-2, Butanole oder die vollständige Umwandlung in Tetrachlorkohlen- Butanol-Rückstände, z. B. Oxosynthesen. Phenol oder stoff theoretisch notwendigen Menge bei 400 bis 800° C phenolhaltige Körper; Chinone, wie z.B. Anthra- und Drücken zwischen 50 und 800 atü umsetzt, wobei chinon; Aldehyde, wie Formaldehyd oder Formaldenicht oder wenig anchlorierte organische Ausgangs- hydpolymere, Acetaldehyd oder Chloracetaldehyd stoffe einer Vorchlorierung bei Temperaturen bis zu 55 oder kondensierte Acetaldehyde; Ketone, wie Aceton 400° C unterworfen werden. oder chlorhaltige Ketone, Säuren, Säureester, Säure-
Es ist überraschend, daß bei dieser Reaktion prak- anhydride, Keten- und Diketen-Rückstände; Äther tisch der gesamte, chemisch gebundene Sauerstoff in oder chlorhaltige Äther, wie z. B. Dichlorisopropyl-Phosgen umgewandelt wird. Dabei ist es gleichgültig, in äther oder chlorierte Diphenylether; Epoxyde, wie welcher Bindungsform der Sauerstoff zu Beginn der 60 z. B. Epichlorhydrin-Rückstände oder Äthylenoxyd-Reaktion vorgelegen hat, so wird beispielsweise Aiko- Polymerisate; sauerstoffhaltige Heterocyclen, wie Fuhol-, Aldehyd-, Keton-, Carbonsäure-, Carbonsäure- ran, Furanharze, Furfurol und Cumaronharze.
ester-, Carbonsäureanhydrid-, Äther-, Phenol-, Chi- AL· aromatische Kohlenwasserstoffe kommen z. B.
non-, Epoxy- oder heterocyclisch gebundener Sauer- in Frage, Benzol, Toluol, Xylol, Naphthalin, Anstoff bei dieser Reaktion in gleicher Weise in Phosgen 65 thracen, Diphenyl; chlorierte aromatische Kohlenüberführt. Die Ausbeute an Phosgen, bezogen auf den Wasserstoffe, wie Chlorbenzol, Dichlorbenzol, PolySauerstoff der umgesetzten Kohlenstoff-Sauerstoff- chlorbenzol, Mono- und Polychlornaphthalin, MonoVerbindung ist sehr hoch, denn es lassen sich außer und Polychlordiphenyle; chlorierte aliphatische Koh-
Ienwasserstoffe, wie Chloroform, Methylchlorid, Vinylchlorid, Polyvinylchlorid, Dichloräthan, Hexachloräthan, Dichlorpropan, Polychlorpropan; ganz oder leihweise chlorierte langkettige aliphatische Kohlenwasserstoffe und chlorierte cycloaliphatische Kohlen- S Wasserstoffe, wie Hexachlorcyclohexan oder Pentachlorcyclopentan.
Sowohl die nichtsauefstoffhältigen als auch die sauerstoffhalügen Kohlenstoff-Wasserstoff-Verbindungen können in ihrer Gruppe oder auch untereinander in jedem beliebigen Verhältnis gemischt sein. Auch eine Beimengung von Kohle oder geringe Mengen anorganischer Fremdsubstanzen stören den Ablauf der Reaktion nicht.
