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| Halte- und Dämpfungsvorrchtung für |
| en--schwenkbares Möbelteil |
Die Erfindung betrifft eine Halte- und Dämpfungsvorrichteng für
ein schwenkbares. Möbelteil, das an einem stationären Möbelteil aasgelenkt ist.
Hierbei umfasst die Vorrichtung eine an dem schwenkbaren Möbelteil aasgelenkte Gleitstange,
die an einem mixt dem stationären Möbelteil schwenkbar verbundenen Führungsorgan
längsverschiebbar gelagert ist.
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Es sind z.B=an Möbeln mit herausklappbarer Schreib- . platte
oder dergleichen Haltevorrichtungen bekannt, bei denen elne an der schwenkbaren
Platte artgelenkte Gleitstange und: ein mit dem stationären Möbelteil schwenkbar
verbundenes Führungsorgan vorgesehen ist: Die Schwenkbarkeit des Führungs- -organes
in Bezug auf den stationären Möbelteil ist bei diesen Vorrichtungen zur Einstellung
des Führungsorganes entsprechend der veränderlichen Neigung der Gleitstange während
der Bewegung des schwenkbaren Möbelteiles erforderlich. Aufgabe dieser bekannten
Vorrichtungen ist lediglich-die Halterung des schwenkbaren Möbelteiles in seiner
herausgeklappten Endlage, wobei etwa ein am freien Ende der Gleitstange angebrachter
Anschlag mit dem Führungsorgan in Berührung tritt. Die Relativbewegung zwischen
Gleitstange und Führungsorgan erfolgt im wesentlichen ohne Reibung.oder sonstige
Kraftübertragung, so dass die Bewegung des schwenkbaren Möbelteiles praktisch ungedämpft
ist. Infolgedessen ist beim Herausklappen des schwenkbaren Möbelteiles besondere
Aufmerksamkeit und eine oft nicht unbeträchtliche Kraftanstrengung seitens der Bedienungsperson
erforderlich, um heftiges Anschlagen in der Endlage und mögliche.Beschädigung der
Haltevorrichtung aus-. zuschliessen.
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Aufgabe der Erfindung ist es, eine Halte- -und Dämpfungs-,vorriehtung
der eingangs genannten Art für schwenkbare Möbelteile
zu schaffen,
bei der die Nachteile der bekannten Vorrichtungen dieser Art vermieden sind. Insbesondere
ist es ein Ziel der Erfindung, eine Vorrichtung dieser Art zu Schaf= fen, die eine
einfache, betriebssichere Bauart und eine besonders günstige, m wesentlichen nur
in Offnungsrchtung des schwenkbaren Wäbelteiles wirkende Dämpfungswirkung aufweist.
Bei einer Halte-- und Dämpfungsvorrichtung dieser Art kennzeichnet sich die erfindungsgemäße
Lösung dieser Aufgabe dadurch, dass das mittels einer Schwenklagerung gelagerte
Führungsorgan zwei als Reibkörper ausgebildete Anlageelemente,: nämlich ein erstes
und-ein zweites--Anlageelement aufweist, die in der einen Bewegungsrichtung der
Gleitstange das zum Verschwenken des Führungsorganes erforderliche Drehmomentvon
der Gleitstange auf.das Führungsorgan übertragen und so angeordnet sind, dass sie
in verhältnismäßig geringem, in Bezug auf die Längsachse der Gleitstange axialen
Längsabstand an gegenüberliegenden Seiten der Gleitstange zum Anliegen kommen, und
dass die ge der Schwenkachse des Führungsorganes so getroffen ist, dass die Anlageelemente
im Gefolge der Zwangsbewegung der Gleitstange in der einen-Bewegungsrichtung selbsttätig
mit eine ausreichende Dämpfung des schwenkbaren Möbelteiles bewirkenden Kräften
an die Gleitstange'angepresst werden. Bei. dieser Ausbildung ergibt sich durch die
immer vorhandenen geringfügigen Reibungen zwischen Gleit-Stange und Führungsorgan.
