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Die Erfindung betrifft Projektildichtungsanordnungen
für Rohranordnungen,
worin eine Vielzahl von Projektilanordnungen axial in aneinander
stoßendem
Verhältnis
innerhalb eines Rohres angeordnet sind und diskreten Treibmittelladungen
zugeordnet sind zum wahlweisen sequentiellen Treiben der entsprechenden
Projektile aus dem Rohr.
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Die Erfindung betrifft insbesondere,
wenngleich nicht ausschließlich,
Rohranordnungen für Waffen,
welche eine elektrische oder elektronische Aktivierung der Zündmittel
zum Zünden
der diskreten Treibmittelladungen verwenden.
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Stand der Technik
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Die Projektildichtungsanordnungen
für Rohranordnungen,
welche in den früheren
internationalen Patentanmeldungen des vorliegenden Anmel ders beschrieben
sind, beinhaltend PCT/AU94/00124, verwenden operative Dichtungszusammenwirkung zwischen
jeder Projektilanordnung und der Bohrung eines Rohres, welches die
Projektilanordnungen beinhaltet.
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Eine wichtige Funktion der operativen
Dichtungszusammenwirkung zwischen Projektilanordnung und der Rohrbohrung
ist, Verbrennungsleckage der Verbrennungsprodukte, welche aus dem
Abfeuern eines führenden
Projektils resultieren, zu verhindern oder wenigstens zu minimieren,
wobei diese Leckage anderenfalls eine solidarische Zündung der den
folgenden Projektilanordnungen innerhalb des Rohres zugeordneten
Treibmittelladungen verursacht. Diese Projektilanordnungen beinhalten
eine Vielzahl von Rohrdichtungskonfigurationen, welche in Sabots
und Keilhülsen,
Ringen oder anderen expandierbaren Abschnitten beinhaltet sind – alle angeordnet,
um gegen die Bohrung des Rohres zu dichten.
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Allerdings beinträchtigen die verhältnismäßige Komplexität und die
Herstellungskosten der Rohranordnungen, welche eine operative Dichtungszusammenwirkung
mit dem Rohr verwenden, einige Anwendungen der Rohranordnungen des
Anmelders, insbesondere dort, wo kostengünstige Massenfertigung angestrebt
ist.
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GB 1,594,686 offenbart eine Handfeuerwaffe und
Munition in verschiedenen Formen. In einer Ausführungsform umfasst die Munition
mehrere Projektile, welche zusammengesteckt sind und individuell
innerhalb des Rohres durch Klebstoff oder umlaufende Streifen gehalten
sind. Jedoch sind die Ladungen für diese
Projektile nicht spezifisch anders als durch Kontakt zwischen den
Projektilen und dem Rohr gegen die Wirkungen der benachbarten Ladungen
gedichtet.
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US
2,099,993 offenbart eine Handfeuerwaffe, wie ein Gewehr,
und Munition in verschiedenen Formen. In einer Ausführungsform
umfasst diese Munition mehrere Projektile, welche als eine Einheit durch
Kugelgelenke gehalten sind. Die Projektile beinhalten Treibmittelladungen
und werden eins nach dem anderen in den Verschluss der Handfeuerwaffe geladen,
wenn sie gefeuert werden, ohne die Notwendigkeit, jede Ladung gegen
Zündung
von anderen Ladungen zu dichten. Vorzugsweise hat die Verbindung
zwischen den Projektilen einen leichten Spielraum, so dass die Einheit
gebogen oder sogar gewickelt werden kann.
US 2,313,030 offenbart ein ähnliches
System.
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Zusammenfassung der Erfindung
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Ziel der Erfindung
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Die Erfindung zielt darauf ab, eine
Dichtungsanordnung für
Projektile für
eine Rohranordnung bereitzustellen, worin Projektile axial in einem Rohr
angeordnet sind, um zu verhindern, dass der Feuerungsvorgang eines
führenden
Projektils die Treibmittelladung der dahinter liegenden oder folgenden
Projektile zündet,
ohne ein Erfordernis für
eine operative Dichtungszusammenwirkung der Projektile mit der Rohrbohrung.
