DE20321412U1 - Klemmenkörper für eine Vorrichtung zum Klemmen und elektrischen Kontaktieren einer Anschlußleitung - Google Patents
Klemmenkörper für eine Vorrichtung zum Klemmen und elektrischen Kontaktieren einer Anschlußleitung Download PDFInfo
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Abstract
Klemmenkörper (123)
für eine
Vorrichtung (120) zum Klemmen und elektrischen Kontaktieren einer
Anschlußleitung
(121), insbesondere einer feindrähtigen
Transformator-Anschlußleitung,
wobei der Klemmenkörper
(123) mindestens eine erste und eine zweite Öffnung (124) aufweist, die
miteinander verbunden sind und die jeweils für ein Einschrauben einer Klemmschraube (101)
geeignet sind, mittels der die Anschlußleitung (121) in dem Klemmenkörper (123)
klemmbar und elektrisch kontaktierbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die
erste und zweite Öffnung
(124) derart einander zugeordnet sind, daß in die eine der ersten und
zweiten Öffnung
(124) die Anschlußleitung
(121) einführbar
ist und dort mittels der in die andere der ersten und zweiten Öffnung (124)
einschraubbaren Klemmschraube (101) klemmbar ist.
Description
- Die Erfindung betrifft einen Klemmenkörper für eine Vorrichtung zum Klemmen und elektrischen Kontaktieren einer Anschlußleitung, insbesondere einer feindrähtigen Transformator-Anschlußleitung, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
- Bei den bekannten Klemmschrauben, die beispielsweise einen sphärischen Endabschnitt aufweisen, besteht insbesondere beim Klemmen von feindrähtigen Anschlußleitungen das Problem, daß die feinen Drähte oder Litzendrähte der Anschlußleitung beim Eindrehen der Klemmschraube in die zugehörige Klemmvorrichtung verdreht und mithin beschädigt werden. Dadurch ist nicht nur die mechanische Klemmwirkung, sondern insbesondere die dauerhafte elektrische Kontaktierung negativ beeinträchtigt.
- Aus der
DE 76 40 466 U ist eine Klemmschraube bekannt, bei welcher der biegesteif ausgebildete abtrennbare Klemmstückabschnitt eine dem Gewindeabschnitt zugewandte kegelförmige Anlagefläche aufweist. Die sich dadurch nach dem Abtrennen ergebende spitzwinklige Kante des Klemmstückabschnitts wird beim Anziehen der Klemmschraube derart plastisch verformt, daß sie in einen durch einen konischen Übergangsabschnitt gebildeten Hinterschnitt eingreift, und dadurch der Klemmstückabschnitt in der Art einer Nietverbindung unverlierbar an dem Gewindeabschnitt festgelegt ist. - Die
DE 297 19 561 U1 offenbart eine Buchsenklemme zum Gegeneinanderklemmen eines ersten und eines zweiten elektrischen Leiters mittels einer Klemmschraube, bei der die Buchsenklemme einen einstückigen Grundkörper umfasst, in welchem Aussparungen für den ersten und den zweiten elektrischen Leiter in parallelen beabstandeten Verlaufsebenen liegend und miteinander über einen Durchbruch in Verbindung stehend angeordnet sind. Bei der bekannten Lösung verläuft eine Gewindebohrung für die Klemmschraube quer zu den ersten und zweiten Aussparungen des Grundkörpers. Durch die Verbindung der Aussparungen untereinander wird im Durchbruch zwischen den Verbindungen der erste und der zweite Leiter direkt gegeneinander gepresst. - Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Klemmenkörper bereitzustellen, mit dem sowohl grobdrähtige Anschlußleitungen bis hin zu Volldrahtleitungen als auch insbesondere feindrähtige Anschlußleitungen mechanisch sicher und elektrisch dauerhaft kontaktiert werden können. Die in den Klemmenkörper einschraubbaren Klemmschrauben sollen darüber hinaus kostengünstig herstellbar sein. Der erfindungsgemäße Klemmenkörper soll vielseitig einsetzbar sowie einfach in der Handhabung und Montage sein.
- Diese Aufgabe ist durch den im Anspruch 1 bestimmten Klemmenkörper gelöst. Besondere Ausführungsarten der Erfindung sind in den Unteransprüchen bestimmt.
