DE2032378B2 - Verfahren und vorrichtung zum herstellen eines wendelfoermigen hartmetallbestueckungsteils - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum herstellen eines wendelfoermigen hartmetallbestueckungsteilsInfo
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Description
5. Vorrichtung nach eine>n der Ansprüche 2 sehen den einzelnen Bestückungsteilen für die verbis4,
dadurch gekennzeichnet, daß zwei oder 35 schiedenen Spannuten gegeneinander versetzt wurmehr
gegeneinander versetzte Eintrittsöffnungen den.
(12) und Nuten (13) in der Oberfläche eines zy- Durch das erfindungsgemäße Verfahren ist es
lindrischen Kerns (10) vorgesehen sind. möglich, ein Hartmetalfbestuck'-ngsteil herzustellen,
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 das gewendelt oder spiralförmig ausgebildet ist und
bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Er.vär- 40 eine größere Länge aufweist, als einem Drittel seiner
mungseinrichtung (14) eine äußere Fassung (J6) Gesamtsteiguncshöhe entspricht. Das erfindungsgefür
den Kern (10) umschließende elektrische In- mäße Verfahren ist insbesondere bei Steigungswmduktionsspule
ist. kein von mehr als 10° vorteilhaft, da Teile mit kleineren
Steigungswinkeln im allgemeinen in befriedi-
45 gender Weise durch Abschleifen von einem geraden
Stück hergestellt werden können. Die Herstellung von Hartmetal'.besüickungsteilen mit Steigungswin-
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und kein von 15 \ 30° und 45: ist mit Hilfe des^erfineine
Vorrichtung zum Herstellen eines wendelförmi- dungsgemäßen Verfahrens ohne weiteres möglich,
gen Hartmetallbestückungsteils für Räumwerkzeuge, 50 Hartmetallbestückungsteile, die bei einer Länge von
Fräswerkzeuge od. dgl., bei dem bzw. bei der ein im 38 mm einen großen Steigungswinkel haben oder
wesentlichen gerader Hartmetallstreifen mit einer der Hartmetallbestückungsteile, die bei einer Länge von
Querschnittsform des fertigen Bestückungsteils ent- 63,5 oder 76 mm einen kleineren Steigungswinkel hasprechender
Querschnittsform auf Warmverfor- ben, können mit dem erfindungsgemäßen Verfahren
mungstemperatur erwärmt, verformt und abgekühlt 55 leicht hergestellt werden und hinsichtlich der Länge
wird, ergibt sich eine obere Grenze nur aus den Erforder-
Bei einem bekannten Verfahren dieser Art nissen des Werkzeugmaschinenbaus. Die hergestell-(USA.-Patentschrift
2 903 569) wird ein Gesenk zur ten Bestückungsteile weisen im allgemeinen einen Warmverformung eines Hartmetallbestückungsteils rechteckigen oder quadratischen Querschnitt auf, sie
verwendet, wobei dieses Hartmetallbestückungsteil 60 können jedoch ebensogut einen wenigstens zum Teil
durch den Durchfluß eines elektrischen Stromes auf kreisförmigen oder elliptischen Querschnitt aufweidie
Warmverformungstemperatur gebracht wird. Die- sen, sofern die Gleichförmigkeit der Bestückungsteile
ses Verfahren ermöglicht die Herstellung von Hart- in der Längsrichtung gewahrt ist. Das Querschnittsmetallbestückungsteilcn
von erheblicher Länge. Be- bild entspricht der Lage der jeweiligen Schnittebene,
dingt durch die Verwendung eines Gesenks ist jedoch 65 da das Bestückungsteil in Anpassung an den Schraudie
Herstellung von Hartmetallbestückungsteilen mit benlinien- oder Spiralverlauf in sich verdreht ist.
einer etwa ein Drittel deren Steigung überschreiten- Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird vor-
einer etwa ein Drittel deren Steigung überschreiten- Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird vor-
den Länge nicht ohne weiteres möglich. zugsweise ein im wesentlichen gerader Hartmetall-
streifen als Ausgangsmaterial für das Hartmetaübestückungsteil
verwendet. Falls jedoch ein großer Steigungs- oder Gangwinkel erwünscht ist. so kann das
erfindungsgemäße Verfahren auch wiederholt angewendet werden, beispielsweise in Form einer zweistufieen
Behandlung, wobei dem Hartmeiallbestükkunüsteil
in der ersten Stufe zunächst ein kleinerer Steigungswinkel gegeben wrird. der dann in der zweiten
Stuf, auf den gewünschten endgültigen Winkelbetrag vergrößert wird.