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Offenbarung
der Erfindung
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Gemäß eines Aspekts besteht die
Erfindung, breit gesagt, in einer Dichtungsanordnung für Projektile,
beinhaltend wenigstens zwei Projektile, welche durch eine brechbare
Kupplung zusammengekuppelt sind, um eine Kette auszubilden, worin
jedes Projektil einen Kopfabschnitt, einen Endabschnitt und eine Treibmittelladung
aufweist, wobei der Endabschnitt des führenden Projektils und der
Kopfabschnitt des folgenden Projektils eine Dichtung um die Treibmittelladung
des führenden
Projektils ausbilden, und die Kupplung Haltemittel beinhaltet, welche
zwischen dem Endabschnitt eines führenden Projektils und dem
Kopfabschnitt eines folgenden Projektils angeordnet sind.
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In einer Ausführungsform beinhaltet die Dichtung
einen Kontakt zwischen komplementären Oberflächen auf dem führenden
und dem folgenden Projektil. Die Dichtung kann eine klebende Verbindung
zwischen dem führenden
und dem folgenden Projektil beinhalten. Die Haltemittel können eine
geschraubte oder geklebte Verbindung zwischen dem führenden
und dem folgenden Projektil beinhalten.
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In einem weiteren Aspekt besteht
die Erfindung in einer Kette von Projektilen, beinhaltend wenigstens
zwei mit einer brechbaren Kupplung gekoppelte Projektile, worin
jedes Projektil einen Kopfabschnitt, einen Endabschnitt und eine
abgedichtete Treibmittelladung aufweist, und die Kupplung Haltemittel
beinhaltet, welche zwischen dem Endabschnitt eines führenden
Projektils und dem Kopfabschnitt eines folgenden Projektils angeordnet
sind.
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In einer Ausführungsform beinhalten die Haltemittel
komplementäre
Zapfenmittel und Buchsenmittel, welche zusammenwirken. Die Zapfenmittel und
Buchsenmittel können
vorzugsweise zusammengeschraubt sein und an dem führenden
und dem folgenden Projektil bereitgestellt sein. Vorzugsweise ist
entweder der Zapfen oder die Buchse trennbar. In einer anderen Ausführungsform
beinhaltend die Haltemittel einen zwischen dem führenden und dem folgenden Projektil
angeordneten Klebstoff. Die Kopplung kann durch Verbrennung der
Treibmittelladung in dem führenden
Projektil brechbar sein. Vorzugsweise weisen der Endabschnitt des
führenden
Projektils und der Kopfabschnitt des folgenden Projektils komplementäre Oberflächen auf,
welche, wenn in Kontakt gebracht, eine Dichtung um die Treibmittelladung
in dem führenden
Projektil ausbilden.
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Ein anderer Aspekt der Erfindung
ist ein Projektil für
eine Kette von Projektilen mit einem Kopfabschnitt, einem Endabschnitt
und einer Treibmittelladung, wobei der Kopf- und Endabschnitt Dichtungsmittel
aufweisen, welche entsprechende Treibmitteldichtungen ausbilden,
und weiterhin aufweisend Haltemittel, welche entsprechende brechbare
Kopplungen ausbilden, wenn sie mit einem Endabschnitt oder einem
Kopfabschnitt eines führenden
oder folgenden Projektils in der Kette verbunden sind.
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Gemäß eines weiteren Aspekts besteht
die Erfindung in einer Rohranordnung, beinhaltend ein Rohr, welches
eine Kette von Projektilen enthält,
wobei die Kette durch brechbare Kopplungen zwischen den Projektilen
zusammengehalten wird, worin jedes Projektil einen Kopfabschnitt,
einen Endabschnitt und eine abgedichtete Treibmittelladung aufweist und
die Kopplungen Haltemittel beinhalten, welche zwischen dem Endabschnitt
von jedem führenden Projektil
und dem Kopfabschnitt von dem entsprechenden folgenden Projektil
angeordnet sind.
