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Ein
Fahrzeugdach, bei welchem Mittel zur geräuschmindernden Beeinflussung
einer Luftströmung
in einem Lüftungsspalt
zwischen der Hinterkante eines ausgestellten Deckels und einem hinteren
Dachöffnungsrand
vorgesehen sind, ist beispielsweise aus der
DE 40 16 791 C2 bekannt.
Bei diesem bekannten Fahrzeugdach sind die Beeinflussungsmittel
vorgesehen als im Bereich der Hinterkante des Deckels angeformter,
nach unten abstehender, flächiger
Ansatz, der sich bei angehobenem Deckel in den Lüftungsspalt hinein erstreckt
und an seinem freien Ende mit Vorsprüngen versehen ist.
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Ein ähnliches
Fahrzeugdach ist ebenfalls aus der
DE 101 13 540 A1 bekannt. Bei diesem bekannten
Fahrzeugdach sind die Mittel zur Beeinflussung der Luftströmung durch
den Lüftungsspalt
hindurch ebenfalls an der Hinterkante eines Deckels angeordnet,
und zwar in Form eines von der Deckelhinterkante zum Fahrzeuginnenraum
hin nach unten abstehenden Flächenelements,
in welchem eine Mehrzahl von Durchtrittsöffnungen ausgebildet sind.
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Wenngleich
bei den bekannten Fahrzeugdächern
die bei ausgestelltem Zustand des Deckels auftretende Geräuschentwicklung
reduziert werden kann, so hat es sich herausgestellt, dass die Anordnung
der Mittel zur Beeinflussung der Luftströmung an der Hinterkante des
Deckels in vielen Fällen
nicht optimal für
eine Geräuschreduzierung
wirkt und darüber
hinaus die konstruktive Gestaltungsfreiheit im Bereich der Deckelhinterkante
eingeschränkt.
Diese Einschränkung
betrifft insbesondere die Gestaltung einer an der Deckelhinterkante üblicherweise
vorgesehenen Randspaltdichtung zur Abdichtung des Spalts zwischen
Deckel hinterkante und dahinter liegendem Dachöffnungsrand bei geschlossenem Fahrzeugdach.
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Die
letzteren Probleme lassen sich verringern durch Fahrzeugdächer nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Derartige Fahrzeugdächer, bei
denen die Mittel zur Beeinflussung der Luftströmung an der Unterseite des
Deckels in einem Abstand von der Deckelhinterkante angeordnet sind,
sind z. B. aus der
DE
100 13 433 C2 , der
US
6,485,093 B2 und der
EP 1 118 490 A1 bekannt.
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Es
ist es eine Aufgabe der Erfindung, ein Fahrzeugdach nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 anzugeben, mittels welchem eine bei ausgestelltem
Deckel sich ergebende Geräuschentwicklung wirksam
reduziert werden kann und welches mit vergleichsweise geringem Aufwand
gefertigt werden kann.
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Diese
Aufgabe wird gelöst
durch ein Fahrzeugdach nach Anspruch 1. Die abhängigen Ansprüche betreffen
vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung.
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Bei
dem erfindungsgemäßen Fahrzeugdach sind
die Mittel zur Beeinflussung der Luftströmung an der Unterseite des
Deckels in einem Abstand von der Deckelhinterkante angeordnet, so
dass diese auch bei vergleichsweise wenig voluminöser Gestaltung tendenziell
eher im Zentrum der Luftströmung
bzw. Luftströmungsschwingung
angeordnet sind. Darüber hinaus
ist durch diese Beeinflussungsmittel die Konstruktion im Bereich
der Deckelhinterkante, insbesondere z. B. die Konstruktion einer
dort vorgesehenen Randspaltdichtung nicht beeinträchtigt.
Die erfindungsgemäße Gestaltung
bewirkt eine signifikante Reduzierung der Geräuschentwicklung nicht nur bei bereits
voll ausgestelltem Deckel sondern insbesondere auch bereits zu Beginn
und während
des Ausstellvorganges.
