[go: up one dir, main page]

DE2032124B2 - Wassermine mit einem Antrieb - Google Patents

Wassermine mit einem Antrieb

Info

Publication number
DE2032124B2
DE2032124B2 DE2032124A DE2032124A DE2032124B2 DE 2032124 B2 DE2032124 B2 DE 2032124B2 DE 2032124 A DE2032124 A DE 2032124A DE 2032124 A DE2032124 A DE 2032124A DE 2032124 B2 DE2032124 B2 DE 2032124B2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
mine
water
combustion chamber
self
reaction force
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE2032124A
Other languages
English (en)
Other versions
DE2032124A1 (de
DE2032124C3 (de
Inventor
Ludwig Dipl.-Ing. Boelkow
Wladimir Von Dipl.-Ing. Maydell
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Airbus Defence and Space GmbH
Original Assignee
Messerschmitt Bolkow Blohm AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Messerschmitt Bolkow Blohm AG filed Critical Messerschmitt Bolkow Blohm AG
Priority to DE19702032124 priority Critical patent/DE2032124C3/de
Publication of DE2032124A1 publication Critical patent/DE2032124A1/de
Publication of DE2032124B2 publication Critical patent/DE2032124B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2032124C3 publication Critical patent/DE2032124C3/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B21/00Depth charges
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B19/00Marine torpedoes, e.g. launched by surface vessels or submarines; Sea mines having self-propulsion means
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B22/00Marine mines, e.g. launched by surface vessels or submarines