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Gemäß eines weiteren Aspekts ruht
die Erfindung in einer Projektilanordnung, welche einen Körper mit
einem Kopf- und Endabschnitt aufweist und die dadurch gekennzeichnet
ist, dass:
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- – Der
Kopf einen vorderen Abschnitt beinhaltet, der zur operativen Dichtungszusammenwirkung mit
der hinteren Öffnung
eines folgenden Projektils ausgebildet ist;
- – Der
Endabschnitt eine hintere Öffnung
beinhaltet, welche mit einem Hohlraum kommuniziert, der in der Projektilanordnung
zum Aufnehmen der diskreten Treibmittelladung bereitgestellt ist,
wobei die Öffnung
einen hinteren Abschnitt beinhaltet, der zur operativen Dichtungszusammenwirkung
mit dem vorderen Abschnitt eines folgenden Projektils ausgebildet
ist; und
- – Eine
Dichtungsanordnung solcher Art vorhanden ist, dass während der
Aufbringung einer Drucklast auf aneinanderstoßende Projektilanordnungen
die diskrete Treibmittelladung innerhalb des Hohlraums gedichtet
ist.
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Vorzugsweise weist der vordere Abschnitt oder
Kopfabschnitt eine vordere Dichtungsoberfläche einer vorbestimmten Form
auf, und die hintere Öffnung
hat eine rückwärtige Dichtungsoberfläche einer
im Wesentlichen komplementären
Form zu der vorbestimmten Form der vorderen Dichtungsoberfläche, wodurch
die Dichtungsoberflächen
zusammenwirken.
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Alternativ beinhaltet der vordere
Abschnitt und/oder die rückwärtige Öffnung ein
Dichtungsmittel, wie einen Dichtring, um die Abdichtung zu unterstützen oder
zu verstärken.
Die Dichtungsmittel können
als ein federnder Körper
vorgeformt sein, wie ein Dichtring, oder können in-situ durch die Verwendung eines
geeigneten fließfähigen Dichtungsmaterial ausgebildet
sein. Vorzugsweise hat das Dichtungsmaterial klebende Eigenschaften.
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Die Dichtungsoberflächen des
Projektilkörpers
können
jede geeignete Form aufweisen, beinhaltend im Querschnitt hemisphärische,
konische oder keilförmig
geformte Oberflächenabschnitte,
seien diese durch aerodynamische Betrachtungen oder in anderer Weise
vorgegeben. Vorzugsweise hat die vordere Dichtungsoberfläche eine
konvexe Form und die zusammenwirkende rückwärtige Dichtungsoberfläche hat
eine komplementäre
konkave Form.
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Der Projektilkörper kann eine transversale Oberfläche auf
einem der Kopf- und Endabschnitte der Projektilanordnungen aufweisen,
welche quer angeordnet ist, um Überlaufen
eines Projektils relativ zu seinem folgenden Projektil bei Aufbringung
einer Drucklast darauf zu verhindern. Die transversalen Oberflächen können planar
oder gebogen sein, wie benötigt.
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Die Treibmittelladungen können in
einer festen Form oder einer fließfähigen Form, wie etwa Pulver
oder Körner
bereitgestellt sein.
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Die rückwärtige Öffnung beinhaltet einen Verschluss
zum Halten des Treibmaterials innerhalb des Hohlraums. Der Verschluss
kann eine mechanisch sprengbare Scheibe oder eine Scheibe, welche aus
einem brennbaren Material zusammengesetzt ist, beinhalten.
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Der Verschluss kann Haltemittel beinhalten, welche
lösbar
mit komplementären
Haltemitteln auf dem Kopf zusammenwirken. Die Haltemittel sind vorzugsweise
Zapfen und Buchsenelemente, welche vorzugsweise zusammenwirkende
Schraubgewinde beinhalten, um eine bequeme Lösung zu erlauben. Alternativ
können
die Haltemittel brechbar sein. In einem Fall kann eine Kette von
Projektilanordnungen durch selektive Zusammenwirkung von solchen
Haltemitteln ausgebildet werden.
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In einem weiteren Aspekt ruht die
Erfindung in einer Kette von Projektilen, welche wenigstens zwei
Projektile beinhaltet, welche lösbar
zusammengekoppelt sind, worin jede Projektilanordnung einen Kopfabschnitt
und einen Endabschnitt umfasst, und worin eine lösbare Kopplung ein komplementäres Zapfenelement
und Buchsenelement umfasst, wobei die Kopplung zwischen dem Endabschnitt
eines führenden
Projektils und einem Kopfabschnitt eines folgenden Projektils angeordnet
ist.
