DE977729C - Seesperrwaffe - Google Patents
SeesperrwaffeInfo
- Publication number
- DE977729C DE977729C DEB53011A DEB0053011A DE977729C DE 977729 C DE977729 C DE 977729C DE B53011 A DEB53011 A DE B53011A DE B0053011 A DEB0053011 A DE B0053011A DE 977729 C DE977729 C DE 977729C
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- DE
- Germany
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- mine
- torpedo
- maritime
- anchor
- seeker head
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- Expired
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B19/00—Marine torpedoes, e.g. launched by surface vessels or submarines; Sea mines having self-propulsion means
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B19/00—Marine torpedoes, e.g. launched by surface vessels or submarines; Sea mines having self-propulsion means
- F42B19/12—Propulsion specially adapted for torpedoes
- F42B19/26—Propulsion specially adapted for torpedoes by jet propulsion
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B22/00—Marine mines, e.g. launched by surface vessels or submarines
- F42B22/10—Moored mines
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Control Of Position, Course, Altitude, Or Attitude Of Moving Bodies (AREA)
Description
- Seesperrwaffe In der Seekriegsführung sind als Sperrwaffen besonders die Minen gebräuchlich. Diesen Minen haftet vor allem der Mangel an, daß sie einen sehr kleinen Aktionsbereich haben und daß sie sich, nachdem sie einmal ausgelegt wurden, jeder weiteren menschlichen Einlußnahme entziehen.
- Das erfindungsgemäße Gerät ist in seiner Wirkung und Angriffsweise einem zielsuchenden Torpedo ähnlich; es erfüllt gleichzeitig die Aufgabe einer Minensperre, einer Küsten-Horchwarn- und Ortungsanlage.
- Erreicht ist dies erfindungsgemäß dadurch, daß an Stelle von Minen Minentorpedos verwendet werden, daß jeder Minentorpedo mittels eines Ankers am Meeresboden festgehalten wird und sich in bekannter Weise automatisch vom Anker löst, sobald eine Geräuschquelle in den Empfangsbereich seines Suchkopfes gelangt, und daß jeder Minentorpedo in bekannter Weise durch das Ausstoßen von Wasser mittels Preßluft oder Pumpe eine Rückstoß- und Auftriebskraft bekommt und selbsttätig das Ziel ansteuert.
- Die äußere Form des Minentorpedos ist ähnlich der des herkömmlichen Torpedos. Der Minentorpedo ist mit einem Anker am Grund festgehalten. Das spezifische Gewicht ist so bemessen, daß der Minentorpedo ohne Anker einen leichten Auftrieb hat. Dabei sind die Innenteile so angeordnet, daß der Gewichtsschwerpunkt auf der Längsachse unterhalb des Auftriebmittelpunktes liegt, so daß der Minentorpedo im Wasser in Wartestellung sich weitgehendst senkrecht einstellt.
- Der für Torpedo herkömmliche Sprengstoff wird von der Hülle des Minentorpedos aufgenommen und am Ziel in vom Torpedobau bekannter Weise zur Detonation gebracht.
- Der notwendige Antrieb für den Lauf zum Ziel wird dem Minentorpedo durch das an sich bekannte Ausstoßen von in der Hülle befindlichem Wasser mittels Preßluft verliehen, wobei die dabei entstehende Reaktionskraft und Auftriebskraft ausgenutzt werden.
- Der Minentorpedo ist mit einem passiven oder aktiven Suchkopf auf Schall- bzw. Ultraschallbasis ausgerüstet. Er kann während seiner Verankerung mittels einer Drahtverbindung mit der Basis verbunden sein, so daß diese auf elektrischem Wege Nachrichten vom Minentorpedo empfangen und Befehle an diesen geben kann. Über diese Drahtverbindung kann er auch mit Strom versorgt werden.
- Bild i zeigt z. B. schematisch einen Minentorpedo, bestehend aus dem passiven Suchkopf i, dem Zünder und Detonatör 2, der Sprengladung 3 und 6, der Preßgaskugel4 mit Füll- und Abschußventil, dem Wasserbehälter 5 mit Förderblase, Leitung und Ausströmdüse, der Rudermaschine 7, dem Leitwerk 8 und dem Ruder g.
- Bild 2 zeigt einen Einsatzplan.
- Die von einem Schiff- verlegten und mit einem Grundanker am Meeresboden festgehaltenen Minentorpedos können z. B. mittels einer Nachrichtenverbindung mit der Basis verbunden sein. Wird dann vom passiven Suchkopf ein Schiffsgeräusch aufgenommen, so wird dies in Form eines elektrischen Signals an die Basis gegeben. Dieser ist damit bekannt, daß sich eine Geräuschquelle im Empfangsbereich des Suchkopfes, dem Aktionsbereich des betreffenden Minentorpedos, befindet. Von der Basis kann dann in Kenntnis der allgemeinen Gefechtslage und der durch den Suchkopf erhaltenen Nachricht auf den gleichen Verbindungsweg der Einsatz des Gerätes durch ein elektrisches Kommando ausgelöst werden. Nach dem Lösen vom Anker wird ein Abschußventil betätigt, so daß das Preßgas im Gasbehälter in den Wasserbehälter überströmen kann. Das in diesem befindliche Wasser wird durch den Gasdruck durch die im Heckteil befindliche Düse -zum Ausströmen gebracht. Der Minentorpedo verhält sich dann wie ein mit Hilfe des Auftriebes tind, der Rückstoßkraft laufender, selbstsuchender, zweidimensionalgesteuerter Torpedo herkömmlicher Art.
