DE2033072C - Lichtbogen-Plasmabrenner mit einer gekühlten Kathode und gekühlten Anode - Google Patents
Lichtbogen-Plasmabrenner mit einer gekühlten Kathode und gekühlten AnodeInfo
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Description
45
Die Erfindung betrifft einen Lichtbogen-Plasmabrenner mit einer gekühlten Kathode und einer
gekühlten Anode, die gleichachsig und mit axialem Abstand zueinander angeordnet sind und an der
Brennerspannung liegen, mit einer Schutzgaszuführung im Kathodenhalter, die das Schutzgas in axialer
Richtung entlang der Kathode strömen läßt, sowie einer tangential gerichteten Betriebsgaszuführung in
einem die Elektroden beabstandendem Isolierkörper.
Lichtbogen-Plasmabrenner dieser Art sind bereits bekannt (französische Patentschrift 1 225 906),
wobei um die Kathode und gegebenenfalls zusätzlich in der Anode eine Hülse unter Ausbildung eines
Ringspaltes angeordnet ist, durch den ein Schutzgas zum Schütze der Elektroden strömt; zum Zünden des
Lichtbogens muß der Abstand zwischen Anode und Kathode durch ein Verdrehen des Kathodenhalters
verringert werden, so daß die konstruktive Lösung aufwendig ist.
uer Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde be. Lichtbogen-Plasmabrennern der eingangs erwähnten
G«Sing den Schutz der Kathode noch wirkungsvoller
zu gestalten und gleichzeitig ihren konstruktiven Aufbau zu vereinfachen.
D-ese Aufgabe wird erfindungsgemaß dadurch gelöst daß zwischen der Anode und dem Kathodenhalt
r eine mittels eines isolierenden Ringkörper*
von der Anode beabstandete, zu den ubngen EIek
trod ·η koaxiale Zundanode angeordnet ist der Ring-SS'Jr
Bohrungen aufweist, du.^h die das Betrieb^
einströmt und in dem von der Kathode, dem Kathodenhalter und der Zündanode "mschl°sse?f" *^π>
ein Gasdruck herrscht, der über dem Gasdruck lu.,·.
welcher in dem Raum vorhanden ist, der von d.r Zünianode, dem Ringkörper und der Anode u„-
geh" weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist iv
Schntzgaszuführung im Kathodenhalter em Rm, spal oder ein koaxialer Kranz von Bohrungen
h einer noch weiteren Ausgestaltung der Erfindu ·
weist die Zundanode einen zylindrischen Manuwasserkühler
auf. In einer noch wuteren Aufstallung
der Erfindung weist die Anode ein. 1
zylinderförmigen Raum für Kühlwasser auf
Bei diesem Lichtbogen-Plasmabrenner, bei dt.:i
das Inertgas die Zündung eines Pilotbogens zwische,. Kathode und erster Anode, d. h. Zundanode um,
anschließenden Übergang des Bogens auf d.e
zweite Anode, d. h. eigentliche Anode erlaubt, u.-.d an der eine höhere Spannung anliegt als an o-.r
Zundanode, ist es möglich, Druckluft als den ub.-rwie
»enden Bestandteil des Plasmas zu verwende·,, öhre daß die Gefahr der Beschädigung der Kathode
infolge der Reaktion des Luftsauerstoffes bei den hohen Temperaturen besteht. Das um die Kathode
zugeführte Inertgas wirkt als Schutzschild, so daß der Sauerstoff daran gehindert ist, die Oxydation der
Kathode zu fördern. Sie kann deshalb aus einem Material hergestellt werden, das weitere spezielle
Eigenschaften für diesen Verwendungszweck aufweist.
Der Überdruck des Inertgases, das der Bohrung der ersten Anode mittels eines ringförmigen Spaltes
und/oder eines Kranzes von Bohrungen um die Kathode zugeführt wird, verhindert daß Luft in
Aufwärtsrichtung der Bohrung zurückdiffundiert und eine Korrosion der Kathode verursacht. Ein Ionenbeschuß
der Kathode wird auf die Inertgasionen beschränkt, insbesondere die Argonionen allein.
Jedoch ist auf diese Weise lediglich die Kathode abgeschirmt.
Das zuerst genannte Gas, das im wesentlichen tangential und vorzugsweise in Abwärtsrichtung in
(f
die Plasmakammer eingeleitet wird, unterstützt eine Einschnürung des Bogens und verstärkt den Schutz
des Brenners vor Zerstörung durch Wärme.