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Wenn benötigt, sind das Zapfenelement
und Buchsenelement der Kopplung mit lösbaren Zusammenwirkungsmitteln
bereitgestellt, wie etwa zusammenwirkende Schraubgewinde oder brechbare
Gelenkmittel.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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Damit die Erfindung vollständig verstanden und
praktisch umsetzbar wird, wird nun Bezug genommen auf die anhängenden
Zeichnungen, welche typische Ausführungsformen der Erfindung
darstellen. Es zeigen:
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1 eine
isometrische Ansicht eines Projektilanordnung einer ersten Ausführungsform
der Erfindung;
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2 eine
teilweise zerlegte isometrische Ansicht von zwei Projektilanordnungen
der ersten Ausführungsform
in nahezu aneinanderstoßendem Verhältnis innerhalb
eines Rohres;
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3 eine
isometrische Ansicht einer Projektilanordnung einer zweiten Ausführungsform
der Erfindung;
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4 eine
teilweise zerlegte isometrische Ansicht von zwei Projektilanordnungen
der zweiten Ausführungsform;
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5 eine
isometrische Ansicht von Projektilanordnungen, beinhaltend eine
Dichtungsanordnung einer dritten Ausführungsform der Erfindung;
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6 eine
geschnittene Seitenansicht einer Projektilanordnung einer vierten
Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung;
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7 eine
weitere geschnittene Seitenansicht einer Projektilanordnung von
aneinanderstoßenden
Projektilen der vierten Ausführungsform;
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8 eine
geschnittene Seitenansicht einer Projektilanordnung einer fünften Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung; und
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9 eine
weitere geschnittene Seitenansicht einer Projektilanordnung von
aneinanderstoßenden
Projektilen der fünften
Ausführungsform.
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Beschreibung
der Ausführungsformen
der Erfindung
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Die Projektilanordnungen 10 der
ersten, in 1 und 2 dargestellten Ausführungsformen
beinhalten jeweils einen Körper 11,
welcher einen Kopf- oder vorderen Abschnitt 12 und einen
Mund oder eine rückwärtige Öffnung 13 an
einem Endabschnitt 19 aufweist, wobei die Öffnung mit
einem Hohlraum 14 kommuniziert, der in den Projektilkörper bereitgestellt
ist. Der Hohlraum 14 beinhaltet eine diskrete Treibmittelladung 15,
zusammen mit Zündmitteln (nicht
gezeigt) zum Zünden
der Treibmittelladung. Es wird verstanden werden, dass bei Zündung des Treibmittels,
in geeigneter Weise durch elektronische Steuerungsmittel, Verbrennungsprodukte,
beinhaltend Treibgas, den Projektilhohlraum 14 über den Mund
13 am Ende 19 des Projektils mit beträchtlicher Kraft verlassen werden.
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In der ersten Ausführungsform
ist eine vordere Dichtungsoberfläche 16 des
Projektilkopfes konvex, mit einer einfachen hemisphärischen
Form, wohingegen der Mund 13 eine umlaufende Dichtungsoberfläche 17 aufweist,
welche wenigstens teilweise mit einer komplementären konkaven Form zu der hemisphärischen
Dichtungsoberfläche 16 des
Kopfes 12 bereitgestellt oder ausgebildet ist. Die genaue Konfiguration
der Formen sind verhältnismäßig unwichtig,
im Gegensatz zu dem Erfordernis, dass sie komplementär sind,
um den gewünschten
Zweck des Bereitstellens einer im Wesentlichen gasdichten Dichtung
bei Aufbringen einer Drucklast auf die aneinanderstoßenden Projektilanordnungen
zu erfüllen. Eine
solche Dichtung bezweckt, eine ungewünschte Zündung der den folgenden Projektilen
zugeordneten Treibmittelladungen zu vermeiden, wie in Bezug auf 2 beschrieben. Es ist auch
wünschenswert, dass
die Formen, welche für
das Projektil verwendet werden, eine ausreichende Festigkeit bereitstellen, um
den Kräften
im Rohr zu wiederstehen, welche während des Abfeuerns einer Waffe
auftreten, die die Projektilanordnungen verwendet.
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Während
in dieser Ausführungsform
eine einfache hemisphärische
Form verwendet wird, sind viele Variationen möglich. Zum Beispiel ist eine
einfache Variation, dass der Projektilkopf und das aufnehmende Ende
des Projektils zusammenwirkende, im Querschnitt konische oder keilförmige Formen
für eine
verbesserte Dichtungszusammenwirkung aufweisen. In einigen Ausführungsformen
wird die Oberflächenform
des Kopfes oder vorderen Abschnitts 12 des Projektilkörpers 11 in Übereinstimmung
mit aerodynamischen Betrachtungen bestimmt werden.