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Die
Ausbildung der Beeinflussungsmittel als eine Mehrzahl von vertikal
sich erstrechenden Rippen, die am hinteren Rand eines an einem Deckelverstärkungsaufbau
angeformten Materials ausgebildet sind, reduziert erheblich den
Fertigungsaufwand im Vergleich zu den vorbekannten Fahrzeugdächern.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
ist vorgesehen, dass die Mehrzahl von Rippen eine in Fahrzeugquerrichtung
sich erstreckende Materialleiste ausbilden, die eine Strukturierung
derart besitzt, dass der durch die Materialleiste hervorgerufene
lokale Strömungswiderstand
in Abhängigkeit
von einer Position in Fahrzeugquerrichtung variiert. Diese Variation
des Strömungswiderstands
in Fahrzeugquerrichtung lässt
sich in einfacher Weise durch eine korrugierte Formgebung der angeformten
Materialleiste realisieren, die bevorzugt als flächiges Gebilde ausgebildet
ist. Im Allgemeinen ergibt sich eine zufriedenstellende Geräuschreduzierung
bei einer periodischen Variation des Strömungswiderstands entsprechend
einer periodischen Variation der lokalen Materialleistengestaltung.
Es soll jedoch nicht ausgeschlossen sein, dass in Optimierung der
geräuschmindernden
Wirkung eine nicht-periodische Variation in Fahrzeugquerrichtung
verwendet wird.
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Bevorzugt
erfährt
der durch die Materialleiste hervorgerufene lokale Strömungswiderstand
in Fahrzeugquerrichtung betrachtet eine Variation mit mindestens
zehn lokalen Minima.
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Ebenfalls
im Hinblick auf eine besonders wirksame Geräuschreduzierung ist es bevorzugt, wenn
die Materialleiste sich wenigstens über einen Großteil der
Dachöffnungsbreite
in Fahrzeugquerrichtung, insbesondere die ganze Dachöffnungsbreite
erstreckt.
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Die
Variation des Strömungswiderstands wird
erreicht, indem die Materialleiste die Mehrzahl von in Fahrzeugquerrichtung
voneinander beabstandet angeordneten Rippen aufweist, z. B. in Form
von Zacken oder Wellen an einem in den Lüftungsspalt ragenden Rand der
Materialleiste.
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Für die Geräuschreduzierung
ist es auch vorteilhaft, wenn die Mittel zur Beeinflussung der Luftströmung in
Deckellängsrichtung
betrachtet einen Abstand von der Deckelhinterkante besitzen, der mindestens
3% der Deckellängserstreckung und/oder
mindestens 50% des minimalen Abstands zwischen Deckelhinterkante
und hinterem Dachöffnungsrand
bei ausgestelltem Deckel beträgt.
Insbesondere können
die Beeinflussungsmittel an einer Stufe angeordnet sein, die in
an sich bekannter Weise einen Übergangsbereich
zwischen der Deckelhinterkante und einem davon in Deckellängsrichtung
beabstandeten Deckelverstärkungsbereich
bildet. In letzterem Deckelbereich befindet sich der an der Unterseite
einer Deckelplatte angeordnete Verstärkungsaufbau, etwa ein Verstärkungsblech
zur mechanischen Versteifung des Deckels. Ein solches Deckelverstärkungsblech
kann hierbei rahmenartig an der Unterseite des Deckels verlaufen.
An dem hinten befindlichen Abschnitt einer solchen Deckelverstärkung (Verstärkungssicke)
ist dann die oben erwähnte Materialleiste
ausgebildet, insbesondere als Kunststoffformteil bzw. Kunststoffprofilteil
angeformt. An einer nach hinten gerichteten Randfläche der
Deckelverstärkung
sind z. B. nach hinten abstehende Materialrippen ausgebildet, mit
welchen die oben erwähnte
Variation des Luftwiderstands im Lüftungsspalt realisiert ist.
Solche Rippen können
bei vollumschäumten
Deckeln ein Bestandteil der Umschäumung sein.