Die Umsetzung der kohlenstoff- und sauerstoffhaltigen Reaktionspartner nvt Chlor wird bei den obengenannten e; t öhten Temperaturen und Drücken aufgeführt. Die Reaktion -.erläuft über mehrcte Chlorierungsstufen, die verschiedene Temperaturen bedingen, so daß in den meisten Fällen eine mehr oder ao weniger starke Anchlorierung in einer oder mehreren Vorreaktionsstufen erfolgen muß, wobei Temperaturen von etwa 0 bis 400 C durchlaufen werden. Solche Vorreaktionsstufen, die im Normalfall schon bei Temperaturen unter 250 C verlaufen, sind bei nicht oder wenig anchlorierten Ausgangsstoffen erforderlich, weil sonst durch einen ^u heftigen Chlorangriff eine Verkokung der Produkte und damit eine Verstopfung des Reaktors erfolgen kann. Die eigentliche chlorolytische Aufspaltung der C-C-Bindung i>nter Bildung der Endprodukte Tetrachlorkohlenstoff unü Phosgen erfolgt erst bei Temperaturen über 400' C mit technisch verwendbarer Reaktionsgeschwindigkeit. Bevorzugt sind dabei Temperaturen zwischen 500 und 700C. Zur Ausführung der Reaktion ist deshalb ein Reaktor notwendig. der im Eingangsteil eine Vorreaktionszone mit Temperaturen bis zu 4001C und im Hauptteil eine Reaktionszone mit Temperaturen zwischen 400 und 8C0rC enthält. In vielen Fällen ist es noch vorteilhaft, im Vorreaktionsteil einen Flüssigkeitssumpf zu halten, der im wesentlichen aus geschmolzenem Hexachlorbenzol und/oder Hexachloräthan besteht, in das die Ausgangsstoffe eingepumpt werden.
Der Druck im Reaktor wird zwischen 50 und 800 atü gehalten, wobei ein Druck zwischen 80 und 300 atü bevorzugt ist. Der Druck in der Vorreaktionsstufe soll gleich oder gegebenenfalls etwas niedriger sein. Der Druck wird durch Einpumpen der Ausgangsstoffe, die meist in flüssiger Form vorliegen, erzielt. Auch Chlor wird bevorzugt in flüssiger Form in den Reaktor gepumpt. Der Druck im Reaktor wird durch ein Entspannungsventil auf der gewünschten Höhe gehalten. In der Hauptreaktionszone des Reaktors befinden sich die Ausgangsstoffe im tiberkritischen Zustand, d. h. sie üegen in der Gasphase vor. Eine Ausnahme bildet das Hexachlorbenzol, dessen Dampfdruck so gering ist, daß es in einigen Teilen des Reaktors als feinverteilter Nebel vorliegen kann.
Chlor wird im Überschuß verwendet. Die Menge muß zwischen 125 und 400 °/0 der für die vollständige Umwandlung der Kohlenwasserstoffe in Tetrachlorkohlenstoff theoretisch notwendigen Menge betragen. Bevorzugt wird ein 50- bis 100°/0iger Chlorüberschuß, berechnet auf die Theorie, eingesetzt.
Als Bauform des Reaktors hat sich ein langgestrecktes Reaktionsrohr bewährt. Es wird im ersten Te.l. nach der Eindosierung der Ausgangsstoffe, bei niedrigerer Temperatur gehalten und dient als Vor
reaktionszone und wird dann im zweiten Teil bei Temperaturen zwischen 400 und 800° C als Hauptreaktionszone benutzt. Es ist aber auch einfc andere apparative Ausgestaltung des Reaktors möglich. Zur Auskleidung des Reaktors hat sich Nickel bewährt. In diesem Fall ist es dann notwendig, daß alle Ausgangsstoffe nur einen sehr geringen Schwefelgehalt (< 200 ppm) aufweisen.
Die Chlorierungsreaktion ist exotherm. Der Grad der frei werdenden Wärme richtet sich nach der Menge des im Ausgangsmaterial bereits gebundenen Chlors. Ir den meisten Fällen kann man deshalb nach Anlaufen der Reaktion auf eine äußere Heizung verzichten.
Die Chlorierungsanlage kann diskontinuierlich und kontinuierlich betrieben werden. Wobei das letztere die bevorzugte Ausführungsform ist.
Die den Reaktor verlassenden Gase: überschüssiges Chlor, Chlorwasserstoff. Tetrachlorkohlenstoff und Phosgen, können in der üblichen Weise, z. B. destillativ, getrennt und gereinigt werden.
Das überschüssige Chlor wird vorteilhaft im Kreislauf geführt. Das als Nebenprodukt in den meisten Fällen entstehende Hexachlorbenzol und/oder Hexachloräthan kann ebenfalls im Kreislauf geführt werden, wobei es sich vollständig in Tetrachlorkohlenstoff umsetzt. Bei einer kontinuierlichen Kreislaufarbeitsweise ist deshalb Hexachlorbenzol und/oder Hexachloräthan nur als Zwischenprodukt anzusehen, das in der Endbilanz nicht auftritt.