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2 stellt
zwei (2) einer Vielzahl von Projektilanordnungen 10 dar,
welche axial in nahezu aneinanderstoßendem Verhältnis innerhalb eines Rohres 20 angeordnet
sind. Die Projektilanordnungen sind zum Zwecke der Klarheit leicht
voneinander getrennt und nur ein Teil des Rohres 20 ist
abgebildet. Im normalen Betrieb wäre die vordere Oberfläche 16 des
Kopfes 12 des folgenden oder rechten Projektils 10b im
Kontakt mit der hinteren umlaufenden Oberfläche 17 des Mundes 13 des
führenden
oder linken Projektils 10a, aufgrund der kompressiven Wirkung des
Ladens der Projektile in das Rohr 20. Die umlaufende Oberfläche 17 erstreckt
sich einwärts
von jedem Projektil 10, sowohl von einer rückseitigen,
ringförmigen
Endfläche 18 am
Ende des Projektils als auch von einer äußeren Oberfläche des
Projektilkörpers 11 in
Richtung der Längsachse 22 des
Projektils.
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Bei Aufbringen einer Drucklast 11 auf
die aneinanderstoßenden
Projektile 10 wird die rückwärtige umlaufende Oberfläche 17 des
führenden
Projektils 10a operativ gegen die vordere Oberfläche 16 des folgenden
Projektils 10b abgedichtet, wodurch die Treibmittelladung 15 innerhalb
des Hohlraums 14 in dem Projektilkörper 11 abgedichtet
wird. Typischerweise resultiert eine weitere Druckbelastung aus
der Zündung
ei nes vordersten Projektils (nicht gezeigt in 2) während
des Ausstoßes
des vorderen Projektils aus dem Rohr 20.
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Es ist anzumerken, dass die Interaktion
zwischen den Projektilanordnungen 10 und der Wand oder
Bohrung 21 des Rohres 20 der vorliegenden Ausführungsform,
wenigstens soweit jegliches Erfordernis einer Abdichtung betroffen
ist, die gleiche ist, wie für
konventionelle Projektile und Rohrwände in bekannten Waffen. Folglich
ist nur ein Dichtungsgrad zwischen der äußeren zylindrischen Oberfläche des Projektilkörpers 11 und
der Rohrbohrung 21 für
einen verlässlichen
Betrieb erforderlich, welcher verhindert, dass Treibgase hinter
den Kopf 12 des Projektilkörpers 11 während des
Abfeuerns entweichen, wie es durch konventionelle Züge bereitgestellt
wird.
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Ein Projektil 30 gemäß einer
zweiten Ausführungsform
der Erfindung ist in 3 dargestellt.
Das Projektil 30 beinhaltet einen Körper 31, welcher einen reduzierten
Kopfdurchmesser oder vorderen Abschnitt 32 und einen Mund
oder eine rückwärtige Öffnung 33 an
einem Endabschnitt beinhaltet, wobei der Mund mit einem Hohlraum
(nicht gezeigt) kommuniziert, der in dem Projektilkörper bereitgestellt
ist. Der Projektilkörper 31 beinhaltet
einen frustro-konischen Endabschnitt 34, der an einer ringförmigen Rückfläche 38 endet,
die einen reduzierten Durchmesser relativ allgemein zu dem Projektilkörper aufweist.
Der innere Hohlraum beinhaltet eine diskrete Treibmittelladung 35 zusammen
mit Zündungsmitteln
(nicht gezeigt) zum Zünden
der Treibmittelladung. Die Anordnungen zum Zünden der Treibmittelladung
können
in geeigneter Weise ähnlich
sein zu derjenigen, welche in der früheren internationalen Patentanmeldung PCT/AU94/00124
des vorliegenden Anmelders beschrieben ist.
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Eine vordere Dichtungsoberfläche 36 ist
an dem Projektilkopf bereitgestellt, zusammen mit einer komplementären rückwärtigen Dichtungsoberfläche 37 an
dem Umfang der rückwärtigen Öffnung 33,
welche zur operativen Dichtungszusammenwirkung mit der Dichtungsoberfläche 36 des
Projektilkopfes 32 ausgebildet ist.