- Der Klemmenkörper weist mindestens zwei einander zugeordnete und miteinander verbundene Öffnungen auf, die jeweils für ein Einschrauben der Klemmschraube geeignet sind, insbesondere jeweils ein entsprechendes Gewinde aufweisen. Die zu klemmende Anschlußleitung kann wahlweise in die eine oder andere Öffnung eingesteckt werden, wobei die zugehörige Klemmschraube in die freigebliebene Öffnung eingeschraubt werden kann und dadurch die Anschlußleitung elektrisch kontaktiert und geklemmt werden kann. Vor dem Einschrauben kann über die zweite Öffnung auch die korrekte Lage der Anschlußleitung kontrolliert werden, insbesondere ob die Anschlußleitung ausreichend weit eingeschoben ist, damit eine gute Kontaktierung und Klemmung gewährleistet ist.
- Vorzugsweise sind die beiden einander zugeordneten Öffnungen rechtwinklig angeordnet. Dadurch kann beispielsweise die zu klemmende Anschlußleitung wahlweise horizontal oder vertikal zu der Klemmvorrichtung zugeführt werden. Der Klemmstückabschnitt drückt rechtwinklig auf die Anschlußleitung, wodurch Einzeladern der Anschlußleitung weder aus der Bohrung axial herausgeschoben werden noch radial verdrängt werden. Durch das in der Öffnung vorhandene Gewinde ist eine qualitativ hochwertige und dauerhafte elektrische Kontaktierung auch bei verschmutzten oder oxidierten Leitern gewährleistet.
- Der Klemmenkörper weist vorzugsweise einstückig ausgebildet eine Gegenlagerfläche für die Anlage der zu kontaktierenden Anschlußleitung auf. In einer besonderen Ausführungsart der Erfindung ist die Öffnung größer als der Klemmstückabschnitt der Klemmschraube.
- Bei der mit dem erfindungsgemäßen Klemmenkörper zu verwendenden Klemmschraube weist der abgetrennte Klemmstückabschnitt im wesentlichen die Form einer Ringscheibe auf, die unter Anlage an den Gewindeabschnitt im Bereich einer an dem Klemmstückabschnitt und/oder an dem Gewindeabschnitt angebrachten Fase tellerfederförmig verformbar ist. Dadurch ergibt sich eine die Klemmkraft und/oder Kontaktkraft speichernde Verformung des Klemmstückabschnittes und dadurch eine dauerhaft hohe Kontakt- und Klemmkraft. Diese Kraftspeicherwirkung kann bereits bei Verwendung eines üblichen Automatenstahls für die Klemmschraube erreicht werden.
- Die Krafteinleitungsfläche ist dabei üblicherweise eine Werkzeugangriffsfläche, beispielsweise ein Innensechskant, ein Schlitz oder Kreuzschlitz, ein Außensechskant oder dergleichen. Vorzugsweise ragt die Krafteinleitungsfläche ein Stück weit in den Gewindeabschnitt hinein und/oder ist ohne einen Übergangsbereich auf der Außenfläche von dem Gewindeabschnitt ausgebildet. Der Außendurchmesser des Gewindeabschnitts weist vorzugsweise die größte Erstreckung in Radialrichtung der gesamten Klemmschraube auf. Der Außendurchmesser des Klemmstückabschnittes, der im wesentlichen scheibenförmig mit in Bezug auf die Längsachse endseitig planparallelen ersten und zweiten Anlageflächen sein kann, ist gleich groß oder etwas geringer als der Außendurchmesser des Gewindeabschnittes.
- Vorzugsweise werden abisolierte Anschlußleitungen kontaktiert. Grundsätzlich kann jedoch die Klemmschraube, insbesondere der Klemmstückabschnitt, Schneidmittel aufweisen, mit denen eine auf der Anschlußleitung befindliche Isolation durchtrennbar ist. Das Abtrennen des Klemmstückabschnitts erfolgt vorzugsweise erst nach Durchtrennen der Isolation.