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In
einer weiteren Ausführungsform
ist vorgesehen, dass eine den hinteren Dachöffnungsrand ausbildende Wasserablaufeinrichtung
wenigstens teilweise von einer in Fahrzeugquerrichtung verlaufenden
Dichtung gebildet ist, welche in Schließstellung des Deckels diesen
Deckel zum hinteren Dachöffnungsrand
hin abdichtet und welche einen in den Lüftungsspalt ragenden Dichtungsabschnitt
als zusätzliche
Mittel zur Beeinflussung der Luftströmung aufweist. In diesem Fall
erfüllt
die Dichtung vorteilhaft eine Doppelfunktion, nämlich einerseits zum Abdichten
im Schließzustand
des Deckels und andererseits zur Bereitstellung der zusätzlichen
Beeinflussungsmittel durch einen Abschnitt der Dichtung. Zur Optimierung
der Geräuschreduzierung
ist es im Allgemeinen bevorzugt, diesen Dichtungsabschnitt in Fahrzeuglängsrichtung
betrachtet weiter vorne als denjenigen Dichtungsabschnitt auszubilden,
welcher in der Schließstellung
zum Deckel hin abdichtet. Der als zusätzliche Beeinflussungsmittel
dienende Dichtungsabschnitt kann z. B. wie die oben bereits beschriebene
Materialleiste strukturiert sein.
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In
einer anderen Ausführungsform
ist vorgesehen, dass eine den hinteren Dachöffnungsrand untergreifende
Wasserablaufeinrichtung von einer in Fahrzeugquerrichtung verlaufenden
Wasserrinne gebildet ist, die an deren Vorderseite zusätzliche
Mittel zur Beeinflussung der Luftströmung aufweist. Auch durch diese
Maßnahme
ergibt sich vorteilhaft eine Doppelfunktion eines oftmals ohnehin
vorhandenen Bauteils, nämlich
der in Fahrzeugquerrichtung unter dem Dachöffnungsrand verlaufenden Wasserrinne, von
welcher ein in den Lüftungsspalt
ragender Abschnitt die oben erwähnte
Materialleiste unmittelbar ausbilden kann. Alternativ kann an einem
solchen Wasserrinnenabschnitt z. B. eine die Materialleiste darstellende
Profilleiste aufgesteckt oder angeformt werden. In einer Weiterbildung
ist vorgesehen, dass die Wasserrinne höhenverstellbar vorgesehen ist
und bei ausgestelltem Deckel angehoben ist und beim Absenken des
Deckels in die Schließstellung
zusammen mit dem Deckel abgesenkt wird. Eine solche Höhenverstellbarkeit
der Wasserrinne ist an sich bekannt, beispielsweise aus der
DE 34 42 599 A1 .
Wie ebenfalls aus dieser Veröffentlichung
bereits bekannt, kann auch im Rahmen der Erfindung vorgesehen sein,
dass das Fahrzeugdach als Schiebehebedach ausgebildet ist, bei welchem
der Deckel nach dessen Absenkung zusammen mit der Wasserrinne nach
hinten unter die feste Dachfläche
verschiebbar ist. Die Höhenverstellung
bzw. Verkippung der Wasserrinne führt im Rahmen der Erfindung
zu dem Vorteil, dass die mit den zusätzlichen Mitteln zur Beeinflussung
der Luftströmung
versehene Wasserrinne "automatisch" (beim Ausstellen
des Deckels) in Richtung des Luftströmungszentrums gerückt wird.
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Anstatt
die eigentliche Wasserrinne beim Ausstellen des Deckels zu verstellen
ist es auch bekannt (
DE
38 24 942 C1 ), über
einer fahrzeugseitig fest angeordneten, in Fahrzeugquerrichtung
verlaufenden Wasserrinne eine zusätzliche Spritzwand anzuordnen,
die zum Auffangen von Wasser bei ausgestelltem Deckel nach oben
zum Lüftungsspalt
hin verkippt ist. Auch ein in den Lüftungsspalt ragender Abschnitt
einer solchen Spritzwand lässt
sich im Rahmen der Erfindung vorteilhaft zur Anordnung der zusätzlichen
Beeinflussungsmittel nutzen.
