DE20320659U1 - Fahrzeugsitz mit integriertem Airbag-Modul - Google Patents
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Abstract
Fahrzeugsitz
mit integriertem Airbag-Modul, bestehend aus einem Gehäuse, welches
einen Gasgenerator und einen Airbag aufnimmt, wobei das Gehäuse aus
einer an der Tragstruktur des Sitzes befestigten Gehäuseschale
und einer diese verschließenden
Abdeckung besteht, die nach außen
durch einen, eine Reißnaht aufweisenden
Polsterbezug kaschiert ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung
ein filmartiges Flächengebilde
(14) ist, welches umlaufend am Rand der Gehäuseschale (10) befestigt ist
und zur Steuerung der Austrittsrichtung des Airbags (12) aus dem
Airbag-Modul (8) eine Materialschwächung (16) oder eine Schwächung seiner
Verbindung (17) mit der Gehäuseschale
(10) aufweist.
Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft einen Fahrzeugsitz mit integriertem Airbag-Modul gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
- In Kraftfahrzeugsitze eingebaute Airbags gehören heute zur Standardausrüstung von Kraftfahrzeugen. In aller Regel sind sie als sogenannte Seiten-Airbags in die Rückenlehne des Fahrzeugsitzes integriert, wobei dafür Sorge zu tragen ist, dass sich der Airbag im Bedarfsfall ungehindert aus der Rückenlehne heraus in die gewünschte Richtung entfalten kann. Dazu ist eine entsprechende Austrittsöffnung für den Airbag in der Rückenlehne erforderlich, die den ästhetischen Gesamteindruck des Sitzes stört. Es gibt daher verschiedene Lösungen, deren Ziel es ist, Optik und Funktionalität verträglich miteinander zu verbinden.
- Eine häufig zu findende Lösung, zu der auch die vorliegende Erfindung zu zählen ist, besteht darin, den Austritt mit dem Bezugsstoff der Polsterung zu überziehen (EP 07 51 047 A1,
DE 195 38 657 A1 ,DE 196 33 034 A1 ,DE 196 36 660 A1 ,DE 198 24 735 A1 ,US 5,762,363 ). Es sind dann spezielle Nähte oder Stellen im Bezugsstoff vorgesehen, die beim Auslösen des Airbags aufreißen, damit sich dieser ungestört aufblasen kann. Ein Vorteil dieser Lösung ist darin zu sehen, dass der ästhetische Gesamteindruck des Sitzes durch einen installierten Airbag nicht gestört wird, da dessen Austritt unter dem eine einheitliche Oberfläche bildenden Bezugsstoff versteckt ist. - Ein Airbag-Modul besteht aus einem Gehäuse, welches einen Gasgenerator und den Airbag beherbergt. Das Gehäuse weist eine Gehäuseschale aus Hartplastik auf, die an der Tragstruktur des Sitzes befestigt ist, sowie einen sie verschließenden Deckel. Überwiegend sind diese Deckel, wie auch die Gehäuseschale, als Spritzgussteile aus Hartplastik gefertigt. Derartige Modulgehäuse haben den Nachteil, dass sowohl für die Gehäuseschale, als auch für den Deckel Spritzgussformen zur Verfügung stehen müssen. Das erhöht die Teile- und Werkzeugkosten. Nachteilig ist auch das relativ hohe Gewicht des als Hartschale ausgebildeten Deckels.
- Neben den oben beschriebenen Airbag-Modulen mit „Hartdeckeln" sind auch Airbag-Module mit „Softdeckeln" bekannt (
US 5,762,363 ,DE 198 24 735 A1 ). Bei diesen Modulen besteht die Abdeckung der Gehäuseschale aus Gewebelappen, die an der Gehäuseschale festgelegt sind und entweder von vornherein einen im Polsterschaum des Sitzes ausgebildeten Schusskanal für den sich entfaltenden Airbag auskleiden (US 5,762,363 ), oder aber sich erst bei Auslösung des Airbags in diesen Schusskanal entfalten (DE 198 24 735 A1 ). Die Gewebelappen haben dabei neben ihrer Abdeckfunktion die Aufgabe das Mitreißen von Schaumteilen durch den sich entfaltenden Airbag sowie Verletzungen der Airbagwand zu verhindern. - Mit diesen bekannten Airbag-Modulen mit Softabdeckungen werden die oben genannten Nachteile von Modulen mit Hartdeckeln beseitigt.
- Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen weiteren Fahrzeugsitz mit einem integriertem Airbag-Modul zur Verfügung zu stellen, welches eine Softabdeckung aufweist.
- Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe mit einem Fahrzeugsitz gelöst, der die Merkmale des Anspruchs 1 aufweist.
- Demnach ist die Abdeckung der Gehäuseschale des Airbag-Moduls ein filmartiges Flächengebilde, d. h., die Abdeckung ist im Vergleich zur Gehäuseschale dünnhäutig ausgeführt. Als Material für die Abdeckung kommt beispielsweise Vlies, Gewebe, eine Metallfolie oder eine Kunststofffolie in Frage. Die Abdeckung ist einstückig ausgeführt und am Rand der Gehäuseschale umlaufend befestigt. Die Verbindung zwischen der Abdeckung und der Gehäuseschale kann durch Vibrationsschweißen, Ultraschallschweißen, durch Kleben oder aber über einen Mikroklettverschluss realisiert werden. Obwohl die Abdeckung relativ dünnwandig ausgeführt ist, kann durch eine entsprechende Materialschwächung des Flächengebildes bzw. durch eine entsprechende Schwächung der Verbindung zwischen dem Flächengebilde und der Gehäuseschale eine bevorzugte Austrittsrichtung für den sich entfaltenden Airbag festgelegt werden.
- Das filmartige Flächengebilde bringt eine große Gewichtsersparnis und ist als Stanzteil bzw. Ausschnittteil kostengünstig herstellbar.
- In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist die Gehäuseschale mit einem umlaufenden flanschartigen Rand versehen, der die Befestigung des filmartigen Flächengebildes erleichtert.
- Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. In der dazu gehörigen Zeichnung zeigt:
-
1 eine schematische perspektivische Ansicht eines Kraftfahrzeugsitzes, -
2 einen Schnitt A–A gemäß1 , -
3 eine Darstellung gemäß2 bei ausgelöstem Airbag, -
4 einen Blick auf den Einbauort des Airbag-Moduls in Richtung des Pfeils B gemäß1 im vergrößerten Maßstab bei weggelassenem Polsterbezug mit einer Reißlinie in der Abdeckung des Airbag-Moduls, -
5 eine Darstellung gemäß4 bei ausgelöstem Airbag, -
6 eine Darstellung gemäß4 mit einer Schwächung der Verbindung zwischen der Abdeckung und der Gehäuseschale des Airbag-Moduls. -
1 zeigt einen Kraftfahrzeugsitz mit einem Sitzteil1 und einer Rückenlehne2 sowie einer daran über Tragstangen4 geführten Kopfstütze3 . Der Sitz ist wie üblich mit einer Bepolsterung5 aus Schaumstoff ausgerüstet, welche mit einem Bezugs stoff6 bezogen ist (2 ,3 ). Auf einer Seite der Rückenlehne2 ist in der Bepolsterung5 eine Aussparung7 vorgesehen, um Raum für ein Airbag-Modul8 zu schaffen. Hier ist im Randbereich einer Seitenwulst2.1 der Rückenlehne2 eine Reißnaht9 im Bezugsstoff6 angeordnet. - Das Airbag-Modul
8 besitzt eine Gehäuseschale10 aus Hartplastik, die einen Gasgenerator11 und einen gefalteten Airbag12 aufnimmt. Sie ist in geeigneter Weise, z. B. durch eine nicht dargestellte Verschraubung mit dem benachbarten Lehnenholm13 verbunden. Das Airbag-Modul8 wird durch eine filmartige Abdeckung14 , z. B. ein Gewebe, komplettiert. Die Abdeckung14 ist ein einstückiges Ausschnitt- bzw. Stanzteil, dessen Größe und Form so gewählt ist, dass es allseitig auf dem umlaufenden Rand der Gehäuseschale10 aufliegt. Der Randbereich der Gehäuseschale10 ist als umlaufender Flansch15 ausgebildet, um eine ausreichend große und leicht zugängliche Verbindungsfläche zwischen der Abdeckung14 und der Gehäuseschale10 zu haben. Die Verbindung zwischen der Abdeckung14 und der Gehäuseschale10 erfolgt dadurch, dass diese in ihrem Randbereich miteinander verklebt werden. Andere Verbindungsarten wie z. B. Schweißungen sind natürlich in Abhängigkeit von der Materialpaarung -Abdeckung14 /Gehäuseschale10 - auch möglich. In den4 und6 ist die umlaufende Befestigung durch eine Strichlinie18 symbolisch angedeutet. - Im eingebauten Zustand ist das Airbag-Modul