- Beim die Anschlußleitung klemmenden Eindrehen der Klemmschraube in eine entsprechenden Gewindebohrung der Klemmvorrichtung kommt es zu einem Abtrennen des Klemmstückabschnittes von dem Gewindeabschnitt. Anschließend muß die Klemmschraube weiter angezogen werden. Zur Vermeidung von Beschädigungen insbesondere feindrähtiger Anschlußleitungen ist es von Vorteil, wenn sich beim weiteren Eindrehen des Gewindeabschnitts der Klemmstückabschnitt nicht mehr im selben Maße dreht wie der Gewindeabschnitt, vorzugsweise im wesentlichen gar keine Drehbewegung mehr ausführt. Dies wird dadurch erreicht, daß unter Berücksichtigung der Reibungskoeffizienten zwischen dem Klemmstückabschnitt und dem Gewindeabschnitt einerseits und der zu kontaktierenden Anschlußleitung andererseits die wirksame Reibfläche, die durch entsprechende Anlageflächen gebildet ist, so angeordnet sind, daß die von der im wesentlichen feststehenden Anschlußleitung auf den Klemmstückabschnitt eingeleiteten Kräfte ein höheres Drehmoment bewirken, als die von dem Gewindeabschnitt auf den Klemmstückabschnitt eingeleiteten Kräfte.
- In einer besonderen Ausführungsart der Erfindung werden insbesondere dann, wenn die Reibungskoeffizienten zwischen Klemmstückabschnitt und Gewindeabschnitt einerseits und Klemmstückabschnitt und zu kontaktierender Anschlußleitung andererseits im wesentlichen gleich sind, die gewünschten unterschiedlichen Drehmomente dadurch erreicht, daß die erste Anlagefläche des Klemmstückabschnitts radial weiter innen liegt als die zweite Anlagefläche. Üblicherweise sind diese Anlageflächen ringförmig ausgebildet, insbesondere kreisringförmig. Die wirksamen Reibkräfte können auch durch die Wahl der Werkstoffe, eine Oberflächenbehandlung der Anlageflächen und/oder durch Verwendung von Schmierstoffen beeinflußt werden.
- In einer besonderen Ausführungsart der Erfindung ist die erste Anlagefläche radial außenseitig begrenzt durch die Fase an dem Gewindeabschnitt und/oder an dem Klemmstückabschnitt. Der Winkel zwischen der Fase und der verbleibenden Anlagefläche kann dabei wenige Grad betragen. Vorteilhaft in diesem Zusammenhang ist, wenn die radial äußere Begrenzung der Anlagefläche definiert ist.
- In einer besonderen Ausführungsart der Erfindung ist im einstückigen Zustand der Klemmstückabschnitt mittels eines Übergangsabschnitts unter Ausformung einer Sollbruchstelle mit dem Gewindeabschnitt verbunden. Beispielsweise kann der Übergangsabschnitt eine zylindrische, insbesondere kreiszylindrische Außenumfangsfläche aufweisen. Weiterhin vorteilhaft ist, wenn beim Abtrennen des Klemmstückabschnitts der Übergangsabschnitt an der Sollbruchstelle einen Hinterschnitt ausbildet, der von einem an der Sollbruchstelle gebildeten Kragen des abgetrennten Klemmstückabschnitts hintergreifbar ist. Dadurch ist der Klemmstückabschnitt auch nach dem Abtrennen unverlierbar an der Klemmschraube festgelegt, wenngleich frei gegenüber dem Gewindeabschnitt drehbar.
- In einer besonderen Ausführungsart der Erfindung ist im einstückigen Zustand der Übergangsabschnitt durch eine in Bezug auf die Längsachse eingebrachte, vorzugsweise symmetrische oder sogar ringförmige Nut gebildet. Dadurch lassen sich derartige Klemmschrauben besonders einfach und automatisierbar herstellen. Die Nut ist beispielsweise auf einer Drehbank mit einem Formmeißel einstechbar.
- In einer besonderen Ausführungsart der Erfindung weist der Klemmstückabschnitt im einstückigen Zustand der Klemmschraube auf seiner der zu kontaktierenden Anschlußleitung zugewandten Fläche eine Ausnehmung auf, deren Durchmesser im Bereich der Sollbruchstelle größer ist als der Außendurchmesser des Übergangsabschnittes im Bereich der Sollbruchstelle. Diese Ausnehmung kann beispielsweise rotationssymmetrisch in Bezug auf die Längsachse der Klemmschraube sein. Besonders einfach kann diese Ausnehmung durch eine entsprechende Sacklochbohrung gebildet sein, die in eine Stirnfläche der Klemmschraube an ihrem Klemmstückabschnittsende gebildet sein.