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Die
Erfindung wird nachfolgend anhand einiger Ausführungsbeispiele mit Bezug auf
die beigefügten
Zeichnungen weiter beschrieben. Es stellen dar:
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1 eine Vertikalschnittansicht
eines Fahrzeugdaches im Übergangsbereich
zwischen einem nach oben ausgestellten Deckel und einem hinteren Dachöffnungsrand,
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2 eine Draufsicht eines
Abschnitts einer geräuschmindernden
Materialleiste zur Verwendung bei dem Fahrzeugdach nach 1,
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3 eine Draufsicht eines
Abschnitts einer geräuschmindernden
Materialleiste zur Verwendung bei dem Fahrzeugdach nach 1 gemäß einer weiteren Ausführungsform,
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4 eine Draufsicht eines
Abschnitts einer geräuschmindernden
Materialleiste zur Verwendung bei dem Fahrzeugdach nach 1 gemäß einer weiteren Ausführungsform,
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5 eine Vertikalschnittansicht ähnlich der 1 eines weiteren Fahrzeugdaches,
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6 eine Vertikalschnittansicht ähnlich der 1 eines weiteren Fahrzeugdaches,
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7 eine Vertikalschnittansicht
eines Deckels im Bereich einer hinteren Deckelverstärkung, und
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8 eine Horizontalschnittansicht
des in 7 dargestellten
Verstärkungsbereichs
(Schnittebene VIII–VIII
in 7).
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1 zeigt ein Fahrzeugdach 10 mit
einem Deckel 12 (hier: Glasdeckel), der mit seiner Hinterkante 14 aus
einer eine Dachöffnung
verschließenden
Schließstellung
nach oben ausgestellt ist. Diese Deckelstellung wird unabhängig von
der konkreten Bauart des Dachöffnungssystems üblicherweise
als Lüftungsstellung
bezeichnet. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel handelt es sich
um ein Schiebehebedach, bei welchem ausgehend von der Schließstellung
der Deckel 12 auch insgesamt nach unten abgesenkt und nach
hinten (in 1 nach rechts)
unter einen festen Dachabschnitt 16 verschoben werden kann,
um die Dachöffnung
teilweise (vorne) oder ganz freizugeben.
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Der
Deckel 12 weist eine Glasplatte 18 mit einer rahmenartig
umlaufenden Verstärkung
auf, von welcher in 1 ein
hinterer, als Kunststoffumschäumung
ausgebildeter Verstärkungsabschnitt 20 zu
sehen ist. In an sich bekannter Weise ist in dem Verstärkungsabschnitt 20 ein
Deckelverstärkungsblech 22 aus
Metall eingeschäumt
und ist an der Deckelhinterkante 14 ein Holkammerdichtungsprofil 24 formschlüssig gehalten,
welches in der Schließstellung den
Deckel 12 gegen den zugeordneten hinteren Dachöffnungsrand 26 hin
abdichtet.
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Um
bei der dargestellten Lüftungsstellung ein
Eindringen von Wasser über
den sich bei ausgestelltem Deckel zwischen der Deckelhinterkante 14 und
dem hinteren Dachöffnungsrand 26 sich
ergebenden Lüftungsspalt 28 zu
verhindern, ist im dargestellten Beispiel eine den hinteren Dachöffnungsrand 26 untergreifende
Wasserablaufeinrichtung 30 in Form einer in Fahrzeugquerrichtung
verlaufenden, im Querschnitt etwa U-förmigen Wasserrinne 32 vorgesehen.
Diese Wasserrinne 32 dient dazu, gegebenenfalls über den
Lüftungsspalt 28 eingedrungenes Wasser in
bekannter Weise in Fahrzeugquerrichtung abzuführen. Nach vorne hin wird die
Wasserrinne von einem Profilschenkel 34 begrenzt. Bei dem
dargestellten Ausführungsbeispiel
ist vorgesehen, dass die Wasserablaufeinrichtung 30 höhenverstellbar
ist und beim Ausstellen des Deckels 12 mit ihrem Profilschenkel 34 nach
oben verkippt wird.
