DE2032778B2 - Verfahren zum Herstellen eines Kardangelenkes - Google Patents
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- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines Kardangelenkes mit einem in Gelenkgabeln unter
Zwischenschaltung von Wälzlagern gelagerten Zapfenkreuz aus Kunststoff. Die Montage eines solchen
Kardangelenkes ist recht kompliziert und zeitraubend. So ist es bekannt (US-PS 20 24 777), die Gelenkgabeln
aus mehreren Teilen auszubilden und diese nach dem Einbringen der Lagerzapfen in das Zapfenkreuz durch
Schrauben miteinander zu verbinden. Ferner ist es bekannt (US-PS 29 98 717) die Gelenkgabeln mit dem
Zapfenkreuz durch Bolzen zu verbinden, die von außen durch die Gabeln in das Zapfenkreuz eingetrieben ίο
werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren vorzusehen, durch das die Montage der
einzelnen Teile, die zusammen das Kardangelenk ergeben sollen, vereinfacht und darüber hinaus die
Nachteile beseitigt werden, die sich zwangsläufig durch übliche Montage bekannter Kardangelenke ergeben.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch ein Verfahren gelöst, bei dem das Zapfenkreuz mit auf den
Gabeln aufgenommenen Wälzlagern in eine Form so eingelegt wird und um die Wälzlager und das
Zapfenkreuz herum die Gelenkgabeln aus einem Kunststoff geformt werden. Auf diese Weise entfällt das
Einbringen von Lagerzapfen in das Zapfenkreuz und es entsteht dadurch ein Kardangelenk vereinfachter
Konstruktion, das sich sehr wirtschaftlich herstellen läßt Bei dem zur Formgebung verwendeten Kunststoff
kann es sich beispielsweise um Polytetrafluoräthylen handeln, das eventuell mit Glasfasern oder Kohlefasern
verstärkt sein kann.
Da an den Werkstoff der Gelenkgabeln andere Anforderungen gestellt werden als an denjenigen des
Zapfenkreuzes, kann, nach einem weiteren Merkmal der Erfindung, zum Formen der Gelenkgabeln anderer
Kunststoff als zum Formen des Zapfenkreuzes verwen- f>5
det werden.
Um die Auflagebreite des Wälzlagers in der Gelenkgabel so groß wie möglich zu gestalten, ist, nach
einem weiteren Merkmal der Erfindung, vorgesehen, daß Wälzlager aufgeschoben werden, die eine einstükkig mit dem äußeren Laufring geformte Abdeckung
aufweisen.
Um den Gelenkgabeln eine besondere Festigkeit zu geben, können diese, nach einem weiteren Merkmal der
Erfindung, durch Einbetten eines Metallkerns in den Kunststoff der Gelenkgabel verstärkt werden.
Die Erfindung wird anhand von Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnung näher erläutert In der
Zeichnung zeigt
F i g. 1 eine schaubildliche Ansicht eines Zapfenkreuzes eines Kardangelenkes;
Fig.2 eine zum Teil aufgebrochen dargestellte Draufsicht auf eine Ende einer Gelenkgabel eines nach
einem üblichen Verfahren hergestellten Kardangelenkes;
Fig.3 eine entsprechende Draufsicht auf ein aufgebrochen dargestelltes Ende einer Gelenkgabel
eines nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Kardangelenkes;
F i g. 4 eine perspektivische Ansicht der Zapfen eines Zapfenkreuzes eines erfindungsgemäß gefertigten
Kardangelenks;
Fig.S eine perspektivische Ansicht eines der in F i g. 4 zusammengefügt dargestellten Zapfen und
Fig.6 eine perspektivische Ansicht einer durch Einbetten eines Metallkerns verstärkten Gelenkgabel.