- Diese Art der Sperrwaffe hat gegenüber der bisher bekannten Art der -Minensperren folgende Vorteile: Die Minentorpedosperre kann von eigenen Schiffen gefahrlos überfahren werden.
- Sie kann vom Feind nicht geortet werden, ohne daß er selbst in den Empfangsbereich eines Minentorpedos kommt. Diese Sperre ist gleichzeitig eine Warn- und Ortungsanlage. Durch diese Ortungsmöglichkeit gestattet sie auch den Einsatz von Fernlenkwaffen und Artillerie.
- Die benötigte Anzahl an Minentorpedos für die Sperrung eines Gebietes ist wesentlich geringer als die der Minen, da ein Minentorpedo einen bedeutend größeren Empfangsbereich als eine Mine hat.
- Das Gerät mit seinem einfachen Antrieb ist für eine Massenfertigung sehr geeignet.
Claims (7)
- PATENTANSPRüCHE: i. Seesperrwaffe, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle von Minen Minentorpedos verwendet werden, daß jeder Minentorpedo mittels eines Ankers am Meeresboden festgehalten wird und sich in bekannter Weise automatisch vom Anker löst, sobald eine Geräuschquelle in den Empfangsbereich seines Suchkopfes (i) gelangt, und daß jeder Minentorpedo in bekannter Weise durch das Ausstoßen von Wasser mittels Preßluft oder Pumpe eine Rückstoß- und Auftriebskraft bekommt und selbsttätig das Ziel ansteuert.
- 2. Seesperrwaffe nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Minentorpedo mit einer Basis in bekannter Weise über eine Drahtverbindung verbunden ist, über welche die Basis vom Suchkopf (i) des Minentorpedos Nachricht erhalten bzw. dem Minentorpedo Kommandos, z. B. zum Ablösen vom Anker, geben kann und ihn gegebenenfalls mit elektrischem Strom versorgt.
- 3. Seesperrwaffe nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Minentorpedos nach einem genauen Lageplan verlegt sind und insofern in bekannter Weise als Ortungs- bzw. Warnanlage dienen, als der Basis beim Ansprechen eines Suchkopfes (i) die Lage dieser Geräuschquelle angezeigt wird.
- 4. Seesperrwaffe nach einem der Ansprüche i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der vom Anker gelöste Minentorpedo einen geringen Auftrieb aufweist.
- 5. Seesperrwaffe nach einem der Ansprüche i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß durch entsprechende Anordnung der Innenteile des Minentorpedos der Gewichtsschwerpunkt auf der Längsachse unterhalb des Auftriebsmittelpunktes liegt und der Minentorpedo im Wasser in Wartestellung etwa senkrecht steht.
- 6. Seesperrwaffe nach einem der Ansprüche i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Minentorpedo mit einem passiven Suchkopf (i) ausgestattet ist.
- 7. Seesperrwaffe nach einem der Ansprüche i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Minentorpedo mit einem aktiven Suchkopf (i) ausgestattet ist. B. Seesperrwaffe nach einem der Ansprüche i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß nach Lösen des Minentorpedos vom Anker sich ein Abschußventil öffnet, das Preßgas aus dem Gasbehälter (4) in den Wasserbehälter (5) überströmt und das darin befindliche Wasser mittels des PreBgasdruckes durch die im Heckteil befindliche Düse gedrückt wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 307 604, 2706q.1, 235 413 französische Patentschrift Nr. 533 374; USA.-Patentschriften Nr. 1892 431, 1312510, 1 173 563, 513 983#
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB53011A DE977729C (de) | 1959-04-28 | 1959-04-28 | Seesperrwaffe |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB53011A DE977729C (de) | 1959-04-28 | 1959-04-28 | Seesperrwaffe |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE977729C true DE977729C (de) | 1968-11-14 |
Family
ID=6970118
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB53011A Expired DE977729C (de) | 1959-04-28 | 1959-04-28 | Seesperrwaffe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE977729C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2497336A1 (fr) * | 1980-12-29 | 1982-07-02 | Ferranti Ltd | Mine explosive marine |
| DE3329700A1 (de) * | 1983-08-17 | 1985-03-07 | Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch den Bundesminister der Verteidigung, dieser vertreten durch den Präsidenten des Bundesamtes für Wehrtechnik und Beschaffung, 5400 Koblenz | Unterwasserwaffe |
Citations (8)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE307604C (de) * | ||||
| DE270641C (de) * | ||||
| DE235413C (de) * | ||||
| US513983A (en) * | 1894-02-06 | Means for conducting | ||
| US1173563A (en) * | 1914-07-21 | 1916-02-29 | Frank W Dodd | Automobile torpedo. |
| US1312510A (en) * | 1917-08-25 | 1919-08-12 | George Baker | Sound-controlled dirigible torpedo. |
| FR533374A (fr) * | 1917-05-18 | 1922-03-01 | Andre Denis Joseph Antoine Vou | Dispositif permettant, à l'aide d'un seul seul fil électrique, de commander à distance le déclanchement de plusieurs mécanismes, avec application pour les mines et pour les servo-moteurs |
| US1892431A (en) * | 1928-04-02 | 1932-12-27 | Jr John Hays Hammond | Echo torpedo |
-
1959
- 1959-04-28 DE DEB53011A patent/DE977729C/de not_active Expired
Patent Citations (8)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE307604C (de) * | ||||
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