ein Kippen des letzteren in Bezug auf die Gleitstange, wodurch die Artpressung und
somit wiederum die Reibung zwischen: Gleitstange und Führungsorgan entsprechend
dem-Verhältnis des Abstandes zwischen den Anlageelementen des Führungsorganes einerseits.
und dem Abstand zwischen der Schwenkachse den Führungsorganes-und der längsmittelachse
der Gleitstange-andererseits verstärkt wird (Servoeffekt). Die sich letztlich einstellende
Artpressung und Reibung zwischen Gleitstange und Führungsorgan und damit die Dämpfung
der- Bewegung des schwenkbaren
Möbelteiles lässt sich durch entsprechende
Bemessung der genannten Abstandsverhältnisse in weiten Grenzen beeinflussen und
so jedem Bedarfsfall anpassen. Mit besonderem Vorteil ist die Schwenkachse des Führungsorganes
im Abstand von der Gleitetange, insbesondere oberhalb der Gleitstange angeordnet,
wobei vorteilhaft dieser Abstand wesentlich grösser als-der axiale Längsabstand
der Anlageelemente ist.
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Diese neuartige Vorrichtung bewirkt nicht nur eine besonders günstige
Dämpfung in der einen Bewegungsrichtung, sondern hat gleichzeitig noch die Eigenschaft,
dass sie der Schwenkbewegung des schwenkbaren Möbelteiles in der anderen Bewegungsrichtung
praktisch keine oder eine wesentlich geringere Dämpfungswrkung entgegensetzt. Zu
diesem Zweck können mit Vorteil noch besondere Maßnahmen getroffen sein. Beispielsweise
können vorteilhaft Federmittel oder dergleichen vorgesehen sein, die auf das Führungsorgan
ein Drehmoment ausüben, durch das die beiden Anlageelemente in beiden Bewegungsrichtungen
der Gleitstange ständig an die Gleitstange angedrückt werden. Da sich hierbei der
Federdruck mit zunehmender Öffnungsstellung des schwenkbaren Möbelteiles vergrössert,
wird gleichzeitig eine progressive Dämpfungswirkung erzeugt, was besonders günstig
ist. Beim Hochklappen, d.h. beim Schliessen des schwenkbaren Möbelteiles setzen
die Anlageelemente dieser Schliessbewegung nur eine wesentlich geringere Dämpfungswirkung
entgegen. Eine ein leichtes Schliessen des schwenkbaren Möbelteiles ermöglichende
Ausbildung des Führungsorganes kann mit besonderem Vorteil auch so getroffen sein,
dass das Führungsorgan zwei weitere Anlageelemente aufweist, von denen ein Anlageelement
gegebenenfalls mit einem der die
Öffnungsbewegung dämpfenden Anlageelemente
identisch sein kann, die so angeordnet sind, dass sie bei der Schliessbewegung der
Gleitstange in axialem Längsabstand an gegenüberliegenden Seiten der Gleitstange
zur Anlage kommen, wobei jedoch ihr axialer Längsabstand wesentlich grösser als
der axiale Längsabstand der die Öffnungsbewegung dämpfenden Anlageelemente ist.
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Zur Anpassung der Dämpfungswirkung der neuartigen Vorrichtung an unterschiedlich
schwere, schwenkbare Möbelteile und/oder zur nachträglichen Einstellung der Dämpfungswirkung
können zweckmäßig Einstellmittel zum Verstellen der Dämpfungswirkung der beiden
Anlageelemente vorgesehen sein. Die Mittel können in irgendeiner geeigneten Weise
ausgebildet sein. Beispielsweise können Einstellmittel zum Verstellen des in Bezug
auf die Gleistange axialen Längsabstandes der Anlageelemente vorgesehen sein. Oder
es können Einstellmittel zum Verstelle. des Abstandes zwischen der Schwenkstelle
und den Anlageelementen vorgesehen sein.