Aus dem Obengesagten geht hervor, daß die Menge des gebildeten Phosgens direkt von der Menge der eingesetzten sauerstoffhaltigen Kohlenstoff-Wassemoffverbindung abhängig ist. Die Phosgenmenge kann gesteuert werden durch zus..Hiches Einpumpen sauerstoffhaltiger Verbindungen. So kann man bei Einsatz eines Rückstands z. B. noch Alkohole, Ketone, Aldehyde, Äther, Säuren oder Ester zudosieren, wenn die Ausbeute an Phosgen vergrößert werden soll.
Beispiel 1
Für die Umsetzung wird ein senkrecht stehendes Reaktionsrohr aus Edelstahl für einen Nenndruck von 1600 atfi verwendet, das eine Nickelauskleidung enthält. Es hat eine Länge von 3300 mm, einen Außendurchmesser von 89 mm und eine lichte Weite von 40 mm. Durch unterschiedliche Beheizung wird das Reaktionsrohr in eine Vor- und eine Hauptreaktionszone geteilt. Die untere elektrische Mantelheizung, die das Reaktionsrohr auf einer Länge von 1100 mm umschließt, wird auf maximal 25O°C geheizt. Gemessen wird die Temperatur mit einem Innenthermoelement. Diese Strecke, die 1,4 1 umfaßt, stellt die Vorreaktionszone dar. Die obere elektrische Mantelheizung wird so eingestellt, daß die Innentemperatur des Reaktors, gemessen mit einem verschiebbaren Thermoelement, zwischen 400 und 8000C liegt. Diese Strecke, die 2,7 1 umfaßt, stellt die Hauptreaktionszone dar. Auf dieses Volumen wird die Raumzeitausbeute berechnet. Chlor und der untengenannte Ausgangsstoff werden bei Raumtemperatur am unteren Ende des Reaktors in flüssiger Form mittels Kolbenpumpe eingepumpt. Das Reaktionsgemisch wird am Kopf des Reaktors entnommen und in einem mit Nickel ausgekleideten Kühler auf etwa 25O0C abgekühlt. Am Ende des Kühlers befindet sich das Entspannüngsventil, mit dessen Hilfe der erforderliche Druck im Reaktor gehalten wird. Die entspannten Gase werden zuerst durch
einen drucklosen Vorabscheider, der als leeres Gefäß von etwa 101 Inhalt ohne besondere Kühlung ausgebildet ist, abgekühlt. In diesem Gefäß scheidet sich praktisch alles Hexachlorbenzol und/oder Hexachloräthan ab. Das Reaktionsgas wird dann in einer Kühl- S schlange auf etwa —75°C abgekühlt, wobei Tetrachlorkohlenstoff und Chlor kondensieren. Der nicht kondensierte Chlorwasserstoff wird mit einer Gasuhr gemessen und auf gegebenenfalls mitgerissenes Chlor analysiert.
In die oben beschriebene Apparatur werden bei 1000C Vorreaktortemperatur und 5600C Hauptreaktortemperatur und einem Druck von 180 atü pro Stunde
138 g Äthanol und *5
2.3 kg Chlor (= 80% Überschuß)
eingepumpt.
Man erhält pro Stunde an Endprodukten:
443 g Tetrachlorkohlenstoff (= 96% der Theorie), 290 g Phosgen (= 98% der Theorie),
25 g Hexachloräthan (= 3,5%derTheorie),
und
655 g Chlorwasserstoff (=100% der Theorie).
25 Die Ausbeuteangaben in diesem und den folgenden
Beispielen beziehen sich immer auf die theoretisch errechenbare Menge des Produktes bezogen auf den organischen Ausgangsstoff.
B e i s ρ i e 1 2
In die gleiche Apparatur wie im Beispiel 1 werden bei 1000C Vorreaktortemperatur und 500° C Hauptreaktortemperatur und einem Druck von 240 atü pro
35
40
Stunde
176 g Acetaldehyd (oder auch Acetaldehyd-Destil-
lations-Rückstand.) und 3 kg Chlor (= 110% Überschuß)
eingepumpt.