Es ist zwar bekannt (britische Patentschrift 594 668), einen im wesentlichen gerade Streifen
in sich zu verdrehen und hierbei mit Hilfe einer vorhergehenden Wärmebehandlung in dem Streifen
Bereiche unterschiedlicher Härte zu erzeusen. so daß die Steigung der so aus dem geraden Streifen erzeugten
Schraube über die Länge unterschiedlich ist. j^^-Kei erfolgt jedoch die Wärmebehandlung beisp:.
'weise mit Hilfe einer indukthen Heizung ^ or
der \ crformung des Streifen- d.h. der Streifen wird
an-c'".;ießend im kalten Zustand λογκιπϊ»!. Zum
S·.1 t/ gegen ein Verbiegen des Metallstreifen^ kann
ciL _-r Metallstreifen weiterhin in eine Hülse eingeschoben
werden, deren Durchmesser im wesentlichen der Breite des Streifens entspricht, der in dieser
Hc>e verdrillt wird.
nine Herstellung von Hartmetailbestückunisteilen
ist .doch auf diese Weise nicht möglich, da die erforderliche
hohe Form- und Maßgenauigkeit der Hartmetallbestückungsteile auch bei Verwendung
der äußeren Hülse nicht erreicht werden kann.
Weiterhin ist es bereits bekannt (deutsche Patentschrift 159 89S) Schlangenbohrer aus dünnem Flachstahl
herzustellen, wobei der dünne Flachstahl erhitzt und dann in einem geschlitzten Führungsrohr verdrillt
wird. Hierbei ergibt sich zwar eine genauere Führung durch das geschlitzte Führungsrohr, das auf
den L/forderlichen Durchmesser genau einstellbar ist, eine Formhaltigkeit, wie sie für Hartmetallbestükkungstcile
erforderlich ist, kann jedoch auch bei diescm Verfahren nicht erreicht werden, da die einzelnen
Windungen des Streifens nicht genau geführt sind.
Mit Hilfe eines weiteren bekannten Verfahrens (österreichische Patentschrift 28 121) ist es zwar
möglich, die Anzahl der Windungen des verdrillten langgestreckten Streifens genau festzulegen, indem
eine vorherbestimmte Anzahl von Umdrehungen des ein-^n Endes des Metallstabes durch ein entsprechend
ausgebildetes Getriebe festgelegt wird; die Form der einzelnen Windungen der hergestellten Spirale ist jedoch
stark von den Materialeigenschaften längs des Streifens abhängig.
Eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist dadurch
gekennzeichnet, daß sie einen Kern mit einer Eintrittsöffnung und einer sich daran anschließenden,
als Preßkanal ausgebildeten, der Gestalt des fertigen Bestückungsteils entsprechenden Nut, eine im
Bereich der Eintrittsöffnung angeordnete Erwärmungseinrichtung und eine vor der Eintrittsöffnung
angeordnete Preßeinrichtung aufweist.
Durch die Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist die Maßhaltigkeit und Formgenauigkeit
des fertigen Hartmetallbestückungsteils nur von der Formgenau;r>keit und Maßhaltigkeit des Kerns
sowie der darin ausgebildeten Nuten abhängig. Auf diese Weise ist es möglich, mit Hilfe des erfindungsgemäßen
Verfahrens in dieser Vorrichtung Hartmetallbestückungsteile mit beliebiger Länge und hoher
Form- und Maßgenauigkeit herzustellen, wie dies bei Hartmetallbestückungsteilen erforderlich ist, da der
Rohling dauernd genau durch die Nut in dem Kern geführt ist und die Länge des Kems bzw. der Nut so
gewählt ist. daß der Rohling unter seine Warmverformungstemperatur
abgekühlt ist. bevor er den Kern verläßt. Das sich oberhalb oder außerhalb der Eintrittsöffnung
befindende Ende des Kartmetallstreifens ist noch nicht auf die Warmverformungstemperatur
erwärmt, so daß auf diesen Abschnitt des Hartmetallstreifens ohne weiteres ein Preßdruck ausgeübt
werden kann, der die Verformung des bereits erwärmten Abschnitts bewirkt.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung besteht der Kern aus Graphit.