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Wassermine mit einem insbesondere als Rückstoßtriebwerk ausgebildeten Antrieb, die Gleitbewegungen an der Wasseroberfläche ausführt
Aus der DE-PS 6 83 298 ist es u. a. bekannt. Torpedos für Gleitbewegungen an der Wasseroberfläche mit besonders gestalteten Auftriebsflächen zu versehen.
Ein derartiger Tragflächen-Torpedo findet sich auch in »Hansa-Schiffahrt-Schiffbau-Hafenw-97. Jahrg. 1960, Nr. 45/46, Seite 2324, Bilder 11, 12 und 13. Dieser ist ferngelenkt und weist als Antrieb einen Düsenantrieb auf. Seine Lenkung erfolgt drahtlos von einem Schnellboot oder einem Flugzeug aus. Von derselben lenkenden Stelle aus wird auch der Düsenantrieb drahtlos in Tätigkeit gesetzt, nachdem der besagte Torpedo von einem Schnellboot oder Zerstörer aus etwa 15 bis 20 km vor dem jeweiligen Ziel ins Wasser gebracht worden ist. Aus diesem hebt er sich mit zunehmender Geschwindigkeit mehr und mehr heraus, bis er nurmehr mit seinen Tragflächen an der Wasseroberfläche entlanggleitet. Etwa 100 bis 200 m vor dem Ziel wird der Anstellwinke! einer Steuertragfläche durch Schwenken einer Verbindungsstrebe drahtlos um einen gewissen Betrag vergrößert, damit der Torpedo wieder in das Wasser eintaucht und unter Wasser in einer bestimmten Tiefe weiterläuft.
Aus Lusar »Die deutschen Waffen und Geheimwaffen des 2. Weltkrieges«, 1956, Seite 136 ist schließlich noch ein turbinengetriebener Kreislauf torpedo bekannt geworden, der in einen Hafen oder auch in einen Geleitzug geschossen, eine bestimmte Strecke in geradem Kurs durchlief, dann in einen Kreislauf bzw. in Spiralen überging und sich so sein Ziel suchte.
Aufgabe vorliegender Erfindung ist es, eine möglichst hohe statistische Trefferwahrscheinlichkeit bei ungelenkten selbstangetriebenen Wasserminen eingangs genannter Gattung zu erreichen.
Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch, daß der Minenkörper diskusförmig ausgebildet und der Minenantrieb zur Erzielung einer kreisförmigen Laufbahn mit bleibendem exzentrischen Kraftangriff am Minenkörper angeordnet ist.
Die erfindungsgemäß ergriffenen Maßnahmen lassen sich auf einfache Art und Weise verwirklichen. Zum Resultat haben sie eine Wassermine mit hervorragenden Gleiteigenschaften an der Wasseroberfläche, die bei gleichgroßer Sprengladungsmenge in ihren äußeren Abmessungen wesentlich kleiner ausfällt als die bekannten Wasserminen in Rede stehender Gattung. Als vorteilhaft erweist sich dies u. a. dann, wenn es darum geht, große Minenstückzahlen mittels eines Schiffes, Flugzeuges, Hubschraubers oder dergleichen zu verlegen. Zurückzuführen ist diese besonders kompakte Bauweise der erfindungsgemäßen Wassermine auf deren spezielle Formgebung in Verbindung mit dein Fortfall der bei den bekannten gattungsgleichen Wasserminen für eine gezielte Trefferwahrscheinlichkeit unter Wasser üblichen Maßnahmen wie Suchkopf und/oder Steuereinrichtungen zugunsten einer hohen statistischen Trefferwahrscheinlichkeit. Erreicht wird letztere deshalb, weil es bei der kreisförmigen Laufbahn, welche eine erfindungsgemsße Wassermine beim Gleitvorgang an der Wasseroberfläche von sich aus
ίο beschreibt, allein schon durch Wasserströmungen, Wellengang und Luftanströmungen fortlaufend zu unregelmäßigen Ortsverlagerungen kommt. Daß die erfindungsgemäße Mine dabei aufgrund ihrer Formgebung einen beträchtlichen Auftrieb erfährt und Luft-Sprünge ausführt, deren Häufigkeit und Weite mit wachsendem Wellengang zunehmen, wirkt sich auf die vorbeschriebene Bahnverlagerung noch fördernd aus. Darüber hinaus führen solche Luftsprünge auch wiederholte Umkehrungen des Minendrehsinns an der Wasseroberfläche herbei. Eine der positiven Folgen derartiger Kreisbahnverlagerungen und Drehsinnänderungen ist die hohe Wahrscheinlichkeit, daß — vor allem beim gleichzeitigen Einsatz mehrerer Minenexemplare — im Mittel jeder Punkt eines in der Größe von Minenanzahl und Antriebsdauer abhängigen Abschnitts an der Wasseroberfläche berührt und somit ein in diesem Abschnitt sich aufhaltendes Zielobjekt zerstört wird. Die zweite positive Folge solcher Kreisbahnverlagerungen und Drehsinnumkehrungen liegt in deren Unregelmäßigkeit begründet. Dadurch ist nämlich bei Sichtung einer erfindungsgemäßen Mine deren weiterer Bahnverlauf unberechenbar, so daß einem Feind die Möglichkeit zu rechtzeitigen und gezielten Abwehrmaßnahmen genommen ist.
Ein Ausführungsbeispiel wird nachfolgend anhand der schematischen Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigt
Fig. la eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Wassermine teils in der Draufsicht, teils im Schnitt.
Fig. Ib die Wassermine gemäß Fig. la in der Seitenansicht,
F i g. 2 in größerem Maßstab einen Schnitt durch den Randbereich der Wassermine gemäß Fig. la und Ib, und zwar entlang der Schnittlinie H-Il in Fig. la,