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4 stellt
zwei (2) Projektile 30 einer zweiten Ausführungsform
in im Wesentlichen axialer Ausrichtung dar, obwohl sie in der Zeichnung
aus Klarheitsgründen
voneinander beabstandet sind. Wenn erforderlich, kann eine vordere
Fläche
des Projektilkörpers 31 einen
ringförmigen
Abschnitt (nicht gezeigt) transversal zu einer Längsachse 39 beinhalten,
der ausgebildet ist, um die transversale, ringförmige Rückenfläche 38 eines führendes
Projektils zu berühren.
Diese Anordnung kann bereitgestellt werden, um das Vorschreiten
des Kopfes 32 eines folgenden Projektils in den rückwärtigen Mund 33 eines führenden
Projektils zu begrenzen, folglich die Möglichkeit zu minimieren, dass
die entsprechenden Dichtungsflächen 36, 37 durch Überlaufen
und/oder Verformung zusammen verriegelt werden, verursacht durch
wiederholte Aufbringung von Druckkräften auf eine Kette oder Ladung
von Projektilanordnungen in einem Rohr.
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Bezug nehmend auf 5 sind dort Projektilanordnungen 40 von
allgemein ähnlicher
Konfiguration zu derjenigen dargestellt, welche zuvor in Bezug auf
die 1 und 2 beschrieben wurden. Jede
Projektilanordnung 40 beinhaltet ein Dichtungsmittel in der
Form einer Dichtung 41, welche auf der rückwärtigen Dichtungsoberfläche 42 einer Öffnung 43 benachbart
zu dem Endabschnitt 49 des Projektils gehalten sind. Diese
erste Dichtung 41, welche aus rostfreiem Stahl oder einem
geeigneten, spezifischen synthetischen Material zusammengesetzt
sein kann, stellt eine verstärkte
Abdichtung zwischen der rückwärtigen Dichtungsoberfläche 42 und
der vorderen Dichtungsoberfläche 44 des
Projektilkopfes bereit. Eine Doppeldichtung kann, wenn erforderlich,
erreicht werden, indem eine zweite Dichtung (entsprechend beabstandet
von der ersten Dichtung 41) an dem Projektilkopf bereitgestellt
wird. Jedoch können auf
dem Projektilkopf angeordnete Dichtungsmittel die aerodynamischen
Eigenschaften der Projektilanordnung 40 beeinträchtigen.
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In anderen Variationen der dritten
Ausführungsform
können
die Dichtungsmittel ein klebendes Dichtungsmaterial umfassen, welches
eine Dichtung zwischen aufeinanderstoßenden Projektilanordnungen
in situ ausbildet und auch bewirken kann, eine Vielzahl von Projektilen
zur Vereinfachung des Ladens in ein Rohr in einer Kette zu halten.
Eine Treibmittelladung 45 ist mit dem Körper der Projektilanordnung 40 verbunden
und kann als ein fester Block oder ein fließfähiges Material, wie Pulver
oder Körner,
ausgebildet sein, wie in der vorliegenden Ausführungsform.
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Diese Ausführungsform beinhaltet weiter
einen Verschluss der rückwärtigen Öffnung 43 in
der Gestalt einer brechbaren Scheibe 46 zum Halten der fließfähigen Treibmittelladung 45.
Der Verschluss, welcher alternativ aus einem brennbaren Material statt
einer brechbaren Scheibe ausgebildet sein kann, beinhaltet Haltemittel,
welche lösbar
mit komplementären
Haltemitteln auf einem benachbarten Projektilkopf zusammenwirken.
Die Haltemittel in der vorliegenden Ausführungsform sind durch ein Zapfenelement 47 auf
dem Kopf und durch ein Buchsenelement 48, welches in der
brechbaren Scheibe 46 bereitgestellt ist, ausgebildet,
wobei diese Elemente jeweils entsprechende zusammenwirkende Schraubgewinde
beinhalten, welche eine nachfolgende Lösung, wenn gewünscht, ermöglichen.
In anderen Ausführungsformen,
welche einen festen Block eines Treibmittels verwenden, können die
Haltemittel eine Buchse beinhalten, der direkt in dem Treibmittelblock ausgebildet
ist.