Man erhält pro Stunde an Endprodukten:
597 g Tetrachlorkohlenstoff (= 97 % der Theorie), 390 g Phosgen (= 98,5 %der Theorie),
21 g HexacLloräthan (= 2,2%der Theorie),
580 g Chlorwasserstoff.
Das Hexachloräthan wird nach Abdestillation der anderen Reaktionsprodukte als etwa 50%ige Lösung im Tetrachlorkohlenstoff wieder in den Reaktor zurückgepumpt. Das überschüssige Chlor, das in einer Menge von etwa 1,6 kg pro Stunde von den anderen Endprodukten abzutrennen ist, wird ebenfalls wieder in den Reaktor eingepumpt.
Beispiel 3
In die gleiche Apparatur wie im Beispiel 1 werden bei 150°C Vorreaktortemperatur und 66O°C Hauptreaktortemperatur und einem Druck von 80 atü pro Stunde
203 g Aceton und
3,2 kg Chlor (= /0% Überschuß)
eingepumpt.
Man erhält pro Stunde an Endprodukten:
Beispiel 4
In die gleiche Apparatur wie im Beispiel 1 werden bei 100=C Vorreaktortemperatur und 5500C Hauptreaktortemperatur und einem Druck von 400 atü pro Stunde
440 g Essigsäureäthylester und 5,6 kg Chlor (= 57% Überschuß)
eingepumpt.
Die Umsetzung erfolgt nach der Gleichung:
CH3 — COO — C2H5 + 10 Cl4
-> 2 CCl4 + 2 COCl2 + 8 HCl
Man erhält pro Stunde an Endprodukten:
1495 g Tetrachlorkohlenstoff (= 97 % derTheorie), 960g Phosgen V= 97% derTheorie),
20 g Hexachloräthan (= l,7%derTheorie), 14 g Hexachlorbenzol (= 1% derTheorie),
1450 g Chlorwasserstoff.
H-xachloräthan und Hexachlorbenzol sowie das überschüssige Chlor werden bei kontinuierlichem Betrieb im Kreislauf geführt.
Beispiel 5
In die gleiche Apparatur wie im Beispiel 1 werden bei 180°C Vorreaktortemperatur und 6000C Hauptreaktortemperatur und einem Druck von 100 atü pro Stunde
684 g /9,/5'-Dichlordiisopropyläther und 8,2 kg Chlor (= 81% Überschuß)
eingepumpt.
Man erhält pro Stunde an Endprodukten:
2960 g Tetrachlorkohlenstoff (= 96 % der Theorie), 385 g Phosgen (= 97,5%derTheorie),
28 g Hexachloräthan (= 3% derTheorie), 1700 g Chlorwasserstoff.
Beispiel 6
In die gleiche Apparatur wie im Beispiel 1 wird bei 200° C Vorreaktortemperatur und 600° C Hauptreaktortemperatur und einem Druck von 80 atü pro Stunde ein Fabrikationsrückstand aus der Propylenoxyd-Herstellung nach dem Chlorhydrin-Verfahren folgender Zusammensetzung:
1130 g 1,2-Dichlorpropan,
252 g /ϊ,/f-Dichlordiisopropyläther,
76 g Epichlorhydrin,
31 g 2-Methylpenten-2-al-l,
25 g 1 2,3-Trichlorpropan,
14 g l-Chlorpropanol-2, zusammen mit
ss 10,5 kg Chlor (= 67,5% Überschuß)
eingepumpt.
Man erhält pro Stunde an Endprodukten:
6260g Tetracniorkohlenstoff (= 91,4%derTheorie), 270g Phosgen (=100% derTheorie),
20g Hexachlorbenzol (= 0,4%derTheorie), 23g Hexachloräthan (= l,2%derTheorie), 3100 g Chlorwasserstoff.
6o
994g Tetrachlorkohlenstoff (= 92% derTheorie), 65 Das überschüssige Chlor, das Hexachlorbenzol und 335 g Phosgen (= 90,5 %der Theorie), das Hexachloräthan werden nach der Abtrennung
51g Hexachloräthan (= 6,1 %der Theorie), wieder in den Reaktor eingepumpt und im Kreislauf
760 ε Chlorwasserstoff. geführt.