- In einer besonderen Ausführungsart der Erfindung ragt im abgetrennten Zustand der Übergangsabschnitt in Richtung auf die zu kontaktierende Anschlußleitung nicht über den Klemmstückabschnitt hinaus. Dadurch ist verhindert, daß beim Anziehen des Gewindeabschnitts der sich mitdrehende Übergangsabschnitt die zu kontaktierende Anschlußleitung verdreht oder beschädigt. Beispielsweise kann hierzu die Erstreckung der Nut in Richtung der Längsachse der Klemmschraube geringer gewählt werden als die Erstreckung des Klemmstückabschnittes in dieser Richtung.
- Besonders vorteilhaft im Hinblick auf die Herstellung ist eine Ausführungsart der Erfindung, bei der im einstückigen Zustand die Klemmschraube rotationssymmetrisch in Bezug auf die Längsachse ist. Dadurch lassen sich alle wesentlichen Fertigungsschritte auf einer Drehbank ausführen.
- Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnungen ein Ausführungsbeispiel im Einzelnen beschrieben ist. Dabei können die in den Ansprüchen und in der Beschreibung erwähnten Merkmale jeweils einzeln für sich oder in beliebiger Kombination erfindungswesentlich sein.
-
1 zeigt eine Seitenansicht einer Klemmschraube, -
2 zeigt die Klemmschraube der1 im Querschnitt, -
3 zeigt in vergrößerter Darstellung einen Ausschnitt der Klemmschraube der2 im Bereich III, -
4 zeigt die Klemmschraube mit von dem Übergangsabschnitt abgetrennten Klemmstückabschnitt, -
5 zeigt eine sich beim weiteren Eindrehen der Klemmschraube sich ergebende Verformung des Klemmstückabschnittes, -
6 zeigt eine Vorrichtung zum Klemmen und elektrischen Kontaktieren einer Anschlußleitung, -
7 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel einer Klemmvorichtung, -
8 zeigt die Klemmvorrichtung der7 aus einer anderen Perspektive, und -
9 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel einer Klemmvorichtung. - Die
1 zeigt eine Seitenansicht einer Klemmschraube1 . An ihrem von der Anschlußleitung21 (6 ) abgewandten Ende weist die Klemmschraube1 als Krafteinleitungsfläche3 eine in Bezug auf die Längsachse2 symmetrische und zylindrische Bohrung auf, die mindestens abschnittsweise im Querschnitt ein Sechseck bildet zum Einsetzen eines entsprechenden Schlüsselwerkzeuges. - Einstückig bildet die Klemmschraube
1 einen Gewindeabschnitt4 , einen Übergangsabschnitt5 sowie einen Klemmstückabschnitt6 aus. Wie in den nachfolgenden Figuren noch dargestellt, ist der Klemmstückabschnitt6 beim Klemmen der Anschlußleitung abtrennbar. Der Außendurchmesser7 des Klemmstückabschnitts6 ist etwas geringer als der Außendurchmesser8 des Gewindeabschnitts4 , der auf seiner Außenumfangsfläche beispielsweise ein metrisches Gewinde der Größe M 26 × 1,5 aufweist. Typische Werte für den Außendurchmesser7 des Klemmstückabschnitts6 betragen in diesem Fall etwa 24 mm, wodurch die Montage der Klemmschraube vereinfacht ist. - Der Klemmstückabschnitt
6 hat im wesentlichen die Form einer Scheibe mit in Bezug auf die Längsachse2 endseitig planparallelen ersten und zweiten Anlageflächen10 ,11 . Die erste Anlagefläche10 ist dem Gewindeabschnitt4 zugeordnet und korrespondiert mit einer von dem Gewindeabschnitt4 ausgebildeten Reibschlußfläche12 , die sich ausgehend von dem Übergangsabschnitt5 einen gewissen Betrag planparallel zur ersten Anlagefläche10 in radialer Richtung erstreckt. Anschließend geht die Reibschlußfläche12 in eine erste Fase13 über, die mit der Längsachse12 einen spitzen Winkel von beispielsweise 80° einschließt. Radial außenseitig geht die erste Fase13 in die das Gewinde9 tragende Außenumfangsfläche des Gewindeabschnitts4 über. Wie insbesondere in der nachfolgend beschriebenen4 dargestellt ist, wird die Krafteinleitung von dem Gewindeabschnitt4 in den abgetrennten Klemmstückabschnitt6 im wesentlichen von der Reibschlußfläche12 bestimmt. - Auf seiner der zu kontaktierenden Anschlußleitung