In F i g. 1 der Zeichnung ist ein Zapfenkreuz eines
üblichen Kardangelenkes dargestellt Das Zapfenkreuz umfaßt einen Würfel 10, der zwei Zapfenpaare 12
umfaßt die sich von gegenüberliegenden Seiten des Würfels 10 aus erstrecken. Auf die Zapfen 12 ist je ein
Nadellager 14 aufgebracht. Bei einem derartigen Zapfenkreuz eines üblichen Kardangelenkes ist der
Würfel 10 häufig aus Stahl gefertigt und aufgebohrt um entweder vier Zapfen oder auch einen einstückigen,
zwei Zapfen bildenden Stab aufzunehmen, der in eine Durchgangsbohrung des Würfels 10 eingeschoben ist.
Die beiden rechtwinklig zu diesem Stab stehenden Zapfen werden in Querbohrungen in den Würfel 10
eingebracht Eine solche Baugruppe wird zum Befestigen der Gelenkgabeln 16 mit zwei miteinander
fluchtenden Zapfen 12 zwischen die Enden 18 der Gelenkgabel 16 gebracht. Durch die Bohrungen 20
hindurch werden Wälzlager 24 auf die Zapfen 12 der fertigen Baugruppe aufgeschoben und durch Sprengringe 26 gegen axiales Verschieben gesichert Zum
Einbringen eines solchen Sprengringes 26 ist es erforderlich, eine Nut vorzusehen. Dadurch kann das
Wälzlager 24 nicht in seiner gesamten Axialabmessung von dem Ende 18 der Gelenkgabel unterstützt werden.
Zum Befestigen des Sprengringes 26 wird vielmehr ein mit D in F i g. 2 bezeichneter Teil der Axiallänge der
Bohrung 20 benötigt die zur Aufnahme des Außenringes 22 des Wälzlagers 24 dient.
Nach dem in Fig.3 der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel sind auf die Zapfen 12 des
Zapfenkreuzes, dessen würfelförmiger Mittelteil 10 aus Kunststoff besteht, Wälzlager 30 aufgeschoben. Bei
diesem Wälzlager 30 ist der äußere Laufring 34 durch eine Abdeckung 36 verschlossen, so daß eine die
Wälzkörper und den Zapfen 12 aufnehmende, napf artige Einheit entsteht Das auf diese Weise enstandene
Zapfenkreuz wird in eine Form eingelegt, in der um die
Wälzlager 30 und das Zapfenkreuz herum eine Gelenkgabel 28 aus Kunststoff geformt wird. Der
Kunststoff des Endes 32 der Gelenkgabel 28 umfließt
während des Formvorganges das Wälzlager 30, so daß dessen Abdeckung 36 mit einer nur dünnen Schicht von
Kunststoff bedeckt wird. Die Dicke der Schicht ist in F i g. 3 der Zeichnung mit d bezeichnet Vergleicht man
die Größen D und d, so stellt man leicht fest, daß bei
gleicher Materialstärke der Enden 18 und 32 der Gelenkgabeln 16 und 28 bei der in F i g. 3 dargestellten
Gelenkgabel eine wesentlich größere Auflagebreite des äußeren Laufringes 34 des Wälzlagers 30 vorhanden ist
Bei dem in F i g. 1 dargestellten Zapfenkreuz braucht nicht nur der würfelförmige Mittelteil 10 aus Kunststoff
gefertigt ia sein, sondern auch die Zapfen 12 können aus
einem geeigneten thermoplastischen Kunststoff gefertigt sein. Dabei besteht auch die Möglichkeit, in
Abhängigkeit von dem Anwendungsgebiet, die Zapfen 12 aus Kunststoff auszubilden. In diesem Falle können
die Gelenkgabeln 28 selbst direkt um das zuvor geformte Zapfenkreuz und die Zapfen herumgeformt
werden.