Beispiel 7
In die gleiche Apparatur wie im Beispiel 1 wird bei 2000C Vorreaktortemperatur und 6000C Hauptreaktortemperatur und einem Druck von 300 atü pro Stunde ein Gemisch von:
280 g Phenol,
710 g Monochlorbenzol,
210 g Dichlorbenzol (Isomerengemisch) und
17,4 kg Chlor (= 64°/0 Überschuß)
eingepumpt.
Man erhält pro Stunde an Endprodukten:
9100 g Tetrachlorkohlenstoffe= 96,5 °/0 derTheorie), 290 g Phosgen (= 99 °/0 derTheorie),
60 g Hexachlorbenzol (= 2°/0 derTheorie), 2000 g Chlorwasserstoff.
Das überschüssige Chlor und das gebildete Hexachlorbenzol werden nach Abdestillation von Tetrachlorkohlenstoff, Phosgen und Chlorwasserstoff im Kreislauf geführt und wieder in den Reaktor eingesetzt.
Beispiel 8
Man erhält pro Stunde an Endprodukten:
3410 g Tetrachlorkohlenstoff (= 95,5 °/0 derTheorie), 201 g Phosgen (= 97,5 °/0 derTheorie),
23 g Hexachlorbenzol (= 1,9 °/„ derTheorie), 1200 g Chlorwasserstoff.
Beispiel 10
In die gleiche Apparatur wie im Beispiel 1 werden ίο bei 1000C Vorreaktortemperatur und 6000C Hauptreaktortemperatur und bei 80 atü Druck pro Stunde g eines Fabrikationsrückstands aus der Vinylchlorid-Herstellung folgender Zusammensetzung:
90, Gewichtsprozent Benzol,
2,1 Gewichtsprozent Chloral,
3.5 Gewichtsprozent Dichlordimethyläther, 29,7 Gewichtsprozent Dichlorbuten, 19,5 Gewichtsprozent 1,2-Dichloräthan,
7.6 Gewichtsprozent Chlorbenzol,
ao 6,9 Gewichtsprozent Tetrachloräthylen,
6.1 Gewichtsprozent Chloropren,
2.2 Gewichtsprozent Chloropren, dimer, 5,8 Gewichtsprozent Dichlorpropen, 4,6 Gewichtsprozent Trichloräthan, 3,0 Gewichtsprozent Chlorxylol und 12,0 kg Chlor (= 113°/0 Überschuß)
In die gleiche Apparatur wie im Beispiel 1 wird bei 2500C Vorreaktortemperatur und 66O0C Hauptreaktortemperatur und einem Druck von 80 atü pro Stunde ein Rückstandsgemisch der Oxo-Synthese mit etwa 60% Butanol-2 und 30°/0 Butanol-1 und etwa 10°/
unbekannten sauerstoffhaltigen Verbindungen,
insgesamt 170 g,
zusammen mit 390 g Benzol und
13,0 kg Chlor (= 940/0 Überschuß)
eingepumpt.
Man erhält pro Stunde an Endprodukten:
525Og Tetrachlorkohlenstoff (= 97,8 °/0derTheorie),
160 g Phosgen (=100°/0 derTheorie),
22g Hexachlorbenzol (= l,2°/0derTheorie),
13gHexachloräthan (= 0,9°/0derTheone),
165Og Chlorwasserstoff.
Beispiel 9
In die gleiche Apparatur wie im Beispiel 1 wird ohne Heizung des Vorreaktors und bei 6500C Hauptreaktortemperatur bei einem Druck von 240 atü pro Stunde ein auf etwa 1500C vorgewärmtes Gemisch aus
160 g Cyclohexanol,
45 g Cyclohexanon,
620 g Hexachlorcyclohexan (Isomerengemisch aus dem die y-Form weitgehend entfernt ist) und
7,6 kg Chlor (= 79O/O Überschuß)
eingepumpt.
35 eingepumpt.
Man erhält pro Stunde an Endprodukten:
4920 g Tetrachlorkohlenstoff (=95,12 °/0 derTheorie), 40g Phosgen (=90°/0 derTheorie),
31 g Hexachlorbenzol (= 2,2°/0 derTheorie),
1400 g Chlorwasserstoff.
