DE2032069B2 - Verfahren zum kuehlen duenner extrudierter kunststoffstraenge, insbesondere von kunststoffbeschichtungen duenner draehte, mittels eines fluessigen kuehlmittels - Google Patents
Verfahren zum kuehlen duenner extrudierter kunststoffstraenge, insbesondere von kunststoffbeschichtungen duenner draehte, mittels eines fluessigen kuehlmittelsInfo
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Description
großen Anzahl im Abstand zueinander angeord- Es hat sich gezeigt, daß auf diese Weise sehr
neter Wasserdüsen auf den extrudierten Kunst- 40 dünne und empfindliche Kunststoffstränge bzw.
Stoffstrang gerichtet werden. -beschichtungen, ohne zu reißen oder sich zu verfor-
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 men, sehr wirksam gekühlt werden können, und zwar
bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der extru- auch dann, wenn die Abzugsgeschwindigkeit hoch
dierte Kunststoffstrang entlang einer Führungs- ist und der Kühlmittelstrahl entsprechend stark sein
rinne gekühlt wird, die unterhalb der oder jeder 45 muß. Es können auf diese Weise z. B. dünne Isolier-Wasserdüse
angeordnet ist. Umhüllungen mit Stärken von etwa 0,05 bis 0,25 mm
auf dünne Drähte mit Durchmessern von z. B. 0,3 his 1,0 mm aufgebracht werden, wobei die Abzugs- bzw.
Extrusionsgeschwindigkeit in der Größenordnung
50 von 450 bis 1500 m pro Minute oder höher liegt.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung näher beschrieben, in der ein Ausführungsbeispiel einer
Vorrichtung zur Durchführung des erfindungs-
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Kühlen gemäßen Verfahrens dargestellt ist.
dünner extrudierter Kunststoffstränge, insbesondere 55 Es zeigt
dünner extrudierter Kunststoffstränge, insbesondere 55 Es zeigt
von Kunststoffbeschichtungen dünner Drähte, mittels F i g. 1 eine Seitenansicht der Vorrichtung,
eines flüssigen Kühlmittels, das in symmetrisch um F i g. 2 einen Querschnitt durch die Vorrichtung
den Strang verteiltem Strom und mit einer in Extru- entlang der Linie H-II nach Fig. 1,
sionsrichtung des Stranges gerichteten Geschwindig- Fig. 3 einen Querschnitt durch die Vorrichtung
sionsrichtung des Stranges gerichteten Geschwindig- Fig. 3 einen Querschnitt durch die Vorrichtung
keitskomponente auf den Strang gerichtet wird. 60 entlang der Linie IH-III in Fi g. 2.
Bei einem aus der Patentschrift Nr. 60 638 des Gemäß Fig. 1 wird eine isolierende Kunststoff-
Amtes für Erfindungs- und Patentwesen in Ost-Ber- umhüllung aus einem Werkzeug 10 auf einen dünnen
lin bekannten Verfahren dieser Art dient das Kühl- elektrischen Leiter C extrudiert, und zwar mittels
mittel gleichzeitig als Zugmittel, d. h. seine Ge- einer Extrüsionsvorrichtung, wie sie gebräuchlicherschwindigkeitskomponente
in Strangrichtung ist so 65 weise für diesen Zweck Verwendung findet. Der isogroß,
daß es eine Schleppwirkung zum Abziehen des lierte Leiter C wird auf eine Aufwickelvorrichtung
Stranges ausübt. Der Angriffspunkt dieser Schlepp- 11 aufgewickelt, die entfernt vom Werkzeug 10 ankraft
liegt aber an dem noch weichen und wenig reiß- geordnet ist. Zwischen diesen Vorrichtungen können
3 4
mehrere geradlinig ausgerichtete, an den Enden Wasser wandert also mit dem isolierten Lerter>. so
offene V-förmige Rinnen 12 liegen, durch die der daß Zugbelastungen vermindert werden und deriso-
Leiter gezogen wird. lierte Leiter mit minimaler innerer Spannung auf die
Bevor der Leiter jede der aufeinanderfolgenden Aufwickelvorrichtung 11 aufgewickelt werden kann.
Rinnen 12 passiert, wird Wasser mit hoher Ge- 5 Da das Wasser mit dem isolierten Leiter wandert,
schwindigkeit auf seine Umhüllung aufgesprüht, und besteht die Möglichkeit, daß die erforderliche Kunlzwar
mittels Düsen, die insgesamt mit 13 bezeichnet wirkung nicht erzielt wird, und zwar insbesondere
sind. Jede Düse 13 besteht gemäß Fig.2 aus einer dann, wenn die Düsen lediglich eine dünne Wasserringförmigen
Mündung 14, die den isolierten Leiter C schicht aufsprühen. In einem derartigen frall ist es
gemäß Fig. 3 umgibt und von den Vorderkanten io wünschenswert, das Wasser entlang der Lange des
innerer und äußerer konischer Düsenwände 15 und isolierten Leiters von Zeit zu Zeit zu wechseln._Hier-16
gebüdet wird. Letztere umschließen zusammen zu ist dann eine Mehrzahl von Rinnen112 und Düsen
mit einer Rückwand 17 eine ringförmige Kammer 18, 13 vorgesehen, wobei das hintere Ende jeder Kinne
die über eine Leitung 19 mit Druckwasser versorgt 12 nach unten abfällt, um das Wasser dazu zu yerwerden
kann. 15 anlassen, sich an dieser Stelle vom isolierten Leiter
Es sei darauf hingewiesen, daß das von jeder Düse zu trennen. Die Abtrennung erfolgt dabei bevor der
13 gegen den isolierten Leiter C gerichtete Wasser Leiter durch die folgende Düse 13 hindurchlautt.