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Bei einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist eine Bremsvorrichtung
zur Bremsbewegung der Schwenkbewegung des Führungsorganes vorgesehen, deren Bremswirkung
vorzugsweise mittels Einstellmitteln einstellbar ist. Durch die Einstellbarkeit
kann ebenfalls die Dämpfungswirkung auf gewünschte Werte eingestellt werden. Eine
solche Bremsvorrichtung hat noch weitere Vorteile. Insbesondere hat sie eine erhebliche
Verstärkungswirkung auf die Dämpfung und ermöglicht auf diese Weise mit einfachen
Mitteln, dass auch bei verhältnismäßig geringem Abstand der Schwenkstelle von den
Anlageelementen eine sehr starke Dämpfungswirkung erreicht werden kann. Die ermöglicht
folglich selbst bei äusserst starken Dämpfungswirkungen eine verhältnismäßig
kleine
Baugrösse der neuartigen Vorrichtung, was bei Möbeln infolge der damit verbundenen
Platzersparnis und auch aus anderen Gründen erwünscht ist. Durch die Bremsvorrichtung
kann auch der axiale längsabstand zwischen den beiden Anlageelementen grösser als
ohne Bremsvorrichtung gehalten werden, was ebenfalls in vielen Fällen günstig ist.
Ein besonderer Vorteil der Bremsvorrichtung ist auch, dass sie auf einfache Weise
zur Ausübung eines sich in Abhängigkeit der Schwenkstellung des Führungsorganes
ändernden Bremsmomentes ausgebildet sein kann, wodurch sich die Grösse der Dämpfungswirkung
entsprechend in Abhängigkeit dieser Schwenkstellung ändert. Mit besonderem Vorteil
kann die Abhängigkeit des Bremsmomentes von der Schwenkstellung des Führungsorganes
so getroffen sein, dass sich die Dämpfungswirkung in der einen Bewegungsrichtung
selbsttätig dem. mit zunehmenden Öffnungswinkel ansteigenden, durch das Eigengewicht
des schwenkbaren Möbelteiles ausgeübten Drehmoment anpasst. Es versteht sich, dass
durch entsprechende Ausbildung der Bremsvorrichtung auch jede andere gewünschte
Abhängigkeit der-Dämpfungswirkung von der Winkelstellung des schwenkbaren Möbelteiles
eingestellt werden kann.
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So kann es beispielsweise in-manchen Fällen günstig sein, das schwenkbare
Möbelteil mit zunehmender Öffnung zunehmend stärker abzubremsen, so dass es nach
anfänglich schüellem Öffenen sanft in seine offene Endstellung gelangt.
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Für die verschiebbare hagerung der Gleitstange an dem Führungsorgan
kommen unterschiedliche konstruktive Ausführungen in Betracht. -Zum Beispiel kann
die Gleitstange in eine -Durchgangsbohrung des Führungsorganes eingesetzt werden,
deren Innenwandung auf gegenüberliegenden Seiten der Gleitstange Anlageelemente
in Form einfacher Vorsprünge, ganten
oder Wandungsteile aufweist.
Umgekehrt lässt sich vorteilhaft eine Ausführung der Gleitstange als U- oder C-Frofilschiene
denken, in deren Profilinnenraum entsprechende Ansätze oder Zapfen des Führungsorganes
eingreifen.
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Die Bremsvorrichtung-lässt sich insbesondere vorteilhaft. derart weiterbilden,
dass sie mindestens ein unter Federdruck gegen eine Reibfläche angepresstes Reibelement
aufweist, wobei die Reibfläche vorzugsweise an dem Führungsorgan angeordnet ist.
Als Reibelement kann vorteilhaft eine unmittelbar an einer entsprechenden Reibfläche
des Führungsorganes angreifende Biegefeder verwendet werden. Um hierbei mit einfachen
Mitteln eine über den Bewegungsbereich des schwenkbaren Möbelteiles veränderliche
Dämpfung zu verwirklichen, wird die Vorrichtung insbesondere derart weitergebildet,
dass das Führungsorgan eine Kurvenbahn aufweist,-an der das Reibelement anliegt.