21 zugeordneten zweiten Anlagefläche11 weist der Klemmstückabschnitt eine in Bezug auf die Längsachse2 zentrische Ausnehmung14 auf, deren Kegelform sich bis in den Gewindeabschnitt4 hinein erstreckt. Die außenseitigen Kanten des Klemmstückabschnitts6 weisen jeweils eine zweite Fase15 auf mit einem typischen Fasenwinkel β von etwa 30°. - Die
2 zeigt die Klemmschraube1 der1 im Querschnitt. In dem mit einem Kreis markierten und in der3 vergrößert dargestellten Bereich bildet sich eine Sollbruchstelle16 zwischen dem Übergangsabschnitt5 und dem Klemmstückabschnitt6 aus. - Die
3 zeigt in vergrößerter Darstellung einen Ausschnitt der Klemmschraube1 der2 im Bereich III. Die sich beim Abtrennen des Klemmstückabschnitts6 von dem Übergangsabschnitt5 ergebende Trennlinie17 ist in der3 gestrichelt dargestellt. Die Erstreckung dieser Trennlinie17 in radialer Richtung in Bezug auf die Längsachse2 hängt unter anderem von dem Kegelwinkel γ und der Erstreckung der Ausnehmung14 in Richtung der Längsachse2 ab. In jedem Fall ist die Trennlinie17 derart verlaufend, daß der Übergangsabschnitt5 an der Sollbruchstelle16 einen Hinterschnitt ausbildet, der von dem an der Sollbruchstelle16 durch die Trennlinie17 gebildeten und in der Regel ringförmigen Kragen18 des abgetrennten Klemmstückabschnitts6 hintergreifbar ist. Dadurch ist auch im abgetrennten Zustand der Klemmstückabschnitt6 unverlierbar an der Klemmschraube1 festgelegt, aber frei um diese und insbesondere den Übergangsabschnitt5 drehbar. - Herstellungstechnisch besonders einfach kann der Übergangsabschnitt
5 durch Einformen einer in Bezug auf die Längsachse2 symmetrische und ringförmige Nut19 gebildet sein. - Die
4 zeigt die Klemmschraube1 mit von dem Übergangsabschnitt5 abgetrennten Klemmstückabschnitt6 . Erkennbar ist auch die Anlage der ersten Anlagefläche10 des Klemmstückabschnitts6 an der Reibschlußfläche12 des Gewindeabschnitts4 . Erkennbar ist auch, daß die Krafteinleitung von dem mittels eines Werkzeugs drehbaren Gewindeabschnitt4 auf den Klemmstückabschnitt6 radial in Bezug auf die Längsachse2 weiter innen erfolgt als die Einleitung der Kraft von der im wesentlichen feststehenden Anschlußleitung21 (6 ) auf die zweite Anlagefläche11 des Klemmstückabschnitts6 . - Die
5 zeigt eine sich beim weiteren Eindrehen der Klemmschraube1 ergebende Verformung des Klemmstückabschnittes6 . Dabei kommt es auch zu einer jedenfalls teilweisen Anlage der ersten Anlagefläche10 des Klemmstückabschnittes6 an die erste Fase13 des Gewindeabschnitts4 . Diese Anlage geht mit einer signifikanten Erhöhung der Betätigungskraft für das Eindrehen der Klemmschraube einher und kann daher als Endpunkterkennung für das Eindrehen verwendet werden. Der sich verformende Klemmstückabschnitt6 speichert dabei eine die klemmende und kontaktierende Wirkung dauerhaft gewährleistende Kraft, was insbesondere beim Auftreten von Temperaturschwankungen und damit einhergehenden Geometrieänderungen besonders vorteilhaft ist. - Für typische Anwendungsfälle beträgt der zu übertragenden Strom beispielsweise zwischen 50 und 2.000 Ampere Dauerbelastung, insbesondere etwa 750 Ampere, und Kurzschlußbelastungen bis zu mehreren 10.000 Ampere.