Ein weiterer Vorteil des Brenners liegt darin, daß der Fußpunkt des Bogens an der von der Kathode
entfernten Stelle in der Bohrung der Anode gehalten wird und zusätzlich um diese Bohrung rotiert. Diese
Maßnahme gewährleistet eine gleichmäßige Verteilung der Wärme in der Anodenöffnung und erlaubt
eine wirksar ■ Anordnung von Kanälen für das Kühlwasser L ■ :rhalb der Anode infolge der Tatsache,
daß der Fußpunkt des Bogens in longitudinaler Richtung fixiert ist.
Bei einem Brenner, bei dem die Luft der überwiegende Bestandteil ist, bis zu 95 %, mit Argon als
Restgas oder einem anderen Inertgas, ist die Bogenpannung höher und — bei gegebener Leistung. —
ier von dem Brenner gezogene Strom niedriger als mit anderen Gasen, so daß die Erosion der Elektrode
vermindert ist. Typische Arbeitsbedingungen ao -ind etwa 120 Volt und etwa 160 Ampere; jedoch ist
ein größerer Spannungsbereich beispielsweise zwis. hen 100 und 300 Volt und ein Strombereich beispielsweise
oberhalb 130 Ampere anwendbar.
Der Brenner gestattet eine größere Länge des Bogens zu erhalten, so daß dadurch die Erosion der
Elektroden bei gegebener Leistung zusätzlich vermindert wird, und zwar auf Grund der Tatsache, daß
der Spannungsabfall am Bogen vergrößert und der Strom vermindert ist.
Ein Ausführungsbeispiel einer Brennerkonstruktion wird an Hand der Zeichnung erläutert, weiche
einen schematischen axialen Schnitt durch einen Brenner zeigt.
Bei dem dargestellten Brenner ist eine wassergekühlte Kathode 1 vorgesehen, wobei das Wasser
bis zu einer Stelle oberhalb einer aus Wolfram gebildeten Spitze 2 mittels einer zentralen Leitung 3 zugeführt
und in Aufwärtsrichtung durch einen Ringspalt 4 zwischen dieser Leitung und der Außenseite
der Kathode weggeführt wird. Ein äußerer Teil 5 der Kathodenspitze 2 ist von umgekehrter konischer
Gestalt und ist in einem umgekehrten konischen Raum 6 der Zündanode 7 angeordnet. Die Zündanode
7 ist mit einem zylindrischen Mantelwasserkühler 8 versehen, der diesen Raum und einen
koaxialen Kanal 9 der Zündanode umgibt, welcher zu einer Plasmakammer 10 des Brenners führt. Oberhalb
der Zündanode 7 erstreckt sich in Aufwärtsrichtung ein Isolierkörper 11, der von der Außenseite
der Kathode 1 durch einen Ringspalt 12 getrennt ist, durch weichen Argon an einer Stelle 13 unter
Überdruck zugeführt wird, beispielsweise bei einem Druck von weniger als 0,703 kg/cm2 und einem
Durchsatz von etwa 0,22 bis 0,28 m3 pro Stunde.
In Abwandlung dieses Ausführungsbeispiels oder zusätzlich zu dem Spalt 12 kann ein koaxialer Kranz
von Bohrungen 15 vorgesehen sein, und zwar für die Zuleitung von Argon. Die Bodenfläche der Zündanode
7 ist von der Oberseite einer zweiten Anode, d. h. der eigentlichen Anode 16 mittels eines Ringkörpers
17 aus hitzebeständigem Isoliermaterial getrennt. Durch ihn sind quer verlaufende Bohrungen
18 geführt, über welche Druckluft zugeführt wird die in die Plasmakammer 10 im wesentlichen tangential
und in Abwärtsrichtung eintritt; beispielsweise bei einem Druck von ungefähr 0,56 kg/cm2 und
bei einem Durchsatz von ungc'.Jhr 4,8 m3 pro
Stunde.
Der Ringkörper 17 kann in geeigneter Weise aus einer Asbestmischung bestehen. Die Anode 16 weist
einen zylinderförmigen Raum 19 für Wasser auf, der ihren zentralen Kanal 20 umgibt, welcher den
Auslaß des Brenners bildet. Die Anoden 7, 16 können z. B. aus Kupfer oder einer Kupferlegierung
hergestellt sein.