Je nach der Ausgestaltung der Kurvenbahn lässt sich auf diese Weise eine mit der
Schwenkstellung des Führungsorganes veränderliche Bremskraft zwischen letzterem
und der Gleitstange erreichen, wodurch sich die gewünschte Änderung der Dämpfungskraft
ergibt.
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Gemäß einer anderen Ausführung der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird
die Verstärkung der Bremskraft zwischen Gleitstange und Führungsorgan dadurch erreicht,
dass zwischen einem möbelfesten Widerlager und dem Führungsorgan angreifende, der
Schwenkung des Rührungsorganes entsprechend der Öffnungsbewegung des schwenkbaren
Mdbelteiles entgegenwirkende Federmittel vorgesehen sind. Hierbei wird das Kippmoment
zwischen Führungsorgan und Gleitstange im Gegensatz zu der vorangehend beschriebenen
Ausführungsform nicht durch Bremsung der Schwenkbewegung des Führungsorganes, sondern
durch eine Federabstützung zwischen Führungsorgan und stationärem Möbelteil erreicht.
Kontruktiv wird diese Vorrichtung
zweckmäßig derart ausgeführt,
dass die Federmittel eine am Führungsorgan bzw. am. möbelfesten Widerlager befestigte
Biegefeder aufweisen, die sich gegen das möbelfeste Widerlager bzw. gegen das Führungsorgan
verschiebbar abstützt. Auch wird hierdurch eine veränderliche Brems- bzw. Dämpfungskraft
erreicht. Um hierbei eine gewünschte Abhängigkeit zu erreichen, kann die Vorrichtung
in der Weise zweckmäßig weitergebildet sein, dass der die Biegefeder verschiebbar
abstützende Teil des Führungsorganes bzw. des möbelfesten Widerlagers als Kurvenbahn
ausgebildet ist, deren Form einem vorgegebenen Verlauf der Bremskraft zwischen Gleitstange
und Führungsorgan entspricht.
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Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den nachfolgend
beschriebenen bzw. in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen. Hierbei
versteht es sich, dass die Erfindung in zahlreichen weiteren Ausführungsformen verwirktlieh
werden kann.
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In den Zeichnungen sind sich entsprechende Teile mit gleichen Bezugszeichen
versehen. Es zeigen Fig. 1 einen-schematischen Vertikalschnitt eines Möbelstückes
mit ausschwenkbarer Tischplatte und neuartiger Halte- und Dämpfungsvorrichtung,
Fig. 2 einen Vertikalschnitt des Führungsorganes mit Schwenklagerung und eingesetzter
Gleitstange gemäß Schnittebene II-II in Fig. 3,
Fig. 3 einen Schnitt
gemäß Ebene III-III in Fig. 2, Fig. 4 eine Abwandlung der Ausführungsform nach Fig.
2 und 3 in einer Schnittdarstellung gemäß Fig. 2, Fig. 5 eine andere Ausführungsform
der neuartigen Vorrichtung mit am Führungsorgan befestigter Schwenkfeder in einer
Schnittdarstellung ähnlich Fig. 2, Fig. 6 eine Ansicht der Vorrichtung gemäß Fig.
5 in einer anderen Schwenkstellung des Führungsorganes. Mit dem in Fig. 1 ausschnittsweise
angedeuteten stationären Möbelteil 1 ist ein schwenkbares Möbelteil 2 in Form einer
Schreibklappe oder dergleichen durch ein Gelenk 3 verbunden. Die erfindungsgemäße
Halte- und Dämpfungsvorrichtung, insgesamt mit 4 bezeichnet, besteht im wesentlichen
aus einer Gleitstange 5, die über ein Gelenk 6 mit dem schwenkbaren Möbelteil 2
verbunden ist und in einem mit dem stationären _ Möbelteil 1 schwenkbar verbundenen,
hier einstückig aus Kunststoff ausgebildeten Führungsorgan 7, an dem die Gleitstange
längsverschiebbar gelagert bzw. geführt ist. Die als Schwenkzapfen 8 ausgebildete
Schwenkachse des Führungsorganes 7, ist in einem mit dem stationären Möbelteil 1
fest verbundenen Gehäuse 9 angeordnet zur Bildung einer Schwenklagerung für das
Führungsorgan. In Öffnungsrichtung ist die Schwenkbewegung des Möbelteiles 2 durch
einen Anschlag 21 am freien Ende der Gleitstange 5 begrenzt, welcher bei waagrechter
Stellung des Möbelteiles 2 mit dem Führungsorgan 7 in Berührung tritt. Während der
Schwenkbewegung übt das Führungsorgan 7 in noch näher zu erläuternder Weise eine
Bremskraft auf die Gleitstange 5 aus, wodurch die gewünschte Dämpfung der Öffnungsbewegu:g
erreicht wird.