- Die
6 zeigt eine Vorrichtung20 zum Klemmen und elektrischen Kontaktieren einer Anschlußleitung21 , insbesondere einer Transformatoranschlußleitung mit einer Vielzahl von feinen Anschlußdrähten22 , die beispielsweise einen Durchmesserzwischen 0,1 und 1,0 mm aufweisen, insbesondere 0,2 bis 0,5 mm, und typisch etwa 0,4 mm. Der Klemmenkörper23 weist mindestens eine Öffnung24 mit einem mindestens kreisbogenförmigen Innengewinde zum Einschrauben einer Klemmschraube1 auf. Die Montage ist besonders vorteilhaft, wenn die Öffnung24 kreiszylindrisch ist mit einem Durchmesser, der größer ist als der Durchmesser des Klemmstückabschnitts6 der Klemmschraube1 . - Die
7 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel einer Klemmvorrichtung120 in einer perspektivischen Ansicht. Der Klemmenkörper123 weist insgesamt vier Öffnungen124 auf, die jeweils paarweise rechtwinklig zueinander angeordnet sind. Alle Öffnungen124 weisen ein übereinstimmendes Innengewinde auf zum Eindrehen einer Klemmschraube101 , die im dargestellten Ausführungsbeispiel eine Innensechskantbohrung für den Werkzeugangriff aufweist. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist jeweils in die vertikale Öffnung124 eine Klemmschraube101 eingeschraubt, wobei der zugehörige Klemmstückabschnitt106 einen nur geringfügig kleineren Durchmesser aufweist als die lichte Weite der Öffnung124 . Dadurch ist eine möglichst ganzflächige Kontaktierung und Klemmung der Anschlußleitung121 gewährleistet. - Gleich beabstandet von den beiden für die Klemmschraube
101 vorgesehenen Öffnungen124 weist der Klemmenkörper123 eine parallel hierzu ausgerichtete Gewindebohrung125 auf, die entweder ausschließlich für die mechanische Befestigung des Klemmenkörpers123 an einer Einrichtung dienen kann, oder vorzugsweise auch für die elektrische Kontaktierung einer Einrichtung wie beispielsweise eines Transformator-Anschlußbolzens. Nach Aufschrauben des Klemmenkörpers123 auf einen entsprechenden Gewindebolzen und Ausrichtung des Klemmenkörpers123 in Bezug auf die anzuschließenden Anschlußleitungen (121a ,121b ) kann durch Zudrehen der Fixierschrauben126 in Zusammenwirkung mit dem Klemmschlitz127 der Klemmenkörper123 und mithin die Klemmvorrichtung120 an dem Gewindebolzen festgelegt werden. - Alternativ oder ergänzend zu dieser Befestigungsmethode kann der Klemmenkörper
123 auch nur auf einen Bolzen bis zu einer gegebenenfalls auch einstellbaren Anlagefläche aufgesteckt werden und anschließend beispielsweise mit einer auf ein Außengewinde des Bolzens aufschraubbaren Mutter befestigt werden. In diesem Fall kann anstelle der Gewindebohrung125 eine einfache Durchgangsbohrung verwendet werden. - Die
8 zeigt die Klemmvorrichtung120 der7 aus einer anderen Perspektive und mit geklemmten Anschlußleitungen121a ,121b . Während für die erste Anschlußleitung121a in die horizontal ausgerichtete Öffnung124a eingesteckt ist und durch die in die korrespondierende vertikale Öffnung eingeschraubte Klemmschraube101a geklemmt wurde, ist die zweite Anschlußleitung121b in die vertikal ausgerichtete Öffnung124b eingesteckt und durch die in die korrespondierende horizontale Öffnung eingeschraubte Klemmschraube101b geklemmt. - Grundsätzlich ist es möglich, die Klemmvorrichtung
120 nicht nur als Anschlußklemme beispielsweise für einen Transformator zu verwenden, sondern auch als Verbindungsklemme für die beiden Anschlußleitungen121a ,121b . - Die
9 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel einer Klemmvorrichtung220 . Diese unterscheidet sich gegenüber dem in den7 und8 dargestellten zweiten Ausführungsbeispiel im wesentlichen durch die treppenartige Anordnung von insgesamt vier Klemmpositionen. Alle vier zu klemmenden Anschlußleitungen können horizontal oder vertikal zugeführt werden. Dadurch ergeben sich größtmögliche Freiheiten bei der Montage der Klemmvorrichtung220 bzw. bei der Zuführung der Anschlußleitungen. Die in der9 nicht sichtbare Gewindebohrung zum Befestigen der Klemmvorrichtung220 beispielsweise an einem Transformator-Anschlußbolzen ist in diesem Ausführungsbeispiel auf der Unterseite als Sacklochbohrung ausgeführt. In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wäre auch eine dritte, in der9 nur punktiert angedeutete Öffnung224 an den Stirnseiten des Klemmkörpers223 möglich, die einen weiteren Freiheitsgrad betreffend die Zuführung der Anschlußleitungen bereitstellen würde. - Durch die Verwendung der Klemmschrauben
1 ,101 ist gewährleistet, daß auch ein aus dünnen Einzeldrähten bestehender Leiter während des Einschraub- und Klemmvorgangs nur geklemmt, aber beispielsweise nicht verschoben oder abgeschert wird. Durch die flächige Pressung der Einzeladern bleibt der Gesamtverband des Leiterseiles an der Klemmstelle im wesentlichen erhalten. Es kann daher auf die Verwendung von Adernendhülsen verzichtet werden, die bei ähnlichen Klemmen aus dem Stand der Technik jeweils über den abisolierten Leiter gestülpt werden müssen. Daher entfällt auch das Vorhalten und Mitsichführen entsprechender Adernendhülsen bei der Montage, die außerdem immer in der passenden Querschnittsgröße vorgehalten werden müssen.