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Die Zapfen und Buchsenelemente 47, 48 der Haltemittel
können
zusammen eine brechbare Kopplung umfassen. Anstelle von Zusammenwirken
der Gewinde kann die Kopplung mit Hilfe der Verbrennung gelöst werden,
vorzugsweise derjenigen, welche während des Abfeuerns vorhanden
ist. Eine Vielzahl von Projektilanordnungen 40 kann entsprechend
zusammengekoppelt werden, um zur Vereinfachung der Handhabung und
hintereinanderfolgendem Laden in ein Rohr eine Kette von Projektilen auszubilden.
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6 und 7 stellen im Schnittbild
Projektile 50 einer vierten Ausführungsform der Erfindung dar. Die
in 6 gezeigten Projektile 50 beinhalten
eine äußere Wand 51,
welche einen inneren Hohlraum ausbilden, und eine transversale innere
Wand 52, welche den Hohlraum in einen Transport- oder Nutzlasthohlraum 53 und
einen Treibmittelhohlraum 54 unterteilen. Der Projektilköper kann
fiktiv in einen Kopfabschnitt 55 und einen Endabschnitt 56 zur
Vereinfachung der Bezugnahme unterteilt werden.
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Die vordere äußere Oberfläche des Kopfabschnitts 55 beinhaltet
ein abgeflachtes oder stumpfes vorderes Ende 56 und eine
konvexe Dichtungsoberfläche 57.
Eine innere Oberfläche
des Kopfabschnitts beinhaltet eine sich einwärts erstreckende Verstärkungsrippe 58 für den Transport-
oder Nutzlasthohlraum 53. Es kann erkannt werden, dass
die Rippe 58 in einer Form eine Schraubgewindeanordnung
beinhalten kann zum Vereinfachen des Zugangs zu dem Nutzlasthohlraum,
wie benötigt.
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Der Treibmittelhohlraum 54 kann
nach außerhalb
des Projektils über
einen rückwärtigen Mund oder
eine Öffnung 59 am
Endabschnitt 56 des Projektils kommunizieren, wobei der
Mund durch eine sich einwärts
erstreckende ringförmige
Wand 60 definiert ist. Die Öffnung 59 ist durch
einen Verschluss bedeckt, hier in der Form einer brechbaren Scheibe 61,
welche ausgebildet ist zum Zerreißen während der Zündung des fließfähigen Treibmittels
(nicht gezeigt), dass darin enthalten ist. Eine rückwärtige Dichtungsoberfläche 62 der
ringförmigen
Wand 60 hat eine konkave Form, welche im allgemeinen komplementär zu der
konvexen Dichtungsoberfläche 57 ist.
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Bezug nehmend zu 7, welche eine Ladung von drei (3) Projektilen 50a, 50b, 50c der
vierten Ausführungsform
zeigt, sind diese in axial aneinanderstoßendem Verhältnis, wie in einem Rohr (nicht gezeigt)
angeordnet. Entsprechend ist der Treibmittelhohlraum 54a des
ersten Projektils 50a an der Schnittstelle 65a–b gedichtet,
welche durch Zusammen wirken der rückwärtigen Dichtungsoberfläche 62a des
ersten Projektils mit der vorderen Dichtungsoberfläche 57b des
nächstbenachbarten
(zweiten) Projektils 50b ausgebildet ist. Dementsprechend
ist der Treibmittelhohlraum 54b des zweiten Projektils 50b an
der Schnittstelle 65b–c gedichtet,
ausgebildet durch die Zusammenwirkung von dessen rückwärtiger Dichtungsoberfläche 62b mit
der vorderen Dichtungsoberfläche 57c des
nächstbenachbarten
(dritten) Projektils 50c.
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8 und 9 stellen, im Schnittbild,
Projektile 70 einer fünften
Ausführungsform
der Erfindung dar. Das in 8 gezeigte
Projektil 70 beinhaltet eine äußere Wand 71, welche
einen inneren Hohlraum ausbildet, und eine transversale innere Wand 72,
welche den inneren Hohlraum in einen Transport- oder Nutzlasthohlraum 73 und
einen Treibmittelhohlraum 74 unterteilt. Der Projektilkörper kann
wiederum fiktiv in einen Kopfabschnitt 75 und einen Endabschnitt 76 zur
Vereinfachung der Bezugnahme unterteilt werden.