Die Wirkungsweise der ersten Ausführungefflrm der
erfindungsgemäßen Vorrichtung geht aus den vergMB sserten Darstellungen in Fig.
2 und 3 hervor. Danach ist die Gleitstange 5-in einer Durchgangebohrung 10 des Führungsorganes
7 verschiebbar gelagert. Durch eine Abschrägung 23 ist im unteren Wandabschnitt
der Bohrung 10 eine vorspringende Kante als erstes Anlageelement 12 für die Gleitstange
5 gebildet. Hiervon Ist die rechte obere Endkante der Bohrung 10 als zweites Anlageelement
11 mit geringem Axialabstand angeordnet. Im Innenraum des mit Schrauben 24 am Möbelteil
1 befestigten Gehäuses 9 zur Halterung der Schwenkachse 8 ist eine Biegefeder 16
untergebracht, die sich an einem Ende gegen einen als Widerlager 15 wirkenden Absatz
des Gehäuses 9 abEtützt und im Bereich des entgegengesetzten Endes mittels einer
Stellschraube 18 mit vorbestimmtem Druck gegen die als Reibfläche 17 ausgebildete
Oberseite des Führungiorganes 7 angepreßt. Die als Reibelement wirkend und unmittelbar
am Führungsorgan 7 angreifende Biegefeder 16 bildet zusammen mit der Reibfläche
17 und der Stellschraube 18 eine insgesamt mit 14 bezeichnete Bremsvorrichtung,
die einer Schwenkbewegung des Führungsorganes 7 entgegenwirkt.
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Beim Herabschwenken des Möbelteiles 2 wird die Gleitstange 5 gemäß
Pfeil 22 in Fig. 1 und 2 durch die Böhrung 10 des Führungsorganes 7 gezogen, wobei
das lÜhrungsorgan 7 und die Gleitstange 5 infolge der immer vorhandenen, wenn auch
zunächst geringfügigen Reibung zwischen Bohrung und Stangenoberfläche gemäß den
Pfeilen 19 in Fig. 2 gegeneinander gekippt werden. Hierdurch erfolgt eine Anpressung
der Anlageelemente 11 und 12 des Führungsorganes 7 gegen die dleitstange 5,und zwar
mit Anpresskräften, welche durch den Abstand zwischen der Schwenkachse des Schwenkzapfens
8 und
der längsmittelachse der Gleitstange 5 einerseits und dem
Axialabstand der Anlageelemente 11, 12 andererseits beeinflusst sind. Durch entsprechende
Bemessung dieser_Yerhältnisse unter Berücksichtigung der Gleiteigenschaften der
Werkstoffe von Führungsorgan und Gleitstange, lässt sich die endgültige Grösse des
Anpressdrucks und damit'der in Richtungentgegen den Pfeil 22 wirkenden Bremskraft
bestimmen.
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Bei '.er entgegengesetzten Schliessbewegung des Möbelteiles 2 kehrt
sich die gegenseitige Kippbewegung von Gleitstange 5 und Führungsorgan 7 um, so
dass anstelle der mit geringem Axial abstand angeordneten Anlageelemente 11, 12
die mit größerem Axialabstand angeordneten Endkanten 13 und 20 der Bohrung 10 zur
Anlage an der Gleitstange gelangen. Der letztgenannte Abstand ist so bemessen, dass
eine die Schliessbewegung behindernde Bremskraft zwischen Führungsorgan und Gleitstange
praktisch nicht auftritt.
