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Die
Erfindung betrifft einen Tisch mit einer Haupttischplatte und mit
wenigstens einer Verlängerungs-Tischplatte,
die unterhalb der Haupttischplatte gelagert ist und zur Verlängerung
des Tisches horizontal in Auszugsrichtung ausziehbar und anschliessend
in die Ebene der Haupttischplatte nach oben bewegbar ist, wobei
die Verlängerungs-Tischplatte an
zwei Auszugsschienen gelagert ist.
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Ein
Tisch mit vergrösserbarer
Tischplatte gemäss
der genannten Gattung ist im Stand der Technik aus der
EP 1 120 061 A1 des Anmelders
bekannt geworden. Bei diesem Tisch sind zwei Verlängerungs-Tischplatten
vorgesehen, die jeweils ausziehbar und in die Ebene der Haupttischplatte
bewegbar sind. Die Verlängerungs-Tischplatten sind
jeweils mit vier Gelenken mit zwei Führungsschienen verbunden. Zwei
dieser Gelenke weisen jeweils einen Exzenter und zwei einen geneigten
Schlitz auf, in den ein horizontaler Stift hineinragt. Beim Ausziehen
der Verlängerungs-Tischplatten werden
diese jeweils in eine geneigte Lage und anschliessend in die Ebene der
Haupttischplatte verschwenkt. Die Bewegung der Verlängerungs-Tischplatte
kann durch die entsprechende Ausbildung der schiefen Ebene und der
Exzenter optimal ausgelegt werden.
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Die
DE 29 45 806 offenbart einen
Ausziehtisch, bei dem eine Verlängerungs-Tischplatte über Keilflächen hebbar
ist. Die Verlängerungs-Tischplatte ist
hier immer horizontal.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Tisch der genannten
Gattung zu schaffen, der ebenfalls durch Ausziehen einer Verlängerungs-Tischplatte
verlängerbar
ist, jedoch einen noch einfacheren konstruktiven Aufwand erfordert.
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Die
Erfindung ist bei einem gattungsgemässen Tisch dadurch gelöst, dass
an den Auszugsschienen jeweils eine Führungsschiene mit zwei Verbindungen
mit horizontalem Stift und geneigtem Schlitz gelagert ist, wobei
diese Führungsschiene
an der Unterseite der Verlängerungs-Tischplatte
befestigt ist und die beiden Schlitze so ausgebildet sind, dass
die Verlängerungs-Tischplatte
beim Ausziehen zuerst in eine geneigte Stellung und anschliessend
in die Ebene der Haupttischplatte bewegt wird. Beim erfindungsgemässen Tisch
wird die genannte Bewegung lediglich durch die Ausbildung der Führungsschlitze
erreicht. Vergleichsweise aufwändige
Exzenter können
vermieden werden.
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Nach
einer Weiterbildung ist vorgesehen, dass der eine Schlitz bogenförmig ausgebildet
ist. Durch die bogenförmige
Ausbildung eines Schlitzes wird die Verlängerungs-Tischplatte im Bereich
dieses Schlitzes anfänglich
vergleichsweise schnell angehoben und dann anschliessend in eine
stabile horizontale Lage bewegt. Vorzugsweise ist der eine Schlitz bogenförmig und
der andere linear geneigt ausgebildet. Dadurch kann eine optimale
Bewegung beim Ausziehen als auch eine stabile Lage der ausgezogenen
Verlängerungs-Tischplatte
erreicht werden. Selbstverständlich
kann der Tisch auch zwei oder mehr Verlängerungs-Tischplatten aufweisen.
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Weitere
vorteilhaft Merkmale ergeben sich aus den abhängigen Patentansprüchen, der
nachfolgenden Beschreibung sowie der Zeichnung.
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Ein
Ausführungsbeispiel
der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es
zeigen:
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1 schematisch
eine Seitenansicht einer Tischhälfte,
wobei eine Verlängerungs-Tischplatte unterhalb
der Haupttischplatte gelagert ist,
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2 bis 5 schematisch
einzelne Stellungen der Verlängerungs-Tischplatte
beim Ausziehen,
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6 schematisch
ein Schnitt durch eine Schiene,
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7 ein
Schnitt entlang der Linie VII-VII der 1 und
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8 eine
Ansicht der Schiene gemäss 6 in
Richtung des Pfeils VIII.
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Die 1 zeigt
eine Hälfte
eines Tisches 1, der eine Haupttischplatte 2 sowie
wenigstens eine Verlängerungs-Tischplatte 3 besitzt.
Die Tischbeine, welche an der Haupttischplatte 2 befestigt
sind, sind hier nicht gezeigt und können an sich beliebig ausgebildet
sein.
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An
der Unterseite des Haupttischplatte 2 sind wenigstens zwei
im Querschnitt C-förmige
Schienen angeordnet, die mit Trägern 7 fest
mit der Haupttischplatte 2 verbunden sind. An den beiden
Enden der Schiene 5 sind gemäss den 6 und 8 mit Senkschrauben 19 Endanschlagteile 18 für eine Auszugsschiene 5 befestigt.
Eine Schiene 6 sowie zwei Auszugsschienen 5 bilden
eine Teleskopschiene 4.