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Eine
Besonderheit des dargestellten Fahrzeugdaches 10 besteht
darin, dass der Profilschenkel 34, der die im Luftdurchzug
stehende Vorderkante der Wasserrinne 32 ausbildet, mit
einer aufgesteckten Profilleiste 36 aus Kunststoff versehen
ist, die sich aufgrund der Verkippung bei ausgestelltem Deckel 12 im
Bereich des Lüftungsspalts 28 befindet, und
eine Strukturierung derart besitzt, dass der durch diese Profilleiste 36 hervorgerufene
lokale Strömungswiderstand
in Ahängigkeit
von einer Position in Fahrzeugquerrichtung variiert. Beispiele einer
solchen geräuschmindernden
Strukturierung der nach oben abstehenden Profilleiste 36 sind
in den 2 bis 4 dargestellt.
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Abweichend
vom dargestellten Ausführungsbeispiel
kann eine geräuschmindernde
Strukturierung auch unmittelbar für die Vorderkante der Wasserrinne 32 vorgesehen
sein, so dass vorteilhaft ohnehin (zur Wasserabfuhr) eingesetztes
Material gleichzeitig zur Ausbildung der Geräuschminderungsmittel genutzt
wird.
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Bei
der nachfolgenden Beschreibung von weiteren Ausführungsbeispielen werden für analoge Komponenten
die gleichen Bezugszahlen verwendet, jeweils ergänzt durch einen kleinen Buchstaben zur
Unterscheidung der Ausführungsform.
Dabei wird im Wesentlichen nur auf die Unterschiede zu dem bzw.
den bereits beschriebenen Ausführungsbeispielen
eingegangen und im Übrigen
hiermit ausdrücklich auf
die Beschreibung vorangegangener Ausführungsbeispiele verwiesen.
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2 zeigt eine Profilleiste 36a,
deren freier Rand mit einem Zackenbeschnitt ausgebildet ist, so dass
der durch die Profilleiste 36a hervorgerufene lokale Strömungswiderstand
in Fahrzeugquerrichtung betrachtet jeweils an einem Zackengrund
minimal ist, wohingegen im Bereich der Zackenspitzen dieser Strömungswiderstand
maximal ist.
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3 zeigt eine Profilleiste 36b mit
einem Wellenbeschnitt, der in analoger Weise für eine geräuschmindernde Variation des
Strömungswiderstands
wirkt.
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4 zeigt eine Profilleiste 36c mit
Aussparungen in Form einer Reihe von Durchgangsöffnungen, mit welchen ebenfalls
eine Variation der lokalen Strömungseigenschaften
realisiert wird.
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Die
in den 2 bis 4 dargestellten Ausführungen
sind lediglich beispielhaft zu verstehen und wurden im Hinblick
auf deren konstruktive Einfachheit gewählt. Die dargestellten Ausführungen
können im
Rahmen der Erfindung selbstverständlich
modifiziert und/oder kombiniert werden. Wenngleich bei den dargestellten
Ausführungen
eine periodische Strukturvariation vorgesehen ist, so kann in einer Weiterbildung
vorgesehen sein, dass die Variation nicht-periodisch ist, wobei
eine solche nicht-periodische Struktur für ein bestimmtes Fahrzeugdach
im Rahmen einer Optimierung (minimale Geräuschentwicklung) empirisch
aufgefunden und gewählt
werden kann.
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5 zeigt ein weiteres Fahrzeugdach 10d mit
einem Deckel 12d in Lüftungsstellung.
Im Unterschied zu der mit Bezug auf 1 beschriebenen Dachausführung erfolgt
die Abdichtung des Randspalts zwischen Deckelhinterkante 14d und
hinterem Dachöffnungsrand 26d durch
eine am hinteren Dachöffnungsrand
aufgesteckte Holkammerprofildichtung 40, welche in Schließstellung
unmittelbar an einem umfalzten Rand des Metalldeckels 12d anliegt.