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Bei der Öffnungsltegung (Abwärtsschwenken) des Möbelteiles 2 wird
das Führungsorgan zusammen mit der Gleitstange zunehmend gemäß Pfeil 19a in Fig.
1 und 2 verschwenkt. Wenn dieser Schwenkbewegung des Führungsorganes ein Widerstand
entgegengesetzt wird, so erhöht sich dadurch die Anpressung und Klemmwirkung zwischen
Führungsorgan und Gleitstange noch weiter. Die Erzeugung eines solchen Bremsmomentes
gegen die Schwenkbewegung des Führungsorganes 7 ist der Zweck der in ihrem Aufbau
bereits beschriebenen Bremsvorrichtung 14 (Fig. 2). Durch entsprechende Bemessung
der Steifigkeit der Biegefeder 16 und entsprechende Regulierung der Stellschraube
| 18 lässt sich auch bei grösserem xialabstand zwischen den An- |
| lageelementen 11, 12 eine ausreichende Bremskraft zwischen |
| fiitiriii gsorgati iind Gleitstange= @:--=e-et@c@n. Ein solcher
grösserer |
| .iiI)st#- 1-d -V7iscben den Jor t.Llem den Vor- |
teil. dsss eine feinfühlige Einstellung der Dämpfungswirkung mittels
der Stellschraube 18 erleichtert wird. Der Schwenkzapfen 8 ist lösbar und kannumgesteckt
werden, so dass sein Kopf 8' (Fig. 3) wahlweise an der linken oder rechten Stirnseite
des Gehäuses 9 anliegt. Hierdurch kann diese Vorrichtung wahlweise an der linken
oder rechten Seitenwand des Möbelfaches befestigt werden.
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Die Ausführung nach Fig. 4 unterscheidet sich von der vorangehend
erläuterten durch die Ausbildung des oberen Abschnittes des Führungsorganes 7 als
Nocken 25. Die Oberflächen dieses Nockens bilden gleichzeitig die Reibfläche 17
entsprechend der Ausführung nach Fig. 2. Im übrigen stimmen sämtliche Teile der
beiden Ausführungen überein und sind sinngemäß mit gleichen Bezugszeichen versehen.
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Die im Uhrzeigersinn bezüglich der Schwenkachse 8 zunehmende Erhebung
des Nockens 25 hat eine zweifache Wirkung. Mit fortschreitender Schwenkung des Führungsorganes
7 gemäß Pfeil 19a in Fig. 4, d. h. bei fortschreitendem Herabschwenken des Möbelteiles
2 (Fig. 1) nimmt der Anpreßdrück zwischen der als Kurvenbahn ausgebildeten Reibfläche
17 und Biegefeder 16 stark zu. Dies hat eine erste Erhöhung des Kippmomentes der
Gleitstange und des Führungsorganes gemäß Pfeilen 19 gegeneinander zur Folge. Ein
weiterer Wirkungsanteil der gleichen Richtung tritt dadurch auf, dass die Richtung
der zwischen Nocken 25 und Biegefeder 16 wirkenden Anpresskraft auch ohne Berücksichtigung
der Reibung nicht mehr durch die Schwenkachse 8, sondern bei zunehmender Schwenkung
des Führungsorganes gemäß Pfeil 19 mit zunehmendem Abstand von der Schwenkachse
verläuft. Das Führungsorgan unterliegt also unabhängig von dem ebenfalls zunehmendem
Bremsmoment im Uhrzeigersinn infolge der ;;irkung der Bremsvorrichtung 14 einem
weiteren Drehmoment in-gleicher
Richtung (entgegen Pfeil 19a) infolge
der aussermittigen Abstützung gegen das Gehäuse 9 über die Biegefeder 16.