Sollen jedoch Zapfenkreuze verwendet werden, bei denen metallische Stäbe 38 die Zapfen 12 bilden, kann
eine Stabform verwendet werden, wie sie in Fig.4 dargestellt ist Dabei hat jeder Stab 38 in der Mitte eine
Ausnehmung 40, deren Tiefe etwa gleich dem Radius des Stabes 38 ist Die Breite der Ausnehmung 40
entspricht dem Durchmesser des Stabes. In F i g. 5 ist dargestellt, wie zwei solcher Stäbe 38 im rechten Winkel
zueinander zusammengefügt werden können. In dieser Lage können die Stäbe 38 durch einen Stift 44 gesichert
werden. Die in F i g. 5 veranschaulichte Stabanordnung wird in eine Form eingelegt, in der der würfelförmige
Mittelteil 10 aus Kunststoff geformt wird. Um das Aufbauen eines Druckes innerhalb der Lager zu
vermeiden, wenn Kunststoff um sie herum geformt wird, weist jeder Stab 38 eine Axialbohrung 42 auf, die sich
über seine gesamte axiale Länge erstreckt Die Axialbohrungen 42 stehen dabei mit der den Stift
aufnehmenden Querbohrung in Verbindung. Die Axialbohrungen
sowie die Querbohrung dienen zur Aufnahme eines Schmiermittels für die Lager nach der
Fertigstellung des Kardangelenkes.
Als Alternative zum Formen der Gelenkgabeln ausschließlich aus Kunststoff, wie dies in Fig.3 der Zeichnung dargestellt ist, kann eine verstärkte Gelenkgabel dadurch geschaffen werden, wie F i g. 6 zeigt, daß ein Metallkern 50 in den Kunststoff 52 eingebettet wird, Ein derartiger Metallkern 50, der nicht sehr maßgenau hergestellt zu sein braucht, wird vor dem Einbringen von Kunststoff in die Form eingelegt, so daß der Kunststoff den Metallkern während des Formens umschließt. Auf diese Weise wird eine Gelenkgabel für ein Kardangelenk geschaffen, die zwar hauptsächlich aus Kunststoff besteht, die jedoch wegen des eingebetteten Metallkerns 50 einer größeren Belastung standhält und darüber hinaus im Falle einer Überlastung noch hält, wenn der K unststoff bricht.
Als Alternative zum Formen der Gelenkgabeln ausschließlich aus Kunststoff, wie dies in Fig.3 der Zeichnung dargestellt ist, kann eine verstärkte Gelenkgabel dadurch geschaffen werden, wie F i g. 6 zeigt, daß ein Metallkern 50 in den Kunststoff 52 eingebettet wird, Ein derartiger Metallkern 50, der nicht sehr maßgenau hergestellt zu sein braucht, wird vor dem Einbringen von Kunststoff in die Form eingelegt, so daß der Kunststoff den Metallkern während des Formens umschließt. Auf diese Weise wird eine Gelenkgabel für ein Kardangelenk geschaffen, die zwar hauptsächlich aus Kunststoff besteht, die jedoch wegen des eingebetteten Metallkerns 50 einer größeren Belastung standhält und darüber hinaus im Falle einer Überlastung noch hält, wenn der K unststoff bricht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnunpen
Claims (4)
- Patentansprüche:!. Verfahren zum Herstellen eines Karadangelenkes mit einem in Gelenkgabeln unter Zwischenschaltung von Wälzlagern gelagerten Zapfenkreuz aus Kunststoff, dadurch gekennzeichnet, daß das Zapfenkreuz (10; 38) mit auf den Zapfen (12; 38) aufgenommenen Wälzlagern (14; 24; 30) in eine Form eingelegt wird und um die Wälzlager und das Zapfenkreuz herum die Gelenkgabeln (16; 28) aus einem Kunststoff geformt werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Formen der Gelenkgabeln (16; 28) anderer Kunststoff als zum Formen des Zapfenkreuzes (10,12) verwendet wird. is
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß Wälzlager (24; 30) aufgeschoben werden, die eine einstückig mit dem äußeren Laufring (22; 34) geformte Abdeckung (36) aufweisen.
- 4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Gelenkgabeln (16; 28) durch Einbetten eines Metallkerns (50) in den Kunststoff (52) verstärkt werden.25
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Legal Events
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|---|---|---|---|
| 8230 | Patent withdrawn |