Dieser umfalzte Bereich des Deckels 12d bildet dessen Hinterkante 14d sowie
den Verstärkungsabschnitt 20d aus.
Eine Kippeinrichtung 42d bewerkstelligt die bereits mit
Bezug auf 1 beschriebene
Verkippung einer Wasserrinne 32d beim Ausstellen des Deckels 12d und
eine Verschiebung der gesamten Wasserablaufeinrichtung 30d unter
den festen Dachabschnitt 16d bei der zur Öffnung des
Daches vorgesehenen Verschiebung des Deckels 12d nach hinten unter
den festen Dachabschnitt 16d.
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Eine
an einem vorderen Profilschenkel 34d der Wasserrinne 32d aufgesteckte
Materialleiste 36d besitzt bei dieser Ausführungsform
eine doppelte Funktion. Zum einen, da der freie Rand dieser Materialleiste 36d über die
von dem festen Dachabschnitt 16d definierte Dachkontur
nach oben hinausragt, ergibt sich die Funktion als Spritzwand für gegebenenfalls über den
Lüftungsspalt 28d einspritzendes
Wasser. Zum anderen ergibt sich die oben bereits beschriebene geräuschmindernde
Wirkung durch eine geeignete Formgebung der Materialleiste 36d.
Diese Materialleiste 36d kann beispielsweise wie in den 2 bis 4 dargestellt strukturiert sein.
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6 veranschaulicht eine weitere
Ausführungsform
eines Fahrzeugdaches 10e, bei welchem eine Wasserablaufeinrichtung 30e durch
den hinteren Dachöffnungsrand 26e als
vertiefter Bereich des festen Dachabschnitts 16e ausgebildet
ist. Auf der vorderen Seite dieses Wasserablaufbereichs 30e ist (zusätzlich zu
der an der Deckelhinterkante 14e aufgesteckten Dichtung 24e)
eine weitere elastische Dichtung 50e als so genannte "Top-Dichtung" angeordnet, welche
im Schließzustand
mit einem nach oben abstehenden Dichtungsabschnitt 52e die
Unterseite des Deckels im hinteren Deckelrandbereich gegenüber dem
festen Dachabschnitt 16e abdichtet.
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Die
als Hohlkammerprofil ausgebildete Dichtung 50e besitzt
ferner einen schräg
nach vorne und oben abstehenden Dichtungsabschnitt 54e,
der mit einer geräuschmindernden
Struktur ausgebildet ist (z. B. wie in den 2 bis 4 dargestellt).
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Bei
den beschriebenen Ausführungsformen sind
Mittel zur geräuschmindernden
Beeinflussung der Luftströmung
stets in einem Abstand von der Deckelhinterkante angeordnet, insbesondere
in einem in Deckellängsrichtung
gemessenen Abstand von dieser Hinterkante, so dass diese Beeinflussungsmittel
strömungstechnisch
günstig
gelegen sind. Alternativ oder zusätzlich zu der bis hierher durch
Beispiele veranschaulichten Anordnung von Beeinflussungsmitteln
an der Fahrzeugkarosserie (also nicht am bewegbaren Deckel) sind
Beeinflussungsmittel gemäß der Erfindung
in einer besonderen Weise an der Unterseite des Deckels selbst,
in einem Abstand von der Deckelhinterkante, angeordnet. Nachfolgend wird
ein entsprechendes Ausführungsbeispiel
zur Veranschaulichung der Erfindung mit Bezug auf 7 erläutert.
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7 zeigt den hinteren Bereich
eines Glasdeckels 12f im ausgestellten Zustand, der im Schließzustand
mittels einer "Top-Dichtung" (nicht dargestellt)
abgedichtet wird. Bei dem Deckel 12f ist eine Glasplatte 18f an
der Unterseite mit einem Verstärkungsabschnitt 20f versehen.