Beispiel 11
0,88 g Dioxan und 10,0 g flüssiges Chlor (= 40°/0 Chlorüberschuß) werden in einem fest verschließbaren Nickelrohr vermischt. Das Nickelrohr hat ein Leervolumen von 90 ml. Es wird in einem Schutzrohr in einen 3000C heißen elektrischen Ofen gebracht, im Laufe von 20 Minuten auf 55O0C erhitzt und 10 Minuten bei dieser Temperatur belassen. Das Rohr wird dann aus dem Ofen entfernt, bei Raumtemperatur er· kalten gelassen und nach dem Kühlen des einen ündes am anderen Ende geöffnet. Dabei bläst in der Hauptsache Chlorwasserstoff ab. Der Rohrinhalt wird ii reinem Monochlorbenzol aufgenommen und gas chromatographisch analysiert. Es werden erhalten:
2,65 g Tetrachlorkohlenstoff und 1,32 g Phosgen
Bei einem Umsatz nach der Reaktionsgleichung C4H8O2 + 10 Cl2 -+ 2 CCl4 + 2 COCl2 + 8 HCl
beträgt die Tetrachlorkohlenstoff-Ausbeute 86°/0 de Theorie und die Phosgen-Ausbeute 71 °/0 der Theorii Die Ausbeuten wären höher, wenn nicht ein Teil dt Produkte durch Mitreißen mit dem abgedampfte Chlorwasserstoff verlorengegangen wäre. Hexachlo äthan und Hexachlorbenzol wurden nicht gefunden.

Claims (1)

  1. Phosgen nur noch geringe Mengen Kohlendioxyd und
    Patentanspruch: eventuell SrMiröfl von Kohleninönoxyd feststellen.
    Dieser hohe Umsetzungsgrad ist besonders deshalb
    Verfahren zur Herstellung von Gemischen aus überraschend, weil das Gleichgewicht
    Tetrachlorkohlenstoff und Phosgen in Abwesen- 5 CO 4- Cl ^ CO Cl2 + 26,2 Kcal
    heit von Katalysatoren, dadurch gekenn- 2
    zeichnet, daß man sauerstoffhaltige Kohlen- über 50O0C schon stark nach links verschoben ist.
    stoff-Wasserstoff-Verbindungen, die teilweise oder Das erfindungsgemäße Verfahren hat den Vorteil,
    ganz durch Chlor substituiert sein können, allein daß Gemische sauerstoffhaltiger Kohienstoff-Wasser-(in diesem Fall muß im eingesetzten organischen io stoff-Verbindungen beliebiger Herkunft eingesetzt wer-Ausgangsstoff die Zahl der Kohlenstoffatome im den können. Selbst bei Gemischen, die eine große AnMolekül tun mindestens eins größer sein als die zahl von Verbindungen enthalten, entstehen praktisch Zahl der Sauerstoffatome) oder im Gemisch mit nur die beiden Endprodukte Tetrachlorkohlenstoff und aromatischen, chlorierten aromatischen, chlorierten Phosgen. Deshalb ist auch eine aufwendige Tr.nnung aliphatischen oder chlorierten cycloaliphatischen 15 der einzelnen Komponenten überflüssig. Eine beson-Kohlenwasserstoffen mit Chlor in einer Menge dere Bedeutung des erfindungsgemäßen Verfahrens zwischen 125 und 4000Z0 der für die vollständige liegt darin, daß Nebenprodukte, Rückstände, Abfälle, Umwandlung in Tetrachlorkohlenstoff theoretisch Ausschußware und ähnliche Stoffe von chemischen notwendigen Menge bei 400 bis 8000C und Fabrikationsprozessen, soweit sie die geforderte Zu-Drücken zwischen 50 und 800 atü umsetzt, wobei so sammensetzung haben, eingesetzt werden können. Das nicht oder wenig anchlorierte organische Aus- erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht deshalb eine gangsstoffe einer Vorchlorierung bei Temperaturen restlose Verwertung von meist unangenehmen Abfallbis zu 4000C unterworfen werden. stoffen und produziert dabei nuch die großtechnisch
    wertvollen Verbindungen Tetrachlorkohlenstoff und

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