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Im
Abstand zu den Anschlagteilen 8 sind jeweils Kopfschrauben 17 von
unten in die Schiene 6, eingesetzt, die jeweils einen Anschlag
für eine
Auszugsschiene 5 bilden. Die Auszugsschienen 5 sind somit
jeweils begrenzt in der Schiene 6 verschiebbar. Jede Auszugsschiene 5 weist
an einem inneren Ende eine Rolle 8 auf, die gemäss der 7 an
einer horizontalen Achse 16 gelagert und in der Schiene 6 linear
geführt
ist.
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Die 1 zeigt
die Verlängerungs-Tischplatte 3 in
einer Position, in der sie unterhalb der Haupttischplatte 2 gelagert
und von oben somit nicht sichtbar ist. Die Verlängerungs-Tischplatte 3 ist wie ersichtlich
jeweils mit zwei Verbindern 9 fest mit einer Führungsschiene 10 verbunden.
Jede diese Führungsschienen 10 besitzt
an einem inneren Ende einen zur horizontalen geneigten und im Wesentlichen linearen
Schlitz 13 sowie einen gebogenen Schlitz 14 auf.
Der Schlitz 14 befindet sich am äusseren Ende der Führungsschiene 10.
In den Schlitz 12 ragt ein horizontaler Stift 13 und
in den Schlitz 11 ein horizontaler Stift 14 ein.
Diese Stifte 13 und 14 sind fest mit der Auszugsschiene 5 verbunden.
In der Stellung der Verlängerungs-Tischplatte 3 gemäss 1 sind
die Führungsschienen 5 jeweils
an einer Schraube 17 angelegt und die Stifte 13 und 14 befinden
sich am oberen Ende des Schlitzes 12 bzw. 11.
Das Gewicht der Verlängerungs-Tischplatte 3 lastet
auf den Auszugsschienen 5 und bewirkt eine horizontale
Kraftkomponente, durch welche diese Auszugsschienen 5 an
jeweils einer Schraube 17 angepresst werden.
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Um
den Tisch 1 zu verlängern,
wird die Verlängerungs-Tischplatte 3 gefasst
und gemäss 1 in
Richtung des Pfeils 21 ausgezogen. Die beiden Auszugsschienen 5,
die mit der Verlängerungs-Tischplatte 3 verbunden
sind, werden in der gleichen Richtung mitgenommen. Die Verlängerungs-Tischplatte 3 bleibt
horizontal, bis die Anschlagstifte 22 jeweils einen der
Anschlagteile 1S erreicht hat. Die beiden Auszugschienen 5 können durch
den Anschlag der Stifte 22 nicht weiter aus der Schiene 6 he rausgezogen
werden. Wird weiter an der Verlängerungs-Tischplatte 3 in
Richtung des Pfeiles 21 gezogen, so wird diese durch die
Keilwirkungen der beiden Schlitze 11 und 12 in
die in 3 gezeigte geneigte Stellung bewegt. Wie ersichtlich
bewirkt der Schlitz 11 eine schnellere Höhenverstellung als
der geneigte und lineare Schlitz 12. Erreicht der Stift 14 die
in 3 gezeigte tiefste Position des Schlitzes 11,
so wird die Verlängerungs-Tischplatte 13 bei
weiterem Ausziehen an diesem Ende etwas abgesenkt. Am Ende des Schlitzes 12 wird
die Verlängerungs-Tischplatte 3 jedoch
weiter angehoben, bis die in 4 gezeigte
Endstellung erreicht ist. Die Verlängerungstischplatte 3 wird
nun in Richtung des Pfeiles 22 an die Haupttischplatte 2 angelegt.
Die Stabilität
der Verlängerungs-Tischplatte 3 ergibt
sich insbesondere durch die bogenförmige Ausbildung des Schlitzes 4.
Der Stift 14 ist gemäss
den 4 und 5 in einer stabilen Position.
Aus dieser Stellung kann er lediglich durch ein Anheben der Verlängerungs-Tischplatte 3,
und damit durch einen Kraftaufwand, gebracht werden. Der Schlitz 11 ist
wie ersichtlich bogenförmig,
vergleichbar dem zunehmenden Mond. Durch entsprechende Ausbildung
des Schlitzes 11 sowie des Schlitzes 12 kann die
Bewegung der Verlängerungs-Tischplatte 3 beim
Ausziehen optimal ausgelegt werden. Hierbei kann insbesondere das
Gewicht und die Grösse
der Verlängerungs-Tischplatte 3 berücksichtigt
werden.
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Um
die Verlängerungs-Tischplatte 3 wieder zu
versenken, wird die Verlängerungs-Tischplatte 3 in
Gegenrichtung des Pfeils 22 in die in 4 gezeigte
Stellung bewegt. Nun wird die Verlängerungs-Tischplatte 3 in
die in 3 gezeigte geneigte Position angehoben und schliesslich
in die in 2 gezeigte horizontale Stellung
gebracht. Nun wird die Verlängerungs-Tischplatte 3 in
Gegenrichtung des Pfeiles 21 zusammen mit den Auszugsschienen 5 in die
in 1 gezeigte Stellung geschoben. So ist das Aus ziehen
als auch das Zurückschieben
der Verlängerungs-Tischplatte 3 wie
ersichtlich sehr einfach. Dennoch kann bei einer kostengünstig herstellbaren Konstruktion
eine hohe Stabilität
erreicht werden.