Das Material (Umschäumung),
aus welchem diese Verstärkung
gebildet ist, bildet am hinteren Rand des Verstärkungsabschnitts 20f eine
Mehrzahl von vertikal sich erstreckenden Rippen 60f aus,
welche diesem in einem Abstand d von der Deckelhinterkante 14f befindlichen Bereich
der Deckelunterseite geräuschmindernde
Eigenschaften verleihen. Vorteilhaft wird hierbei ohnehin (zur Verstärkung) eingesetztes
Material gleichzeitig zur Ausbildung der Geräuschminderungsmittel genutzt.
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Es
hat sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn, wie bei der dargestellten
Ausführung
vorgesehen, der Abstand d zwischen den Rippen 60f und der Deckelhinterkante 14f mindestens
3% der Deckellängserstreckung
L (von Vorderkante bis Hinterkante des Deckels 12f gemessen)
beträgt
und/oder dieser Abstand d mindestens 50% des Minimalabstands s ("Spaltöffnungsmaß") zwischen Deckelhinterkante 14f und
Dachöffnungsrand 26f beträgt.
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Abweichend
vom dargestellten Ausführungsbeispiel
könnten
die einzelnen Rippen 60f oder eine diese Rippen aufweisende
Materialleiste auch als separate Komponente am hinteren Deckelverstärkungsrand
angebracht sein. Ferner können
solche Rippen vorteilhaft mit den bei den anderen Ausführungsformen
bereits beschriebenen weiteren Geräuschminderungsmitteln kombiniert
werden, welche fahrzeugseitig an einer Wasserablaufeinrichtung angeordnet
sind.
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Wie
es in 8 ersichtlich
ist, sind die Rippen 60f äquidistant angeordnet, wobei
die Breite jeder Rippe etwa gleich dem gegenseitigen lichten Abstand
zwischen benachbarten Rippen ist. Wenn die Rippen aus Kunststoff
gebildet sind, so besitzt diese Dimensionierung produktiontstechnische
Vorteile, insbesondere wenn eine relativ große Anzahl derartiger Rippen
angeordnet werden soll. Bevorzugt sind die Rippen 60f seitlich
bis in die Eckbereiche der Deckelunterseite angeordnet. Abweichend
vom dargestellten Beispiel ist es alternativ oder zusätzlich auch von
Nutzen, wenn die gerippte Oberflächenstruktur an
einer nach unten weisenden Fläche
des Deckels vorgesehen ist, beispielsweise indem sich die in 7 ersichtlichen Rippen 60f an
der Unterseite des Verstärkungsabschnitts 20f noch
etwas in Deckellängsrichtung
fortsetzen.
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Bei
allen beschriebenen Ausführungsformen kommt
es zu einer vorteilhaften Reduzierung von Windgeräuschen an
der Hinterkante von ausgestellten Deckeln, wobei die hierzu vorgesehenen
Mittel sehr effektiv wirken und eine große Gestaltungsfreiheit im Hinblick
auf die Konstruktion an der Deckelhinterkante gewährleisten.
Die erfindungsgemäße Gestaltung
besitzt darüber
hinaus den Vorteil eines geringen fertigungstechnischen Aufwands.
Ein bevorzugtes Anwendungsgebiet ist die Geräuschreduzierung bei ausstellbaren
Glasdeckeln.
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- 10
- Fahrzeugdach
- 12
- Deckel
- 14
- Deckelhinterkante
- 16
- fester
Dachabschnitt
- 18
- Glasplatte
- 20
- Deckelverstärkungsabschnitt
- 22
- Deckelverstärkungsblech
- 24
- Deckeldichtung
- 26
- hinterer
Dachöffnungsrand
- 28
- Lüftungsspalt
- 30
- Wasserablaufeinrichtung
- 32
- Wasserrinne
- 34
- Profilschenkel
- 36
- Profilleiste
- 40
- Dachöffnungsranddichtung
- 42
- Kippeinrichtung
- 50
- Top-Dichtung
- 52
- Dichtungsabschnitt
- 54
- Dichtungsabschnitt
- 60
- Rippen
- L
- Deckellängserstreckung
- s
- Spaltöffnungsmaß
- d
- Abstand