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Beide Wirkungskomponenten haben eine im Verlauf der Öffnungsbewegung
des Möbelteiles 2 zunehmende Bremskraft zwischen .-Führungsorgan und Gleitstange
und damit eine zunehmende Dämpfung der Bewegung des Möbelteiles zur Folge. Dies
entspricht dem gewünschten Effekt,da das Lastmoment des Möbelteiles 2 infolge zunehmenden
Abstandes seiner Schwerlinie vom Gelenk 3 bis zur horizontalen Stellung des Möbelteiles
zunimmt. Auch bei der Ausführung nach Fig. q. lässt sich die Grösse der Bremskraft
zusätzlich mittels der Stellschraube 18 einjustieren.
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Bei der Ausführung nach Fig. 5 und 6 stützt sich das Führungsorgan
7 über eine Schwenkfeder 31 gegen ein mit dem Möbelteil 1 verbundenes Widerlager
30 ab. Diese Schwenkfeder, die mit dem Führungsorgan fest verbunden ist, und sich
am Widerlager 30 frei verschiebbar abstützt, übt auf das Führungsorgan ein Drehmoment
gemäß Pfeil 26 in Fig. 6 aus, dessen Wirkung also dem gegenseitigen Kippen von Führungsorgan
und Gleitstange gemäß Pfeilen 19 in Fig. 2 entspricht. Auch bei der Ausführung gemäß
Fig. 5 und 6 lässt sich auf einfache Weise eine bezüglich der Öffnungsbewegung gewünschte,
bestimmte progressive Dämpfung erreichen, indem nämlich das möbelfeste Widerlager
30 an der Berührungsfläche mit der Schwenkfeder 31 als zunehmend nach rechts gekrümmte
Kurvenbahn 32 ausgebildet wird. Die zunehmende Biegung der Schwenkfeder lässt:sich
durch Vergleich der Stellungen des Führungskörpers gemäß Fig. 5, die etwa der Schließstellung
des schwenkbaren Möbelteilen entspricht, und Fig. 6 bei annäherend vollständig erreichter
Öffnungsstellung abschätzen. Zusätzlich lässt sich Äuch hier die Federspannung mittels
einer Stellschraube 33 einregulieren, die eine Verschiebung der Kurvenbahn
32 in Richtung des Pfeiles 27 ziaischen den Endstellungen 28
und
29 ermöglicht (Fig. 6). Bei der Ausführungsform nach Fig..5 und 6 tritt zwar auch
ein Bremsmoment durch die Reibung der Biegefeder 31 an der Kurvenbahn 32 auf, doch
wird hier die progressive Dämpfung im wesentlichen durch das von der Biegefeder
auf das Führungsorgan ausgeübte Bremsmoment erreicht. Die Teile 7, 30, 33 können
zweckmäßig in einem nicht dargestellten Gehäuse angeordnet sein.
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In manchen Fällen ist es auch vorteilhaft, wenn die ein Kippmoment
auf das Führungsorgan ausübenden Federmittel nur in einem Teilbereich der Schwenkbewegung
des Führungsorganes auf dieses einwirken, beispielsweise, erst in Wirkung treten,
wenn sich die Möbelklappe in der Nähe ihrer .Offenstellung befindet. Hier genügtes
häufig; wenn als Feder eine Druckfeder, beispielsweise eine Schraubenfeder vorgesehen
ist, die ab einer bestimmten Schwenkstellung des Führungsorganes an dieses zur Ausübung
eines die Dämpfungswirkung verstärkenden Drehmomentes zum Anliegen kommt. Beispielsweise
könnte bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel eine auf der rechten
unteren Seite des Führungsorganes angeordnete Schraubenfeder vorgesehen sein, die
ob einer bestimmten Öffnungsstellung des schwenkbaren Möbelteiles an ein möbelfestes
Widerlager zum Anliegen kommt und so durch das hierdurch erzeugte, der Schwenkbewegung
des Führungsorganes entgegengerichtete Drehmoment eine progressive Dämpfungswirkung
erzeugt, durch die die Bewegung den schwenkbaren Möbelteiles in der letzten Phase
des Öffnungsvorganges sanft abgefangen wird.