8 bzw. dessen Abdeckung14 nach außen durch den Bezugsstoff6 kaschiert, wie am besten aus2 hervorgeht. - Das Öffnungsverhalten der Abdeckung
14 bei Auslösung des Airbags12 muss gesteuert werden, um die Austrittsrichtung des Airbags12 vorzugeben. In der Ausführungsform gemäß den4 und5 erfolgt diese Steuerung durch das Vorsehen einer U-förmigen Reißlinie16 in der Abdeckung14 . Im Crash-Fall reißt zunächst aufgrund des sich entfaltenden Airbags12 die Reißlinie16 in der Abdeckung14 und in der Folge die Reißnaht9 im Bezugsstoff6 , so dass sich der Airbag12 in gewünschter Weise nach vorn entfalten kann, wie aus den3 und5 hervorgeht. In Austrittsrichtung des Airbags12 ist der Schaum5 in üblicherweise gegen eine Beschädigung durch Reibkontakt mit dem Airbag12 gesichert, was in der Zeichnung noch nicht dargestellt ist. - Zur Vorgabe der Austrittsrichtung des Airbags
12 aus dem Airbag-Modul8 kann anstelle der Reißlinie16 gemäß4 auch eine Schwächung der Verbindung18 zwischen der Abdeckung14 und der Gehäuseschale10 vorgesehen werden. Dies ist in6 dargestellt. Dort ist der geschwächte Bereich in der Verbindung zwischen der Abdeckung14 und der Gehäuseschale10 durch eine Strichlinie17 symbolisch gezeigt. Die Wirkung der Schwächung17 entspricht der der Reißlinie16 .
Claims (2)
- Fahrzeugsitz mit integriertem Airbag-Modul, bestehend aus einem Gehäuse, welches einen Gasgenerator und einen Airbag aufnimmt, wobei das Gehäuse aus einer an der Tragstruktur des Sitzes befestigten Gehäuseschale und einer diese verschließenden Abdeckung besteht, die nach außen durch einen, eine Reißnaht aufweisenden Polsterbezug kaschiert ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung ein filmartiges Flächengebilde (
14 ) ist, welches umlaufend am Rand der Gehäuseschale (10 ) befestigt ist und zur Steuerung der Austrittsrichtung des Airbags (12 ) aus dem Airbag-Modul (8 ) eine Materialschwächung (16 ) oder eine Schwächung seiner Verbindung (17 ) mit der Gehäuseschale (10 ) aufweist. - Fahrzeugsitz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gehäuseschale (
10 ) einen umlaufenden, flanschartigen Rand (15 ) besitzt, an dem die Abdeckung (14 ) befestigt ist.
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| Publication Number | Publication Date |
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|---|---|---|---|
| DE20320659U Expired - Lifetime DE20320659U1 (de) | 2003-12-17 | 2003-12-17 | Fahrzeugsitz mit integriertem Airbag-Modul |
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| Country | Link |
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US7703800B2 (en) | 2006-05-19 | 2010-04-27 | Takata-Petri Ag | Airbag arrangement for a motor vehicle seat |
| US10369952B2 (en) | 2016-09-01 | 2019-08-06 | GM Global Technology Operations LLC | Backrest for a vehicle seat and vehicle seat with the backrest |
-
2003
- 2003-12-17 DE DE20320659U patent/DE20320659U1/de not_active Expired - Lifetime
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