Fig. 3 ein Bahnschema mehrerer Exemplare der Wassermine gemäß F i g. 1 a und 1 b.
Die Wassermine gemäß Fig. la und Ib ist in Bereitschaftsstellung am Gewässergrund verankert und im spezifischen Gewicht so bemessen, daß sie bei ihrer Freigabe einen Auftrieb erhält. Sie besteht aus einem diskusförmig ausgebildeten Minenkörper 2 und einem Rückstoßtriebwerk 3, dessen Entriegelungseinrichtung 4 mit der Minenfreigabe funktionell gekoppelt ist.
Den diskusförmigen Minenkörper 2 bilden bei dieser Ausführungsform zwei koaxiale Gehäuse 5, 6. Im zentralen Gehäuse 5 ist eine Sprengladung 7 untergebracht, welcher ein kombinierter Aufschlag- und Annäherungszünder sowie ein Zeitablaufzünder zugeordnet ist. Das das zentrale Gehäuse 5 formschlüssig umgebende Ringgehäuse 6 dient als Treibstoffbehälter. Es ist durch zwei Trennwände, deren überstehende Teile 9a, 96 gleichzeitig als Leitflächen fungieren, in zwei Abschnitte 10a, 10b unterschiedlichen Volumens unterteilt. Von den beiden Ringgehäuseabschnitten 10a, 10i> enthält der volumenmäßig wesentlich kleinere (106,) ein mit Druckgas gefülltes Gefäß 11 kugelförmiger Gestalt für die Förderung der Treibstoffkomponenten in die Brennkammer des Rückstoßtriebwerks 3. Letzteres ist
in einer Ausnehmung 12 des volumenmäßig kleineren Ringgehäuseabschnitts IQb angeordnet Beiderseits der Ausnehmung 12 weist der letztgenannte, für die Aufnahme von Wasser bestimmte Ringgehäuseabschnilt iOb jeweils einen in Fahrtrichtung zeigenden Einlaufstutzen 13 auf. In jedem dieser Einlaufstutzen 13, über welche das für den Betrieb der Wassermine 1 benötigte Wasser fortlaufend der Minenumgebung entnommen werden kann, befinden sich — wie aus Fig.2 ersichtlich — der Gasblasenabscheidung dienliehe Öffnungen 14, ein Filter 15 sowie ein Rückschlagventil 16.
Wie aus Fig. la und Ib ferner hervorgeht, ist das Rückstoßtriebwerk 3 derart in der Ausnehmung 12 des volumenmäßig wesentlich kleineren Ringgehäuseab-Schnitts 106 bleibend angeordnet, daß sein Schubvektor 17 in der zur mit 18 bezeichneten Drehachse des Minenkörpers 2 senkrechten Schwerpunktsebene 19 liegt und zum Körperschwerpunkt 20 sei'lich versetzt ist. Die getroffene bleibende Anordnung des sowohl für Unter- als auch für Überwasserfahrt ausgelegten Rückstoßtriebwerks 3 stellt sicher, daß die nach der Freigabe durch die wirksam werdenden Auftriebs- und Antriebskräfte beschleunigt zur Wasseroberfläche auftauchende Wassermine 1 auf dieser Kreisbahnen beschreibt. Durch Wellengang, Wasserströmungen und Luftströmungen erfahren die Drehzentrer dieser Kreisbahnen fortlaufend unregelmäßige Verlagerungen bzw. Veränderungen. Außerdem erhält die Wassermine 1 aufgrund der diskusförmigen Ausbildung ihres Minenkörpers 2 auch bei der Berührung mit der Wasseroberfläche Auftrieb, so daß sie während der Oberwasserfahrt die Unregelmäßigkeit ihrer Kreisbahnen fördernde Luftsprünge vollführt, deren Weite. Häufigkeit und Richtung vom jeweiligen Wellengang abhängig sind. Die vorgenannten Tatsachen gewährleisten vor allem dann, wenn gemäß dem in F i g. 3 wiedergegebenen Bewegungsschema mehrere Exemplare der vorbeschriebenen Wassermine 1 gleichzeitig vom gemeinsamen Standort 21 am Gewässergrund an die in der Draufsicht zu sehende Wasseroberfläche 2? gelangen und dort ihre unregelmäßigen Kreisbahnen 23 beschreiben, hohe Trefferwahrscheinlichkeiten im betreffenden Flächenabschnitt.
Die Sprengladung der Wassermine 1 gemäß Fig. la und Ib kann entweder für eine hohe Splitter- und Brandwirkung in einem geschlossenen Raum oder für das Durchschlagen einer gepanzerten Wand ausgelegt sein. Im erstgenannten Fall ist es von Vorteil, wenn die radial außenliegende Kante des Ringgehäuses 6 als Schneidkante ausgebildet und/oder der im zentralen Gehäuse 5 untergebrachten Sprengladung eine Hohlladung zugeordnet ist. Im letztgenannten Fall sorgen mehrere, über den Umfang des diskusförmigen Minenkörpers 2 gleichmäßig verteilte, magnetische Haltevorrichtungen dafür, daß die Wassermine 1 beim Aufprall auf eine aus magnetischem Werkstoff bestehende, zu zerstörende Wand bis zur Detonation ihrer Sprengladung daran haften bleibt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Wassermine mit einem insbesondere als Rückstoßtriebwerk ausgebildeten Antrieb, die Gleitbewegungen an der Wasseroberfläche ausführt, dadurch gekennzeichnet, daß der Minenkörper (2) diskusförmig ausgebildet und der Minenantrieb (3) zur Erzielung einer kreisförmigen Laufbahn mit bleibendem exzentrischen Kraftangriff am Minenkörper (2) angeordnet ist
DE19702032124 1970-06-30 1970-06-30 Wassermine mit einem Antrieb Expired DE2032124C3 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19702032124 DE2032124C3 (de) 1970-06-30 1970-06-30 Wassermine mit einem Antrieb