Claims (9)
- Klemmenkörper (
123 ) für eine Vorrichtung (120 ) zum Klemmen und elektrischen Kontaktieren einer Anschlußleitung (121 ), insbesondere einer feindrähtigen Transformator-Anschlußleitung, wobei der Klemmenkörper (123 ) mindestens eine erste und eine zweite Öffnung (124 ) aufweist, die miteinander verbunden sind und die jeweils für ein Einschrauben einer Klemmschraube (101 ) geeignet sind, mittels der die Anschlußleitung (121 ) in dem Klemmenkörper (123 ) klemmbar und elektrisch kontaktierbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die erste und zweite Öffnung (124 ) derart einander zugeordnet sind, daß in die eine der ersten und zweiten Öffnung (124 ) die Anschlußleitung (121 ) einführbar ist und dort mittels der in die andere der ersten und zweiten Öffnung (124 ) einschraubbaren Klemmschraube (101 ) klemmbar ist. - Klemmenkörper (
123 ) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden einander zugeordneten und miteinander verbundenen Öffnungen (124 ) rechtwinklig zueinander an dem Klemmenkörper (123 ) angeordnet sind. - Klemmenkörper (
123 ) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Klemmenkörper (123 ) eine dritte Öffnung (224 ) aufweist, und daß die dritte Öffnung (224 ) der ersten und zweiten Öffnung (124 ) zugeordnet und mit diesen verbunden ist. - Klemmenkörper (
123 ) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die dritte Öffnung (224 ) rechtwinklig zu der ersten und zweiten Öffnung (124 ) angeordnet ist. - Klemmenkörper (
123 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die erste und zweite Öffnung (124 ) jeweils ein Innengewinde aufweisen. - Klemmenkörper (
123 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Klemmenkörper (123 ) weiterhin eine Gewindebohrung (125 ) aufweist zur Festlegung des Klemmenkörpers (123 ) an einer Einrichtung, beispielsweise an einem Transformator-Anschlußbolzen. - Klemmenkörper (
123 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Klemmenkörper (123 ) weiterhin einen Klemmschlitz (127 ) und Bohrungen für die Aufnahme von Fixierschrauben (126 ) aufweist, mittels denen der Klemmenkörper (123 ) in Zusammenwirken mit dem Klemmschlitz (127 ) an einer Einrichtung festlegbar ist, beispielsweise an einem Transformator-Anschlußbolzen. - Klemmenkörper (
123 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Klemmenkörper (123 ) mehrere Gruppen von jeweils mindestens zwei einander zugeordneten und miteinander verbundenen Öffnungen (124 ) aufweist. - Klemmenkörper (
123 ) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Gruppen treppenartig an dem Klemmenkörper (123 ) angeordnet sind.
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| DE102011053828A1 (de) * | 2011-09-21 | 2013-03-21 | Phoenix Contact Gmbh & Co. Kg | Klemmkörper |
-
2003
- 2003-07-01 DE DE20321412U patent/DE20321412U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102011053828A1 (de) * | 2011-09-21 | 2013-03-21 | Phoenix Contact Gmbh & Co. Kg | Klemmkörper |
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