Die ak Preßkanal ausgebildete Nut kann hierbei beispielsweise in der Oberfläche des Kerns ausgebildet
sein, wodurch sich eine sehr einfache Herstellung dieses Kerns ergibt.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung können in der Oberfläche des zylindrischen
Kerns zwei oder mehr gegeneinander \ersetzte Lintnusöffnungen und Nuten vorgesehen sein.
Eine vorteilhafte Möglichkeit zur Ausgestaltung der Erwärmungseinrichtung besteht darin, daß diese
Erwärmungseinrichtung eir.e elektrische Induktionsspule ist. die den Kern und die äußere F.lösung des
Kerns umgibt.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand der Zeichnungen noch näher erläutert.
In der Zeichnung zeigt
F i g. 1 eine Ausführungsform einer Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
F i g. 2 und 3 Beispiele für mit der Vorrichtung nach Fig. 1 hergestellte Hartmetallbestückungsteile.
In F i g. 1 ist eine Querschnittsansicht einer Ausführungsform
einer Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens dargestellt. Diese Vorrichtung weist
einen zylindrischen Kern 10 aus Graphit auf. in dessen Oberfläche eine gerade Einirittsöffnung 12 ausgeformt
ist. Dieses Teil des Kerns 10 ist von einer Erwärmungseinrichtung 14 wie einer Hochfrequenz-Induktionsheizspule
umgeben. Die Eintrittsöffnung 12 setzt sich in einem Preßkanal bzw. Nut 13 fort,
die in der noch verbleibenden Längenerstreckung des Kerns 10 spiralförmig um diesen herum geführt ist.
Der Kern 10 ist eng von einer aus Graphit bestehenden äußeren Fassung 16 umspannt. Der Kern 10
ist mit einem Kopf 18 ausgebildet, der von einer Aussparung 20 aufgenommen wird, welche in der
Fassung 16 vorgesehen ist, die ihrerseits von der Erwärmungseinrichtung 14 umgeben ist. Die Fassung
16 weist an ihrem unteren Ende ein Teil 22 von geringeren Außendurchmesser auf, das in eine Aussparung
in einem aus Sinterkoks bestehenden Isolierkörper 24 eingesetzt ist. Unterhalb des Isolierkörpers 24
ist eine aus Sinterkoks bestehende Buchse 26 vorgesehen, die den übrigen Teil des Kerns 10 umgibt und
die in ein asbestartiges Material 28 und ein Keramikteil 29 gefaßt ist. Unterhalb des Kerns 10 ist ein
Kühlkasten 30 vorgesehen, der eine Tür 32 aufweist, durch welche die fertiggestellten Hartmetallbestükkungsteile
entnommen werden können.
Oberhalb der Eintrittsöffnung 12 ist ein von einer Hohlwelle 36 einer Preßeinrichtung 38 zum Zuführen
der Hartmetallstreifen getragener Druckstift 34
5 6
angeordnet. Die Preßeinrichtung 38 dient zum Aus- die Buchse 26 hindurch weitergeführt, während es
fahren der Hohlwelle 36 und des Preßstiftes 34 sich immer noch in der spiralförmigen Nut 13 bcfin-
durch Handbetätigung eines Zahnstangentriebs 40. del, worauf es in den Kühlkasten 30 gelangt. Schließ-
Im Betrieb wird ein Hartmctallstreifen, beispiels- lieh wird das Hartmetallbestückungsteil durch die
weise aus gesintertem Wolframcarbid mit einem 5 Tür oder Klappe 32 entnommen,
rechteckigen Querschnitt mit Hilfe einer Zange in die Das fertige Hartmetallbestückungsteil wird zum
Eintrittsöffnung 12 eingeführt. Durch die Erwär- Entfernen einer oberflächlich anhaftenden Oxyd-
mungscinrichtung 14 wird das Wolframcarbid auf schicht mit einem Kugelstrahl behandelt, mit dem
Vv'armverformungstemperatur erhitzt, worauf der Körperteil eines Maschinenwerkzeugs hartverlötet
nimmt hierbei unverzüglich die gewünschte Spiral- Selbstverständlich ist es möglich, die Einführung
form an. und Zuführung des Hartmetallstreifens in die Ein-
mungseinrichtung 14 herausgeführt. Infolge des ho- eines Werkzeuges, mit dem das gewendelte oder spi-
hen Wäimeleitvermögens der Fassung 16 kühlt sich ralförmige HartmetallbestUckungsteil verbunden
das fertiggeformte Hartmetallbestückungsteil rasch werden soll. Da der Kern 10 austauschbar ist, kön-
unter die Warmverformungstemperatur ab. Danach ao nen Hartmetallbestückungsteile mit beliebigen For-
wird das Hartmetallbestückungsteil durch den aus men und Abmessungen in einfacher Weise hergestellt
Claims (4)
1. Verfahren zum Herstellen eines wendelför- Fräswerkzeuge od. dgl. mit einer ein Drittel der Steimigen
Hartmetallbestückungste;ls für Räumwerk- ö gung überschreitenden Länge ermöglicht. Weiterhin
zeuge, Fräswerkzeuge od. dgl., bei dem ein im «ίοίΓεϊηβ Vorrichtung zur Durchführung dieses Verwesentlichen
gerader Harimetallstreifen mit einer fahrens geschaffen werden.