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Die vordere äußere Oberfläche des Kopfabschnitts 75 beinhaltet
eine transversale ringförmige Oberfläche 76,
welche an dem Übergang
von einer zylindrischen Seitenwand zu einer teilweise sphärischen
Frontwand des Kopfabschnitts 75 angeordnet ist, wobei die
Frontwand eine vordere, konvexe Dichtungsoberfläche 77 aufweist. Eine
innere Oberfläche des
Kopfabschnitts 75 des Projektils 70 beinhaltet eine
sich einwärts
erstreckende Verstärkungsrippe 78 für den Transport-
oder Nutzlasthohlraum 73.
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Der Treibmittelhohlraum 74 kann
nach außerhalb
des Projektils über
einen rückwärtigen Mund oder
eine Öffnung 79 an
dem Endabschnitt 76 des Projektils kommunizieren, wobei
der Mund durch eine sich einwärts
erstreckende ringförmige
Wand 80 definiert ist. Ein fester Block eines Treibmittels 81 (in Phantom
gezeigt) kann in dem Treibmittelhohlraum 74 enthalten sein.
Eine rückwärtige Dichtungsoberfläche 82 der
ringför migen
Wand 80 hat eine konkave Form, welche allgemein komplementär zu der
konvexen, sphärischen
Dichtungsoberfläche 77 ist.
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Bezug nehmend zu 9, welche eine Ladung von drei (3) Projektilen 70a, 70b , 70c der
fünften
Ausführungsform
zeigt, sind diese in axial aneinanderstoßendem Verhältnis angeordnet, wie in einem
Rohr (nicht gezeigt) aufgereiht. Entsprechend wird der Treibmittelhohlraum 74a des
ersten Projektils 70a an der Schnittstelle 85a–b abgedichtet,
ausgebildet durch Zusammenwirkung der rückwärtigen Dichtungsoberfläche 82a des
ersten Projektils 70a mit der vorderen Dichtungsoberfläche 77b des nächstbenachbarten
(zweiten) Projektils 70b. Es kann auch erkannt werden,
dass das Zusammenstoßen
zwischen einer rückwärtigen Ecke 83a und
der seitlichen ringförmigen
Fläche 76b der
entsprechend ersten und zweiten Projektile einem Überlaufen
und einer möglichen
Verformung der Projektile 70a, 70b während axialer
Kompression der Projektilreihe wiedersteht.
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Entsprechend ist der Treibmittelhohlraum 74b des
zweiten Projektils 70b an der Schnittstelle 85b–c abgedichtet,
welche durch Zusammenwirkung von dessen rückwärtigen Dichtungsoberfläche 82b mit
der vorderen Dichtungsoberfläche 77c des nächstbenachbarten
(dritten) Projektils 70c ausgebildet ist. In gleicher Weise
wird einem Überlaufen durch
Aneinanderstoßen
der rückwärtigen Ecke 83b des
zweiten Projektils 70b an der vorderen seitlichen Fläche 76c des
dritten Projektils 70c wiederstanden.
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Die vorliegende Erfindung findet
Anwendung in Waffen sowohl im Gebrauch des Militärs als auch der Gesetzesdurchsetzung,
wenngleich diese Erfindung auch für andere zivile Nutzungen anwendbar ist.
Sie findet besondere Anwendung in Waffensystemen, bei denen sie
die Spannungserfordernisse des Rohres und des Projektils reduzieren
kann, was auch den Herstellungsprozess vereinfacht. Insbesondere können Projektile,
welche die Dichtungsanordnung der Erfindung beinhalten, mit Rohren
verwendet werden, welche standardisierte Konstruktionstechni ken aufweisen,
beinhaltend konventionelle Zuganordnungen ebenso wie spezialisiertere
Rohre und Waffen.
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Es ist zu verstehen, dass die vorgenannten Ausführungsformen
nur im Wege der Illustration dieser Erfindung dargelegt worden sind
und dass weitere Modifikationen und Verbesserungen daran, wie sie den
in der betreffenden Technik erfahrenen Personen offensichtlich sind,
innerhalb des breiten Umfangs und Bereichs der hierin beschriebenen
und in den folgenden Ansprüchen
definierten Erfindung zu fallen haben.