gleichmäßig an allen Stellen rund um den Umfang Sind die Düsen andererseits so ausgebildet, daß sie
auf den Leiter auftritt. Letzterer wird von den Rin- eine relaüv dicke Wasserschicht auf den isolierten
nenl2 so ausgerichtet, daß er zentral durch dieMün- 20 Leiter aufsprühen, um eine optimale Kunlwirkung zu
dung 14 hiüdurchläull. Das Wasser erzeugt keine erzielen, so fällt ein hoher Prozentsatz dieses Wassers
resultierende radiale Kraft, deren Einwirkung auf unter der Wirkung der Schwerkraft vom Leiter ab,
den Leiter dessen seitliche Stabilität stören könnte. wobei es dann nicht notwendig sein K aim, die Rm-
Wenn der Leiter aus irgendwelchen Gründen dazu nen vorzusehen. Ist die Kühlwirkung ausreichend
neigt, aus dem Zentrum der Mündung 14 herauszu- a5 groß, so kann es in der Tat überflussig sein, mehr als
laufen, so ergibt sich eine resultierende radiale Kraft, eine Düse zu verwenden.
die bestrebt ist, den Draht wieder relativ zur Mün- Es sei darauf hingewiesen, daß das vorstehende
dung 14 zu zentralisieren. Die Düsen sorgen daher Ausführungsbeispiel keine Einschränkung darstellt,
nicht nur für eine Kühlung der Beschichtung, sondern Zum Beispiel müssen die Düsen nicht mit einer
auch für eine Selbstzentrierung des Drahtes. 30 ringförmigen Mündung versehen sein. Sie können
Das Wasser wird derart auf den beschichteten Lei- vielmehr gesonderte Mündungen aufweisen, welche
ter ausgerichtet, daß eine wesentliche Geschwindig- drei oder mehr Strahlen bilden, die in gleichem Wm-
keitskomponente in Axialrichtung des Leiters liegt, kelabstand zueinander auf den isolierten Leiter ge-
d. h. in der Richtung, in der er gezogen wird. Das richtet sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Verfahren zum Kühlen dünner exirudierter für dicke Stränge oder für Stränge, die anschließend
Kunststoffstränge, insbesondere von Kunststoff- 5 ohnehin in Stücke oder Granulat aufgeteilt werden
beschichtungen dünner Drähte, mittels eines flüs- sollen. Denselben Nachteil, nämlich die Ausübung
sigen Kühlmittels, das in symmetrisch um den einer den Strang belastenden Kraft am noch unge-Strang
verteiltem Strom und mit einer in Extru- kühlten, nicht widerstandsfähigen Teil des Stranges,
sionsrichtung des Stranges gerichteten Geschwin- hat ein anderes bekanntes Verfahren zum Kühlen
digkeitskomponente auf den Strang gerichtet wird, io von extrudierten Schläuchen, bei dem das Kühlmittel
dadurch gekennzeichnet, daß die in entgegen der Extrusionsrichtung aufgespritzt wird, so
Extrusionsrichtung des Stranges gerichtete Ge- daß es eine starke Widerstandskraft ausübt (britische
schwindigkeitskomponente des Kühlmittels in Patentschrift 984 406). Beim kalten Extrudieren von
der Größenordnung der Extrusion und Abzugs- Schläuchen aus Polytetrafluoräthylen ist es bekannt,
geschwindigkeit und nicht kleiner als 40 °/o davon 15 das schräg geneigte Führungsrohr durch ein am
gewählt wird, wobei das Kühlmittel mit dem oberen Ende und damit in der Extrusionsrichtung des
Strang mitwandert, ohne eine Zugwirkung oder Schlauches zugeführtes Schmiermittel zu schmieren
einen übermäßigen Widerstand auf den Strang (britische Patentschrift 822 515).
auszuüben. Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge- 20 zugrunde, c:n speziell für das Kühlen sehr dünner
kennzeichnet, daß als Kühlmittel Wasser auf den und empfindlicher, heiß extrudierter Kunstsioffextrudierten
Kunststoffstrang aus mindestens stränge, z. B. Beschichtungen dünner Drähte, geeigeiner
Wasserdüse mit einer ringförmigen Mün- netes Verfahren der genannten Art zu schaffen, bei
dung gerichtet wird, wobei der Kunststoffstrang dem eine unerwünschte mechanische Einwirkung des
aus einem konzentrisch zur ringförmigen Mün- 25 zugeführten Kühlmittels auf den noch weichen und
dung liegenden Mundstück herausläuft. empfindlichen Kunststoffstrang vermieden wird, und
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch zwar insbesondere auch bei hohen Abzugsgeschwingekennzeichnet,
daß als Kühlmittel Wasser auf digkeiten und entsprechend großer erforderlicher den extrudierten Kunststoff aus einer Mehrzahl Kühlmittelmenge.
im Abstand zueinander angeordneter Wasser- 30 Das Verfahren ist daher erfindungsgemäß dadurch
düsen gerichtet wird. gekennzeichnet, daß die in Extrusionsrichtung des
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge- Stranges gerichtete Geschwindigkeitskomponente des
kennzeichnet, daß mindestens zwei in gleichem Kühlmittels in der Größenordnung der Extrusions-Winkelabstand
zueinander liegende Wasserstrahl- und Abzugsgeschwindigkeit und nicht kleiner als
len aus mindestens einer Wasserdüse auf den 35 40% davon gewählt wird, wobei das Kühlmittel mit
extrudierten Kunststoffstrang gerichtet werden. dem Strang mitwandert, ohne eine Zugwirkung oder
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch ge- einen übermäßigen Widerstand auf den Strang auskennzeichnet,
daß Wasserstrahlen aus einer zuüben.
Applications Claiming Priority (1)
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