In konstruktiver Hinsicht können die Teile 11. 7, 17 und 16 mittels Bolzen miteinander verbunden
sein, die sich in Längsrichtung der Anoden erstrekken; sie können auch durch Einbetten in ein hitzebeständiges
Isoliermaterial fest zusammengehalten werden.
Der negative Pol einer Energiequelle 21 ist mit der Kathode 1 und ihr positiver Ausgang mit der
zweiten Anode 16 und weiterhin — getrennt — über einen Schalter 22 und einen Widerstand 22' mit der
ersten Anode 7 verbunden. Beim Schließen des Schalters wird eine Spannung an die Kathode 1 und
die erste Anode 7 angelegt, so daß der Pilot- oder Zündbogen, wie oben erwähnt, gezündet wird. Zum
Zünden des Brenners geht der Bogen teilweise von selbst von der ersten Anode 7 auf die zweite Anode
16 über; durch öffnen des Schalters 22 ist der sogenannte Bogenübertragungs-Prozeß beendet Der
Brenner arbeitet dann mit nicht übertragenem Lichtbogen.
Ein derartiger Brenner kann in geeigneter Weise bei einer Brennerspannung von ungefähr 170 Volt
und mil dnem Brennerstrom von ungefähr 180 Ampere
betrieben werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Lichtbogenplasmabrenner mit einer gekühlten Kathode und einer gekühlten Anode, die
gleichachsig und mit axialem Abstand zueinander angeordnet sind und an der Brennerspannung
liegen, mit einer Schutzgaszuführung im Kathodenhalter, die das Schutzgas in axialer
Richtung entlang der Kathode strömen läßt, sowie einer tangential gerichteten Betriebsgaszuführung
in einem die Elektroden beabstandenden Isolierkörper, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen der Anode (16) und dem Kathodenhalter (11) eine mittels eines isolierenden
Ringkörpers (17) von der Anode beabstandete zu den übrigen Elektroden koaxiale Zündanode (7) a-'.eordnet ist, der Ringkörper
(17) Bohrungen (Ϊ8) aufweist, durch die das Betriebsgas einströmt und in dem von der Kathode
(1). dem Kathodenhalter (11) und der Zündanode (7) umschlossenen Raum (6) ein Gasdruck
herrscht, der über dem Gasdruck "liegt, welcher in dem Raum (10) vorhanden, der von
der Zündanode (7). dem Ringkörper (17) und der Anode (16) umgeben ist.
2. Lichtbogenplasmabrenner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzgaszuführung
im Kathodenhalter ein Ringspalt ist.
3. Lichtbogenplasmabrenner nacu. Anspruch 1.
dadurch gekennzeichnet, d?ß die Schutzgaszuführung im Kathodenhalter ei koaxialer
Kranz von Bohrungen (15) ist.
4. Lichtbogenplasmabrenner nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zündanode
(7) einen zylindrischen Mantelwasserkühler (8) aufweist.
5. Lichtbogenplasmabrenner nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Anode (16) einen zylinderförmigen Raum (19) für Kühlwasser aufweist.
Es ist auch bekannt (französische Patentschrift 1301 52) durch eine turbulente Strömung des
züge ührten Gases an der Oberfläche der Kathode
emÄerdmck zu erzeugen, wodurch ein djrek er
Kontakt der Kathode mit den heißen Gasen ver-SSSr
imd folglich eine Erhöhung der Lebensdaue-
der Kathode erzielt werden kann.
Es ist auch bekannt (Zeitschrift ur angewandte Phvs k Band 23, 1967, Seite 316), bei einem Plasmabrenner
zuiiErzeugung eines schnellen Argon-Atomstrah
es tischen Kathode und Anode eine strom-EZwischenelektrode
isoliert anzubnngen, die zum Zentrieren des Gasstromes und des Lichtbogens
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB3378669 | 1969-07-04 | ||
| GB33786/69A GB1268843A (en) | 1969-07-04 | 1969-07-04 | Improvements relating to plasma-torch apparatus |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2033072A1 DE2033072A1 (de) | 1971-02-04 |
| DE2033072B2 DE2033072B2 (de) | 1972-09-21 |
| DE2033072C true DE2033072C (de) | 1973-05-24 |
Family
ID=
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