der Querschnittsform des fertigen Bestückungs- Diese^Aufgabe wird ausgehend von einem Verfah-
teils entsprechenden Querschnittsform auf ren der eingangs genannten Art erfindum'sgemäß da-Warmverformungstemperatur
erwärmt, verformt io durch gelöst, daß der Harunetallstreifen über seine
und abgekühlt wird, dadurch gekenn- Länge fortschreitend erwärmt und ebenfalls fortzeichnet,
daß der Hartmetallstreifen über schreitend durch Hindurchpressen durch einen der
seine Länge fortschreitend erwärmt und ebenfalls endgültigen Gestalt entsprechenden Preßkanal verfortschreitend
durch Hindurchpressen durch formt wird.
einen der endgültigen Gestalt entsprechenden iL Durch die erfindungsgemäße fortschreitende Er-Preßkanal
verformt wird. wärmung des ursprünglich im wesentlichen geraden
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfah- Hartmetallstreifens isf ein Hartmetallbestückungsteil
rens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch mit einer ein Drittel der Steigung überschreitenden
einen Kern (10) mit einer Eintrittsöffnung (12) Länge ohne weiteres möglich. Auch die Herstellung
und einer s ch daran anschließenden, als Preßka- 20 von "spiral- oder wendeiförmigen Hartmetallbestüknal
ausgebildeten, der Gestalt des fertigen Be- kungsteilen ist ohne weiteres möglich, so daß es nicht
Stückungsteils entsprechenden Nut (13) eine im mehr erforderlich ist. die Schneidkanten von
Bereich der Eintrittsöffnung (12) angeordnete Er- Schneidwerkzeusen durch aneinander gefügte Abwa'rmungseinrichtung
(14) und eine \ r der hin- schnitte von Hartmetallbestückungsteilen herzusteltrittsöffnung
(12) angeordnete Preßeinrichtung 25 Jen. Bisher war es üblich, eine größere Anzahl von
(38). Hartmetallbestückungsteilen kleiner Lange hinterein-
3. Vorri.htung nach Anspruch 2, dadurch ge- ander an jedem Spannutrand anzuordnen, wenn
kennzeichnet, daß der Kern (10) aus Graphit be- die<e Werkzeuse einen größeren Spirahvinkel oder
steht. ejne größere Länge der Spannuten aufwiesen. Das
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3. da- 30 Auftreten der durch die Endkanten der einzelnen
durch gekennzeichnet, daß die als Preßkanal aus- Abschnitte der Hartmetallbestückungsteile verurgebüdete
Nut (13) i.i der üuerfläche des Kerns sachten Markierungen auf den Werkstücken wurde
(10) ausgebildet ist. dadurch verhindern daß die Verbindungsstellen zwi-
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| DE19702032378 DE2032378B2 (de) | 1970-06-30 | 1970-06-30 | Verfahren und vorrichtung zum herstellen eines wendelfoermigen hartmetallbestueckungsteils |
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|---|---|---|---|---|
| AU534619B2 (en) * | 1978-10-20 | 1984-02-09 | Springborn, K.S. | Manufacture of sintered tungsten carbide tool blanks |
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1970
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| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| BHV | Refusal |