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19702032124 DE2032124C3 (de) 1970-06-30 1970-06-30 Wassermine mit einem Antrieb

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2032124A1 DE2032124A1 (de) 1972-01-05
DE2032124B2 true DE2032124B2 (de) 1979-12-20
DE2032124C3 DE2032124C3 (de) 1980-09-04

Family

ID=5775265

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19702032124 Expired DE2032124C3 (de) 1970-06-30 1970-06-30 Wassermine mit einem Antrieb

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE2032124C3 (de)

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3611435A1 (de) * 1986-04-05 1987-10-15 Navsat Ag Wassermine zur unterseebootbekaempfung

Also Published As

Publication number Publication date
DE2032124A1 (de) 1972-01-05
DE2032124C3 (de) 1980-09-04

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2207557C2 (de) Hohlladungsminen für multiplen Einsatz
DE3152929C2 (de) Antrieb für eine Waffe zum Einsatz gegen Unterwasserziele
DE3337987C2 (de) Flugkörper für den Angriff von Zielobjekten, insbesondere gepanzerten Objekten beim Überfliegen
DE2307028A1 (de) Panzerfahrzeug mit einem seitenrichtbaren granatwerfer
DE3106446A1 (de) Hydropuls-unterwasserantrieb
DE2552470C1 (de) Munitionsbunker,insbesondere an Kampfpanzertuermen
DE2452942C1 (de) Kombiniertes Geschoß mit mehreren achsgleich hintereinander angeordneten Vor- und Nachgeschossen zur Bekämpfung gepanzerter Ziele
DE2032124C3 (de) Wassermine mit einem Antrieb
DE2634462C1 (de) U-Boot Waffensystem
DE3912123A1 (de) Dreifachwirksames panzergeschoss
DE4133405C2 (de) Submunition für Tiefflugeinsatz
DE3800975A1 (de) Panzergeschoss mit additiver durchschlagswirkung
DE321456C (de) Zur Bildung einer Minenkette dienendes Geschoss, das eine Anzahl von durch ein Seil verbundenen Einzelminen enthaelt
DE2209445B2 (de) Gefechtskopf
DE2032125A1 (de) Sperrsystem für Gewässer
DE2822355A1 (de) Transport- und abschussbehaelter
DE2100482C3 (de) Anordnung an einem Geschoß oder dergleichen
DE315825C (de)
DE977729C (de) Seesperrwaffe
DE2352576A1 (de) Vorrichtung zur zuendueberfuehrung fuer geschosse mit hinauswerfbaren koerpern
DE2811732C1 (de) Schutzeinrichtung gegen Geschosse, insbesondere Hohlladungsgeschosse
DE3317975C1 (de) Unterwasserwaffe
DE3609864B3 (de) Hohlladungsgeschoß
DE172245C (de)
DE963763C (de) Stabilisierung von Raketengeschossen durch Kreisel

Legal Events

Date Code Title Description
EF Willingness to grant licences
C3 Grant after two publication steps (3rd publication)
8339 Ceased/non-payment of the annual fee